Samstag, 4. Dezember 2021

Aktivismus oder Neues Leben von Gott?

Wenn ein altes Auto kaputt ist, macht es irgendwann keinen Sinn mehr, das alte Fahrzeug weiter zu flicken.

In Europa existiert die Christenheit immer noch, aber wir Christen hinken oft herum in alten religiösen Klamotten.

Die Welt um uns herum gerät immer wieder in Panik und wir Christen haben oft nicht viel mehr anzubieten als wütende Streite über Corona und Impfung. 

Die Welt braucht diesen heftigen Streit nicht. Sie streiten auch ohne uns, obwohl sie keine Bibeltexte dabei zitieren.

In Dezember feiern wir die Geburt von Jesus, Gottes Sohn.

Als Jesus erwachsen wurde, hörte er viele heftige Streite und Debatten.

  • Sollten sich die Juden in Israel gegen die römische Besatzung erheben?

  • Sollten die Juden den Lehren dieses oder jenes Rabbiners folgen?

  • Sollten die Juden die von Rom auferlegte drückende Steuer zahlen?


Er sah viele grausame Ungerechtigkeiten.
Juden, die sich Rom widersetzten, wurden gekreuzigt.

Was sagte Jesus darüber, als er zu predigen anfing? War er politisch engagiert? Nein.

Er verwarf die trockene, unbarmherzige Religion der konservativen Bibellehrer, aber er hat die tyrannische Herrschaft der Römer nicht kritisiert.

Darauf antwortete Jesus: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wenn es so wäre, hätten meine Diener für mich gekämpft, als ich verhaftet wurde. Aber mein Königreich ist nicht von dieser Welt.« Johannes 18,36 NLB

Jesus kam nicht, die ungerechte Weltordnung zu verbessern, sondern eine himmlische Welt zu offenbaren, ein ewiges Königreich zu gründen.

Was soll das bedeuten? Waren Menschenrechte für Jesus unwichtig? Keineswegs.

Jesus hat sich immer auf die Seite der verachteten Außenseiter gestellt.


Die religiösen Leiter der Juden waren theologische Snobs. Jesus hat keine theologischen Profis als Apostel erwählt. Er erwählter Fischer, Steuereinnehmer und Freiheitskämpfer.

Erst nach der Auferstehung bekehrte sich der theologische Promi Saulus. Als er ein Jünger von Jesus wurde, musste er seine theologischen Ideen in die Mülltonne werfen.

Als Saulus später der Apostel Paulus wurde, hat der die Ungerechtigkeiten der römischen Weltordnung gut verstanden, aber er hat keine politische Revolution gepredigt.

Er predigte eine revolutionäre neue Ordnung innerhalb der christlichen Gemeinde, aber keinen politischen Aufstand.


Römische und griechische Familienväter waren wie Diktatoren. 

Ein Mann konnte seiner Frau befehlen, ihr weibliches Baby draußen zu lassen. Diese ungewollten weiblichen Babys starben oder wurden von Menschenhändlern geerntet, die sie dann zu Sklaven und Prostituierten machten.

Paulus lehrte, dass Mädchen und Frauen in Gottes Augen ebenso wertgeschätzt sind wie Jungen und Männer, dass Sklaven ebenso von Gott geliebt sind wie hoch angesehene Männer.

Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus. Galater 3,28 EÜ

In Dezember denken wir an die Geburt von Jesus, Gottes Sohn.

Jesus wurde mitten in einer korrupten Weltordnung geboren. Er kam nicht, ein revolutionärer Freiheitskämpfer zu sein, sondern ein neues Leben für alle anzubieten.

Ob geimpft oder ungeimpft, kannst du enge Gemeinschaft mit Gott haben, weil Vater Gott dich unermesslich liebt. Gott hat seinen Sohn Jesus in diese Welt gesandt, damit du von Ihm adoptiert werden könntest.


Doch obwohl die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannte die Welt ihn nicht, als er kam.
Er kam in die Welt, die ihm gehört, und sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf.

All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.
Johannes 1,10–12 NLB