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Mittwoch, 3. Januar 2024

Jesus liebt Sünder

 Vor fünf Jahren gab es in Südafrika einen internationalen Sportbetrugsskandal. Niemand in Deutschland oder Amerika war daran interessiert, denn es ging nicht um Fußball, sondern um Kricket.

Der Hauptverantwortliche für den Betrug war ein australischer Kricket-Star namens David Warner. Er war in Australien, Südafrika, England und Indien berühmt, aber in den meisten anderen Ländern unbekannt.

Er musste als schwarzes Schaf zurück nach Australien fliegen. Im Flughafen wollte niemand mit ihm sprechen, außer Fotografen und Prediger. Die Fotografen jagten nach Skandal, aber die Prediger wollten dem entblößten Sünder helfen.

In Sydney, seine Heimatstadt, war er nicht mehr der bewunderte Kricketheld, sondern der erwischte Betrüger. Er flüchtete nach Singapur, um der schmerzhaften Publicity zu entgehen. Aber in Sydney und Singapur war er erstaunt, dass Christen ihn immer wieder in ihre Kirchen einladen wollten. Der weltliche Sportstar war verblüfft. Er dachte, es sei Gott selbst, der mit ihm kommunizieren wollte.

Wie reagieren wir Christen, wenn ein Promi erwischt wird? Christen sind oft an der öffentlichen Verurteilung beteiligt.

Vielleicht sollten wir manchmal anders reagieren. Jesus war als Freund der Sünder bekannt.

Vor etwa 30 Jahren gab es eine riesengroße Erweckung in Argentinien. Tausende Christen marschierten durch die Stadt, um ihre Einheit im Glauben zu proklamieren.

Aber das gefiel vielen Homosexuellen überhaupt nicht. Viele Homosexuelle organisierten einen Protest. Das hätte zu einer hässlichen Konfrontation entwickeln können, aber der Heilige Geist führte die Christen, mit Gottes Liebe und Gnade zu reagieren.

Die Christen gingen auf die Homosexuellen zu und baten um Vergebung für die grausame Behandlung der Homosexuellen von vielen Christen. Die Homosexuellen spürten die echte Liebe Gottes und manche bekehrten sich zu Jesus.


Die Pharisäer waren empört. »Wie kommt euer Meister dazu, mit solchem Abschaum zu essen?«, fragten sie seine Jünger.

Als Jesus es hörte, antwortete er: »Die Gesunden brauchen keinen Arzt – wohl aber die Kranken.«

Und er fügte hinzu: »Nun geht und denkt einmal darüber nach, was mit dem Wort in der Schrift gemeint ist: ›Ich will, dass ihr barmherzig seid; eure Opfer will ich nicht.‹ Denn ich bin für die Sünder gekommen und nicht für die, die meinen, sie seien schon gut genug.«
Mt 9,11–13 NLB

Eine Prostituierte ging ins Kino mit einer christlichen Frau. Mitten in dem Film rief die Prostituierte laut. „Jetzt glaube ich an Jesus.“ Die spürte Gottes freundliche Liebe durch die christliche Frau.

 

Dienstag, 5. Dezember 2023

Gegenseitige Unterordnung

 Als Neu bekehrter in einer sektenähnlichen Kirche lernte ich, dass die Unterwerfung unter Christus bedeutet, dass ein Christ keine Entscheidungsfreiheit, keine persönlichen Vorlieben und keine einzigartige Persönlichkeit haben darf.

Der Tod des eigenen Ichs wurde stark betont. Die Liebe zu allem anderen als Gott war Götzendienst. Aber dann las ich in der Genesis, dass Gott Adam die Freiheit gab, Namen für alle Tiere zu wählen. Gott fügte sich Adams Entscheidungen bezüglich der Namen der Tiere.

Und der HERR, Gott, bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; und genau so, wie der Mensch sie, die lebenden Wesen, nennen würde, so sollte ihr Name sein. 1 Mose 2,19 ELB 2006

Wenn ein Ehemann seine Frau liebt, respektiert und ehrt er ihre Weisheit, ihre Gaben und Fähigkeiten. Paulus schreibt, dass jeder von uns den anderen höher achten soll als sich selbst.

Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Phil 2,3 SLT

Ein Ehemann, der seine Frau liebt, wird sich ihr in den Bereichen unterordnen, in denen sie klüger oder fähiger ist als er selbst. Wenn eine Frau geistlich viel reifer ist als ihr Mann, was sehr oft der Fall ist, sollte er darauf bedacht sein, ihre geistliche Führung zu schätzen.

Das führt meine Gedanken zu Epheser 5,21 zurück.

Ordnet euch aus Achtung vor Christus bereitwillig einander unter. Eph 5,21 NLB

Ich habe auch gelernt, die unbiegsame, hierarchische Kultur einiger Kirchen zu hinterfragen.

Gegenseitige Unterordnung bedeutet, dass der leitende Pastor den Leitern der Kinderkirche die Freiheit geben sollte, Entscheidungen zu treffen.

Ein guter Pastor wird auch den Rat der Ältesten, der Computerspezialisten, der Finanzexperten und der prophetischen Menschen einholen.

Ein guter Pastor wird auch bereit sein, Gemeindeglieder in die Mission freizusetzen, und zwar nicht nur in die Mission unter seiner Leitung.

Eine gesunde Ehe ist eine Partnerschaft. Eine gesunde Gemeinde ist ein Team.


 


Dienstag, 7. November 2023

Übergib deine Kinder in Gottes Hand

 Jesus ist der gute Hirte. Er sucht die verlorenen Schafe auf ihren Irrwegen. Jesus ist nicht nur in Gottesdienste und christlichen Familien aktiv, sondern auch in Kneipen und Bordellen.

Es gibt viele Moslems, die denken, Jesus nur ein Prophet sei, wie in dem Koran, aber sie erleben Heimsuchungen von Jesus in Träumen. Viele bekehren sich sofort, aber manche erst Jahre nachher. Wahrscheinlich bekehren sich manche nie. 

Gott hat uns Willensfreiheit gegeben.

Gaby Wentland war jahrzehntelang Missionarin mit ihrem Mann in Afrika, aber seit Jahren missioniert sie in ihrer deutschen Heimat. Sie hilft missbrauchten Frauen unter den Asylanten, Frauen in Bordellen, und Frauen, die Prostitution verlassen wollen. 

Sie sagt, es gibt mehr echtes Gebet in Bordellen als in vielen Kirchen. Gott ist auch in den finsteren Orten als guter Hirte involviert.

Hast du einen Sohn oder eine Tochter, die als verlorenes Schaf, das auf Irrwegen geht? Wenn Kinder erwachsen sind, und christliche Ermahnungen nicht hören wollen, müssen wir sie mit Gnade und Liebe behandeln. Gott versteht, die richtigen Menschen in ihr Leben zu bringen.

Ist deine Tochter ständig hinter Männern her? Vorwürfe von dir haben null Wirkung. Hör bitte auf, zu predigen oder nörgeln. Es bringt nichts.

Wenn wir vergeben und nicht verurteilen, können wir positiv mit Liebe und Gnade beten. Der gute Hirte kann unsere Tochter vor den schrecklichsten Gefahren bewahren. Unsere Fähigkeiten als Hirten sind sehr begrenzt, aber Jesus hat unbegrenzte Weisheit und Macht.

Als Vater habe ich gesehen, wie Jesus die richtigen Menschen in das Leben unserer Kinder gebracht hat, Menschen, die sie aufbauen konnten.

In dem Gleichnis des verlorenen Sohns, will der rebellische Sohn seinen eigenen Weg gehen, und sein Vater gibt traurig nach.

Wenn unsere Kinder erwachsen sind, dürfen wir sie nicht mehr kontrollieren. Sie gehören Gott, nicht uns. Wir müssen sie in Gottes Händen übergeben. 

Wenn sie unseren Rat suchen, dürfen wir Wegweiser sein, aber wir haben kein Recht mehr, sie als Kinder zu behandeln.

Gott selbst hat uns Willensfreiheit gegeben und er respektiert unsere Entscheidungen.

Aber Gott versteht, für seine verlorenen Kinder zu sorgen, wenn wir für sie beten und sie in Gottes Händen übergeben.


