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Mittwoch, 17. Februar 2021

Du bist kein Niemand

Wahrscheinlich bist du nicht bestimmt, Pastor, Kanzler oder Präsident zu sein.

Wir sollten auch nicht ein Amt anstreben, zu dem wir nicht berufen sind.

Es gibt Menschen mit Minderheitskomplexe. Sie streben nach Beförderung, denn ohne Prominenz betrachten sie sich als wertlos.

„Ein Prediger an der Kanzel ist ein Jemand, aber wenn ich nur da sitze und zuhöre, bin ich ein Niemand.“

So denken manche Christen.

Andere sind zufrieden, ein Niemand zu sein, und weil sie keine Leiter oder Prediger sind, verstecken sie sich mit falscher Demut. Sie kommen nicht weit voran, weil sie ihre Talente und Begabungen missachten und begraben.

In der Bibel war Jonathan der Sohn von dem König Saul. Er sollte vielleicht erwarten, dass er der nächste König sein sollte, aber er suchte keine Ehre für sich selbst.

Er wusste, dass sein Vater gesündigt und versagt hatte. Er wusste wahrscheinlich, dass David von Gott erwählt war, der nächste König zu sein.

Wie reagierte Jonathan? Nicht wie viele anderen, die auf politische Intrigen zurückgreifen, um einen Rivalen loszuwerden.

Jonathan aber und David machten einen Bund miteinander; denn er hatte ihn lieb wie seine eigene Seele. 1. Samuel 18,3 SLT

Saul aber redete zu seinem Sohn Jonathan und zu allen seinen Knechten, dass sie David töten sollten. Aber Jonathan, Sauls Sohn, hatte großes Wohlgefallen an David.

Darum berichtete Jonathan dies dem David und sprach: Mein Vater Saul trachtet danach, dich zu töten! So nimm dich nun morgen in acht und bleibe verborgen und verstecke dich!
1. Samuel 19,1-2 SLT

Wurde Jonathan dann ein passiver Anhänger von David? Keineswegs. Er erwies sich als ein Mann mit Mut und starkem Glauben.

So kletterte Jonathan auf Händen und Füßen hinauf und sein Waffenträger hinter ihm her. Da wandten sich die Philister vor Jonathan zur Flucht, aber er schlug sie nieder, und sein Waffenträger tötete sie. 1. Samuel 14,13 Bruns

Jonathan und sein Waffenträger griffen eine Einheit von Philistern an und schlugen sie in die Flucht.

Vielleicht bist du kein König, kein Pastor und nicht einmal der Chef im Büro, aber in Gottes Augen bist du ein Jemand, genau wie Jonathan, der treue Freund Davids.

Jonathan liebte David und David liebte Jonathan. Gott liebte David, aber er liebte Jonathan nicht weniger.

Gott liebt alle seiner Kinder und er liebt dich. Gottes Liebe für dich ist wie ein loderndes Feuer.

Was ist deiner Berufung? Was sind deiner Talente? Vertraue Gott. Tu etwas!

Montag, 27. Juli 2020

Heilung

Wenn wir Heilung betonen, reduzieren wir dadurch die Wichtigkeit der Vergebung der Sünden?

Keineswegs. In der Bibel gehören sie zusammen.


Er vergibt mir alle meine Sünden und heilt alle meine Krankheiten. Ps 103,3

Ist einer von euch krank? Dann soll er die Ältesten der Gemeinde holen lassen, damit sie für ihn beten und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.

Ihr Gebet im Glauben an Gott wird den Kranken heilen, und der Herr wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden begangen hat, wird Gott ihm vergeben.
Jakobus 5,14-15


Wenn wir die heilende Kraft Gottes beschwichtigen, bleibt uns ein reduziertes Evangelium, das nur auf Sünde und Vergebung fokussiert ist.

Jesus ist am Kreuz gestorben, um unsere Schuld zu entfernen, weil er die Strafe für unsere Sünde auf sich selbst nahm.

Ohne diese Vergebung ist alles umsonst. Unser Glaube wäre dann eine hohle Selbsttäuschung.


Ohne Gottes Vergebung sind wir elende Bettler in dreckigen Fetzen, die nur auf Gottes ewige Strafe warten dürfen.

