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Mittwoch, 31. Juli 2024

Frauen in Leiterschaft

 Warum ich nicht mit John MacArthurs Ansicht übereinstimme, dass Frauen in der Kirche nicht lehren oder leiten dürfen:

(Artikel von Bob Edwards. Kopiert mit Erlaubnis)

So beschreibt das griechische Neue Testament den Dienst der Frauen:

Phöbe: διάκονον (Diakon) und προστάτις (Leiterin), Römer 16:1-2
Priszilla: eine der συνεργούς (Mitarbeiterin) des Paulus, Römer 16:3; ἐξέθεντο (erklären, auslegen) "den Weg Gottes genauer", an einen Mann, Apg 18:26.
Junia: ἐπίσημοι ἐν τοῖς ἀποστόλοις (hervorragend unter den Aposteln), Römer 16:7
Mein Verständnis, warum 1. Timotheus 2:12 und 1. Korinther 14:34-35 Frauen nicht verbieten, in der Gemeinde zu lehren, zu leiten oder zu sprechen:

1. Timotheus 2,12 ist kein Verbot gegen "alle" Frauen, die in der Gemeinde von Ephesus lehren oder leiten.

Priszilla lehrte einen Mann in Ephesus den Weg Gottes, um genau zu sein.  Der Kontext des Verses steht in einem Brief gegen "falsche Lehren" (1. Timotheus 1,3), "gottlose Mythen" (1. Timotheus 4,7), "widersprüchliche Vorstellungen von dem, was man fälschlicherweise Wissen nennt" (1. Timotheus 6,20).  Eine Frau, die sich *mit falscher Lehre* beschäftigt, sollte lernen, bevor sie lehrt.

Ich glaube nicht, dass 1. Korinther 14,34-35 ein Befehl von Paulus war, der Frauen sagte, sie müssten in der Kirche schweigen; ich glaube auch nicht, dass Paulus sagte, es sei "schändlich" für Frauen, in der Kirche gehört zu werden.  Das mündliche rabbinische Gesetz der damaligen Zeit besagte diese Dinge:

"Die Stimme einer Frau ist verboten, weil sie sexuell aufreizend ist" (Talmud, Berachot 24a).  
"Es ist eine Schande für eine Frau, ihre Stimme unter Männern hören zu lassen" (Talmud, Traktat Kidduschin).

Ich glaube, dass Paulus' Antwort auf das mündliche Gesetz in 1 Korinther 14:36-39 zu finden ist:

"Was? Ist das Wort Gottes von euch ausgegangen oder ist es nur zu euch gekommen? ... Darum, meine Brüder und Schwestern, seid eifrig am Prophezeien und verbietet nicht das Reden in Zungen."

Mit anderen Worten: Die mündliche Überlieferung sollte nicht dazu benutzt werden, Frauen daran zu hindern, ihre geistlichen Gaben in der Gemeinde zum Ausdruck zu bringen; jeder muss einfach seine Gaben in geordneter Weise zum Ausdruck bringen (siehe Vers 40).

Die Ämter werden nicht nach dem Geschlecht vergeben. Sie werden nach der geistlichen Begabung vergeben:

Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns gegebenen Gnade, so lasst sie uns gebrauchen: Es sei Weissagung, in der Entsprechung zum Glauben;

es sei Dienst, im Dienen; es sei, der lehrt, in der Lehre;

es sei, der ermahnt, in der Ermahnung; der abgibt, in Einfalt; der vorsteht, mit Fleiß; der Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit.
Röm 12,6–8 ELB 2006

„... der vorsteht, mit Fleiß..“

Das griechische Wort, das die Gabe der Leiterschaft (vorsteht) beschreibt, ist προϊστάμενος; es ist das verwandte Verb von προστάτις, dem Wort, das zur Beschreibung der Führungsrolle von Phöbe in Römer 16,2 verwendet wird.

"Da ist weder Jude noch Heide, weder Sklave noch Freier, noch Mann und Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus"
(Galater 3,28).  

Paulus hat das wirklich geglaubt.  Als Petrus in Galater 2,11-14 die Heidenchristen anders behandelte als die Judenchristen (indem er sich weigerte, mit ihnen zu essen), wies Paulus ihn zurecht.  Wie in 1. Korinther 14 erklärt Paulus, dass es falsch ist, "Heiden zu zwingen, jüdischen Bräuchen zu folgen" (Gal 2,14).

Wenn John MacArthur Frauen sagt, dass sie in der Gemeinde nicht lehren oder leiten dürfen, handelt er meiner Meinung nach wie Petrus in Galater 2, er setzt das Wort Gottes außer Kraft, indem er an der menschlichen Tradition festhält (siehe die Bemerkungen Jesu zu den religiösen Führern seiner Zeit in Markus 7,13

Sonntag, 5. Mai 2024

Die Rolle der Frauen im NT

 Im Alten Testament waren die Priester Mittler zwischen den hebräischen Gläubigen und Gott. Sie waren also Fürbitter. Die Juden brachten auch die Opfertiere zu den Priestern, die sie dann im Namen des Volkes Gott darbrachten.