Jesus sagte:

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte opfert sein Leben für die Schafe. Joh 10,11 NLB

… der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Lk 19,10 SLT

Wir können unsere Kinder nicht retten. Nur Jesus ist der Retter. Er wird Wunder wirken, wenn wir ihm vertrauen und mit Liebe und Hoffnung beten.

Sonntag, 10. September 2023

Ausweg aus Mobbing

 Mobbing ist nichts Neues. Kain ermordete Abel, weil Abel Gottes Gunst genoss und er eifersüchtig war.

Überall in der Welt sehen wir, wie Männer herrschen und Frauen versklavt und schikaniert werden. 

Dann wird eine Frau eine Großmutter und sie behandelt ihre Schwiegertochter wie eine Sklavin.

In armen Nachbarschaften werden die armen Menschen von den Reichen ausgebeutet. Die Opfer schließen sich Banden an und werden selbst zu Mobbern.

In Frankreich, Russland und China wurden die Arbeiter und Bauern von den reichen Aristokraten unterdrückt. Dann kamen Revolutionen und die Opfer wurden selbst zu Tyrannen.

Viele Opfer reagieren auf zwei verschiedene Arten. Einige akzeptieren ihre Rolle als Opfer und werden ein Leben lang Opfer. Sie hegen Groll gegen ihre Peiniger, aber oft verachten sie sich selbst. Andere werden selbst zu Mobbern, und sie verachten ihre Opfer.

Die Wurzeln von Mobbing sind Hass, Rache und Verachtung. Wir hassen unsere Peiniger und wir hassen uns selbst. Dann missbrauchen wir andere und verachten unsere Opfer.

Wer kann uns von diesem Teufelskreis retten?

Es gibt einen Gott, der alles geschaffen hat. Er tickt ganz anders.

Er liebt dich. Er liebt deine Peiniger und er liebt deine Opfer,

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.

Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten.
Joh 3,16–17 NLB

Jesus lehrte Gnade statt Rache.

Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: ›Liebe deinen Nächsten‹ und hasse deinen Feind.
Ich aber sage: Liebt eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen!

So handelt ihr wie wahre Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten.
Mt 5,43–45 NLB

Jesus lebte genau, was er lehrte. Er ließ sich selbst Opfer zu werden, um den Teufelskreis zu brechen. Er hat die Strafe Gottes auf sich selbst kommen lassen, nicht weil er schuldig war, sondern um den Preis für unsere Sünden zu bezahlen.

Wenn du Jesus als Gottes liebevollen Sohn erkennst und seine Vergebung suchst, wird er dich nicht verachten oder zurückweisen.

Dann kannst du Gottes Liebe genießen. Du kannst lernen, nicht mehr andere zu hassen oder dich selbst zu verachten.

Es gibt eine giftige Ichbezogenheit, die als sündhafte Selbstliebe bezeichnet wird, aber die Antwort ist nicht Selbsthass.

Wenn du die Liebe Gottes empfängst, lernst du, wirklich zu lieben. Du lernst, andere zu lieben und auch dich selbst mit Liebe anzunehmen.

Samstag, 1. Oktober 2022

Heilung von Schrecken und Trauma

Wir leben in schrecklichen Zeiten. Gott sei Dank bin ich in Australien und nicht in der Ukraine, aber wir haben eine Freundin, deren Eltern von der Ukraine waren. Seit Februar ist sie extrem gestresst.  

 Ihr werdet von Kriegen hören und davon, dass Kriege drohen. Lasst euch dadurch nicht erschrecken! Das muss geschehen, doch es bedeutet noch nicht das Ende. Matthäus 24,6 HfA


Ich kenne Australier, die Soldaten in dem Vietnamkrieg waren. 50 Jahre später sind sie immer noch gestresst und nehmen Antidepressiva.

Ich kenne Deutsche, deren Familienleben noch immer durch das Trauma der Hitlerzeit belastet ist.

Krieg ist undenkbar, aber das Undenkbare passiert trotzdem immer wieder.

Aber Jesus sagte, wir sollen uns nicht erschrecken lassen. Wie ist das möglich? Mit Gott ist nichts unmöglich. Jesus ist der himmlische Heiler, der beste Therapeut überhaupt.

Ich kenne Flüchtlinge von dem Nazischrecken, die Jahre nach dem Krieg Suizid begangen haben, aber andere, die gelernt haben, ein erfülltes Leben zu führen.

Gott kann unsere verletzten Herzen auch von Kriegstrauma heilen. Ich kenne treue Christen, die posttraumatische Belastungsstörung leiden.

Eine Frau kann nicht gut schlafen. Jahre nach ihrer Kriegserfahrung konnte sie Nachrichten von Kriegen nicht sehen, ohne Kopfschmerzen tagelang zu leiden.

Wenn du wegen Vergewaltigung, Entführung, Missbrauch, Mobbing, häuslicher Gewalt oder Krieg traumatisiert bist, ist es möglich, dass du eine Wunderheilung von Jesus bekommen kannst.

Aber wenn du immer noch Antidepressiva brauchst, um dein tägliches Leben zu verkraften und normal zu schlafen, dann sollst du nicht deswegen schämen.  

Jesus hat uns Anweisungen gegeben, die uns helfen können, in schrecklichen Zeiten klarzukommen.

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!

In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?

Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.
Johannes 14,1–3 LU


Jesus hat am Kreuz das allerschlimmste Trauma erlebt und überwunden. Er ist aufgestanden und dann kehrte Er zu Vater Gott zurück, um ein himmlisches Zuhause für alle zu bereiten, die an ihn glauben und Gott vom Herzen vertrauen.

Diese Hoffnung kann uns ermutigen, von dem Trauma in dieser Welt wegzuschauen.

Aber wir müssen auch täglich mit schrecklichen Bedrohungen, traumatischen Erinnerungen oder aktuelles Trauma umgehen. 

Deshalb sorgt euch nicht um morgen, denn jeder Tag bringt seine eigenen Belastungen. Die Sorgen von heute sind für heute genug. Matthäus 6,34 NLB

Es gibt Zeiten im Leben, in denen man nur einen Tag ertragen kann. Es ist möglich, dass im nächsten Monat oder im nächsten Jahr ein Krieg oder eine wirtschaftliche Katastrophe kommt, aber Gott will uns helfen, heute damit fertig zu werden. Wir müssen die Zukunft in Gottes Hände legen.

Dann hat Jesus noch eine notwendige Anweisung gegeben. 

In Kriegszeiten entsteht Wut und Hass. Nicht nur kannst du Opfer von Grausamkeit sein. Du kannst auch mit Hass reagieren. Der Hass in dir kann dich dein Leben lang vergiften.

Jesus lehrte uns, den Hass in uns durch seine Gnade zu überwinden. Hermann Zaiss war ein deutscher Evangelist am Kriegsende.

Ein junger Soldat in der britischen Besatzungsarmee hasste die Deutschen. Er war deutscher Jude und seine Familie wurde von den Nazis ermordet. Er hörte die Predigt des Evangelisten und der Heilige Geist berührte sein Herz.

In derselben Versammlung war ein verletzter SS-Offizier. Nach dem Krieg war sein Leben ruiniert. Er wurde auch von der guten Nachricht von Jesus transformiert.

Die beiden Männer bekehrten sich zu Jesus und legten ihr Zeugnis von der Kanzel ab. Dann geschah das allergrößte Wunder. Sie wurden enge Freunde.

Was sagte Jesus?

Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: ›Liebe deinen Nächsten‹ und hasse deinen Feind.
Ich aber sage: Liebt eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen!

So handelt ihr wie wahre Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten.
Matthäus 5,43–45 NLB

Montag, 14. März 2022

Tugend ohne Liebe ist kalt und grausam

Gott hat so ein Herz für Dich.

Er hat dich geschaffen. Gott liebt Dich als Seinen Sohn oder Seine Tochter. 

Aber warum erleben wir seine väterliche Liebe oft nicht?

Vielleicht bist du ein Pflichtmensch, der immer das Richtige tun will.

Es gibt Menschen, die ohne Gott tugendhaft leben wollen. Die Tugend ist gut und alles, was gut ist, kommt von Gott.

