Wenn du jemals einen Sohn oder eine Tochter hattest, die sich gegen dich gewandt und verschwunden ist, weißt du, wie sich Herzschmerz anfühlt.
Jesus erzählte eine Geschichte über einen jungen Mann, der sein Erbe einforderte, während sein reicher Vater noch lebte, und in ein fremdes Land reiste. Es gab kein Internet und keine Handys. Der Vater organisierte keine Suchaktion, aber jeden Tag ging er hinaus und schaute die Straße hinunter, um zu sehen, ob sein Sohn zurückkommen würde.
Eines Tages schaute er hinaus und sah tatsächlich seinen Sohn in der Ferne.
Ich möchte keine persönlichen Familiengeheimnisse preisgeben, aber ich weiß, was dieser Vater durchgemacht hat.
Jesus erzählte auch die Geschichte eines Bauern mit 100 Schafen. Ein Schaf lief weg und ging verloren. Der Bauer ließ seine 99 Schafe zurück und suchte nach seinem verlorenen Schaf, bis er es fand und nach Hause brachte.
Heute habe ich eine Nachricht über ein junges Paar gelesen, das Urlaub auf Kangaroo Island vor der Küste Australiens gemacht hat. Sie hatten ihren einjährigen Dackel mitgenommen. Eines Tages lief ihre geliebte Valerie weg und verschwand im Busch.
Sie waren untröstlich und mussten nach fünf Tagen Suche ohne ihr Haustier nach Hause zurückkehren. Die Menschen auf der Insel waren sehr mitfühlend und zutiefst besorgt. Sie suchten über ein Jahr lang mit Videokameras und Drohnen.
Ein Bauer stellte eine Falle mit Futter auf, weil Valeries Besitzer befürchteten, dass ihr verwöhnter Haushund in der wilden Natur, wo Schlangen und andere Raubtiere eine ständige Gefahr darstellten, nicht überleben würde.
Schließlich geriet eine starke, muskulöse, kleine Hündin in die Falle. Der Bauer sah Valerie auf seiner Fernvideokamera und drückte den Knopf, um die Tür zu schließen und sie einzusperren.
Valeries Besitzer waren außer sich vor Freude, ihre Valerie zurückzubekommen. Sie hatten eine Hauskatze und zwei andere Hunde, aber sie liebten Valerie wie ihr eigenes Kind.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Joh 3,16 NLB
Wenn du keine persönliche Beziehung zu Gott, dem Vater, hast, möchte er dich zurückhaben. Er wird alles tun, um dein Vertrauen zu gewinnen.
(Jesus sagte…) „
Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte opfert sein Leben für die Schafe. Joh 10,11 NLB
Wenn du dir nicht sicher bist, ob du glaubst, bist du vielleicht wie Valerie, die kleine Hündin, die in Panik geriet und durchdrehte. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du mit Gott reden.
„Wenn du echt bist und mich wirklich liebst, dann hilf mir bitte, zu glauben.“
Gott will dir vergeben, dich lieben und für dich sorgen.
Wenn Christen dich gemobbt, missbraucht oder betrogen haben, dann war das nicht Gottes Werk.
Der Menschensohn ist nämlich gekommen, um Verlorene zu suchen und zu retten.« Lk 19,10 NLB
Montag, 6. Oktober 2025
Gottes Sehnsucht für Dich
Freitag, 3. Oktober 2025
Du Kannst Überall für Alle Beten
Ich las gerade ein Buch mit täglichen Andachten von Max Lucado, als mich seine Auslegung dieses Verses inspirierte.
Vor allem anderen fordere ich euch auf, für alle Menschen zu beten. Bittet bei Gott für sie und dankt ihm. 1. Tim 2,1 NLB
Er ermutigte mich, für die Menschen in meiner Umgebung zu beten.
Sofort kam mir der Name eines Mannes in den Sinn, der vor 60 Jahren in meiner Klasse war. Ich habe ihn im Internet gesucht und die Geschichte seiner erstaunlich erfolgreichen Karriere gelesen.
Da kein Hinweis auf den christlichen Glauben zu finden war, habe ich für ihn gebetet, dass er eine direkte persönliche Begegnung mit Jesus Christus haben möge. Man kann in diesem Leben alles haben und dennoch keine Hoffnung auf Ewigkeit.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber seine Seele verliert? Mk 8,36 NLB
Jesus sagte zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
Er wird ewig leben, weil er an mich geglaubt hat, und niemals sterben...« Joh 11,25–26 NLB
Jesus sagte zu ihm: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. Joh 14,6 NLB
Gott ist dein Schöpfer. Wenn du erfolgreich bist, dann deshalb, weil Gott dir Talente gegeben hat und du sie genutzt hast. Aber vergiss niemals, wer dir diese Fähigkeiten gegeben hat.
Ich habe für diesen Mann gebetet und bin sicher, dass Gott meine Gebete erhören wird.
Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden.
Denn wer bittet, wird erhalten. Wer sucht, wird finden. Und die Tür wird jedem geöffnet, der anklopft. Mt 7,7–8 NLB
Wenn du an Jesus glaubst, kannst du um Segen für dich selbst bitten, und Gott wird dir antworten.
Du kannst für deine Familie und Freunde beten, und Gott wird dir antworten.
Aber hör damit nicht auf.
Bete für alle Menschen. Aber das ist doch sicher unmöglich. Das stimmt.
Aber wenn ich spazieren gehe oder einkaufen bin, bemerke ich oft jemanden, der traurig oder gebrochen aussieht, und dann bete ich still für ihn. Ich bin mir sicher, dass ich, wenn ich in den Himmel komme, einige dieser traurigen und gebrochenen Menschen treffen werde, die meine Aufmerksamkeit erregt haben und für die ich gebetet habe.
Wenn du Jesus nachfolgst, unterschätze niemals die Kraft Gottes, deine kleinen Gebete zu erhören.
Samstag, 30. August 2025
Jesus. Freundlich mit Sündern
Ich kannte einmal einen hingegebenen Pfingstprediger. Er war ein sehr guter, aufrichtiger Christ und hatte wunderbare Gaben für den Dienst. Ich sah, wie er für einen kleinen Jungen betete, der taub geboren worden war. Drei Monate später wurde das Gehör des kleinen Jungen getestet, und seine Behinderung war verschwunden.
Er war ein konservativer Pfingstler, der jeden Anschein des Bösen mied. Er ging nicht ins Kino, selbst um einen guten Film zu sehen. Jemand könnte ihn sehen und durch das Anschauen eines schlechten Films zur Sünde verleitet werden.