Als Christen sind wir alle, Männer und Frauen, aufgerufen, füreinander zu beten. Gott erhört unsere Gebete durch das Blutopfer seines Sohnes Jesus am Kreuz.

Die Priester waren auch geistliche Lehrer. Sie studierten die Heilige Schrift und lehrten die Menschen, wie sie Gott gefallen können. Da im Neuen Testament christliche Männer und auch Frauen zu Priestern ernannt werden, sind christliche Männer und Frauen dazu berufen, die Bibel zu studieren und zu lehren.

Manche werden jedoch einwenden, dass Paulus die Frauen angewiesen hat, still und unterwürfig zu lernen. Das heißt nicht, dass Frauen keine Lehrerinnen sein können. 

Es bedeutet, dass Frauen erst lernen müssen, bevor sie qualifiziert sind zu lehren. Natürlich dürfen auch Männer nicht zu lehren beginnen, bevor sie als Jünger ausgebildet worden sind.

Eine Frau soll in der Stille und in aller Unterordnung lernen.
Ich erlaube der Frau nicht, zu lehren oder über den Mann zu herrschen; sie soll sich still zurückhalten.
1. Tim 2,11–12 NLB

Hier spricht Paulus eine Situation in Ephesus an, in der Menschen, darunter auch Frauen, eine falsche Lehre vertraten. Es handelte sich um Neubekehrte, die zuvor die heidnische Göttin Artemis verehrt hatten, eine jungfräuliche Göttin, die angeblich eine Quelle der Weisheit und Zauberkraft war.

Viele unverheiratete, jungfräuliche Frauen dienten im Tempel der Artemis und wurden als spirituelle Lehrerinnen geachtet. Als sie Christen wurden, gaben einige von ihnen offenbar weiterhin spirituelle Lehren weiter, aber ihre Lehren waren mit den heidnischen Vorstellungen vermischt, an die sie vor ihrer Bekehrung geglaubt hatten. 

Paulus schrieb an Timotheus und forderte ihn auf, diese Situation zu korrigieren.

Damals, bei meiner Abreise nach Makedonien, habe ich darum gebeten: Du solltest in Ephesus bleiben, um gewissen Leuten dort die Verbreitung von falschen Lehren zu verbieten. 

Sie sollen sich nicht mit erfundenen Geschichten und endlosen Stammbäumen befassen. Denn das führt nur zu sinnlosen Gedankenspielereien. Es dient aber nicht dem Auftrag Gottes, den Glauben zu fördern.

Das Ziel der richtigen Lehre ist vielmehr Liebe. Sie erwächst aus reinem Herzen, gutem Gewissen und aufrichtigem Glauben.
Dieses Ziel haben einige aus dem Auge verloren und sich auf leeres Geschwätz verlegt.
Sie wollen Gesetzeslehrer sein. Aber sie verstehen nichts von dem, was sie sagen und was sie so selbstsicher behaupten.
1. Tim 1,3–7 BB

Welche falschen Lehren wollte Paulus korrigieren?

Die Heiden in Ephesus glaubten, Artemis sei vom Himmel herabgestiegen und die Frauen seien zuerst erschaffen worden. Paulus deutet auf die Schöpfungsgeschichte, nach der Adam vor Eva erschaffen wurde.

Denn zuerst wurde Adam geschaffen, danach erst Eva.
Und nicht Adam hat sich verführen lassen. Sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat damit Gottes Gebot.
1. Tim 2,13–14 BB

Heißt das, dass alle Frauen leichter zu verführen sind als Männer? Die Bibel berichtet immer wieder von Männern und Frauen, die verführt oder werden.

Aber hat Paulus nicht auch ausdrücklich gesagt, dass reife Frauen jüngere Frauen lehren sollen?

Entsprechendes gilt für die älteren Frauen: Sie sollen sich ebenfalls würdevoll verhalten, andere nicht verleumden und nicht dem Wein verfallen sein. Sie sollen fähig sein, Gutes zu lehren. 

Dann können sie die jungen Frauen anleiten, ihre Männer und Kinder zu lieben. Tit 2,3–4 BB

Wenn Frauen andere Frauen lehren sollen, heißt das nicht, dass sie nur Frauen lehren sollen.

Da Frauen ebenso wie Männer zum Priestertum berufen sind, müssen auch Frauen lernen, sich für die biblische Lehre zu rüsten. Paulus schickte Phöbe, um seinen berühmten Brief an die Gemeinde in Rom zu überbringen. Ihre Aufgabe bestand darin, der Gemeinde den Brief vorzulesen und Fragen zu beantworten. Es war ein priesterlicher Lehrauftrag.

