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Dienstag, 30. April 2024

Gegenseitige Unterordnung

 Viele Christen glauben, dass die christliche Kirche auf einer strengen Befehlskette beruhen muss, wie eine Armee. Führung, Leitung und Kontrolle müssen auf der Unterwerfung unter eine ranghöhere Person beruhen.

Vor einigen Jahren wechselte ich in eine neue Gemeinde. Ich hatte einige Jahre in verschiedenen Kirchen verbracht und versuchte, Gott und die Bibel im Lichte der unterschiedlichen Ansätze in den verschiedenen Kirchen zu verstehen. 

Ich erzählte meinem neuen Pastor von dem Prozess, mit dem ich zu kämpfen hatte, aber seine Antwort war enttäuschend.

Er sagte, Gott führe die Christen in erster Linie durch die Leiterschaft. Das Problem ist, dass die Leiter anderer Kirchen ebenfalls behaupteten, von Gott zu hören, aber ihre Lehre war oft sehr unterschiedlich. Da sie alle an denselben Gott glaubten, mussten sie alle sehr unvollkommen hören.

Die Unterschiede in den Glaubensätzen waren oft nicht sehr groß, aber die Mentalität war anders, die Prioritäten waren anders, die Schwerpunkte waren anders, oft sehr anders.

Jesus sagte, dass jeder Gläubige persönlich von Gott, von ihm selbst, geführt werden muss. Wenn deine primäre Quelle der geistlichen Führung die Lehre der Leiter deiner Kirche ist, bist du ein sehr unreifer Gläubiger, und wenn du so bleibst, bist du leider auf dem falschen Weg.

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; Joh 10,27 LU84

Das bedeutet nicht, dass jeder Gläubige nur direkt von Gott hören und nicht von anderen Gläubigen lernen sollte. Jesus und die Apostel lehrten das Prinzip der gegenseitigen Unterordnung.

Allerdings gibt es heute Theologen, und zwar nicht nur römisch-katholische, die glauben, dass die biblische Unterordnung ein einseitiger Prozess ist.

  • Der Pastor sagt dir, was du denken, sagen und tun sollst, und du gehorchst einfach.

  • Der Mann sagt der Frau, was sie zu tun hat, und sie gehorcht einfach.

  • Dann gibt es eine etwas gemäßigte Version dieses Autoritarismus, bei der ein Ehepaar versucht, eine gemeinsame Entscheidung zu treffen, aber wenn sie sich nicht einig sind, trifft der Mann die Entscheidung und seine Frau muss gehorchen.

    Andererseits gibt es eine Reihe von Texten im Neuen Testament, die ein völlig anderes Bild von christlichen Beziehungen zeichnen.

    Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst. Phil 2,3 NLB

    Ordnet euch aus Achtung vor Christus bereitwillig einander unter.
    Eph 5,21 NLB

    Denkt daran, liebe Brüder und Schwestern: Seid sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt genau, bevor ihr selbst redet. Und hütet euch vor unbeherrschtem Zorn! Jak 1,19 HfA

    Wer ist denn bedeutender? Wer am Tisch sitzt und sich bedienen lässt oder wer bedient? Doch wohl derjenige, der sich bedienen lässt. Ich aber bin unter euch wie ein Diener.
    Lk 22,27 HfA

    Doch Jesus rief sie zu sich und sagte: »Ihr wisst, dass in dieser Welt die Könige Tyrannen sind und die Herrschenden die Menschen oft ungerecht behandeln. 

  • Bei euch soll es anders sein. Wer euch anführen will, soll euch dienen,und wer unter euch der Erste sein will, soll euer Sklave werden. 

    Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu         lassen, sondern um anderen zu dienen und sein Leben als             Lösegeld für viele hinzugeben.« Mt 20,25–28 NLB

Wenn wir diese Bibeltexte sorgfältig betrachten, müssen wir zu dem Schluss kommen, dass die hierarchische Denkweise völlig im Widerspruch zu den Lehren Jesu im Neuen Testament steht.

Aber hat Jesus nicht Apostel eingesetzt? Hat Paulus nicht Älteste eingesetzt? Ist Leiterschaft nicht wichtig?

Natürlich brauchen wir Leiterschaft, aber wahre Leiter führen. Sie kontrollieren nicht. Sie heben Menschen auf. Sie halten die Menschen nicht unten.  

Samstag, 18. März 2023

Gleichstellung der Geschlechter in jeder Hinsicht

Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Röm 8,15 ELB 2006

Wenn du als erwachsener Mann oder erwachsene Frau verpflichtet bist, immer die Erwartungen deiner Eltern, deines Ehepartners oder deines Pastors zu erfüllen, bist du versklavt, denn du bist nicht frei, der direkten Führung des Heiligen Geistes zu folgen.

Im Römischen Reich waren Söhne und Töchter keineswegs gleichberechtigt. Der Sohn war der Erbe des Vaters. Die Frau hatte ihrem Vater oder Ehemann immer zu gehorchen.

In Römer 8 sagt Paulus, dass alle Gläubigen als Kinder und Erben Gottes adoptiert sind. Nach römischem Recht wurde ein Adoptivsohn zum Erben des Adoptivvaters und hatte den gleichen Status wie ein leiblicher Sohn.

Nur Söhne waren Erben, nicht Töchter.

Im Römer- und Galaterbrief lehrt Paulus, dass wir als Christen alle den Status von adoptierten Söhnen und Erben haben, nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Das bedeutet, dass sie den Brüdern im Glauben gleichgestellt sind. 

Dies ist nicht nur ein Hinweis auf den Wert ihrer Seele, sondern auch eine klare Lehre, dass sie in allem gleich ist, denn im römischen Recht war die Sohnschaft in erster Linie ein rechtlicher Status.

Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mit-verherrlicht werden. Röm 8,17 ELB 2006

Erbe zu sein bedeutet nicht nur, geliebt und geschätzt zu werden, sondern auch die rechtliche Stellung eines Erben zu haben, was eine völlige Gleichstellung der Geschlechter in jedem Sinne des Wortes bedeutet.

als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter dem Gesetz,

damit er die loskaufte, die unter dem Gesetz waren, damit wir die Sohnschaft empfingen.
Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, der da ruft: Abba, Vater!

Also bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; wenn aber Sohn, so auch Erbe durch Gott.
Gal 4,4–7 ELB 2006

Die Lehren von der auf dem Geschlecht basierenden christlichen Hierarchie stützen sich hauptsächlich auf zweifelhaft interpretierte Beweistexte und aus dem Zusammenhang gerissene Verse.