Aber Gott ist Liebe.

Tugend ohne Gottes Liebe ist kalt. Ein Pflichtmensch ohne Gott ist wie ein tugendhaftes Waisenkind, so ein erbärmliches Wesen.

Auch Gott ist total tugendhaft, aber Gottes Tugend kommt von einem Herz, dass mit Liebe brennt.
Tugend ohne Liebe ist eine pervertierte Tugend. Lieblose Tugend kann auch sehr grausam sein.

Eine Frau verließ ihren Mann, weil er sie und die gemeinsamen Kinder immer wieder missbrauchte. Sie hat ihren Mann bei den Behörden wegen seiner Verbrechen angezeigt und suchte Hilfe bei ihrer Gemeinde.

Die Pastoren zitierten einige Bibelverse und wollten sie verpflichten, wieder mit ihrem Mann zusammenzuleben, sich seinen Misshandlungen zu unterwerfen und ihre Anzeige bei den weltlichen Behörden zurückzuziehen.

Sie lehnte diese religiösen Anweisungen ab. Der sadistische Ehemann landete im Knast, aber der Hauptpastor verurteilte die Frau von der Kanzel aus als rebellische Frau.


Tugend ohne Liebe kann auf diese Weise zu brutaler Gesetzlichkeit führen. Es gibt auch schreckliche Pharisäer, die Jesus predigen.

Der Apostel Paulus vor seiner Bekehrung zu Jesus war der Pflichtmensch schlechthin. Seine göttliche Hingabe war extrem. Er wollte dem Gott der Bibel in allem gehorchen, aber für ihn war Pflicht und Tugend wichtiger als Gottes Liebe.

Er war zwar mit Bibeltexten über Gottes Liebe und Barmherzigkeit vertraut, aber sein religiöser Eifer machte sein Herz kalt und stolz.

Viele Jahre nach seiner Bekehrung schrieb Paulus:

Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, von welchen ich der erste bin. 1. Tim 1,15 ELB

Denn ich bin der geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe.
1. Kor 15,9 EIN

Warum verfolgte er die Kirche? Weil seine eigene Tugend für ihn wie ein falscher Gott war.
Eine streng religiöse Mentalität kann uns für Gottes Wahrheit und Liebe blind machen.

Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen. Römer 10,3 ELB

Manche suchen sich zu beruhigen, indem sie denken, diese Warnung nur auf Juden, Moslems oder vielleicht Katholiken zutrifft.

Aber wir alle können auf einem Abweg sein, wenn Gottes Liebe und deine tägliche persönliche Beziehung zu Jesus nicht der Mittelpunkt deines Bewusstseins ist. Auch ganz normale Aspekten des christlichen Lebens können uns von der Liebe Gottes und der persönlichen Jüngerschaft ablenken, wenn wir an etwas zu fest klammern.

Die Lehraussagen deiner Gemeinde oder Konfession können ein Abgott werden, wenn dein Glaubenssystem dein Hauptinteresse wird. Diese Denkart führt oft zu Besserwisserei, Rechthaberei und Streitsucht, statt Demut, Liebe und praktischem Glauben.

Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, Spr 3,5 LUT

Unsere Berufung ist nicht alles zu wissen, nicht immer Recht zu haben und nicht durch tugendhafte Strebsamkeit gut zu sein.

Jesus sagte etwas ganz anderes.


Er sagte den religiösen Profis in Israel:

Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; gerade sie legen Zeugnis über mich ab. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu haben. Joh 5,39-40

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.
Mt 11,28-29


Diese Einladung ist auch für uns, für dich.

Mittwoch, 29. Dezember 2021

Religiöse Pficht oder Liebe

Der Kern des christlichen Glaubens ist die Liebe Gottes. Anbetung, Dienst, Moral und Tugend gehören auch dazu, aber wenn alles nicht von Gottes Liebe bewegt wird, gehen wir schief. 

 Es gibt Christen, die immer anbeten wollen, und das ist gut so. Die Heiligen und Engel im Himmel beten Gott an. 

Andrerseits kann die Anbetung ein Problem sein, wenn die Anbetung als religiöse Pflicht so wichtig wird, dass wir immer danach streben, zu singen und anzubeten und ehrfürchtige Gefühle in uns zu erregen.

Anbetung ist nicht in erster Linie eine Aktivität, sondern ein Erlebnis, indem wir Gemeinschaft mit Gott genießen.

Anbetung kann ganz spontan von der Gegenwart Gottes entfacht werden, aber Anbetung ist auch eine Entscheidung, Gott zu lieben, aber wir müssen verstehen, dass unsere Liebe nicht von uns selbst kommt, sondern von Gottes Liebe für uns.

Und das ist die wahre Liebe: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns zuerst geliebt und hat seinen Sohn gesandt, damit er uns von unserer Schuld befreit. 1. Johannes 4,10 NLB

Gottes Gebot ist, dass wir Gott von ganzem Herzen lieben, aber wir können so pflichtorientiert sein, dass wir Liebe und Anbetung in uns selbst aufzuwühlen streben, sodass wir nicht mehr Gottes Liebe für uns empfangen und genießen.

Moral und Tugend sind auch gut und notwendig, aber wir können uns auf Tugend so fokussieren, dass wir eine Rute in der Hand haben, uns selbst oder andere zu bedrohen und kritisieren. Das blockiert die Liebe und Gnade Gottes.

Freitag, 13. August 2021

Worte töten oder erzeugen Leben

Wer ist ein Diener des Neuen Bundes? Nur ein Apostel? Nur ein Pastor? Nur ein Ältester?

Nur durch ihn können wir die rettende Botschaft verkünden, den neuen Bund, den Gott mit uns Menschen geschlossen hat.

Dieser Bund ist nicht mehr vom geschriebenen Gesetz bestimmt, sondern von Gottes Geist. Denn der Buchstabe des Gesetzes tötet, Gottes Geist aber schenkt Leben.
2. Korinther 3,6 HfA


Wir alle sind berufen und bestimmt, Jesus zu dienen. Ein Diener ist einer, der dient. Gott ist Liebe. Wer Gottes Liebe empfängt und mit praktischer Liebe weitergibt, ist ein Nachfolger Jesu und ein Diener Gottes.

Praktische Hilfe ohne Respekt und Mitgefühl ist keine Liebe. Es gibt ein giftiges Mitleid ohne Respekt und echte Liebe, indem man auf elende Menschen herabschaut. Jesus hat seine Mitmenschen nie so behandelt.

Kein Amt befähigt dich, Jesus und deinen Mitmenschen zu dienen. Nur die Liebe Gottes kann dich dazu befähigen, Menschen zu helfen und Gott zu gefallen.

Wer Jesus mit Liebe nachfolgt und Menschen helfen will, muss liebevolle Gedanken in seiner Seele pflegen und immer ermutigende Worte sprechen. Worte können töten oder Leben spenden.

Zwischen 1982 und 2000 gab es in Argentinien eine große Erweckung. Christen organisierten einen Jesus-Marsch in einer großen Stadt.

Auch homosexuelle Aktivisten kamen, um gegen die Christen zu protestieren.

Die Leiter der Jesus-Marsch beteten um Weisheit von Gott. Dann passierte etwas Erstaunliches. Die Christen gingen auf die Homosexuellen zu und bat um Vergebung für die grausame Behandlung der Homosexuellen von vielen Christen.

Die Homosexuellen spürten die echte Liebe Gottes und manche bekehrten sich zu Jesus.

Ich kenne christliche Frauen in Deutschland, die Bordellen besuchten, um Prostituierten zu helfen. Ihr Motivation war Mitgefühl und Freundlichkeit. Eine Prostituierte ging ins Kino mit einer der christlichen Frauen. Mitten in einem sehr weltlichen Film rief die Prostituierte laut.

„Jetzt glaube ich an Jesus.“

Sie hatte die freundlichen Worte der christlichen Frauen gehört, die vom Herzen kamen und sie spürte die Liebe Gottes.

Sollen wir also das Buch Gottes wegwerfen?

Wenn du die Bibel als ein strenges Gesetzbuch verstehst, musst du dem Heiligen Geist bitten, die Bibel mit neuen Augen zu lesen.