Einmal wurde er zu einer Familienhochzeit eingeladen, bei der die meisten Gäste keine strengen Christen waren. Die Leute tranken Alkohol. Seine Frau war beunruhigt und empört, dass ihr frommer Ehemann gezwungen war, sich unter solche weltlichen Menschen zu mischen.
Ich war verblüfft. Ich hatte in der Bibel gelesen, dass Jesus mit Sündern aß und trank. Er mied den Kontakt zu Frauen nicht, nicht einmal zu Prostituierten. Das brachte mich dazu, über unterschiedliche Konzepte christlicher Heiligkeit nachzudenken.
Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt; so sagen sie: Siehe, was ist dieser Mensch für ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder! Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden aus ihren Werken. Mt 11,19 LU84
Eines Nachts fuhr ich mit dem Auto, als ich eine große, schlanke junge Frau an einer Bushaltestelle sah. Sie trug ein eng anliegendes Kleid und sah nicht besonders anständig aus.
Ich verspürte den starken Drang, anzuhalten und ihr eine Mitfahrgelegenheit anzubieten. Könnte das die Führung des Geistes Gottes sein? Sicherlich nicht!
Also hielt ich an und betete. Ich war mir sicher, dass es die Führung Gottes war, also kehrte ich um und bot ihr eine Mitfahrgelegenheit an. Sie war stark unter Drogen und sprach sehr offen mit mir. Tatsächlich war sie in Wirklichkeit ein Mann, der auf dem Weg zu einem öffentlichen Park war, um sich in einer öffentlichen Toilette zu prostituieren.
Ich erzählte ihm vom Evangelium Jesu, aber er sagte, er könne seinen unangenehmen Nachtjob nicht aufgeben, weil er seinem Drogendealer viel Geld schuldete. Er erzählte mir, wo er tagsüber arbeitete, also ging ich zu ihm, um ihm eine Bibel zu geben.
Ich begleitete ihn zur Bushaltestelle und er küsste mich auf den Hals. Das war mir sehr peinlich, aber ich wusste, dass Jesus die Menschen genauso liebte. Jesus setzte sich Scham und Skandal aus, um Menschen mit zerbrochenen Leben zu retten.
Der Menschensohn ist nämlich gekommen, um Verlorene zu suchen und zu retten.« Lk 19,10 NLB
Donnerstag, 27. März 2025
Wir Brauchen Mut
Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir! Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ja, ich stehe dir bei! Ja, ich halte dich mit der rechten Hand meiner Gerechtigkeit! Jes 41,10 ZB 2007
In der Bibel sagt Gott seinem Volk oft: „Fürchte dich nicht“ oder „Hab keine Angst“.
In einigen Texten sagt Gott seinem Volk, dass ihre Ängste eingebildet sind, dass es überhaupt nichts gibt, wovor man Angst haben müsste.
In Matthäus 14 befanden sich die Jünger bei rauer See in einem Boot. Als sie Jesus auf dem Wasser gehen sahen, dachten sie, er sei ein Geist.
Sogleich aber redete Jesus mit ihnen: Seid getrost, ich bin es. Fürchtet euch nicht! Mt 14,27 ZB 2007
Als der Engel Gabriel zu Maria kam, beruhigte er sie.
Und der Engel sagte zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade gefunden bei Gott: Lk 1,30 ZB 2007
Gottes Volk hat vor übernatürlichen Manifestationen himmlischer Herrlichkeit nichts zu befürchten.
Andererseits gibt es Situationen, in denen wir echte Gründe haben, Angst zu haben, aber Gott ruft uns trotzdem dazu auf, keine Angst zu haben.
Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können. Fürchtet euch mehr vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann. Mt 10,28 ZB 2007
Hier sagt Jesus: Fürchtet euch nicht, auch wenn ihr grausamer Verfolgung und möglicherweise dem Martyrium ausgesetzt seid. Es ist ein Aufruf zu Mut und Vertrauen in Gottes Erlösung.
Es ist auch eine Warnung, sich an Gottes Strafe für Feigheit zu erinnern.
Gott ist Liebe
Beim Lesen der Bibel sehen wir immer wieder, dass es zwei wesentliche Aspekte der Liebe Gottes gibt.
Diese sind Trost und Herausforderung.
Eines Tages, als Jesus am Ufer des Sees Genezareth entlangging, sah er zwei Brüder, die ihre Netze auswarfen. Simon, der später Petrus genannt wurde, und Andreas waren von Beruf Fischer.
Jesus rief ihnen zu: »Kommt mit und folgt mir nach. Ich will euch zeigen, wie man Menschen fischt!« Mt 4,18–19 NLB
Was für ein Segen, eingeladen zu werden, Vollzeit mit Jesus zu leben und die Kraft zu erhalten, Männer und Frauen zu retten, sie vor der Verdammnis zu bewahren!
Aber was für eine Herausforderung, die Sicherheit eines erfolgreichen Familienfischereibetriebs aufzugeben und im Glauben an Gottes tägliche Versorgung zu leben!
Ich habe einen Freund, der früher ein überzeugter Muslim in Saudi-Arabien war.
Muslime haben keine Gewissheit der Erlösung. Sie leben in der Hoffnung, dass sie gut genug sein könnten, um dem Höllenfeuer zu entkommen.
Als George Jesus kennenlernte, hatte er den Trost, den Gott zu kennen, der ihn wirklich als seinen lieben Sohn liebte.
Einige Muslime wünschen sich eine solche persönliche Beziehung zu Gott, aber ihre heiligen Schriften bieten keine Hoffnung auf eine solche Erfüllung.
Aber es war eine Herausforderung, in seinem eigenen Land abgelehnt und verfolgt zu werden. Es war eine Herausforderung, als Flüchtling nach Australien zu fliehen.
Gott berief ihn, an einer australischen Universität zu studieren, wo es viele arabische muslimische Studenten gibt. Keiner von ihnen entkommt Georges persönlicher, gezielter Verkündigung von Jesus.
Einmal sprach George auf dem Campus mit einem arabischen muslimischen Missionar, einem von vielen militanten muslimischen Missionaren, die von ölreichen Arabern finanziert und in die ganze Welt geschickt werden.
„Warum predigen Sie den Islam?„, fragte mein Freund.
“Weil ich in den Himmel kommen möchte„, antwortete der muslimische Missionar.
