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Montag, 29. Dezember 2025

Errettung aus tiefer Finsternis

 Ein Mann aus Peru hatte echt Lust auf Abenteuer. Abenteuer können echt spannend sein, aber auch lebensgefährlich.

Dieser Typ hat sich im Amazonas-Dschungel verlaufen. Seine Familie dachte, er wäre tot, aber er wurde von einem indigenen Stamm aufgenommen und lernte, im Dschungel zu leben. Er lernte nicht nur ihre Sprache und Bräuche, sondern auch, wie man Dschungelpflanzen zur Behandlung tropischer Krankheiten einsetzt. 

Nach sieben Jahren fand er irgendwie den Weg zurück zu seinem Volk, aber er fand eine Gemeinschaft in einer tragischen Krise vor. Die Menschen waren von einer Epidemie heimgesucht. Die moderne Medizin half nicht und viele Menschen starben. Er war kein Arzt, aber er nutzte sein Wissen über Naturmedizin, das er im Dschungel gelernt hatte. Es erwies sich als so effektiv, dass viele Leben gerettet werden konnten.
 

Die Nachricht von diesem Erfolg verbreitete sich weit und breit. Viele Botaniker und Mediziner kamen, um von ihm zu lernen. 

Dieser Mann, der schon als tot galt, wurde 91 Jahre alt.

Ich kenne niemanden, der sich im Dschungel verirrt hat, aber es gibt verschiedene schlimme Erfahrungen, die zu großem Segen führen können.

Ich habe Menschen getroffen, die aus der Prostitution, langen Gefängnisstrafen und schrecklicher Drogenabhängigkeit herausgekommen sind, aber sie haben den Glauben an Gott gefunden und sind für viele Menschen zu einer lebensrettenden Hilfe geworden.

In meinen Zwanzigern hatte ich eine christliche Bekehrungserfahrung, aber die erste Kirche, der ich beitrat, entpuppte sich als Sekte, in der Menschen einer Gehirnwäsche unterzogen und spirituell missbraucht wurden. Nachdem ich aus der Sekte ausgeschlossen worden war, verbrachte ich ein ganzes Jahr in intensiver Vollzeit-psychiatrischer Behandlung.

Ich habe viele Jahre gebraucht, um mich zu erholen, aber Gott hat mich nicht aufgegeben.

Corrie ten Boom war eine niederländische Christin, deren Familie während der Nazi-Besatzung Juden beschützt hat. Sie und ihre Schwester wurden gefangen genommen und verbrachten fast ein Jahr in deutschen Gefängnissen und Konzentrationslagern. Ihre Schwester starb im Lager, aber sie wurde aufgrund eines Verwaltungsfehlers freigelassen. 

Nach diesem schrecklichen Leid reiste sie um die Welt und brachte Menschen ohne Hoffnung Glauben und Hoffnung.

Was für Leiden hast du durchgemacht? Gefängnis, häusliche Gewalt, Vergewaltigung, Menschenhandel, Gehirnwäsche durch Sekten, schwere psychische Erkrankungen?

Egal, wo du bist, Gott liebt dich und hat einen Plan für dein Leben. Im Himmel gibt es Mörder, ehemalige Prostituierte, Menschen, die Hexen waren, und auch Opfer. 

Im Himmel gibt es Babys, die abgetrieben wurden, und Mütter, die ihre Babys abgetrieben haben.

Egal, was du durchgemacht hast, egal, was du gerade durchmachst, gib niemals, niemals, niemals auf.

Gaby Wentland ist eine deutsche Missionspredigerin. Sie betreut Prostituierte und Opfer von Missbrauch. Sie sagt, dass in Bordellen mehr gebetet wird als in vielen Kirchen.

Gott liebt dich, egal wo du bist, wer du bist, was du tust, was du getan hast oder was dir angetan wurde.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
Joh 3,16 NLB

Egal, ob du der schlimmste Täter oder das am meisten gebrochene Opfer bist, Jesus ist gestorben, um deine Strafe auf sich zu nehmen. Er hing nackt am Kreuz, um deine Schande zu tragen.

Aber es gibt eine Bedingung. Du musst bereit sein, deine Grausamkeit, deine Selbstsucht und deine Unehrlichkeit hinter dir zu lassen. Gott liebt dich, aber du musst bereit sein, dich zu ändern.

›Ruf mich, dann will ich dir antworten und will dir gewaltige und unglaubliche Dinge zeigen, von denen du noch nie gehört hast.
Jer 33,3 NLB

Gott wartet darauf, dass du um Hilfe rufst.

Gott will dich nicht nur von Schuld, Scham und Missbrauch erlösen. Er will deine schmerzhaften Erfahrungen nutzen, um anderen zu helfen. Ich wurde von Menschen, die in sehr dunklen Zeiten waren, wunderbar ermutigt. 

Der Peruaner lernte die Medizin des Dschungels, um Leben zu retten. Wenn du im Gefängnis warst, in psychiatrischer Behandlung, drogenabhängig oder in der Prostitution, kann Gott deine Erfahrungen nutzen, um Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zu helfen.

Freitag, 3. Oktober 2025

Du Kannst Überall für Alle Beten

 Ich las gerade ein Buch mit täglichen Andachten von Max Lucado, als mich seine Auslegung dieses Verses inspirierte.

Vor allem anderen fordere ich euch auf, für alle Menschen zu beten. Bittet bei Gott für sie und dankt ihm. 1. Tim 2,1 NLB

Er ermutigte mich, für die Menschen in meiner Umgebung zu beten.

