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Dienstag, 20. Juli 2021

Jesus Emanzipierte Frauen

 Als Gaby Wentland heiratete, waren sie dem Herrn total hingegeben und wollten in Afrika Missionaren werden. 

Ihr Mann sagte ihr, “Ich bin der Mann. Du wirst meine Frau sein. Ich bin der Pastor und ich werde predigen.”

Sie wusste, der Herr hatte sie zu predigen berufen aber sie sagte nichts. Sie betete. Dann kam ein Gastprediger mit einer Überraschung. Er predigte von Gottes Anliegen, alle seine Söhne und Töchter zu mobilisieren.

Wenn du ertrinkst, ist es dir nicht wichtig, ob ein Mann oder eine Frau dich rettet. Die verlorenen Seelen müssen Gottes Botschaft hören. Dann sagte er ganz direkt, die Frau des jungen Pastors sei zu predigen berufen und sie soll predigen.

Sie fing an zu predigen und Gott segnete. Sie predigte immer wieder und ihr Mann sagte nichts. 

Eines Tages ging sie mit ihrem Mann spazieren und sie fragte ihm, wann er seine Meinung geändert hatte.
Er sagte Jesus war ihm erschienen und ihm mitgeteilt hat, seine Frau sollte predigen.


Die junge Gaby Wentland hatte gebetet und Gott hat zwei ganz überzeugende Boten geschickt. Der erste war der Gastprediger, Reinhard Bonnke und der zweite war der Sohn Gottes selbst. 

Was dürfen die Frauen? 

Debora war nicht nur eine Prophetin, sondern leitete die Hebräische Nation im Krieg. (Richter Kapitel 4) 

Hulda war eine Prophetin die dem König Josia ein Wort von Gott gegeben hat, obwohl Jeremias damals lebte und Gott hätte einen Mann gebrauchen können. (2. Könige 22)

Gott hat einer jungen Frau die wichtigste Entscheidung aller Zeiten anvertraut. Der Engel Gabriel besuchte Maria und sagte, sie sollte die Mutter Gottes Sohn sein. 

Sie hat bei keinem Mann Rat gesucht, sondern sie hat die Entscheidung allein getroffen. Sie hat Gottes wunderbare aber sehr herausfordernde Berufung akzeptiert.

Als Jesus auf der Erde erschien, waren die Frauen von den meisten jüdischen Rabbinern abgeschaut oder sogar verachtet. 

Kein Rabbiner würde eine junge Frau als Jünger haben. Nur jungen und junger Männer durften die Religion studieren.

Aber Jesus war anders.

Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden.

Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte:

Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?

Und er streckte die Hand aus über seine Jünger und sprach:
Siehe da, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder!
Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel,
der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.
Mt 12,47-50


Jesus hat auch Frauen als seine Jünger akzeptiert. Das war radikal.


 

Donnerstag, 15. April 2021

Gott hört das Schreien der Opfer

 Eine junge Frau, die in dem australischen Parlament angestellt war, wurde von einem Kollegen vergewaltigt, aber das alles wurde von der regierenden Partei als ein politisches Problem behandelt und beschwichtigt.

Vor einigen Wochen hat diese mutige Frau öffentlich protestiert. Dadurch wurde eine „Me Too“ Bewegung in der australischen politischen Welt freigesetzt.

Diese Woche haben wir einen neuen Skandal gesehen. Ich war so entrüstet, dass ich große Schwierigkeit hatte, ohne Wut und Ärger darüber zu beten.

Endlich habe ich mich bemüht, ohne Zorn für Gerechtigkeit zu beten. Dann hatte ich den klaren Eindruck, dass Gott mir antwortete.

„Ich habe das Schreien der Frauen gehört.“

Dann ich sagte dem Herrn. „Aber viele dieser protestierenden Frauen sind nicht Christen. Sie beten nicht in Jesus Namen.“

Dann hat der Herr ganz klar in meinem Sinn gesprochen.

„Als die hebräischen Sklaven in Ägypten geschrien haben, meinst du, sie waren alle heilig und gerecht.“

Und der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen, und ihr Schreien über ihre Antreiber habe ich gehört, ich kenne seine Schmerzen. 2. Mose 3,7 ZB 2007

Und meinst du, dass alle diese wütenden Frauen ungläubige Feministen wären? Keineswegs.

Ich kenne christliche Frauen, die in angeblich frommen Gemeinden opfer von brutalem Mobbing waren.

Eine der prominentesten Predigerinnen in Deutschland ist Gaby Wentland. Sie rettet Frauen aus Menschenhandel und Prostitution. Sie ist auch eine politische Aktivistin gegen Menschenhandel.

Ich hörte sie sagen: „Es gibt mehr in Bordellen gebetet als in die Gemeinden in Deutschland.

„Ich habe das Schreien der Frauen gehört.“

Gott spricht deutlich in unseren Herzen, wenn wir uns von ganzem Herzen Gerechtigkeit verlangen.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit – sie werden gesättigt werden. Matthäus 5,6 ZB 2007


Mittwoch, 10. März 2021

Wozu bist du auf Erden?

Es gibt so viele, die ein tragisch unerfülltes Leben führen, weil sie von den Erwartungen anderer Menschen beherrscht und eingeengt werden.

Es gibt Frauen, die erstaunliche Begabungen von Gott haben, aber sie werden gezwungen, in einer Ehe sich zu unterwerfen.

Charles und Frances Hunter waren Pioniere im Heilungsdienst. Sie dienten Gott zusammen als Partner.

Ihre Tochter Joan war auch von Gott begabt und berufen, mit Gnadengaben der Heilungen zu dienen. 

Als sie früh in ihrem Leben verlobt wurde, sagte ihr Verlobte, ihr Dienst soll nach der Hochzeit unter seiner Kontrolle sein, weil er als Mann das Haupt sei. Sie löste ihre Verlobung sofort auf.

Der Ehemann ist nie der Herr seiner Frau, sondern ihr Partner unter Gottes Herrschaft.

Ordnet euch einander unter in der Ehrfurcht vor Christus! Epheser 5,21 Bruns

Wenn du Gnadengaben von Gott hast, bist du Gott selbst gegenüber verantwortlich.

Es gibt Gemeinden und Konfessionen, wo Frauen gezwungen sind, eine passive oder untergeordnete Rolle zu spielen. 

Viele Frauen in dieser Situation haben einen Ausweg gefunden, indem sie nie heirateten und Missionarinnen in fernen Ländern wurden.

Im 19. Jahrhundert war die Mehrheit der Missionare in China Frauen. Sie evangelisierten meistens unter chinesischen Frauen. Heute sind mehr als 75 % der Leiter der Kirchen in China Pastorinnen.


Viele Frauen sind wegen Gesetzlichkeit und menschlicher Traditionen frustriert und unerfüllt, aber  nicht nur Frauen.

Wie viele Männer sind begabt, als Hirte und Prediger zu dienen, aber sie müssen in ihrer Konfession nie heiraten. Wir sehen so oft, wie solche Männer ein Leben ohne Frau nicht ertragen können.

Andrerseits gibt es hingegebene Christen, die heiraten, weil ihre Gemeinde sie dazu zwingt, und ihre Ehe ist eine Katastrophe.  

Ich habe eine Geschichte von einem Pastor gelesen. Er war in einem Meeting mit dem Ausschuss seiner Gemeinde. Die Gemeinde hatte gravierende Probleme. Plötzlich stand der Pastor auf und schockierte die Ältesten.

„Ich kündige. Ich bin nur Pastor geworden, weil meine Mutter das wollte!“

Was ist deine Berufung? Von wem kommt deine Berufung?

Dienstag, 2. März 2021

Gottes Weisheit in Proben

Haltet es für reine Freude, meine Geschwister, wenn ihr in verschiedener Weise auf die Probe gestellt werdet. Jakobus 1,2 NeÜ

Wie kannst du in sehr harten Situationen Freude finden?

Corrie Ten Boom war mit ihrer Schwester Betsie in Ravensbrück KZ, weil sie in Holland Juden geschont hatten.