In der Bibel finden wir Wahrheit. Habgier, sexuelle Ausschweifungen, Lügen und Hass sind verboten, aber in der Bibel sehen wir, wie Jesus die Diebe und Prostituierten liebte und mit tiefem Mitgefühl helfen wollte.

Eine Frau ließ ihr Baby abtreiben. Dann erhielt sie einen Brief von einer religiösen christlichen Frau. Sie las, dass sie wegen des Mordes ihres Babys in der Hölle landen würde. 

Dieser Brief kam nicht aus dem Herzen Gottes. Die Hölle gibt es, aber wir müssen auf Gottes Liebe und Gnade hinweisen.

Ein Missionar, der mit Gottes Liebe predigte, und sagte der Frauen, dass sie ihre verstorbenen Babys in Gottes Himmel wieder sehen würden, wenn sie an Jesus glauben würden. 

Das war die Wahrheit, aber nicht die Wahrheit, die tötet, sondern die Wahrheit, die zum Leben führt.

Worte haben Macht: Sie können über Leben und Tod entscheiden. Wer sich gerne reden hört, muss mit den Folgen leben. Sprichwörter 18,21 HfA

Wenn ein guter Mensch spricht, zeigt sich, was er Gutes in seinem Herzen trägt. Doch ein Mensch mit einem bösen Herzen kann auch nur Böses von sich geben. Denn wovon das Herz erfüllt ist, das spricht der Mund aus!«
Lukas 6,45 HfA

Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle!

Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, und wenn ja: Hol mich zurück auf den Weg, den du uns für immer gewiesen hast!
Psalm 139,23–24 HfA

Freitag, 18. Juni 2021

Wie Predigte Jesus?

 Viele Christen fangen mit Proklamation von biblischen Lehrsätzen an.

„Jesus ist Gottes Sohn, der vor der Schöpfung mit dem Vater in ewiger Gemeinschaft war. Wir sind Sünder und brauchen Vergebung. Jesus starb für deine Sünden. Wenn du umkehrst und glaubst, wird Gott dir vergeben und ewiges Leben schenken.“

Ich glaube, das ist die Wahrheit, laut Bibel. Es gibt auch Christen, die diese Botschaft gehört haben, und dadurch zum Glauben gekommen sind. Die Apostel in der Apostelgeschichte haben auch diese Wahrheit oft gepredigt, aber nicht ohne Zeichen und Wunder.

Aber hat Jesus so angefangen?

Was hat Jesus gesagt?

Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen! Matthäus 4,17 ELB

Was soll das bedeuten? Wie haben die Juden damals verstanden? Was bedeutete „Das Reich der Himmel“? 

Wir Christen studieren das ganze Neue Testament und wir haben andere theologischen Erklärungen, aber die Juden damals dachten an Prophetien im Alten Testament.

Nach seiner Auferstehung und kurz vor seiner Rückkehr zum Vater im Himmel dachten die Apostel immer noch an die Wiederherstellung von Gottes Reich in Israel.

Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her? Apostelgeschichte 1,6 ELB

Warum hat Jesus nicht gleich vom Anfang versucht, dieses Missverständnis aufzuklären? Jesus hat keine Theologie erklärt. Er fing nicht mit Lehrsätzen an.

Später fragte Jesus seine Jünger, was sie über ihn glaubten.

Als aber Jesus in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist?

Sie aber sagten: Einige: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; und andere wieder: Jeremia oder einer der Propheten.
Matthäus 16,13–14 ELB

Dann fragte er sie, was sie selbst glaubten. Nur Petrus gab die richtige Antwort.

Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Matthäus 16,16 ELB

Wie reagierte Jesus? Sollten die Jünger die volle Wahrheit überall proklamieren?

Dann gebot er den Jüngern, dass sie niemand sagten, dass er der Christus sei. Matthäus 16,20 ELB

Warum? Die Juden glaubten, dass der Messias als allmächtiger König und Feldherr erscheinen und die Feinde Gottes zwingen würde, die Herrschaft Gottes zu akzeptieren. 

Das ist es, was sie im Alten Testament gelesen haben, aber wir warten immer noch auf diese Zeit. Das ist noch nicht gekommen.

Wie diente Jesus? Er predigte Gottesvertrauen, innere Reinheit und Nächstenliebe, und er heilte und heilte und heilte.

Er wurde von den Bibelexperten seiner Zeit verworfen.

Wenn Christen heute auch so dienen, mit Liebe und wunderbaren Heilungen, werden sie von vielen Bibelexperten und konservativen Christen abgelehnt.

Es hat sich nichts geändert. Gott hat sich nicht verändert. Er will immer noch seine praktische Liebe mit Wunderheilungen zeigen und viele religiösen Profis lehnen diesen Ansatz wie immer ab.

Mittwoch, 28. April 2021

Jesus ruft Alle, will Alle retten.

 Es gibt Christen, die positiv denken wollen, aber ihre Denkart ist nicht christlich. 

Jemand ist in Porno verwickelt und er versucht, positiv zu denken.

„Gott ist barmherzig. Ich bin allein durch Gottes Gnade errettet. Jesus hat versprochen, mich nie zu verdammen. Ich darf in meinem Dreck bleiben, aber ich erwarte eine himmlische Zukunft.“
Was sagt die Bibel dazu?

Habt ihr vergessen, dass für Menschen, die Unrecht tun, in Gottes neuer Welt kein Platz sein wird?

Täuscht euch nicht: Wer verbotene sexuelle Beziehungen eingeht, andere Götter anbetet, die Ehe bricht, wer sich von seinen Begierden treiben lässt und homosexuell verkehrt, wird nicht in Gottes neue Welt kommen;

auch kein Dieb, kein Ausbeuter, kein Trinker, kein Gotteslästerer oder Räuber.
1. Kor 6,9-10 HfA


Jesus und Paulus waren extrem positiv.

Denn so hat Gott der Welt seine Liebe gezeigt: Er gab seinen einzigen Sohn, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht ins Verderben geht, sondern ewiges Leben hat.
Johannes 3,16 NeÜ

Kommt alle zu mir, die ihr geplagt und mit Lasten beschwert seid! Bei mir erholt ihr euch.  Matthäus 11,28 NeÜ

Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Röm 5,1 EIN

Es gibt jetzt also kein Verdammungsurteil mehr für die, die ganz mit Jesus Christus verbunden sind.
Römer 8,1 NeÜ

Was sollen wir jetzt noch dazu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer könnte dann gegen uns sein? Römer 8,31 NeÜ

Aber Jesus kam nicht, uns in Sünde und Elend zu trösten, sondern uns von Sünde und Elend zu retten.

Hat Jesus Sünder negativ betrachtet? Keineswegs.

Kommt alle zu mir, die ihr geplagt und mit Lasten beschwert seid! Bei mir erholt ihr euch. 
Matthäus 11,28 NeÜ

Auch Prostituierten sind gestresst und oft traumatisiert. Alle geplagten Frauen und Männer sind vorbehaltlos eingeladen. Jesus liebt auch die Nazis und Menschenhändler.

Jesus sieht in jedem Menschen ein wunderbares Potenzial.

Darum sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Lukas 7,47 ZB 2007

Jesus trieb hunderte Teufel aus einem wilden dämonisierten Mann. Der wurde sofort Evangelist.

Und die ganze Zeit, Tag und Nacht, schrie er in den Grabhöhlen und auf den Bergen herum und schlug sich mit Steinen.

Und als er Jesus von weitem sah, lief er auf ihn zu und warf sich vor ihm nieder
und schrie mit lauter Stimme: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott: Quäle mich nicht!

Er hatte nämlich zu ihm gesagt: Fahr aus, unreiner Geist, aus dem Menschen!
Markus 5,5–8 ZB 2007

Sofort wurde der arme Kerl befreit und ganz normal.

Und als er ins Boot stieg, bat ihn der Besessene, bei ihm bleiben zu dürfen.

Aber er ließ es nicht zu, sondern sagt zu ihm: Geh nach Hause zu den Deinen und erzähle ihnen, was der Herr mit dir gemacht hat und dass er Erbarmen hatte mit dir.