“Das ist sehr egoistisch!“, sagte George. ‚Ich weiß, dass ich im Himmel ein Zuhause habe. Ich predige Jesus, weil ich möchte, dass ANDERE MENSCHEN in den Himmel kommen.‘
Wir haben den Trost, zu wissen, dass Gott im Himmel ein Zuhause für uns vorbereitet hat.
Wir haben die Herausforderung, andere mit der guten Nachricht von Gottes Güte zu erreichen.
Donnerstag, 2. Januar 2025
Glaube und Liebe Gehören Zusammen
Wenn ich die Gabe der Prophetie hätte und wüsste alle Geheimnisse und hätte jede Erkenntnis und wenn ich einen Glauben hätte, der Berge versetzen könnte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. 1. Kor 13,2 NLB
Wenn wir die biblische Wahrheit weitergeben, kann Gott die Kraft seiner eigenen Worte nutzen, um manche Menschen von der Verwirrung zum Glauben zu führen, aber das ist nur der erste Schritt. Viele glauben anfangs, aber sie fallen ab.
Die Menschen in dieser zerrütteten Welt sehnen sich verzweifelt nach Liebe. Ein Glaube ohne eine tiefgreifende, anhaltende Erfahrung der Liebe führt viele Bekehrte in eine Sackgasse.
Entweder werden sie fanatisch religiös ohne Liebe, oder sie werden von falschen Liebesversprechen enttäuscht und wenden sich von der Kirche oder sogar von Gott ab.
Prophetische Gaben können Menschen sehr dabei helfen, an Gott zu glauben. Ein Christ kann eine Offenbarung vom Heiligen Geist erhalten und einer Person etwas über sich selbst mitteilen, das sonst niemand weiß.
Andererseits können Christen über Menschen prophezeien, um sie zu kontrollieren und sie in der manipulativen Religion gefangenzuhalten. Ein Prediger kann einer Person, angeblich von Gott, sagen, dass Gott sie in diese Kirche gebracht hat und sie diese nicht verlassen sollte.
Geistliche Gaben und biblische Lehren können Menschen helfen, in der Liebe zu wachsen, aber sie dürfen niemals ein Ersatz für Liebe und Respekt für jeden Menschen sein.
Liebe Freunde, lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer liebt, ist von Gott geboren und kennt Gott.
Wer aber nicht liebt, kennt Gott nicht – denn Gott ist Liebe. 1. Joh 4,7–8 NLB
Wir dürfen nicht glauben, dass wir aufgrund unseres Bibelwissens oder unserer geistlichen Gaben spirituell sind. Das Kennzeichen eines wahren Christen ist ein Charakter, der von der Liebe Gottes geprägt ist.
Gottes Liebe zu uns zeigt sich darin, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, damit wir durch ihn das ewige Leben haben.
Und das ist die wahre Liebe: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns zuerst geliebt und hat seinen Sohn gesandt, damit er uns von unserer Schuld befreit.
Liebe Freunde, weil Gott uns so sehr geliebt hat, sollen wir auch einander lieben. 1. Joh 4,9–11 NLB
Liebe bedeutet, dass wir Menschen nicht beschuldigen oder verurteilen dürfen, wenn sie nicht geheilt werden, wenn wir für sie beten.
Liebe bedeutet, dass wir nicht versuchen dürfen, Menschen zu manipulieren, um unsere Kirche oder unseren Dienst zu vergrößern.
Liebe bedeutet, dass wir Christen mit unterschiedlichen Lehren oder in unterschiedlichen Traditionen respektieren müssen.
Wenn wir Menschen aufrichtig und geduldig weiterhin lieben, werden wir sehen, dass sich mehr Menschen zu Jesus hingezogen fühlen und mehr Menschen nach der Bekehrung im Glauben bleiben.
In seinem Brief an die Christen in Thessaloniki fasst Paulus die Essenz des christlichen Glaubens zusammen, in dem der Glaube von wesentlicher Bedeutung ist, aber Glaube mehr ist als nur Glauben.
Und wenn wir mit unserem Gott und Vater über euch sprechen, denken wir an alles, was ihr im Glauben tut, an die Liebe, die sich in eurem Verhalten zeigt, und an die Geduld, mit der ihr auf Jesus Christus, unseren Herrn, hofft. 1. Thess 1,3 NLB
In seinem Brief an die Galater lehrt er auch die wahre Natur des Glaubens.
Denn wenn wir unser Vertrauen auf Christus Jesus setzen, fragt Gott nicht danach, ob wir beschnitten oder unbeschnitten sind. Entscheidend ist der Glaube, der sich in der Liebe zeigt. Gal 5,6 NLB
Donnerstag, 14. November 2024
Gott ist Liebe. Lass dich nicht ablenken.
Die Bibel ist voll von Geschichte, Lebensgeschichten, Prophezeiungen, Gesetzen und Geboten, Lehren über Gott und Menschen. Sie ist eine Bibliothek mit so vielen Details.
Manche Menschen studieren die Bibel und verlieren sich in den Details, aber Jesus und die Apostel mussten die Menschen daran erinnern, dass die Details uns nicht ablenken dürfen.
Die Hauptsache muss die Hauptsache sein.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten. Joh 3,16–17 NLB
Gott schuf eine perfekte Welt, aber der erste Mann und die erste Frau lehnten Gott ab und seitdem haben wir seine Schöpfung verdorben. Wir alle sind schiefgegangen und brauchen Vergebung. Gott hat seinen Sohn gesandt, um Gottes Strafe auf sich zu nehmen, damit Gott das Böse gerecht bestrafen und sich unser aller erbarmen kann.
Die Bibelexperten, die Jesus von Angesicht zu Angesicht sahen, weigerten sich einfach zu glauben.
Ihr forscht in der Schrift, weil ihr glaubt, dass sie euch das ewige Leben geben kann. Und gerade sie verweist auf mich!
Dennoch weigert ihr euch, zu mir zu kommen, damit ich euch das ewige Leben schenken kann.
Wir können so voll von Detailwissen sein, dass wir für die wichtigsten Dinge blind sind. Joh 5,39–40 NLB
Paulus pflanzte den christlichen Glauben in der wichtigen heidnischen Stadt Ephesus ein. Es war schwierig, weil Ephesus von einem heidnischen Kult beherrscht wurde. Die Menschen verehrten die Göttin Artemis. Viele glaubten, dass die Göttin Artemis vom Himmel herabkam und die Frauen vor den Männern erschuf.