Es war furchtbar kalt im Winter und sie waren hungrig. Außerdem juckten sie wegen der vielen Bettwanzen.

Sie hassten die Bettwanzen, aber sie wollten Gott gehorchen. In der Bibel lasen sie, dass sie unter allen Umständen dankbar sein mussten.

Dankt Gott unter allen Umständen! Das alles will Gott von euch, und das hat er euch durch Jesus Christus möglich gemacht. 1. Thess 5,18 NeÜ

Sie haben sich gezwungen, Gott für die Bettwanzen zu danken. Dann ist es ihnen aufgefallen, dass die grausamen Wächter sie meistens in dem Schlafsaal nicht störten, weil auch sie die Bettwanzen hassten.

In schweren Proben will Gott uns helfen, neue Einsichten zu gewinnen, aber das ist oft nicht einfach. Wir müssen oft unserer Neigung zu Angst und Verbitterung widerstehen.

Im Nahen Osten bekehren sich viele Moslems zu Jesus. Für Hardcore Moslems ist das ein schreckliches Verbrechen, das die Todesstrafe verdient.

Es gab einige ex Moslems wegen ihrer Bekehrung zu Jesus im Gefängnis, wo sie täglich brutal geschlagen wurden.

Nach ein paar Monaten merkten sie, dass sie ihren Peinigern nicht verziehen hatten. Sie mussten einfach vergeben, aber das war sehr schwer. Sie nahmen sich vor, zu vergeben, wie Jesus es am Kreuz tat.

Als sie dann anfingen, mit neuen Herzen für ihre Peiniger zu beten, geschah ein Wunder. Sie wurden aus dem Gefängnis befreit.

Bist du in deiner Familie drangsaliert? Oder im Büro, oder in deiner Gemeinde?

Wie kannst du beten? Du brauchst Weisheit von Gott.

Ist dein Chef grausam? Sollst du bleiben und Geduld lernen, oder eine andere Stelle suchen?

Wenn jemand von euch nicht weiß, wie er das tun soll, dann darf er Gott um diese Weisheit bitten. Er wird sie ihm ohne weiteres geben und ihm deshalb keine Vorwürfe machen, denn er gibt allen gern. Jakobus 1,5 NeÜ

Zu Moses Lebenszeit waren die Hebräer Sklaven in Ägypten. Gott hat das zugelassen, und damit die Hebräer Befreiung von ihrem Gott suchen sollten. Dann hat Gott Mose gesandt, um sie von der Sklaverei in Ägypten zu befreien.

Manchmal müssen wir Geduld lernen, aber manchmal bleiben wir zu lange. Paulus musste die Christen in Korinth zurechtweisen, weil sie meinten, sie wären verpflichtet, autoritären Predigern zu gehorchen.

Es gibt viele Christen, die meinen, der Mann sei der Chef und Befehlshaber in der Ehe, aber das führt oft zu Mobbing und Missbrauch.

Wenn du eine Ehefrau bist, hast du nur einen Herrn und Meister, den Herrn Jesus Christus. Du bist keine Sklavin und dein Ehemann ist dein Bruder und Partner.  

Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, die Frauen den eigenen Männern als dem Herrn! Epheser 5,21–22 ELB

Diese zwei Verse sind eine Einheit, ein einziger Satz.

Viele Bibelversionen fügen eine Zwischenüberschrift zwischen Vers 21 und 22 ein, aber das ist ein Verstoß gegen den Originaltext.

Wie sollen Mann und Frau Entscheidungen treffen? Sie müssen beide Weisheit vom Herrn suchen, und bereit sein, einander nachzugeben.

Ich würde nie eine Missionsreise unternehmen, ohne die Zustimmung meiner Frau. Wir sind ein Team.

Dienstag, 5. Januar 2021

Christlicher Feminismus

Viele konservative Christen glauben, dass Feminismus antichristlich ist und seinen Ursprung in radikalen weltlichen Sozialreformbewegungen hat.

Radikale Feministen in der Welt befürworten aggressiv Abtreibung und Homo Ehe.

Aber wer waren die eigentlichen Pioniere der Bewegung, die für die Gleichberechtigung der Frauen führte?

Vor 250 Jahren etablierte John Wesley Bibelklassen für Erwachsenen. Viele Gruppen wurden von Frauen geleitet.

Die erste Hochschule in Nordamerika, wo Männer und Frauen zusammen studierten, wurde von dem berühmten Erweckungsprediger Charles Finney gegründet. 

In Finneys Hochschule studierten Männer und Frauen, Schwarze und Weiße in denselben Klassen.

In Nordamerika haben Charles Finney und D.L. Moody Predigerinnen ausgebildet. In England hat William Booth Predigerinnen und Frauen in Leiterschaft befördert.

A. B. Simpson, der Gründer der Christian Missionary Alliance (CMA), inkludierte Frauen in alle Ebenen seiner Leitung.

Im neunzehnten und früh im zwanzigsten Jahrhundert waren viele christlichen Missionare in China. Es waren zweimal so viele Frauen als Männer.

Die Frauen durften nur unter Frauen missionieren. So wurden die chinesischen christlichen Frauen die Mehrzahl. 

Jetzt gibt es trotz kommunistischer Verfolgung mehr als 50 Tausend Hauskirchen. Mehr als 75% der Pastoren und Leiter sind Frauen.

Die Gleichberechtigung der Frauen kommt nicht von der Welt, sondern von Gott.

Nun gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Griechen, zwischen Sklaven und Freien, zwischen Mann und Frau. Ihr seid alle eins in Christus Jesus. Galater 3,28 Bruns

Was bedeutet „Kein Unterschied“? Natürlich sind Mütter Frauen und Väter Männer.

Aber Frauen und Männer sollen die gleiche Autorität haben, in der Ehe, in der Familie, in der Gemeinde, in der Politik, in der Gesellschaft, im Büro, in christlicher Leiterschaft und allen Bereichen des geistlichen Dienstes.

Freitag, 11. Dezember 2020

Frauen nicht Unterstellt.

 Im Alten Testament waren alle Priester Männer. In Israel gab es nur Könige.

Als Abraham eine Frau für seinen Sohn suchte, musste Rebekka ihre Heimat und ihre Familie verlassen und sich Abraham und ihrem Mann Isaak unterordnen.

Die antiken griechischen Männer glaubten, Frauen seien ein Fluch. Eine verheiratete Frau war das persönliche Eigentum ihres Mannes.

Eine kanadische Frau heiratete einen arabischen Mann. Als sie versuchte, ihren Mann zu verlassen, wurde ihr nicht erlaubt, Saudi-Arabien zu verlassen, weil sie nach deren Gesetz das persönliche Eigentum ihres Mannes war.

In biblischen Zeiten waren Frauen oft kaum besser als Sklaven. Ein römischer Mann war der Besitzer seiner Familie und er konnte sich von seiner Frau scheiden lassen und seine Kinder oder Sklaven töten.

Im Römischen Reich wurden weibliche Säuglinge oft ausgesetzt und dem Tod überlassen.

Ein Vater befahl seiner Frau, ihre neugeborene Tochter an einem Berghang auszusetzen. Die ausgesetzten Babys starben entweder an Hunger oder Kälte oder sie wurden von Zuhältern geerntet und zu Prostituierten aufgezogen.

Das war in jenen Tagen normal und eine Frau wagte nicht, ihrem Mann ungehorsam zu sein.

Im Neuen Testament wählte Jesus nur Männer als seine Apostel.

Wie sollen wir das alles verstehen? Ist es der Wille Gottes, dass Männer immer die Autorität über Frauen haben sollen?

In biblischen Zeiten war es meistens so, wie auch heute noch in vielen Ländern.

Das Gesetz des Mose erlaubte einem Mann, sich von seiner Frau scheiden zu lassen, wenn er ihr nur einen schriftlichen Scheidungsbrief übergab. Für eine Frau war es undenkbar, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen.

