Posts mit dem Label Christliche Tradition werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Christliche Tradition werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 26. Mai 2021

Gottes Pläne für die Jugend

In vielen Gemeinden sehen wir fast nur ältere Menschen oder vielleicht ein paar Kinder. Wo sind die jungen Erwachsenen?

Viele gehen von Gott weg, einige als Teenager und andere in ihren 20ern.

Das ist nichts ganz Neues. Jesus erzählte von dem verlorenen Sohn.

Als Großvater frage ich mich manchmal, was ich schief gemacht habe.

Im Gleichnis vom verlorenen Sohn war der Vater vollkommen liebevoll und unbefleckt, wie Gott selbst, aber ich muss mit Scham anerkennen, dass ich kein vollkommener Heiliger bin.

Als meine Kinder klein waren, war ich oft gesetzlich oder von meinen persönlichen Problemen überwältigt.

Schritt für Schritt musste ich lernen, meine Fehler zu erkennen und Gottes Wege besser zu verstehen, aber in der Zwischenzeit waren meine Kinder oft frustriert wegen meiner Fehler.

Gott sei Dank bin ich belehrbar und meine erwachsenen Kinder erkennen das jetzt.

Wenn Du lehrbare Teenager oder erwachsene Kinder haben willst, musst Du selbst lehrbar sein. 

Nichts ist für Teenager abstoßender als Eltern und ältere Menschen, die rechthaberisch und unflexibel sind.

In der alten christlichen Kultur sollten die Priester, Pastoren und Eltern immer total recht haben. Richtig war richtig und falsch war falsch. Prediger und Eltern sollten angeblich alles wissen und immer in allem besser verstehen.

Aber diese Tradition funktioniert nicht mehr.
Die Welt hat sich radikal verändert. Menschen mit alten Denkweisen verkraften die neue Realität nicht mehr.

Sollen wir Heiligkeit und Gerechtigkeit einfach über Bord werfen? Viele tun das, aber Gott hat sich nicht verändert.

Jesus ist unser Wegweiser und immer bereit, unsere Probleme zu lösen. Wie erscheint Jesus in der Bibel?

Durch Mose gab uns Gott das Gesetz mit seinen Forderungen, aber nun ist uns durch Jesus Christus seine Gnade und Wahrheit begegnet. Johannes 1,17 HfA

Gottes Wahrheit ist ewig. Jesus selbst ist Gottes Wahrheit.

Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Joh 14,6 EIN

Gottes Wahrheit ist unverzichtbar, aber Jesus offenbarte zuerst die Gnade und erst dann die Wahrheit. 

Jesus trat als Wanderprediger auf, der Gottes Gnade durch Freundlichkeit und wundersame Heilungen demonstrierte.

Erst später enthüllte er seine wahre Identität, dass er Gottes Sohn ist.

Wir brauchen Gottes Gnade und Weisheit, damit wir verstehen können, wie wir Gottes Wahrheit in neuen Situationen umsetzen können.

Wenn es jemandem von euch an Weisheit mangelt zu entscheiden, was in einer bestimmten Angelegenheit zu tun ist, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben. 

Ihr wisst doch, dass er niemandem sein Unvermögen vorwirft und dass er jeden reich beschenkt. Jakobus 1,5 HfA

Aber Gott selbst ist am Werk. Kürzlich hat eine Umfrage in Deutschland ergeben, dass die junge Altersgruppe, also die unter 30-Jährigen, gläubiger sind als ältere Altersgruppen.

Aber wir älteren Christen müssen lernen, eine andere christliche Kultur zu akzeptieren, weil Gott selbst sich bei jungen Menschen anders ausdrückt als bei uns.


Denkt nicht an das Frühere, und auf das Vergangene achtet nicht!

Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sprosst es auf. Erkennt ihr es nicht? Ja, ich lege durch die Wüste einen Weg, Ströme durch die Einöde.
Jesaja 43,18–19 ELB

Für viele ältere Christen erscheint die heutige Kultur wie eine Wüste, wo nichts gedeihen kann, aber Gott hat wunderbare Pläne für die neue Generation.


Freitag, 11. Dezember 2020

Frauen nicht Unterstellt.

 Im Alten Testament waren alle Priester Männer. In Israel gab es nur Könige.

Als Abraham eine Frau für seinen Sohn suchte, musste Rebekka ihre Heimat und ihre Familie verlassen und sich Abraham und ihrem Mann Isaak unterordnen.

Die antiken griechischen Männer glaubten, Frauen seien ein Fluch. Eine verheiratete Frau war das persönliche Eigentum ihres Mannes.

Eine kanadische Frau heiratete einen arabischen Mann. Als sie versuchte, ihren Mann zu verlassen, wurde ihr nicht erlaubt, Saudi-Arabien zu verlassen, weil sie nach deren Gesetz das persönliche Eigentum ihres Mannes war.

In biblischen Zeiten waren Frauen oft kaum besser als Sklaven. Ein römischer Mann war der Besitzer seiner Familie und er konnte sich von seiner Frau scheiden lassen und seine Kinder oder Sklaven töten.

Im Römischen Reich wurden weibliche Säuglinge oft ausgesetzt und dem Tod überlassen.

