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Sonntag, 5. Mai 2024

Die Rolle der Frauen im NT

 Im Alten Testament waren die Priester Mittler zwischen den hebräischen Gläubigen und Gott. Sie waren also Fürbitter. Die Juden brachten auch die Opfertiere zu den Priestern, die sie dann im Namen des Volkes Gott darbrachten.

Als Christen sind wir alle, Männer und Frauen, aufgerufen, füreinander zu beten. Gott erhört unsere Gebete durch das Blutopfer seines Sohnes Jesus am Kreuz.

Die Priester waren auch geistliche Lehrer. Sie studierten die Heilige Schrift und lehrten die Menschen, wie sie Gott gefallen können. Da im Neuen Testament christliche Männer und auch Frauen zu Priestern ernannt werden, sind christliche Männer und Frauen dazu berufen, die Bibel zu studieren und zu lehren.

Manche werden jedoch einwenden, dass Paulus die Frauen angewiesen hat, still und unterwürfig zu lernen. Das heißt nicht, dass Frauen keine Lehrerinnen sein können. 

Es bedeutet, dass Frauen erst lernen müssen, bevor sie qualifiziert sind zu lehren. Natürlich dürfen auch Männer nicht zu lehren beginnen, bevor sie als Jünger ausgebildet worden sind.

Eine Frau soll in der Stille und in aller Unterordnung lernen.
Ich erlaube der Frau nicht, zu lehren oder über den Mann zu herrschen; sie soll sich still zurückhalten.
1. Tim 2,11–12 NLB

Hier spricht Paulus eine Situation in Ephesus an, in der Menschen, darunter auch Frauen, eine falsche Lehre vertraten. Es handelte sich um Neubekehrte, die zuvor die heidnische Göttin Artemis verehrt hatten, eine jungfräuliche Göttin, die angeblich eine Quelle der Weisheit und Zauberkraft war.

Viele unverheiratete, jungfräuliche Frauen dienten im Tempel der Artemis und wurden als spirituelle Lehrerinnen geachtet. Als sie Christen wurden, gaben einige von ihnen offenbar weiterhin spirituelle Lehren weiter, aber ihre Lehren waren mit den heidnischen Vorstellungen vermischt, an die sie vor ihrer Bekehrung geglaubt hatten. 

Paulus schrieb an Timotheus und forderte ihn auf, diese Situation zu korrigieren.

Damals, bei meiner Abreise nach Makedonien, habe ich darum gebeten: Du solltest in Ephesus bleiben, um gewissen Leuten dort die Verbreitung von falschen Lehren zu verbieten. 

Sie sollen sich nicht mit erfundenen Geschichten und endlosen Stammbäumen befassen. Denn das führt nur zu sinnlosen Gedankenspielereien. Es dient aber nicht dem Auftrag Gottes, den Glauben zu fördern.

Das Ziel der richtigen Lehre ist vielmehr Liebe. Sie erwächst aus reinem Herzen, gutem Gewissen und aufrichtigem Glauben.
Dieses Ziel haben einige aus dem Auge verloren und sich auf leeres Geschwätz verlegt.
Sie wollen Gesetzeslehrer sein. Aber sie verstehen nichts von dem, was sie sagen und was sie so selbstsicher behaupten.
1. Tim 1,3–7 BB

Welche falschen Lehren wollte Paulus korrigieren?

Die Heiden in Ephesus glaubten, Artemis sei vom Himmel herabgestiegen und die Frauen seien zuerst erschaffen worden. Paulus deutet auf die Schöpfungsgeschichte, nach der Adam vor Eva erschaffen wurde.

Denn zuerst wurde Adam geschaffen, danach erst Eva.
Und nicht Adam hat sich verführen lassen. Sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat damit Gottes Gebot.
1. Tim 2,13–14 BB

Heißt das, dass alle Frauen leichter zu verführen sind als Männer? Die Bibel berichtet immer wieder von Männern und Frauen, die verführt oder werden.

Aber hat Paulus nicht auch ausdrücklich gesagt, dass reife Frauen jüngere Frauen lehren sollen?

Entsprechendes gilt für die älteren Frauen: Sie sollen sich ebenfalls würdevoll verhalten, andere nicht verleumden und nicht dem Wein verfallen sein. Sie sollen fähig sein, Gutes zu lehren. 

Dann können sie die jungen Frauen anleiten, ihre Männer und Kinder zu lieben. Tit 2,3–4 BB

Wenn Frauen andere Frauen lehren sollen, heißt das nicht, dass sie nur Frauen lehren sollen.

Da Frauen ebenso wie Männer zum Priestertum berufen sind, müssen auch Frauen lernen, sich für die biblische Lehre zu rüsten. Paulus schickte Phöbe, um seinen berühmten Brief an die Gemeinde in Rom zu überbringen. Ihre Aufgabe bestand darin, der Gemeinde den Brief vorzulesen und Fragen zu beantworten. Es war ein priesterlicher Lehrauftrag.

Paulus sagt der römischen Gemeinde, dass Phöbe ein Diakon und keine Diakonin ist. Das zeigt, dass Phöbe eine Dienerin des Evangeliums war, d.h. eine Predigerin

Das griechische Wort DIAKONOS ist ein Maskulinum. In den Evangelien kann es sich auf eine Dienerin oder einen Hausdiener beziehen, aber in den Schriften des Paulus bezieht es sich immer auf einen Diener des Evangeliums, d.h. auf einen Geistlichen.

Montag, 10. Juli 2023

Wohlstand und Armut

 Manche Christen glauben fest, dass Gott sie mit Wohlstand versorgen will, dass Christen in Luxus leben sollen. 

Abraham glaubte Gott und wurde sehr reich. Wir haben einen besseren Bund als die Juden im Alten Testament. Deshalb sollen wir noch reicher sein.

Stimmt das immer? Jesus hat einem reichen Mann gesagt, er sollte alles weggeben. Er versprach nicht, dass der Mann dann alles zurückbekommen würde.

Aber das war nur der Fall mit einem Mann. Sicher hören wir Zeugnisse von reichen Leuten, die alles weggeben mussten, um Jesus zu folgen, aber wir sehen im Neuen Testament auch andere Jünger, die reich waren und Gott mit ihrem Reichtum dienten.

In Bezug auf Reichtum hat Gott kein Schema F.  In Gottes Reich gibt es keine Einheitsgröße. 

Paulus schrieb,

Sag allen, die in dieser gegenwärtigen Welt reich sind, sie sollen nicht stolz sein und nicht auf ihr Geld vertrauen, das bald vergehen wird. Stattdessen sollen sie ihr Vertrauen auf den lebendigen Gott setzen, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen, damit wir uns daran freuen und es genießen können.

Fordere sie auf, ihr Geld zu nutzen, um Gutes zu tun. Sie sollen reich an guten Taten sein, die Bedürftigen großzügig unterstützen und immer bereit sein, mit anderen zu teilen, was Gott ihnen gegeben hat.

Auf diese Weise legen sie mit ihrem Besitz ein gutes Fundament für die Zukunft, um das wahre Leben zu ergreifen.
1. Tim 6,17–19 NLB


Paulus sagt hier nicht, dass wir prominente Prediger unterstützen sollen, obwohl das auch gut sein kann. Er sagt, wir müssen unser Hab und Gut benutzen, bedürftige Menschen zu unterstützen.

Es gibt doch wohlhabende Christen, die das tun. Gott sei Dank. Aber ich höre oft Wohlstandesprediger, die kein Wort davon sprechen. Das finde ich entsetzlich.

Es gibt wohlhabende Christen, die so wenig Steuern wie möglich zahlen wollen und sich beschweren, wenn die Regierung den Armen eine kostenlose medizinische Versorgung bietet. Sie halten das für bösen Sozialismus. Wie kann diese Sichtweise christlich sein?

Es gibt aber auch ein anderes Extrem.
Ein Prediger zitiert Paulus:

Schließlich haben wir bei unserer Geburt nichts in die Welt mitgebracht und wir können auch nichts mitnehmen, wenn wir sterben.
Deshalb wollen wir zufrieden sein, solange wir nur genug Nahrung und Kleidung haben.
1. Tim 6,7–8 NLB

Wenn jemand obdachlos ist, soll er Gott dafür danken, weil er vielleicht nicht nackt oder hungrig ist? Wenn er keine Toilette in der Stadt findet, soll er nicht für bessere Umstände beten?

Wenn man in Europa oder England oder den USA arbeitet, aber nicht genug Geld verdient, eine Wohnung zu mieten, muss man im Winter in seinem Auto oder einem Zelt schlafen. Ist das in Ordnung?