Dienstag, 5. Januar 2021

Christlicher Feminismus

Viele konservative Christen glauben, dass Feminismus antichristlich ist und seinen Ursprung in radikalen weltlichen Sozialreformbewegungen hat.

Radikale Feministen in der Welt befürworten aggressiv Abtreibung und Homo Ehe.

Aber wer waren die eigentlichen Pioniere der Bewegung, die für die Gleichberechtigung der Frauen führte?

Vor 250 Jahren etablierte John Wesley Bibelklassen für Erwachsenen. Viele Gruppen wurden von Frauen geleitet.

Die erste Hochschule in Nordamerika, wo Männer und Frauen zusammen studierten, wurde von dem berühmten Erweckungsprediger Charles Finney gegründet. 

In Finneys Hochschule studierten Männer und Frauen, Schwarze und Weiße in denselben Klassen.

In Nordamerika haben Charles Finney und D.L. Moody Predigerinnen ausgebildet. In England hat William Booth Predigerinnen und Frauen in Leiterschaft befördert.

A. B. Simpson, der Gründer der Christian Missionary Alliance (CMA), inkludierte Frauen in alle Ebenen seiner Leitung.

Im neunzehnten und früh im zwanzigsten Jahrhundert waren viele christlichen Missionare in China. Es waren zweimal so viele Frauen als Männer.

Die Frauen durften nur unter Frauen missionieren. So wurden die chinesischen christlichen Frauen die Mehrzahl. 

Jetzt gibt es trotz kommunistischer Verfolgung mehr als 50 Tausend Hauskirchen. Mehr als 75% der Pastoren und Leiter sind Frauen.

Die Gleichberechtigung der Frauen kommt nicht von der Welt, sondern von Gott.

Nun gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Griechen, zwischen Sklaven und Freien, zwischen Mann und Frau. Ihr seid alle eins in Christus Jesus. Galater 3,28 Bruns

Was bedeutet „Kein Unterschied“? Natürlich sind Mütter Frauen und Väter Männer.

Aber Frauen und Männer sollen die gleiche Autorität haben, in der Ehe, in der Familie, in der Gemeinde, in der Politik, in der Gesellschaft, im Büro, in christlicher Leiterschaft und allen Bereichen des geistlichen Dienstes.

Freitag, 11. Dezember 2020

Frauen nicht Unterstellt.

 Im Alten Testament waren alle Priester Männer. In Israel gab es nur Könige.

Als Abraham eine Frau für seinen Sohn suchte, musste Rebekka ihre Heimat und ihre Familie verlassen und sich Abraham und ihrem Mann Isaak unterordnen.

Die antiken griechischen Männer glaubten, Frauen seien ein Fluch. Eine verheiratete Frau war das persönliche Eigentum ihres Mannes.

Eine kanadische Frau heiratete einen arabischen Mann. Als sie versuchte, ihren Mann zu verlassen, wurde ihr nicht erlaubt, Saudi-Arabien zu verlassen, weil sie nach deren Gesetz das persönliche Eigentum ihres Mannes war.

In biblischen Zeiten waren Frauen oft kaum besser als Sklaven. Ein römischer Mann war der Besitzer seiner Familie und er konnte sich von seiner Frau scheiden lassen und seine Kinder oder Sklaven töten.

Im Römischen Reich wurden weibliche Säuglinge oft ausgesetzt und dem Tod überlassen.

Ein Vater befahl seiner Frau, ihre neugeborene Tochter an einem Berghang auszusetzen. Die ausgesetzten Babys starben entweder an Hunger oder Kälte oder sie wurden von Zuhältern geerntet und zu Prostituierten aufgezogen.

Das war in jenen Tagen normal und eine Frau wagte nicht, ihrem Mann ungehorsam zu sein.

Im Neuen Testament wählte Jesus nur Männer als seine Apostel.

Wie sollen wir das alles verstehen? Ist es der Wille Gottes, dass Männer immer die Autorität über Frauen haben sollen?

In biblischen Zeiten war es meistens so, wie auch heute noch in vielen Ländern.

Das Gesetz des Mose erlaubte einem Mann, sich von seiner Frau scheiden zu lassen, wenn er ihr nur einen schriftlichen Scheidungsbrief übergab. Für eine Frau war es undenkbar, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen.

Als Jesus sich gegen eine einfache Scheidung für Männer aussprach, beriefen sich die Pharisäer auf die Autorität des Mose und der Heiligen Schrift und fragten Jesus, warum Mose einem Mann erlaubte, sich legal von seiner Frau scheiden zu lassen.

Für die religiösen Juden war das Gesetz des Mose der perfekte Ausdruck des Willens Gottes.

Er sagte zu ihnen: „Das hat Mose nur wegen eurer harten Herzen zugegeben. Ursprünglich war das nicht so. Matthäus 19,8 Bruns

Für Jesus war das Gesetz des Mose heilig und wahr. Es wurde Mose von Gott gegeben. Aber es gab ein höheres Gesetz, den perfekten Plan Gottes bei der Schöpfung, bevor Adam und Eva in Sünde fielen.

Er erwiderte: „Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen als Mann und Frau geschaffen hat? 

Dabei hat er gesagt: Ein Mann wird Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die zwei werden zu einer Einheit. Matthäus 19,4–5 Bruns

Wir sind mit diesen Worten so vertraut, dass wir gar nicht merken, wie radikal sie sind.

In biblischen Zeiten lebte ein Ehepaar mit seiner Großfamilie zusammen, fast immer mit den Eltern des Mannes, wie auch heute noch in traditionellen Gesellschaften in Indien, Afrika und vielen anderen Orten.

Aber Adam, dessen einziger Elternteil Gott war, prophezeite den vollkommenen Willen Gottes, dass ein Mann seine Familie verlassen und sich mit seiner Frau vereinen würde. Unerhört! Das ist ganz und gar nicht das traditionelle Patriarchat!

Nach dem Sündenfall plante Gott, die Menschheit nach seinem ursprünglichen Plan wiederherzustellen. Dies sollte Schritt für Schritt geschehen und wir sind immer noch unterwegs.

Die Berufung Abrahams war ein Schritt. Von Abraham kam das jüdische Volk und dann die Gesetze in der Wüste.

 Aber das Gesetz des Mose war nur eine Zwischenstufe in Gottes Plan. Dann kam die neue Schöpfung in Christus und wir warten auf das Endziel, wo Gottes neuer Himmel und neue Erde endlich erscheinen werden.