Als Jesus sich gegen eine einfache Scheidung für Männer aussprach, beriefen sich die Pharisäer auf die Autorität des Mose und der Heiligen Schrift und fragten Jesus, warum Mose einem Mann erlaubte, sich legal von seiner Frau scheiden zu lassen.

Für die religiösen Juden war das Gesetz des Mose der perfekte Ausdruck des Willens Gottes.

Er sagte zu ihnen: „Das hat Mose nur wegen eurer harten Herzen zugegeben. Ursprünglich war das nicht so. Matthäus 19,8 Bruns

Für Jesus war das Gesetz des Mose heilig und wahr. Es wurde Mose von Gott gegeben. Aber es gab ein höheres Gesetz, den perfekten Plan Gottes bei der Schöpfung, bevor Adam und Eva in Sünde fielen.

Er erwiderte: „Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen als Mann und Frau geschaffen hat? 

Dabei hat er gesagt: Ein Mann wird Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die zwei werden zu einer Einheit. Matthäus 19,4–5 Bruns

Wir sind mit diesen Worten so vertraut, dass wir gar nicht merken, wie radikal sie sind.

In biblischen Zeiten lebte ein Ehepaar mit seiner Großfamilie zusammen, fast immer mit den Eltern des Mannes, wie auch heute noch in traditionellen Gesellschaften in Indien, Afrika und vielen anderen Orten.

Aber Adam, dessen einziger Elternteil Gott war, prophezeite den vollkommenen Willen Gottes, dass ein Mann seine Familie verlassen und sich mit seiner Frau vereinen würde. Unerhört! Das ist ganz und gar nicht das traditionelle Patriarchat!

Nach dem Sündenfall plante Gott, die Menschheit nach seinem ursprünglichen Plan wiederherzustellen. Dies sollte Schritt für Schritt geschehen und wir sind immer noch unterwegs.

Die Berufung Abrahams war ein Schritt. Von Abraham kam das jüdische Volk und dann die Gesetze in der Wüste.

 Aber das Gesetz des Mose war nur eine Zwischenstufe in Gottes Plan. Dann kam die neue Schöpfung in Christus und wir warten auf das Endziel, wo Gottes neuer Himmel und neue Erde endlich erscheinen werden.

Was war Gottes ursprünglicher Plan, bevor die Sünde ins Spiel kam?

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich. 

Und sie sollen herrschen über die Fische des Meers und über die Vögel des Himmels, über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die sich auf der Erde regen.

Und Gott schuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.
1.Mose 1,26–27 ZB 2007


Gott gab dem Mann und der Frau Vollmacht, über die Erde zu herrschen. Er gab dem Mann keine Autorität über die Frau und der Frau keine Autorität über den Mann.

Gottes Leitprinzip war von Anfang an die Partnerschaft.



Montag, 16. November 2020

Verurteile deine Frau nicht!

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.
Matthäus 7,1–2 ELB

Im Internet findet man viele Anweisungen, wie ein Ehemann seine Frau bezwingen soll, wenn sie ungehorsam ist, aber darf ein Ehemann den Gehorsam seiner Frau bezwingen? Laut Bibel?

Das finde ich sehr zweifelhaft.

Im Neuen Testament lese ich Anweisungen für Ehemänner.

Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat . Eph 5,25

So sollen die Männer ihre Frauen lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.
Eph 5,28

Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie.
Kol 3,19

Aber wo ist das Gebot, das der Mann seine Frau beherrschen soll? Dieses Gebot gibt es nicht!


Vielmehr sehen wir, dass nicht nur Frauen sich unterstellen sollen, sondern auch Männer sollen sich unterstellen.

Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, Eph 5,21 ELB

Der Begriff der gegenseitigen Unterordnung ist ein Problem für viele Christen. 

Seit jeher ist die Idee von Hierarchie dominant. Jemand muss befehlen und jemand gehorchen. Die Worte von Jesus und Paulus deuten auf eine andere Sichtweise.

Hierarchie in der Ehe


Wenn nun ich, der Herr und der Lehrer, eure Füße gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen. Johannes 13,14 ELB

Seit Jahrtausenden haben Männer die Frauen beherrscht, aber am Anfang war es nicht so.

Da sprach Gott: »Wir wollen Menschen schaffen nach unserem Bild, die uns ähnlich sind. Sie sollen über die Fische im Meer, die Vögel am Himmel, über alles Vieh, die wilden Tiere  und über alle Kriechtiere herrschen.«  

So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie.
1. Mose 1,26-27

Gott gab dem Mann und der Frau Autorität über der Erde. Er gab dem Mann keine Autorität über der Frau und er gab der Frau keine Autorität über dem Mann.

Gottes leitendes Prinzip vom Anfang war Partnerschaft.

Nach dem Sündenfall hat Adam seine Frau beschuldigt, obwohl er auch schuldig war. Diese Reaktion sehen wir noch heute.

Weshalb siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, bemerkst aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht?

Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Halt still, ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen!‘ – und dabei ist der Balken doch in deinem Auge?
Matthäus 7,3–4 NeÜ

Wir sollen genau diese Lehre in unseren Ehen umsetzen.

Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge! Dann wirst du klar sehen und den Splitter aus dem Auge deines Bruders ziehen können. Matthäus 7,5 NeÜ

``Dann wirst du klar sehen und den Splitter aus dem Auge deiner Ehefrau ziehen können ...´´ (oder aus dem Auge deines Mannes ziehen können.``

Mittwoch, 11. November 2020

Frauen immer schweigen???

 Die Juden wollten keine Frauen als Zeugen in einem Prozess anerkennen aber Gott dachte anders. 

Als Jesus nach seinem Tod wieder auferstand, haben seine Apostel ihn nicht zuerst gesehen. Gott erwählte eine Frau als ersten Zeuge der Auferstehung.

Als aber Jesus auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er zuerst Maria von Magdala, von der er sieben böse Geister ausgetrieben hatte.

Und sie ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren und Leid trugen und weinten. 

Und als diese hörten, dass er lebe und sei ihr erschienen, glaubten sie es nicht. Mk 16,9-11 

Dann offenbarte sich Jesus seinen Aposteln.

Zuletzt, als die Elf zu Tisch saßen, offenbarte er sich ihnen und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härte, dass sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten als Auferstandenen. Mk 16,14  

Dann kam der erste Pfingsttag für die neue Gemeinde. Nur 120 Jünger waren da aber unter den Jüngern waren treue Frauen.

Diese alle waren stets beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. Apg 1,14

Als der Heilige Geist auf die Jünger kam, sah man Flammen auf jeden Kopf und sie gaben die wunderbare Botschaft Gottes mit prophetischer Begabung weiter.

Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 

und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab. Apg 2,3-4

Das war in der ersten Gemeinde. Aber haben auch die Frauen in der Gemeinde gesprochen? Sicher. Petrus bestätigte das ganz klar.

»Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen...
Apg 2,17

Jesus Emanzipierte Frauen

 Als Gaby Wentland heiratete, waren sie dem Herrn total hingegeben und wollten in Afrika Missionaren werden. 

Ihr Mann sagte ihr, “Ich bin der Mann. Du wirst meine Frau sein. Ich bin der Pastor und ich werde predigen.”

Sie wusste, der Herr hatte sie zu predigen berufen aber sie sagte nichts. Sie betete. Dann kam ein Gastprediger mit einer Überraschung. Er predigte von Gottes Anliegen, alle seine Söhne und Töchter zu mobilisieren.

Wenn du ertrinkst, ist es dir nicht wichtig ob ein Mann oder eine Frau dich rettest. Die verlorenen Seelen müssen Gottes Botschaft hören. Dann sagte er ganz direkt, die Frau des jungen Pastors sei zu predigen berufen und sie soll predigen.

Sie fing an zu predigen und Gott segnete. Sie predigte immer wieder und ihr Mann sagte nichts. 

Eines Tages ging sie mit ihrem Mann spazieren und sie fragte ihm, wann er seine Meinung geändert hatte.
Er sagte Jesus war ihm erschienen und ihm mitgeteilt hat, seine Frau sollte predigen.


