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Freitag, 16. September 2022

Die Augen deines Herzens

 In der Bibel ist das Herz nicht nur eine fleischliche Blutpumpe.

Das Herz wird in der Heiligen Schrift meistens im übertragenen Sinn als Sitz der Zuneigungen und des Verständnisses erwähnt, vor allem aber als Sitz des Willens und der Entscheidungen.
Arend Remmers, “Herz,” Lexikon Biblische Bilder Und Symbole (Hückeswagen: Christliche Schriftenverbreitung, 2014), 87.

Wir leben im Zeitalter der Wissenschaft. Lange Zeit dachte man, dass diese biblische Idee nur symbolisch sei, aber seit einigen Jahrzehnten haben Chirurgen durch Herztransplantationen viele Leben gerettet.

Erstaunlicherweise haben viele Patienten nicht nur neue Herzen bekommen. Manche Patienten wurden irgendwie anders.

Eine Frau fing an, ein Geschmack für Bier und Motorräder zu haben. Sie fing auch an, wie ein Mann zu laufen. Es stellte heraus, dass ihr neues Herz von einem Mann kam, der Bier und Motorräder liebte.

Jesus sprach von guten und schlechten Herzen, aber das war keine Rede von körperlicher Gesundheit oder Krankheit.

Glückselig sind die, die ein reines Herz haben. Denn sie werden Gott sehen. Matthäus 5,8 BB

Das Wort „sehen“ kann auch zwei Bedeutungen haben. Wer ein reines Herz hat, wird Gott mit dem inneren Auge des Glaubens sehen. Wer aber Gott durch den Glauben wahrnimmt, wird im nächsten Leben Gott wirklich im Himmel sehen.

Jesus spricht auch von schlechten Herzen.

Denn aus dem Herzen der Menschen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, verbotene sexuelle Beziehungen, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Verleumdungen. Matthäus 15,19 BB

Paulus schrieb von den Augen des Herzens.

Er (Gott) erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt. Epheser 1,18 EÜ

Jesus sprach nicht nur von guten und schlechten Herzen, sondern auch von guten und schlechten Augen.

Die Lampe des Leibes ist das Auge; wenn nun dein Auge klar ist, so wird dein ganzer Leib licht sein;

wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß die Finsternis!
Matthäus 6,22–23 ELB


In den letzten Monaten habe ich Probleme mit meinen Augen gehabt. Ich brauchte wegen Graustar Operationen in beiden Augen. Es lief mit dem linken Auge problemlos, aber nach der OP im rechten Auge hatte ich eine massive Entzündungsreaktion.

Seitdem brauche ich intensive Betreuung, aber Gott sei Dank wird das rechte Auge immer besser. Ich bin dankbar, dass es OK sein wird.

Meine Sehkraft mit meinem rechten Auge wird nach und nach besser. Gestern habe ich mein rechtes Auge getestet. Ich schließ mein linkes Auge und schaute ein Foto an. Es war meine geliebte Großmutter als schöne junge Frau.

Meine Sehkraft war nur ein bisschen verschwommen, aber ich sah hässliche dunkle Schatten unter ihren Augen. Sie sah nicht mehr schön aus.

Wie siehst du dich selbst? 

Es gibt so viele sehr schöne Frauen, die von anderen bewundert werden, aber sie haben mehrmals Schönheitsoperationen, weil sie mit sich selbst nie zufrieden sind.

Es gibt schöne junge Frauen, die davon überzeugt sind, dass sie fett und hässlich sind. Sie hungern absichtlich, bis sie sterben.

Was deine Augen sehen, wird in deinem Herz geprägt. Wenn du immer wieder Porno anschaust, wirst du Frauen nicht mehr respektieren.

Aber es geht nicht nur darum, was man sieht, sondern mit welcher Einstellung man etwas sieht. 

Ein pornosüchtiger Mann schaut sich ständig weibliche Körperteile an und sein Herz wird verunreinigt. Ein aufrichtiger Frauenarzt sieht sich auch viele weibliche Körperteile an, und er bleibt unverdorben.