Was war Gottes ursprünglicher Plan, bevor die Sünde ins Spiel kam?

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich. 

Und sie sollen herrschen über die Fische des Meers und über die Vögel des Himmels, über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die sich auf der Erde regen.

Und Gott schuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.
1.Mose 1,26–27 ZB 2007


Gott gab dem Mann und der Frau Vollmacht, über die Erde zu herrschen. Er gab dem Mann keine Autorität über die Frau und der Frau keine Autorität über den Mann.

Gottes Leitprinzip war von Anfang an die Partnerschaft.



Montag, 16. November 2020

Verurteile deine Frau nicht!

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.
Matthäus 7,1–2 ELB

Im Internet findet man viele Anweisungen, wie ein Ehemann seine Frau bezwingen soll, wenn sie ungehorsam ist, aber darf ein Ehemann den Gehorsam seiner Frau bezwingen? Laut Bibel?

Das finde ich sehr zweifelhaft.

Im Neuen Testament lese ich Anweisungen für Ehemänner.

Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat . Eph 5,25

So sollen die Männer ihre Frauen lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.
Eph 5,28

Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie.
Kol 3,19

Aber wo ist das Gebot, das der Mann seine Frau beherrschen soll? Dieses Gebot gibt es nicht!


Vielmehr sehen wir, dass nicht nur Frauen sich unterstellen sollen, sondern auch Männer sollen sich unterstellen.

Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, Eph 5,21 ELB

Der Begriff der gegenseitigen Unterordnung ist ein Problem für viele Christen. 

Seit jeher ist die Idee von Hierarchie dominant. Jemand muss befehlen und jemand gehorchen. Die Worte von Jesus und Paulus deuten auf eine andere Sichtweise.

Hierarchie in der Ehe


Wenn nun ich, der Herr und der Lehrer, eure Füße gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen. Johannes 13,14 ELB

Seit Jahrtausenden haben Männer die Frauen beherrscht, aber am Anfang war es nicht so.

Da sprach Gott: »Wir wollen Menschen schaffen nach unserem Bild, die uns ähnlich sind. Sie sollen über die Fische im Meer, die Vögel am Himmel, über alles Vieh, die wilden Tiere  und über alle Kriechtiere herrschen.«  

So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie.
1. Mose 1,26-27

Gott gab dem Mann und der Frau Autorität über der Erde. Er gab dem Mann keine Autorität über der Frau und er gab der Frau keine Autorität über dem Mann.

Gottes leitendes Prinzip vom Anfang war Partnerschaft.

Nach dem Sündenfall hat Adam seine Frau beschuldigt, obwohl er auch schuldig war. Diese Reaktion sehen wir noch heute.

Weshalb siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, bemerkst aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht?

Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Halt still, ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen!‘ – und dabei ist der Balken doch in deinem Auge?
Matthäus 7,3–4 NeÜ

Wir sollen genau diese Lehre in unseren Ehen umsetzen.

Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge! Dann wirst du klar sehen und den Splitter aus dem Auge deines Bruders ziehen können. Matthäus 7,5 NeÜ

``Dann wirst du klar sehen und den Splitter aus dem Auge deiner Ehefrau ziehen können ...´´ (oder aus dem Auge deines Mannes ziehen können.``

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Partnerschaft, nicht Hierarchie

Wenn wir geistliche Autorität als eine exklusive männliche Eigenschaft betrachten, denken wir fleischlich.

Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. 2.Kor 5,16

Geistliche Autorität kommt von Gott, der Geist ist, nicht Mann und nicht Frau.

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. Johannes 4,24 ELB

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 1.Mose 1,27

Am Anfang zeigte Gott seine Autorität als Schöpfer. Geistliche Autorität ist kreativ.

Gott schuf beide Mann und Frau als sein Ebenbild.

Beide bringen Gottes Natur und Charakter zum Ausdruck, der Mann nicht mehr als die Frau. 

Gott übergab dem Mann und der Frau die Eigenschaft der Fruchtbarkeit, die Fähigkeit, Leben weiterzugeben, Menschen, die auch Gottes Natur haben würden.

Er segnete sie und sprach: »Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde! 1.Mose 1,28

Gott gab dem Mann und der Frau Autorität über der Erde. Er gab dem Mann keine Autorität über der Frau und er gab der Frau keine Autorität über dem Mann.

Gottes leitendes Prinzip vom Anfang war Partnerschaft.


Denn wo zwei oder drei zusammenkommen, die zu mir gehören, bin ich mitten unter ihnen.« Matthäus 18,20

Wenn zwei oder drei zusammen in Einigkeit zusammen sind und mit der Führung des Heiligen Geistes beten, da wird die Autorität und mächtige Wirkung des Heiligen Geistes freigesetzt.

Es ist nicht wichtig, ob die zwei oder drei Gläubige männlich oder weiblich sind. Sie können sogar Kinder sein, wenn sie von dem Heiligen Geist geführt sind.


Kinder und Säuglinge hast du gelehrt, dich zu loben . Sie bringen deine Feinde zum Schweigen, die auf Rache aus waren. Psalmen 8,3

Als Maria die himmlische Berufung mitbekam, die Mutter des Messias zu sein, war sie nur ein Teenager.

Maria antwortete: »Ich bin die Dienerin des Herrn und beuge mich seinem Willen. Möge alles, was du gesagt hast, wahr werden und mir geschehen.« Darauf verließ der Engel sie. Lukas 1,38

Maria suchte keinen Rat von ihrem Vater, vom Priester oder von ihrem Verlobten. Sie hat sich selbst entschieden, Gottes Berufung zu akzeptieren.

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Hierarchie in der Ehe?

Wer soll der Priester und spiritueller Leiter in der Familie sein? Manche behaupten, es muss der Ehemann und Vater sein.

Aber sofort taucht ein großes Problem auf. In jeder Gemeinde sieht man mehr Frauen als Männer. In Gebetssammlungen sind 65 % bis 90 % der Teilnehmer Frauen.

In christlichen Gemeinden sind viele christliche Frauen, deren Ehemänner nicht gläubig sind, aber nicht viele christliche Männer, dessen Frauen nicht gläubig sind.

Viele christliche Frauen haben ein Problem, einen gläubigen Mann zu finden. 

Viele Frauen sind frustriert, weil sie einen christlichen Mann suchen, der ebenso tief im Glauben ist, aber sie finden ihn nicht. Es gibt christliche Frauen, die deswegen unverheiratet bleiben.

