Wenn du jemals einen Sohn oder eine Tochter hattest, die sich gegen dich gewandt und verschwunden ist, weißt du, wie sich Herzschmerz anfühlt.
Jesus erzählte eine Geschichte über einen jungen Mann, der sein Erbe einforderte, während sein reicher Vater noch lebte, und in ein fremdes Land reiste. Es gab kein Internet und keine Handys. Der Vater organisierte keine Suchaktion, aber jeden Tag ging er hinaus und schaute die Straße hinunter, um zu sehen, ob sein Sohn zurückkommen würde.
Eines Tages schaute er hinaus und sah tatsächlich seinen Sohn in der Ferne.
Ich möchte keine persönlichen Familiengeheimnisse preisgeben, aber ich weiß, was dieser Vater durchgemacht hat.
Jesus erzählte auch die Geschichte eines Bauern mit 100 Schafen. Ein Schaf lief weg und ging verloren. Der Bauer ließ seine 99 Schafe zurück und suchte nach seinem verlorenen Schaf, bis er es fand und nach Hause brachte.
Heute habe ich eine Nachricht über ein junges Paar gelesen, das Urlaub auf Kangaroo Island vor der Küste Australiens gemacht hat. Sie hatten ihren einjährigen Dackel mitgenommen. Eines Tages lief ihre geliebte Valerie weg und verschwand im Busch.
Sie waren untröstlich und mussten nach fünf Tagen Suche ohne ihr Haustier nach Hause zurückkehren. Die Menschen auf der Insel waren sehr mitfühlend und zutiefst besorgt. Sie suchten über ein Jahr lang mit Videokameras und Drohnen.
Ein Bauer stellte eine Falle mit Futter auf, weil Valeries Besitzer befürchteten, dass ihr verwöhnter Haushund in der wilden Natur, wo Schlangen und andere Raubtiere eine ständige Gefahr darstellten, nicht überleben würde.
Schließlich geriet eine starke, muskulöse, kleine Hündin in die Falle. Der Bauer sah Valerie auf seiner Fernvideokamera und drückte den Knopf, um die Tür zu schließen und sie einzusperren.
Valeries Besitzer waren außer sich vor Freude, ihre Valerie zurückzubekommen. Sie hatten eine Hauskatze und zwei andere Hunde, aber sie liebten Valerie wie ihr eigenes Kind.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Joh 3,16 NLB
Wenn du keine persönliche Beziehung zu Gott, dem Vater, hast, möchte er dich zurückhaben. Er wird alles tun, um dein Vertrauen zu gewinnen.
(Jesus sagte…) „
Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte opfert sein Leben für die Schafe. Joh 10,11 NLB
Wenn du dir nicht sicher bist, ob du glaubst, bist du vielleicht wie Valerie, die kleine Hündin, die in Panik geriet und durchdrehte. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du mit Gott reden.
„Wenn du echt bist und mich wirklich liebst, dann hilf mir bitte, zu glauben.“
Gott will dir vergeben, dich lieben und für dich sorgen.
Wenn Christen dich gemobbt, missbraucht oder betrogen haben, dann war das nicht Gottes Werk.
Der Menschensohn ist nämlich gekommen, um Verlorene zu suchen und zu retten.« Lk 19,10 NLB
Montag, 6. Oktober 2025
Gottes Sehnsucht für Dich
Freitag, 3. Oktober 2025
Du Kannst Überall für Alle Beten
Ich las gerade ein Buch mit täglichen Andachten von Max Lucado, als mich seine Auslegung dieses Verses inspirierte.
Vor allem anderen fordere ich euch auf, für alle Menschen zu beten. Bittet bei Gott für sie und dankt ihm. 1. Tim 2,1 NLB
Er ermutigte mich, für die Menschen in meiner Umgebung zu beten.
Sofort kam mir der Name eines Mannes in den Sinn, der vor 60 Jahren in meiner Klasse war. Ich habe ihn im Internet gesucht und die Geschichte seiner erstaunlich erfolgreichen Karriere gelesen.
Da kein Hinweis auf den christlichen Glauben zu finden war, habe ich für ihn gebetet, dass er eine direkte persönliche Begegnung mit Jesus Christus haben möge. Man kann in diesem Leben alles haben und dennoch keine Hoffnung auf Ewigkeit.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber seine Seele verliert? Mk 8,36 NLB
Jesus sagte zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
Er wird ewig leben, weil er an mich geglaubt hat, und niemals sterben...« Joh 11,25–26 NLB
Jesus sagte zu ihm: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. Joh 14,6 NLB
Gott ist dein Schöpfer. Wenn du erfolgreich bist, dann deshalb, weil Gott dir Talente gegeben hat und du sie genutzt hast. Aber vergiss niemals, wer dir diese Fähigkeiten gegeben hat.
Ich habe für diesen Mann gebetet und bin sicher, dass Gott meine Gebete erhören wird.
Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden.
Denn wer bittet, wird erhalten. Wer sucht, wird finden. Und die Tür wird jedem geöffnet, der anklopft. Mt 7,7–8 NLB
Wenn du an Jesus glaubst, kannst du um Segen für dich selbst bitten, und Gott wird dir antworten.
Du kannst für deine Familie und Freunde beten, und Gott wird dir antworten.
Aber hör damit nicht auf.
Bete für alle Menschen. Aber das ist doch sicher unmöglich. Das stimmt.
Aber wenn ich spazieren gehe oder einkaufen bin, bemerke ich oft jemanden, der traurig oder gebrochen aussieht, und dann bete ich still für ihn. Ich bin mir sicher, dass ich, wenn ich in den Himmel komme, einige dieser traurigen und gebrochenen Menschen treffen werde, die meine Aufmerksamkeit erregt haben und für die ich gebetet habe.
Wenn du Jesus nachfolgst, unterschätze niemals die Kraft Gottes, deine kleinen Gebete zu erhören.
Donnerstag, 24. April 2025
Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Progressive und Konservative Christen
Einige Christen predigen ein soziales Evangelium.
Sie kümmern sich hauptsächlich um die Armen, Kranken und Benachteiligten.
Sie unterstützen progressive politische Parteien.
Sie wollen Gesetze, die Frauen gleiche Rechte und gleiche Löhne garantieren.
Sie wollen Flüchtlingen und ethnischen Minderheiten helfen.
Andererseits sind sie oft ziemlich vage, wenn es um das Leben nach dem Tod geht. Sie vermeiden es, über das ewige Gericht Gottes zu sprechen.