Sofort kam mir der Name eines Mannes in den Sinn, der vor 60 Jahren in meiner Klasse war. Ich habe ihn im Internet gesucht und die Geschichte seiner erstaunlich erfolgreichen Karriere gelesen. 

Da kein Hinweis auf den christlichen Glauben zu finden war, habe ich für ihn gebetet, dass er eine direkte persönliche Begegnung mit Jesus Christus haben möge. Man kann in diesem Leben alles haben und dennoch keine Hoffnung auf Ewigkeit.

Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber seine Seele verliert? Mk 8,36 NLB

Jesus sagte zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. 
Er wird ewig leben, weil er an mich geglaubt hat, und niemals sterben...«
Joh 11,25–26 NLB

Jesus sagte zu ihm: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Joh 14,6 NLB

Gott ist dein Schöpfer. Wenn du erfolgreich bist, dann deshalb, weil Gott dir Talente gegeben hat und du sie genutzt hast. Aber vergiss niemals, wer dir diese Fähigkeiten gegeben hat.

Ich habe für diesen Mann gebetet und bin sicher, dass Gott meine Gebete erhören wird.

Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden. 
Denn wer bittet, wird erhalten. Wer sucht, wird finden. Und die Tür wird jedem geöffnet, der anklopft.
Mt 7,7–8 NLB

Wenn du an Jesus glaubst, kannst du um Segen für dich selbst bitten, und Gott wird dir antworten. 
Du kannst für deine Familie und Freunde beten, und Gott wird dir antworten.

Aber hör damit nicht auf.

Bete für alle Menschen. Aber das ist doch sicher unmöglich. Das stimmt. 


Aber wenn ich spazieren gehe oder einkaufen bin, bemerke ich oft jemanden, der traurig oder gebrochen aussieht, und dann bete ich still für ihn. Ich bin mir sicher, dass ich, wenn ich in den Himmel komme, einige dieser traurigen und gebrochenen Menschen treffen werde, die meine Aufmerksamkeit erregt haben und für die ich gebetet habe.

Wenn du Jesus nachfolgst, unterschätze niemals die Kraft Gottes, deine kleinen Gebete zu erhören.

Donnerstag, 27. März 2025

Wir Brauchen Mut

 Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir! Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ja, ich stehe dir bei! Ja, ich halte dich mit der rechten Hand meiner Gerechtigkeit! Jes 41,10 ZB 2007

In der Bibel sagt Gott seinem Volk oft: „Fürchte dich nicht“ oder „Hab keine Angst“.

    In einigen Texten sagt Gott seinem Volk, dass ihre Ängste eingebildet sind, dass es überhaupt nichts gibt, wovor man Angst haben müsste.

In Matthäus 14 befanden sich die Jünger bei rauer See in einem Boot. Als sie Jesus auf dem Wasser gehen sahen, dachten sie, er sei ein Geist.

Sogleich aber redete Jesus mit ihnen: Seid getrost, ich bin es. Fürchtet euch nicht! Mt 14,27 ZB 2007

Als der Engel Gabriel zu Maria kam, beruhigte er sie.

Und der Engel sagte zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade gefunden bei Gott: Lk 1,30 ZB 2007

Gottes Volk hat vor übernatürlichen Manifestationen himmlischer Herrlichkeit nichts zu befürchten.
Andererseits gibt es Situationen, in denen wir echte Gründe haben, Angst zu haben, aber Gott ruft uns trotzdem dazu auf, keine Angst zu haben.

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können. Fürchtet euch mehr vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann. Mt 10,28 ZB 2007

Hier sagt Jesus: Fürchtet euch nicht, auch wenn ihr grausamer Verfolgung und möglicherweise dem Martyrium ausgesetzt seid. Es ist ein Aufruf zu Mut und Vertrauen in Gottes Erlösung.

  Es ist auch eine Warnung, sich an Gottes Strafe für Feigheit zu erinnern.

Gott ist Liebe

Beim Lesen der Bibel sehen wir immer wieder, dass es zwei wesentliche Aspekte der Liebe Gottes gibt.

Diese sind Trost und Herausforderung.

Eines Tages, als Jesus am Ufer des Sees Genezareth entlangging, sah er zwei Brüder, die ihre Netze auswarfen. Simon, der später Petrus genannt wurde, und Andreas waren von Beruf Fischer.
Jesus rief ihnen zu: »Kommt mit und folgt mir nach. Ich will euch zeigen, wie man Menschen fischt!«
Mt 4,18–19 NLB

Was für ein Segen, eingeladen zu werden, Vollzeit mit Jesus zu leben und die Kraft zu erhalten, Männer und Frauen zu retten, sie vor der Verdammnis zu bewahren!

  Aber was für eine Herausforderung, die Sicherheit eines erfolgreichen Familienfischereibetriebs aufzugeben und im Glauben an Gottes tägliche Versorgung zu leben!

Ich habe einen Freund, der früher ein überzeugter Muslim in Saudi-Arabien war.

Muslime haben keine Gewissheit der Erlösung. Sie leben in der Hoffnung, dass sie gut genug sein könnten, um dem Höllenfeuer zu entkommen.

Als George Jesus kennenlernte, hatte er den Trost, den Gott zu kennen, der ihn wirklich als seinen lieben Sohn liebte.

Einige Muslime wünschen sich eine solche persönliche Beziehung zu Gott, aber ihre heiligen Schriften bieten keine Hoffnung auf eine solche Erfüllung.