Die junge Gaby Wentland hatte gebetet und Gott hat zwei ganz überzeugende Boten geschickt. Der erste war der Gastprediger, Reinhard Bonnke und der zweite war der Sohn Gottes selbst. 

Was dürfen die Frauen? 

Debora war nicht nur eine Prophetin, sondern leitete die Hebräische Nation im Krieg. (Richter Kapitel 4) 

Hulda war eine Prophetin die dem König Josia ein Wort von Gott gegeben hat, obwohl Jeremias damals lebte und Gott hätte einen Mann gebrauchen können. (2. Könige 22)

Gott hat einer jungen Frau die wichtigste Entscheidung aller Zeiten anvertraut. Der Engel Gabriel besuchte Maria und sagte, sie sollte die Mutter Gottes Sohn sein. 

Sie hat bei keinem Mann Rat gesucht, sondern sie hat die Entscheidung allein getroffen. Sie hat Gottes wunderbare aber sehr herausfordernde Berufung akzeptiert.

Als Jesus auf der Erde erschien, waren die Frauen von den meisten jüdischen Rabbinern abgeschaut oder sogar verachtet. 

Kein Rabbiner würde eine junge Frau als Jünger haben. Nur jungen und junger Männer durften die Religion studieren.

Aber Jesus war anders.

Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden.

Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte:

Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?

Und er streckte die Hand aus über seine Jünger und sprach:
Siehe da, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder!
Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel,
der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.
Mt 12,47-50


Jesus hat auch Frauen als seine Jünger akzeptiert. Das war radikal.

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Partnerschaft, nicht Hierarchie

Wenn wir geistliche Autorität als eine exklusive männliche Eigenschaft betrachten, denken wir fleischlich.

Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. 2.Kor 5,16

Geistliche Autorität kommt von Gott, der Geist ist, nicht Mann und nicht Frau.

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. Johannes 4,24 ELB

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 1.Mose 1,27

Am Anfang zeigte Gott seine Autorität als Schöpfer. Geistliche Autorität ist kreativ.

Gott schuf beide Mann und Frau als sein Ebenbild.

Beide bringen Gottes Natur und Charakter zum Ausdruck, der Mann nicht mehr als die Frau. 

Gott übergab dem Mann und der Frau die Eigenschaft der Fruchtbarkeit, die Fähigkeit, Leben weiterzugeben, Menschen, die auch Gottes Natur haben würden.

Er segnete sie und sprach: »Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde! 1.Mose 1,28

Gott gab dem Mann und der Frau Autorität über der Erde. Er gab dem Mann keine Autorität über der Frau und er gab der Frau keine Autorität über dem Mann.

Gottes leitendes Prinzip vom Anfang war Partnerschaft.


Denn wo zwei oder drei zusammenkommen, die zu mir gehören, bin ich mitten unter ihnen.« Matthäus 18,20

Wenn zwei oder drei zusammen in Einigkeit zusammen sind und mit der Führung des Heiligen Geistes beten, da wird die Autorität und mächtige Wirkung des Heiligen Geistes freigesetzt.

Es ist nicht wichtig, ob die zwei oder drei Gläubige männlich oder weiblich sind. Sie können sogar Kinder sein, wenn sie von dem Heiligen Geist geführt sind.


Kinder und Säuglinge hast du gelehrt, dich zu loben . Sie bringen deine Feinde zum Schweigen, die auf Rache aus waren. Psalmen 8,3

Als Maria die himmlische Berufung mitbekam, die Mutter des Messias zu sein, war sie nur ein Teenager.

Maria antwortete: »Ich bin die Dienerin des Herrn und beuge mich seinem Willen. Möge alles, was du gesagt hast, wahr werden und mir geschehen.« Darauf verließ der Engel sie. Lukas 1,38

Maria suchte keinen Rat von ihrem Vater, vom Priester oder von ihrem Verlobten. Sie hat sich selbst entschieden, Gottes Berufung zu akzeptieren.

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Hierarchie in der Ehe?

Wer soll der Priester und spiritueller Leiter in der Familie sein? Manche behaupten, es muss der Ehemann und Vater sein.

Aber sofort taucht ein großes Problem auf. In jeder Gemeinde sieht man mehr Frauen als Männer. In Gebetssammlungen sind 65 % bis 90 % der Teilnehmer Frauen.

In christlichen Gemeinden sind viele christliche Frauen, deren Ehemänner nicht gläubig sind, aber nicht viele christliche Männer, dessen Frauen nicht gläubig sind.

Viele christliche Frauen haben ein Problem, einen gläubigen Mann zu finden. 

Viele Frauen sind frustriert, weil sie einen christlichen Mann suchen, der ebenso tief im Glauben ist, aber sie finden ihn nicht. Es gibt christliche Frauen, die deswegen unverheiratet bleiben.

Es gibt auch viele hingegebenen christlichen Frauen, deren Ehemänner zwar christlich sind, aber mehr in der Welt involviert sind als mit Gott.

In Gemeinden, wo die Herrschaft der Männer als Glaubenssatz gepredigt wird, hört man immer wieder traurige Berichte von drangsalierten Frauen.

Aber was sagt die Bibel?

Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! Genauso wie ich euch geliebt habe, sollt ihr einander lieben! Johannes 13,34 NeÜ

Aber sagt nicht Paulus, dass die Ehefrau gehorchen muss?

Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Eph 5,22

Aber in dem biblischen Urtext waren keine Verse. In dem biblische Urtext waren Eph 5,21 und 22 ein einziger ununterbrochener Satz.

Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, die Frauen den eigenen Männern als dem Herrn! Epheser 5,21–22 ELB

Wenn wir uns einander unterordnen müssen, wie Paulus Klartext schreibt, dann muss die Frau sich ihrem Mann unterordnen und der Mann muss sich seiner Frau unterordnen.

Was bedeutet das? Gegenseitige unabdingbare Liebe und gegenseitige Unterordnung.


Das widerspricht den traditionellen Begriff der christlichen Ehe, aber die Bibel muss maßgebend sein, nicht die christliche Tradition.

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, Phil 2,3 L17

Die Frau soll ihren Ehemann respektieren, aber der Ehemann muss auch die Weisheit und geistliche Reife seiner Frau anerkennen.

In den meisten christlichen Gemeinden ist es unübersehbar, dass in der Mehrheit der Ehen die Frau tiefer in Jüngerschaft und Hingabe ist als der Mann.

In Epheser Kapitel 5 sagt den Ehemännern immer wieder, sie sollen ihre Frauen lieben.  Eph 5:25

Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat.  Eph 5,25

Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.
Eph 5,28

Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche.
Eph 5,29

Paulus lehrt die Ehemänner nicht, ihre Frauen zu leiten oder beherrschen. Das sagt Paulus nicht. Es ist in dem Bibeltext nicht zu finden.

Dieser Begriff der gegenseitigen Unterordnung ist auch ein Problem für viele Christen.

Seit jeher ist die Idee von Hierarchie in unserer Denkweise dominant. Jemand muss befehlen und jemand muss gehorchen.

Wenn wir die Worte von Jesus und Paulus näher betrachten, müssen wir diese traditionelle Denkweise infrage stellen.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Gleichheit von Frau und Mann

Die Pharisäer fragten Jesus warum Mose einem Mann erlaubte seine Frau zu entlassen.

Für die frommen Juden war das Gesetz der vollkommene Maßstab, aber für Jesus war das Gesetz nicht vollkommen.

Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens Härte wegen; von Anfang an aber ist's nicht so gewesen. Mt 19:8

Für Jesus war etwas noch hoher als das Gesetz.   

Für Jesus war das Gesetz heilig, aber es gab für ihn ein höheres Prinzip, Gottes Ordnung bei der Schöpfung, bevor die Sünde in die Welt kam.

Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach  

(1.Mose 2,24): »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«?  Mt 19,4-5

Wir sind mit diesen Worten vertraut aber wir wissen nicht wie total radikal diese Aussage wirklich ist.