Und der ging weg und fing an, in der Dekapolis kundzutun, was Jesus mit ihm gemacht hatte. Und alle staunten.
Markus 5,18–20 ZB 2007

Samstag, 29. August 2020

Wie soll Erweckung Aussehen?

 So viele Christen sehnen sich nach einer Erweckung. Aber was erwarten sie?

  • Die Katholiken wollen eine katholische Erweckung haben.
  • Die konservativen Christen in manchen Freikirchen wollen eine Erweckung sehen, wie im 19. Jahrhundert.
  • Manche Pfingstler wollen mehr Megagemeinden sehen, wie in Amerika.
  • Viele radikalen Christen in Hauskirchen haben keinen Bock mehr auf große Gemeinden und Superstar Prediger. Sie wollen Hauskirchen vermehren, wie in China.


Aber was will Gott haben?

Als Jesus zum letzten Mal mit seinen Jüngern im Obergemach war, hat Er auf diese Weise für seine Jünger gebetet.

Ich bete für sie alle, dass sie eins sind, so wie du und ich eins sind, Vater – damit sie in uns eins sind, so wie du in mir bist und ich in dir bin, und die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh 17,21

Das wurde für eine kurze Zeit erfüllt, aber seit Jahrhunderten sehen wir diese Einheit nicht mehr.

Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. Apg 2,1
 

Alle Gläubigen kamen regelmäßig zusammen und teilten alles miteinander, was sie besaßen. Apg 2,44

Sollen wir denn uns alle unter einer Leiterschaft organisieren lassen? Seit Jahrhunderten haben die Katholiken an dieser Idee festgeklammert. Aber wirklich?

Wir sind alle wie Schafe, die zu nur einem Hirten gehören, Jesus und Jesus allein.
Als Nachfolger Jesu gehörst du letztendlich nicht deinem Pastor, Priester oder Bischof.

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; Joh 10,27

Was ist Gottes Grundlage für die Einheit, die Jesus haben will?

Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe. Joh 15,12

Geliebte, lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist von Gott geboren und kennt Gott.
 

Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.  1 Joh 4,7-8

Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer nicht liebt, der bleibt im Tod.
1. Johannes 3,14

Weißt du, dass Gott die Katholiken liebt, die Pfingstler liebt, die radikalen Jünger in Hauskirchen liebt, und auch alle liebt?

Und du? Willst du nur auf die angeblich fehlerhaften Lehrsätze der anderen Konfessionen fokussieren, oder willst du dahinter Menschen erkennen, die vielleicht auch Jesus lieben?

Was soll das bedeuten? Soll ich als Protestant und Pfingstler den Papst als Gottes Erwählten anerkennen? Ich nicht.

Aber wenn mein katholischer Nachbar oder Kolleg offensichtlich Jesus verehrt und liebhat, soll ich ihn ohne weiteres als Ketzer verwerfen? Gott behüte!


Sollen also biblische Lehrsätze belanglos sein?
Keineswegs.

Aber wir fokussieren auf Jesus.

Wir alle haben aus der Fülle seines Reichtums Gnade und immer neu Gnade empfangen. Joh 1,16

Ich bin nicht errettet, weil ich in allem recht habe, auch wenn das möglich wäre.


Ich bin nur aus Gnade errettet. Das ist die Wahrheit.

Wahrheit ist unentbehrlich, aber Gnade kommt zuerst.

Wenn ich aus Gnade errettet bin, muss ich auch alle anderen Menschen durch die Brille der Gnade betrachten.

  • Es freut mich, dass es große Gemeinden gibt, wo viele sich zu Jesus bekehren, wo viele geheilt werden, und viele Jesus besser kennenlernen.
  • Es freut mich, dass Hauskirchen sich vermehren.
  • Es freut mich, dass viele Menschen in aller Welt Jesus durch Fernsehsendungen finden.
  • Es freut mich, dass viele Katholiken in der charismatischen Bewegung mit dem Heiligen Geist erfüllt werden, und dadurch Jesus besser kennenlernen.


Wieso sollen wir denken, dass Gott so begrenzt ist, dass Er nur eine Methode hat, seine Kirche zu verwalten?

Beten wir für Erweckung? Wie soll diese Erweckung aussehen?

Gedenkt nicht an das Alte, und sinnt nicht dem Vergangenen nach!

Denn seht, ich will etwas Neues machen; jetzt soll es aufsprossen; könnt ihr es nicht erkennen? Ich mache einen Weg in der Wüste und gebe Wasserströme in der Einöde, Jes 43,18-19

Samstag, 15. August 2020

Jesus und Mobbing

 Ich war eines Abends in einer charismatischen Versammlung. Da waren etwa dreihundert sehr verschiedene Menschen, die Gottes Segen suchten.

Da waren junge Frauen aus einer Reha, und Männer mit Tattoos, die nicht lange vorher im Knast waren. Einer der aktivsten Mitglieder in dieser Gemeinde war 23 Jahre lang im Gefängnis, vermutlich ein Mörder. Wer waren Mörder in der Bibel? Mose, David und Paulus.

Wir spürten die zärtliche Gegenwart des Heiligen Geistes. Viele erhoben ihre Hände in Anbetung.

Dann sah ich einen großen starken Mann mit Tattoos. Seine Hände waren ausgestreckt, aber er sah gespannt und gestresst aus. 

Vermutlich war dieser Mann einer aus dem Knast. Der Mann hatte eine Vergangenheit und viel Trauma erlebt. Wegen seines traumatischen Lebens war dieser Mann immer in der Defensive. Sein Leben lang fühlte er sich bedroht. Er muss sich immer wieder wehren.
 

Ich ging zu ihm und sagte leise.

´´Du hast von Gott nichts zu fürchten. Du brauchst dich nicht gegen Gott zu wehren.``
Dann sah ich wie er sich entspannte.

Vielleicht warst du von deinen Eltern missbraucht, in der Schule drangsaliert, von Priestern oder Pastoren eingeschüchtert oder schickanniert. 

Das war nicht von Gott.

Ein junger Mann war ein hingegebener Jünger in einer Bibelschule, aber er war sehr gestresst. Er war emotionell und geistlich gelähmt. Es stellte sich heraus, dass er als Kind von einem Pastor sexuell missbraucht wurde. Der junge Mann musste das Gift loswerden.
 
Ein Pastor in der Bibleschule kniete demütig vor ihm und bat stellvertretend für Pastoren um Vergebung. Das war für den jungen Mann eine Entgiftung.

Jesus wurde von der religiösen Leiterschaft in Israel verachtet und verfolgt. Das kann auch heute geschehen und zwar von Christlicher Leiterschaft.

Gott sei dank gibt es auch viele echten Christen in Leiterschaft.

Jesus war auf der Seite der Opfer. Was sagte er über die bösen religiösen Leiter?

Sie bürden den Menschen unerträgliche Lasten auf, doch sie selbst rühren keinen Finger, um diese Lasten zu tragen. Mt 23,4

Man findet Leiter in allen Religionen, die so handeln, leider auch in manchen christlichen Kirchen. Es gibt manche, die deswegen alle Religion hassen, die keinen Bock auf Gott haben.

Eine ältere Frau in Deutschland hat mir gefragt, wie sie an Gott glauben könnte, weil so viele Priester Kinder sexuell missbrauchten. Ich danke Gott, sie hat kurz danach eine Offenbarung von der Liebe Gottes mitbekommen. Sie ist jetzt mit Jesus im Himmel.

Aber wie wäre eine Welt ohne Gott irgendwie besser? In religiösen Kriegen sind so viele gestorben, aber die Weltmeister im Massenmord waren nicht Christen.

Hitler war ein Monster, aber Stalin und Mao in China haben viel mehr Opfer umgebracht, und zwar im Namen von Atheismus.

Das Problem ist nicht Gott, sondern die verdorbene menschliche Natur.

Jemand hat gesagt:
´´We have found the enemy. The enemy is us.``
´´Wir haben den Feind gefunden. Wir sind der Feind.``


Man findet Missbrauch und Mobbing nicht nur in Kirchen und Moscheen, sondern auch in Schulen, Büros, Sportklubs und Armeen.