Es gibt doch extreme Situationen, wo Christen wegen Verfolgung im Knast leiden müssen. Göttliche Zufriedenheit ist in diesem Fall ist eine große Gnadengabe.

Aber Paulus hat auch geschrieben.

Und mein Gott wird euch aus seinem großen Reichtum, den wir in Christus Jesus haben, alles geben, was ihr braucht. Phil 4,19 NLB

Wenn du Essen und Kleider hast, aber ein Auto brauchst, um einen Job zu finden, sollst du ohne Auto zufrieden sein?

Wenn du kein Arbeitslosengeld bekommen kannst, weil du obdachlos bist, keine Adresse und deshalb kein Bankkonto haben kannst, ist das OK?

Gott ist ein guter Vater. Wenn du zu Hause arbeiten musst, um Geld zu verdienen und dich um deine Kinder zu kümmern, kannst du Gott für ein bisschen Wohlstand glauben, dass du dir einen guten Computer und eine gute Internetverbindung leisten kannst.

Und mein Gott wird euch aus seinem großen Reichtum, den wir in Christus Jesus haben, alles geben, was ihr braucht. Phil 4,19 NLB

Ich glaube an kein extremes Wohlstandesevangelium aber auch nicht an eine Theologie, die Armut  schönredet. 

Donnerstag, 11. Februar 2021

Satans Lügen. Gottes Wahrheit.

Es gibt Christen, die so voller Angst vor dem Teufel sind, dass sie Gottes Segen verpassen.

Satan hat Eva mit diesen Lügen betrogen.
1 Lüge : Ihr werdet sein wie Gott
2 Lüge : Ihr werdet unsterblich
3 Lüge : Ihr werdet Erkenntnis erlangen.

Gottes Wahrheit.
1.

Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht! 1 Mose 1,26 SLT

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe. Johannes 14,12 SLT


2.
Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; 

und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das? Johannes 11,25–26 SLT

3.
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Johannes 3,3 SLT

Der noch nicht bekehrte Mensch ist geistlich blind, aber der von neuem geborenen Christ soll eine neue geistliche Sicht haben.

Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen. Epheser 1,18 ELB

Der echt bekehrte Christ hat nicht nur einen neuen Verstand, sondern eine neue geistliche Sicht.

»Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, 

und eure jungen Männer werden Erscheinungen sehen, und eure Ältesten werden in Träumen Visionen haben; Apostelgeschichte 2,17 ELB

Mittwoch, 10. Februar 2021

Ist Meditation Christlich?

New Age ist eine Alternative Religion. In New Age werden Gefühle und Erlebnisse betont. 

In New Age Meditation ist die Vorstellungskraft und besonders die visuelle Vorstellungskraft ermutigt und entwickelt.

Christen müssen natürlich falsche Religionen meiden. Das wird besonders in der Bibel stark betont.

Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! 2. Mose 20,3 SLT

Das Volk Gottes muss nicht nur andere Götter ablehnen. Im Alten Testament durften die Juden die Anbetungspraktiken und religiösen Bräuche anderer Religionen nicht nachahmen.

Viele Christen vermeiden deshalb alle intensive Meditation, weil Meditation in Buddhismus, Hinduismus, Yoga und New Age sehr prominent ist.

Aber das macht Probleme, denn die Bibel lehrt uns, dass wir nicht nur die Bibel lesen, lernen und studieren müssen, sondern dass wir auch intensiv meditieren sollen.

Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt,

sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!
Ps 1,1–2 ELB


In der englischen Bibel sehen wir hier das Wort „meditate“.

But his delight is in the law of the LORD, And in His law he meditates day and night. Psalm 1:2 NKJV

Was ist das hebräische Wort? „hagah“

to roar, growl, groan, to utter, speak. to meditate, devise, muse, imagine. (Strong‘s Lexicon)

Das heißt: zu brüllen, knurren, stöhnen. sich äußern, sprechen. meditieren, ersinnen, grübeln, sich vorstellen.

Was soll das bedeuten? Unsere Beziehung zu Gott und seinem Wort involviert alle Aspekten unserer Gedankenwelt und Emotionen, auch unsere Vorstellungskraft.

Dürfen wir also meditieren und visualisieren?

In der Bibel wird Gottes Wahrheit immer wieder mit lebhaften visuellen Veranschaulichungen vorgestellt.

Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer.

Du Elende, Sturmbewegte, Ungetröstete! Siehe, ich will deine Steine in Bleiglanz legen und deine Grundfesten mit Saphiren bauen.

Ich will deine Zinnen aus Rubinen machen und deine Pforten aus Karfunkeln und alle deine Grenzmauern aus köstlichen Steinen.
Jesaja 54,10–12 SLT


Soll der Heilige Geist auf diese Weise sich äußern, aber uns verbieten, auf diese Weise nachzudenken?

New Age kommt nicht von Gott, sondern von der Finsternis. Der Teufel kann nichts kreieren. Er kopiert alles von Gott, von dem Schöpfer aller Dinge.

Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. Matthäus 22,37 SLT

Deine Gedankenwelt inkludiert Bibelstudium, Theologie, Mathematik, Logik, Auswendiglernen, Musik, Pläne machen, usw, usw.

Aber deine Gedankenwelt inkludiert auch Erinnerungen, Träume, Tagesträume, Nachsinnen, Meditieren und allerlei Vorstellungen, auch visuelle.  

Träume und Tagesträume können sündhaft oder heilig sein. Wir müssen unsere Vorstellungskraft nicht abschaffen, sondern durch Gottes Wort mit dem Heiligen Geist heiligen.


Donnerstag, 22. Oktober 2020

Jesus die Quelle des Lebens

Es gibt jemanden, der dir ein echt erfülltes Leben schenken möchte.
Aber es gibt auch jemanden, der dich von dieser Erfüllung zurückhalten will, der dir alles berauben will.

Wenn du dazu gekommen bist, den Gott der Bibel als reine Liebe zu erkennen, bist du wirklich gesegnet, aber Gott hat einen starken Feind, der alles verderben will.

Die meisten Menschen respektieren Jesus einigermaßen, aber er war als Mensch schmerzhaft missverstanden.

Er kam als Sohn Gottes und Prophet der heiligen Liebe, aber die meisten Geistlichen haben ihn verworfen.

Jesus war mit den verachteten Hardcore Sündern wirklich freundlich, aber sehr kritisch gegenüber die lieblosen gesetzlichen religiösen Menschen.

Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt, und ihr sagt: ‘Seht ihn euch an, diesen Vielfraß und Säufer, diesen Kumpan der Zolleinnehmer und Sünder!’ Lukas 7,34 GN

Jesus wird auch bis heute falsch dargestellt.

  • Er soll ein großer religiöser Lehrer sein, aber nur ein Mensch.

Welcher gute Mensch hat je behauptet, der Ewige Sohn Gottes zu sein?

 Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Joh 14,6-7 EIN

  • Jesus wird als islamischer Prophet dargestellt, aber in dem Koran lesen wir, dass Allah kein Vater ist und keine Kinder haben will.

  • Weil Jesus barmherzig und voller Gnade war, lehren manche, dass Gott keine Sünder verdammen wird, aber Jesus selbst hat streng gewarnt, dass wir nur durch Umkehr und echten Glauben Gottes Urteil entkommen dürfen.


Gott hat seinen Sohn ja nicht in die Welt geschickt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch ihn zu retten.

Wer ihm vertraut, wird nicht verurteilt, wer aber nicht glaubt, ist schon verurteilt. Denn der, an dessen Namen er nicht geglaubt hat, ist der eine und einzigartige Sohn Gottes.
Joh 3,17–18 NeÜ


Viele behaupten, dass Jesus im Neuen Testament die Kranken heilte, aber er heilt nicht mehr wie damals. Falsch!

In seiner letzten Rede vor seiner Himmelfahrt hat Jesus alle Gläubigen beauftragt, die Kranken zu heilen, und diese Anweisung ist nicht Zeit befristet.

Folgende Zeichen werden die begleiten, die glauben: Sie werden in meinem Namen Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden,  

wenn sie Schlangen anfassen oder etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden,  

Kranken, denen sie die Hände auflegen, wird es gut gehen.“ Markus 16,17–18 NeÜ

Es gibt jemanden, der dir ein echt erfülltes Leben schenken möchte.
Aber es gibt auch jemanden, der dich von dieser Erfüllung zurückhalten will, der dir alles berauben will.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu zerstören. Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen. Joh 10,10  

Dienstag, 1. September 2020

Bist du nicht ernst genommen?