Seit Jahrhunderte hat die christliche Religion die Sichtweise verbreitet, dass wir mit falscher Demut  als bettelnde Sünder umhergehen sollen, zwar vergeben aber immer noch unwürdige Bettler.

Wenn wir krank sind, dürfen wir um Heilung bitten, aber nur als Bettler, die keine Sicherheit haben dürfen, Gottes Gunst zu empfangen.

Aber diese Denkart finde ich nicht im Neuen Testament.

Lasst uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit. Heb 4,16 EIN

Wir müssen nie vergessen, dass Vergebung der Sünden und auch Heilung Gnadengaben sind, die wir nie verdient haben. Wir dürfen nicht arrogant verlangen, aber wir sollen auch nicht zweifeln, dass Gott uns helfen und retten will.

Wenn Gott uns eine Verheißung gibt, meint er es gut mit uns. Er ist kein fragwürdiger Politiker, der etwas verspricht, was er nicht geben will.

Gott sagt was er meint und er meint was er sagt.

Gott ist kein Mensch, der lügt, kein Menschenkind, das etwas bereut. Spricht er etwas und tut es dann nicht, sagt er etwas und hält es dann nicht?  4 Mose 23,19 EIN


Er vergibt mir alle meine Sünden und heilt alle meine Krankheiten.
Ps 103,3

Wieso dürfen wir mit Zuversicht um Gottes Vergebung bitten?

Weil Jesus für unsere Sünden gestorben ist.

Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden. 2 Kor 5,21 EIN


Jesus selbst sagte:

Das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. Mt 26,28 L17


Aber Jesus hat nicht nur gelitten, um unsere Sünden abzuschaffen, sondern auch uns von den Folgen der Sünde zu befreien.

Vor dem Sündenfall war keine Krankheit in der Welt.

An diesem Abend wurden viele Menschen zu Jesus gebracht, die von Dämonen besessen waren. Auf sein Wort hin verschwanden alle Geister, und er heilte auch alle Kranken.

Damit erfüllte sich das Wort Gottes, das der Prophet Jesaja gesprochen hatte: »Er nahm unsere Leiden auf sich und trug unsere Krankheiten.«
Matthäus 8,16-17


Hier lesen wir in Matthäus Klartext, dass Jesus am Kreuz nicht nur unsere Sünden und unsere Schuld trug, sondern auch unsere Krankheiten.

Was hat Jesaja geschrieben?

Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud unsere Schmerzen auf sich. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.

Aber er ist wegen unserer Schuld verwundet und wegen unserer Sünde zerschlagen worden. Die Strafe liegt auf ihm, damit wir Frieden haben, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
Jes 53,4-5 


Vergebung der Sünden und Heilung der Krankheit gehören zusammen.

Wenn wir nur Zeichen und Wunder feiern, aber die Sünde nicht ernst nehmen, ist unsere Botschaft verdreht.

Aber auch umgekehrt. Wenn wir nur auf Sünde und Vergebung fokussieren und nicht auf Heilungen, treten wir nicht in Jesu Fußstapfen.

Samstag, 8. Februar 2020

Das Falsche Kreuz

In einem Traum sah ich einen Christen an einem Kreuz hängen.
Ich erinnere mich an keine weiteren Einzelheiten, außer dass der Christ enttäuschende Ergebnisse in seinen Bemühungen, Gott zu dienen, erlebt hatte.

Was war der Grund für diesen mangelnden Erfolg? Die Worte in meinem Traum waren so klar wie die Sonne am Himmel.
 

"Das falsche Kreuz!"

Der Christ war an ein Kreuz genagelt, aber es war nicht von Gott bestimmt. Was könnte das bedeuten?


In dem Traum sah ich nichts Näheres, und Gott sprach nicht direkt zu mir darüber, aber als ich über die Botschaft nachdachte, kamen mir viele Geschichten aus dem wirklichen Leben in den Sinn.

Sowohl der Herr Jesus als auch der Apostel Paulus lehrten, dass der Zölibat eine Berufung und eine Gabe Gottes ist, die nur einigen Menschen zuteil wird. Paulus war zölibatär, aber die meisten Apostel, darunter auch Petrus, waren verheiratet.