Jesus hatte immer ein Herz für die Opfer. Frauen, die auffällig in sexueller Sünde lebten, wurden verachtet. Das kann auch heute passieren, aber Jesus sah diese verachteten Frauen als leidende Opfer.

Jesus begegnete einer Frau am Brunnen. Sie war fünfmal geheiratet und lebte dann in einer unehelichen Beziehung. Keine anständige Person wollte mit ihr sprechen, aber Jesus liebte sie mit tiefer Barmherzigkeit. (Johannes Kapitel 4)

Vielleicht war sie trotz allem keine schreckliche Sünderin. Warum wurde sie von fünf Ehemänner abgelehnt und ausgestoßen? Vielleicht konnte sie keine Kinder gebären. Vielleicht war sie sehr depressiv und keine gute Hausfrau.

Aber Jesus liebte nicht nur die Opfer, sondern auch die Tyrannen.

Saulus war der grausamste aller Pharisäer. Er verfolgte die Christen wie kein anderer.
Aber dann hat Jesus ihn in einer Vision heimgesucht.

»Wer bist du, Herr?«, fragte er. Die Stimme antwortete: »Ich bin Jesus, den du verfolgst! Apg 9,5

Wer Christen verfolgt, verfolgt Jesus. Wer Kinder oder Frauen in Gottes Namen missbraucht, verfolgt Jesus. 

Wer seine Kinder oder seine Ehefrau im Namen der angeblichen männlichen Autorität versklavt, verfolgt Jesus.

Mittwoch, 12. August 2020

Vergiss nie Gottes Liebe

 Die Liebe ist geduldig und freundlich ... 1 Korinther 13:4

Jesus ist geduldig und freundlich. Egal, wie lange Menschen frustriert und enttäuscht waren, liebte er sie immer noch.

Da rief Jesus: »Warum vertraut ihr Gott so wenig? Warum hört ihr nicht auf ihn? Wie lange muss ich noch bei euch sein und euch ertragen? … Lukas 9,41 HfA

Wenn Jesus auch mit seinen auserwählten Aposteln manchmal frustriert war, weiß ich, dass auch ich Gott enttäusche und frustriere, und doch hat er mich vierzig Jahre lang in Liebe weitergeführt.

Am Vorabend des Passahfestes wusste Jesus, dass nun die Zeit gekommen war, diese Welt zu verlassen und zum Vater zurückzukehren.

Er hatte die Menschen geliebt, die zu ihm gehörten, und er hörte nicht auf, sie zu lieben. Johannes 13,1 HfA

Egal wie lange Menschen Jesus missbraucht, angeklagt und gequält haben, er hat nie aufgehört, alles zu tun, was er konnte, um ihre Krankheiten zu heilen und sie von dämonischer Besessenheit zu befreien.

Jesus aus Nazareth ist von Ort zu Ort gezogen. Er hat überall Gutes getan und alle befreit, die der Teufel gefangen hielt, denn Gott selbst hatte ihm seine Macht und den Heiligen Geist gegeben. Gott stand ihm bei. Apostelgeschichte 10,38 HfA

Warum sind wir oft damit beschäftigt, Christen zu sein, verlieren aber manchmal unsere Aufgeschlossenheit für die tiefe Liebe Gottes?

Ein Grund dafür ist, dass wir so viele andere christliche Themen und Bibelthemen studieren und diskutieren, aber versäumen, uns auf die Liebe Gottes zu konzentrieren.

Das, was wir studieren, worüber wir nachdenken, sprechen, predigen oder beten, prägt unsere Erfahrung. Selbst unser Lobpreis und unsere Anbetung können sich manchmal auf etwas anderes als die Liebe Gottes konzentrieren.

Gott IST Liebe,

Jesus ist nicht eifersüchtig, wenn du deine Frau oder deine Kinder, dein Hobby oder deinen Beruf liebst.

Gott ist doch eifersüchtig, wenn etwas von seiner Liebe ablenkt. Was kann uns von seiner Liebe ablenken? 

  • Dein Job, deine Aktivitäten in der Gemeinde, wenn du stundenlang vor der Glotze sitzt, die Tagesnachrichten, Verschwörungstheorien.


Gott will nicht, dass du dich so auf christliche Pflichten und theologische Fragen konzentrierst, dass deine Beziehungen mit Menschen beeinträchtigt werden.

Er war sehr kritisch gegenüber den Pharisäern, die den Menschen erlaubten, Gott Geld zu geben, anstatt ihre betagten Eltern zu unterstützen.

Die Eifersucht Gottes ist eine gesunde Eifersucht, eine liebevolle Eifersucht, nicht die Art selbstsüchtiger und unsicherer Eifersucht, die manchmal Ehen ruiniert.

Wenn du versuchst, auf kirchliche oder religiöse Weise heilig zu sein, kannst du in einem Käfig religiöser Regeln leben.

Wenn man die Liebe Gottes wirklich kennt, kann man unglaublich frei sein.

Wenn deine Gedanken auf Gottes Liebe fokussiert sind, wenn deine Gespräche von Gottes Liebe geprägt sind, kann dein Leben ganz anders werden.


Wenn euch also der Sohn Gottes befreit, dann seid ihr wirklich frei. Johannes 8,36

Dienstag, 7. Juli 2020

Gottes Hilfe in deiner Not

Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder. Ps 9,2 NLB

Ich will alle Gottes Wunder erzählen.

Wir müssen Gottes Wunder nicht begrenzen oder kleinreden. Wunder wirken ist Gottes Vorgehensweise. Es gehört zu seiner Natur und seinem Wesen.

Gott ist Liebe und Gott ist auch allmächtig. Wenn Gott seine Allmacht für seine geliebten Kinder nicht einsetzen will, dann läuft
etwas verkehrt mit seiner Liebe, aber das kann nicht sein.

Alles, was gut und vollkommen ist, wird uns von oben geschenkt, von Gott, der alle Lichter des Himmels erschuf. 

Anders als sie ändert er sich nicht, noch wechselt er zwischen Licht und Finsternis. Jakobus 1,17 

Rufe mich an, dann werde ich dir antworten und werde dir große und gewaltige Dinge mitteilen, die du nicht weißt. Jer 33,3

Gott hat nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle gegeben. Und wenn Gott uns Christus gab, wird er uns mit ihm dann nicht auch alles andere schenken?
Römer 8,32 


Viele zitieren diesen Vers, aber sie wollen keine großen Wunder hier auf Erden erwarten. Alles muss warten, bis wir sterben.

Blinde werden sehen, aber erst nach dem Tod.
Krebspatienten werden keinen Schmerz mehr leiden, aber erst nach dem Tod.

Aber Jesus heilte die Blinden hier auf Erden. Wenn Kranke Gottes heilende Kraft bei Jesus suchten, heilte er sie auf der Stelle.

Er sagte nie: warte bis du stirbst.
Jesus sagte nie: du musst deine Krankheit mit heiliger Geduld ertragen, damit Gott deinen Charakter aufbaut.


Es gibt eine weit verbreitete theologische Sichtweise, dass die Wunder im Neuen Testament nur für eine befristete Zeit bestimmt waren, und nur um die Autorität und Identität von Gottes Sohn zu bestätigen. 


Aber Jesus hat diese religiöse Theorie nie gelehrt.

Im Gegenteil.

Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird dieselben Dinge tun, die ich getan habe, ja noch größere, denn ich gehe, um beim Vater zu sein. Johannes 14,12

Hier spricht Jesus mit seinen erwählten Aposteln, aber er spricht im Allgemeinen von allen, die glauben. Seine Verheißung ist unbefristet.

Für Jesus waren allerlei Heilungen und andere Wunder normal. Sein Dienst ist unser Vorbild.
Ein Freund von mir predigte in einer Gemeinde. Er sprach mit einer jungen Frau, die zum ersten Mal in der Kirche war. Sie war Hindu.

Der Prediger gab ihr eine Bibel. Sie las das Neue Testament jeden Abend. Sie war fasziniert, aber sie konnte nicht gut verstehen, bis eines Abends etwas geschah.

Jesus selbst trat in ihr Schlafzimmer und sprach mit ihr. Sie glaubte und bekehrte sich auf der Stelle. 