Es kann sehr erniedrigend sein, wenn du nicht ernst genommen wirst.

Du bist eine sehr kompetente Frau, aber die einzige Frau in einem wichtigen Meeting. Man bespricht ein sehr schwieriges Problem. Dann erklärst du die perfekte Lösung, aber du wirst ignoriert.

Wenige Minuten später spricht ein Mann, der besonders respektiert ist. Er macht einen hervorragenden Vorschlag, und seine Idee wird von allen mit Begeisterung angenommen. Aber sein Vorschlag war genau dieselbe Idee, die du schon vor wenigen Minuten erklärt hast.

Der große deutsche Komponist, Felix Mendelssohn, hatte eine Schwester, die ebenso begabt war, aber sie war eine Frau.

Ihre wohlhabende Familie beförderte die glänzende Karriere von Felix, aber Fanny durfte keine musikalische Karriere haben. Sie war halt eine Frau und sie musste die Pflichten einer Frau erfüllen.

Im Zweiten Weltkrieg hat Japan fast alle Länder in Ost Asien eingenommen. Australien war bedroht. Es waren in der australischen Armee manche Ureinwohner. Einer davon war außergewöhnlich kompetent. Trotz aller Vorurteile wurde er Oberst.

Nach dem Krieg suchte er einen Job, aber konnte trotz seiner glänzenden Talente keinen guten Job finden.

Es tut weh, nicht ernst genommen zu sein.

In der Bibel sehen wir, wie Gott Menschen ernst nimmt, die von anderen herabgeschaut werden.

Die Männer, die Jesus als Apostel erwählte, waren keine theologisch ausgebildete Schriftgelehrten. Sie wurden von den religiösen Leitern verachtet, aber Gott hatte andere Ideen.

Das Wirken der Apostel hatte zur Folge, dass man die Kranken auf Betten und Bahren auf die Straße trug, nur damit der Schatten von Petrus auf sie fiel, wenn er vorüberging.

Scharenweise strömten die Leute aus den umliegenden Dörfern nach Jerusalem und brachten ihre Kranken und die von bösen Geistern Besessenen, und alle wurden geheilt.
Apg 5,15-16

Es tut weh, wenn man auf dich herabschaut. Aber was ist wichtiger, Ansehen bei Menschen, oder Freundschaft mit Gott?

Du kannst auch danach streben, durch christlichen Dienst hoch angesehen zu sein. Viele tun das.

Es ist erniedrigend, nicht ernst genommen zu sein. Leider ist es eine christliche Tradition, Frauen in Leiterschaft nicht ernst zu nehmen. 

Konservative Christen finden Beweistexte, um diese falsche Sichtweise zu rechtfertigen, aber diese sind nur Vorwände und Ausreden.

In diesen Tagen werde ich meinen Geist sogar über alle meine Diener, ob Mann oder Frau, ausgießen, und sie werden weissagen.

Und ich werde Wunder oben am Himmel tun und Zeichen unten auf der Erde – Blut und Feuer und Rauchwolken. Apg 2,18-19

In dieser Endzeit wirkt Gott unzählige erstaunliche Wunder. Männer und Frauen heilen Kranken und erwecken Toten.

Weißt du das? Wenn nicht, hast du die Sache nicht erforscht.

Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden. Matthäus 7,7

Weißt du nicht, dass Gott immer noch Wunder wirkt? Hast du gebetet? Hast du gesucht? Hast du erforscht?

Was ist deine Berufung?

Niemand soll dich gering schätzen, nur weil du jung bist. Sei allen Gläubigen ein Vorbild in dem, was du lehrst, wie du lebst, in der Liebe, im Glauben und in der Reinheit. 1. Timotheus 4,12

Niemand soll dich gering schätzen, weil du eine Frau bist, oder weil du nicht ordiniert bist.

Gott nimmt dich ernst, egal wie die anderen Denken. Willst du auch Gott ernst nehmen?

Freitag, 28. August 2020

Gott Rettet aus Extremer Not

 Wir können oft nicht erklären, warum Christen oft Unheil leiden, aber Jesus hat uns versprochen, dass wir in dieser Welt leiden müssen.

Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! Johannes 16,33

Wir sehen in der Bibel viele Texte, in dem Gott verspricht, uns zu segnen, zu heilen, zu schützen und zu retten. Aber sollen wir auch nicht leiden? Genau.

Proben kommen von Gott, nicht um uns zu quälen, sondern damit wir stark mit Gott werden, damit unser Gottesvertrauen zunimmt, damit Gott uns noch mehr segnen kann.

Zahlreich sind die Leiden des Gerechten, doch aus allem befreit ihn der HERR. Ps 34,20 ZUR

Wer Jesus nachfolgen will, muss Proben erwarten.

Liebe Brüder, wenn in schwierigen Situationen euer Glaube geprüft wird, dann freut euch darüber.

Denn, wenn ihr euch darin bewährt, wächst eure Geduld.

Und durch die Geduld werdet ihr bis zum Ende durchhalten, denn dann wird euer Glaube zur vollen Reife gelangen und vollkommen sein und nichts wird euch fehlen.
Jakobus 1,2-4


Es gibt verschiedene Proben im Leben, aber eins ist sicher. Wer Jesus nachfolgt, muss Verfolgung erwarten.

Glückselig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Mt 5,10

Paulus musste viel leiden, aber Gott hat ihn immer wieder geheilt und aus extremer Not befreit.

  • Fünfmal haben die Juden mir neununddreißig Hiebe verabreicht.  Dreimal wurde ich ausgepeitscht. 
  • Einmal wurde ich gesteinigt. 
  • Ich habe drei Schiffsbrüche überlebt. Einmal verbrachte ich eine ganze Nacht und einen Tag auf dem Meer treibend. 2. Korinther 11,24-25


Es gibt Christen, die eine skeptische Haltung belegen wollen. Sie meinen, wir sollen nicht mehr in unserer Zeit Zeichen und Wunder erwarten.

Sie deuten auf Paulus, der so viel leiden musste. Sie wollen damit beweisen, dass wir nicht wunderbare Heilungen erwarten sollen, sondern eher Leiden.

Aber wenn wir die Geschichte von Paulus näher betrachten, müssen wir eine ganz andere Schlussfolgerung ziehen.

Zum Beispiel, der Bericht von der Steinigung ist ein unbestreitbarer Beweis, dass der Dienst von Paulus nur mit Gottes Wunderheilung möglich war.

Da kamen einige Juden aus Antiochia und Ikonion und hetzten die Menge so sehr auf, dass sie Paulus steinigten und ihn vor die Stadt schleppten. Dort ließen sie ihn liegen, denn sie dachten, er sei tot.

Doch als die Gläubigen ihn umringten, stand er auf und kehrte in die Stadt zurück. Am nächsten Tag zog er mit Barnabas weiter nach Derbe.
Apostelgeschichte 14,19-20


Wer in diesem Text keine Wunderheilung erkennt, ist fest entschlossen, nicht zu glauben.


Es gibt manche Christen, die immer nur Segen und dramatische Wunder erwarten, aber keine harten Proben. Die wohnen in einem religiösen Traumland.

Aber andere wollen alles infrage stellen. Sie haben keinen Bock auf dramatische Zeugnisse. Das ist auch ein gefährlicher Fehler.

Heidi und Roland Baker missionieren in Moçambique. Sie retten Waisen und Kinder, die als Soldaten oder Prostituierten versklavt sind. Dann adoptieren sie diese Kinder und viele dieser Kinder werden selbst Missionaren.

Ein Mädchen ging zu einem islamischen Dorf und predigte laut das Evangelium von Jesus. Die Moslems fingen an, Steine zu schleudern. Dann schrie das Mädchen, ´´Du bist nicht mehr Taub! Du kannst jetzt in Jesus Namen hören.`` Ein Mann ließ den Stein von seiner Hand fallen. Er jubelte laut. ´´Ich kann hören!``

Dann hörte die Verfolgung sofort auf. Die Moslems bekehrten sich zu Jesus.

Heidi Baker erzählt von vielen erstaunlichen Wundern, aber wer ihre Geschichte näher betrachten will, findet ein sehr hartes Leben mit extremer Verfolgung.

Jesus ist unser Vorbild. Er wurde immer wieder verfolgt, aber sein Leben war von Zeichen und Wundern geprägt. So soll es auch mit uns sein, wenn wir ihm nachfolgen.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.  Joh 14,12

Wer im Schutz des Höchsten lebt, der findet Ruhe im Schatten des Allmächtigen.
 