Dennoch gibt es einige Kirchen, die von allen ordinierten Geistlichen verlangen, dass sie zölibatär leben. Wir lesen regelmäßig von Sexskandalen in den Medien. 


Offensichtlich ist der Zölibat für viele Menschen "Das falsche Kreuz".

Es gibt auch Gemeinden, wo man angeblich heiraten soll. Es wird sogar einem gesagt, wen man Heiraten soll und wen nicht.

Viele christlichen Frauen sehen, wie ihr Mann ihre eigenen Kinder kriminell angreift oder sie mit Porno oder Inzest missbraucht. 


Wenn solche Frauen protestieren, wird ihnen von den Gemeindeleitern oft nicht geglaubt, oder es wird ihnen gesagt, es sei ihre eigene Schuld, weil sie keine sexuell befriedigende Ehefrau sind.

Oft wird ihnen gesagt, dass es eine Sünde sei, ihren Mann zu verlassen. "Gott hasst Scheidung", aus welchem Grund auch immer. Wenn sich diese Frauen dieser Folter unterwerfen, sind sie am "Falschen Kreuz".

 

Es gibt Frauen, denen beigebracht wird, dass Verhütung eine Sünde sei und dass sie so viele Kinder wie möglich zur Welt bringen müssen.

Sie sind auf "Das falsche Kreuz".

Es gibt Frauen, denen beigebracht wird, dass sie ihren Männern immer bedingungslos gehorchen müssen. Sie sind nicht frei, Gott als Jüngerinnen zu dienen, die ihre Berufung und Leitung direkt von Gott erhalten.

Sie sind am "Falschen Kreuz".

Es gibt Frauen, denen beigebracht wird, dass sie nicht predigen oder lehren dürfen. Viele sind von Gott berufen und begabt, das zu tun, was ihre Pastoren oder Ehemänner verbieten.

Viele dieser Frauen sind am "Falschen Kreuz".

Viele Christen werden gelehrt, dass die Unterwerfung unter die Leiter ihrer Kirche ihre erste Pflicht sei. Ihre Gemeinde zu verlassen oder einer anderen Kirche beizutreten sei Sünde. 


Sie müssen ihre Träume für ihr eigenes Leben und ihren Dienst opfern, um der Vision des Hauptpastors zu dienen.

Dies kann zu einem Leben in passiver Religiosität führen. Es ist ihnen nicht erlaubt, selbst zu denken oder andere Meinungen als die ihrer Leiter auszudrücken.

Diese Menschen sind am "Falschen Kreuz".

Ich kenne einen Pastor, dessen Leute ihn "Papa" nennen.

Manche behaupten, man darf seinen Pastor niemals zur Rechenschaft ziehen, denn ein Pastor sei wie Mose, der niemandem außer Gott Rechenschaft schuldig war.

Was hat Jesus gesagt?

Aber ihr sollt euch nicht ›Rabbi‹ nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder.
Und ihr sollt niemanden ›Vater‹ nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.
 

Und ihr sollt euch nicht ›Meister‹ nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus.  Mt 23,8-10

Es gibt Christen, die gelehrt werden, dass Gott die Krankheit benutzt, um uns durch Leiden zu reinigen. Viele Menschen leiden an Krankheiten, weil sie glauben, dass sie Gott verherrlichen.
 

Sie sind am "Falschen Kreuz".

Es gibt nur ein Kreuz, das sich mit Krankheit befasst, das Kreuz Jesu Christi.


 Am Abend aber brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit dem Wort und machte alle Kranken gesund,
damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt wurde: 


Er hat unsere Schwachheiten auf sich genommen, und unsere Krankheiten hat er getragen.  Mt 8,16-17

Wenn ich die Evangelien lese, sehe ich, dass Jesus der Heiler ist, nicht der Peiniger.
 

Es gibt Christen, die seit Jahren missbraucht oder drangsaliert werden. Sie entwickeln eine Opfermentalität, von falscher Demut, Bitterkeit oder Selbsthass gelähmt. 

Jesus lebte, starb und stand wieder auf, um dich zu befreien.
 