In den biblischen Geschichten lesen wir nur einmal, dass ein Mann seine Eltern verließ, eine Frau heiratete und bei der Frau blieb.

Das war Jakob, der bei seinem Onkel seine Frau fand aber danach kehrte sie mit ihm zu seiner Familie zurück. Auch bei Abraham und später bei den Juden unter dem Gesetz musste die Frau ihre Familie verlassen, und dann gehörte sie zu der Familie ihres Mannes.

Selbst das von Gott gegebenes Gesetz hat Gottes ursprüngliche Ordnung nicht wieder hergestellt.


Wie war Gottes Ordnung vor dem Sündenfall für Mann und Frau?

Da sprach Gott: »Wir wollen Menschen schaffen nach unserem Bild, die uns ähnlich sind. Sie sollen über die Fische im Meer, die Vögel am Himmel, über alles Vieh, die wilden Tiere  und über alle Kriechtiere herrschen.«

    So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie.
1. Mose 1:26-27


Am Anfang zeigte Gott seine Autorität als Schöpfer. Geistliche 

Autorität ist kreativ.
 

Gott schuf beide Mann und Frau als sein Ebenbild. Beide bringen Gottes Natur und Charakter zum Ausdruck, der Mann nicht mehr als die Frau.

Gott übergab dem Mann und der Frau die Eigenschaft der Fruchtbarkeit, die Fähigkeit, Leben weiterzugeben, Menschen, die auch Gottes Natur haben würden.


Er segnete sie und sprach: »Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde! 1.Mose 1,28

Gott gab dem Mann und der Frau Autorität über der Erde. 

Er gab dem Mann keine Autorität über der Frau und er gab der Frau keine Autorität über dem Mann.

Gottes leitendes Prinzip vom Anfang war Partnerschaft.

Aber es gibt umstrittene Texte im Neuen Testament, die Frauen scheinbar den Männern unterstellen.
Bitte lesen Sie meine anderen Beiträge zu diesem Thema.

Frauen in Leiterschaft

Sollen Frauen Lehren und Leiten


Partnerschaft mit Gott

Sollen Frauen mit Gottes Autorität auch Männern ansprechen?

Samstag, 10. Oktober 2020

Geistesgaben für Alle

Als Petrus die erste christliche Predigt nach dem Kreuz hielt, verkündete er eine revolutionäre Botschaft. 

Die Herrlichkeit Gottes ist nicht mehr nur für Propheten, Könige und Priester, wie im Alten Testament, sondern für alle, die an Jesus glauben und den Heiligen Geist empfangen und freien Lauf geben.

»Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben;  

und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.
Apg 2,17-18

Die religiöse Tradition hat uns unserer Erbschaft beraubt. Die Geistesgaben und Manifestationen Gottes Kraft und Gegenwart sind in vielen Gemeinden stark begrenzt oder ausgeschlossen.

Wenn sie erlaubt sind, dürfen manchmal nur Männer und nicht Frauen für Gott sprechen.

In anderen Gemeinden dürfen nur Pastoren, Prediger oder Leiter für Gott sprechen.

Aber Petrus hat in seiner Predigt diese Regeln und Beschränkungen total abgeschafft.

Aber das war nicht nur in einer Predigt.

In dem Markus Evangelium lesen wir etwas Ähnliches.

Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden;  

wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.  Mk 16,17-18

Es gibt extrem seltsame Sekten in Amerika, wo man mit Schlangen spielt, aber so war es in der Bibel
nicht gemeint. 

Paulus wurde von einer giftigen Schlange gebissen.
Aber Paulus schleuderte die Schlange ins Feuer und erlitt keinen Schaden.
Apg 28,5


Wir müssen nicht mit Gift oder Schlangen spielen aber Gott verspricht uns seinen Schutz in unserer Not.

Ich habe einen Arabischen Freund, der von extrem fundamentalistischem Islam zu Jesus sich bekehrte aber unterwegs wurde er fehlgeleitet und wurde Mormonisch.

Als Gott ihn von dieser Sekte befreite, besuchte er viele Mormonen und half ihnen auch, von der bösen Religion zu entkommen.

Dann hörten alle Moslems in seiner Umgebung von seinem neuen Glauben und manche bekehrten sich.

Er war nicht ordiniert aber Gott gebrauchte ihn mit übernatürlicher Kraft.

Ein Araber gab ihm einmal zu essen. Eine Woche Später war er erstaunt, dass sein christlicher Landsmann noch am Leben war. Er hatte genug Gift in das Essen hineingetan, um ein Kamel umzubringen.

Der erfolglose Attentäter bekehrte sich zu Jesus.

Heidi Baker ist Missionarin in Afrika. Sie rettet kleine Mädchen von Sex Sklaverei und kleine Jungs von Zwangsdienst als Soldaten.

Sie adoptiert diese Waisen und sie lernen Jesus gut kennen.

Ein Mädchen mit 11 Jahren wurde Prediger, natürlich nicht ordiniert. Sie ging zu einem Dorf, wo Islam und Hexerei total dominant waren. Als sie laut über Jesus sprach, fingen die Leute, große Steine zu werfen.

Plötzlich proklamierte sie Heilung für einen Tauben unter ihrer Verfolger. Der Taube ließ seinen Stein fallen. Er konnte hören und schrie laut. „Ich kann hören.“

Die Steine flogen nicht mehr. Die Menge hörte das Evangelium und bekehrten sich massenweise.

Frauen nicht mehr Unterworfen

Als Jesus am Kreuz starb, musste der total unschuldige Sohn Gottes die ultimative Ungerechtigkeit leiden. Durch seinen ungerechten Tod, nahm Jesus die Strafe, die wir für unsere Sünden verdienten, auf sich selbst.

Der einzige komplett unschuldige Mensch aller Zeiten starb einen qualvollen Tod, damit alle schuldige Männer und Frauen von Gottes Urteil befreit werden könnte.

Mit seinem freiwilligen Tod, fing Jesus an, die Menschen von allen Flüchen und Ungerechtigkeiten zu befreien, die mit der Ursünde anfingen.  

Die erste Ungerechtigkeit wurde von Gott selbst vorausgesagt.

Zu der Frau sprach er: Ich werde sehr vermehren die Mühsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären! 

Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen! ELB 1. Mose 3,16

Das war nicht Gottes Befehl, dass Männer über Frauen herrschen sollten. 

Nach der Ursünde war der Charakter der Menschen verdorben. Die größere physische Kraft der Männer wurde gebraucht, Frauen zu dominieren, was niemals Gottes Absicht war.

Aber Millionen Männer haben ihre Frauen hart beherrscht. Seit Jahrtausenden sind Frauen als Menschen zweiter Klasse behandelt worden.

In der Bibel waren auch jüdische Frauen Opfer der harten Diskrimination, aber in der christlichen Geschichte und auch in unserer Zeit sehen wir, dass viele Christen bis jetzt nicht verstehen, dass Gott uns für Partnerschaft schuf und nicht für die Entmündigung der Frauen.

In der Bibel sind neue Anfänge von besonderer Bedeutung. Als seine erste Handlung nach seiner Auferstehung, restaurierte Jesus die Gleichheit der Frauen.

Maria von Magdala wurde von Jesus erwählt, als der erste Mensch, der seine Auferstehung verkündigen sollte, nicht Petrus oder Johannes, und nicht einmal Maria, seine Mutter.

Maria von Magdala dachte, Jesus wäre der Gärtner. Der erste Gärtner war Adam, und Paulus lehrt uns, dass Jesus der letzte Adam ist. Das bedeutet, Jesus ist der Anfang der neuen Menschheit.


So steht auch geschrieben: «Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele», der letzte Adam zu einem lebendig machenden Geist. ELB 1. Kor 15,45

Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.
EIN 1. Kor 15,22
 

Adam war der erste Mensch und der Vater aller Menschen. Er war ohne Sünde bis er der Versuchung unterlag.