Der spricht zu dem HERRN: Du bist meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, dem ich vertraue.
 

Denn er wird dich vor allen Gefahren bewahren und dich in Todesnot beschützen. Psalmen 91,1-3



Freitag, 21. August 2020

Einwände gegen Zeichen und Wunder.

 ´´Das kann nicht von Gott sein. Ich sehe dieses Wunder nicht in der Bibel.``

Es gibt noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn man dies alles aufschreiben würde, glaube ich, könnte die ganze Welt die Bücher nicht fassen, die man dann schreiben müsste. Johannes 21,25 

Man sieht oder hört heutzutage von so vielen Wundern, die man nicht in der Bibel finden kann. Aber Jesus von Nazareth hat auch viele Wunder bewirkt, die nicht in der Bibel zu finden sind.

Das gibt zu denken.

Gott verändert sich nicht, aber er handelt nicht immer wieder auf dieselbe Weise.  

  • Als die Hebräer das Rote Meer überqueren mussten, gingen sie auf trockenem Land am Meeresboden.
  • Als die nächste Generation Jordan überqueren sollten, mussten die Priester in den Strom zuerst eintreten und erst dann hat Gott das rauschende Wasser zurückgehalten.
  • Als Jesus mit seinen Jüngern das Meer von Galiläa überquerte, ging er mit ihnen in einem Boot. Sie wurden von einem gewaltigen Sturm bedroht.


Da sprach er zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf und befahl den Winden und dem See; und es entstand eine große Stille. Matthäus 8,26

  • Ein anderes Mal überquerte Jesus denselben See, indem er zu Fuß auf dem Wasser ging.


Und als ihn die Jünger auf dem See gehen sahen, erschraken sie und sagten: »Es ist ein Gespenst!« und schrien vor Furcht. Mt 14,26

Wenn Gott auf eine ganz neue und unerwartete Weise handelt, haben wir oft Angst. Wir denken, es muss von  Unten sein, eine Erscheinung des Teufels. Das ist natürlich und menschlich und Gott kann uns liebevoll zurechtweisen.

Aber wenn unsere natürliche menschliche Reaktion zu einer rechthaberischen Verwerfung der Erfahrung führt, gehen wir irre, und zwar auf eine sehr gefährliche Weise.

Im Neuen Testament lesen wir eine Warnung, dass in der Endzeit der Anti Christ viele Menschen betrügen wird, und zwar mit Zauberkraft.

... und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt.
 

Der Böse aber wird in der Macht des Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern. 2. Thessalonicher 2,8-9

Viele haben Angst vor Zeichen und Wundern in unserer Zeit, weil sie fürchten, dieser Anti-Christ könnte einschleichen und an der Kanzel einer charismatischen Gemeinde erscheinen.

Aber Gottes Wort erklärt etwas ganz anders. Der Böse, DER Anti-Christ wird nicht getarnt einschleichen, sondern er wird ´´offenbart werden.``

Jesus hat viele Zeichen und Wunder bewirkt. Er warnte zwar gegen falschen Christen, und es gibt solche Tyrannen heute, die teuflische Sekten gründen und Menschen drangsalieren.

Aber Jesus betonte immer wieder, die Gefahr, dass man echte Zeichen und Wunder als teuflisch verwerfen könnte, und dadurch Gottes Urteil auf sich selbst bringen würde.

Es gibt so viele fehlgeleiteten Christen, die alle Zeichen und Wunder als Ketzerei entlarven wollen, weil sie Angst haben, vor ´´lügenhaften Zeichen und Wundern.``

Wenn sie wirklich gottesfürchtig sein wollen, sollen sie Angst davor haben, Gottes Werke als teuflisch zu verwerfen.

Als Jesus Dämonen austrieb, haben die Pharisäer Jesus angeklagt. Sie behaupteten, dass Jesus seine Wunder mit Zauberkraft von dem Teufel bewirkte. 

 Jesus warnte, dass wenn man Gottes Werke als teuflisch verurteilte, war das die Sünde der Gotteslästerung.

Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den Menschen vergeben, auch die Lästerungen, womit sie Gott lästern;

wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist des ewigen Gerichts schuldig.« 
Mk 3,28-29


Wenn man so intensiv auf ´´lügenhafte Zeichen und Wunder`` fokussiert, dass man wenige oder gar keine Wunder als echt anerkennen will, kommt man in Gefahr, Gotteslästerung zu begehen.

Es gibt Bibellehrer, die immer wieder falsche Wunder entlarven wollen, aber keine echten Wunder feiern. Diese angeblichen Bibellehrer sind auf einem sehr gefährlichen Abweg.

Wenn ich sehe, dass manche Krebspatienten Heilung suchen, aber trotzdem sterben, finde ich das traurig.

Aber wenn andere Krebspatienten in derselben Versammlung wirklich geheilt werden?

Ich werde die Heilungen feiern, und nicht wegen Enttäuschungen den Dienst als falsch verwerfen.

Donnerstag, 20. August 2020

Vom Heiligen Geist Täglich Geführt

 Du kannst vielleicht eine Gemeinde finden, wo alle Aussagen in ihren offiziellen Glaubenssätzen richtig sind, wo keine falschen Lehren in den Predigten zu hören sind, und trotzdem ist die Gemeinde nicht auf dem Weg mit Jesus.

Im Neuen Testament haben die Pharisäer gestrebt, alle Gebote im Alten Testament zu halten, mehr als 600. Trotzdem war Jesus, der Sohn Gottes, mit den Pharisäern nicht zufrieden.
 

Was ist das Problem?
 
Bedenken wir zwei Worte, richtig und wichtig.

Wenn wir immer nur streben, alles richtig zu glauben, keine Fehler zu machen, können wir trotzdem versagen.

Jesus war mit seinen Freunden, Maria, Marta und Lazarus zu Besuch.
Marta war mit ihrer Pflicht als Gastgeberin beschäftigt. Sie wollte alles richtig machen, aber ihre Schwester Maria saß und hörte Jesus zu. Marta beschwerte sich, dass Maria ihr nicht helfen wollte.

Doch Jesus antwortete ihr: »Marta, Marta, du bist um so vieles besorgt und machst dir so viel Mühe.
Nur eines aber ist wirklich wichtig und gut! Maria hat sich für dieses eine entschieden, und das kann ihr niemand mehr nehmen.«
Lukas 10,41-42


Wie kannst du ein guter Christ sein?
Vielleicht ist diese Frage schon ein Fehler.
Im Neuen Testament finde ich diese Worte nicht, ´´Guter Christ``.

Was sagte Jesus?

Wieder einmal redete Jesus zu ihnen und sagte: »Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der irrt nicht in der Finsternis umher, sondern wird das Licht des Lebens haben.« Joh 8,12

Wie kann ich Jesus nachfolgen? Jesus ist nicht mehr sichtbar mit uns.
Jesus ist unser Vorbild, aber Jesus war auch irgendwie ein Nachfolger. Er war der Christ, der Gesalbte. Er wurde von dem Heiligen Geist immer geführt.

Wer mich nicht liebt, wird nicht tun, was ich sage. Vergesst nicht: Meine Worte kommen nicht aus mir selbst, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Johannes 14,24

Jesus hatte das Alte Testament ausführlich studiert, aber er hat nicht nur aus seinen Bibelkenntnissen gesprochen. Er war die ganze Zeit in enger Gemeinschaft mit dem Vater und dem Heiligen Geist. Er sprach, wie es Ihm von Oben gegeben wurde.

Jesus wurde von dem Vater gesandt und von dem Heiligen Geist geführt.

Und wir?

Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, die sind Söhne Gottes. Römer 8,14

Bist du mit der Führung des Heiligen Geistes vertraut, oder strebst du vielmehr mit deinem menschlichen religiösen Verstand ein guter Christ zu sein?

Wie kannst du anfangen, die Führung des Heiligen Geistes zu vernehmen?
Das Hauptanliegen des Heiligen Geistes ist immer, dass du auf Jesus schaust, den wir sind berufen, Jesus nachzufolgen.


Wenn wir Matthäus, Markus, Lukas und Johannes mit frischen Augen lesen, und nicht durch die Brille  unserer fest etablierten Theologie, sehen wir eine erstaunlich lebhafte Geschichte.

Jesus besuchte regelmäßig den Gottesdienst, genau wie wir, aber sein Hauptanliegen war nicht anzupassen, sondern Gottes Reich bekanntzumachen. Immer wieder heilte er leidende kranke und behinderte Menschen, auch am Sabbat, und auch in Gottesdiensten. Damit hat er gegen die Regel der Leiterschaft absichtlich verstoßen.