Aber es war eine Herausforderung, in seinem eigenen Land abgelehnt und verfolgt zu werden. Es war eine Herausforderung, als Flüchtling nach Australien zu fliehen.

Gott berief ihn, an einer australischen Universität zu studieren, wo es viele arabische muslimische Studenten gibt. Keiner von ihnen entkommt Georges persönlicher, gezielter Verkündigung von Jesus.

Einmal sprach George auf dem Campus mit einem arabischen muslimischen Missionar, einem von vielen militanten muslimischen Missionaren, die von ölreichen Arabern finanziert und in die ganze Welt geschickt werden.

  • „Warum predigen Sie den Islam?„, fragte mein Freund.

  • “Weil ich in den Himmel kommen möchte„, antwortete der muslimische Missionar.

  • “Das ist sehr egoistisch!“, sagte George. ‚Ich weiß, dass ich im Himmel ein Zuhause habe. Ich predige Jesus, weil ich möchte, dass ANDERE MENSCHEN in den Himmel kommen.‘

  • Wir haben den Trost, zu wissen, dass Gott im Himmel ein Zuhause für uns vorbereitet hat.

  • Wir haben die Herausforderung, andere mit der guten Nachricht von Gottes Güte zu erreichen.

Samstag, 22. Juni 2024

Denke aktiv nach. Sei nicht passiv.

Wer gute Eltern hat, ist gesegnet. Ein Kind vor der Pubertät, das gute Eltern hat, wird oft in den meisten, wenn nicht in allen Dingen mit seinen Eltern übereinstimmen. Gott will, dass wir respektvoll und belehrbar sind.

Aber Gott will auch, dass wir lernen, selbstständig zu denken. Wenn Du wahlberechtigt bist und immer noch in allem mit Deinen Eltern, Deinem Kirchenleiter oder Deinen bevorzugten politischen Leitern übereinstimmst, dann frage ich mich, ob Du jemals gelernt hast, für Dich selbst zu denken.

Paulus fordert Timotheus auf, die Bibel sorgfältig zu studieren, um sich zu vergewissern, dass seine Lehre richtig ist. Timotheus war von Paulus gut gelehrt worden, aber Paulus wollte nicht, dass Timotheus nur wiederholte, was er gelehrt worden war, sondern dass er für sich selbst studierte.

Setz alles daran, dass Gott in dir einen zuverlässigen Arbeiter findet und du dich für nichts schämen musst. Erweise dich als jemand, der Gottes Botschaft von der Wahrheit richtig und klar verkündet. 2. Tim 2,15 HfA

Denke über meine Worte nach. Der Herr wird dir in all diesen Dingen das nötige Verständnis geben.
2. Tim 2,7 NLB

Paulus wollte Timotheus nicht passiv von seinen eigenen Worten abhängig machen, sondern er sollte über seine Lehre nachdenken und Gott selbst um Verständnis bitten.

So viele Christen lassen sich passiv von den Vorstellungen beeinflussen, die sie von ihren Eltern, Lehrern oder Predigern erhalten. Das macht die Gemeinde schwach und unreif.

Paulus schrieb an die Bekehrten in Ephesus und betete dafür, dass sie Weisheit und Offenbarung direkt von Gott empfangen und sich nicht passiv mit dem zufriedengeben, was Paulus sie gelehrt hat.

.. (Ich) bitte den Gott unseres Herrn Jesus Christus, den Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Einsicht zu schenken, damit eure Erkenntnis von Gott immer größer wird. Eph 1,17 NLB

Justin Giboney ... @JustinEGiboney. (Aus dem Englischen in Twitter übersetzt.)
Die Vorstellung, dass wir bei jedem Thema entweder völlig progressiv oder konservativ sein müssen, ist ein Trick, um unsere kulturellen und politischen Ansichten zu kontrollieren.

Sobald wir uns darauf einlassen und stolz das Etikett tragen, ist kritisches Denken nicht mehr nötig. Das Denken übernehmen die Beeinflusser für uns.


Sonntag, 5. Mai 2024

Die Rolle der Frauen im NT

 Im Alten Testament waren die Priester Mittler zwischen den hebräischen Gläubigen und Gott. Sie waren also Fürbitter. Die Juden brachten auch die Opfertiere zu den Priestern, die sie dann im Namen des Volkes Gott darbrachten.

Als Christen sind wir alle, Männer und Frauen, aufgerufen, füreinander zu beten. Gott erhört unsere Gebete durch das Blutopfer seines Sohnes Jesus am Kreuz.

Die Priester waren auch geistliche Lehrer. Sie studierten die Heilige Schrift und lehrten die Menschen, wie sie Gott gefallen können. Da im Neuen Testament christliche Männer und auch Frauen zu Priestern ernannt werden, sind christliche Männer und Frauen dazu berufen, die Bibel zu studieren und zu lehren.

Manche werden jedoch einwenden, dass Paulus die Frauen angewiesen hat, still und unterwürfig zu lernen. Das heißt nicht, dass Frauen keine Lehrerinnen sein können. 

Es bedeutet, dass Frauen erst lernen müssen, bevor sie qualifiziert sind zu lehren. Natürlich dürfen auch Männer nicht zu lehren beginnen, bevor sie als Jünger ausgebildet worden sind.