Dann gibt es einige Pfingstler, konservative Evangelikale und Fundamentalisten, die sich fast ausschließlich auf biblische Lehren über das ewige Gericht, die persönliche Erlösung, die zum ewigen Leben führt, sowie biblische Lehren über Sexualität, Ehe und Kinderkriegen konzentrieren.
Glaube ich, dass die Bibel von Gott stammt? Ja.
Glaube ich, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der am Kreuz die Strafe für meine Sünden bezahlt hat? Ja.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Joh 3,16 NLB
Denn Gott hat den sündlosen Christus genommen und unsere Sünden auf ihn gelegt. Dann hat er uns im Gegenzug Gottes Güte geschenkt! 2 Kor 5,21 (Übersetzt aus dem Englischen „The Living Bible.“)
Glaube ich an ein soziales Evangelium? Nein. Die gute Nachricht von Jesus ist das ewige Leben.
Wo wirst du die Ewigkeit verbringen? Das ist die wichtigste Frage, die es zu beantworten gilt.
Glaube ich an ein soziales Evangelium? Nein. Aber ich glaube auch nicht an ein asoziales Evangelium.
Jesus lehrte, dass wir Vergebung unserer Sünden brauchen, um in den Himmel zu kommen, aber er kümmerte sich auch intensiv um die leidenden Menschen in diesem Leben.
Jesus heilte kranke Menschen, weil er so viel Mitgefühl für sie empfand, dass es ihm das Herz brach. Er verlangte nicht, dass sie ihre Sünden bereuten, um geheilt zu werden, aber natürlich war er betroffen, wenn sie geheilt wurden, aber ihre Sünden nicht bereuten.
Konservative Christen, denen nur die ewige Erlösung und strenge moralische Regeln wichtig sind, haben teilweise Recht, liegen aber auch ganz daneben.
Progressive Christen, die sich um Menschen in Not kümmern, haben teilweise Recht, liegen aber oft auch teilweise falsch.
Jesus hat das Wesentliche des Gesetzes Gottes in zwei Geboten zusammengefasst.
Und du sollst den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft lieben.‹
Das zweite ist ebenso wichtig: ›Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.‹ Kein anderes Gebot ist wichtiger als diese beiden.« Mk 12,30–31 NLB
Wenn du andere Menschen so liebst wie Jesus, wirst du wollen, dass sie glauben und in den Himmel kommen, aber die Leute werden dir nicht glauben, dass du sie liebst, wenn dir ihre irdischen Bedürfnisse egal sind.
Wenn Leute sehen, dass konservative Christen nur über moralische Regeln und das ewige Gericht reden, denken sie oft, dass Christen nur über Liebe reden, aber nicht wirklich lieben.
Christliche Missionare in Indien predigten jahrelang einer Dorfgemeinschaft von der Erlösung, aber ohne Erfolg. Als die Christen ein Projekt organisierten, um die Gemeinde mit sauberem Wasser zu versorgen, wurden viele Hindus Christen.
Wenn Christen massive Steuererleichterungen für sehr reiche Leute unterstützen, aber gegen staatliche Programme für eine bezahlbare Gesundheitsversorgung sind, denken viele Leute, dass man konservative Christen nicht ernst nehmen sollte.
Sonntag, 24. Dezember 2023
So viele einsame Leute
Ich kenne eine halb blinde Witwe in unserer Nachbarschaft. Christliche Nachbarn besuchen sie und helfen ihr ab und zu. Ein anderer Nachbar geht spazieren mit ihr.
Eine andere Nachbarin ist eine hochbetagte Witwe. Eine christliche Frau besucht sie und bleibt stundenlang, weil sie sehr einsam und deprimiert ist.
Überall um uns gibt es einsame Leute.
Viele saufen, weil sie einsam sind.
Andere sind pornosüchtig, weil sie einsam sind.
Manche besuchen Bordellen, weil sie einsam sind.
Andere werden korpulent, weil sie Trost im Essen suchen, aber andere Menschen schauen auf sie herab und sie werden dadurch noch einsamer.
Viele Männer und Frauen haben das Begehren nach Sex mit vielen Partnern, aber das befriedigt ihre Einsamkeit nicht.
Auch in der Kirche sind oft sehr einsame Christen. Manche Pastoren haben keine engen Freunde.
Ein guter Pastor erzählte von einer Frau, die sehr aktiv in einer großen Gemeinde war. Sie sang im Chor.
Eines Tages ging sie nach Hause, nahm eine Pistole und erschoss sich.
Es gibt so viele Ersätze für echte Gemeinschaft.
Es gibt durstige Leute in armen Ländern, die kein frisches Wasser haben. Sie trinken schmutziges Wasser und werden krank.
Wahrscheinlich siehst du manchmal eine muslimische Frau mit bedecktem Kopf. Wie denkst du?
Viele Europäer reagieren sehr unfreundlich, weil wir von unfreundlichen Muslimen überschwemmt werden.
Aber Jesus liebt diese Frauen. Sie erleben oft Ablehnung von Europäern oder Mobbing von ihren Männern. Viele sind einsam. Sie brauchen Nächstenliebe.
Prostituierte sind selten allein, aber sie sind oft einsam. Sie brauchen echte Nächstenliebe.
Es gibt auch sehr reiche Leute, die mit einem Haufen Geld keine echte Freundschaft kaufen können.
Wenn du alle Mitmenschen mit Gottes Nächstenliebe betrachtest, wird Gott dir helfen, hier und da einen einsamen Menschen zu trösten.
In der Bibel waren Leprakranken sehr einsam. Sie durften keinen Kontakt zu Familien oder Freunden haben. Jesus berührte sie und heilte sie.
Jesus sagte, seine Jünger müssen einsamen Menschen mit Liebe helfen. Wer einem leidenden Menschen mit Gottes Liebe hilft, hilft Jesus selbst, weil Jesus solche Menschen liebt.
Dann wird der König zu denen auf seiner rechten Seite sagen: ›Kommt, ihr seid von meinem Vater gesegnet, ihr sollt das Reich Gottes erben, das seit der Erschaffung der Welt auf euch wartet.
Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war durstig, und ihr gabt mir zu trinken. Ich war ein Fremder, und ihr habt mich in euer Haus eingeladen.
Ich war nackt, und ihr habt mich gekleidet. Ich war krank, und ihr habt mich gepflegt. Ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht.‹ Mt 25,34–36 NLB
Und der König wird ihnen entgegnen: ›Ich versichere euch: Was ihr für einen der Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!‹ Mt 25,40 NLB
Für viele Leute ist Weihnachten die einsamste Zeit im Jahr. Wie kannst du jemanden trösten?
Bist du selbst einsam und allein? Vielleicht kannst du andere einsame Leute finden, und irgendwo Gemeinschaft finden. Gott liebt dich.