Wenn Jesus eingreift, sehen wir immer einen Konflikt zwischen Gottes Wegen und der in den Kirchen akzeptierten Ordnung.

Heilungen und Wunder haben im Neuen Testament Kritik und Konflikte provoziert und es ist auch heute nicht anders.

Es gibt eine weit verbreiteten Lehrsatz. 

Jesus hat Zeichen und Wunder bewirkt, um seine Identität und Autorität zu bestätigen. 

Er hat diese Aufgabe auch seinen Aposteln weitergegeben, um die neue Kirche zu gründen. Danach sollten diese Zeichen und Wunder angeblich nicht mehr notwendig sein. Wir sollen sie deswegen nicht mehr erwarten.

Aber was sagte Jesus selbst?

Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird dieselben Dinge tun, die ich getan habe, ja noch größere, denn ich gehe, um beim Vater zu sein. Johannes 14,12

Diese Verheißung war auch eine Aufgabe, und nicht nur für die Apostel.
Jesus sagte: ´´Wer an mich glaubt.``
Die Verheißung war auch nicht Zeit befristet.

Wir haben denselben Heiligen Geist wie Jesus, und wir haben auch die Aufgabe von Jesus, ein übernatürliches Leben mit der Kraft des Heiligen Geistes zu führen.

Wie kannst du anfangen, die Führung des Heiligen Geistes nachzufolgen? Wenn du betest, kannst du erwarten, dass Gott antwortet.


Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; Joh 10,27

Montag, 17. August 2020

Der Heilige Geist Spricht Immer Noch

Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk.
Wenn aber das Vollkommene kommen wird, dann wird das Stückwerk aufhören.
1 Kor 13,9-10


Selbst Paulus hat erkannt, dass sein Wissen nicht vollkommen war. 

Ich will damit nicht sagen, dass die Briefe von Paulus irgendwie fehlerhaft sind. 

Diese Briefe kamen vom Heiligen Geist. Die Briefe von Paulus kommen von Gott, ebenso wie die Bücher von Mose, die Zehn Gebote und die Predigten von Jesus.

Aber Mose hat nicht alles weitergegeben, was auf Gottes Herz ist. Selbst Jesus hat nicht alles mitgeteilt, was Gott uns offenbaren will.

Ich habe euch noch viel zu sagen; aber es würde euch jetzt überfordern.
Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, dann wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hört, das wird er sagen, und was zukünftig ist, wird er euch mitteilen.
Joh 16,12-13


Jesus hatte noch viel zu sagen. Etwas davon hat Jesus Paulus offenbart, und wir können das in seinen Briefen lesen. Aber selbst die Briefe Paulus beinhalten nicht alles, was Gott uns sagen will.

Dann kam das letzte Buch der Bibel, Offenbarung.

Wir haben jetzt die ganze Bibel, aber wer versteht alle die tiefen Geheimnisse in der Bibel? Nur der Heilige Geist, und der Heilige Geist will uns immer noch viel mehr Gottes Geheimnisse enthüllen.

Das Geheimnis des HERRN ist für die, die ihn fürchten; und seinen Bund lässt er sie wissen. Ps 25,14 

»Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr je gehört und kein Verstand je erdacht, was Gott für diejenigen bereithält, die ihn lieben.« 1. Korinther 2,9

Spricht Paulus hier von unserer himmlischen Heimat? Sicher können wir im Himmel unbegreifliche Herrlichkeit erwarten, aber Paulus spricht von Gottes Weisheit, die er uns jetzt in diesem Leben mitteilen will.

Wer nur bei wohlbekannten theologischen Lehrsätzen bleiben will, kann die Geheimnisse Gottes vom Heiligen Geist nicht mitbekommen.

Die Bibel selbst ist Gottes vollkommene Weisheit, aber nur der Heilige Geist kann alle tiefen Weisheiten in der Bibel bekannt machen.

Aber viele sehen diese Sichtweise als sehr gefährlich. Sie haben zum Teil recht.
Viele haben geheimnisvolle Inspiration gesucht und sind total schiefgegangen. Viele falschen Sekten und Religionen sind auf scheinbar glänzenden Offenbarungen basiert.

Wer Jesus mit echter Hingabe liebt, wer an die Bibel auch als Gottes Wort glaubt, der darf erwarten, immer wieder frische Inspiration vom Heiligen Geist mitzubekommen.

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir;
und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.
Johannes 10,27-28


Wenn Gott selbst sein Wort in deinem Herz spricht, taucht neues Leben in dir auf.

Wenn du nur die Lehrsätze von Menschen kennst, kannst du vielleicht genug Glauben haben, um nach deinem Tod in Gottes Himmel zu kommen, aber Jesus will dir viel mehr auf dieser Erde in diesem Leben mitteilen.

Am letzten Tag, dem Höhepunkt des Festes, stellte Jesus sich hin und rief der Menge zu: »Wenn jemand Durst hat, soll er zu mir kommen und trinken! 


Wer an mich glaubt, aus dessen Innerem werden Ströme lebendigen Wassers fließen, wie es in der Schrift heißt.« 


Mit dem »lebendigen Wasser« meinte er den Geist, der jedem zuteilwerden sollte, der an ihn glaubte. Aber der Geist war noch nicht gekommen, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.
Johannes 7,37-39


Für viele Christen ist der Heilige Geist nicht viel mehr als ein theologischer Begriff, aber Gott will dir eine frische kraftvolle Erfahrung seiner Liebe und Gegenwart mitteilen.

Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk.
Wenn aber das Vollkommene kommen wird, dann wird das Stückwerk aufhören.
1 Kor 13,9-10


Wann wird das Stückwerk aufhören?

Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels, undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin.
1. Korinther 13,12


Wann werde ich Gott kennen und erkennen, wie Gott mich jetzt kennt? Gott sieht mich jetzt. Wenn ich in Gottes Himmel komme, werde ich auch Gott sehen,  ´´von Angesicht zu Angesicht.``

Mittwoch, 12. August 2020

Jesus, der gute Arzt

Die Pharisäer lauerten auf Jesus die ganze Zeit. Sie waren Bibel Profis, aber sie hatten keinen Bock auf  Wunderheilungen. Es gibt auch heute Bibel Experten, die so denken.

Ist es leichter zu sagen: ›Dir sind Deine Sünden vergeben!‹ oder diesen Gelähmten zu heilen?

Aber ich will Euch zeigen, dass der Menschensohn die Macht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben!« Und er forderte den Gelähmten auf: »Steh auf, nimm Deine Trage und geh nach Hause!«
Da stand der Mann auf und ging nach Hause.
Matthäus 9,5-7 HfA


Die humanistische Theologie will Zeichen und Wunder immer wegerklären. Sie sollen nur primitive Legenden sein.

Manche konservativen bibeltreuen Christen glauben zwar, dass Gott zu Bibelzeiten Wunder getan hat, aber heutzutage leidenden Krebspatienten irgendwie nicht mehr helfen will. Vielleicht manche schon, aber nur einige. Auserwählten. Gott wird heilen, wenn es Gottes Wille sei.

In Matthäus, Markus, Lukas und Johannes heilte Jesus, weil er die Menschen liebte und Krankheit hasste.

Jesus ist jetzt im Himmel. Vielleicht liebt er leidende Menschen nicht mehr wie damals als er mitten unter uns lebte? Wie kann man so was denken?

Am selben Abend brachte man viele von Dämonen beherrschte Menschen zu Jesus. Er brauchte nur ein Wort zu sagen, und die Besessenen wurden frei und alle Kranken geheilt. Matthäus 8,16

Als Petrus zum ersten Mal den nicht-Juden predigte, hat er Jesus Dienst mit diesen Worten zusammengefasst.

Und ihr wisst auch, dass Gott Jesus von Nazareth mit dem Heiligen Geist und mit Kraft gesalbt hat.

Er zog umher, tat Gutes und heilte alle, die vom Teufel bedrängt waren, denn Gott war mit ihm. Apostelgeschichte 10,38

Jesus hat sich nie verändert.

Jesus Christus ist gestern, heute und in Ewigkeit derselbe. Hebräer 13,8

Wenn Du denkst, Gott hat Dir eine Krankheit geschenkt, damit Du leiden lernst und heilig wirst. Dann sollst Du den Arzt nicht besuchen. Medizinische Betreuung wäre dann eine Sünde gegen den Willen Gottes.

So ein Quatsch!

