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Montag, 19. August 2024

Mission mit Gebrochenen Menschen

Bist du bedroht? Angriffe können von allen Richtungen kommen.

Ich habe in meinem Leben schon viele Krisen durchmachen müssen: Krankheit, Arbeitslosigkeit, Mobbing, Verfolgung, finanzielle Probleme.

Ich bin dankbar für die Hilfe meiner Eltern und meiner christlichen Verwandten und Freunde, aber ohne die Treue Gottes wäre ich zugrunde gegangen.

Ich kenne eine sehr sympathische junge Frau, die keine Hilfe von ihrer Familie hatte. Als junges Mädchen hatte sie schon an Jesus geglaubt, aber sie musste traumatische Erlebnisse durchmachen und dann war sie allein.

Sie arbeitete jahrelang als Prostituierte, bis sie endlich echte christliche Liebe erfuhr, weil einige christlichen Frauen das Bordell besuchten, wo sie arbeitete.

Sie sagte mir, dass sie als Kleinkind an Jesus glaubte, aber nicht, dass sie als Prostituierte betete. Aber ich vermute, dass sie manchmal Gott um Hilfe flehte. Jetzt ist sie eine gute christliche Frau.

Gaby Wentland ist eine Pastorin, die unter Prostituierten und ex Prostituierten missioniert. Sie sagte, es wird in Bordellen mehr gebetet als in vielen Kirchen.

In der Bibel lese ich, dass die Hebräer in Ägypten furchtbar drangsaliert und versklavt waren. Als Gott mit Mose in der Wüste sprach, sagte er, dass er die verzweifelten Gebete der Hebräer gehört hatte.

Der HERR sagte zu ihm: »Ich habe gesehen, wie mein Volk in Ägypten unterdrückt wird. Und ich habe ihr Schreien gehört. Ich weiß, wie sehr es leidet. 2. Mose 3,7 NLB

Wenn ich daran denke, bete ich oft für Prostituierte.

Es gibt schon Christen, die Prostituierten und Opfern von Menschenverkehr helfen. Jesus sagte, dass viele Menschen bereit sind, Gottes Errettung zu empfangen, aber sie brauchen Hilfe.

Nicht alle Christen können Bordelle besuchen oder in Kneipen missionieren, aber manche können und sollen in weltlichen Orten dienen.

Deshalb sagte (Jesus) zu seinen Jüngern: »Die Ernte ist groß, aber es sind nicht genügend Arbeiter da.
Betet zum Herrn und bittet ihn, mehr Arbeiter zu schicken, um die Ernte einzubringen.«
Mt 9,37–38 NLB

Aber wir können gebrochene Opfer überall finden, in Schulen, Unis, Büros, Geschäften in deiner Nachbarschaft und auf der Straße. Gebrochene Opfer bewahren oft eine Fassade der Anständigkeit, aber manchmal nicht.

Ich kenne einen Pastor, der schockiert war, als er erfuhr, dass eine scheinbar anständige Frau in seiner Gemeinde einen ekelhaften Job hatte. Sie arbeitete als Stripperin in einem Nachtclub.

Wenn ich Menschen sehe, die sehr traurig, verarmt, geistesgestört, oder sehr unanständig aussehen, bete ich oft kurz für sie. Ich glaube, Gott wird viele solche Gebete auf eine erstaunliche Weise antworten.


Freundliche Grüße können auch für viele Menschen eine bedeutungsvolle Ermutigung sein.

Jesus antwortete: »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken!‹

Das ist das erste und wichtigste Gebot.

Ein weiteres ist genauso wichtig: ›Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.‹
Mt 22,37–39 NLB


Samstag, 26. März 2022

Wem kannst du helfen?

Eine ukrainische Frau flieht mit zwei Kindern, ihrem eigenen Kind und dem Kind ihrer Schwester. Ihre Schwester musste hinausgehen, um Wasser zu holen, aber sie kam nicht zurück.

Unterwegs zur ungarischen Grenze sah sie ein Waisenkind mit seinen toten Eltern am Straßenrand. Sie nahm auch dieses Kind mit. Dann sah sie noch ein verlorenes Kind und brachte endlich vier Kinder zu der ungarischen Grenze.

Diese Frau hatte nichts. Sie hatte alles verloren, aber sie hatte ein offenes Herz für verlorene Kinder.

Oskar Schindler war während des Zweiten Weltkriegs ein reicher Geschäftsmann. Trotz seiner Mitgliedschaft in der Nazipartei war er kein böser Mensch. Er nutzte seine Fabriken, um Juden zu beschäftigen, damit sie nicht in einem KZ sterben mussten.

Egal wer du bist, egal was du hast oder nicht hast, kannst du Mitmenschen helfen und Leben retten.

Jesus sagte:

Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!

Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.
Matthäus 25,34–35 LU


Wer Jesus liebt und den geringsten Mitmenschen in tiefer Not hilft, hilft Jesus selbst, den Jesus leidet mit den leidenden Menschen.

  • War die ukrainische Frau gläubig? Ich weiß nicht.

  • War Oskar Schindler Christ? Vielleicht nicht.

Aber sollen wir selbstgefällig religiös leben, weil wir aus Glaube errettet werden, und nicht durch gute Werke?

Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann ihn denn dieser Glaube retten?

Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt,

und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen?

So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot.
Jakobus 2,14–17 SLT