Jesus kam als der zweite Mann ohne Sünde und er widerstand alle Versuchungen.

Jesus kam, um uns allen Männern, Frauen und Kindern, die Unschuld und Herrlichkeit der ursprünglichen Schöpfung zu geben. 

Er kam, um eine wunderbare neue Menschheit zu schöpfen, eine Menschheit wo Männer und Frauen in Gleichheit, Freiheit und Partnerschaft ihr Potenzial erfüllen können.
 

Als Maria von Magdala den Aposteln verkündete, dass Jesus auferstanden war, glaubten sie nicht.

Später erschien Jesus auch den Elfen, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Mk 16,14

Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.

Was wollte uns Jesus lehren? Von nun an müssen auch die Pastoren und Apostel Frauen ernst nehmen. 

Die Kultur der Herrschaft ist vorbei.


Dienstag, 6. Oktober 2020

Wunder Heute

Warum reagieren so viele Christen so negativ, wenn sie Zeugnisse von Heilungen und Wundern hören?
 
In Matthäus, Markus, Lukas und Johannes lesen wir immer wieder wunderbare Erzählungen von Zeichen und Wundern.  

Niemals lesen wir, dass Jesus sich geweigert hat, jemanden zu heilen. Alle, die um Heilung geboten haben, haben Heilung empfangen.

In der Apostelgeschichte lesen wir, dass wenn Kranken von dem Schatten von Petrus berührt wurden, sie geheilt wurden.

Das Wirken der Apostel hatte zur Folge, dass man die Kranken auf Betten und Bahren auf die Straße trug, nur damit der Schatten von Petrus auf sie fiel, wenn er vorüberging.

Scharenweise strömten die Leute aus den umliegenden Dörfern nach Jerusalem und brachten ihre Kranken und die von bösen Geistern Besessenen, und alle wurden geheilt.
Apg 5,15-16


    Aber war das nur, wie manche behaupten, nur ein kurzfristiges Phänomen von Gott gegeben, um ungläubigen zu überzeugen, dass Jesus der Sohn Gottes war?

Aber die ungläubigen Leute in Europa brauchen dieselbe übernatürliche Bestätigung, um sie zu überzeugen.

Gott liebt die Europäer heute genau wie er die Juden im Neuen Testament liebte.
Jesus sagte, dass übernatürliche Wunder ein wichtiges Mittel sein soll, damit Gläubiger nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt ihre Mission auf der Erde vollbringen sollten.
 
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater. Joh 14,12

Manche Christen werden sehr kritisch und negativ, wenn sie hören, dass ein Christ in unserer Zeit Toten auferweckt hat.

Warum? Jesus hat das gemacht und er hat gesagt, dass auch wir das machen sollen.


Heidi Baker verbrachte einige Jahre mit ihrem Mann als Missionarin in Moçambique.
Sie hatte ein bisschen Erfolg gehabt aber als sie Amerika besuchte, betete ein Charismatischer Prediger für sie und sie fiel auf den Boden. 

Sie lag eine Woche bewegungslos auf dem Boden von der Gegenwart Gottes überwältigt und kehrte dann nach Afrika zurück.

Der Unterschied in ihrem Dienst nach ihrer Rückkehr war dramatisch.
Sie gründete Hunderte Gemeinden, erweckte Toten und Hunderte Blinden und Tauben wurden durch sie geheilt.

Sie fing an kleine Kinder von brutaler Sklaverei zu retten.

Eines dieser Kinder war ein Mädchen mit etwa elf Jahren. Sie lernte Jesus kennen, wurde voll des Heiligen Geistes und fing an zu evangelisieren.
 

Sie ging zu einem Dorf, das von Moslems und Hexen beherrscht war und sie fing an die Botschaft von Jesus laut zu rufen. Die Moslems warfen Steine und sie sprang zur Seite aber hörte nicht auf von Jesus zu sprechen.

Dann schrie sie laut, dass einer ihrer Verfolger, der taub war, jetzt durch Gottes Kraft hören konnte. Das traf zu. Die Steine flogen nicht mehr und das ganze Dorf bekehrte sich zu Jesus.

Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben ...Mk 16,17-20

Es ist jetzt Zeit, die Bibel mit frischen neuen Augen zu lesen und Zeichen und Wunder positiv zu erwarten. 

Sonntag, 4. Oktober 2020

Rettung vom Bordell

Eine Frau aus einem armen Land fliegt nach Deutschland, wo sie erwartet, in einem anständigen Job, Geld für ihre Familie zu verdienen. 
 
Dann wird sie erschrocken. Sie ist eine Gefangene, mit Drogen betäubt, immer wieder vergewaltigt, als Prostituierte versklavt.

Die alten Griechen haben tragische Dramen verfasst, in dem man sieht, dass es im Leben solche ausweglosen Situationen gibt, wo scheinbar kein Happy End möglich ist.

 
 

Manche freilich müssen drunten sterben ...Hugo von Hofmannsthal

 

Ganz vergessener Völker Müdigkeiten
Kann ich nicht abtun von meinen Lidern,
Noch weghalten von der erschrockenen Seele
Stummes Niederfallen ferner Sterne.

Viele Geschicke weben neben dem meinen,
Durcheinander spielt sie alle das Dasein,
Und mein Teil ist mehr als dieses Lebens
Schlanke Flamme oder schmale Leier.


Eine Frau aus einem armen Land fliegt nach Deutschland, wo sie erwartet, in einem anständigen Job, Geld für ihre Familie zu verdienen. 
 
Aber diese Frau wurde durch ein Wunder gerettet.

Gott hat zu einem deutschen Prediger gesprochen, er muss ein Bordell besuchen. Da fand er diese versklavte Frau aus dem armen Land. Mit Gottes Hilfe wurde die Frau gerettet und befreit. Gott hat ihre verzweifelten Gebete erhört.


Ich kenne wunderbare christliche Frauen in Deutschland, die Bordellen besuchen, um den Frauen zu helfen. In einem Jahr haben sie vier Frauen geholfen, dass sie aus unfreiwilliger Bordellarbeit entkommen konnten.

Es gibt Situationen, wo Menschen auch in diesem Leben keine Hoffnung haben, aber Jesus kann solche Leben total verwandeln und ausweglose Schicksale komplett umwenden.

Das kann ich auch von meiner eigenen Erfahrung sagen.

  • In meiner eigenen Familie habe ich gesehen, wie meine Mutter und Großmutter auf ihrem Sterbebett den Frieden mit Gott durch Jesus gefunden haben.

  • Ich kannte einmal einen kleinen Jungen, der total Taub war und durch Gebet innerhalb einigen Wochen komplett geheilt wurde.


So viele Wunder habe ich erlebt.

  • Vielleicht hat jemand dich betrogen.

  • Vielleicht bist du im Familienleben oder in der Gemeinde verraten geworden. 

  •  Vielleicht hast du die falsche Lehre gehört, dass man heutzutage keine Wunder mehr erwarten darf..


Wenn wir Gottes wunderbare Hilfe empfangen wollen, müssen wir wagen, wieder zu hoffen.
 
Aus dieser Hoffnung kann wunder-wirkender Glaube in deinem Herz entstehen, der Glaube, den wir nur von Gott als Geschenk empfangen können.

Gott kann finstere Situationen durch sein Licht verwandeln.     

Ein andermal sagte Jesus zu ihnen: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir folgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern das Licht des Lebens haben. Joh 8,12

Es ist möglich, gefangen genommen zu sein aber nicht durch Eisengittern eingesperrt, sondern von der Finsternis, durch die man nicht sehen kann, um die einzige offene Tür zu finden.

Rufe zu mir, dann werde ich dir antworten, und ich werde dir Großes und unfassbares kundtun, wovon du nichts gewusst hast. Jer 33,3 ZUR

Freitag, 18. September 2020

Frauen dürfen leiten und lehren.