Sonntag, 9. August 2020

Gottes Wege sind Anders

Mose war ein guter Mann. Er war seinen unterdrückten hebräischen Landsleuten gegenüber loyal, obwohl er seine Privilegien als ägyptischer Prinz hätte genießen können.

Durch den Glauben weigerte sich Mose, als er erwachsen war, sich als Sohn der Tochter des Pharaos bezeichnen zu lassen. 


Er zog es vor, mit dem Volk zu leiden, anstatt sich dem flüchtigen Vergnügen der Sünde hinzugeben.
Hebräer 11,24-25


Er liebte Wahrheit und Gerechtigkeit. Er hasste Grausamkeit und Mobbing.

Als Mose erwachsen geworden war, ging er zu seinen Landsleuten und sah, wie hart sie arbeiten mussten. Dabei beobachtete er auch, wie ein Ägypter einen Hebräer schlug.

Mose schaute sich nach allen Seiten um. Und als er sich vergewissert hatte, dass niemand in der Nähe war, erschlug Mose den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.
2. Mose 2,11-12

Mose war ein Freiheitskämpfer, ein Befreier. Für ihn war die Tötung des Unterdrückers ein Akt der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit für die Unterdrückten.

Dennoch war es nicht Gottes Weg. Moses größte Stärke war seine Schwäche. Seine menschliche Reaktion war völlig nutzlos. Er musste aus dem Land fliehen und 40 Jahre lang als Flüchtling im Exil leben.


Bevor Gott Moses zur Befreiung seines Volkes gebrauchen konnte, musste Moses ein reifer Charakter werden, der sich seiner menschlichen Schwächen bewusst war.

Nachdem er 40 Jahre lang Schafe in der Wildnis gehütet hatte, wurde Moses dazu berufen, sein ganzes Volk zu befreien. Zu diesem Zeitpunkt kannte Moses seine Grenzen.

»Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten führen sollte?«, fragte Mose Gott. 2. Mose 3,11

Du magst eine Leidenschaft für Wahrheit und Gerechtigkeit haben, aber solange du deine Sache auf deine eigene Weise verfolgst, wirst du deine Träume nicht verwirklichen, selbst wenn diese Träume von Gott kamen.

Ich kenne einen Prediger, der wunderbare Gaben hatte. Er war ein erstaunlicher Missionar und persönlicher Evangelist. Er wollte die schlimmsten Sünder retten. Er sehnte sich verzweifelt danach, beim Wiederaufbau kaputter Leben zu helfen.

Er diente aufrichtig gefährlichen Sexualstraftätern, aber in seinem Eifer machte er schreckliche Fehler.


Er versäumte es, gefährdete junge Frauen in seiner Kirche durch den Kontakt mit bekannten Sexualstraftätern vor extremen Gefahren zu schützen.


Wenn wir entschlossen gegen das Böse kämpfen, uns aber nach unseren eigenen Vorstellungen in den Kampf stürzen, werden wir gegen das eine Übel kämpfen, dabei aber ein anderes Übel gedeihen lassen.

Es gibt Prediger, die sich eifrig für die Erhaltung christlicher Ehen einsetzen. Sie werden alles tun, um eine Familie zusammenzuhalten und eine Scheidung zu verhindern.

Aber dieser einseitige Kreuzzug für die Ehe kann katastrophale Folgen haben.

Es gibt Männer, die kaltblütig planen, eine Frau in die Ehe zu locken und sie dann systematisch so manipulieren, dass sie seine elende, gequälte Sklavin wird. Dies geschieht nicht selten auch in christlichen Gemeinden.

Wenn Ehefrauen protestieren, werden sie möglicherweise geschlagen, vergewaltigt oder des Kontakts mit Freunden beraubt.

Wenn gefolterte Ehefrauen versuchen, sich durchzusetzen, geben eifrige Prediger der Frau die Schuld für ihre Rebellion. 

Wenn die Frau ihren Mann verlässt, kann sie sich Predigten anhören, in denen sie beschuldigt wird, ihr Eheversprechen gebrochen zu haben.

Die Frau, die mit ihrem Mann streitet, wird als rebellisch verurteilt.
Die Frau, die ihren Mann verlässt, wird verurteilt, weil sie ihr Ehegelübde gebrochen hat.

Aber der Mann, der seine Frau vergewaltigt, schlägt und foltert oder sogar seine eigenen Kinder kriminell angreift, wird respektiert.


Es wurde dir, Mensch, doch schon längst gesagt, was gut ist und wie Gott möchte, dass du leben sollst. Er fordert von euch nichts anderes, als dass ihr euch an das Recht haltet, liebevoll und barmherzig miteinander umgeht und demütig vor Gott euer Leben führt.
Micha 6,8

»Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken«, sagt der HERR, »und meine Wege sind nicht eure Wege.

Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so viel höher stehen meine Wege über euren Wegen und meine Gedanken über euren Gedanken.
Jesaja 55,8-9



Montag, 3. August 2020

Leiden oder Wunder und Segen?

Wir können oft nicht erklären, warum Christen oft Unheil leiden. Jesus hat uns versprochen, dass wir in dieser Welt leiden müssen.

Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! Johannes 16,33

  • Ich bin fest überzeugt, dass viele Christen mit Krebs übernatürlich geheilt werden.

  • Ich bin sicher, dass manche Christen Gottes Himmel besuchen. Ich kenne selbst zwei solche Christen.

  • Ich habe selbst Gottes Wunderheilungen mehrmals erlebt. Ich bin dafür dankbar.


Ich war in einer Versammlung, wo eine junge Frau erzählte, wie sie als Missionarin übernatürlich geschützt und gerettet wurde. Sie war in einem Hinterhalt, wo wütende Islamisten sie umbringen wollten und sie wurde auf der Stelle unsichtbar.

Eine Frau konnte den sicheren Tod keineswegs entweichen. Ein großes Auto kam rasend schnell von ihrer rechten Seite, aber es kam kein Krach. Der Wagen fuhr nicht gegen sie, sondern durch ihr Auto, wie in einem Fantasyfilm. Diese Frau ist mir wohlbekannt.

Für Gott ist es normal, uns mit vielen Wundern zu retten.

Wir dürfen das erwarten, aber wir sollen auch erwarten, dass wir leiden müssen.

Wenn ich diese wunderbaren Zeugnisse genau bedenke, sehe ich, wie alle diesen Christen mit wunderbaren Zeugnissen auch mit Leiden vertraut sind.

Manche Christen glauben an Gottes Verheißungen. Sie erwarten immer Heilungen, Segen, Gesundheit, Wohlstand und Glück. Aber sie wollen nicht verstehen, dass auch Leiden zum christlichen Leben gehört.

Andere Christen hören Zeugnisse von Schutz, Rettung, Heilungen und finanzieller Versorgung mit skeptischen Ohren. Sie ignorieren oder missdeuten Gottes Verheißungen und die vielen Wunder in der Bibel. Sie sehen im christlichen Leben nur Pflicht, Tugend, biblische Glaubenssätze, Opfer und Leiden.

Beide Extremen sind unbiblisch, absolut falsch.

Wenn ich die Wunder in der Bibel suche, finde ich, dass Juden und Christen Wunder erlebt haben, wenn sie Wunder brauchten. Sie waren in einer harten Probe. Gott hat sie mit einem echten Wunder aus einer Klemme gerettet.

Als du Christ wurdest, hat man dir ein gesegnetes Leben ohne Tragödien versprochen?

Jesus war mit Trauma und Leiden vertraut. Wir müssen in seinen Fußstapfen folgen.

Bist du in einer Klemme? Gott hat einen Ausweg für dich.

Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Jeremia 29,11

Du kannst beten, und Gottes Hilfe erwarten.

Rufe mich an, so will ich dir antworten und dir große und unbegreifliche Dinge verkünden, die du nicht weißt. Jeremia 33,3


Samstag, 1. August 2020

Hat Gott Frauen Unterordnet?

Die alten Griechen glaubten, die Götter hätten die Frauen als mangelhafte Wesen geschaffen, um die Männer zu strafen und quälen, weil die Götter böse auf die rebellischen Männer waren.

Die Frauen sollten unter den Männern wohnen und die Männer sollten dadurch gequält, dass sie Sehnsucht nach diesen komischen und perversen Kreaturen hätten.

Die griechische Kultur und Philosophie hatten einen starken Einfluss auf alle Volker im Mittelmeergebiet und im Nahen Osten.

