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Mittwoch, 17. Januar 2024

Gott Grieft Ein

 Ein neues Gottes- und Weltbild ist durch den Einfluss der Wissenschaft entstanden. 1718 beschrieb ein niederländischer Schriftsteller Gott als allmächtigen Uhrmacher.

William Paley (1743-1805) war ein anglikanischer Geistlicher, der nach guten Predigtillustrationen suchte. Er verbreitete die Vorstellung von Gott als Uhrmacher. Alles im Universum läuft nach wissenschaftlich vorhersagbaren Gesetzen ab.

So wurde Gott als abwesender und unbedeutender Schöpfer verstanden. 

Wenn du an einen solchen Gott glaubst, macht das in deinem Leben keinen Unterschied.

Aber in der Bibel erscheint Gott als kein abwesender Vermieter, ohne Mitgefühl.  

Gott in der Bibel ist mit dieser Welt aktiv involviert. Er greift immer wieder ein. Heute werden diese Eingriffe als übernatürliche Wunder verstanden.

Heute gibt es konservative Christen, die sich für bibeltreu halten, aber Bibeltexte zitieren, die angeblich lehren, dass Gott nur in alten Zeiten Wunder wirken wollte.

Aber sie glauben, dass Gott Gebete erhört. Wie unterscheidet man zwischen einem Wunder, das Gott angeblich nicht mehr wirkt, und einer Gebetserhörung, die kein solches Wunder sein soll?

Diese Lehre ist voll von Widersprüchen.

Wenn du um einen Job betest und ihn bekommst, ist das in Ordnung, aber wenn deine Tochter an Krebs am Sterben ist und auf übernatürliche Weise geheilt wird, solltest du nicht daran glauben. Wirklich?

Ein konservativer Prediger betete für ein Mädchen, das dem Tode nah war, und Gott heilte sie. Aber das soll in seiner Konfession nicht geschehen, denn die Zeit der Wunder soll längst vorbei sein.

Der Prediger besuchte eine Konferenz, wo er einen charismatischen Prediger um eine biblische Erklärung bat. Er wollte wissen ob er richtig gebetet hatte.

Er bekam eine total unerwartete Antwort:

Warum fragst du nicht das Mädchen selbst?

Gott ist Liebe. Jesus sagt uns, dass Gott unser liebevoller Vater ist.

Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!

Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.

Oder ist unter euch ein Mensch, der, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet, ihm einen Stein gibt,
und, wenn er um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange gibt?

Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!
Mt 7,7–11 SLT

Dienstag, 23. November 2021

Erwarte unerhörte Wunder

Wenn etwas Seltsames und noch nie Dagewesenes passiert, sind viele Christen sicher, dass es nicht von Gott sein kann, aber in der Bibel hat Gott immer wieder auf unerhörte Weisen eingegriffen.

Hosea war ein Prophet im Alten Testament.

Als der Herr zum ersten Mal zu Hosea sprach, befahl er ihm: »Such dir eine Hure und nimm sie zur Frau! Du sollst Kinder haben, die von einer Hure geboren wurden. Denn auch mein Volk ist wie eine Hure: Es ist mir untreu und läuft fremden Göttern nach.« Hosea 1,2 HfA

Jona war ein anderer Prophet. Er wurde von einem riesigen Fisch verschluckt und entkam drei Tage später immer noch lebendig.

Wen hat Jesus als seine ersten Apostel erwählt? Fischer, einen korrupten Zolleinnehmer, einen Dieb. Nur Matthäus war vielleicht theologisch ausgebildet, und der war der abtrünnige Sünder, der für die Römer Geld erpresste.

Gottes Sohn wurde Wanderprediger, der nie von Menschen ordiniert wurde. Er wurde auch nicht von angesehenen Menschen begleitet.