Donnerstag, 7. September 2023
Gottes Rettungsmission
Im Himmel werden wir keine Krankheit leiden. Niemand kann sterben. Da wird Friede, Freude und Liebe ewig herrschen.
Aber in dem letzten Buch der Bibel lese ich, dass Gott alle Tränen abwischen wird.
Ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: »Siehe, die Wohnung Gottes ist nun bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein.
Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen.« Offb 21,3–4 NLB
Warum werden wir weinen, wenn wir Jesus sehen und wir ewige Liebe und ewige Erfüllung vor uns haben?
Stell dir vor, du wirst von deiner sterblichen Existenz entrückt. Du bist in Gottes unmittelbarer Gegenwart. Du spürst seine überwältigende strahlende Liebe und du siehst seine liebevollen Augen.
Dann schaust du um dich herum. Du siehst geliebte Freunde und Angehörigen.
Aber dann suchst du einen geliebten Bruder oder Großmutter. Wo ist er? Wo ist sie? Du dachtest, sie wären gläubig, aber du findest jetzt, dass sie nie wirklich Gott liebten. Sie sind von Gott ewig getrennt. Du wirst sie nie mehr sehen.
Dann wirst du bitter weinen, aber Gott wird dich trösten.
Gott will alle Menschen retten, aber nicht alle wollen Gott vertrauen. Gott selbst empfindet tiefen Kummer. Dein Kummer ist auch Gottes Kummer.
Ein echter Christ sehnt danach, alle um sich zum Glauben zu führen.
Es gibt Christen, die immer fanatisch predigen und missionieren. Wenn wir an die ewige Realität denken, ist das verständlich, aber dieser Ansatz ist oft nicht wirksam.
Wir müssen für die Führung des Heiligen Geistes offen sein, weil Gott allein versteht, wie er jeden Menschen mit seiner Liebe erreichen kann.
Vor allem müssen wir beten. Unsere Fürbitte kann Gottes Hand freisetzen. Gott will alle retten, aber er hat uns berufen, als seine Partner in dieser Rettungsmission durch Gebet involviert zu sein.
Wir wollen Gottes Wahrheit erklären, aber ohne Gnade und Nächstenliebe kann selbst Gottes Wahrheit abstoßen.
Lass Gottes Liebe deine Seele durchdringen und verwandeln, damit alle um dich herum Gottes Liebe durch dich wahrnehmen.
Dienstag, 5. September 2023
Kraft für das Christliche Leben
Last uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten. Gal 6,9 SLT
Echte Christen wollen immer Jesus nachfolgen, Gott dienen und anderen helfen. Das soll selbstverständlich sein, aber es ist nicht so einfach.
Es gibt Christen, die alle Erwartungen ihrer Familie, Kollegen und Vorgesetzten oder Pastoren erfüllen müssen. Sie fühlen sich verpflichtet, niemals nein zu sagen. Sie werden wie Aschenputtel, überwältigt von Pflichten, ausgelaugt und ohne Freude.
Sie sind im Gutestun extrem ermüdet, aber Paulus sagt, wir sollen im Gutestun nicht ermüdet werden. Etwas ist schiefgegangen.
Aber Paulus sagte auch, dass Gott uns Kraft gibt, alles zu tun.
Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus. Phil 4,13 SLT
Aber das funktioniert nur, wenn man erkennt, was man machen soll, und was man nicht machen soll.
Petrus erhielt den Ruf, Missionar zu werden, aber er musste seine Arbeit als Fischer aufgeben. Er konnte nicht beides tun.
Vor ein einigen Jahren habe ich als Sprachlehrer gearbeitet. Ich war in einer guten Kirche, die jeden Freitag nach der Abendversammlung im Rotlichtviertel auf der Straße missionierte. Es war ein guter Dienst, und ich machte mit.
Aber dann war ich am Samstag müde. Mir wurde klar, dass meine Berufung darin bestand, über Blogs und soziale Medien im Internet zu missionieren. Ich konnte nicht als Lehrer arbeiten, auf die Straße gehen und gleichzeitig für Gott lesen und schreiben.
Dann habe ich die Straßenmission aufgegeben.
Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus. Phil 4,13 SLT
Ich vermag nicht alles, was ich tun könnte, sondern alles, wozu Jesus mich beruft.
Montag, 31. Juli 2023
Nicht schnell reagieren.
Ich gerate oft in Schwierigkeiten, wenn ich meine Meinung sage. Es kann eine Tugend oder ein Laster sein, mutig seine Meinung zu sagen.
Wenn ich mich über Ungerechtigkeit, Unehrlichkeit oder Korruption aufrege, kann das gut sein. Jesus hat es getan. Aber es kann Menschen verärgern. Das ist nicht unbedingt schlecht. Jesus hat die Menschen heftig herausgefordert.
Aber alles hat seine Zeit. Ich kann mich äußern und wichtige Beziehungen beschädigen.
Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Joh 16,12 LUT84
Wenn ich mich aufrege, muss ich innehalten, darüber nachdenken, mit wem ich spreche, und entscheiden, was ich dieser Person in dieser Situation sagen oder nicht sagen sollte.
Ich kann einfühlsam sein und das ist gut. Wenn ich Ungerechtigkeit sehe, empfinde ich Entrüstung, weil ich das Leiden der Opfer spüre.
Aber wie, wo und wann soll ich meine Entrüstung äußern? Das ist eine ganz andere Frage.
Liebe Freunde, seid schnell bereit, zuzuhören, aber lasst euch Zeit, ehe ihr redet oder zornig werdet.
Denn menschlicher Zorn kann niemals etwas hervorbringen, das in Gottes Augen gerecht ist. Jak 1,19–20 NLB
Auch wenn mein Urteil gerecht ist, muss ich Gottes Rat suchen. Vielleicht reicht ein schnelles Gebet, ohne meinen Mund zu öffnen. Dann kann Gott mich beraten, wie ich antworten soll.
Wenn jemand unter euch Weisheit braucht, weil er wissen will, wie er nach Gottes Willen handeln soll, dann kann er Gott einfach darum bitten. Und Gott, der gerne hilft, wird ihm bestimmt antworten, ohne ihm Vorwürfe zu machen. Jak 1,5 NLB
Ich höre natürlich wahrscheinlich keine Stimme vom Himmel, aber der Heilige Geist in mir kann mir helfen, klar und klug zu denken.
Es gibt zwei extreme und ungesunde Tendenzen. Es gibt Menschen, die immer alle Konfrontation vermeiden. Solche Menschen können Waschlappen sein.
