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Samstag, 17. Juli 2021

Gott hilft den Schwachen

 Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit! Jesaja 41,10 SLT

Bist du überfordert? Denkst du manchmal, „Ich kann nicht mehr! Ich kann einfach nicht mehr!“
Du siehst keinen Ausweg. Deine Kraft ist alle.

Wenn wir die Briefe von Paulus lesen, sehen wir, dass Paulus selbst oft überfordert war.

Von den Juden empfing ich fünfmal neununddreißig Stockschläge,
dreimal wurde ich ausgepeitscht, einmal gesteinigt. Dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, sodass ich einen Tag und eine Nacht im Meer lag.
2. Korinther 11,24–25 Bruns


Wie fühlte sich Paulus, als er all das leiden musste?

Wir sind wohl in vielfacher Bedrängnis, aber wir werden doch nicht erdrückt; wir sind manchmal ratlos, aber wir verzweifeln nicht;

wir werden wohl verfolgt, aber wir sind nicht im Stich gelassen; wir werden wohl niedergeworfen, aber wir werden nicht überwunden.

Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leib mit uns herum, aber nur, damit sich auch das Leben Jesu an unserm Leib offenbare.
2. Korinther 4,8–10 Bruns


Paulus war immer wieder überfordert, aber sein Glauben blieb trotzdem lebendig wie ein loderndes Feuer.

Aber vielleicht bist du durch viele harte Proben am Ende. Dein Glaube ist schwach und du kämpfst mit Verzweiflung. Du bist kein Glaubensheld.

Paulus war Glaubensheld, aber in seinen Schriften sehen wir Gottes Herz für schwache Christen.

Wir, die einen starken Glauben haben, sind dazu verpflichtet, auf die Schwachheit der anderen Rücksicht zu nehmen und nicht an uns selbst zu denken. Römer 15,1 HfA

Jesus und Paulus haben gefastet. Fastenzeiten sind eine wichtige Hilfe für Gebet. Unser Glaube wird durch Fasten und Beten gestärkt, aber nicht alle können fasten. Es gibt verschiedene Umstände und Gesundheitsprobleme, die Fasten hindern. Nicht alle sollen fasten.

Wir sollen die Bibel lesen und studieren, aber es gibt Christen, die Probleme mit Lesen haben. 

Smith Wigglesworth war ein englischer Prediger im letzten Jahrhundert. Durch seinen Dienst wurden allerlei Krankheiten geheilt und Leichen erweckt. 

Als Kind war er sehr arm und ging nie zur Schule. Seine Frau lehrte ihn, die Bibel zu lesen. Er las fast ausschließlich die Bibel und niemals Theologie.

Wir alle haben unsere Schwächen und unsere Grenzen.

Paulus war in der Lage, in unmöglichen Situationen zu überwinden, weil er von Gott dazu berufen wurde und Gott ihn auch dafür ausgerüstet hatte.

Wir sind nicht alle gleich. Jeder ist einzigartig und anders.

Vielleicht bist du überwältigt, weil du versucht hast, mit stärkeren Christen mitzuhalten. 

Für einige Christen ist es eine Berufung und ein Segen, die ganze Nacht zu beten, wie Jesus gebetet hat, aber für andere ist es eine sinnlose religiöse Belastung. Du wirst nur frustriert und erschöpft.

Vielleicht bist du ein Pflichtmensch, der immer die Erwartungen von anderen erfüllen muss. 

Die Wünsche deiner Familie oder dein Chef sind für dich ein Befehl. Du musst immer streben, die Wünsche von anderen fehlerlos und rechtzeitig zu erfüllen.

Jesus hatte dazu etwas zu sagen.


Jesus besuchte Maria und Martha. Martha war die perfekte, emsige Gastgeberin, um sich um Jesus zu kümmern. Aber ihre Schwester Maria saß still vor Jesus und hörte seiner Lehre zu.

Marta aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfe! 

Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge;
eins aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.
Lukas 10,40–42 ELB

Vielleicht bist du am Ende, weil du perfekt dienen willst, aber nie gelernt hast, in der liebevollen Gegenwart Gottes, aufzutanken.

Jesus hat ein Wort für dich.


Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.

Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und »ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen«;

denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
Mt 11,28–30 ELB

Dienstag, 22. Juni 2021

Gottes Hilfe für Schwachen Glauben

Kennst du jemanden, der in einer tiefen Notlage ist? Wie kannst du beten? 

Du bist kein Apostel Paulus und kein Reinhard Bonnke. Du fühlst dich unzulänglich, weil dieser Freund ein Wunder braucht und du bist kein Glaubensheld.