Paulus sagt der römischen Gemeinde, dass Phöbe ein Diakon und keine Diakonin ist. Das zeigt, dass Phöbe eine Dienerin des Evangeliums war, d.h. eine Predigerin

Das griechische Wort DIAKONOS ist ein Maskulinum. In den Evangelien kann es sich auf eine Dienerin oder einen Hausdiener beziehen, aber in den Schriften des Paulus bezieht es sich immer auf einen Diener des Evangeliums, d.h. auf einen Geistlichen.

Dienstag, 20. Juli 2021

Jesus Emanzipierte Frauen

 Als Gaby Wentland heiratete, waren sie dem Herrn total hingegeben und wollten in Afrika Missionaren werden. 

Ihr Mann sagte ihr, “Ich bin der Mann. Du wirst meine Frau sein. Ich bin der Pastor und ich werde predigen.”

Sie wusste, der Herr hatte sie zu predigen berufen aber sie sagte nichts. Sie betete. Dann kam ein Gastprediger mit einer Überraschung. Er predigte von Gottes Anliegen, alle seine Söhne und Töchter zu mobilisieren.

Wenn du ertrinkst, ist es dir nicht wichtig, ob ein Mann oder eine Frau dich rettet. Die verlorenen Seelen müssen Gottes Botschaft hören. Dann sagte er ganz direkt, die Frau des jungen Pastors sei zu predigen berufen und sie soll predigen.

Sie fing an zu predigen und Gott segnete. Sie predigte immer wieder und ihr Mann sagte nichts. 

Eines Tages ging sie mit ihrem Mann spazieren und sie fragte ihm, wann er seine Meinung geändert hatte.
Er sagte Jesus war ihm erschienen und ihm mitgeteilt hat, seine Frau sollte predigen.


Die junge Gaby Wentland hatte gebetet und Gott hat zwei ganz überzeugende Boten geschickt. Der erste war der Gastprediger, Reinhard Bonnke und der zweite war der Sohn Gottes selbst. 

Was dürfen die Frauen? 

Debora war nicht nur eine Prophetin, sondern leitete die Hebräische Nation im Krieg. (Richter Kapitel 4) 

Hulda war eine Prophetin die dem König Josia ein Wort von Gott gegeben hat, obwohl Jeremias damals lebte und Gott hätte einen Mann gebrauchen können. (2. Könige 22)

Gott hat einer jungen Frau die wichtigste Entscheidung aller Zeiten anvertraut. Der Engel Gabriel besuchte Maria und sagte, sie sollte die Mutter Gottes Sohn sein. 

Sie hat bei keinem Mann Rat gesucht, sondern sie hat die Entscheidung allein getroffen. Sie hat Gottes wunderbare aber sehr herausfordernde Berufung akzeptiert.

Als Jesus auf der Erde erschien, waren die Frauen von den meisten jüdischen Rabbinern abgeschaut oder sogar verachtet. 

Kein Rabbiner würde eine junge Frau als Jünger haben. Nur jungen und junger Männer durften die Religion studieren.

Aber Jesus war anders.

Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden.

Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte:

Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?

Und er streckte die Hand aus über seine Jünger und sprach:
Siehe da, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder!
Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel,
der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.
Mt 12,47-50


Jesus hat auch Frauen als seine Jünger akzeptiert. Das war radikal.


 

Montag, 22. Februar 2021

Totale Gleichheit von Frau und Mann

 Die Pharisäer fragten Jesus warum Mose einem Mann erlaubte seine Frau zu entlassen.

Für die frommen Juden war das Gesetz der vollkommene Maßstab, aber für Jesus war das Gesetz nicht vollkommen.

Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens Härte wegen; von Anfang an aber ist's nicht so gewesen. Mt 19:8

Für Jesus war etwas noch hoher als das Gesetz.   

Für Jesus war das Gesetz heilig, aber es gab für ihn ein höheres Prinzip, Gottes Ordnung bei der Schöpfung, bevor die Sünde in die Welt kam.

Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach  

(1.Mose 2,24): »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«?  Mt 19,4-5

Wir sind mit diesen Worten vertraut aber wir wissen nicht wie total radikal diese Aussage wirklich ist.


In den biblischen Geschichten lesen wir nur einmal, dass ein Mann seine Eltern verließ, eine Frau heiratete und bei der Frau blieb.

Das war Jakob, der bei seinem Onkel seine Frau fand aber danach kehrte sie mit ihm zu seiner Familie zurück. Auch bei Abraham und später bei den Juden unter dem Gesetz musste die Frau ihre Familie verlassen, und dann gehörte sie zu der Familie ihres Mannes.

Selbst das von Gott gegebenes Gesetz hat Gottes ursprüngliche Ordnung nicht wieder hergestellt.