Dann gibt es streitsüchtige Besserwisser und Rechthaber. Das ist Stolz. Solche Reaktionen stören notwendige Beziehungen.
Ich bin oft versucht, unangemessen zu reagieren, wenn ich mich zu Unrecht beschuldigt fühle. Dann muss ich mich bremsen und um Weisheit und Einsicht bitten.
Für alles ist eine bestimmte Zeit; und es ist eine Zeit für jedes Anliegen unter den Himmeln: Koh 3,1 BidF
Nicht nur sind Wahrheit und Gerechtigkeit wichtig, sondern auch Gnade und Timing.
Dienstag, 23. Mai 2023
Kulturkämpfer oder Menschenfischer?
Und Jesus sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen! Mk 1,17 LUT84
Menschenfischer retten Sünder, denn wir alle sind ohne Jesus Sünder und brauchen seine Rettung und Vergebung.
Wie hat Jesus gegen Sünde gekämpft? Er predigte nicht gegen Prostitution oder Saufen. Er wurde als Freund der Sünder verleumdet.
Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt; so sagen sie: Siehe, was ist dieser Mensch für ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder! Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden aus ihren Werken. Mt 11,19 LUT84
Paulus hat in dem heidnischen römischen Reich missioniert. Da gehörte Homosexualität und Sklaverei zu der Weltordnung, die nicht infrage gestellt wurde.
Unter den Griechen und Römern wurden viele Ehefrauen so unterworfen, wie heute in manchen sehr gesetzlichen islamischen Kulturen.
Wie in manchen Kulturen heute schaute man auf Frauen und Mädchen herab. Ein wohlhabender römischer Familienvater befahl seiner schwangeren Frau, sie musste ihr Baby behalten, wenn es ein Junge war, aber wenn es ein Mädchen war, sollte sie es draußen in der Kälte sterben lassen.
Die weiblichen Babys wurden dann von Menschenhändlern sozusagen geerntet und als Sklaven und Zwangsprostituieren erzogen.
Es war undenkbar, dass seine Frau nicht gehorchen sollte. Die Familie war eine männliche Diktatur.
Wenn wir die Predigten von Paulus in der Apostelgeschichte lesen, sehen wir kein Wort darüber. Paulus war ein Menschenfischer und kein Kulturkämpfer.
Die Berufung von Paulus war, Menschen zu retten und christliche Gemeinde zu gründen, nicht das römische Reich umzustürzen.
Heute werden Babys nach 8 Monaten Schwangerschaft ans Licht gebracht und dann umgebracht.
Das nennt man Teilgeburtsabtreibung. Sollen wir das befürworten? Natürlich nicht.
Aber wenn die nicht mehr christliche Welt nur unsere Proteste gegen Gendermainstreaming und Abtreibung hört, werden wir als Pharisäer verurteilt und nicht ernst genommen.
Wir müssen Jesus darstellen, wie er war und wie er ist. Jesus als Mensch auf der Erde sorgte für die Armen, Behinderten, Kranken und auch psychisch Kranken.
Er war auch mit verachteten Sündern freundlich. Wenn wir nicht so denken und handeln wie Jesus, werden wir als rechthaberische Pharisäer angesehen.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten. Joh 3,16–17 NLB
Freitag, 13. Januar 2023
Segne deine Feinde
Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch beschimpfen! Lukas 6,28 EÜ
Das kann so hart sein. Stell dir vor, du wärst ein Opfer der Nazis in dem Krieg. Würdest du für die führenden Nazis beten?
Nach dem Krieg wurden manche der schlimmsten Nazi-Verbrecher von den Alliierten hingerichtet.
Die zivilisierten Amerikaner haben gute deutschsprachige Kapläne als Seelsorger versehen.
Manche Nazis haben Buße getan und starben als vergebene Sünder.
Hitlers Außenminister, Von Ribbentrop, sprach kurz vor seiner Hinrichtung mit seiner Frau und flehte aus tiefstem Herzen, dass ihre Kinder christlich erzogen werden sollten.
Der erste christliche Märtyrer war der Diakon Stephanus, der von den ungläubigen jüdischen Leitern gesteinigt wurde.
Während sie ihn steinigten, betete Stephanus: »Herr Jesus, nimm meinen Geist auf.«
Und kniend rief er: »Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!« Mit diesen Worten starb er. Apostelgeschichte 7,59–60 NLB
Einer der verbissenen Verfolger von Stephanus war Saulus, ein fanatischer Pharisäer.
Gott beantwortete das Gebet des Stephanus auf erstaunliche Weise mit der Bekehrung und dem erstaunlichen Wirken des Saulus, der später als Apostel Paulus hervortrat.
Wenn wir für böse Menschen beten, werden nicht alle umkehren, aber wir wissen nie, wer durch unsere Gebete errettet wird.
Freitag, 16. September 2022
Die Augen deines Herzens
In der Bibel ist das Herz nicht nur eine fleischliche Blutpumpe.
Das Herz wird in der Heiligen Schrift meistens im übertragenen Sinn als Sitz der Zuneigungen und des Verständnisses erwähnt, vor allem aber als Sitz des Willens und der Entscheidungen.
Arend Remmers, “Herz,” Lexikon Biblische Bilder Und Symbole (Hückeswagen: Christliche Schriftenverbreitung, 2014), 87.
Wir leben im Zeitalter der Wissenschaft. Lange Zeit dachte man, dass diese biblische Idee nur symbolisch sei, aber seit einigen Jahrzehnten haben Chirurgen durch Herztransplantationen viele Leben gerettet.
Erstaunlicherweise haben viele Patienten nicht nur neue Herzen bekommen. Manche Patienten wurden irgendwie anders.
Eine Frau fing an, ein Geschmack für Bier und Motorräder zu haben. Sie fing auch an, wie ein Mann zu laufen. Es stellte heraus, dass ihr neues Herz von einem Mann kam, der Bier und Motorräder liebte.
Jesus sprach von guten und schlechten Herzen, aber das war keine Rede von körperlicher Gesundheit oder Krankheit.
Glückselig sind die, die ein reines Herz haben. Denn sie werden Gott sehen. Matthäus 5,8 BB
Das Wort „sehen“ kann auch zwei Bedeutungen haben. Wer ein reines Herz hat, wird Gott mit dem inneren Auge des Glaubens sehen. Wer aber Gott durch den Glauben wahrnimmt, wird im nächsten Leben Gott wirklich im Himmel sehen.
Jesus spricht auch von schlechten Herzen.
Denn aus dem Herzen der Menschen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, verbotene sexuelle Beziehungen, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Verleumdungen. Matthäus 15,19 BB
Paulus schrieb von den Augen des Herzens.