Wer mit dieser Erfahrung nicht vertraut ist, muss ein echter Glaubensheld sein. Ich bin manchmal voller Glauben, aber ich fühle mich oft unzureichend.

Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg spricht: Hebe dich und wirf dich ins Meer!, und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, so wird ihm zuteilwerden, was immer er sagt.

Darum sage ich euch: Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteilwerden!
Markus 11,23–24 Schlachter 2000

Das klingt sehr schön, aber wer zweifelt nie? Wie kann man beten, wenn man weiß, dass man zweifelt?

Manche versuchen, heftiger zu beten. Sie proklamieren ihren Glauben. Sie bemühen sich eifrig, sich selbst zu überzeugen, dass sie trotz allem glauben. Sie beten mit vielen vehementen Worten und vielen Wiederholungen. Sie versuchen, die Gebetsformeln von Pastoren oder Evangelisten zu imitieren.

Manche angesehenen Prediger behaupten, man muss nur einmal bitten und dann nur Gott für die Antwort danken. Andere lehren, dass wir immer wieder heftig beten sollen, bis wir die Antwort sehe.

Es gibt biblische Beweistexte für beide Lehren.

Manche empfehlen Fasten. Wir hören wunderbare Zeugnisse von Christen, die durch Fasten und Gebet Heilungen und geistliche Durchbrüche erlebt haben. Das ist auch biblisch.

Vor etwa zwei Jahren hörte ich eine Predigt über Fasten und Gebet. Der Prediger zeugte von erstaunlichen Wundern, die er durch lange Fasten erlebt hatte. Er sagte, es gebe Wunder, die nur durch Fasten möglich sind.  Ich kann und will diese Lehre nicht widersprechen. Jesus und Mose fasteten 40 Tage lang. Jesus hat Fasten empfohlen.

Aber ich hatte ein Problem. Als junger, neu bekehrter Christ war ich in einer fanatischen Sekte, in der extreme Unterordnung und auch Fasten erwartet wurden.

Ich versuchte zu gehorchen und zu fasten, aber ich wurde sehr gestresst und dann haben sie mich exkommuniziert.

Dann wurde ich gravierend geisteskrank und verbrachte ein ganzes Jahr in einer Klinik. Ich bin für gute Psychiatrie dankbar.

Als ich vor zwei Jahren diese Lehre von Fasten hörte, war ich entmutigt. Für mich ist Fasten ein Trauma und keine Hilfe. Ich brauchte dringend eine Wunderheilung für jemanden, den ich liebe. Wie sollte ich also beten?

Ich fragte Gott. Gott hat mir Weisheit gegeben. Wie soll ich wie andere Christen funktionieren. Ich bin einmalig und er liebt mich gerade wie ich bin. 


Das religiöse Trauma in meiner Jugend und mein Nervenzusammenbruch war für mich wie ein Herzinfarkt in meiner Seele. 

Wenn dein Herz schwer beschädigt ist und dein Kreislauf nicht richtig funktioniert, ist es lebensgefährlich, aber Chirurgen können eine Bypass Operation am schlagenden Herzen ausführen, damit dein Kreislauf wiederhergestellt wird.

Ich kenne ein Mann, der in mittleren Jahren topfit war, aber er hatte ein gravierendes Herzproblem. Nach einer Bypass OP, konnte er wieder Sport treiben.

Es gibt treue Christen, die aus verschiedenen Gründen nicht fasten, oder nicht mehr als eine halbe Stunde beten können.

Gott hat für jeden Christen einen Ausweg vorbereitet. Er möchte deine Gebete erhören. Seine Sehnsucht, dir zu helfen, übersteigt deine tiefsten Sehnsüchte.

Gott hat mir gezeigt, dass er kein Fasten von mir erwartet, aber er zeigte mir, wie ich beten sollte.

Ich sollte jeden Tag einen Psalm ernsthaft lesen und jeden Vers als ein Gebet für meinen kranken Freund beten.

Warum brauchen wir Gottes Wort im Gebet?

Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort. Römer 10,17 Schlachter 2000

Gottes Wort ist das Fundament unseres Glaubens. Gottes Wort hat himmlische Kraft.


Unsere seelischen Gymnastikübungen und religiösen Formeln sind nur scheinbar stark, aber Gottes Wort erzeugt echten Glauben in deinem Herzen, wenn du aus echter Liebe heraus effektiv glauben willst.

Zwei Jahre später sah ich eine erstaunliche Verwandlung in meinem Freund. Gott ist treu.


Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. 2. Korinther 12,10 Schlachter 2000

Wenn ich offen erkenne, dass ich schwach bin, kann Gott seine Kraft in meinen Leben offenbaren.