Wie war Gottes Ordnung vor dem Sündenfall für Mann und Frau?

Da sprach Gott: »Wir wollen Menschen schaffen nach unserem Bild, die uns ähnlich sind. Sie sollen über die Fische im Meer, die Vögel am Himmel, über alles Vieh, die wilden Tiere  und über alle Kriechtiere herrschen.«

    So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie.
1. Mose 1:26-27


Am Anfang zeigte Gott seine Autorität als Schöpfer. Geistliche 

Autorität ist kreativ.
 

Gott schuf beide Mann und Frau als sein Ebenbild. Beide bringen Gottes Natur und Charakter zum Ausdruck, der Mann nicht mehr als die Frau.

Gott übergab dem Mann und der Frau die Eigenschaft der Fruchtbarkeit, die Fähigkeit, Leben weiterzugeben, Menschen, die auch Gottes Natur haben würden.


Er segnete sie und sprach: »Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde! 1.Mose 1,28

Gott gab dem Mann und der Frau Autorität über der Erde. 

Er gab dem Mann keine Autorität über der Frau und er gab der Frau keine Autorität über dem Mann.

Gottes leitendes Prinzip vom Anfang war Partnerschaft.

Aber es gibt umstrittene Texte im Neuen Testament, die Frauen scheinbar den Männern unterstellen.
Bitte lesen Sie meine anderen Beiträge zu diesem Thema.

Frauen in Leiterschaft

Sollen Frauen Lehren und Leiten


Partnerschaft mit Gott

Sollen Frauen mit Gottes Autorität auch Männern ansprechen?

Dienstag, 16. Februar 2021

Fange Klein An

Jesus war kein ausgebildeter Theologe. Er hatte keine Zeit dafür. Er musste als junger Mann als Zimmermann seine Familie versorgen.

Trotzdem lebte er in enger Gemeinschaft mit seinem himmlischen Vater, und er studierte das Alte Testament in seiner Freizeit.

Wie glücklich ist ein Mensch, der Freude findet an den Weisungen des HERRN, der Tag und Nacht in seinem Gesetz liest und darüber nachdenkt. Psalm 1,2 GN

Schon bevor sein öffentlicher Predigtdienst begann, war Jesus unser Vorbild.

Hast du keinen Dienst, außer deinem Familienleben und deiner Arbeit? Wenn Gott in harten Zeiten Erweckung sendet, wird er dich erstaunen.

Vor etwa 60 Jahren hat ein amerikanischer Prediger eine prophetische Vision vom Herrn bekommen. 

Er sah christliche Hausfrauen und andere völlig unbekannte Christen, die auf der Straße dienten. Sie beteten für Schwerkranken und viele wurden von Gott geheilt.

Ich kenne Christen in Australien, die das schon machen. Kranken werden geheilt und viele bekehren sich zu Jesus. Das passiert auch in Amerika und hier und da in Deutschland.

Es gibt leider manche konservativen Christen, die so was infrage stellen. Sie sagen ganz richtig, dass Jesus alle unfehlbar heilte, aber heute werden nicht alle geheilt. Ganz richtig.

Aber wenn unser Glaube und himmlische Kraft nicht auf derselben Ebene wie bei Jesus ist, soll unser Dienst deswegen völlig ungültig sein?

Als die Juden aus Babylon nach Jerusalem zurückkehrten, fingen sie an, den zertrümmerten Tempel von neuem zu bauen.

Manche Juden kritisierten und jammerten, weil der neue Tempel nicht herrlich war, wie der Tempel von Salomon. 

Vielleicht waren sie wie manche Kritiker heute. Alles oder nichts. Im Heilungsdienst sollen wir angeblich entweder 100% Erfolg haben, wie bei Jesus, oder unser Dienst sei ungültig oder falsch.

Serubbabel war der Hohe Priester, der den Wiederaufbau des Tempels verwaltete. Sein Name bedeutet, dass er in Babylon geboren wurde. Er war keine glänzende Persönlichkeit wie Salomon, dessen Vater der große König David war.

Aber Gott ermutigte Serubbabel, der mit gesalbter Zuversicht antworten durfte.

Die Hände Serubbabels haben dieses Haus gegründet, seine Hände sollen es auch vollenden; und du wirst erkennen, daß mich der HERR der Heerscharen zu euch gesandt hat. Sacharja 4,9 SLT

Hast du keine Kanzel? Wenn ein Kolleg oder Nachbar Kopfschmerzen hat, kannst du vielleicht ganz offen beten.

Denn wer ist’s, der den Tag geringer Anfänge verachtet? Sacharja 4,10 SLT 

Ich war einst bei einer Veranstaltung. Als der Pastor ankam, hatte seine Frau Kopfschmerzen. Ich ging beiseite und betete heftig. Als ich kurz danach zurückkam, war der Kopfschmerzen weg.