Bitte bleibe nicht am "Falschen Kreuz".

Donnerstag, 23. Januar 2020

Was ist der Zweck deines Lebens?

Dein christliches Leben ist eine persönliche Beziehung mit dem Gott, der dich von ganzem Herzen liebt.

Denn nur durch seine unverdiente Güte seid ihr vom Tod errettet worden. Ihr habt sie erfahren, weil ihr an Jesus Christus glaubt. Dies alles ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk. Epheser 2,8

    Wahrscheinlich hast du eine Familie. Du gehörst vielleicht zu einer Gemeinde, aber eine Sache ist vor allem wichtig, die Quelle deines Lebens zu entdecken, die Liebe Gottes zu finden.

Viele kommen zu Jesus und empfangen seine Erlösung, aber tragischerweise werden sie dann in dem täglichen Leben festgefahren. Sie versuchen, ein tugendhaftes christliches Leben zu führen, und dann sterben sie und sind in Gottes Himmel ewig gesegnet.

Aber sie versäumen den Weg auf Erden, den Gott für sie bestimmt hat. Sie finden nie die große Aufgabe, die Gott für sie geplant hat.

Wenn du die Mission im Leben findest, wofür Gott dich geschaffen hat, wirst du eine Erfüllung erleben, wovon die meisten Menschen keine Ahnung haben.

Denn wir sind Gottes Meisterwerk. Er hat uns in Christus Jesus neu geschaffen, damit wir die guten Dinge tun können, die er vor langer Zeit für uns geplant hat. Epheser 2,10 (von der Englischen NLT)

Für viele Menschen ist die Beteiligung an kirchlichen Aktivitäten die Hauptsache im Christentum.

Einige Kirchenleiter helfen den Menschen, ihre Berufung zu entdecken und sie in ein Leben voller geistlicher Abenteuer zu entlassen.
   
Traurigerweise scheinen andere der Meinung zu sein, dass die meisten Christen nur dazu bestimmt sind, mit Aktivitäten der Gemeinde zu helfen und nicht viel mehr.

Aber du kannst deine Mitmenschen viel mehr segnen, indem du von Gott selbst herausfindet, wer du bist, wofür dein Schöpfer dich geschaffen hat

  • Einige Christen sind besonders begabt und dazu berufen, andere Gläubige in ihrer Ortsgemeinde aufzubauen.

  • Andere haben eine besondere Berufung, Gläubige an ihrem Arbeitsplatz, im Internet, in ihrer Großfamilie oder in ihrer Stadt aufzubauen.

  • Andere haben die besondere Gabe, Ungläubige für den Glauben an Jesus Christus zu gewinnen. Das ist nicht nur für ordinierte Evangelisten.

  • Andere haben die Gabe, das Denken und die Arbeitspraxis am Arbeitsplatz, in Unternehmen oder sogar in ihrem Beruf oder ihrer Branche zu verändern.

  • Einige haben Gaben in Politik, Medien, Wissenschaft oder Fürbitte. Sie haben von Gott gegebene Gaben, die Kriege verhindern oder gewinnen, Nationen verändern oder Zivilisationen umlenken können.

Es ist so wichtig zu wissen, wo man in erster Linie zum Dienst berufen ist.

John Wimber hatte die apostolische Gabe, eine große geistliche Bewegung zu gründen und zu leiten. Er war auch ein erstaunlich begabter persönlicher Evangelist. Tausende kamen durch den Kontakt mit ihm zum Glauben an Jesus Christus.

Als er sich zu Christus bekehrte, arbeitete er als Manager von populären Sängern und Entertainern. Er war ein echt hingegebener Christ und verpflichtete sich, an einem wöchentlichen Gebetstreffen in der Kirche, in der er Mitglied war, teilzunehmen.

Dann wurde ihm die Aufgabe angeboten, die Beatles auf einer Tournee durch die USA zu begleiten. Er lehnte dies ab, weil er sich verpflichtet fühlte, an den wöchentlichen Treffen in seiner Ortsgemeinde teilzunehmen.

Was wäre, wenn er die Beatles gemanagt hätte und Gott ihn benutzt hätte, um sie für Christus zu gewinnen?