Einen älteren Mann sollst du nicht grob behandeln, sondern ihm zureden wie einem Vater. Mit jüngeren Männern rede wie mit Brüdern,

mit älteren Frauen wie mit Müttern, mit jüngeren wie mit Schwestern, in aller Zurückhaltung!
1. Timotheus 5,1–2 EÜ

Wie gehst du mit anderen um? Es geht nicht nur darum, wie du dich benimmst, sondern wie du deine Mitmenschen in deinem Herz wahrnimmst.

Wer ein gutes Herz hat, kann alle Mitmenschen als Brüder oder Schwestern betrachten und entsprechend handeln.

Mittwoch, 19. Mai 2021

Echte Christen keine Waschlappen

 In der antiken Welt der Bibel war der Wohlstand eine Erfahrung für wenige. 

Viele waren arme Tagelöhner und viele waren einfach Sklaven. Wenn wir die Lehren von Jesus lesen, spricht er oft von armen Tagelöhnern, Knechten und Sklaven.

Und er setzte sich und rief die Zwölf, und er sagt zu ihnen: Wenn jemand der Erste sein will, dann soll er der Letzte von allen und der Diener aller sein. Markus 9,35 ZB 2007

Als die jüdischen Jünger unter den Nicht-Juden missionierten, entstand eine ganz neue Bewegung Gottes. Es kam die Zeit, wo die Mehrheit der Jünger nicht mehr jüdisch waren.

Im römischen Reich war das Wirtschaftssystem auf Sklaverei basiert. Sehr viele der ersten Christen waren Sklaven. Sie hatten so gut wie keine Rechte. Sie mussten jedem Befehl gehorchen und jeden Wunsch ihrer Meister erfüllen.

Paulus schrieb, dass die christlichen Sklaven ihren Meistern gehorchen sollten. Sonst durfte der Meister seinen Sklaven peitschen oder umbringen.

Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren mit aller Ehrerbietung und Gewissenhaftigkeit. Dient ihnen mit aufrichtigem Herzen, als würdet ihr Christus dienen. Epheser 6,5 NeÜ

Wie sollen wir als diese Lehre von Jesus heute verstehen?

und wer von euch der Erste sein will, soll aller Sklave sein.

Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.
Markus 10,44–45 ELB


Es gibt Christen, die sich verpflichtet fühlen, jeden Wunsch ihrer Familie, jede Bitte ihres Chefs, jede Anweisung ihres Pastors zu erfüllen, als ob sie Leibeigene wären und jeder um sie herum ihr Herr.

Genau so verstehen sie die Lehre von Jesus, dass sie aller der Sklave sein sollen. Aber stimmt das eigentlich?

Jesus war als Kind gehorsam, aber als Prediger war er anders. Er war immer hilfsbereit. Er wollte allen Gutes tun, aber er war nicht dazu da, die Anweisungen der religiösen Führungsleute zu befolgen.

Wenn jedermann dein Meister ist, kannst du Jesus nicht nachfolgen.

Niemand kann zwei Herren dienen. Denn entweder wird er diesen hassen und jenen lieben, oder er wird sich an jenen halten und diesen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (dh Geld oder Habgier). Matthäus 6,24 ZB 2007

Gott verspricht, für unsere natürlichen Bedürfnisse zu sorgen. Eine Verherrlichung von Armut finde ich in der Bibel nicht. Aber es gibt Christen, die eine extreme Wohlstands-Lehre verbreiten. Da sehe ich manchmal Habgier auftauchen.

Geldgier kann dein Herr sein, aber nicht nur Geldgier kann uns von echter Jüngerschaft ablenken.

Wer zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern und dazu auch sein eigenes Leben hasst, kann nicht mein Jünger sein. Lukas 14,26 ZB 2007 

Sollst du also deine Familie hassen? Gott behüte! Die Bibel lehrt uns, unsere Eltern zu verehren.

Ihr Männer, liebt eure Frauen so, wie Christus seine Gemeinde liebt: Er hat sein Leben für sie gegeben, Epheser 5,25 HfA

Was meinte Jesus also?

»Wenn einer mit mir gehen will, so muss ich für ihn wichtiger sein als seine Eltern, seine Frau, seine Kinder, seine Geschwister, ja wichtiger als das eigene Leben. Sonst kann er nicht mein Jünger sein. Lukas 14,26 HfA

Die Christen, die sich immer verpflichtet fühlen, die Erwartungen anderer zu erfüllen, mögen nach dem Tod im Himmel sein, aber hier auf Erden können sie Jesus nicht folgen.