Nachdem die Heiden in Ephesus sich bekehrt hatten, waren sie weiterhin von Mythen und Legenden fasziniert, von denen einige heidnischen und vielleicht auch einige jüdischen Ursprungs waren.
Paulus hatte Timotheus die Leitung der Gemeinde in Ephesus überlassen. Er schrieb zwei Briefe an Timotheus mit Anweisungen, wie man mit theologischer Verwirrung und falschen Lehren umgehen sollte.
Er schrieb, dass die Gläubigen sich nicht mit spekulativen Theorien oder detaillierten Geschichten ablenken lassen sollten.
Lass nicht zu, dass die Menschen ihre Zeit mit endlosen Spekulationen über Fabeln und Stammbäumen vergeuden. Denn das führt nur zu Streit und hilft nicht, ein Leben im Glauben an Gott zu führen.
Das Ziel meiner Unterweisung ist, dass alle Christen von der Liebe erfüllt sind, die aus einem reinen Herzen kommt, aus einem guten Gewissen und aufrichtigem Glauben. 1. Tim 1,4–5 NLB
Gott ist Liebe.
Viele Lehrsätze können uns von der Liebe Gottes ablenken.
Paulus schrieb auch an die Gemeinde in Rom.
Nehmt den an, der im Glauben schwach ist, und streitet nicht mit ihm über unterschiedliche Meinungen.
Während der eine zum Beispiel glaubt, man dürfe alles essen, verzichtet ein anderer auf Fleisch, weil sein Gewissen es ihm verbietet.
Wer meint, er dürfe alles essen, soll nicht auf den herabsehen, der nicht alles isst. Und wer bestimmte Speisen meidet, soll den nicht verurteilen, der alles isst, denn Gott hat ihn angenommen. Röm 14,1–3 NLB
Christen streiten sich über den Sabbat oder darüber, ob wir Schweinefleisch essen sollten. Manche Christen sind so sehr damit beschäftigt, mit anderen Christen zu debattieren oder sie zu verurteilen, dass die christliche Liebe nur noch eine vernachlässigte Glaubenslehre ist.
Montag, 19. August 2024
Mission mit Gebrochenen Menschen
Bist du bedroht? Angriffe können von allen Richtungen kommen.
Ich habe in meinem Leben schon viele Krisen durchmachen müssen: Krankheit, Arbeitslosigkeit, Mobbing, Verfolgung, finanzielle Probleme.
Ich bin dankbar für die Hilfe meiner Eltern und meiner christlichen Verwandten und Freunde, aber ohne die Treue Gottes wäre ich zugrunde gegangen.
Ich kenne eine sehr sympathische junge Frau, die keine Hilfe von ihrer Familie hatte. Als junges Mädchen hatte sie schon an Jesus geglaubt, aber sie musste traumatische Erlebnisse durchmachen und dann war sie allein.
Sie arbeitete jahrelang als Prostituierte, bis sie endlich echte christliche Liebe erfuhr, weil einige christlichen Frauen das Bordell besuchten, wo sie arbeitete.
Sie sagte mir, dass sie als Kleinkind an Jesus glaubte, aber nicht, dass sie als Prostituierte betete. Aber ich vermute, dass sie manchmal Gott um Hilfe flehte. Jetzt ist sie eine gute christliche Frau.
Gaby Wentland ist eine Pastorin, die unter Prostituierten und ex Prostituierten missioniert. Sie sagte, es wird in Bordellen mehr gebetet als in vielen Kirchen.
In der Bibel lese ich, dass die Hebräer in Ägypten furchtbar drangsaliert und versklavt waren. Als Gott mit Mose in der Wüste sprach, sagte er, dass er die verzweifelten Gebete der Hebräer gehört hatte.
Der HERR sagte zu ihm: »Ich habe gesehen, wie mein Volk in Ägypten unterdrückt wird. Und ich habe ihr Schreien gehört. Ich weiß, wie sehr es leidet. 2. Mose 3,7 NLB
Wenn ich daran denke, bete ich oft für Prostituierte.
Es gibt schon Christen, die Prostituierten und Opfern von Menschenverkehr helfen. Jesus sagte, dass viele Menschen bereit sind, Gottes Errettung zu empfangen, aber sie brauchen Hilfe.
Nicht alle Christen können Bordelle besuchen oder in Kneipen missionieren, aber manche können und sollen in weltlichen Orten dienen.
Deshalb sagte (Jesus) zu seinen Jüngern: »Die Ernte ist groß, aber es sind nicht genügend Arbeiter da.
Betet zum Herrn und bittet ihn, mehr Arbeiter zu schicken, um die Ernte einzubringen.« Mt 9,37–38 NLB
Aber wir können gebrochene Opfer überall finden, in Schulen, Unis, Büros, Geschäften in deiner Nachbarschaft und auf der Straße. Gebrochene Opfer bewahren oft eine Fassade der Anständigkeit, aber manchmal nicht.
Ich kenne einen Pastor, der schockiert war, als er erfuhr, dass eine scheinbar anständige Frau in seiner Gemeinde einen ekelhaften Job hatte. Sie arbeitete als Stripperin in einem Nachtclub.
Wenn ich Menschen sehe, die sehr traurig, verarmt, geistesgestört, oder sehr unanständig aussehen, bete ich oft kurz für sie. Ich glaube, Gott wird viele solche Gebete auf eine erstaunliche Weise antworten.
Freundliche Grüße können auch für viele Menschen eine bedeutungsvolle Ermutigung sein.
Jesus antwortete: »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken!‹
Das ist das erste und wichtigste Gebot.
Ein weiteres ist genauso wichtig: ›Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.‹ Mt 22,37–39 NLB
Donnerstag, 15. August 2024
Mission mit Schwierigen Menschen
Ich war einige Jahre lang in einer wunderbaren Gemeinde, wo allerlei Menschen willkommen waren. Freaks, Prostituierte, ex Gefangene waren immer in Treffen zu sehen.
Es war in der Gemeinde ein Mann, der 23 Jahren im Knast verbracht hatte. Wahrscheinlich war er ein Mörder.
Er besuchte regelmäßig Gefängnisse und brachte immer ex Gefangene zu den Gottesdiensten.
Das bisherige Leben dieses Mannes war zweifellos schrecklich, aber nach seiner Bekehrung war er wie ein Engel für gebrochene Männer.
