Wer sich über den Armen erbarmt, der leiht dem HERRN, und Er wird ihm seine Wohltat vergelten. Spr 19,17 SLT
Vor einigen Jahren war ich zu Besuch in einer anderen Stadt. Ein Mann bat mich um Geld. Als ich ihn nach seiner Situation fragte, sagte er mir, dass er arbeitslos und obdachlos sei. Er hatte einen schlecht bezahlten Job und lebte von einem Gehaltsscheck zum nächsten. Die konservative Regierung ließ ihn sechs Wochen warten, bevor er Arbeitslosenunterstützung erhielt. Er konnte seine Miete nicht mehr bezahlen und wurde obdachlos.
Manche Menschen können von ihrem Lohn sparen, geben aber alles aus, während andere wirklich nicht sparen können und von herzlosen Regierungen bestraft werden.
Wenn wir alle Sozialhilfeempfänger als faule Almosenempfänger oder Schmarotzer betrachten, machen wir uns der Arroganz schuldig. Die Bibel sagt uns, dass Gott nicht erfreut ist.
Es ist Sünde, einen anderen Menschen zu verachten; glücklich ist, wer den Armen hilft! Spr 14,21 NLB
Wir können die Armen verachten, wenn wir alle Sozialhilfeempfänger für faul und verantwortungslos halten. Manche sind es, aber viele nicht. Viele sind psychisch oder physisch krank.
Wir können grausam zu den Armen sein, wenn wir versuchen, so wenig Steuern wie möglich zu zahlen und eine Politik unterstützen, die Löhne und Sozialleistungen so niedrig wie möglich hält.
Schlimm wird es denen ergehen, die Haus an Haus bauen und Feld an Feld rücken, bis im Land kein Platz mehr für andere ist. Dadurch werden sie zu den alleinigen Besitzern des Landes. Jes 5,8 NLB
Die sozialistische Diktatur ist teuflisch, aber die Marktwirtschaft ohne humane Regulierung hat zu hemmungslosen Profiten aus der Immobilienspekulation geführt, die in den reichen Ländern eine Epidemie der Obdachlosigkeit ausgelöst hat.
Montag, 24. Juni 2024
Verachte die Armen nicht!
Montag, 10. Juli 2023
Wohlstand und Armut
Manche Christen glauben fest, dass Gott sie mit Wohlstand versorgen will, dass Christen in Luxus leben sollen.
Abraham glaubte Gott und wurde sehr reich. Wir haben einen besseren Bund als die Juden im Alten Testament. Deshalb sollen wir noch reicher sein.
Stimmt das immer? Jesus hat einem reichen Mann gesagt, er sollte alles weggeben. Er versprach nicht, dass der Mann dann alles zurückbekommen würde.
Aber das war nur der Fall mit einem Mann. Sicher hören wir Zeugnisse von reichen Leuten, die alles weggeben mussten, um Jesus zu folgen, aber wir sehen im Neuen Testament auch andere Jünger, die reich waren und Gott mit ihrem Reichtum dienten.
In Bezug auf Reichtum hat Gott kein Schema F. In Gottes Reich gibt es keine Einheitsgröße.
Paulus schrieb,
Sag allen, die in dieser gegenwärtigen Welt reich sind, sie sollen nicht stolz sein und nicht auf ihr Geld vertrauen, das bald vergehen wird. Stattdessen sollen sie ihr Vertrauen auf den lebendigen Gott setzen, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen, damit wir uns daran freuen und es genießen können.
Fordere sie auf, ihr Geld zu nutzen, um Gutes zu tun. Sie sollen reich an guten Taten sein, die Bedürftigen großzügig unterstützen und immer bereit sein, mit anderen zu teilen, was Gott ihnen gegeben hat.
Auf diese Weise legen sie mit ihrem Besitz ein gutes Fundament für die Zukunft, um das wahre Leben zu ergreifen. 1. Tim 6,17–19 NLB
Paulus sagt hier nicht, dass wir prominente Prediger unterstützen sollen, obwohl das auch gut sein kann. Er sagt, wir müssen unser Hab und Gut benutzen, bedürftige Menschen zu unterstützen.
Es gibt doch wohlhabende Christen, die das tun. Gott sei Dank. Aber ich höre oft Wohlstandesprediger, die kein Wort davon sprechen. Das finde ich entsetzlich.