Nicht lange danach zog Jesus durch die nahe gelegenen Orte und Dörfer, um die Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden. Er nahm seine zwölf Jünger mit,

und einige Frauen, die er geheilt und von bösen Geistern befreit hatte. Dazu gehörten Maria von Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte,
Lukas 8,1–2 NLB

Wer wurde von Gott erwählt, der erste Zeuge der Auferstehung seines Sohnes zu sein? Eigentlich war es eine Zeug-in, Maria von Magdala, „aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.“

Maria von Magdala fand die Jünger und erzählte ihnen: »Ich habe den Herrn gesehen!« Dann berichtete sie, was er ihr aufgetragen hatte. Johannes 20,18 NLB

Aber die Apostel glaubten nicht.

Jesus war am frühen Sonntagmorgen von den Toten auferstanden und erschien zuerst Maria von Magdala, die er von sieben Dämonen befreit hatte.

Sie ging zu den Jüngern, die um ihn trauerten und weinten,

und berichtete ihnen, dass Jesus lebe und dass sie ihn gesehen habe. Doch sie glaubten ihr nicht.
Markus 16,9–11 NLB 

In der Bibel erwählte Gott Zeugen, die von den meisten Gläubigen nicht ernst genommen wurden. Die jüdischen Propheten wurden oft erst nach ihrem Tod von den Juden verehrt.

In der walisischen Erweckung in 1904 hat Gott dramatisch eingegriffen.

„Die Maultiere in den Minen mussten umgeschult werden, weil die Bergleute bei ihren Befehlen keine Gotteslästerung mehr verwendeten. Die von Menschen errichteten konfessionellen Schranken brachen vollständig zusammen, als Gläubige und Pastoren gemeinsam ihren majestätischen Herrn anbeteten."

https://sermons.faithlife.com/sermons/36242-welsh-revival-1904

Nicht alles, was in dieser Erweckung passierte, wird von vielen Christen heute gefeiert. Vor einigen Jahren hörte ich eine Gastpredigerin aus Wales. Sie erzählte von einer fast vergessenen Predigerin. 

Sie war nur 15 Jahre alt, als sie eine gesalbte Predigerin wurde. Sie predigte auf der Straße und allerlei Leute wollten sie hören, unter ihnen angesehene Politiker und nicht angesehene Prostituierten.

Wenn du erstaunliche oder unerhörte Geschichten hörst, sei bitte nicht kritisch. Du denkst du stehst für biblische Wahrheit ein, aber kann sein, dass du die Werke Gottes kritisierst.


Dies ist die Ära des Unerwarteten! Dies ist die Ära, in der Gott Dinge tun wird, die SO ungewöhnlich sind, weil er seine Majestät, seine Herrlichkeit und seine Macht offenbaren will. Wir haben gerade erst begonnen, einen "Tropfen auf den heißen Stein" von dem zu sehen, was Gott in diesem neuen Zeitalter tun wird.

Gott wird seine Macht, seine Herrlichkeit, seine Pracht auf eine Art und Weise demonstrieren, wie wir es noch nie zuvor gesehen haben, aber es ERFORDERT Augen zum Sehen und Ohren zum Hören….  Übersetzt von Englisch. Lana Vawser. Australien November 2021



Donnerstag, 20. Mai 2021

Christen haben doch Rechte

Es heißt bei euch: ›Liebe deinen Mitmenschen und hasse deinen Feind!‹ 

Doch ich sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen! Matthäus 5,43–44 HfA

Jesus hat genau das gesagt. Das ist radikal, nicht?

Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn jemand dich auf deine rechte Backe schlagen wird, dem biete auch die andere dar; Matthäus 5,39 ELB

Wenn du Christ bist, dann sind Hass und Rache dir strengstens untersagt.

Manche Christen wollen diese Befehle so extrem gehorchen, dass sie Pazifisten werden. Aber darf sich ein Opfer von Mobbing oder Gewalt überhaupt nicht wehren? Hat ein Christ, wie manche behaupten, keine Rechte?