Als Jesus bei einem Pharisäer zu Gast war, kam eine Frau hinein, die ein sündhaftes Leben führte.
Sie kniete vor Jesus nieder und weinte. Ihre Tränen fielen auf seine Füße, und sie trocknete sie mit ihren Haaren. Dann küsste sie ihm wieder und wieder die Füße und salbte sie mit dem Öl. Lk 7,38 NLB
Der religiöse Gastgeber war entrüstet.
Jesus wusste, was er dachte, und sagte zu dem Pharisäer: »Simon, ich habe dir etwas zu sagen.« Simon nickte: »Ja, Meister, sprich nur.«
Darauf erzählte Jesus: »Ein Mann lieh zwei Leuten Geld – dem einen fünfhundert Denare und dem anderen fünfzig.
Als keiner der beiden ihm das Geld zurückzahlen konnte, erließ er ihnen ihre Schulden. Wer von den beiden liebte ihn danach wohl mehr?«
Simon antwortete: »Ich nehme an, derjenige, dem er die größere Schuld erließ.« Jesus sagte ihm: »Das stimmt.« Lk 7,40–43 NLB
Der Pharisäer war offensichtlich erschrocken, als Jesus dann erklärte, dass die Sünden dieser Frau vergeben waren.
Die religiösen Streber sagten, Jesus sei ein Freund der Sünder, aber in ihren Augen war das kein Kompliment. Aber Gott ist ganz anders als viele religiöse Rechthaber und Perfektionisten.
Wie können wir diese Vorgehensweise von Jesus heute umsetzen?
Ich kenne Frauen, die Bordellen besuchen und Prostituierten mit Freundlichkeit helfen, aber nicht alle Christen können das tun, und viele Christen sollen das nicht tun.
Ich habe einen Stammtisch in einer Kneipe regelmäßig besucht und hielt freundliche Gespräche mit einem New Age Mystiker. Nicht alle Christen können oder sollen das nicht versuchen.
Ein Mann in unserer Gemeinde erzählte von einem Freund, der ein Haus mietete, wo die Nachbarn sein Leben zur Hölle machten. Er betete regelmäßig für die Nachbarn und behandelte sie Höflich. Nach und nach wurden böse Nachbarn menschlich und freundlich.
Wenn du allerlei Menschen mit Respekt und Freundlichkeit behandelst, wirst du manchmal erstaunt, wie Gott böse Menschen transformieren kann.
Aber wir müssen auch vorsichtig sein.
Es gibt Menschen, die dich nur manipulieren und ausbeuten wollen. Vorsicht vor Narzissten mit kalten Herzen.
Es gibt auch egozentrische Kriminelle, die christliche Kirchen ausnutzen, um sexuelle Opfer zu finden, insbesondere Kinder und junge Frauen.
Nicht nur Männer können gefährlich sein, sondern auch manche bösen Frauen.
Ich kenne ein christliches Ehepaar. Sie wollten immer freundlich sein und Außenseiter helfen. Sie fuhren ein Ehepaar regelmäßig zu Gottesdiensten, aber es stellte sich heraus, dass die Frau eine Hexe war, die in der Gemeinde großen Schaden anrichtete.
Gefährliche Menschen können Außenseiter sein, die Gottesdienste besuchen, oder es gibt auch Priester oder Prediger, die wirklich Wölfe in Schafkleidung sind.
Vorsicht vor Predigern, die alles und jeden in der Kirche beherrschen und persönlich kontrollieren wollen, egal wie heilig sie erscheinen mögen.
Donnerstag, 1. August 2024
Gebet und Willensfreiheit
Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 1 Mose 1,27 LU84
Gott gab Adam und Eva die Macht, die erstaunlichste aller Entscheidungen zu treffen: Gott zu gehorchen oder nicht zu gehorchen!!!
Die Menschen wurden ermächtigt, echte Entscheidungen zu treffen, sonst würden sie nicht das Bild des obersten Entscheidungsmachers, Gott, widerspiegeln.
Er befahl dem Menschen jedoch: »Du darfst jede beliebige Frucht im Garten essen,
abgesehen von den Früchten vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Wenn du die Früchte von diesem Baum isst, musst du auf jeden Fall sterben.« 1 Mose 2,16–17 NLB
Gott gab Adam und Eva die Fähigkeit zu sündigen, sich seinem eigenen Willen zu widersetzen. Das ist es, was Sünde ist.
Das ist die Realität des freien Willens. Gott hat diesen freien Willen, seinem Willen zu gehorchen oder sich ihm zu widersetzen, nie abgeschafft.
Warum sündigen wiedergeborene Christen immer noch, wenn sie ein neues Herz und eine neue Natur bekommen haben? Weil wir immer noch einen freien Willen haben, den Gott souverän bestimmt hat, dass wir ihn haben sollen.
Wenn der Mensch keinen freien Willen hat, um dem Willen Gottes zu gehorchen oder sich ihm zu widersetzen, wenn alle unsere Handlungen von Gott bestimmt sind, dann müssten wir Calvin zustimmen, der sagte:
"Gott hat nicht nur vorhergesehen, dass Adam fallen würde, sondern auch verfügt, dass er fallen sollte." (Calvin Inst., b. 3, c. 23, sec. 7.) .... "Er fiel nicht nur mit der Zulassung, sondern auch mit der Bestimmung Gottes." (Calvin Responsio ad Calumnias Nebulonis cujusdam ad Articulum primum.) "Er sündigte, weil Gott es so bestimmt hat,“ (Calvin Inst., b. 3, c. 24, sec. 8.) (Calvin: Christliche Glaubenslehre)
Bedeutet das, dass jeder Mensch die völlige Freiheit hat, die Wahl zu erkennen, mit der er oder sie konfrontiert ist? Leider nicht.
Wenn aber unser Evangelium doch verdeckt ist, so ist es nur bei denen verdeckt, die verloren gehen,
den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen. 2. Kor 4,3–4 ELB 2006
Es ist sehr schwer zu glauben, wenn man in einem kommunistischen Land in dem Glauben erzogen wird, dass es keinen Gott gibt.
Es kann sehr schwer sein zu glauben, wenn man von klein auf gelehrt bekommt, dass Christen schlechte Menschen sind, die an drei Götter glauben.
Es kann schwierig sein, an die Güte Gottes zu glauben, wenn du in einer brutalen, misshandelnden Familie aufgewachsen bist, in der du dazu gebracht wurdest, an Jesus als strengen Richter zu glauben, der dich hasst, wenn du sündigst.