Er (Gott) erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt. Epheser 1,18 EÜ
Jesus sprach nicht nur von guten und schlechten Herzen, sondern auch von guten und schlechten Augen.
Die Lampe des Leibes ist das Auge; wenn nun dein Auge klar ist, so wird dein ganzer Leib licht sein;
wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß die Finsternis! Matthäus 6,22–23 ELB
In den letzten Monaten habe ich Probleme mit meinen Augen gehabt. Ich brauchte wegen Graustar Operationen in beiden Augen. Es lief mit dem linken Auge problemlos, aber nach der OP im rechten Auge hatte ich eine massive Entzündungsreaktion.
Seitdem brauche ich intensive Betreuung, aber Gott sei Dank wird das rechte Auge immer besser. Ich bin dankbar, dass es OK sein wird.
Meine Sehkraft mit meinem rechten Auge wird nach und nach besser. Gestern habe ich mein rechtes Auge getestet. Ich schließ mein linkes Auge und schaute ein Foto an. Es war meine geliebte Großmutter als schöne junge Frau.
Meine Sehkraft war nur ein bisschen verschwommen, aber ich sah hässliche dunkle Schatten unter ihren Augen. Sie sah nicht mehr schön aus.
Wie siehst du dich selbst?
Es gibt so viele sehr schöne Frauen, die von anderen bewundert werden, aber sie haben mehrmals Schönheitsoperationen, weil sie mit sich selbst nie zufrieden sind.
Es gibt schöne junge Frauen, die davon überzeugt sind, dass sie fett und hässlich sind. Sie hungern absichtlich, bis sie sterben.
Was deine Augen sehen, wird in deinem Herz geprägt. Wenn du immer wieder Porno anschaust, wirst du Frauen nicht mehr respektieren.
Aber es geht nicht nur darum, was man sieht, sondern mit welcher Einstellung man etwas sieht.
Ein pornosüchtiger Mann schaut sich ständig weibliche Körperteile an und sein Herz wird verunreinigt. Ein aufrichtiger Frauenarzt sieht sich auch viele weibliche Körperteile an, und er bleibt unverdorben.
Einen älteren Mann sollst du nicht grob behandeln, sondern ihm zureden wie einem Vater. Mit jüngeren Männern rede wie mit Brüdern,
mit älteren Frauen wie mit Müttern, mit jüngeren wie mit Schwestern, in aller Zurückhaltung! 1. Timotheus 5,1–2 EÜ
Wie gehst du mit anderen um? Es geht nicht nur darum, wie du dich benimmst, sondern wie du deine Mitmenschen in deinem Herz wahrnimmst.
Wer ein gutes Herz hat, kann alle Mitmenschen als Brüder oder Schwestern betrachten und entsprechend handeln.
Samstag, 26. März 2022
Wem kannst du helfen?
Eine ukrainische Frau flieht mit zwei Kindern, ihrem eigenen Kind und dem Kind ihrer Schwester. Ihre Schwester musste hinausgehen, um Wasser zu holen, aber sie kam nicht zurück.
Unterwegs zur ungarischen Grenze sah sie ein Waisenkind mit seinen toten Eltern am Straßenrand. Sie nahm auch dieses Kind mit. Dann sah sie noch ein verlorenes Kind und brachte endlich vier Kinder zu der ungarischen Grenze.
Diese Frau hatte nichts. Sie hatte alles verloren, aber sie hatte ein offenes Herz für verlorene Kinder.
Oskar Schindler war während des Zweiten Weltkriegs ein reicher Geschäftsmann. Trotz seiner Mitgliedschaft in der Nazipartei war er kein böser Mensch. Er nutzte seine Fabriken, um Juden zu beschäftigen, damit sie nicht in einem KZ sterben mussten.
Egal wer du bist, egal was du hast oder nicht hast, kannst du Mitmenschen helfen und Leben retten.
Jesus sagte:
Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!
Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Matthäus 25,34–35 LU
Wer Jesus liebt und den geringsten Mitmenschen in tiefer Not hilft, hilft Jesus selbst, den Jesus leidet mit den leidenden Menschen.
War die ukrainische Frau gläubig? Ich weiß nicht.
War Oskar Schindler Christ? Vielleicht nicht.
Aber sollen wir selbstgefällig religiös leben, weil wir aus Glaube errettet werden, und nicht durch gute Werke?
Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann ihn denn dieser Glaube retten?
Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt,
und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen?
So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot. Jakobus 2,14–17 SLT
Donnerstag, 3. Februar 2022
Gottes Verborgene Schätze
»Gottes himmlisches Reich ist wie ein verborgener Schatz, den ein Mann in einem Acker entdeckte und wieder vergrub. In seiner Freude verkaufte er sein gesamtes Hab und Gut und kaufte dafür den Acker mit dem Schatz. Matthäus 13,44 HfA
Ich kenne einen Mann, der mir eine lustige Geschichte erzählte. Er besuchte regelmäßig ein Bordell. Seine Frau saß im Auto draußen, bis er zurückkam.
Er war eigentlich Arzt, und er musste die Prostituierten regelmäßig untersuchen und betreuen.
Stell dir vor, ein solcher Arzt würde eine Zwangsprostituierte aufdecken, und sie flehte um Hilfe. Sie ist ein verborgener Schatz in einem dreckigen Feld.
In dieser Situation muss der Arzt geheime Pläne schmieden, um diese Frau zu retten. Das könnte für ihn gefährlich werden. Er muss opferbereit sein.
Ein bekannter Evangelist erzählte, wie der Heilige Geist ihm einmal sagte, er musste das Bordell um die Ecke besuchen. Das war undenkbar. Er sollte seinen Ruf riskieren.
Im Bordell fand er eine Frau aus einem armen Land. Sie wurde betrogen mit falscher Hoffnung, einen guten Job in Deutschland zu finden. Der Evangelist half ihr, zu ihrem Mann und ihren Kindern in ihrer Heimat zurückzukehren.
Rees Howells war ein walisischer Mann, der in der berühmten walisischer Erweckung von Gott mächtig gesegnet wurde.
In späteren Jahren wurde Rees Howells zu einem großen Mann Gottes und spielte eine entscheidende Rolle als Fürbitter während des Zweiten Weltkriegs, aber Rees Howells musste klein anfangen, und Gottes Wege lernen.
Gottes Herz brennt für gebrochene Menschen.
Will Battery war ein junger Mann, der durch eine Hirnhautentzündung chronisch geschwächt war. Er griff in seiner Verzweiflung nach Alkohol. Er schlief nicht mehr in seinem Bett zu Hause. Er war beschmutzt und ruiniert. Der Heilige Geist gab Rees Howells eine brennende Liebe für diesen erbärmlichen Mann.