Es gibt auch viele hingegebenen christlichen Frauen, deren Ehemänner zwar christlich sind, aber mehr in der Welt involviert sind als mit Gott.

In Gemeinden, wo die Herrschaft der Männer als Glaubenssatz gepredigt wird, hört man immer wieder traurige Berichte von drangsalierten Frauen.

Aber was sagt die Bibel?

Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! Genauso wie ich euch geliebt habe, sollt ihr einander lieben! Johannes 13,34 NeÜ

Aber sagt nicht Paulus, dass die Ehefrau gehorchen muss?

Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Eph 5,22

Aber in dem biblischen Urtext waren keine Verse. In dem biblische Urtext waren Eph 5,21 und 22 ein einziger ununterbrochener Satz.

Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, die Frauen den eigenen Männern als dem Herrn! Epheser 5,21–22 ELB

Wenn wir uns einander unterordnen müssen, wie Paulus Klartext schreibt, dann muss die Frau sich ihrem Mann unterordnen und der Mann muss sich seiner Frau unterordnen.

Was bedeutet das? Gegenseitige unabdingbare Liebe und gegenseitige Unterordnung.


Das widerspricht den traditionellen Begriff der christlichen Ehe, aber die Bibel muss maßgebend sein, nicht die christliche Tradition.

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, Phil 2,3 L17

Die Frau soll ihren Ehemann respektieren, aber der Ehemann muss auch die Weisheit und geistliche Reife seiner Frau anerkennen.

In den meisten christlichen Gemeinden ist es unübersehbar, dass in der Mehrheit der Ehen die Frau tiefer in Jüngerschaft und Hingabe ist als der Mann.

In Epheser Kapitel 5 sagt den Ehemännern immer wieder, sie sollen ihre Frauen lieben.  Eph 5:25

Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat.  Eph 5,25

Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.
Eph 5,28

Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche.
Eph 5,29

Paulus lehrt die Ehemänner nicht, ihre Frauen zu leiten oder beherrschen. Das sagt Paulus nicht. Es ist in dem Bibeltext nicht zu finden.

Dieser Begriff der gegenseitigen Unterordnung ist auch ein Problem für viele Christen.

Seit jeher ist die Idee von Hierarchie in unserer Denkweise dominant. Jemand muss befehlen und jemand muss gehorchen.

Wenn wir die Worte von Jesus und Paulus näher betrachten, müssen wir diese traditionelle Denkweise infrage stellen.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Gleichheit von Frau und Mann

Die Pharisäer fragten Jesus warum Mose einem Mann erlaubte seine Frau zu entlassen.

Für die frommen Juden war das Gesetz der vollkommene Maßstab, aber für Jesus war das Gesetz nicht vollkommen.

Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens Härte wegen; von Anfang an aber ist's nicht so gewesen. Mt 19:8

Für Jesus war etwas noch hoher als das Gesetz.   

Für Jesus war das Gesetz heilig, aber es gab für ihn ein höheres Prinzip, Gottes Ordnung bei der Schöpfung, bevor die Sünde in die Welt kam.

Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach  

(1.Mose 2,24): »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«?  Mt 19,4-5

Wir sind mit diesen Worten vertraut aber wir wissen nicht wie total radikal diese Aussage wirklich ist.


In den biblischen Geschichten lesen wir nur einmal, dass ein Mann seine Eltern verließ, eine Frau heiratete und bei der Frau blieb.

Das war Jakob, der bei seinem Onkel seine Frau fand aber danach kehrte sie mit ihm zu seiner Familie zurück. Auch bei Abraham und später bei den Juden unter dem Gesetz musste die Frau ihre Familie verlassen, und dann gehörte sie zu der Familie ihres Mannes.

Selbst das von Gott gegebenes Gesetz hat Gottes ursprüngliche Ordnung nicht wieder hergestellt.


Wie war Gottes Ordnung vor dem Sündenfall für Mann und Frau?

Da sprach Gott: »Wir wollen Menschen schaffen nach unserem Bild, die uns ähnlich sind. Sie sollen über die Fische im Meer, die Vögel am Himmel, über alles Vieh, die wilden Tiere  und über alle Kriechtiere herrschen.«

    So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie.
1. Mose 1:26-27


Am Anfang zeigte Gott seine Autorität als Schöpfer. Geistliche 

Autorität ist kreativ.
 

Gott schuf beide Mann und Frau als sein Ebenbild. Beide bringen Gottes Natur und Charakter zum Ausdruck, der Mann nicht mehr als die Frau.

Gott übergab dem Mann und der Frau die Eigenschaft der Fruchtbarkeit, die Fähigkeit, Leben weiterzugeben, Menschen, die auch Gottes Natur haben würden.


Er segnete sie und sprach: »Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde! 1.Mose 1,28

Gott gab dem Mann und der Frau Autorität über der Erde. 

Er gab dem Mann keine Autorität über der Frau und er gab der Frau keine Autorität über dem Mann.

Gottes leitendes Prinzip vom Anfang war Partnerschaft.

Aber es gibt umstrittene Texte im Neuen Testament, die Frauen scheinbar den Männern unterstellen.
Bitte lesen Sie meine anderen Beiträge zu diesem Thema.

Frauen in Leiterschaft

Sollen Frauen Lehren und Leiten


Partnerschaft mit Gott

Sollen Frauen mit Gottes Autorität auch Männern ansprechen?

Samstag, 10. Oktober 2020

Frauen nicht mehr Unterworfen

Als Jesus am Kreuz starb, musste der total unschuldige Sohn Gottes die ultimative Ungerechtigkeit leiden. Durch seinen ungerechten Tod, nahm Jesus die Strafe, die wir für unsere Sünden verdienten, auf sich selbst.

Der einzige komplett unschuldige Mensch aller Zeiten starb einen qualvollen Tod, damit alle schuldige Männer und Frauen von Gottes Urteil befreit werden könnte.

Mit seinem freiwilligen Tod, fing Jesus an, die Menschen von allen Flüchen und Ungerechtigkeiten zu befreien, die mit der Ursünde anfingen.  

Die erste Ungerechtigkeit wurde von Gott selbst vorausgesagt.

Zu der Frau sprach er: Ich werde sehr vermehren die Mühsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären! 

Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen! ELB 1. Mose 3,16

Das war nicht Gottes Befehl, dass Männer über Frauen herrschen sollten. 

Nach der Ursünde war der Charakter der Menschen verdorben. Die größere physische Kraft der Männer wurde gebraucht, Frauen zu dominieren, was niemals Gottes Absicht war.