Hier zeigt sich die Notwendigkeit der mächtigen Gnade Gottes, um blinde geistliche Augen zu öffnen.
Wie können wir als Gläubige in diese Finsternis eindringen?
Es gibt viele Menschen, die nicht glauben können, wenn sie nur eine Botschaft hören. Sie brauchen eine persönliche Erfahrung oder eine direkte Begegnung mit Gott.
Millionen von Menschen bekehren sich in unserer Zeit von anderen Religionen durch Heilungswunder und Träume und Visionen, in denen sich Jesus persönlich offenbart.
Dies ist das Ergebnis von Millionen von Christen, die für die Bekehrung von Atheisten und Gläubigen anderer Religionen beten. Gott befiehlt uns zu beten und an seine Bereitschaft zu glauben, mit großer übernatürlicher Kraft zu antworten.
Mittwoch, 15. Mai 2024
Was ist deine Berufung?
Wenn ich die Apostelgeschichte und die Briefe im Neuen Testament lese, sehe ich viel darüber, was die Gläubigen taten und wozu sie berufen waren.
Wenn ich dagegen über prominente Führungskräfte oder Missionare lese, sehe ich sehr oft keinen Hinweis darauf, welchen Titel eine bestimmte Person hatte oder welchen Rang oder welche Position sie innehatte.
Wenn ich mir die Kirchen von heute anschaue, sehe ich, dass sehr viel Wert auf Titel, Ämter, Positionen und Grade der Autorität gelegt wird.
Eine Kirche sagt, der Pastor sei die oberste Autorität und der letzte Entscheidungsträger. Der Pastor ernennt auch die Ältesten.
Eine andere Kirche wird von Ältesten geleitet, und die Ältesten stellen den Pastor ein oder entlassen ihn.
Beide Kirchen behaupten, eine Regierung zu haben, die auf dem Neuen Testament basiert. Wer hat recht?
Das NT ist sehr ungenau, was Ämter und Systeme der Gemeindeleitung angeht. Einige der prominentesten Geistlichen im NT werden namentlich genannt, aber weder Lukas noch Paulus sagen uns, welche Titel oder Ämter sie innehatten.
Einige Beispiele: Silas, Epaphras, Markus, Lukas.
Paulus nennt oft sowohl Männer als auch Frauen beim Namen und sagt uns, dass sie Mitarbeiter im Werk des Evangeliums waren, aber das sagt uns nicht, welchen Amtstitel sie innehatten, wenn überhaupt.
Grüßt Priska und Aquila, die meine Mitarbeiter im Dienst für Christus Jesus gewesen sind.
Sie haben sogar ihr Leben für mich aufs Spiel gesetzt. Und nicht nur ich bin ihnen dankbar, sondern auch alle Gemeinden. Röm 16,3–4 NLB
Es ist klar, dass beide sehr bedeutende Diener des Evangeliums waren und einen sehr fruchtbaren Dienst in vielen Gemeinden an verschiedenen Orten leisteten. Sie werden beide 6 Mal namentlich erwähnt. Kein anderes Paar im Neuen Testament wird wiederholt genannt.
Inzwischen war ein Jude mit Namen Apollos aus dem ägyptischen Alexandrien in Ephesus aufgetaucht, ein äußerst redegewandter Mann, der sich gut in der Schrift auskannte.
Er war im christlichen Glauben unterwiesen worden und erzählte den Menschen mit großer Begeisterung von Jesus. Allerdings kannte er nur die Taufe des Johannes.
Als Priszilla und Aquila ihn so furchtlos in der Synagoge predigen hörten, nahmen sie ihn beiseite und erklärten ihm den Weg Gottes genauer. Apg 18,24–26 NLB
Welche Amtstitel oder Ämter hatten dieser Mann und diese Frau? Weder Lukas, noch Paulus, noch der Heilige Geist hielten es für wichtig, uns das zu sagen.
Als Paulus seine Briefe an die Gemeinde in Korinth schrieb, richtete er seine Briefe an die Gläubigen, nicht an die Pastoren, nicht an die Ältesten.
Wir haben das alles falsch verstanden. Wir konzentrieren uns auf Titel, Ämter, kirchliche Regierungsstrukturen, Hierarchien ...
Sind wir biblisch korrekt? Ganz und gar nicht. Wir brauchen organisatorische Strukturen, aber gute Theologie wird nicht nur durch eine Liste von Lehraussagen bestimmt, sondern durch unsere Prioritäten und das, was wir betonen.
In der jüdischen Religion zur Zeit Jesu hatte nur das Zeugnis von Männern Rechtskraft, aber Gott wählte Maria Magdalena als erste offizielle Zeugin für die Auferstehung Jesu.
Welchen dienstlichen Rang oder Titel hatte Maria Magdalena, wenn überhaupt? Gott hielt es nicht für wichtig, uns das zu sagen.
Wenn du gläubig bist, ob männlich oder weiblich, bist du dazu berufen, etwas zu tun, nicht jemand zu sein.
Aber bitte missverstehe mich nicht! Du bist ein Jemand, weil du ein Sohn oder eine Tochter Gottes bist, aber dein Amtstitel darf deine Identität nicht bestimmen. Und wenn du kein Amt hast, soll das dich von deiner Mission nicht ausschließen.
Mittwoch, 3. Januar 2024
Jesus liebt Sünder
Vor
fünf Jahren gab es in Südafrika einen internationalen
Sportbetrugsskandal. Niemand in Deutschland oder Amerika war daran
interessiert, denn es ging nicht um Fußball, sondern um Kricket.
Der
Hauptverantwortliche für den Betrug war ein australischer Kricket-Star
namens David Warner. Er war in Australien, Südafrika, England und Indien
berühmt, aber in den meisten anderen Ländern unbekannt.
Er
musste als schwarzes Schaf zurück nach Australien fliegen. Im Flughafen
wollte niemand mit ihm sprechen, außer Fotografen und Prediger. Die
Fotografen jagten nach Skandal, aber die Prediger wollten dem entblößten
Sünder helfen.
In Sydney, seine Heimatstadt, war er nicht mehr
der bewunderte Kricketheld, sondern der erwischte Betrüger. Er flüchtete
nach Singapur, um der schmerzhaften Publicity zu entgehen. Aber in
Sydney und Singapur war er erstaunt, dass Christen ihn immer wieder in
ihre Kirchen einladen wollten. Der weltliche Sportstar war verblüfft. Er
dachte, es sei Gott selbst, der mit ihm kommunizieren wollte.