Wie viele Millionen hätten sich für Jesus beeinflussen lassen können, anstatt sich von Drogen, hinduistischer Mystik und leerer Jugendkultur verführen zu lassen?

Montag, 16. Dezember 2019

Demut und Freundlichkeit, nicht Unterwerfung und Erniedrigung

Paulus bezeichnet sich als einen Sklaven, aber auch als einen Apostel.

Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, auserwählt, das Evangelium Gottes zu verkündigen, Römer 1,1 EIN
Er hatte sein Leben völlig dem Willen Gottes ergeben, sich wie einen Sklaven unterstellt, aber Gott hatte ihm ein hohes Amt anvertraut. 


Gott will, dass wir uns vor ihm demütigen, aber nicht, weil er uns erniedrigen will. 

Wer sich immer erniedrigt oder verachtet, versteht Gottes Liebe nicht.

Wenn deine Familie, dein Chef oder dein Gemeindeleiter dich immer wieder kleinkriegt, kommt das nicht von Gott.

Ich nenne euch nicht mehr Diener, weil ein Herr seine Diener nicht ins Vertrauen zieht. 

Ihr seid jetzt meine Freunde, denn ich habe euch alles gesagt, was ich von meinem Vater gehört habe. Johannes 15,15

In den deutschen Übersetzungen lesen wir das Wort ´´Diener´´ oder ´´Knechte´´ aber in dem griechischen Urtext heißt es DOULOUS; das heißt SKLAVEN.

Wenn du dich ganz dem Willen Gottes widmest, wie ein treuer und williger Sklave, aber Gott liebst und vertraust wie einen geliebten Sohn oder eine geliebte Tochter, wird Jesus dich umarmen und dich als einen lieben Freund schätzen.


Dienstag, 15. Oktober 2019

Verachte dich selbst nicht. Gott liebt dich.

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Matthäus 11,28

Gott liebt dich und mich. Wir alle sind schiefgegangen. Wir alle sind unwürdige Sünder, wir brauchen Gottes Vergebung. Ohne Gottes Vergebung müssen wir immer streben, unsere Scham zu verstecken und unser Versagen zu verschleiern.

Du und ich haben eine Sehnsucht nach Liebe, aber wir zweifeln immer, ob wir liebenswert sein können.
Viele reagieren mit übertriebene Ichbezogenheit. Die religiöse Christenheit hat deswegen alle Selbstliebe als Sünde verworfen. Viele streben danach, Selbstliebe zu widerstehen. Sie versuchen, andere zu lieben aber sich selbst nicht zu lieben.

Aber das funktioniert nicht gut.

Von der Sozialwissenschaft lernen wir, dass sehr viele Patienten einen Arzt besuchen, ein Rezept bekommen, aber das Medikament kaufen sie nicht.

´´Stellen Sie sich vor, einhundert Leuten würde ein Medikament verschrieben. Was passiert? Jeder Dritte geht gar nicht erst zur Apotheke. Zwei Drittel holen zwar das Medikament ab, nehmen es aber falsch ein. Sie vergessen einfach, ihre Tabletten zu nehmen, morgens zum Beispiel, wenn es schnell gehen muss.´´
Peterson, Jordan B.. 12 Rules For Life: Ordnung und Struktur in einer chaotischen Welt - Aktualisierte Neuausgabe (German Edition) (p. 84). Goldmann Verlag. Kindle Edition.

Warum vernachlässigen wir unsere eigene Gesundheit? Wegen Mangel an echte gesunde Selbstliebe.


Aber Sozialwissenschaftler haben einen noch erstaunlicheren Befund aufgewiesen.

Wenn sie vom Tierarzt ein Rezept bekommen, sind fast alle Menschen sehr zuverlässig und verwenden die Medizin genau richtig.

Jesus sagt uns, wir sollen uns selbst lieben. Aber nein! Wirklich?

… «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst... Mk 12,31 ELB

Aber viele Prediger behaupten seit jeher, dass ein jeder von uns sich selbst zu sehr liebt. Wir müssen deshalb streben, uns nicht zu lieben.