Es gibt wohlhabende Christen, die so wenig Steuern wie möglich zahlen wollen und sich beschweren, wenn die Regierung den Armen eine kostenlose medizinische Versorgung bietet. Sie halten das für bösen Sozialismus. Wie kann diese Sichtweise christlich sein?
Es gibt aber auch ein anderes Extrem.
Ein Prediger zitiert Paulus:
Schließlich haben wir bei unserer Geburt nichts in die Welt mitgebracht und wir können auch nichts mitnehmen, wenn wir sterben.
Deshalb wollen wir zufrieden sein, solange wir nur genug Nahrung und Kleidung haben. 1. Tim 6,7–8 NLB
Wenn jemand obdachlos ist, soll er Gott dafür danken, weil er vielleicht nicht nackt oder hungrig ist? Wenn er keine Toilette in der Stadt findet, soll er nicht für bessere Umstände beten?
Wenn man in Europa oder England oder den USA arbeitet, aber nicht genug Geld verdient, eine Wohnung zu mieten, muss man im Winter in seinem Auto oder einem Zelt schlafen. Ist das in Ordnung?
Es gibt doch extreme Situationen, wo Christen wegen Verfolgung im Knast leiden müssen. Göttliche Zufriedenheit ist in diesem Fall ist eine große Gnadengabe.
Aber Paulus hat auch geschrieben.
Und mein Gott wird euch aus seinem großen Reichtum, den wir in Christus Jesus haben, alles geben, was ihr braucht. Phil 4,19 NLB
Wenn du Essen und Kleider hast, aber ein Auto brauchst, um einen Job zu finden, sollst du ohne Auto zufrieden sein?
Wenn du kein Arbeitslosengeld bekommen kannst, weil du obdachlos bist, keine Adresse und deshalb kein Bankkonto haben kannst, ist das OK?
Gott ist ein guter Vater. Wenn du zu Hause arbeiten musst, um Geld zu verdienen und dich um deine Kinder zu kümmern, kannst du Gott für ein bisschen Wohlstand glauben, dass du dir einen guten Computer und eine gute Internetverbindung leisten kannst.
Und mein Gott wird euch aus seinem großen Reichtum, den wir in Christus Jesus haben, alles geben, was ihr braucht. Phil 4,19 NLB
Ich glaube an kein extremes Wohlstandesevangelium aber auch nicht an eine Theologie, die Armut schönredet.
Mittwoch, 24. Mai 2023
Gottes Paradies
Forscher in England, Kanada und in den Vereinigten Staaten haben die Wirkung von Gärten und Bäumen auf Menschen recherchiert.
In England wurde festgestellt, dass Menschen mit mehr Zugang zu Gärten, Bäumen und Parks gesünder waren.
In Toronto in Kanada entdeckten die Forscher, dass Menschen in Häuserblocks mit mehr Bäumen auch messbar gesunder waren.
In Chicago wurde 1963 ein Hochhauskomplex gebaut, um besseren Wohnraum für arme Menschen zu schaffen. Leider wurde dieser Hochhauskomplex wie ein Ghetto für arme schwarze Leute. Da herrschte Drogenhandel, Gewalt und allerlei soziale Probleme.
Forscher untersuchten die Wirkung der Aussicht aus diesen Wohnungen. Die Mieter, die aus ihren Fenstern Bäume und Grünflächen sehen konnten, konnten besser konzentrieren, waren messbar positiver und besser gelaunt.
Eine andere Studie untersuchte die Genesung von Patienten nach Operationen. Die Patienten in einem Krankenhaus machten bessere Fortschritte, wenn sie aus dem Fenster die grüne Natur sehen konnten.
Gott hat die ersten Menschen in einem wunderschönen Garten wohnen lassen.
Sie haben dann Gott misstraut Gottes Liebe durch Ungehorsam abgelehnt.
Deshalb schickte Gott, der HERR, Adam und seine Frau aus dem Garten Eden fort. Er gab Adam den Auftrag, den Erdboden zu bearbeiten, aus dem er gemacht war.
Nachdem er sie aus dem Garten vertrieben hatte, stellte Gott, der HERR, Cherubim auf, die mit einem flammenden, blitzenden Schwert den Weg zum Baum des Lebens bewachen. 1 Mose 3,23–24 NLB
Die Folgen der Sünde sind immer noch furchtbar, aber Gott hat uns nicht im Stich gelassen.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Joh 3,16 NLB
Wie soll das ewige Leben aussehen?