 1 Tim 2,11 – 15. Die Unterordnung der Frauen in diesem Text ist situationsbedingt und kein ewiges Gesetz.

 So wie ich dich bat, als ich nach Mazedonien abreiste, in Ephesus zu bleiben, damit du EINIGEN (also nur manche Irrlehrer bzw Lehrerinnen) Weisung erteilen solltest, nichts anderes zu lehren noch mit Fabeln ...-. 1 Tim 1:3-4 ELB

Davon (von echter Liebe und echtem Glauben) sind EINIGE abgeirrt und haben sich leerem Geschwätz zugewandt. Sie wollen Gesetzeslehrer sein und verstehen nichts, weder was sie sagen noch was sie fest behaupten. 1 Tim 1:6-7 ELB

Es ist hier klar zu verstehen, dass nicht alle Anweisungen in 1 Timotheus für alle Christen in Ephesus gemeint sind und bestimmt nicht für alle Christen oder alle Frauen in allen Zeiten gemeint sind.

Ein Aspekt der gnostischen Lehre war die Erfindung von Fabeln über Adam und Eva. Einige davon sind in Dokumenten des 2. Jahrhunderts zu finden, aber die Ideen waren bereits in der späteren neutestamentlichen Zeit verbreitet.

Ein häufiges Merkmal dieser Geschichten ist, dass Eva idealisiert wird und oft vor Adam erscheint.

... denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva; und Adam wurde nicht betrogen, die Frau aber wurde betrogen und fiel in Übertretung. 1 Tim 2,13-14

Der Sinn dieser Verse ist die falschen Lehren der frühen Gnostiker zu widerlegen.

Eine Frau lerne in der Stille in aller Unterordnung. Ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren, auch nicht über den Mann zu herrschen, sondern ich will, dass sie sich in der Stille halte, 1 Tim 2,11-12

Die dominante Frau (oder vielleicht manche dominanten Frauen) die nicht lehren, sondern demütig lernen sollte, war höchstwahrscheinlich eine der Irrlehrer, die gnostische Fabeln verbreitete.

Übrigens ist das Wort ERLAUBE eine Übersetzung von EPITREPEO, ein griechisches Wort, das immer auf situationsbedingte Anweisungen deutet.

Dienstag, 1. September 2020

Bist du nicht ernst genommen?

Es kann sehr erniedrigend sein, wenn du nicht ernst genommen wirst.

Du bist eine sehr kompetente Frau, aber die einzige Frau in einem wichtigen Meeting. Man bespricht ein sehr schwieriges Problem. Dann erklärst du die perfekte Lösung, aber du wirst ignoriert.

Wenige Minuten später spricht ein Mann, der besonders respektiert ist. Er macht einen hervorragenden Vorschlag, und seine Idee wird von allen mit Begeisterung angenommen. Aber sein Vorschlag war genau dieselbe Idee, die du schon vor wenigen Minuten erklärt hast.

Der große deutsche Komponist, Felix Mendelssohn, hatte eine Schwester, die ebenso begabt war, aber sie war eine Frau.

Ihre wohlhabende Familie beförderte die glänzende Karriere von Felix, aber Fanny durfte keine musikalische Karriere haben. Sie war halt eine Frau und sie musste die Pflichten einer Frau erfüllen.

Im Zweiten Weltkrieg hat Japan fast alle Länder in Ost Asien eingenommen. Australien war bedroht. Es waren in der australischen Armee manche Ureinwohner. Einer davon war außergewöhnlich kompetent. Trotz aller Vorurteile wurde er Oberst.

Nach dem Krieg suchte er einen Job, aber konnte trotz seiner glänzenden Talente keinen guten Job finden.

Es tut weh, nicht ernst genommen zu sein.

In der Bibel sehen wir, wie Gott Menschen ernst nimmt, die von anderen herabgeschaut werden.

Die Männer, die Jesus als Apostel erwählte, waren keine theologisch ausgebildete Schriftgelehrten. Sie wurden von den religiösen Leitern verachtet, aber Gott hatte andere Ideen.

Das Wirken der Apostel hatte zur Folge, dass man die Kranken auf Betten und Bahren auf die Straße trug, nur damit der Schatten von Petrus auf sie fiel, wenn er vorüberging.

Scharenweise strömten die Leute aus den umliegenden Dörfern nach Jerusalem und brachten ihre Kranken und die von bösen Geistern Besessenen, und alle wurden geheilt.
Apg 5,15-16

Es tut weh, wenn man auf dich herabschaut. Aber was ist wichtiger, Ansehen bei Menschen, oder Freundschaft mit Gott?

Du kannst auch danach streben, durch christlichen Dienst hoch angesehen zu sein. Viele tun das.

Es ist erniedrigend, nicht ernst genommen zu sein. Leider ist es eine christliche Tradition, Frauen in Leiterschaft nicht ernst zu nehmen. 

Konservative Christen finden Beweistexte, um diese falsche Sichtweise zu rechtfertigen, aber diese sind nur Vorwände und Ausreden.

In diesen Tagen werde ich meinen Geist sogar über alle meine Diener, ob Mann oder Frau, ausgießen, und sie werden weissagen.

Und ich werde Wunder oben am Himmel tun und Zeichen unten auf der Erde – Blut und Feuer und Rauchwolken. Apg 2,18-19

In dieser Endzeit wirkt Gott unzählige erstaunliche Wunder. Männer und Frauen heilen Kranken und erwecken Toten.

Weißt du das? Wenn nicht, hast du die Sache nicht erforscht.

Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden. Matthäus 7,7

Weißt du nicht, dass Gott immer noch Wunder wirkt? Hast du gebetet? Hast du gesucht? Hast du erforscht?

Was ist deine Berufung?

Niemand soll dich gering schätzen, nur weil du jung bist. Sei allen Gläubigen ein Vorbild in dem, was du lehrst, wie du lebst, in der Liebe, im Glauben und in der Reinheit. 1. Timotheus 4,12

Niemand soll dich gering schätzen, weil du eine Frau bist, oder weil du nicht ordiniert bist.

Gott nimmt dich ernst, egal wie die anderen Denken. Willst du auch Gott ernst nehmen?

Samstag, 15. August 2020

Jesus und Mobbing

 Ich war eines Abends in einer charismatischen Versammlung. Da waren etwa dreihundert sehr verschiedene Menschen, die Gottes Segen suchten.

Da waren junge Frauen aus einer Reha, und Männer mit Tattoos, die nicht lange vorher im Knast waren. Einer der aktivsten Mitglieder in dieser Gemeinde war 23 Jahre lang im Gefängnis, vermutlich ein Mörder. Wer waren Mörder in der Bibel? Mose, David und Paulus.

Wir spürten die zärtliche Gegenwart des Heiligen Geistes. Viele erhoben ihre Hände in Anbetung.

Dann sah ich einen großen starken Mann mit Tattoos. Seine Hände waren ausgestreckt, aber er sah gespannt und gestresst aus. 

Vermutlich war dieser Mann einer aus dem Knast. Der Mann hatte eine Vergangenheit und viel Trauma erlebt. Wegen seines traumatischen Lebens war dieser Mann immer in der Defensive. Sein Leben lang fühlte er sich bedroht. Er muss sich immer wieder wehren.
 

Ich ging zu ihm und sagte leise.

´´Du hast von Gott nichts zu fürchten. Du brauchst dich nicht gegen Gott zu wehren.``
Dann sah ich wie er sich entspannte.

Vielleicht warst du von deinen Eltern missbraucht, in der Schule drangsaliert, von Priestern oder Pastoren eingeschüchtert oder schickanniert. 

Das war nicht von Gott.

Ein junger Mann war ein hingegebener Jünger in einer Bibelschule, aber er war sehr gestresst. Er war emotionell und geistlich gelähmt. Es stellte sich heraus, dass er als Kind von einem Pastor sexuell missbraucht wurde. Der junge Mann musste das Gift loswerden.
 
Ein Pastor in der Bibleschule kniete demütig vor ihm und bat stellvertretend für Pastoren um Vergebung. Das war für den jungen Mann eine Entgiftung.