Obwohl das alte Testament manche Frauen ehrt, wie Deborah, Mirjam, Esther, Hulda und Ruth, haben die meisten Rabbiner auch Frauen verachtet. Im Gegenteil hat Jesus die Frauen wirklich respektiert und ganz radikal ernst genommen.

In den Zehn Geboten, sehen wir, dass wir nicht nur unseren Vater, sondern auch unsere Mutter ehren sollen. Jesus hat das nicht nur zitiert, sondern er praktizierte, was er predigte.

In der antiken Welt war das echt radikal. Der Vater galt als Chef der Familie. Die Frau musste wie eine Sklavin gehorchen und der Vater durfte seine Sklaven und sogar seine eigenen Kinder einfach hinrichten.

Manche modernen Frauen haben Jesus deswegen zu respektieren gelernt aber viele denken, dass Paulus wie ein frauenfeindlicher Patriarch wäre. Ist das wirklich so?

In der englischen Bibel lesen wir, der Mann ist der “head” (Kopf) der Frau.
Was soll das bedeuten? Auf Englisch kann das Wort “head” auch Chef oder Leiter bedeuten. Auf Deutsch lesen wir ein noch stärkeres Wort: HAUPT.

Ich lasse euch aber wissen, dass Christus ist eines jeglichen Mannes Haupt; der Mann aber ist des Weibes Haupt; Gott aber ist Christi Haupt. 1 Kor 11,3 (Luther1912)

Für Luther war offensichtlich kein Zweifel. Der Ehemann soll der Chef sein. Schluss.
Luther war ein Mann seiner Zeit. Er war von den Kirchenvätern stark beeinflusst.

In den Jahrhunderten nach dem Tod der jüdischen Apostel hatten konvertierte Römer und Griechen die Leiterschaft der christlichen Gemeinschaft übernommen. Sie lasen die Bibel mit römischen oder griechischen Augen und diese Augen waren keineswegs frauenfreundlich.

Was soll es bedeuten, dass der Mann das Haupt der Ehefrau sein soll?
“Haupt” bedeutet “Kopf” aber auch “Leiter, Chef” oder “Befehlhaber”.

Aber das Griechische Wort ist KEPHALE. KEPHALE heisst “Kopf” aber selten “Haupt” oder “Chef”.

KEPHALE hatte sehr oft die Bedeutung URSPRUNG oder QUELLE.


Ich lasse euch aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi. 1 Kor 11,3

Der erste Mann kam von Christus, denn Jesus ist das Wort Gottes.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eins, das geworden ist. Joh 1,1-3

Die erste Frau kam von dem ersten Mann, von seiner Rippe vor dem Sündenfall.
Dann kam Jesus als Mensch, von dem himmlischen Vater.

Ist von Rangordnung die Rede oder Ursprung?

Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau von dem Mann. 1 Kor 11,8

denn wie die Frau von dem Mann, so kommt auch der Mann durch die Frau; aber alles von Gott.
1 Kor 11,12

Samstag, 4. Juli 2020

Charismatisches Chaos. Was sagt Paulus?

Es war einmal eine Gemeinde, wo überall Fehler und Sünden zu finden waren.

Manche Männer besuchten ein Bordell, wo die Prostituierten nicht nur sexuelle Dienste verkauften, sondern auch esoterische Wahrsagungen. In dem Bordell wurde eine heidnische Göttin angebetet und diese Prostituierten waren auch Priesterinnen mit übernatürlichen Kräften.

Schlimmer könnte es nicht sein.


In dieser Gemeinde waren Hauskreisen und manche dieser Hauskirchen wurden von Frauen geleitet.

Das Abendmahl war wie eine Party, wo viel gegessen und getrunken wurde. Manche griffen eifrig zu und andere hatten nicht genug.

Die Gottesdienste waren ziemlich chaotisch. Unanständig angekleidete Frauen beteten laut oder proklamierten Prophezeiungen mit lauter Stimme. Andere haben mit lauter Stimme in unbekannten Zungen, unverständliche Botschaften laut gesprochen.

Frauen haben den Gottesdienst immer wieder unterbrochen und gestört, indem sie mit lauter Stimme mit ihren Ehemännern gesprochen haben.

Würdest du so eine Gemeinde besuchen? Wenn deine Freunde oder erwachsene Kinder in so einer Gemeinde involviert wären, würdest du dir Sorgen machen?

Wo war der Hauptpastor? Warum hat er christliche Ordnung nicht wiederhergestellt?
Interessante Frage, nicht?

Fakt ist, sie hatten keinen Hauptpastor. Der Gründer der Gemeinde hatte keinen Hauptpastor eingesetzt.

Diese Gemeinde war sicher eine dämonisierte Sekte, oder?

Hast du den ersten Korintherbrief von Paulus vielleicht gelesen?

Diese Gemeinde war in Korinth vor 2000 Jahren. Der Gründer war der Apostel Paulus.


Wie würdest du an Paulus stelle diese Gemeinde bewerten?

Hier ist offensichtlich ein vollkommenes Beispiel von charismatischem Chaos. Zungenrede und Prophetie sind natürlich dämonisch. Wie könnte der Heilige Geist solche Missstände mit heiligen Geistesgaben segnen?

Wie kann man in einer solchen Gemeinde christliche Tugend finden? Wie kann man diese Gemeinde überhaupt als christlich anerkennen?

Vielleicht würde man irgendwie in diesem teuflischen Schlamassel einige echten Christen finden, aber die Männer, die Bordellen besuchen, müssen ohne weiteres exkommuniziert werden.

Wenn manche Mitglieder nicht tugendhaft leben und trotzdem die Gottesdienste mit Zungenrede stören, muss ein falscher Geist oder Dämon ausgetrieben werden. Solche Zungenrede kann keineswegs von Gott kommen.

Aber was sagt Paulus dazu?

... an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns:


Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
1. Korinther 1,2-3


Paulus erkennt diese chaotische Gemeinde als Christlich!

Was sagt Paulus von den übernatürlichen Geistesgaben, die missbraucht werden?


Denn das Zeugnis von Christus ist bei euch so fest verankert,
dass es euch an keiner Gabe mangelt, solange ihr auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus wartet.
1 Kor 1,6-7 ZUR


Wenn wir weiter lesen, werden wir sehen, wie Paulus Ordnung wiederherstellen will, aber er erkennt  die übernatürlichen Geistesgaben als echt und von Gott, obwohl die Korinther lernen müssen, die Gaben mit Weisheit, Liebe und Tugend auszuüben.

Hauskirchen wurden offensichtlich von Frauen geleitet.

Angehörige des Hauses von Chloë haben mir von Streitigkeiten unter euch erzählt, liebe Freunde.
1. Korinther 1,11


Paulus wollte Streite unter Christen nicht erlauben, aber anscheinend war mindestens ein Hauskreis von einer Frau geleitet und Paulus hat nichts dagegen einzuwenden.

Frauen haben in Gottesdienste laut gebetet und Prophezeiungen weitergegeben. Paulus hatte nichts dagegen, wenn sie anständig angekleidet waren.

Jede Frau aber, die mit unbedecktem Haupt betet oder weissagt, schändet ihr Haupt; es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre! 1. Korinther 11,5

Sagt Paulus hier, die Frauen sollen nicht laut beten oder weissagen? Nein. Das sagt er nicht.


Und was soll mit den abtrünnigen Männern geschehen, die Bordelle besuchen?

Wisst ihr denn nicht, dass eure Körper zum Leib Christi gehören? Darf da ein Mann seinen Körper, der doch Christus gehört, mit dem einer Prostituierten vereinigen? Niemals! 1. Korinther 6,15

Erstaunlich!

Paulus erkennt diese Männer, trotz ihrer Sünde, als Christen, die umkehren müssen. Er will sie nicht exkommunizieren, nur scharf zurechtweisen.

Nur ein Mann muss aus der Gemeinde ausgeschlossen werden, weil er in einer sexuellen Beziehung mit seiner Stiefmutter weiter leben will. Später kehrt er um und Paulus schreibt, sie sollen ihn in der Gemeinde wieder akzeptieren.

Alles ziemlich radikal, oder? Aber das ist Gottes Wort.

Samstag, 23. Mai 2020

Voreilig Urteilen ist Gefährlich

Vorsicht! Manche Christen urteilen schnell. Das ist gefährlich.

Viele Christen haben Angst davor, von der Falschheit fehlgeleitet zu werden, aber in ihrem Eifer können sie selbst falsch urteilen.

Eifriges, aber fehlerhaftes Urteilsvermögen kann genauso gefährlich sein wie der Einfluss eines fehlgeleiteten Dienstes.