Diejenigen, die zu Jesus gehören, haben eine wunderbare Hoffnung.
Als Jesus die Strafe für unsere Ungerechtigkeit am Kreuz auf sich nahm, starben zwei böse Verbrecher mit ihm. Einer dieser Verbrecher hat Jesus als den Erlöser erkannt.
Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, spottete: »Du bist also der Christus? Beweise es, indem du dich rettest – und uns mit!«
Doch der andere mahnte: »Hast du nicht einmal jetzt Ehrfurcht vor Gott, da du den Tod vor Augen hast?
Wir haben für unsere Vergehen den Tod verdient, aber dieser Mann hat nichts Unrechtes getan.«
Dann sagte er: »Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.«
Da antwortete Jesus: »Ich versichere dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.« .. Lk 23,39–44 NLB
Das Wort Paradies bedeutet „Garten.“
Freitag, 21. April 2023
Wohlstandsevangelium?
Glaubst du an das Wohlstandsevangelium? Ich nicht, aber soll ich denn an ein Armut-Evangelium glauben?
Jesus sagte:
Jesus blickte auf seine Jünger und sagte: »Glückselig seid ihr, die ihr arm seid. Denn euch gehört das Reich Gottes.
Glückselig seid ihr, die ihr jetzt hungert. Denn ihr werdet satt werden. Glückselig seid ihr, die ihr jetzt weint. Denn ihr werdet lachen. Lk 6,20–21 BB
»Wehe euch, ihr Reichen! Denn ihr habt euren Trost bereits erhalten.
Wehe euch, die ihr jetzt satt seid, denn ihr werdet hungern. Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet weinen und klagen. Lk 6,24–25 BB
Sollen wir also alle arm sein? Im Alten Testament lese ich, dass Armut ein Fluch ist.
Soll Reichtum eine Sünde sein?
Die erste Person in Europa, die sich durch Paulus bekehrte, war eine reiche Händlerin, Lydia.
Unter den Zuhörerinnen war auch eine Frau namens Lydia. Sie handelte mit Purpurstoffen und kam aus der Stadt Thyatira. Lydia glaubte an den Gott Israels. Der Herr öffnete ihr das Herz, sodass sie den Worten von Paulus aufmerksam zuhörte.
Sie ließ sich taufen, zusammen mit ihrer ganzen Hausgemeinschaft. Danach bat sie: »Wenn ihr überzeugt seid, dass ich wirklich an den Herrn glaube, dann kommt in mein Haus. Ihr könnt bei mir wohnen!« Sie drängte uns, die Einladung anzunehmen. Apg 16,14–15 BB
Die meisten Gemeinden in den ersten christlichen Jahrhunderten waren Hauskirchen. Die großen Häuser der wohlhabenden Christen wurden Hauskirchen.
Die Frage ist nicht, ob man reich sein darf, sondern was man mit seinem Reichtum macht.
Meine Brüder und Schwestern! Was nützt es, wenn jemand behauptet zu glauben, sich der Glaube aber nicht in Taten zeigt? Kann ihn dann der Glaube retten?
Stellt euch vor, ein Bruder oder eine Schwester hat nichts anzuziehen. Es fehlt ihnen sogar das tägliche Brot.
Nun sagt einer von euch zu ihnen: »Geht in Frieden, ihr sollt es warm haben und euch satt essen.« Ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen. – Was nützt das?
So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er sich nicht in Taten zeigt, bleibt er für sich allein und ist tot. Jak 2,14–17 BB
Es gibt reiche Christen, die politisch konservativ sind. Sie wollen weniger Steuern zahlen. Sie können die beste Versorgung durch einen Spezialisten bezahlen, aber sie sorgen sich nicht darum, dass arme Leute sterben, weil sie sich eine gute Versorgung nicht leisten können.
Was sagt die Bibel?
Glücklich ist, wer sich um den Hilflosen kümmert. Wenn er eines Tages selbst ins Unglück stürzt, wird der HERR ihn retten.
Der HERR wird ihn behüten und am Leben halten. Dafür wird man ihn glücklich preisen im Land. Du überlässt ihn nicht der Willkür seiner Feinde.
Wenn er krank auf seinem Lager liegt, lässt der HERR ihn wieder zu Kräften kommen. Wenn die Krankheit ihn ans Bett fesselt, sorgst du für seine Genesung. Ps 41,2–4 BB