Aber Millionen Männer haben ihre Frauen hart beherrscht. Seit Jahrtausenden sind Frauen als Menschen zweiter Klasse behandelt worden.

In der Bibel waren auch jüdische Frauen Opfer der harten Diskrimination, aber in der christlichen Geschichte und auch in unserer Zeit sehen wir, dass viele Christen bis jetzt nicht verstehen, dass Gott uns für Partnerschaft schuf und nicht für die Entmündigung der Frauen.

In der Bibel sind neue Anfänge von besonderer Bedeutung. Als seine erste Handlung nach seiner Auferstehung, restaurierte Jesus die Gleichheit der Frauen.

Maria von Magdala wurde von Jesus erwählt, als der erste Mensch, der seine Auferstehung verkündigen sollte, nicht Petrus oder Johannes, und nicht einmal Maria, seine Mutter.

Maria von Magdala dachte, Jesus wäre der Gärtner. Der erste Gärtner war Adam, und Paulus lehrt uns, dass Jesus der letzte Adam ist. Das bedeutet, Jesus ist der Anfang der neuen Menschheit.


So steht auch geschrieben: «Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele», der letzte Adam zu einem lebendig machenden Geist. ELB 1. Kor 15,45

Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.
EIN 1. Kor 15,22
 

Adam war der erste Mensch und der Vater aller Menschen. Er war ohne Sünde bis er der Versuchung unterlag.

Jesus kam als der zweite Mann ohne Sünde und er widerstand alle Versuchungen.

Jesus kam, um uns allen Männern, Frauen und Kindern, die Unschuld und Herrlichkeit der ursprünglichen Schöpfung zu geben. 

Er kam, um eine wunderbare neue Menschheit zu schöpfen, eine Menschheit wo Männer und Frauen in Gleichheit, Freiheit und Partnerschaft ihr Potenzial erfüllen können.
 

Als Maria von Magdala den Aposteln verkündete, dass Jesus auferstanden war, glaubten sie nicht.

Später erschien Jesus auch den Elfen, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Mk 16,14

Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.

Was wollte uns Jesus lehren? Von nun an müssen auch die Pastoren und Apostel Frauen ernst nehmen. 

Die Kultur der Herrschaft ist vorbei.


Samstag, 18. Juli 2020

Müssen Missbrauchte Frauen Bleiben?

Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen!, und: Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit! 2. Tim 2,19 SLT

Wenn eine Frau unerbittlichem Mobbing durch ihren Ehemann ausgesetzt ist. 


Wenn die Kinder einer Frau von ihrem Mann gequält, missbraucht oder irgendwie ruiniert werden, hat sie einen Ausweg?

Die einzige Möglichkeit für diese Frau, sich von der Bosheit abzuwenden, kann sein, dass sie ihren Mann verlässt und ihre Kinder mitnimmt.

Dieses Prinzip kann Vorrang vor ihrem Eheversprechen haben.

Dasselbe Prinzip gilt, wenn du Mitglied einer Kirche bist, in der Mobbing und Missbrauch ungehindert stattfinden und vertuscht werden. 


Unabhängig von deiner Position musst du die Kirche verlassen. Ob du ein Pfarrer, ein Ältester, ein Priester oder eine Nonne bist, macht keinen Unterschied.

Du darfst dich vom Bösen abwenden.

Wenn dein Vater, Pastor, Priester oder Ehemann dich sadistisch beherrscht, bist du nicht verpflichtet, zu schweigen oder zu bleiben.

Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit! 2. Tim 2,19 SLT

Wenn du eine Mutter bist und nicht weggehen kannst, ohne deine Kinder zu verlieren, kann es natürlich notwendig sein, aus diesem Grund zu bleiben.


Aber lass dich nicht von Schuldpredigten über die Sünde der Scheidung täuschen. Lass dich nicht eingeschüchtert werden.

Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit! 2. Tim 2,19 SLT

Sonntag, 17. Mai 2020

Partnerschaft mit Gott

In 1965 tauchte in Timor in Indonesien eine mächtige Erweckung auf.

Einheimische Evangelisten gingen umher, und predigten das Evangelium. Kranken wurden geheilt, Leichen wachten auf.

Zwei Missionaren wurden von Krokodilen bedroht. 


Einer der Christen befahl den Krokodilen, umzukehren und sich zu entfernen. Die Krokodile gehorchten einfach, weil ein gläubiger Christ seine Autorität in Christus ausgeübt hatte.

Im Römerbrief sehen wir, dass alle Christen berufen sind, adoptierte Söhne Gottes zu sein. 


Was bedeutet das?

Im römischen Reich hatte ein adoptierter Sohn alle Rechte eines natürlichen Sohns. Er war der Erbe seines adoptierenden Vaters. Er sollte nach dem Tod des Vaters alles erben und die Vollmacht des Herrn der Familie ausüben.

Wenn wir das genau verstehen, waren Frauen auch inkludiert. Das war damals ein radikaler Begriff, denn Töchter hatten niemals dieselbe Rechte wie Söhne.

In 1 Mose lesen wir, dass Gott die ersten Menschen als Mann und Frau erschuf, dass beide Mann und Frau als Gottes Ebenbild erschaffen wurden, dass beide Mann und Frau über Gottes irdische Schöpfung regieren sollten.

Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 

Und Gott segnete sie und sagte zu ihnen: »Seid fruchtbar und vermehrt euch, füllt die Erde, macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer, über die Vögel unter den Himmeln und über alle Kriechtiere auf dem Erdboden.«
1 Mose 1,27-28


Gott hat ganz vom Anfang beide Mann und Frau geschaffen, mit dem Auftrag, dass sie regieren und herrschen sollten, aber sie sollten diese Herrschaft nicht selbstständig ausüben, sondern als Gottes Kinder und Partner, als Gottes Vertreter auf Erden, Gottes Autorität umsetzen.

Wir sehen immer noch heute, wie Menschen die Natur beherrschen, aber diese Herrschaft ist korrupt und hässlich geworden. 


Wir kämpfen, die Umwelt zu bezwingen und auszubeuten. Unser Planet wird jetzt von Umweltverschmutzung und Klimawandel nach und nach ruiniert.

Aber am Anfang war es nicht so. Adam und Eva lebten furchtlos mit Löwen und Tigern.


Aber dann haben die Menschen Gott nicht mehr vertraut. Die Sünde hat uns verdorben.