Eine Frau soll in der Stille und in aller Unterordnung lernen.
Ich erlaube der Frau nicht, zu lehren oder über den Mann zu herrschen; sie soll sich still zurückhalten.
1. Tim 2,11–12 NLB

Hier spricht Paulus eine Situation in Ephesus an, in der Menschen, darunter auch Frauen, eine falsche Lehre vertraten. Es handelte sich um Neubekehrte, die zuvor die heidnische Göttin Artemis verehrt hatten, eine jungfräuliche Göttin, die angeblich eine Quelle der Weisheit und Zauberkraft war.

Viele unverheiratete, jungfräuliche Frauen dienten im Tempel der Artemis und wurden als spirituelle Lehrerinnen geachtet. Als sie Christen wurden, gaben einige von ihnen offenbar weiterhin spirituelle Lehren weiter, aber ihre Lehren waren mit den heidnischen Vorstellungen vermischt, an die sie vor ihrer Bekehrung geglaubt hatten. 

Paulus schrieb an Timotheus und forderte ihn auf, diese Situation zu korrigieren.

Damals, bei meiner Abreise nach Makedonien, habe ich darum gebeten: Du solltest in Ephesus bleiben, um gewissen Leuten dort die Verbreitung von falschen Lehren zu verbieten. 

Sie sollen sich nicht mit erfundenen Geschichten und endlosen Stammbäumen befassen. Denn das führt nur zu sinnlosen Gedankenspielereien. Es dient aber nicht dem Auftrag Gottes, den Glauben zu fördern.

Das Ziel der richtigen Lehre ist vielmehr Liebe. Sie erwächst aus reinem Herzen, gutem Gewissen und aufrichtigem Glauben.
Dieses Ziel haben einige aus dem Auge verloren und sich auf leeres Geschwätz verlegt.
Sie wollen Gesetzeslehrer sein. Aber sie verstehen nichts von dem, was sie sagen und was sie so selbstsicher behaupten.
1. Tim 1,3–7 BB

Welche falschen Lehren wollte Paulus korrigieren?

Die Heiden in Ephesus glaubten, Artemis sei vom Himmel herabgestiegen und die Frauen seien zuerst erschaffen worden. Paulus deutet auf die Schöpfungsgeschichte, nach der Adam vor Eva erschaffen wurde.

Denn zuerst wurde Adam geschaffen, danach erst Eva.
Und nicht Adam hat sich verführen lassen. Sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat damit Gottes Gebot.
1. Tim 2,13–14 BB

Heißt das, dass alle Frauen leichter zu verführen sind als Männer? Die Bibel berichtet immer wieder von Männern und Frauen, die verführt oder werden.

Aber hat Paulus nicht auch ausdrücklich gesagt, dass reife Frauen jüngere Frauen lehren sollen?

Entsprechendes gilt für die älteren Frauen: Sie sollen sich ebenfalls würdevoll verhalten, andere nicht verleumden und nicht dem Wein verfallen sein. Sie sollen fähig sein, Gutes zu lehren. 

Dann können sie die jungen Frauen anleiten, ihre Männer und Kinder zu lieben. Tit 2,3–4 BB

Wenn Frauen andere Frauen lehren sollen, heißt das nicht, dass sie nur Frauen lehren sollen.

Da Frauen ebenso wie Männer zum Priestertum berufen sind, müssen auch Frauen lernen, sich für die biblische Lehre zu rüsten. Paulus schickte Phöbe, um seinen berühmten Brief an die Gemeinde in Rom zu überbringen. Ihre Aufgabe bestand darin, der Gemeinde den Brief vorzulesen und Fragen zu beantworten. Es war ein priesterlicher Lehrauftrag.

Paulus sagt der römischen Gemeinde, dass Phöbe ein Diakon und keine Diakonin ist. Das zeigt, dass Phöbe eine Dienerin des Evangeliums war, d.h. eine Predigerin

Das griechische Wort DIAKONOS ist ein Maskulinum. In den Evangelien kann es sich auf eine Dienerin oder einen Hausdiener beziehen, aber in den Schriften des Paulus bezieht es sich immer auf einen Diener des Evangeliums, d.h. auf einen Geistlichen.

Dienstag, 30. April 2024

Gegenseitige Unterordnung

 Viele Christen glauben, dass die christliche Kirche auf einer strengen Befehlskette beruhen muss, wie eine Armee. Führung, Leitung und Kontrolle müssen auf der Unterwerfung unter eine ranghöhere Person beruhen.

Vor einigen Jahren wechselte ich in eine neue Gemeinde. Ich hatte einige Jahre in verschiedenen Kirchen verbracht und versuchte, Gott und die Bibel im Lichte der unterschiedlichen Ansätze in den verschiedenen Kirchen zu verstehen. 

Ich erzählte meinem neuen Pastor von dem Prozess, mit dem ich zu kämpfen hatte, aber seine Antwort war enttäuschend.

Er sagte, Gott führe die Christen in erster Linie durch die Leiterschaft. Das Problem ist, dass die Leiter anderer Kirchen ebenfalls behaupteten, von Gott zu hören, aber ihre Lehre war oft sehr unterschiedlich. Da sie alle an denselben Gott glaubten, mussten sie alle sehr unvollkommen hören.

Die Unterschiede in den Glaubensätzen waren oft nicht sehr groß, aber die Mentalität war anders, die Prioritäten waren anders, die Schwerpunkte waren anders, oft sehr anders.

Jesus sagte, dass jeder Gläubige persönlich von Gott, von ihm selbst, geführt werden muss. Wenn deine primäre Quelle der geistlichen Führung die Lehre der Leiter deiner Kirche ist, bist du ein sehr unreifer Gläubiger, und wenn du so bleibst, bist du leider auf dem falschen Weg.