Wir sind in der Endzeit. Jesus kommt bald. Erwarte Wunder von Gott.

Gott hat nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle gegeben. Und wenn Gott uns Christus gab, wird er uns mit ihm dann nicht auch alles andere schenken? Römer 8,32 

 
Er vergibt mir alle meine Sünden und heilt alle meine Krankheiten.
Psalmen 103,3

Gott will dich übernatürlich segnen.

Sonntag, 5. Juli 2020

Gott will dich mit Liebe umarmen.

Wie äußerte sich Gott, wenn er seine Liebe für die Juden im Alten Testament erklären wollte?

Ich selbst werde euch trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet. In Jerusalem sollt ihr getröstet werden.« Jesaja 66,13
 

Haben diese Juden Gottes Liebe verdient? Wenn wir die Geschichte der Juden in der Bibel lesen, sehen wir oft ein abtrünniges Volk, aber Gott blieb treu.

Aber sind wir Christen besser?

Wenn wir die Geschichte der Christenheit lesen, sehen wir dieselbe Mischung von Tugend und Schande.

Vielleicht ist dein christliches Leben auch wie eine Achterbahn, wo du von Segen erzählen kannst, aber auch von Versagen und Scham.

Trotzdem will dich Gott immer noch lieben, immer noch vergeben und retten.

Gott will dich wie ein freundlicher Vater ermutigen.

Du denkst an die Liebe Gottes und Ängste tauchen auf.

Du siehst dich nicht als jemanden, der geliebt werden kann. Wenn Gott dich liebt, ist es irgendwie sein Job, Menschen zu lieben.

Du denkst, Er will dich versorgen und vergeben, aber er kann dich nicht mögen.

Aber dem ist nicht so.


Gott will dich mit mütterlicher Zärtlichkeit umarmen.

In deinen Augen kannst du nie attraktiv sein, aber für eine liebevolle Mutter ist ihr eigenes Kind immer schön.


Doch Zion sagt: »Der HERR hat mich verlassen; der Herr hat mich vergessen.« 


»Kann eine Mutter etwa ihren Säugling vergessen? Fühlt sie etwa nicht mit dem Kind, das sie geboren hat? Selbst wenn sie es vergessen würde, vergesse ich dich nicht!
Jesaja 49,14-15
 

Ich hoffe, du wirst Gottes Liebe heute nicht zurückweisen.

Beten wir auch weiter für die Juden. Gott liebt die Juden immer noch.

Mittwoch, 22. Januar 2020

Zugang zu der Quelle der Liebe

Ihr seid das Licht der Welt… So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.«  Mt 5,14-16 Moses war das Licht seiner Generation. Nach vierzig Tagen allein mit Gott kam Mose als veränderter Mann vom Berg Sinai herab. Sein Gesicht strahlte.

»Das Auge gibt dem Körper Licht. Ist dein Auge gut, dann ist dein ganzer Körper im Licht. Mt 6,22 NGÜ

Wenn eine Frau verliebt ist, strahlen ihre Augen. Ihr ganzes Gesicht leuchtet. Wenn wir Jesus lieben und in seiner Gegenwart leben, sind wir wie verliebte Menschen und die Welt kann es sehen. 


Diese Liebe beruht nicht auf Leistung oder guter Arbeit. Sie kommt aus der Offenbarung, dass Gott dich von ganzem Herzen liebt.

Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat. 1. Joh 4,19 SLT

Kindliches Vertrauen

Wie wächst ein Kind auf? Indem es die Liebe seiner Eltern erlebt und auf ihre Führung vertraut.

 Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht wie ein Kind annimmt, der wird nicht hineinkommen.«  Mk 10,15

In einer gesunden Familie üben die Eltern aufopfernde Liebe aus, und die Kinder genießen diese Liebe. Indem wir uns an der Liebe Gottes erfreuen, leuchten wir wie Lichter in einer dunklen Welt. 

Nichts macht das Gesicht eines Menschen so schön wie die Freude an der Liebe, weil man weiß, dass man geliebt wird.

Gott ist Liebe.
Wenn wir uns auf unser eigenes Streben nach der Einhaltung von Gottes Geboten konzentrieren, verlieren wir die kindliche Freude an Gott, die unsere Quelle der Liebe, Freude und Kraft ist.

Aber ist Gehorsam nicht auch wichtig?

Wenn ihr meine Gebote haltet, dann werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Joh 15,10

Ungehorsam ist kein kindliches Vertrauen an einen guten Vater. Jesus sprach über gute Werke, die Ungläubige an sein Licht ziehen.

Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: ›Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? Mt 25,37

Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: ›Wahrlich, ich sage euch: Was ihr für einen von diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr für mich getan.‹ 
Mt 25,40

Wenn wir Kranke heilen oder Obdachlosen zu essen geben, können deine Mitmenschen durch deine echte Freundlichkeit die Liebe Gottes erkennen.

Der Gehorsam, den Jesus liebt, beruht nicht auf einer Verpflichtung zu einem Priester oder Prediger. Jesus ist nicht beeindruckt, wenn wir danach streben, Zustimmung zu gewinnen, Kritik zu entgehen oder Leitern zu gefallen.

Er aber sagte zu ihnen: »Die Könige der Völker herrschen über sie, und ihre Machthaber werden Wohltäter genannt. Lk 22,25

Aber ihr sollt euch nicht ›Rabbi‹ nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder.
Mt 23,8

Prediger, die einschüchtern und kontrollieren, wollen tugendhafte Christen haben, aber sie zerstören die kindliche Liebe, Freude und den Glauben. Sie blockieren die wahre Quelle des christlichen Lebens.

Furcht ist das Gegenteil von Glauben. Die Angst vor dem Menschen (einschließlich der Kirchenführer) untergräbt das Gottesvertrauen.

 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollendete Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat mit Strafe zu tun. Wer sich fürchtet, der ist noch nicht vollendet worden in der Liebe. 1 Joh 4,18

Sollten Prediger immer weich und tröstlich sein? Jesus war es nicht. Gottesfürchtige Prediger leiten und lehren. Sie fordern ihre Zuhörer heraus, aber sie kontrollieren die Menschen nicht mit Schuld und Einschüchterung.

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.« 
Mt 11,28-30

Jeder Dienst, der mich nicht dazu führt, die Erfüllung von Matthäus 11,28-30 zu genießen, ist nichts für mich und ich hoffe nicht für dich.

Samstag, 16. November 2019

Bist du ein Ermutiger oder ein Rechthaber?

Ein echter Christ ist ein Jünger. Das bedeutet, einer der Lernt, und nie mit dem Lernen fertig ist.

Da sagte nun Jesus zu den Juden, die an ihn geglaubt hatten: »Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger
und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.« 
Joh 8,31-32

Wer sich einbildet, die Wahrheit voll im Griff zu haben, sodass er nie aufhört, irregeleitete Menschen und besonders anders denkende Christen zu verbessern, so einer ist nicht mehr ein Jünger, sondern ein Besserwisser oder Rechthaber.

Wenn jemand meint, er habe etwas erkannt, der hat noch nicht erkannt, wie man erkennen soll. 1 Kor 8,2 L17

Was soll das eigentlich bedeuten? Wenn wir das buchstäblich verstehen wollen, macht es keinen Sinn. Natürlich sollen wir alle als Christen, etwas von Gottes Wahrheit erkennen.
In der Neues Leben Bibel sehen wir, was Paulus wirklich gemeint hat.

Wer behauptet, alle Antworten zu kennen, hat in Wirklichkeit kaum begriffen, auf welche Erkenntnis es ankommt.
Doch wer Gott liebt, der ist von Gott erkannt. 1. Kor 8,2-3 



Wenn ich denke, ich kann andere Christen zurechtweisen, dann muss ich andere Christen lieben und respektieren und ich muss selbst lehrbar sein.

Jesus sagte, wir müssen in Seinem Wort bleiben.
Was bedeutet, in seinem Wort bleiben?

Manche Christen halten fest an gewissen Glaubensätzen und Beweistexten und sie benutzen diese Lehren, um andere Menschen zurechtzuweisen. So waren die Pharisäer, die Jesus und Paulus verfolgten.