Im Alten Testament lesen wir, wie Gott seinen ursprünglichen Plan nie aufgeben hat.

Dann werden der Wolf und das Lamm einträchtig zusammenleben; der Leopard und die Ziege werden beieinander lagern. Kalb, Löwe und Mastvieh werden Freunde und ein kleiner Junge wird sie hüten. Jesaja 11,6

So war es am Anfang vor dem Sündenfall. Adam und Eva brauchten kein Schießgewehr und keine Peitsche, um einen Tiger zu kontrollieren.

Wegen der Sünde von Adam und Eva haben wir Menschen unsere Gemeinschaft mit Gott verloren und auch unsere Autorität, als Gottes Vertreter auf Erden zu regieren.

Aber nach dem Tod und der Auferstehung von Jesus hat Gott alles zurückgeben, was wir verloren hatten. Wir müssen nur umkehren und Gott vertrauen.


Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Römer 5,1 EIN

Wer Jesus mit seinem ganzen Leben vertraut, ist mit Gott versöhnt. Nicht nur dürfen wir Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater genießen. Wir haben auch das Vorrecht von adoptierten Söhnen, mit Jesus zu regieren.

Denn wenn wegen der Übertretung des einen der Tod geherrscht hat durch den einen, so werden viel mehr die, welche die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus. Römer 5,17


Leider haben nicht alle Christen diese Wahrheit völlig begriffen, aber manche schon. Wir sind berufen, Gott zu dienen, indem wir als seine Söhne und Töchter mit ihm regieren.

Freitag, 31. August 2018

Müssen die Frauen im Gottesdienst Schweigen?

Es gibt fragwürdige Bibellehren, die Frauen einen Rang als Christen zweiter Klasse beimessen. 

Diese Lehren sind auf sorgfältig ausgewählten Bibeltexten basiert, die als ewige Gesetze gelten sollen, obwohl andere Bibeltexte eine ganz andere Sicht der Dinge darstellen.
 

Eure Frauen sollen schweigen in der Gemeinde; denn es ist ihnen nicht gestattet, dass sie reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt. 1 Kor 14,34 NLB


``Das Gesetz`` bezieht sich offensichtlich an die Gebote im AT, aber es gibt kein solches Gebot im AT.
Manche mögen behaupten, es könnte ein Hinweis auf 1 Mose 3,16 sein.
 

Und zu der Frau sagte er: »Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären. 

 Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er wird über dich herrschen.« 1 Mose 3,16 NLB


``Herrschen?`` Herrschen ist ein hartes Wort, das die zärtliche Liebe eines christlichen Ehemanns widerspricht.
 

Von Gemeinden, wo dieser Vers als Gottes Gebot verstanden wird, hören wir oft tragische Geschichten von Männern, die ihre Frauen gebieterisch missbrauchen oder mit Gewalt drangsalieren.
 

Diesen Vers als Gottes Gebot zu lehren ist eine hässliche Ungereimtheit.
 

Aber sollen wir eine klare Aussage Gottes leichtfertig wegerklären?
Man kann diesen Vers vielleicht als Fluch und Strafe für die Sünde erklären, aber wenn das so ist, soll es im NT nicht mehr gelten.
 

Christus hat uns erlöst vom Fluch des Gesetzes, indem er für uns zum Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt! Gal 3,13 NLB


Oder man könnte diese Aussage als eine prophetische Voraussage Gottes verstehen, indem Gott erklärt, wie die jetzt verdorbene menschliche Natur die ideale Partnerschaft zwischen Mann und Frau  verdrehen würde.
 

Müssen denn alle Frauen immer im Gottesdienst schweigen? Finden wir dieses Gebot in dem Gesetz? Wo denn eigentlich?
 

Diese rätselhafte Aussage finden wir in  1 Kor 14,34. Um ein Zitat richtig verstehen, müssen wir den Zusammenhang sorgfältig prüfen.
 

1 Kor 11,1 bis 1 Kor 14,40 ist eine ununterbrochene Lehreinheit. In diesen Kapiteln erläutert Paulus sehr ausführlich viele Aspekte seiner Lehre über Geistesgaben

Das wohlbekannte Kapitel 13 handelt sich um die Liebe, aber das ist kein Ablenkung, denn die Geistesgaben müssen mit Liebe ausgeübt werden. 

Wenn wir diese Kapitel als eine Einheit studieren, stoßen wir auf ein Rätsel.
 

Jede Frau aber, die mit unbedecktem Kopf betet oder weissagt, die schändet ihr Haupt; denn es ist ein und dasselbe, als wäre sie geschoren. 1 Kor 11,5 NLB


In Kapitel 14 sollen die Frauen schweigen und in Kapitel 11 dürfen sie Weissagen. 


Das gibt zu denken.
 

Aber dann wollen einige erfinderischen Bibellehrer eine geniale Erklärung vorschlagen. Die Frauen dürfen weissagen oder laut beten aber nur wenn die Männer abwesend sind. 

Aber ich finde in Korinther keinen Hinweis auf Treffen, die nur für Frauen bestimmt sein sollen. Man kann auch im ganzen NT suchen und keine Gottesdienste für Frauen finden.
 

Aber ganz am Anfang der Apostelgeschichte finden wir eine stark maßgebende Geschichte, wie Gott die Kirche gründete. Da sehen wir den ersten Christlichen Gottesdienst.


Der Treff fing in dem Obergemach an, in dem Zimmer oder Saal, wo Jesus das Abendmahl feierte.
 

Und als sie in die Stadt hineinkamen, stiegen sie ins Obergemach hinauf, wo sie sich aufzuhalten pflegten: 

Petrus und Jakobus, Johannes und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon Zelotes und Judas, der Sohn des Jakobus.
 

Sie alle blieben einmütig beieinander mit Beten und Fürbitte, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. Apg 1,13-14 


Dann kam auf diese Versammlung von Männern und Frauen der Heilige Geist mit himmlischer Kraft!



Und als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren sie alle einmütig an einem Ort zusammen.

 Da hörte man plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind, und das erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.

 ...

 und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden und zu sprechen, wie es der Geist ihnen eingab. Apg 2,1-4


Waren die Frauen immer noch dabei?

  • Petrus antwortet diese Frage mit klaren Worten.


Und es soll geschehen in den letzten Tagen, sagt Gott, da will ich von meinem Geist ausgießen auf alle Menschen; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen … Apg 2,17

Sonntag, 6. Mai 2018

Maria von Magdala, die Erwählte Frau

Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen. EIN Joh 20,15
 
Maria dachte, Jesus wäre der Gärtner.
Warum?
Jesus war in einem Garten. Er sah nicht mehr aus, wie Seine Jünger und Freunde ihn früher gesehen hatten.
 