Wie reagieren wir Christen, wenn ein Promi erwischt wird? Christen sind oft an der öffentlichen Verurteilung beteiligt.
Vielleicht sollten wir manchmal anders reagieren. Jesus war als Freund der Sünder bekannt.
Vor
etwa 30 Jahren gab es eine riesengroße Erweckung in Argentinien.
Tausende Christen marschierten durch die Stadt, um ihre Einheit im
Glauben zu proklamieren.
Aber das gefiel vielen Homosexuellen
überhaupt nicht. Viele Homosexuelle organisierten einen Protest. Das
hätte zu einer hässlichen Konfrontation entwickeln können, aber der
Heilige Geist führte die Christen, mit Gottes Liebe und Gnade zu
reagieren.
Die Christen gingen auf die Homosexuellen zu und baten
um Vergebung für die grausame Behandlung der Homosexuellen von vielen
Christen. Die Homosexuellen spürten die echte Liebe Gottes und manche
bekehrten sich zu Jesus.
Die Pharisäer waren empört. »Wie kommt euer Meister dazu, mit solchem Abschaum zu essen?«, fragten sie seine Jünger.
Als Jesus es hörte, antwortete er: »Die Gesunden brauchen keinen Arzt – wohl aber die Kranken.«
Und
er fügte hinzu: »Nun geht und denkt einmal darüber nach, was mit dem
Wort in der Schrift gemeint ist: ›Ich will, dass ihr barmherzig seid;
eure Opfer will ich nicht.‹ Denn ich bin für die Sünder gekommen und
nicht für die, die meinen, sie seien schon gut genug.« Mt 9,11–13 NLB
Eine
Prostituierte ging ins Kino mit einer christlichen Frau. Mitten in dem
Film rief die Prostituierte laut. „Jetzt glaube ich an Jesus.“ Die
spürte Gottes freundliche Liebe durch die christliche Frau.
Donnerstag, 7. September 2023
Gottes Rettungsmission
Im Himmel werden wir keine Krankheit leiden. Niemand kann sterben. Da wird Friede, Freude und Liebe ewig herrschen.
Aber in dem letzten Buch der Bibel lese ich, dass Gott alle Tränen abwischen wird.
Ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: »Siehe, die Wohnung Gottes ist nun bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein.
Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen.« Offb 21,3–4 NLB
Warum werden wir weinen, wenn wir Jesus sehen und wir ewige Liebe und ewige Erfüllung vor uns haben?
Stell dir vor, du wirst von deiner sterblichen Existenz entrückt. Du bist in Gottes unmittelbarer Gegenwart. Du spürst seine überwältigende strahlende Liebe und du siehst seine liebevollen Augen.
Dann schaust du um dich herum. Du siehst geliebte Freunde und Angehörigen.
Aber dann suchst du einen geliebten Bruder oder Großmutter. Wo ist er? Wo ist sie? Du dachtest, sie wären gläubig, aber du findest jetzt, dass sie nie wirklich Gott liebten. Sie sind von Gott ewig getrennt. Du wirst sie nie mehr sehen.
Dann wirst du bitter weinen, aber Gott wird dich trösten.
Gott will alle Menschen retten, aber nicht alle wollen Gott vertrauen. Gott selbst empfindet tiefen Kummer. Dein Kummer ist auch Gottes Kummer.
Ein echter Christ sehnt danach, alle um sich zum Glauben zu führen.
Es gibt Christen, die immer fanatisch predigen und missionieren. Wenn wir an die ewige Realität denken, ist das verständlich, aber dieser Ansatz ist oft nicht wirksam.
Wir müssen für die Führung des Heiligen Geistes offen sein, weil Gott allein versteht, wie er jeden Menschen mit seiner Liebe erreichen kann.
Vor allem müssen wir beten. Unsere Fürbitte kann Gottes Hand freisetzen. Gott will alle retten, aber er hat uns berufen, als seine Partner in dieser Rettungsmission durch Gebet involviert zu sein.
Wir wollen Gottes Wahrheit erklären, aber ohne Gnade und Nächstenliebe kann selbst Gottes Wahrheit abstoßen.
Lass Gottes Liebe deine Seele durchdringen und verwandeln, damit alle um dich herum Gottes Liebe durch dich wahrnehmen.
Samstag, 2. September 2023
Dankbarkeit setzt Gottes Kraft frei
Als Jesus am anderen Ufer des Sees in dem Gebiet der Gadarener ankam, begegnete er zwei Männern, die von Dämonen besessen waren. Sie lebten in Grabhöhlen und waren so gefährlich, dass niemand es wagte, durch dieses Gebiet zu reisen. Mt 8,28 NLB
In Markus und Lukas lesen wir dieselbe Geschichte, aber nur ein dämonisierter Mann wird da erwähnt. Manche könnten behaupten, das sei ein Beweis, dass man in der Bibel Fehler findet, aber dem ist nicht so.
Wenn ich von nur einer Person in einer Situation spreche, bedeutet das keineswegs, dass keine anderen dabei waren.
Warum konzentrieren sich Markus und Lukas nur auf einen der besessenen Männer?
Weil dieser Mann eine dramatische Rolle in der Mission von Jesus nach seiner Befreiung spielte.
Jesus befahl den Dämonen, beide Männer zu verlassen.
Die Dämonen stürzten sich von den Menschen in eine Schweineherde. Die Schweine wurden von den Dämonen gezwungen, sich ins Meer zu stürzen, wo sie ertranken.
Die heidnische Bevölkerung war entrüstet, und forderten Jesus auf, ihre Gegend zu verlassen.
Einer dieser Männer wollte mit Jesus bleiben, denn nach seiner Befreiung glaubte er an Jesus, aber Jesus sandte ihn stattdessen auf eine Mission.
Doch Jesus sagte zu ihm: »Nein. Geh nach Hause zu deiner Familie und erzähle ihnen, was der Herr für dich getan hat und wie gnädig er gewesen ist.«
Da wanderte der Mann durch das Gebiet der Zehn Städte und erzählte allen Menschen von dem, was Jesus für ihn getan hatte; und alle staunten über das, was er ihnen berichtete. Mk 5,19–20 NLB
Seine Mission war nicht vergeblich, denn als Jesus später wieder in diese Gegend kam, wurde er sehr positiv empfangen.
Jesus verließ Tyrus und ging nach Sidon; dann kehrte er zurück an den See von Galiläa und in das Gebiet der Zehn Städte.