Rees Howells kümmerte sich drei Jahre lang um diesen gebrochenen Mann. Er verbrachte viele Stunden seiner Freizeit mit ihm, bis er schließlich sein Leben Jesus anvertraute und Schritt für Schritt lernte, ein gesundes Leben zu führen.
Um uns herum sind verborgene Schätze, verlorene Menschen, die unseren Beistand und Hilfe brauchen. Sie sind keine Heiligen, aber sie sind in Gottes Augen verlorene Schätze.
Samstag, 16. Oktober 2021
Von AIDS Geheilt
Ein Junge in Südamerika was das älteste Kind in seiner Familie. Er hatte keine Brüder, nur jüngere Schwester. Seine Mutter starb.
Sein Vater musste hart arbeiten und kam immer müde nach Hause. Der Junge musste die Arbeit der Mutter übernehmen, und er erfüllte die Rolle einer tüchtigen Hausfrau und Mutter.
Als Teenager spürte er keine männlichen Triebe. Seine Identität war eher weiblich. Er sah schön aus und für schwule Männer war er sehr begehrenswert. Er wurde als weiblicher Homosexueller mit Männern involviert und dann wurde er homosexueller Prostituierter.
Dann wurde er mit AIDS infiziert. Es wurde immer schlimmer bis er im Krankenhaus war. Er musste bald sterben, aber er erlebte kein menschliches Mitgefühl.
Grausame Leute besuchten die AIDS Station, aber nicht zu trösten, sondern die sterbenden schwulen Männer zu belachen und verspotten.
Aber dann kam eine christliche Frau, die ganz anders war. Sie ging zu dem Jungen und sprach mit Gottes Liebe.
„Jesus liebt dich. Du bekommst bald deine letzte Bluttransfusion. Jesus wird dich heilen und alles vergeben.“
Der Junge glaubte und wurde geheilt und errettet.
Seine Heilung löste bei Patienten, Krankenschwestern und Ärzten Erstaunen aus. Viele bekehrten sich zu Jesus und die neu bekehrten Christen in der Klinik wurden zu einer neuen Gemeinde.
Ich hörte dieses Zeugnis von dem jungen Mann selbst vor etwa zwanzig Jahren auf einer Kassettenband.
Er erzählte, wie er stark im Glauben wurde, wie sein Zeugnis bei vielen Homosexuellen und Prostituierten neue Hoffnung, Glauben und Heilung erweckt hatte.
Er erzählte, wie er dazu gekommen war, dass Gott nach und nach seine Gefühle und seine Identität geändert hatte. Er fing an, sich als Mann zu verstehen, und er verliebte sich in einer Frau, und wurde Ehemann.
Seine Stimme war immer noch süß und sanft und keineswegs männlich, aber für Gott sind Geschlechterstereotype nicht wichtig.
Gott liebt dich gerade wie du bist, und nicht wie andere dich verstehen oder missverstehen.
Hier sind einige Bibeltexte, die dich ermutigen könnten.
Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, er verbindet ihre Wunden. Psalm 147,3 ELB
Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; Jesaja 61,1 LU
Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden! 2. Korinther 5,17 SLT
Samstag, 9. Oktober 2021
Mit Jesus Überwinden
Wir alle haben Schwierigkeiten im Leben.
"Be pitiful, for every man is fighting a hard battle." Ian Maclaren, 1897
(Sei mitfühlend, denn jeder kämpft einen harten Kampf.)
Ich bin einer, der gerne hilft. Es freut mich, wenn ich jemandem beistehen kann.
Aber ich bin nicht immer das Vorbild der Nächstenliebe.
Ich bin einer, der gerne liest, gerne denkt und gerne von meinen Ideen spricht. Das ist meine Gabe von Gott. Deshalb bin ich ein Blogger.
Aber meine Stärke ist oft auch meine Schwäche.
Meine Tochter wollte einst mit mir sprechen, aber ich hörte sie nicht. Ich war in meiner Gedankenwelt verloren.
Sie sagte: „Papa besucht gerade den Mond.“
Ich kann auch in Gesprächen ungeduldig sein, weil ich etwas sagen will. Was sagt die Bibel dazu?
Ihr wisst doch, meine geliebten Brüder: Jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn!
Denn eines Mannes Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit. Jakobus 1,19–20 ELB
Meine Neigung ist, meine Stimme hören zu lassen. Das kann gut sein, aber auch selbstsüchtig. Manche sind zurückhaltend, wenn sie sprechen sollen. Ich bin nicht so einer.
Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben.
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind.
So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Matthäus 5,14–16 SLT
Wir müssen Gottes Licht in unserem Leben strahlen lassen, aber wir müssen oft unsere schwache menschliche Natur überwinden, damit Jesus in unserem Leben sichtbar wird.
Heute muss ich meine Frau mitfühlend zuhören. Heute muss ich geduldig und mitfühlend zuhören.
Wer überwindet, der wird alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Offenbarung 21,7 SLT
Wer Jesus nachfolgen will, muss jeden Tag seine Gottesgaben umsetzen und seine eigenen menschlichen Schwächen überwinden.
Jesus verspricht, dich und mich ewig zu belohnen, wenn wir mit seiner Gnade überwinden.
Welche Schwierigkeit kannst du heute überwinden? Jesus will dir damit helfen.
Wie kannst du heute jemandem helfen? Wie kannst du heute ein Ermutiger sein?
Montag, 6. September 2021
Was ist dein Fundament?
Gott ist unser Schöpfer. Er hat einen Bauplan für dein Leben. Dein Leben ist Gottes Baustelle, aber du bist kein passives Instrument in Gottes Händen. Gott wird dein Leben nicht ohne deine aktive Beteiligung bauen.
Wir müssen unser Leben mit der Führung des Heiligen Geistes gestalten.
Denn die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes. Römer 8,14 EÜ
Die Führung durch den Heiligen Geist basiert immer auf Jesus und seinen Lehren.
Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Matthäus 7,24 EÜ
Jesus warnte uns auch vor turbulenten Zeiten und schweren Prüfungen, die unser Leben bedrohen würden, dass unser Leben wie ein Haus in einem schrecklichen Sturm erschüttert werden würde.
Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Matthäus 7,25 EÜ
Jesus lehrte, dass wir unseren Nächsten lieben müssen.
Als Christen müssen wir alle Christen lieben, auch wenn sie ganz unterschiedliche politische oder theologische Überzeugungen haben, auch in Kriegszeiten, wo manche Christen Soldaten auf der anderen Seite sind.