Seine himmlische Ausstrahlung war verhüllt.
Die römischen Soldaten hatten seinen Bart ausgerissen.


Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. EIN Jes 50,6 


Seine äußerliche Erscheinung war so entstellt, dass Maria ihn nicht sofort erkennen konnte, obwohl sie ihn sehr gut kannte.



Gott hatte Maria für das höchste Privileg erwählt, nicht nur die erste Zeugin der Auferstehung zu sein aber der erste Mensch schlechthin, der von der Auferstehung zeugen sollte.

Laut Josephus durften nur Männer vor einem jüdischen Gericht Zeugen sein. 

Ich habe keine Bestätigung in der Bibel für diese Aussage gefunden, aber offensichtlich wurden Frauen in der antiken Welt nicht so ernst genommen wie Männer. In der jüdischen Kultur war es nicht anders. 



Als Jesus am Kreuz starb, musste der total unschuldige Sohn Gottes die ultimative Ungerechtigkeit leiden. Durch seinen ungerechten Tod, nahm Jesus die Strafe, die wir für unsere Sünden verdienten, auf sich selbst.

 

Der einzige komplett unschuldige Mensch aller Zeiten starb einen qualvollen Tod, damit alle schuldige Männer und Frauen von Gottes Urteil befreit werden könnte. 

 

Mit seinem freiwilligen Tod, fing Jesus an, die Menschen von allen Flüchen und Ungerechtigkeiten zu befreien, die mit der Ursünde anfingen.  

 

Die erste Ungerechtigkeit wurde von Gott selbst vorausgesagt. 

 

Zu der Frau sprach er: Ich werde sehr vermehren die Mühsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären! Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen! ELB 1. Mose 3,16 

 

Das war nicht Gottes Befehl, dass Männer über Frauen herrschen sollten. 

Nach der Ursünde war der Charakter der Menschen verdorben. Die größere physische Kraft der Männer wurde gebraucht, Frauen zu dominieren, was niemals Gottes Absicht war. 

Aber Millionen Männer haben ihre Frauen hart beherrscht. Seit Jahrtausenden sind Frauen als Menschen zweiter Klasse behandelt worden. 


In der Bibel waren auch jüdische Frauen Opfer der harten Diskrimination, aber in der christlichen Geschichte und auch in unserer Zeit sehen wir, dass viele Christen bis jetzt nicht verstehen, dass Gott uns für Partnerschaft schuf und nicht für die Entmündigung der Frauen.



In der Bibel sind neue Anfänge von besonderer Bedeutung. 

 

Als seine erste Handlung nach seiner Auferstehung, restaurierte Jesus die Gleichheit der Frauen.

 

Maria von Magdala wurde von Jesus erwählt, als der erste Mensch, der seine Auferstehung verkündigen sollte, nicht Petrus oder Johannes, und nicht einmal Maria, seine Mutter. 

 

Maria von Magdala dachte, Jesus wäre der Gärtner. 

Der erste Gärtner war Adam, und Paulus lehrt uns, dass Jesus der letzte Adam ist. Das bedeutet, Jesus ist der Anfang der neuen Menschheit. 

 

So steht auch geschrieben: «Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele», der letzte Adam zu einem lebendig machenden Geist. ELB 1. Kor 15,45

Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. EIN 1. Kor 15,22

 

Adam war der erste Mensch und der Vater aller Menschen. Er war ohne Sünde bis er der Versuchung unterlag.

Jesus kam als der zweite Mann ohne Sünde und er widerstand alle Versuchungen.

  • Jesus kam, um uns allen Männern, Frauen und Kindern, die Unschuld und Herrlichkeit der ursprünglichen Schöpfung zu geben. 

  • Er kam, um eine wunderbare neue Menschheit zu schöpfen, eine Menschheit wo Männer und Frauen in Gleichheit, Freiheit und Partnerschaft ihr Potenzial erfüllen können.


Als Maria von Magdala den Aposteln verkündete, dass Jesus auferstanden war, glaubten sie nicht.


Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; 

  • er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Mk 16,14

Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein. Mt 19,30

 

Was wollte uns Jesus lehren? Von nun an müssen auch die Pastoren und Apostel Frauen ernst nehmen. 

Die Kultur der männlichen Herrschaft ist vorbei.


Montag, 20. Februar 2017

Missverstanden und Allein

Jesus machte eine Pause an einem Brunnen und sprach mit einer Frau. Das war als sehr unanständig angesehen. 


Erstens war Jesus Jude und sie war eine Samaritanerin. Als heiliger jüdischer Prediger war es auch von ihm erwartet, dass er sich von Frauen distanzieren sollte.

Die Frau war überrascht, denn normalerweise wollten die Juden nichts mit den Samaritern zu tun haben. 


Sie sagte: »Du bist doch ein Jude! Wieso bittest du mich um Wasser? Schließlich bin ich eine samaritische Frau!« Joh 4,9 HfA


Es stellte sich heraus, dass sie eine echt verachtete Frau war, weil sie in einer unehelichen Beziehung war, aber Jesus kümmerte sich nicht um äußerliche Erscheinungen, wenn der Vater ihn zu einer Person führte, die für Gott offen sein könnte. 

Viele Prediger bezeichnen diese Frau als extrem sündhaft, weil sie fünfmal verheiratet und wer weiß wie oft geschieden war. Wir fallen in die Versuchung, sie als Flittchen zu verurteilen, aber Jesus verstand die Menschheit besser als die meisten Christen. 


Zu dieser Zeit und in vielen Kulturen auch heute, durfte keine Frau ihren Mann einfach herausschmeißen. 
Der Mann hatte das Sagen. Entweder war sie mehrmals abgelehnt oder immer wieder Witwe. 


In vielen Kulturen heute und höchstwahrscheinlich in Samaria damals, sind alleinstehende Frauen als Freiwild angesehen. Eine fünfmal verheiratete Frau war vielleicht unschuldig, aber einfach unfruchtbar. 


Es gibt auch heutzutage Kulturen und Länder wo eine solche Frau eine unappetitliche Entscheidung treffen muss. Kein Mann wollte der sechste Ehemann sein, aber allein und ohne Familie würde sie sich prostituieren müssen oder einfach als Opfer für wiederholte Vergewaltigungen ausgesetzt werden. Sie wohnte also mit einem Mann, obwohl es offensichtlich nicht optimal war. 