Fange klein an. Bereite dich auf eine erstaunliche Manifestation Gottes Kraft in dieser schwierigen Endzeit.

Dienstag, 5. Januar 2021

Christlicher Feminismus

Viele konservative Christen glauben, dass Feminismus antichristlich ist und seinen Ursprung in radikalen weltlichen Sozialreformbewegungen hat.

Radikale Feministen in der Welt befürworten aggressiv Abtreibung und Homo Ehe.

Aber wer waren die eigentlichen Pioniere der Bewegung, die für die Gleichberechtigung der Frauen führte?

Vor 250 Jahren etablierte John Wesley Bibelklassen für Erwachsenen. Viele Gruppen wurden von Frauen geleitet.

Die erste Hochschule in Nordamerika, wo Männer und Frauen zusammen studierten, wurde von dem berühmten Erweckungsprediger Charles Finney gegründet. 

In Finneys Hochschule studierten Männer und Frauen, Schwarze und Weiße in denselben Klassen.

In Nordamerika haben Charles Finney und D.L. Moody Predigerinnen ausgebildet. In England hat William Booth Predigerinnen und Frauen in Leiterschaft befördert.

A. B. Simpson, der Gründer der Christian Missionary Alliance (CMA), inkludierte Frauen in alle Ebenen seiner Leitung.

Im neunzehnten und früh im zwanzigsten Jahrhundert waren viele christlichen Missionare in China. Es waren zweimal so viele Frauen als Männer.

Die Frauen durften nur unter Frauen missionieren. So wurden die chinesischen christlichen Frauen die Mehrzahl. 

Jetzt gibt es trotz kommunistischer Verfolgung mehr als 50 Tausend Hauskirchen. Mehr als 75% der Pastoren und Leiter sind Frauen.

Die Gleichberechtigung der Frauen kommt nicht von der Welt, sondern von Gott.

Nun gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Griechen, zwischen Sklaven und Freien, zwischen Mann und Frau. Ihr seid alle eins in Christus Jesus. Galater 3,28 Bruns

Was bedeutet „Kein Unterschied“? Natürlich sind Mütter Frauen und Väter Männer.

Aber Frauen und Männer sollen die gleiche Autorität haben, in der Ehe, in der Familie, in der Gemeinde, in der Politik, in der Gesellschaft, im Büro, in christlicher Leiterschaft und allen Bereichen des geistlichen Dienstes.

Mittwoch, 11. November 2020

Frauen immer schweigen???

 Die Juden wollten keine Frauen als Zeugen in einem Prozess anerkennen aber Gott dachte anders. 

Als Jesus nach seinem Tod wieder auferstand, haben seine Apostel ihn nicht zuerst gesehen. Gott erwählte eine Frau als ersten Zeuge der Auferstehung.

Als aber Jesus auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er zuerst Maria von Magdala, von der er sieben böse Geister ausgetrieben hatte.

Und sie ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren und Leid trugen und weinten. 

Und als diese hörten, dass er lebe und sei ihr erschienen, glaubten sie es nicht. Mk 16,9-11 

Dann offenbarte sich Jesus seinen Aposteln.

Zuletzt, als die Elf zu Tisch saßen, offenbarte er sich ihnen und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härte, dass sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten als Auferstandenen. Mk 16,14  

Dann kam der erste Pfingsttag für die neue Gemeinde. Nur 120 Jünger waren da aber unter den Jüngern waren treue Frauen.

Diese alle waren stets beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. Apg 1,14

Als der Heilige Geist auf die Jünger kam, sah man Flammen auf jeden Kopf und sie gaben die wunderbare Botschaft Gottes mit prophetischer Begabung weiter.

Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 

und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab. Apg 2,3-4

Das war in der ersten Gemeinde. Aber haben auch die Frauen in der Gemeinde gesprochen? Sicher. Petrus bestätigte das ganz klar.

»Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen...
Apg 2,17

Jesus Emanzipierte Frauen

 Als Gaby Wentland heiratete, waren sie dem Herrn total hingegeben und wollten in Afrika Missionaren werden. 

Ihr Mann sagte ihr, “Ich bin der Mann. Du wirst meine Frau sein. Ich bin der Pastor und ich werde predigen.”

Sie wusste, der Herr hatte sie zu predigen berufen aber sie sagte nichts. Sie betete. Dann kam ein Gastprediger mit einer Überraschung. Er predigte von Gottes Anliegen, alle seine Söhne und Töchter zu mobilisieren.

Wenn du ertrinkst, ist es dir nicht wichtig ob ein Mann oder eine Frau dich rettest. Die verlorenen Seelen müssen Gottes Botschaft hören. Dann sagte er ganz direkt, die Frau des jungen Pastors sei zu predigen berufen und sie soll predigen.

Sie fing an zu predigen und Gott segnete. Sie predigte immer wieder und ihr Mann sagte nichts. 