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; Joh 10,27 LU84

Das bedeutet nicht, dass jeder Gläubige nur direkt von Gott hören und nicht von anderen Gläubigen lernen sollte. Jesus und die Apostel lehrten das Prinzip der gegenseitigen Unterordnung.

Allerdings gibt es heute Theologen, und zwar nicht nur römisch-katholische, die glauben, dass die biblische Unterordnung ein einseitiger Prozess ist.

  • Der Pastor sagt dir, was du denken, sagen und tun sollst, und du gehorchst einfach.

  • Der Mann sagt der Frau, was sie zu tun hat, und sie gehorcht einfach.

  • Dann gibt es eine etwas gemäßigte Version dieses Autoritarismus, bei der ein Ehepaar versucht, eine gemeinsame Entscheidung zu treffen, aber wenn sie sich nicht einig sind, trifft der Mann die Entscheidung und seine Frau muss gehorchen.

    Andererseits gibt es eine Reihe von Texten im Neuen Testament, die ein völlig anderes Bild von christlichen Beziehungen zeichnen.

    Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst. Phil 2,3 NLB

    Ordnet euch aus Achtung vor Christus bereitwillig einander unter.
    Eph 5,21 NLB

    Denkt daran, liebe Brüder und Schwestern: Seid sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt genau, bevor ihr selbst redet. Und hütet euch vor unbeherrschtem Zorn! Jak 1,19 HfA

    Wer ist denn bedeutender? Wer am Tisch sitzt und sich bedienen lässt oder wer bedient? Doch wohl derjenige, der sich bedienen lässt. Ich aber bin unter euch wie ein Diener.
    Lk 22,27 HfA

    Doch Jesus rief sie zu sich und sagte: »Ihr wisst, dass in dieser Welt die Könige Tyrannen sind und die Herrschenden die Menschen oft ungerecht behandeln. 

  • Bei euch soll es anders sein. Wer euch anführen will, soll euch dienen,und wer unter euch der Erste sein will, soll euer Sklave werden. 

    Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu         lassen, sondern um anderen zu dienen und sein Leben als             Lösegeld für viele hinzugeben.« Mt 20,25–28 NLB

Wenn wir diese Bibeltexte sorgfältig betrachten, müssen wir zu dem Schluss kommen, dass die hierarchische Denkweise völlig im Widerspruch zu den Lehren Jesu im Neuen Testament steht.

Aber hat Jesus nicht Apostel eingesetzt? Hat Paulus nicht Älteste eingesetzt? Ist Leiterschaft nicht wichtig?

Natürlich brauchen wir Leiterschaft, aber wahre Leiter führen. Sie kontrollieren nicht. Sie heben Menschen auf. Sie halten die Menschen nicht unten.  

Montag, 25. März 2024

Gott will Dich segnen.

 Was hat Gott mit dir vor? Er will segnen.

›Der HERR segne dich und beschütze dich.
Der HERR lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig.
Der HERR wende dir sein Angesicht zu und schenke dir Frieden!‹
So sollen sie meinen Namen unter den Israeliten weitergeben. Und ich – ich werde sie segnen!«

Gott befahl Aaron, dem Hohenpriester Israels, einen Segensspruch über Israel zu verkünden. Wenn ich diesen Segensspruch heute lese, merke ich, dass Gott nicht nur das Volk als Kollektiv anspricht. 

„Der Herr segne DICH.“ Nicht Euch, sondern Dich. Gott wollte jeden einzelnen Hebräer segnen.

Wenn Du durch deinen persönlichen Glauben an Jesus zum Volk Gottes gehörst, dann gilt dieser Segen für Dich.

Als die Hebräer Ägypten mit Mose verließen, waren sie alle von allen Krankheiten geheilt.

Er führte sie heraus mit Silber und Gold; es war kein Gebrechlicher unter ihren Stämmen. Ps 105,37 LU84

Die Hebräer in Ägypten waren bettelarm und versklavt. Zweifellos waren viele krank, verletzt oder behindert. Aber Gott hat sie nicht nur von der Sklaverei befreit, sondern übernatürlich geheilt und finanziell versorgt.

Gott will sein Volk nicht nur mit Vergebung und Heiligung segnen. Wenn du im Glauben mit Jesus verbunden bist, will Gott deine natürlichen Bedürfnisse ernst nehmen. Gott liebt dich einfach.
 

  • Welcher gute Vater würde seinem Kind Nahrung, Medikamente oder Kleidung vorenthalten?  

  • Wenn ein junger Sohn ein Auto braucht, um Arbeit zu finden, würde ein reicher Vater nicht helfen?

  • Wenn eine intelligente Tochter studieren möchte, würde ein reicher Vater nicht helfen, indem er die Kosten übernimmt?

Wenn ihr mit mir verbunden bleibt und meine Worte in euch bewahrt, dann gilt: Ihr dürft bitten, was immer ihr wollt – und eure Bitte wird erfüllt werden.
Die Herrlichkeit meines Vaters wird darin sichtbar, dass ihr viel Frucht bringt und euch als meine Jünger erweist.«
Joh 15,7–8 BB

Gott ist unser liebender Vater, der für uns sorgt. Er will dich mit himmlischen Geistesgaben ausstatten, aber auch im natürlichen Bereich für dich sorgen.

Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen. Er, der Vater des Lichts, ändert sich nicht; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis. Jak 1,17 HfA

Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht.
Mt 6,33 NLB

denn mein Plan mit euch steht fest: Ich will euer Glück und nicht euer Unglück. Ich habe im Sinn, euch eine Zukunft zu schenken, wie ihr sie erhofft. Das sage ich, der HERR.
Jer 29,11 GN

Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der Herr, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt!
Jer 29,11 HfA

Dienstag, 6. Februar 2024

Gott greift in harten Zeiten ein

 1941 Paris, unter Nazi-Besatzung. Die Juden mussten einen gelben Stern tragen und wurden massenhaft deportiert und ermordet.

Ein siebenjähriger jüdischer Junge besuchte einen christlichen Freund, blieb aber zu lange. Es herrschte Ausgangssperre für Juden. Nach 18 Uhr würde er auf der Straße festgenommen werden.

Er drehte seine Jacke um, um den gelben Stern zu verbergen, und machte sich auf den Heimweg.

Doch dann wurde sein Albtraum noch schlimmer. Ein deutscher Offizier in einer schwarzen SS-Uniform kam auf ihn zu.

Es war kein Traum, aber dann hat sich das Blatt wie im Traum gewendet.

Der Offizier umarmte ihn liebevoll und sprach freundlich mit ihm, obwohl der Junge kein Deutsch verstand. Dann zeigte er ihm ein Foto von einem Jungen, vielleicht von seinem Sohn. Und es wurde noch besser. Er gab dem erstaunten Jungen ein paar Geldscheine und schickte ihn mit weiteren freundlichen Worten nach Hause.

Der Junge und seine Familie überlebten die Nazizeit. Nach dem Krieg ließen sie sich in Israel nieder. Den freundlichen SS-Offizier hat der Junge nie vergessen. Fasziniert von den Widersprüchen der menschlichen Natur, studierte er Psychologie.

Er wurde Psychologe in der israelischen Armee und ging dann nach Amerika, wo er sein Doktorat machte.

Er wurde ein weltberühmter Professor und Nobelpreisträger.

Bist du in vielleicht in einer unmenschlichen Situation verstrickt, wie dieser SS-Offizier? Trotzdem gibt es einen guten Gott, der gute Pläne für dich hat.

Oskar Schindler war ein wohlhabender Kaufmann und Nazi-Mitglied. Er benutzte seine Situation, um zahlreiche Juden zu retten.  

Ich lernte eine russische Frau kennen. Ihr Vater war Kommunist, aber die Mutter brachte die Kinder zum Priester, während der Vater politisch aktiv war.

Ein deutscher KZ-Kommandant nutzte seine Position, um viele Juden zu retten. Er half den Juden, sich Verstecke im KZ zu bauen, damit die SS sie nicht finden konnte.

Als junger Christ wurde ich in einer autoritären Kirche grausam missbraucht. Ich erlitt einen Nervenzusammenbruch und brauchte intensive psychiatrische Hilfe. Ich verbrachte ein ganzes Jahr in einer Klinik, aber Gott hatte immer noch gute Pläne für mein Leben.

Als ich wieder zu Hause war, besuchte ich noch andere Patienten und ermutigte sie zum Vertrauen auf Gott.

Der Apostel Paulus wurde grausam verfolgt, ausgepeitscht und war zeitweise im Gefängnis, aber er nutzte seine Gefangenschaft, um für die verfolgten Christen zu beten. Er schrieb auch Briefe an Gemeinden. Diese Briefe sind heute Bücher des Neuen Testaments.

Wie ist deine Situation? Wahrscheinlich nicht optimal. Vielleicht ein Alptraum.

Jesus will dich aus deiner Klemme retten, aber vielleicht nicht von heute auf morgen.

Corrie ten Boom war eine Niederländerin, die in einem Konzentrationslager in Deutschland landete, weil ihre Familie Juden beschützt hatte. Sie erlitt schreckliche Qualen, aber selbst im Konzentrationslager diente sie als Missionarin.

Ihre Schwester wurde im KZ ermordet, aber sie wurde eines Tages wegen eines Fehlers der deutschen Beamten freigelassen.

Nach dem Krieg wurde sie eine umherziehende Evangelistin, auch in Deutschland.

Ist deine Situation sehr schwierig? Wenn es möglich ist, einer brutalen Ehe zu entkommen, ist das wahrscheinlich in Ordnung. Die mütterliche Fürsorge und die Sicherheit der Kinder wiegen schwerer als die Pflicht, in der Ehe zu bleiben.

Wenn du in einer gesetzlich geregelten Gemeinde schikaniert wirst, darfst du vielleicht nicht aussteigen, aber solche Regeln kommen nicht von Gott.

Aber selbst wenn du deiner Situation nicht entkommen kannst, kann Gott dir helfen, ein Segen für andere zu sein.

Paulus hat sein Vertrauen auf Gott inmitten von Bedrängnis sehr anschaulich beschrieben.


Von allen Seiten werden wir von Schwierigkeiten bedrängt, aber nicht erdrückt. Wir sind ratlos, aber wir verzweifeln nicht.

Wir werden verfolgt, aber Gott lässt uns nie im Stich. Wir werden zu Boden geworfen, aber wir stehen wieder auf und machen weiter.

Durch das Leiden erfahren wir am eigenen Leib ständig den Tod von Christus, damit auch sein Leben an unserem Körper sichtbar wird.
2. Kor 4,8–10 NLB

Samstag, 6. Januar 2024

Einfach praktische Nächstenliebe

 Bist du ein aufrichtiger Christ, aber dein Leben bringt bist jetzt scheinbar wenig Frucht? Siehst du dein Leben vielleicht als ein Durcheinander?