In den letzten 120 Jahren hat der Teufel allerlei Konflikte entfacht, um Misstrauen und Hass zwischen Christen anzustiften.
Schon im Ersten Weltkrieg waren viele Christen auf beiden Seiten beteiligt. Die Hasspropaganda auf beiden Seiten war furchtbar teuflisch. Auch Christen wurden davon beeinflusst und seelisch vergiftet.
In Irland haben wir seit hundert Jahren schrecklichen Hass zwischen Katholiken und Protestanten gesehen. Nicht alle, die sich als Christen bezeichnen, gehören zu Jesus, aber selbst gottesfürchtige Christen werden oft in solchen Situationen hin- und hergerissen.
In Amerika wurde Martin Luther King von vielen Christen als Held des Glaubens bewundert, aber viele konservative weiße Christen haben ihn verworfen. Werden all diese weißen Rassisten in der Hölle landen? Das glaube ich nicht. Gottes Gnade ist unermesslich, aber dieser Konflikt hat schrecklichen Schaden angerichtet.
In letzter Zeit haben wir in den USA einen erbitterten politischen Kampf zwischen Konservativen, die auf der Seite von Donald Trump stehen, und anderen Christen, die gegen Trump waren, erlebt. Viele aufrichtige Christen sind auf beiden Seiten. Christliche Bruderliebe ist oft schwer zu finden.
In Großbritannien tobt immer noch ein politischer Kampf wegen Brexit. Lebenslange Freundschaften sind wegen politischer Meinungsunterschiede zusammengebrochen. Es gibt viele Christen auf beiden Seiten.
Jetzt hört man mehrmals täglich von Coronavirus, Covid, Pandemie, Impfstoff, Lockdown und Quarantäne. Es gibt viele Christen, die Lockdowns und Impfung für vernünftig und notwendig halten. Es gibt andere Christen, die Lockdowns, Teste und Impfstoff für teuflisch halten.
Was ist dir wichtiger, deine politische Überzeugung oder deine Liebe und Respekt für alle Christen?
Wenn du mit einem Christen sprichst, dessen Überzeugungen ganz anders sind, siehst du deinen Gesprächspartner als Widersacher und Feind, oder als Bruder (bzw Schwester), der anders denkt?
Wenn du Nachrichten liest, und du denkst an Verschwörungen, die vom Antichrist kommen könnten, fokussierst du auf den Antichristen oder auf die Verheißung Gottes, dass Jesus zurückkommt?
Donnerstag, 19. August 2021
Beten mit Kraft für Nichtchristen
Richard Wurmbrand war ein Prediger in Rumänien. Er wurde unter der Nazi Besatzung verfolgt, aber dann wurde es unter den Kommunisten noch schlimmer.
Als die russische Armee eintraf, war das eigentlich keine Befreiung für die Christen, aber Richard Wurmbrand missionierte furchtlos. Er versuchte selbst die russischen Offiziere für Jesus zu gewinnen.
Ein russischer Offizier leugnete, dass er an Gott glaubte, aber mit Gottes Weisheit konnte Richard Wurmbrand diesen Atheismus durchschauen.
„Aber im Notfall beten Sie trotzdem, oder?“
Der Kommunist war erwischt und verlegen.
„Als wir in Stalingrad belagert und umzingelt waren, haben wir alle gebetet.“
Als meine Mutter 70 Jahre alt und noch gesund war, wollte sie meine Gebete nicht ernst nehmen, aber mit 76 Jahren war sie dem Tod nahe. Dann war sie sehr dankbar für meine Gebete und sie starb in Frieden mit Gott.
Zwischen 1982 und 2000 hat Argentinien eine mächtige Erweckung erfahren. Einer der prominenten Prediger in dieser Erweckung war Ed Silvoso.
Ed Silvoso erklärte, dass viele Christen wollen für Ungläubigen beten, aber ohne mit den Ungläubigen offen zu sprechen. Sie haben Angst, dass Gott diese Gebete nicht erhören könnte und dann würde ihr Glaube als schwach und nutzlos erscheinen.
Ed Silvoso begann im Alter von 16 Jahren mit der Missionsarbeit.
Nach vielen Jahren hat er gelernt, dass viele Nichtchristen unsere Hilfe durch Gebet zu schätzen wissen, auch wenn sie keine Ergebnisse erwarten und vielleicht nicht einmal eine klare Vorstellung von Gott selbst haben.
Wenn wir unsere Kollegen oder Nachbarn fragen, ob wir für sie beten sollen, sind sie oft dankbar für unsere Nächstenliebe. Wenn sie erfahren, dass Gott sie erhört, kann sein Eingreifen den Glauben erwecken.
Einst sprach ich mit einer Hexe. Ich versuchte sie für Jesus zu gewinnen, aber das Gespräch war sehr schwierig. Sie hatte eine listige Antwort für alles.
Endlich war es mir klar, dass ich nicht weiter streben sollte. Ich bat Gott um Weisheit, wie ich das Gespräch beenden sollte, und Gott gab mir die richtigen Worte.
Ich sagte ihr, „Ich werde beten, dass Jesus Sie in einem Traum heimsucht.“
Ihre dämonische Kraft konnte diesen Angriff vom Heiligen Geist nicht widerstehen. Plötzlich sah ich Furcht und Unsicherheit in ihren Augen.
Deine Gebete haben eine Kraft, die selbst die Dämonen einschüchtert.
Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden!
Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden. Matthäus 7,7–8 ELB
Mittwoch, 18. August 2021
Wie wir für andere beten können
Eine hochstehende Stadträtin in einer kanadischen Stadt war eine Frauenrechtsaktivistin. Sie befürwortete Abtreibung, und sie wollte auch Prostitution legalisieren.
Pastoren in ihrer Stadt besuchte sie, um ihre christliche Sichtweise zu erklären, aber sie wollte nicht zuhören.
Als die Pastoren eintraten, sagte sie fast aggressiv, „Ich möchte, dass
Sie wissen, dass ich Feministin bin.“ Positiver Austausch war unmöglich.
Beim Abschied sagte der leitende Pastor: „Wir möchten gerne für Sie beten. Wie können wir beten?“
Die Atmosphäre änderte sich dramatisch und sofort. Die Stadträtin war wirklich berührt.
„Beten Sie, dass ich als Beamter gute Arbeit leiste.“
Die Pastoren beteten auf genau dieselbe Weise. Nach und nach änderte sich die Denkweise der Beamtin. Sie erkannte die negativen Folgen der legalisierten Prostitution, und auch ihre Haltung zur Abtreibung änderte sich etwas.
Hier sehen wir ein Prinzip, das in dem irdischen Dienst von Jesus zu sehen ist.