Eines Tages ging sie mit ihrem Mann spazieren und sie fragte ihm, wann er seine Meinung geändert hatte.
Er sagte Jesus war ihm erschienen und ihm mitgeteilt hat, seine Frau sollte predigen.


Die junge Gaby Wentland hatte gebetet und Gott hat zwei ganz überzeugende Boten geschickt. Der erste war der Gastprediger, Reinhard Bonnke und der zweite war der Sohn Gottes selbst. 

Was dürfen die Frauen? 

Debora war nicht nur eine Prophetin, sondern leitete die Hebräische Nation im Krieg. (Richter Kapitel 4) 

Hulda war eine Prophetin die dem König Josia ein Wort von Gott gegeben hat, obwohl Jeremias damals lebte und Gott hätte einen Mann gebrauchen können. (2. Könige 22)

Gott hat einer jungen Frau die wichtigste Entscheidung aller Zeiten anvertraut. Der Engel Gabriel besuchte Maria und sagte, sie sollte die Mutter Gottes Sohn sein. 

Sie hat bei keinem Mann Rat gesucht, sondern sie hat die Entscheidung allein getroffen. Sie hat Gottes wunderbare aber sehr herausfordernde Berufung akzeptiert.

Als Jesus auf der Erde erschien, waren die Frauen von den meisten jüdischen Rabbinern abgeschaut oder sogar verachtet. 

Kein Rabbiner würde eine junge Frau als Jünger haben. Nur jungen und junger Männer durften die Religion studieren.

Aber Jesus war anders.

Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden.

Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte:

Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?

Und er streckte die Hand aus über seine Jünger und sprach:
Siehe da, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder!
Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel,
der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.
Mt 12,47-50


Jesus hat auch Frauen als seine Jünger akzeptiert. Das war radikal.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Keine Gläubigen Zweiter Klasse

Simon Petrus, der als Apostel Jesus Christus dient, schreibt diesen Brief an alle, die aufgrund der Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus 

den gleichen kostbaren Glauben empfangen haben wie wir Apostel selbst. 2.Petr 1,1 LUT

Petrus war der Apostel, der auf dem Wasser ging, der erste Evangelist, der Prediger der die Kranken heilte und die Toten aufrichtete.


Dieser große Apostel schreibt an alle Gläubigen, Gebildeten und Analphabeten, Hirten und Schafe, Leiter und Neu-bekehrten. Alle haben die gleiche Art Glaube, ohne Unterschied.


Natürlich wollen wir gute Pastoren und Leiter haben, Menschen mit vortrefflichem Charakter, starkem Glauben und auch Geistesgaben.  

Aber es gibt immer viele Christen mit allen diesen Eigenschaften, die keine Berufung für Leiterschaft oder Kanzel haben.


Gott gebraucht oft Menschen, die wir nicht hoch achten oder schätzen, um uns das beizubringen, und zwar oft auf eine ganz unerwartete Weise. 



In Johannes Kapitel 4 sprach Jesus mit einer Frau, die fünfmal geheiratet war und jetzt mit einem Mann in einer außerehelichen Beziehung war.


Sie bekehrte sich und verbreitete die Gute Nachricht sofort in ihrem Dorf, so dass eine Menge sich zu Jesus bekehrte. Sie hatte kein Ansehen, kein Amt und keine besondere Geistesgaben.



Heide Baker ist Missionarin in Afrika. 

Sie rettet kleine Mädchen von Sex Sklaverei und kleine Jungs von Zwangsdienst als Soldaten.

Sie adoptiert diese Waisen und sie lernen Jesus gut kennen.


Ein Mädchen mit 11 Jahren wurde Prediger, natürlich nicht ordiniert. Sie ging zu einem Dorf, wo Islam und Hexerei total dominant waren. Als sie laut über Jesus sprach, fingen die Leute, große Steine zu werfen. 



Plötzlich proklamierte sie Heilung für einen Tauben unter ihrer Verfolger. Der Taube ließ seinen Stein fallen. Er konnte hören und schrie laut. „Ich kann hören.“ 



Die Steine flogen nicht mehr. Die Menge hörte das Evangelium und bekehrten sich massenweise.


Als Petrus die erste christliche Predigt nach dem Kreuz hielt, verkündete er eine revolutionäre Botschaft


Die Herrlichkeit Gottes ist nicht mehr nur für Propheten, Könige und Priester, wie im Alten Testament, sondern für alle, die an Jesus glauben und den Heiligen Geist empfangen und freien Lauf geben.



»Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben;  



und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen. Apg 2,17-18



Die religiöse Tradition hat uns unserer Erbschaft beraubt. 



Die Geistesgaben und Manifestationen Gottes Kraft und Gegenwart sind in vielen Gemeinden stark begrenzt oder ausgeschlossen. 