Und die sehr viele Menschen, die verzweifeln und Selbstmord begehen, lieben sie sich wirklich?
So viele Menschen respektieren sich selbst nicht, versorgen sich selbst nicht, schützen sich selbst nicht.

Ja, es gibt Menschen, die sich selbst scheinbar anbeten, aber auch so viele, die sich selbst hassen oder verachten.

Ich besuchte eine Gemeinde in Deutschland, wo der Prediger mit Sehnsucht für Erweckung betete. Er fragte einst Gott, warum die so lange ersehnte Erweckung noch nicht gekommen sei.


Er sagte uns, wie ihm Gott eine erstaunliche Antwort gegeben hat.

Wir warten noch auf die Erweckung, weil so viele Christen sich selbst nicht lieben.


Einst hatte ich ein Problem, weil ein Pastor mich überheblich beherrscht hatte.

Immer wieder dachte ich wie ich seine Diktatur hätte widerstehen sollen. Immer wieder tauchte Wut und Groll in mir auf. Dann habe ich jedes Mal Buße getan. Ich habe Gott um Vergebung gebetet. Ich habe meine Vergebung über den Pastor proklamiert.

Aber wenige Tagen später tauchte die Wut wieder auf.

Dann habe ich den Kampf aufgegeben. Ich sagte Gott einfach:
``Lieber Gott. Du siehst meine Gedanken. Was denkst du darüber?``
Der Heilige Geist antwortete sofort:
´´Du kannst dem Pastor nicht vergeben, weil du dir selbst nicht vergeben kannst. Du hättest widerstehen sollen und du hast versagt. Du musst dir selbst für dein Versagen vergeben.``


Dann war ich befreit.

Es handelte sich um Fehlen von Selbstachtung. Es gibt einen gottgegebenen Selbstrespekt. Das ist ein Aspekt von der gesunden Selbstliebe, wovon Jesus spricht.

Paulus behandelt dasselbe Thema.

Er warnt gegen extreme Unterwürfigkeit, die auch ein Aspekt von fehlender Selbstliebe ist.


Ihr nehmt es hin, wenn sie euch zu ihren Sklaven machen, euch alles wegnehmen, was ihr besitzt, und euch übervorteilen, wenn sie vornehm tun und euch ins Gesicht schlagen. 2. Korinther 11,20

Auch Jesus warnt uns gegen autoritäre Prediger.

Lasst euch niemals ›Rabbi‹ nennen. Ihr habt nur einen Meister, und ihr alle seid gleich, wie Brüder und Schwestern. Matthäus 23,8

Extreme Unterwürfigkeit ist schrecklich, aber Rebellion und Selbstsucht sind keineswegs besser.


Wenn ein Mann eine Prostituierte besucht, verachtet er nicht nur die Frau, sondern auch sich selbst.


Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, der in euch lebt und euch von Gott geschenkt wurde? Ihr gehört nicht euch selbst … 1. Korinther 6,19

Gesunde Selbstliebe ist auch ein Gegengift für Drogensucht und Pornosucht.

Du kannst dich nur richtig lieben, wenn du lernst, die Liebe Gottes zu erleben, wenn du lernst, dich selbst zu Schätzen, wie Gott dich schätzt.



Samstag, 8. Dezember 2018

Gesundes Selbstbewusstsein oder Falsche Demut

Sollst du selbstbewusst oder auf Gott fokussiert sein?

Natürlich auf Gott fokussiert. Die meisten echt gläubigen Christen werden nicht einmal nachdenken.

Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Mt 16,24 


Jesus leugnete sich selbst. Er hat freiwillig sich selbst geopfert, nicht für sich selbst, sondern für dich und mich. Gott opferte seinen Sohn Jesus, aber Jesus Hingabe war nicht nur gehorsam, sondern von seiner eigenen Liebe für uns bewegt.

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Joh 10,11 


Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.
Joh 15,13 

Echte Liebe ist nicht ichbezogen, sondern voller Barmherzigkeit, Hingabe und Opferbereitschaft.


Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzig-geborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um die Welt zu richten, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Joh 3,16-17 


Jesus war nie selbstsüchtig oder ichbezogen. Er lebte auf Erden und starb am Kreuz nur um uns zu retten.