Zwei Blinden saßen am Straßenrand und flehten um Hilfe von Jesus. Wie hat Jesus reagiert. Er hat nicht Buße gepredigt. Er stellte eine Frage.
Und Jesus blieb stehen und rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll?
Sie sagen zu ihm: Herr, dass unsere Augen geöffnet werden.
Jesus aber, innerlich bewegt, rührte ihre Augen an; und sogleich wurden sie sehend, und sie folgten ihm nach. Matthäus 20,32–34 ELB
Wenn wir die Sehnsüchte und Bedürfnisse unsere Mitmenschen ernst nehmen und für sie auf diese Weise beten, verstehen sie, dass wir sie respektieren und lieben, und oft fangen sie an, Gottes Realität und Liebe zu vernehmen.
Es gibt Menschen, die keine Predigt und kein Zeugnis hören wollen, aber sie haben Probleme in ihrer Arbeit oder in ihrer Familie.
Vielleicht haben sie Kopfschmerzen. Wenn wir ihre Probleme ernst nehmen und für ihre Probleme beten, werden wir oft wunderbare Resultate sehen.
Montag, 16. August 2021
Nur Gott Darf Urteilen
»Urteilt nicht über andere, damit Gott euch nicht verurteilt.
Denn so wie ihr jetzt andere richtet, werdet auch ihr gerichtet werden. Und mit dem Maßstab, den ihr an andere anlegt, werdet ihr selbst gemessen werden. Matthäus 7,1–2 HfA
Was soll das bedeuten? Sollen wir denn alle Sünde schönreden? Sollen wir vermuten, ein sadistisches Monster sei geisteskrank, weil wir nicht glauben wollen, dass Menschen absichtlich böse sein würden?
Wenn ein Mann (oder eine Frau) Kinder missbraucht, sollen wir ihn völlig entschuldigen, weil er selbst als Kind missbraucht wurde?
Sind Menschen grundsätzlich gut oder böse?
Die Bibel lehrt, dass die ersten Menschen gut waren, aber einen falschen Weg nahmen. Seitdem ist unsere DNA verdorben worden. Wir alle haben eine Tendenz zum Bösen.
Aber das ist nur ein Aspekt der Realität. Die meisten Menschen haben auch eine Neigung zum Guten, wenn auch nicht makellos.
Die meisten Eltern lieben ihre Kinder. Die meisten Menschen bewundern Faulheit, Korruption, Diebstahl und Mord nicht.
Jesus lehrte, wir müssen zwischen Gut und Böse unterscheiden, aber wir müssen keinen Menschen verachten.
Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt, und sie sagen: Siehe, dieser Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder! Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden aus ihren Werken. Matthäus 11,19 LU
Wir müssen die Realität der Sünde klar erkennen. Ansonsten werden wir diese verdorbene und oft chaotische Welt keineswegs verstehen.
Aber du musst auch verstehen, dass wir alle in Gottes Ebenbild geschaffen sind. Sonnst, wirst du andere Menschen oder vielleicht dich selbst verachten.
Es heißt bei euch: ›Liebe deinen Mitmenschen und hasse deinen Feind!‹
Doch ich sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen! Matthäus 5,43–44 HfA
Wir müssen zwischen Gut und Böse unterscheiden, aber wir dürfen kein menschliches Wesen hassen oder verachten. Hass und Verachtung sind unvereinbar mit der Liebe zum Nächsten.
Die Menschen haben es gelernt, wilde Tiere, Vögel, Schlangen und Fische zu zähmen und unter ihre Gewalt zu bringen.
Aber seine Zunge kann kein Mensch zähmen. Ungebändigt verbreitet sie ihr tödliches Gift.
Mit unserer Zunge loben wir Gott, unseren Herrn und Vater, und mit derselben Zunge verfluchen wir unsere Mitmenschen, die doch nach Gottes Ebenbild geschaffen sind. Jakobus 3,7–9 HfA
Hier sehen wir die zwei Aspekten der menschlichen Natur deutlich erklärt. Wie neigen zum Bösen, weil unsere Herzen verdorben sind, und aus unseren verdorbenen Herzen verfluchen wir unsere Mitmenschen.
Andrerseits sind diese Mitmenschen immer noch als Gottes Ebenbild geschaffen. Kein Mensch ist hundert Prozent Teufel. Selbst Adolf Hitler hat einige jüdischen Kameraden vom Ersten Weltkrieg geschont.
Nach dem Krieg haben einige sehr bösen Nazis Buße getan.
Wir müssen nicht voreilig urteilen.
Ein Manager, ein Lehrer oder ein Pastor kann sehr autoritär sein und herrscht vielleicht überheblich oder manchmal grausam. Aber vielleicht ist er grundsätzlich kein Heuchler oder Monster.
Vielleicht hat er ein Minderwertigkeitskomplex.
Das bedeutet nicht, dass wir grausame Leiterschaft akzeptieren sollen.
Das bedeutet nicht, dass wir keinen Selbstrespekt haben dürfen, oder dass wir uns nie wehren sollen.
Es gibt Menschen, die auf schreckliche Weise missbraucht wurden. Sie werden aggressiv, weil sie durch schmerzhafte Erfahrungen ein Weltbild gelernt haben, dass man entweder stark sein oder zum Opfer werden muss. Sie haben kein Konzept für sanften gegenseitigen Respekt. Das ist nicht Teil ihrer Lebenserfahrung.
Du siehst ein Mädchen in der Kirche, das unanständig gekleidet ist. Du denkst, sie will die sexuelle Aufmerksamkeit von Jungen auf sich ziehen, aber es kann sein, dass sie keine sexuelle Motivation hat. Sie fühlt sich unsicher und möchte nicht von anderen Mädchen abgewertet werden.
Du bist Seelsorger. Ein Mann hat ein unruhiges Gewissen. Er war auf Geschäftsreise und hat mit sexueller Versuchung gekämpft. Er erwachte nach einem sexuellen Traum und befriedigte sich selbst.
Manche Seelsorger würden verurteilen, aber der Geschäftsmann hatte vielleicht keine schlechte Motivation.
Er wollte ein treuer Ehemann bleiben. Er wollte nicht in pornografischen Tagesträumen schwelgen. Selbstbefriedigung war für ihn vielleicht keine Sünde, sondern ein Sicherheitsventil.
… ich (Gott) urteile nach anderen Maßstäben als die Menschen. Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz.« 1. Samuel 16,7 HfA
Wir müssen uns nicht anmaßen, auf Gottes Richterstuhl zu sitzen, denn nur Gott versteht die Motivation in dem Herz eines Menschen.