  • Wenn sie erlaubt sind, dürfen manchmal nur Männer und nicht Frauen für Gott sprechen.
  • In anderen Gemeinden dürfen nur Pastoren, Prediger oder Leiter für Gott sprechen.
  • Aber Petrus hat in seiner Predigt diese Regeln und Beschränkungen komplett abgeschafft.



Aber das war nicht nur in einer Predigt.


In dem Markus Evangelium lesen wir etwas Ähnliches.



Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden;  



wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.  Mk 16,17-18


Es gibt extrem seltsame Sekten in Amerika, wo man mit Schlangen spielt, aber so war es nicht in der Bibel gemeint. 

Paulus wurde von einer giftigen Schlange gebissen.


Aber Paulus schleuderte die Schlange ins Feuer und erlitt keinen Schaden. Apg 28,5


Wir müssen nicht mit Gift oder Schlangen spielen aber Gott verspricht uns seinen Schutz in unserer Not.


Ich habe einen Arabischen Freund der von extrem fundamentalistischem Islam zu Jesus sich bekehrte aber unterwegs wurde er fehlgeleitet und wurde Mormonisch.


Als Gott ihn von dieser Sekte befreite, besuchte er viele Mormonen und half ihnen auch, von der bösen Religion zu entkommen.


Dann hörten alle Moslems in seiner Umgebung von seinem neuen Glauben und manche bekehrten sich.



Er war nicht ordiniert aber Gott gebrauchte ihn mit übernatürlicher Kraft.



Ein Araber gab ihm einmal zu essen. Eine Woche Später war er erstaunt, dass sein Christlicher Landsmann noch am Leben war. Er hatte genug Gift in das Essen hineingetan, um ein Kamel umzubringen.



Der erfolglose Attentäter bekehrte sich zu Jesus. 

Sonntag, 28. Februar 2016

Geistliche Autorität ist Geistlich, nicht Männlich

Wenn wir geistliche Autorität als eine exklusive männliche Eigenschaft betrachten, denken wir fleischlich.

Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. 2.Kor 5,16

Geistliche Autorität kommt von Gott, der Geist ist, nicht Mann und nicht Frau. 

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 1.Mose 1,27

Am Anfang zeigte Gott seine Autorität als Schöpfer. Geistliche Autorität ist kreativ. 

Gott schuf beide Mann und Frau als sein Ebenbild. 

Beide bringen Gottes Natur und Charakter zum Ausdruck, der Mann nicht mehr als die Frau. 

Gott übergab dem Mann und der Frau die Eigenschaft der Fruchtbarkeit, die Fähigkeit, Leben weiterzugeben, Menschen die auch Gottes Natur haben würden. 

Er segnete sie und sprach: »Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde! 1.Mose 1,28

Gott gab dem Mann und der Frau Autorität über der Erde. Er gab dem Mann keine Autorität über der Frau und er gab der Frau keine Autorität über dem Mann. 

Gottes leitendes Prinzip vom Anfang war Partnerschaft.

Aber hat nicht Gott allein die Menschen geschaffen? Hier gibt Gott uns eine Einsicht in seine eigene Natur. 

Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei...1.Mose 1,26

Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. 

Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war. Spr 8,22-23

Hier spricht “Die Weisheit” ein geheimnisvolles göttliches Wesen, das Gott bei der Schöpfung begleitete. Ist das der Heilige Geist oder Jesus? Die Bibel lässt uns wundern.
Dann sehen wir im Neuen Testament eine klare Offenbarung.

  1. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
  2. Dieses war im Anfang bei Gott.
  3. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. Joh 1,1-3

Gott ist ein Gott, aber Gott ist Vater und Sohn, die in Partnerschaft alles gemacht haben.

Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei...1.Mose 1,26

Als der erste Mensch von einer Frau geboren wurde, sagte Eva:

 Und  der Mensch  erkannte  Eva, seine Frau, und sie wurde schwanger  und  gebar  Kain; und sie sprach: Ich habe einen Mann  erworben  mit  dem Herrn. 1.Mose 4,1

Hier ist kreative Partnerschaft zwischen Gott, Frau und natürlich auch Mann. 

Als Gottes Sohn in die Welt kommen sollte, hat Gott eine Partnerschaft mit einer sehr jungen Frau gefunden (aber nicht sexuell, wie die Moslems behaupten).

Und  der Engel  sprach  zu ihr: Fürchte  dich nicht, Maria, denn  du hast  Gnade  bei  Gott  gefunden;
  • und  siehe, du wirst  im  Leib  empfangen  und  einen Sohn  gebären, und  du sollst seinen  Namen  Jesus  nennen. Lk 1,30-31

Maria musste allein entscheiden, und sie hat entschieden, mit Gott selbst Jesus in die Welt zu bringen. Partnerschaft!