Paulus am Anfang glaubte nicht an Jesus und verfolgte die Christen sehr grausam, aber dann offenbarte sich ihm Jesus selbst und der neue Paulus war ein ganz anderer Mensch.

Der neue Paulus sehnte danach, alle Menschen für Jesus zu erreichen.

Den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden, um die Schwachen zu gewinnen. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette. 1 Kor 9,22 


Der noch nicht gläubige Paulus verfolgte die Christen, aber Paulus als Christlicher Missionar musste selbst als Opfer der Verfolgung viel leiden.

Von den Juden habe ich fünfmal vierzig Schläge weniger einen erhalten;


ich bin dreimal mit Stöcken geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe des Meeres zugebracht;
2 Kor 11,24-25 


Auch in unserer Zeit leiden aber Millionen Christen schreckliche Verfolgung. Viele opfern sich mit  Hingabe und großem Mut.

Leider gibt es aber eine Art Selbstleugnung, die nur scheinbar Christlich ist. Es gibt einen religiösen  Minderwertigkeitskomplex, der nicht von Gott kommt.

Es gibt Christen, die demütig sein wollen, und betrachten sich als unwichtig und unbedeutend. Das ist keine echte Demut.

Wenn wir die Psalmen nachdenklich lesen, sehen wir, wie David und andere Psalm-Dichter ein starkes Selbstbewusstsein hatten. Sie schämen sich nicht, von ihren eigenen starken Gefühlen zu sprechen.

1 Ein Psalm Davids. Als er vor seinem Sohn Absalom floh.
2 Ach HERR, wie sind meine Feinde so zahlreich und erheben sich so viele gegen mich!
3 Viele sagen von mir: »Er findet keine Hilfe bei Gott.« Sela
4 Aber du, HERR, bist der Schild für mich, du bist meine Ehre, du hebst mein Haupt empor.
5 Ich rufe mit meiner Stimme zum HERRN, dann erhört er mich von seinem heiligen Berg. Sela
6 Ich liege und schlafe und erwache; denn der HERR hält mich.
Psalm 3


Die Glaubenshelden in der Bibel sind unsere Vorbilder. 


Für David, Maria, Johannes und Paulus war Gott der Nummer Eins, der Mittelpunkt ihres Lebens, aber in ihrer Demut haben sie sich nicht als unwichtig verstanden.
In dem Johannes Evangelium hat sich Johannes sich selbst als Jesus Lieben Freund bezeichnet.


Es war aber einer unter seinen Jüngern, den Jesus lieb hatte, der lag zu Tisch an der Brust Jesu. Joh  13,23 


Johannes war nicht ichbezogen. Er schrieb nicht direkt: ``Das war ICH.`` Trotzdem hatte er ein gesundes Selbstbewusstsein.

Der Schwerpunkt eines gesunden Selbstbewusstseins ist immer deine Beziehung mit Gott, seine Liebe für dich, deine Liebe für Ihn und die niemals unwichtigen Aufgaben, die Gott dir gibt.



 

Samstag, 1. Juli 2017

Demut.. Ist Selbstachtung erlaubt?

Ich muss als Christ demütig sein. Das ist keine bloße Option. 

Aber darf ich auch mich selbst respektieren? Oder wäre das die Sünde, stolz zu sein?


Mose wurde als Ägyptischen Prinz erzogen aber er wusste auch, dass er Hebräer war. 

Als Mose 40 Jahre alt war, sah er ein Ägypter, der einen Hebräischen Sklaven prügelte und er brachte den Ägypter um. 

Mose wollte die Hebräer von Sklaverei befreien aber durch diesen Mord wurde niemand befreit. Mose selbst musste fliehen und er wurde Hirte in der Wüste
 Mose hatte Recht, die Hebräer als Gottes Volk wert-zuschätzen. Er hatte Recht, Unrecht und Grausamkeit zu hassen.
Aber Mose handelte mit Selbstbewusstsein und Eigenwilligkeit, ohne demütige Ehrfurcht vor Gott.

Aber Mose war kein schlechter Mensch. Er tötete den Ägypter nicht als teuflischer Mörder. In seinem Herz war Gerechtigkeit

Er wollte den Hilflosen von dem Bösen retten.