Als Paulus einen Dämon aus einer Wahrsagerin austrieb, wurde er und sein Partner Silas geprügelt und ins Gefängnis geworfen.

Wie reagierte er?

Also sperrte er sie in die sicherste Zelle und schloss zusätzlich ihre Füße in einen Holzblock ein.

Gegen Mitternacht beteten Paulus und Silas. Sie lobten Gott mit Liedern, und die übrigen Gefangenen hörten ihnen zu. Apostelgeschichte
16,24–25 HfA


Egal, was dir widerfährt, deine Liebe zu Gott darf nie nachlassen. Wer Gott für Ungerechtigkeit beschuldigt, macht seine Situation noch schlimmer.

Und wie reagierte Gott?

Plötzlich bebte die Erde so heftig, dass das ganze Gefängnis bis in die Grundmauern erschüttert wurde; alle Türen sprangen auf, und die Ketten der Gefangenen fielen ab. Apg 16,26 HfA

Ich kenne einen Ex-Moslem aus Arabien, der sich in Jordanien als verfolgter Flüchtling registriert hat. 

Die muslimischen UN-Beamten wollten ihn nicht als Flüchtling nach Australien ziehen lassen. Als er in einem UN-Büro saß, war ein Beamter kurz davor, seinen Antrag abzulehnen, doch dann griff Gott ein.

Gott sandte einen kleinen Erdstoß. Das Gebäude begann zu wackeln. Die Beamten waren erschüttert. Sie spürten, dass Gott am Werk war. Plötzlich sagte die Beamtin: "Antrag genehmigt," und sie stempelte den Visumantrag.

Wie reagierte Paulus, als er durch den Heiligen Geist freigelassen wurde?

Der Gefängnisaufseher dachte, die Gefangenen seien geflohen, und er wollte sich töten, aber Paulus liebte seine Feinde.

»Tu das nicht!«, rief da Paulus laut. »Wir sind alle hier.«

Der Gefängnisaufseher ließ sich ein Licht geben und stürzte in die Zelle, wo er sich zitternd vor Paulus und Silas niederwarf.

Dann führte er die beiden hinaus und fragte sie: »Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden?«

»Glaube an den Herrn Jesus, dann werden du und alle, die in deinem Haus leben, gerettet«, erwiderten Paulus und Silas.

Sie verkündeten ihm und allen in seinem Haus die rettende Botschaft Gottes.
Apostelgeschichte 16,28–32 HfA

Manche Christen behaupten, ein Christ soll keine Rechte haben, aber dem ist nicht so.

Bei Tagesanbruch schickten die obersten Beamten die Gerichtsdiener mit dem Befehl zu ihm: »Lass diese Leute gehen!«

Der Gefängnisaufseher teilte das Paulus mit: »Die führenden Männer lassen euch sagen, dass ihr frei seid. Ihr könnt jetzt unbesorgt die Stadt verlassen.«

Doch Paulus widersprach: »Sie haben uns in aller Öffentlichkeit geschlagen und ohne jedes Gerichtsverfahren ins Gefängnis geworfen, obwohl wir römische Bürger sind. 

Und jetzt wollen sie uns heimlich und auf bequeme Weise loswerden! Aber das kommt gar nicht in Frage! 

Die Männer, die dafür verantwortlich sind, sollen persönlich kommen und uns aus dem Gefängnis führen.« Apg 16,35–37 HfA

Opfer von Mobbing und Missbrauch machen oft einen von zwei Fehlern.

Manche lernen, Missbrauch passiv hinzunehmen und sich als minderwertige Opfer zu betrachten. Viele sexuell missbrauchte Mädchen aber auch Jungen werden Prostituierten.

Dann gibt es andere, die mit Hass und Wut Gerechtigkeit oder Rache suchen. Es ist kein Fehler, Gerechtigkeit zu suchen, aber wir müssen lernen, wie Jesus und Paulus unsere Feinde zu lieben.