Maria aber sprach zu dem Engel: Wie kann das sein, da  ich ja keinen Mann kenne?
  • Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist  wird auf dich kommen, und  Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren  werden wird, Sohn Gottes genannt werden. Lk 1,34-35

Als Jesus seine Jünger trainierte, lehrte er das Prinzip der Partnerschaft als Schlüsselbegriff für echte geistliche Autorität.

Danach aber bestimmte der Herr noch 70 andere und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er selbst kommen wollte. Lk 10,1

In der Apostelgeschichte sehen wir, dass nicht nur Petrus und Johannes zusammen als Partner dienten, sondern auch Piszilla und Aquilla, das erste Mal in der Bibel, das ein Ehepaar in geistlichem Dienst als Partner lehrten und leiteten.

Das ist ein Vorbild für uns.

Jesus warnte gegen Diktatur und Hierarchie.

  • Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder. 
  • Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. Mt 23,8-9

Jesus lehrte, der Schlüssel der Geistlichen Autorität liegt in Partnerschaft mit Gott und mit einander. 


Sonntag, 21. Februar 2016

Frauen in Leiterschaft

Die Rolle von Frauen in christlichem Dienst wird immer noch heftig umstritten. Viele Christen stimmen zu, dass Frauen auch unter Männern laut beten und prophezeien dürfen.

 »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen...Apg 2,17-18

Aber dürfen Frauen auch lehren? 

Manche wollen Frauen erlauben, Kinder oder andere Frauen zu lehren aber nicht Männer. 

Wo finden wir eine Passage im NT, wo eine Frau einen Mann unterrichtet hat? 

Eine gute Frage.

Ein gewisser  Jude  aber, mit Namen  Apollos, aus Alexandrien  gebürtig, ein beredter  Mann, der mächtig  war  in  den Schriften, kam  nach  Ephesus....

Und  dieser  fing  an, freimütig  in  der Synagoge  zu reden. Als aber  Priszilla  und  Aquila  ihn  hörten, nahmen  sie ihn  zu sich  und  legten  ihm  den Weg  Gottes  genauer  aus. Apg 18, 24-26

Priszilla, die Frau und ihrem Mann Aquila haben beide zusammen als Bibellehrer gedient, um einen gesalbten Prediger zu unterrichten.

Priszilla und Aquila waren keine unwichtige Personen unter den Kirchenleiter im NT. Sie werden im NT sechsmal erwähnt und sie wurden von Paulus tief respektiert.

Grüßt  Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus  Jesus (die für mein Leben ihren eigenen Hals preisgegeben  haben, denen  nicht  allein  ich  danke, sondern auch alle Versammlungen der Nationen). Römer 16,3-4

In der Bibel ist es wichtig zu bemerken, welchen Namen zuerst kommt. 

Der Name von Priszilla kommt vor Aquila. Wir sollen deswegen verstehen, dass sie im Dienst und in ihren Begabungen prominenter und wichtiger war als ihr Mann. 

In Römer 16 erwähnt Paulus eine Anzahl von Personen, die er als Diener Gottes für wichtig hielt.

Eine sehr interessante Person ist Junia.

In der Züricher Bibel lesen wir:

Grüßt Andronikus und Junia, meine Landsleute, die meine Gefangenschaft geteilt haben. Sie sind angesehen unter den Aposteln und haben schon vor mir zu Christus gehört. Römer 16,7

In vielen anderen Übersetzungen lesen wir nicht “Junia” sondern “Junias.” 
Im Griechischen Urtext steht der Name: IOUNIAN... die Akkusative Form von entweder JUNIAS  oder JUNIA. JUNIAS ist männlich und JUNIA ist weiblich.

  • Wie könnte eine Frau ein Apostel sein?
Aber der Name JUNIAS ist in keinem altgriechischen Manuskript zu finden. Der Name existiert einfach nicht. 
  • Der männliche Name JUNIAS wurde im Mittelalter erfunden. Warum? Um die unbequeme Idee zu vermeiden, dass eine Frau eine Apostel (oder Apostelin) sein könnte. 


Im Gegenteil ist der weibliche Name in 250 alten Manuskripten zu finden.

In den ersten Jahrhundert nach Christus haben die Kirchenväter den Griechischen Urtext verstanden. Der angesehenste Prediger seiner Zeit war Johannes Chrysostomos. (347 – 407 nach Chr.)

“Ein Apostel sein, ist schon etwas Großes: denke nun welch ein Lob es sei, unter den Aposteln ausgezeichnet sein! Ausgezeichnet waren sie aber durch ihre Werke, durch ihre Tugenden. Wahrlich, groß muss auch die Tugend dieser Frau gewesen sein, dass sie sogar den Namen Apostel verdiente!”

Je mehr ich dieses Thema studiere, desto fester wird meine Überzeugung, dass für gläubige Frauen kein Dienst und keine Rolle in Leiterschaft ausgeschlossen ist.