Als ich Deutschland besuchte, bewunderte ich den Hauptbahnhof in Berlin. Es ist ein technisches Meisterwerk. Züge kommen und gehen auf vier Ebenen. Aber dieser Bahnhof war einst eine Baustelle.

Wenn du mit deinem Leben nicht zufrieden bist, sollst du dich vielleicht nicht als Versager betrachten, sondern als Gottes Baustelle.

Was wir jetzt sind, ist allein Gottes Werk. Er hat uns durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Damit erfüllen wir nun, was Gott schon im Voraus für uns vorbereitet hat. Eph 2,10 HfA

Große Leistungen sind nicht notwendig, um mit Gottes Hilfe Nächstenliebe zu zeigen. Sprichst du mit einer Nachbarin, mit einem Kollegen oder mit einer Verkäuferin. Er oder sie hat Kopfschmerzen. Du kannst für ihn oder sie beten. Ganz einfach.

Es gibt Leute, die keine Predigt oder Bibellehre hören wollen, aber sie sind dankbar, wenn du betest.

Ein Freund von mir war im Supermarkt. Eine Frau hatte nicht genug Geld und mein christlicher Freund gab ihr das Geld, das ihr fehlte.  

Ihr seid das Licht, das die Welt erhellt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

Man zündet ja auch keine Öllampe an und stellt sie dann unter einen Eimer. Im Gegenteil: Man stellt sie auf den Lampenständer, sodass sie allen im Haus Licht gibt.

Genauso soll euer Licht vor allen Menschen leuchten. Dann werden sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.«
Mt 5,14–16 HfA



Mittwoch, 6. Dezember 2023

Gegenseitige Unterordnung. Dienende Liebe

Jesus beschrieb seine Liebe als dienende Liebe. Ein Diener unterwirft sich der Autorität seines Herrn, aber Jesus unterwirft sich nicht unserer Autorität, sondern unseren Bedürfnissen.

Es geht nicht um Hierarchie, sondern um aufopfernde Fürsorge. Wenn man sich aufopferungsvoll kümmert, unterwirft man sich der Fürsorge des geliebten Menschen. Unterordnung bedeutet also nicht unbedingt Gehorsam gegenüber einem Herrn.

Größere als diese Liebe hat niemand: dass jemand seine Seele hingebe für seine Freunde. Joh 15,13 BidF

Als Jesus seinen Jüngern die Füße wusch, handelte er wie ein Diener, der sich unterordnete, obwohl er ihr Herr und Meister war.

Ihr nennt mich ›Meister‹ und ›Herr‹ und damit habt ihr recht, denn das bin ich.
Und weil ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, sollt auch ihr einander die Füße waschen.
Joh 13,13–14 NLB

Wenn also ein Ehemann seine Frau so liebt, wie Christus die Gemeinde geliebt hat, wird er seiner Frau aufopferungsvoll dienen, was eine Art von Unterordnung bedeutet.

Ein liebevoller Ehemann soll bereit sein, die Toilette zu putzen.


Ein weiteres Beispiel für diese Art der Unterordnung ist die aufopfernde Fürsorge, die eine hingebungsvolle Mutter ihren kleinen Kindern zukommen lässt.

Dies hilft uns, Epheser 5:21 zu verstehen.

Ordnet euch aus Achtung vor Christus bereitwillig einander unter. Eph 5,21 NLB

Wenn wir Unterordnung nur im Sinne von Gehorsam gegenüber einer höheren Autorität verstehen, macht Epheser 5:21 überhaupt keinen Sinn.



Freitag, 24. November 2023

Gott hilft den Niedergeschlagenen

 Bist du am Boden zerstört? Wenn nicht jetzt, dann irgendwann in deinem Leben.
Jesus starb am Kreuz, um seine Liebe für dich zu beweisen, um für dich die Tür zu Gottes ewigem Leben zu öffnen.

Wir werden in der nächsten Welt ungestört Liebe, Freude und Frieden genießen, aber inzwischen werden wir mit verschiedenen harten Proben konfrontiert.

Jesus hat uns versprochen, auch in diesem Leben, seine Liebe und Freude uns mitzuteilen, aber Jesus hat auch versprochen, dass wir leiden werden.

Will Gott uns Krankheit auferlegen? Im Neuen Testament hat Gott nur selten Menschen mit Krankheit bestraft, und nur wegen extremer Sünde, wegen volle Pulle Rebellion gegen Gott.

Aber an einem bestimmten Tag zog Herodes ein königliches Gewand an und setzte sich auf den Richterstuhl und hielt eine Rede an sie.

Die Volksmenge aber rief ihm zu: Das ist die Stimme eines Gottes und nicht eines Menschen! 

Sogleich aber schlug ihn ein Engel des Herrn, weil er Gott nicht die Ehre gab; und er verschied, von Würmern zerfressen. Apg 12,21–23 SLT

Aber wenn du krank wirst, sollst du nicht Gott beschuldigen. Wir können durch natürliche Anfechtung, Burnout oder aus allerlei Ursachen krank werden, aber im NT war Jesus immer der Heiler, und er hat sich nicht verändert.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben. Joh 10,10 ELB 2006

Egal was in deinem Leben schiefgeht, wirst du immer bedingungslos von Gott geliebt.

Gott ist Liebe. 1 Joh 4,16

Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.
1. Joh 4,9 ELB 2006

Gott ist auf deiner Seite. Gott ist für dich da.

Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? Röm 8,31 SLT

Gott verspricht in der Bibel, alle deine Sünden zu vergeben. In demselben Psalm in demselben Vers verspricht Gott, alle deine Krankheiten zu heilen.

Er vergibt dir alle deine Sünden und heilt alle deine Krankheiten. Ps 103,3 NLB

Glaubst du an die Vergebung der Sünden? Dann darfst du auch glauben, dass Gott dich heilen will.

Jesus verspricht, deine Krankheiten zu heilen, aber er sagte auch, dass wir auf verschiedene Weisen leiden müssen.

Jesus sagte, wer ihm nachfolgt, wird verfolgt. 

Glücklich sind die, die verfolgt werden, weil sie in Gottes Gerechtigkeit leben, denn das Himmelreich wird ihnen gehören. Mt 5,10 NLB

In dieser Welt können haben wir oft Probleme in der Arbeit, Probleme in der Familie, Probleme in christlichen Gemeinden, Probleme mit Nachbarn. Es gibt Mobbing überall. 

Mobbing kann Verfolgung wegen deines Glaubens sein, oder es kann einfach sein, dass du in einem Wohnhaus oder Büro bist, wo Mobbing normal ist.

Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! Joh 16,33 SLT

Wir müssen auch manchmal leiden, weil Gott etwas von uns wegnimmt, damit er uns dann noch mehr segnen kann.

Abraham musste seine Heimat und Familie verlassen, um seine Berufung zu erfüllen.

Es gibt Missionare und Prediger, die ihre Familien und Freunde verlassen mussten, um Gott zu dienen. Opferbereitschaft ist ein wichtiger Aspekt der echten Jüngerschaft.


Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, zu mir zu gehören; und wer seinen Sohn oder seine Tochter mehr liebt als mich, der ist es nicht wert, zu mir zu gehören.

Wer sich weigert, sein Kreuz auf sich zu nehmen und mir nachzufolgen, ist es nicht wert, zu mir zu gehören.

Wer an seinem Leben hängt, wird es verlieren; aber wer es für mich aufgibt, wird es finden.
Mt 10,37–39 NLB

Du musst deswegen nie denken, dass Gott dich nicht vom Herzen liebt. Gott schaute das Leiden seines Sohns am Kreuz. Gott opferte seinen Sohn, weil er dich liebt.

Mittwoch, 16. August 2023

Gottes Führung Notwendig

 Ich kenne eine christliche Krankenschwester. In ihrem Krankenhaus war es ihr nicht erlaubt, mit den Patienten über Jesus zu sprechen.

Das war schwierig für sie, denn sie musste Patienten auf der Intensivstation betreuen, die oft vom Tod bedroht waren oder sogar bereits im Sterben lagen.

Aber sie wurde von dem Heiligen Geist geführt. Manchmal hat sie Gedanken mitbekommen, die direkt von Gott kamen, und sie teilte mit einem Patienten, genau, was der Heilige Geist ihr sagte.

Sie war eine Art Geheimagentin für Gott mit einem Rettungsdienst.

Es gibt Nationen, wo Christen grausam verfolgt werden. Viele Christen treffen ins Geheim, oft in Privathäusern oder in einem entlegenen Ort, zum Beispiel in einem Wald.

Es gibt Millionen Christen in der verfolgten chinesischen Untergrundkirche. 

Diese Untergrundkirche wird oft von kommunistischen Geheimagenten unterwandert. Die Geheimagenten verraten die Christen, und die Christen werden oft verhaftet.

Wenn dies geschieht, wissen die Christen oft nicht, wer von ihnen der Verräter ist. Dann beten sie darum, dass der Heilige Geist ihnen sagt, wo und wann das nächste Treffen stattfinden soll.

Ohne die unmittelbare Führung des Heiligen Geistes würde die Verfolgung viel schlimmer sein.

Viele Christen glauben, wir dürfen keine direkte Führung des Heiligen Geistes erwarten. Wir müssen nur versuchen, die Lehren in der Bibel in unserem Leben umzusetzen.

Aber es gibt viele Situationen, wo das einfach nicht funktioniert.

Als Jesus ein totes Mädchen zum Leben zurückbrachte, sage er ihren Eltern, sie sollten das mit niemandem besprechen.

In anderen Situationen hat Jesus gesagt, dass man nach einer Befreiung freimütig Zeugnis abgeben sollte.

Jesus ist nicht mehr leibhaftig bei uns, aber er hat uns den Heiligen Geist gesandt, der uns führen will.

Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.
Ich schenke ihnen das ewige Leben, und sie werden niemals umkommen. Niemand wird sie mir entreißen,
Joh 10,27–28 NLB

Deshalb spricht der Heilige Geist: »Heute sollt ihr auf seine Stimme hören.
Heb 3,7 NLB

Jesus warnte davor, dass seine Nachfolger verfolgt und manchmal verhaftet werden würden.

Das wird euch Gelegenheit geben, ihnen von mir zu erzählen.
Macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen sollt.

Ich werde euch die richtigen Worte eingeben und die nötige Weisheit verleihen, sodass keiner eurer Gegner euch wird widerlegen können!
Lk 21,13–15 NLB 

In Extremsituationen ist es oft absolut notwendig, sich direkt von Gottes Geist leiten zu lassen. 

Aber warum sollten wir nicht auch in unserem täglichen Leben die Führung des Heiligen Geistes haben. Wir werden dadurch ein viel besseres Leben haben.