Jesus und auch Paulus konnten irregeleitete Menschen zurechtweisen, aber in erster Linie war ihre Vorgehensweise von Barmherzigkeit und Hilfsbereitschaft geprägt.

Bist du ein Ermutiger? Wenn du nicht täglich deine Mitmenschen mit Liebe ermutigst, bist du schon irgendwie schiefgegangen. 


Vielleicht hast du auch manche nicht so positiven Tage. Ich auch. Auch Paulus wusste, dass immer noch unterwegs war, und sein Ziel nicht erreicht hatte.

Ich will nicht behaupten, ich hätte dies alles schon erreicht oder wäre schon vollkommen! 

Aber ich arbeite auf den Tag hin, an dem ich endlich alles sein werde, wozu Christus Jesus mich errettet und wofür er mich bestimmt hat. Philipper 3,12 


Fokussierst du immer nur auf Glaubenssätze und Beweistexte und willst immer andere Christen immer belehren und den Anschein geben, du hättest immer in allem recht? Dann bist du auf dem Holzweg.

Paulus belehrte irregeleitete Christen, aber er war auch immer demütig und von Liebe motiviert.


Mein Herz ist erfüllt von tiefem Schmerz und großer Trauer
um mein Volk, meine jüdischen Schwestern und Brüder


Ich wäre sogar bereit, für immer verflucht zu sein und von Christus getrennt, wenn ich sie dadurch retten könnte. Römer 9,2-3

Auch Jesus hat seine jüdischen Zeitgenossen mit scharfen Worten zurechtgewiesen und auch mit den Flammen der Hölle bedroht, aber trotzdem war sein Herz von Liebe bewegt.

Als sie sich jedoch Jerusalem näherten und Jesus die Stadt vor sich liegen sah, begann er zu weinen. »Wie sehr wünschte ich, du würdest noch heute den Weg des Friedens finden. Doch nun ist es zu spät, und der Friede bleibt dir fremd. Lukas 19,41-42

Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Lk 13,34

Wenn wir wegen falscher Lehren entrüstet sind, müssen wir immer wieder zu dieser Liebe und Barmherzigkeit Gottes zurückkommen, damit wir nicht stolz und selbstgerecht werden.
Jesus liebte seine Feinde, die religiösen Leiter, die ihn verfolgten, und er betete für sie mit bitteren Tränen.

Paulus selbst war einer dieser Feinde, bis Jesus mit Liebe und Vergebung auf ihn zu kam, so dass Paulus umkehrte und sich bekehrte.

Paulus wurde dann von denselben rechthaberischen religiösen Leitern verfolgt, aber er liebte sie auch mit bitteren Tränen.

Bist du ein Ermutiger? Wen trägst du auf deinem Herzen?


Dienstag, 15. Oktober 2019

Verachte dich selbst nicht. Gott liebt dich.

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Matthäus 11,28

Gott liebt dich und mich. Wir alle sind schiefgegangen. Wir alle sind unwürdige Sünder, wir brauchen Gottes Vergebung. Ohne Gottes Vergebung müssen wir immer streben, unsere Scham zu verstecken und unser Versagen zu verschleiern.

Du und ich haben eine Sehnsucht nach Liebe, aber wir zweifeln immer, ob wir liebenswert sein können.
Viele reagieren mit übertriebene Ichbezogenheit. Die religiöse Christenheit hat deswegen alle Selbstliebe als Sünde verworfen. Viele streben danach, Selbstliebe zu widerstehen. Sie versuchen, andere zu lieben aber sich selbst nicht zu lieben.

Aber das funktioniert nicht gut.

Von der Sozialwissenschaft lernen wir, dass sehr viele Patienten einen Arzt besuchen, ein Rezept bekommen, aber das Medikament kaufen sie nicht.

´´Stellen Sie sich vor, einhundert Leuten würde ein Medikament verschrieben. Was passiert? Jeder Dritte geht gar nicht erst zur Apotheke. Zwei Drittel holen zwar das Medikament ab, nehmen es aber falsch ein. Sie vergessen einfach, ihre Tabletten zu nehmen, morgens zum Beispiel, wenn es schnell gehen muss.´´
Peterson, Jordan B.. 12 Rules For Life: Ordnung und Struktur in einer chaotischen Welt - Aktualisierte Neuausgabe (German Edition) (p. 84). Goldmann Verlag. Kindle Edition.

Warum vernachlässigen wir unsere eigene Gesundheit? Wegen Mangel an echte gesunde Selbstliebe.


Aber Sozialwissenschaftler haben einen noch erstaunlicheren Befund aufgewiesen.

Wenn sie vom Tierarzt ein Rezept bekommen, sind fast alle Menschen sehr zuverlässig und verwenden die Medizin genau richtig.

Jesus sagt uns, wir sollen uns selbst lieben. Aber nein! Wirklich?

… «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst... Mk 12,31 ELB

Aber viele Prediger behaupten seit jeher, dass ein jeder von uns sich selbst zu sehr liebt. Wir müssen deshalb streben, uns nicht zu lieben.

Und die sehr viele Menschen, die verzweifeln und Selbstmord begehen, lieben sie sich wirklich?
So viele Menschen respektieren sich selbst nicht, versorgen sich selbst nicht, schützen sich selbst nicht.

Ja, es gibt Menschen, die sich selbst scheinbar anbeten, aber auch so viele, die sich selbst hassen oder verachten.

Ich besuchte eine Gemeinde in Deutschland, wo der Prediger mit Sehnsucht für Erweckung betete. Er fragte einst Gott, warum die so lange ersehnte Erweckung noch nicht gekommen sei.


Er sagte uns, wie ihm Gott eine erstaunliche Antwort gegeben hat.

Wir warten noch auf die Erweckung, weil so viele Christen sich selbst nicht lieben.


Einst hatte ich ein Problem, weil ein Pastor mich überheblich beherrscht hatte.

Immer wieder dachte ich wie ich seine Diktatur hätte widerstehen sollen. Immer wieder tauchte Wut und Groll in mir auf. Dann habe ich jedes Mal Buße getan. Ich habe Gott um Vergebung gebetet. Ich habe meine Vergebung über den Pastor proklamiert.

Aber wenige Tagen später tauchte die Wut wieder auf.

Dann habe ich den Kampf aufgegeben. Ich sagte Gott einfach:
``Lieber Gott. Du siehst meine Gedanken. Was denkst du darüber?``
Der Heilige Geist antwortete sofort:
´´Du kannst dem Pastor nicht vergeben, weil du dir selbst nicht vergeben kannst. Du hättest widerstehen sollen und du hast versagt. Du musst dir selbst für dein Versagen vergeben.``


Dann war ich befreit.

Es handelte sich um Fehlen von Selbstachtung. Es gibt einen gottgegebenen Selbstrespekt. Das ist ein Aspekt von der gesunden Selbstliebe, wovon Jesus spricht.

Paulus behandelt dasselbe Thema.

Er warnt gegen extreme Unterwürfigkeit, die auch ein Aspekt von fehlender Selbstliebe ist.


Ihr nehmt es hin, wenn sie euch zu ihren Sklaven machen, euch alles wegnehmen, was ihr besitzt, und euch übervorteilen, wenn sie vornehm tun und euch ins Gesicht schlagen. 2. Korinther 11,20

Auch Jesus warnt uns gegen autoritäre Prediger.

Lasst euch niemals ›Rabbi‹ nennen. Ihr habt nur einen Meister, und ihr alle seid gleich, wie Brüder und Schwestern. Matthäus 23,8

Extreme Unterwürfigkeit ist schrecklich, aber Rebellion und Selbstsucht sind keineswegs besser.


Wenn ein Mann eine Prostituierte besucht, verachtet er nicht nur die Frau, sondern auch sich selbst.


Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, der in euch lebt und euch von Gott geschenkt wurde? Ihr gehört nicht euch selbst … 1. Korinther 6,19

Gesunde Selbstliebe ist auch ein Gegengift für Drogensucht und Pornosucht.

Du kannst dich nur richtig lieben, wenn du lernst, die Liebe Gottes zu erleben, wenn du lernst, dich selbst zu Schätzen, wie Gott dich schätzt.