Paulus war zu seiner Zeit ein radikaler Charismatiker. Seine Kritiker waren eifrig auf eine konservativere Auslegung des Wortes Gottes bedacht. Was hat Paulus über sie geschrieben?

O ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, der Wahrheit nicht zu gehorchen, denen Jesus Christus vor Augen gemalt wurde als unter euch gekreuzigt?
Das allein will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist durch die Werke des Gesetzes empfangen oder durch das Hören auf die Botschaft vom Glauben?
Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr es nun in eigener Kraft vollenden?
Habt ihr denn so vieles vergeblich erlebt? Wenn es auch vergeblich war:
Der euch nun den Geist schenkt und solche Wundertaten unter euch wirkt, tut er es durch die Werke des Gesetzes oder durch das Hören auf die Botschaft vom Glauben?
Gal 3,1-5


So etwas wie eine neue Wahrheit gibt es nicht, denn Jesus ist "der Weg, die Wahrheit und das Leben".

Gottes Wahrheit ist ewig und unveränderlich, aber er hat seinen Geist gesandt, um uns in alle Wahrheit zu führen.

Zu den konservativen Bibelgläubigen zur Zeit des Paulus gehörten Pharisäer, die Jesus ablehnten. Es gab jedoch auch konservative Bibelgläubige, die Jesus akzeptierten, aber die Paulus' Offenbarung, dass wir nicht nach dem Gesetz des Mose leben sollen, ablehnten.

Die radikale Lehre des Paulus wurde von aufrichtigen Bibelgläubigen als Ketzerei verworfen. Sie sagten, es handle sich um eine neue Wahrheit und daher um eine falsche Wahrheit, das heißt um Falschheit.

Wenn wir heute einen Dienst sehen, der außerhalb unseres gängigen bibeltreuen Bibelverständnisses liegt, gibt es einige, die extrem und hemmungslos reagieren, indem sie ihre grundlegende biblische Grundlage aufgeben. 


Ein gutes Beispiel sind die Menschen, die kichern und umkippen wollen und Universalisten geworden sind. Sie sagen, Gott sei so süß und liebevoll, dass er unmöglich jemanden zu ewiger Strafe verdammen könne.

Aber Vorsicht. Es gibt auch Christen, die ohne Alkohol etwas wie himmlische Betrunkenheit erleben, die
aber fest zu biblischer Wahrheit stehen.

Es gibt andere, die entgegengesetzt reagieren. Wenn sie seltsames oder ungewohntes Verhalten oder Lehren sehen, nehmen sie sofort an, dass es dämonisch ist.

Leichtgläubiges Akzeptieren jeder dramatischen Erscheinung ist gefährlich. Es ist gefährlich, anzunehmen, dass jede dramatische Manifestation von Gott kommt. Es ist jedoch auch gefährlich, anzunehmen, sie käme vom Feind.

Ein Urteil, das auf Annahmen beruht, ist überhaupt keine echte Unterscheidung, selbst wenn man seine Annahmen mit Bibelzitaten untermauert.

Bedenken wir diese Bibelgeschichten.

Der Prophet Hosea sagte, Gott habe ihm gesagt, er solle eine Prostituierte heiraten.

Das war sicherlich ein Verstoß gegen biblische Prinzipien. Das Volk Gottes ist sowohl im Alten als auch im Neuen Testament aufgerufen, sich von der innigen Gemeinschaft mit Sündern zu trennen.

Wenn ein Prediger heute dies täte, würde er dann nicht von einem Chor eifriger Bibelgläubiger verdammt werden?

Dies ist ein extremes Beispiel, das zeigt, wie gefährlich es ist, auf der Grundlage vorgefasster Annahmen voreilige Urteile zu fällen, selbst wenn sie durch detaillierte Bibelkenntnisse gestützt werden.

Wenn eifrige theologische Polizisten heute das Leben König Salomos studierten, würden sie dann seine Schriften als göttlich inspiriert akzeptieren?

Ich bin ziemlich sicher, viele würden es nicht tun. Was ist mit dem sinnlichen Hohelied? Wurde es vom Heiligen Geist inspiriert oder von Salomons bekannter extremer Begierde nach Frauen?

Natürlich akzeptieren wir es als Schrift, weil es in der Bibel steht, aber wie viele von uns wären damit einverstanden gewesen, es in die Bibel aufzunehmen, wenn wir beurteilen wollten, welche Texte als Wort Gottes akzeptiert werden sollten?

Was ist mit Simson?

Sicherlich waren seine übernatürlichen Taten Manifestationen der Hexerei! Er war ein Mann von bösem Charakter, ein Mann, der sich aus freien Stücken mit Prostituierten vergnügte, die Götzen anbeteten.


Hat Jesus nicht gesagt: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen." Welche Früchte der Rechtschaffenheit können wir im Leben Simsons sehen?

Aber die Bibel sagt uns, dass seine übernatürliche Kraft von Gott kam und dass Simson sein ganzes Leben lang durch die Kraft Gottes übernatürliche Taten vollbrachte.

Wie passt das in die Denkweise einiger theologischer Polizisten?


Montag, 9. März 2020

War Paulus wirklich nicht geheilt?

Manche behaupten, Paulus war schwerkrank, dass seine Krankheit lang andauerte und dass Gott sich weigerte, ihn zu heilen, oder dass Paulus nie geheilt wurde.

Aber wenn wir bedenken, was für Mobbing Paulus ausgesetzt war, und wie er trotzdem imstande war, seinen unwahrscheinlich harten Dienst weiterzuführen, hätte er das keineswegs ohne wiederholte Wunderheilungen leisten können.

Fünfmal haben die Juden mir neununddreißig Hiebe verabreicht


Dreimal wurde ich ausgepeitscht. Einmal wurde ich gesteinigt. Ich habe drei Schiffsbrüche überlebt. Einmal verbrachte ich eine ganze Nacht und einen Tag auf dem Meer treibend.
2 Kor 11,24-25


Da kamen einige Juden aus Antiochia und Ikonion und hetzten die Menge so sehr auf, dass sie Paulus steinigten und ihn vor die Stadt schleppten. Dort ließen sie ihn liegen, denn sie dachten, er sei tot. 


Doch als die Gläubigen ihn umringten, stand er auf und kehrte in die Stadt zurück. Am nächsten Tag zog er mit Barnabas weiter nach Derbe.
Apg 14,19-20
 

Paulus hatte einen Stachel im Fleisch. Er betete dreimal, dass Gott diesen schmerzhaften Stachel entfernen würde, aber Gott hat Paulus von dem Stachel nicht befreit.

Doch damit ich nicht überheblich werde, wurde mir ein Dorn ins Fleisch gegeben, ein Bote des Satans, der mich quält und mich daran hindert, überheblich zu werden.
Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass er mich davon befreie.
 

Jedes Mal sagte er: »Meine Gnade ist alles, was du brauchst. Meine Kraft zeigt sich in deiner Schwäche.« 

Und nun bin ich zufrieden mit meiner Schwäche, damit die Kraft von Christus durch mich wirken kann. 2 Korinther 12,7-9

Wenn der Stachel nicht Krankheit war, wie sollen wir dieses Rätsel verstehen?


Der Stachel im Fleisch war weder ungeheilte Krankheit noch Behinderung. Der Stachel war die andauernde Verfolgung.

Fünfmal haben die Juden mir neununddreißig Hiebe verabreicht. 


Dreimal wurde ich ausgepeitscht. Einmal wurde ich gesteinigt. Ich habe drei Schiffsbrüche überlebt. Einmal verbrachte ich eine ganze Nacht und einen Tag auf dem Meer treibend.
2 Kor 11,24-25


Kein Bibeltext erklärt, dass der Stachel im Fleisch eine Krankheit oder Behinderung sei. Das ist nur traditionelle Mutmaßung. 

Die einzigen Bibeltexte, die von körperlichem Leiden in Paulus leben erzählen, haben nichts mit Krankheit zu tun, sondern mit brutaler Verfolgung

Das steht auch in Einklang mit der Lehre und der Praxis von Jesus in den vier Evangelien. Jesus betonte immer Heilung, aber warnte auch stark, dass wir harte Verfolgung erwarten sollen.

Das steht auch in Einklang mit der Lehre und der Vorgehensweise von Jesus in den vier Evangelien. 

Jesus betonte immer Heilung, aber warnte auch stark, dass wir harte Verfolgung erwarten sollen.

In der Geschichte von Paulus sehen wir beide, brutale Verfolgung und wunderbare Heilungen.