Ein Vater befahl seiner Frau, ihre neugeborene Tochter an einem Berghang auszusetzen. Die ausgesetzten Babys starben entweder an Hunger oder Kälte oder sie wurden von Zuhältern geerntet und zu Prostituierten aufgezogen.

Das war in jenen Tagen normal und eine Frau wagte nicht, ihrem Mann ungehorsam zu sein.

Im Neuen Testament wählte Jesus nur Männer als seine Apostel.

Wie sollen wir das alles verstehen? Ist es der Wille Gottes, dass Männer immer die Autorität über Frauen haben sollen?

In biblischen Zeiten war es meistens so, wie auch heute noch in vielen Ländern.

Das Gesetz des Mose erlaubte einem Mann, sich von seiner Frau scheiden zu lassen, wenn er ihr nur einen schriftlichen Scheidungsbrief übergab. Für eine Frau war es undenkbar, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen.

Als Jesus sich gegen eine einfache Scheidung für Männer aussprach, beriefen sich die Pharisäer auf die Autorität des Mose und der Heiligen Schrift und fragten Jesus, warum Mose einem Mann erlaubte, sich legal von seiner Frau scheiden zu lassen.

Für die religiösen Juden war das Gesetz des Mose der perfekte Ausdruck des Willens Gottes.

Er sagte zu ihnen: „Das hat Mose nur wegen eurer harten Herzen zugegeben. Ursprünglich war das nicht so. Matthäus 19,8 Bruns

Für Jesus war das Gesetz des Mose heilig und wahr. Es wurde Mose von Gott gegeben. Aber es gab ein höheres Gesetz, den perfekten Plan Gottes bei der Schöpfung, bevor Adam und Eva in Sünde fielen.

Er erwiderte: „Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen als Mann und Frau geschaffen hat? 

Dabei hat er gesagt: Ein Mann wird Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die zwei werden zu einer Einheit. Matthäus 19,4–5 Bruns

Wir sind mit diesen Worten so vertraut, dass wir gar nicht merken, wie radikal sie sind.

In biblischen Zeiten lebte ein Ehepaar mit seiner Großfamilie zusammen, fast immer mit den Eltern des Mannes, wie auch heute noch in traditionellen Gesellschaften in Indien, Afrika und vielen anderen Orten.

Aber Adam, dessen einziger Elternteil Gott war, prophezeite den vollkommenen Willen Gottes, dass ein Mann seine Familie verlassen und sich mit seiner Frau vereinen würde. Unerhört! Das ist ganz und gar nicht das traditionelle Patriarchat!

Nach dem Sündenfall plante Gott, die Menschheit nach seinem ursprünglichen Plan wiederherzustellen. Dies sollte Schritt für Schritt geschehen und wir sind immer noch unterwegs.

Die Berufung Abrahams war ein Schritt. Von Abraham kam das jüdische Volk und dann die Gesetze in der Wüste.

 Aber das Gesetz des Mose war nur eine Zwischenstufe in Gottes Plan. Dann kam die neue Schöpfung in Christus und wir warten auf das Endziel, wo Gottes neuer Himmel und neue Erde endlich erscheinen werden.

Was war Gottes ursprünglicher Plan, bevor die Sünde ins Spiel kam?

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich. 

Und sie sollen herrschen über die Fische des Meers und über die Vögel des Himmels, über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die sich auf der Erde regen.

Und Gott schuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.
1.Mose 1,26–27 ZB 2007


Gott gab dem Mann und der Frau Vollmacht, über die Erde zu herrschen. Er gab dem Mann keine Autorität über die Frau und der Frau keine Autorität über den Mann.

Gottes Leitprinzip war von Anfang an die Partnerschaft.



Sonntag, 8. November 2020

Team Leiterschaft

 Ein modernes Schiff hat bestimmt einen Kapitän, aber der Nummer Eins ist der Leiter eines Teams, indem Spezialisten unbedingt notwendig sind. 

Ein Schiff braucht Computer Experten sowie Radar Techniker, einen Hauptingenieur, einen Chefkoch und wahrscheinlich einen Telekommunikationsspezialisten. 

Nur ein Team von ausgebildeten Spezialisten können ein modernes Schiff bereedern. 

Eine Gemeinde hat heutzutage einen Pastor oder Pfarrer, aber viele Pastoren werden überfordert, weil wir von dem Pastor zu viel erwarten. 

Wir denken immer noch wie Katholiken im Mittelalter, die den Priester als den Vertreter von Jesus Christus selbst sahen. 

Zu viele Pastoren versuchen diese absurden Ansprüche zu befriedigen. Viele werden geistlich trocken,  und viele werden völlig ausgebrannt. 

Im Neuen Testament sehen wir keine Spur von einer Gemeinde, die von einem einzelnen Menschen beherrscht wird. 

Wir sehen in dem Neuen Testament keine geistliche eierlegende Wollmilchsau, keinen Hohen Priester oder lokalen Papst. 

Geistlicher Dienst in einer Gemeinde soll Team-Arbeit sein.
Leiterschaft ist wichtig aber Team-Arbeit und Team-Leiterschaft ist ebenso wichtig. 

Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Mt 23,8 

Und niemanden auf Erden sollt ihr euren Vater nennen; denn einer ist euer Vater, der im Himmel. Mt 23,9