Jesus wurde von der religiösen Leiterschaft in Israel verachtet und verfolgt. Das kann auch heute geschehen und zwar von Christlicher Leiterschaft.

Gott sei dank gibt es auch viele echten Christen in Leiterschaft.

Jesus war auf der Seite der Opfer. Was sagte er über die bösen religiösen Leiter?

Sie bürden den Menschen unerträgliche Lasten auf, doch sie selbst rühren keinen Finger, um diese Lasten zu tragen. Mt 23,4

Man findet Leiter in allen Religionen, die so handeln, leider auch in manchen christlichen Kirchen. Es gibt manche, die deswegen alle Religion hassen, die keinen Bock auf Gott haben.

Eine ältere Frau in Deutschland hat mir gefragt, wie sie an Gott glauben könnte, weil so viele Priester Kinder sexuell missbrauchten. Ich danke Gott, sie hat kurz danach eine Offenbarung von der Liebe Gottes mitbekommen. Sie ist jetzt mit Jesus im Himmel.

Aber wie wäre eine Welt ohne Gott irgendwie besser? In religiösen Kriegen sind so viele gestorben, aber die Weltmeister im Massenmord waren nicht Christen.

Hitler war ein Monster, aber Stalin und Mao in China haben viel mehr Opfer umgebracht, und zwar im Namen von Atheismus.

Das Problem ist nicht Gott, sondern die verdorbene menschliche Natur.

Jemand hat gesagt:
´´We have found the enemy. The enemy is us.``
´´Wir haben den Feind gefunden. Wir sind der Feind.``


Man findet Missbrauch und Mobbing nicht nur in Kirchen und Moscheen, sondern auch in Schulen, Büros, Sportklubs und Armeen.

Jesus hatte immer ein Herz für die Opfer. Frauen, die auffällig in sexueller Sünde lebten, wurden verachtet. Das kann auch heute passieren, aber Jesus sah diese verachteten Frauen als leidende Opfer.

Jesus begegnete einer Frau am Brunnen. Sie war fünfmal geheiratet und lebte dann in einer unehelichen Beziehung. Keine anständige Person wollte mit ihr sprechen, aber Jesus liebte sie mit tiefer Barmherzigkeit. (Johannes Kapitel 4)

Vielleicht war sie trotz allem keine schreckliche Sünderin. Warum wurde sie von fünf Ehemänner abgelehnt und ausgestoßen? Vielleicht konnte sie keine Kinder gebären. Vielleicht war sie sehr depressiv und keine gute Hausfrau.

Aber Jesus liebte nicht nur die Opfer, sondern auch die Tyrannen.

Saulus war der grausamste aller Pharisäer. Er verfolgte die Christen wie kein anderer.
Aber dann hat Jesus ihn in einer Vision heimgesucht.

»Wer bist du, Herr?«, fragte er. Die Stimme antwortete: »Ich bin Jesus, den du verfolgst! Apg 9,5

Wer Christen verfolgt, verfolgt Jesus. Wer Kinder oder Frauen in Gottes Namen missbraucht, verfolgt Jesus. 

Wer seine Kinder oder seine Ehefrau im Namen der angeblichen männlichen Autorität versklavt, verfolgt Jesus.

Sonntag, 9. August 2020

Gottes Wege sind Anders

Mose war ein guter Mann. Er war seinen unterdrückten hebräischen Landsleuten gegenüber loyal, obwohl er seine Privilegien als ägyptischer Prinz hätte genießen können.

Durch den Glauben weigerte sich Mose, als er erwachsen war, sich als Sohn der Tochter des Pharaos bezeichnen zu lassen. 


Er zog es vor, mit dem Volk zu leiden, anstatt sich dem flüchtigen Vergnügen der Sünde hinzugeben.
Hebräer 11,24-25


Er liebte Wahrheit und Gerechtigkeit. Er hasste Grausamkeit und Mobbing.

Als Mose erwachsen geworden war, ging er zu seinen Landsleuten und sah, wie hart sie arbeiten mussten. Dabei beobachtete er auch, wie ein Ägypter einen Hebräer schlug.

Mose schaute sich nach allen Seiten um. Und als er sich vergewissert hatte, dass niemand in der Nähe war, erschlug Mose den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.
2. Mose 2,11-12

Mose war ein Freiheitskämpfer, ein Befreier. Für ihn war die Tötung des Unterdrückers ein Akt der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit für die Unterdrückten.

Dennoch war es nicht Gottes Weg. Moses größte Stärke war seine Schwäche. Seine menschliche Reaktion war völlig nutzlos. Er musste aus dem Land fliehen und 40 Jahre lang als Flüchtling im Exil leben.


Bevor Gott Moses zur Befreiung seines Volkes gebrauchen konnte, musste Moses ein reifer Charakter werden, der sich seiner menschlichen Schwächen bewusst war.

Nachdem er 40 Jahre lang Schafe in der Wildnis gehütet hatte, wurde Moses dazu berufen, sein ganzes Volk zu befreien. Zu diesem Zeitpunkt kannte Moses seine Grenzen.

»Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten führen sollte?«, fragte Mose Gott. 2. Mose 3,11

Du magst eine Leidenschaft für Wahrheit und Gerechtigkeit haben, aber solange du deine Sache auf deine eigene Weise verfolgst, wirst du deine Träume nicht verwirklichen, selbst wenn diese Träume von Gott kamen.

Ich kenne einen Prediger, der wunderbare Gaben hatte. Er war ein erstaunlicher Missionar und persönlicher Evangelist. Er wollte die schlimmsten Sünder retten. Er sehnte sich verzweifelt danach, beim Wiederaufbau kaputter Leben zu helfen.

Er diente aufrichtig gefährlichen Sexualstraftätern, aber in seinem Eifer machte er schreckliche Fehler.


Er versäumte es, gefährdete junge Frauen in seiner Kirche durch den Kontakt mit bekannten Sexualstraftätern vor extremen Gefahren zu schützen.


Wenn wir entschlossen gegen das Böse kämpfen, uns aber nach unseren eigenen Vorstellungen in den Kampf stürzen, werden wir gegen das eine Übel kämpfen, dabei aber ein anderes Übel gedeihen lassen.

Es gibt Prediger, die sich eifrig für die Erhaltung christlicher Ehen einsetzen. Sie werden alles tun, um eine Familie zusammenzuhalten und eine Scheidung zu verhindern.

Aber dieser einseitige Kreuzzug für die Ehe kann katastrophale Folgen haben.

Es gibt Männer, die kaltblütig planen, eine Frau in die Ehe zu locken und sie dann systematisch so manipulieren, dass sie seine elende, gequälte Sklavin wird. Dies geschieht nicht selten auch in christlichen Gemeinden.

Wenn Ehefrauen protestieren, werden sie möglicherweise geschlagen, vergewaltigt oder des Kontakts mit Freunden beraubt.

Wenn gefolterte Ehefrauen versuchen, sich durchzusetzen, geben eifrige Prediger der Frau die Schuld für ihre Rebellion. 

Wenn die Frau ihren Mann verlässt, kann sie sich Predigten anhören, in denen sie beschuldigt wird, ihr Eheversprechen gebrochen zu haben.

Die Frau, die mit ihrem Mann streitet, wird als rebellisch verurteilt.
Die Frau, die ihren Mann verlässt, wird verurteilt, weil sie ihr Ehegelübde gebrochen hat.

Aber der Mann, der seine Frau vergewaltigt, schlägt und foltert oder sogar seine eigenen Kinder kriminell angreift, wird respektiert.


Es wurde dir, Mensch, doch schon längst gesagt, was gut ist und wie Gott möchte, dass du leben sollst. Er fordert von euch nichts anderes, als dass ihr euch an das Recht haltet, liebevoll und barmherzig miteinander umgeht und demütig vor Gott euer Leben führt.
Micha 6,8

»Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken«, sagt der HERR, »und meine Wege sind nicht eure Wege.

Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so viel höher stehen meine Wege über euren Wegen und meine Gedanken über euren Gedanken.
Jesaja 55,8-9