Scham und Schuld gehören oft zusammen aber Scham ist nicht Schuld. Jesus trug die extremste Scham, als er splitternackt am Kreuz hing, obwohl er total schuldlos war.


Eine fromme christliche Frau, die wegen ihres Glaubens von Kommunisten oder Moslems verfolgt, versklavt und vergewaltigt wird, erlebt schreckliche Scham aber in Gottes Augen ist sie komplett unschuldig.


Vielleicht bist du missverstanden. Das kann ein sehr grausames und einsames Erlebnis sein und es kann lange dauern. 

Ein deutscher Dichter beschreibt diese Erlebnisse mit tiefer Einsicht.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Seltsam, Im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

Hermann Hesse war vielleicht etwas depressiv und das Gedicht ist sehr pessimistisch, aber er hat ein Körnchen Wahrheit aufgedeckt. 


Dietrich Bonhoeffer erklärt wie wir alle allein vor Jesus stehen müssen. 


Nur Jesus versteht dich total, und trotz aller deinen Fehler liebt Er dich auch, gerade wie Er diese Frau am Brunnen liebte. 


Wir können Zeiten erleben, indem wir ein echtes Zusammensein mit jemandem finden aber diese guten Zeiten kommen und gehen. Jesus hat dieser Frau neue Hoffnung gegeben. 


Sie war sehr missverstanden und einsam aber Jesus gab ihr ein neues Leben, indem sie sicher echte Gemeinschaft und auch menschliche Beziehungen finden konnte. Indem sie an Jesus glaubte, wurde sie Wegweiser für ihr Dorf. 


Dieses Einsam-sein, dieses Leben voller Missverständnisse war nie Gottes Absicht für dich. 


Meine Freunde! Lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer liebt, ist ein Kind Gottes und kennt Gott. Wer aber nicht liebt, der weiß nichts von Gott; denn Gott ist Liebe. 1.Joh 4,7 HfA



Wenn wir versuchen, unser Leben ohne Gott zu führen, entfernen wir uns von der einzigen Quelle der Liebe und Menschenverstand. 

Gott will dir helfen, deinen Weg zurück zu seinem Herz zu finden. 



Sonntag, 20. März 2016

Was Dürfen Frauen?

Als Gaby Wentland heiratete, war sie dem Herrn total hingegeben und wollte mit ihrem Mann Missionarin in Afrika sein. 

Ihr Mann sagte ihr, “Ich bin der Mann. Du wirst meine Frau sein. Ich bin der Pastor und ich werde predigen.” 


Sie wusste, der Herr hatte sie zu predigen berufen aber sie sagte nichts. Sie betete. 

Dann kam ein Gastprediger mit einer Überraschung. Er predigte von Gottes Anliegen, alle seine Söhne und Töchter zu mobilisieren. 


Wenn du ertrinkst, ist es dir nicht wichtig ob ein Mann oder eine Frau dich rettet. Die verlorenen Seelen müssen Gottes Botschaft hören. 

  • Dann sagte er ganz direkt, die Frau des jungen Pastors sei zu predigen berufen und sie soll predigen.


Sie fing an zu predigen und Gott segnete. 


Sie predigte immer wieder und ihr Mann sagte nichts. Eines Tages ging sie mit ihrem Mann spazieren und sie fragte ihm wann er seine Meinung geändert hatte. 

 

Er sagte, Jesus war ihm erschienen und ihm mitgeteilt hatte, seine Frau sollte predigen.


Die junge Gaby Wentland hatte gebetet und Gott hat zwei ganz überzeugende Boten geschickt. Der erste war der Gastprediger, Reinhard Bonnke, und der zweite war der Sohn Gottes selbst.


Was dürfen die Frauen?


  • Debora war nicht nur eine Prophetin sondern leitete die Hebräische Nation im Krieg. (Richter Kapitel 4)
  • Hulda war eine Prophetin die dem König Josia ein Wort von Gott gegeben hat, obwohl Jeremia damals lebte und Gott hätte einen Mann gebrauchen können. (2. Könige 22)

 

Gott hat einer jungen Frau die wichtigste Entscheidung aller Zeiten anvertraut. Der Engel Gabriel besuchte Maria und sagte, sie sollte die Mutter Gottes Sohn sein. 
    • Sie hat bei keinem Mann Rat gesucht sondern sie hat die Entscheidung allein getroffen. Sie hat Gottes wunderbare aber sehr herausfordernde Berufung akzeptiert.
  • Als Jesus auf der Erde erschien, betrachteten die meisten Rabbiner Frauen als Menschen zweiter Klasse.
    • Kein Rabbiner würde eine junge Frau als Jünger haben. Nur jungen und junger Männer durften die Religion studieren.


Aber Jesus war anders.


Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden. 

 
Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: 
Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? 

 
Und er streckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: 
Siehe da, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! 

 

 Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter. Mt 12,47-50

 

Jesus hat auch Frauen als seine Jünger akzeptiert. Das war radikal!


Die Juden wollten keine Frauen als Zeugen in einem Prozess anerkennen aber Gott dachte anders. 

 

Als Jesus nach seinem Tod wieder auferstand, haben seine Apostel ihn nicht zuerst gesehen. Gott erwählte eine Frau als ersten Zeuge der Auferstehung.


Als aber Jesus auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er zuerst Maria von Magdala, von der er sieben böse Geister ausgetrieben hatte. 

 
Und sie ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren und Leid trugen und weinten. 

 
Und als diese hörten, dass er lebe und sei ihr erschienen, glaubten sie es nicht. Mk 16,9-11


Dann offenbarte sich Jesus seinen Aposteln.


Zuletzt, als die Elf zu Tisch saßen, offenbarte er sich ihnen und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härte, dass sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten als Auferstandenen. Mk 16:14


Dann kam der erste Pfingsten für die neue Gemeinde. Nur 120 Jünger waren da aber unter den Jüngern waren treue Frauen. 

 

Diese alle waren stets beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. Apg 1,14


Als der Heilige Geist auf die Jünger kam, sah man Flammen auf jeden Kopf und sie gaben die wunderbare Botschaft Gottes mit prophetischer Begabung weiter. 

Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 
 

und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab. Apg 2,3-4

 

Das war in der ersten Gemeinde. Aber haben auch die Frauen in der Gemeinde gesprochen? Gewiss. Petrus bestätigte das ganz klar.


»Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen... Apg 2,17