Auch als Flüchtling handelte er als ein gerechter Mann. 

In der Wüste an einem Brunnen wollten junge Frauen Wasser holen aber Männer kamen und versuchten, die Frauen zu verdrängen. Das war Ungerechtigkeit und Mobbing. Mose setzte sich für die Frauen ein und gewann dadurch die Gunst der Frauen und ihres Vaters.

Mose heiratete eine der Frauen und wurde Hirte in der Wüste. 
Vierzig Jahre später war Mose 80 Jahre alt. 

Mose weidete die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian.


Eines Tages trieb er das Vieh über die Steppe hinaus und kam zum Gottesberg Horeb.  

Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch emporschlug. Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch und verbrannte doch nicht.  2.Mose 3,1-2

In vierzig Jahren hatte Mose Demut gelernt aber in sein Herz war immer noch der Hunger nach Gerechtigkeit. 

Gott wollte den achtzigjährigen Hirten wieder befördern. 

In seiner Jugend wurde Mose als Prinz erzogen und jetzt sollte er als Befreier und Leiter seines Volks von Gott eingestellt werden.

Und jetzt geh! Ich sende dich zum Pharao. Führe mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten heraus!  2.Mose 3,10

Aber für Mose war diese Berufung zu hoch.  

Mose antwortete Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten herausführen könnte?  2.Mose 3,11

Mose glaubte an die Allmacht des wahren Gottes. Er wusste, dass Gott es schaffen konnte aber er vertraute sich selbst nicht, Gottes Auftrag auszuführen.

Es gibt viele Christen, die nach Gottes Hilfe und Rettung schreien, wie die versklavten Hebräer damals in Ägypten. 

Aber passiv auf Gottes Hilfe zu warten reicht nicht. 

Gott sucht Nachfolger von Jesus, die wagen, seinen Ruf zu hören, himmlische Aufgaben hier auf Erden auszuführen. 

Manche Christen wollen etwas für Gott tun aber sie sehen ein, dass ihre Talente und Fähigkeiten zu gering sind.

Doch Mose sagte zum Herrn: Aber bitte, Herr, ich bin keiner, der gut reden kann, weder gestern noch vorgestern, noch seitdem du mit deinem Knecht sprichst. 

Mein Mund und meine Zunge sind nämlich schwerfällig.  

Der Herr entgegnete ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gegeben und wer macht taub oder stumm, sehend oder blind? Doch wohl ich, der Herr! 2.Mose 4,10-11 
 
Hatte Mose einen Sprach-defekt? Nein. 
Er war schon achtzig Jahre alt und Vierzig Jahre lang war er schon in der Wüste, wo er weder Hebräisch noch Ägyptisch sprach. 

Jetzt sollte er als Leiter eines Volkes politische Verhandlungen auf beiden Sprachen unternehmen! 

Gott versteht deine Fähigkeiten und auch deine Unfähigkeiten. 
Er will deine Fähigkeiten in seinem Dienst gebrauchen. 

Mit Gottes übernatürlicher Kraft, werden deine unzulänglichen Fähigkeiten verstärkt und gesteigert. 

Für Gottes Dienst brauchen wir beide Demut und ein gesundes Selbstbewusstsein.

Geh also! Ich bin mit deinem Mund und weise dich an, was du reden sollst.  2.Mose 4,12

Aber viele von uns sind wie Mose. 

Er verstand, dass Gott das unmögliche zustande bringen kann aber er wollte lieber einen anderen bewundern als Gottes Herausforderung selbst akzeptieren.

Doch Mose antwortete: Aber bitte, Herr, schick doch einen andern! 2.Mose 4,13

Da entbrannte der Zorn des Herrn über Mose und er sprach: Hast du nicht noch einen Bruder, den Leviten Aaron

Ich weiß, er kann reden; außerdem bricht er gerade auf und wird dir begegnen. Wenn er dich sieht, wird er sich von Herzen freuen.  2.Mose 4,14

Wenn du Gottes Berufung aufnimmst, wird dir Gott alle Hilfe geben, die du brauchst aber bitte lehne Gottes Berufung nicht ab.