Wer Ja zu Jesus sagt, muss oft auch Nein zu anderen sagen können.

Samstag, 8. Dezember 2018

Gesundes Selbstbewusstsein oder Falsche Demut

Sollst du selbstbewusst oder auf Gott fokussiert sein?

Natürlich auf Gott fokussiert. Die meisten echt gläubigen Christen werden nicht einmal nachdenken.

Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Mt 16,24 


Jesus leugnete sich selbst. Er hat freiwillig sich selbst geopfert, nicht für sich selbst, sondern für dich und mich. Gott opferte seinen Sohn Jesus, aber Jesus Hingabe war nicht nur gehorsam, sondern von seiner eigenen Liebe für uns bewegt.

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Joh 10,11 


Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.
Joh 15,13 

Echte Liebe ist nicht ichbezogen, sondern voller Barmherzigkeit, Hingabe und Opferbereitschaft.


Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzig-geborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um die Welt zu richten, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Joh 3,16-17 


Jesus war nie selbstsüchtig oder ichbezogen. Er lebte auf Erden und starb am Kreuz nur um uns zu retten.

Paulus am Anfang glaubte nicht an Jesus und verfolgte die Christen sehr grausam, aber dann offenbarte sich ihm Jesus selbst und der neue Paulus war ein ganz anderer Mensch.

Der neue Paulus sehnte danach, alle Menschen für Jesus zu erreichen.

Den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden, um die Schwachen zu gewinnen. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette. 1 Kor 9,22 


Der noch nicht gläubige Paulus verfolgte die Christen, aber Paulus als Christlicher Missionar musste selbst als Opfer der Verfolgung viel leiden.

Von den Juden habe ich fünfmal vierzig Schläge weniger einen erhalten;


ich bin dreimal mit Stöcken geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe des Meeres zugebracht;
2 Kor 11,24-25 


Auch in unserer Zeit leiden aber Millionen Christen schreckliche Verfolgung. Viele opfern sich mit  Hingabe und großem Mut.

Leider gibt es aber eine Art Selbstleugnung, die nur scheinbar Christlich ist. Es gibt einen religiösen  Minderwertigkeitskomplex, der nicht von Gott kommt.

Es gibt Christen, die demütig sein wollen, und betrachten sich als unwichtig und unbedeutend. Das ist keine echte Demut.

Wenn wir die Psalmen nachdenklich lesen, sehen wir, wie David und andere Psalm-Dichter ein starkes Selbstbewusstsein hatten. Sie schämen sich nicht, von ihren eigenen starken Gefühlen zu sprechen.

1 Ein Psalm Davids. Als er vor seinem Sohn Absalom floh.
2 Ach HERR, wie sind meine Feinde so zahlreich und erheben sich so viele gegen mich!
3 Viele sagen von mir: »Er findet keine Hilfe bei Gott.« Sela
4 Aber du, HERR, bist der Schild für mich, du bist meine Ehre, du hebst mein Haupt empor.
5 Ich rufe mit meiner Stimme zum HERRN, dann erhört er mich von seinem heiligen Berg. Sela
6 Ich liege und schlafe und erwache; denn der HERR hält mich.
Psalm 3


Die Glaubenshelden in der Bibel sind unsere Vorbilder. 


Für David, Maria, Johannes und Paulus war Gott der Nummer Eins, der Mittelpunkt ihres Lebens, aber in ihrer Demut haben sie sich nicht als unwichtig verstanden.
In dem Johannes Evangelium hat sich Johannes sich selbst als Jesus Lieben Freund bezeichnet.


Es war aber einer unter seinen Jüngern, den Jesus lieb hatte, der lag zu Tisch an der Brust Jesu. Joh  13,23 


Johannes war nicht ichbezogen. Er schrieb nicht direkt: ``Das war ICH.`` Trotzdem hatte er ein gesundes Selbstbewusstsein.

Der Schwerpunkt eines gesunden Selbstbewusstseins ist immer deine Beziehung mit Gott, seine Liebe für dich, deine Liebe für Ihn und die niemals unwichtigen Aufgaben, die Gott dir gibt.