Ein Mann, der taub war und kaum sprechen konnte, wurde zu ihm gebracht. Die Leute baten Jesus, dem Mann die Hände aufzulegen und ihn zu heilen.
Jesus führte ihn an einen ruhigen Ort, fort von der Menge. Er legte seine Finger in die Ohren des Mannes. Dann benetzte er die Fingerspitzen mit seinem Speichel und berührte damit die Zunge des Mannes.
Schließlich blickte er zum Himmel auf, seufzte und befahl: »Öffne dich!«
Und im selben Augenblick konnte der Mann hören und normal sprechen!
Jesus ermahnte die Menge, niemandem davon zu erzählen. Doch je mehr er es ihnen verbot, desto rascher verbreiteten sie die Nachricht, Mk 7,31–36 NLB
Einer der zwei besessenen Männer in dem Bericht in dem Matthäus-Evangelium reagierte mit extremer Dankbarkeit und Hingabe, aber wir wissen nichts mehr von dem anderen Mann.
Viele empfangen auch heute wunderbare Heilungen und Befreiungen von Jesus. Vielleicht du auch. Wie reagierst du auf Gottes Liebe und Gnade?
Mittwoch, 16. August 2023
Gottes Führung Notwendig
Ich kenne eine christliche Krankenschwester. In ihrem Krankenhaus war es ihr nicht erlaubt, mit den Patienten über Jesus zu sprechen.
Das war schwierig für sie, denn sie musste Patienten auf der Intensivstation betreuen, die oft vom Tod bedroht waren oder sogar bereits im Sterben lagen.
Aber sie wurde von dem Heiligen Geist geführt. Manchmal hat sie Gedanken mitbekommen, die direkt von Gott kamen, und sie teilte mit einem Patienten, genau, was der Heilige Geist ihr sagte.
Sie war eine Art Geheimagentin für Gott mit einem Rettungsdienst.
Es gibt Nationen, wo Christen grausam verfolgt werden. Viele Christen treffen ins Geheim, oft in Privathäusern oder in einem entlegenen Ort, zum Beispiel in einem Wald.
Es gibt Millionen Christen in der verfolgten chinesischen Untergrundkirche.
Diese Untergrundkirche wird oft von kommunistischen Geheimagenten unterwandert. Die Geheimagenten verraten die Christen, und die Christen werden oft verhaftet.
Wenn dies geschieht, wissen die Christen oft nicht, wer von ihnen der Verräter ist. Dann beten sie darum, dass der Heilige Geist ihnen sagt, wo und wann das nächste Treffen stattfinden soll.
Ohne die unmittelbare Führung des Heiligen Geistes würde die Verfolgung viel schlimmer sein.
Viele Christen glauben, wir dürfen keine direkte Führung des Heiligen Geistes erwarten. Wir müssen nur versuchen, die Lehren in der Bibel in unserem Leben umzusetzen.
Aber es gibt viele Situationen, wo das einfach nicht funktioniert.
Als Jesus ein totes Mädchen zum Leben zurückbrachte, sage er ihren Eltern, sie sollten das mit niemandem besprechen.
In anderen Situationen hat Jesus gesagt, dass man nach einer Befreiung freimütig Zeugnis abgeben sollte.
Jesus ist nicht mehr leibhaftig bei uns, aber er hat uns den Heiligen Geist gesandt, der uns führen will.
Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.
Ich schenke ihnen das ewige Leben, und sie werden niemals umkommen. Niemand wird sie mir entreißen, Joh 10,27–28 NLB
Deshalb spricht der Heilige Geist: »Heute sollt ihr auf seine Stimme hören. Heb 3,7 NLB
Jesus warnte davor, dass seine Nachfolger verfolgt und manchmal verhaftet werden würden.
Das wird euch Gelegenheit geben, ihnen von mir zu erzählen.
Macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen sollt.
Ich werde euch die richtigen Worte eingeben und die nötige Weisheit verleihen, sodass keiner eurer Gegner euch wird widerlegen können! Lk 21,13–15 NLB
In Extremsituationen ist es oft absolut notwendig, sich direkt von Gottes Geist leiten zu lassen.
Aber warum sollten wir nicht auch in unserem täglichen Leben die Führung des Heiligen Geistes haben. Wir werden dadurch ein viel besseres Leben haben.
Samstag, 8. Juli 2023
Keine Evangelisation ohne Mitgefühl
In der Bibel finden wir viele Anweisungen von Gott. Wenn wir Gottes Befehle nicht ernst nehmen, gehen wir schief.
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh 3,16 LUT84
Aber was bedeutet „glauben“?
Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben’s auch und zittern.
Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist? Jak 2,19–20 LUT84
Können wir also Gottes Rettung durch unsere Werke verdienen? Keineswegs.
Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. Röm 6,23 SLT
Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es;
nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Eph 2,8–9 SLT
Was ist der Glaube, der die Tür zu Gottes Rettung öffnet?
Gottesvertrauen. Wer an Jesus glaubt und Gott vertraut, kann nicht unverändert bleiben.
Wenn Du einem guten Arzt vertraut, wirst Du Deine Medikamente nehmen.
Jesus fing mit seiner Mission auf diese Weise an.
Von da an begann Jesus zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! Mt 4,17 SLT
Was bedeutet Buße? Umkehr.
Eine gebrochene Frau besuchte einen Gottesdienst. Sie ging nach vorne, und sagte dem Pastor, sie wollte errettet werden.
Der Pastor fragte, „warum“? „Weil ich meine verstorbene kleine Tochter wieder sehen will.“
Der Pastor war damit unzufrieden. Das war keine Umkehr.
Er antwortete, „Aber so funktioniert es nicht.“
Sie verließ die Kirche immer noch verloren.
Hatte der Pastor recht? Ja und nein. Unsere Bekehrung muss auf Jesus fokussiert sein.
Trotzdem hat der Pastor einen schrecklichen Fehler gemacht.
Wir müssen nicht nach Schema F evangelisieren. Diese Frau brauchte seelsorgerische Betreuung, bevor sie ihr Leben Jesus übergeben konnte.
Warum hat der Pastor nicht gefragt, was mit ihrer Tochter geschehen war? Er hätte mit therapeutischer Betreuung die Frau zu der Liebe Gottes führen können.
Die Frau stolperte danach jahrelang in traumatischen Situationen bis sie endlich Jesus in ihrem Leben gefunden hat.