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Sonntag, 14. November 2021

Jesus liebt abgelehnte Opfer

 Ich war 24 Jahre alt und ich war eine verlorene Seele. Ich glaubte irgendwie an Jesus, aber ich war von so vielen Zweifeln hin- und hergerissen.

Ich suchte Hilfe für meine Depression mit einem guten Therapeuten, aber er konnte meine Existenzängste nicht abschaffen.  

Ich besuchte eine Kirche, wo ich eine humanistische Weltanschauung lernte, aber ich war in meinem Innersten nicht davon überzeugt.

  • Ich besuchte eine Yoga-klasse, aber da habe ich keine ewige Wirklichkeit gefunden.

  • Ich besuchte eine fanatische Sekte, und meine Verwirrung wurde nur schlimmer.

Traumatisiert suchte ich schließlich Hilfe bei meiner Cousine, einer liebevollen, bibeltreuen Christin. 

Ich besuchte mit ihr eine Gemeinde, wo ich ein starkes Zeugnis von einem Prediger hörte, der jahrelang in einem kommunistischen Gefängnis verfolgt wurde und treu geblieben war.

Ich war fest entschlossen, an Jesus und die Bibel zu glauben. Das war der Anfang von meinem neuen Leben mit Gott.

Aber nicht alles verlief glatt. Die Leiter dieser Kirche waren scheinbar makellos wie der Apostel Paulus, aber leider war das nicht so.

Die Pastoren wollten jeden streng kontrollieren. Ich sollte meinen Therapeuten nicht mehr sehen. Ich sollte fasten und beten und fasten und beten.

Das war alles zu viel für mich und ich brach zusammen.

Ich wurde als unbelehrbaren Sünder ausgestoßen und ich hatte einen kompletten Nervenzusammenbruch.

Aber Jesus hat mich nie verworfen oder verurteilt. Jesus liebt die schwachen und verletzten Schafe, die von manchen Predigern verachtet und ausgestoßen werden.

Wenn du das verstehen willst, kannst du ähnliche Geschichten im Neuen Testament finden.

Jesus heilte einen Mann, der von Geburt blind war. Er legte sein Zeugnis ab, aber die Pharisäer wollten nicht glauben, dass Jesus ihn geheilt hatte, aber der geheilte Mann wollte nicht nachgeben. 

Er wagte, die Pharisäer zu widersprechen und sie exkommunizierte ihn von der jüdischen Gemeinde.

Wenn dieser Mann nicht von Gott käme, könnte er so etwas nicht tun.«
Da hielten sie ihm vor: »Du bist ganz in Sünden geboren und willst uns belehren?« Und sie warfen ihn aus der Synagoge.

Als Jesus hörte, was geschehen war, suchte er den Mann auf und sagte: »Glaubst du an den Menschensohn?«

Der Mann erwiderte: »Sag mir, wer es ist, Herr, denn ich würde gern an ihn glauben.«

»Du hast ihn gesehen«, sagte Jesus, »und jetzt spricht er mit dir!«

»Ja, Herr!«, antwortete der Mann. »Ich glaube!« Und er fiel vor Jesus nieder und betete ihn an.
Johannes 9,35–38 NLB

Im folgenden Kapitel erklärt Jesus, dass er der Gute Hirte ist, der die missverstandenen und abgelehnten Schafe retten will.

Ein Dieb will rauben, morden und zerstören. Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken.

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte opfert sein Leben für die Schafe.
Johannes 10,10–11 NLB

Egal wie Menschen dich missbraucht haben, bist du von Jesus nicht weniger geliebt.

Jesus spricht jetzt zu dir.

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.

Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen.

Denn mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich euch auflege, ist leicht.«
Matthäus 11,28–30 NLB

Dienstag, 24. August 2021

Verachte Sünder Nie

Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt, und es führt ihn einer zur Umkehr, 

so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken. Jakobus 5,19–20 SLT

Jakobus spricht hier von einem Sünder, aber dieser Sünder ist „jemand unter euch“, das heißt, ein Christ, jemand, der an Jesus glaubt oder christlich erzogen wurde.

Ein Mädchen in einer christlichen Familie liebt Jesus und betetet jeden Tag mit einem unschuldigen Herz. 

Mit sechs oder sieben Jahren wird sie von einem angeblich christlichen Onkel sexuell verführt. Sie versteht nichts davon aber sie genießt die süße sexuelle Erfahrung. Sie versteht nichts von Sünde.

Nach einem Jahr wird der Onkel von Schuldgefühlen überwältigt und er missbraucht das Mädchen nicht mehr. Das Mädchen fühlt sich abgelehnt und verlassen. 

Dann lernt sie, dass diese Erfahrung verboten und sündhaft war und ihre Scham wird unerträglich.

Ihr unschuldiges Gottesvertrauen wird auch gestört und sie fühlt sich unwürdig und einsam. Als Teenager sucht sie Liebe und Anerkennung mit Jungen. Sie wird sexuell aktiv und drogensüchtig.

In der Bibel sehen wir, wie die Pharisäer solche Frauen mit Verachtung behandelten. Es gibt auch heute Christen, die nur die Sünde der Frauen sehen, und nicht ihre gebrochenen Herzen.

Wir müssen lernen, sündhafte Frauen und auch Männer mit der Liebe Gottes zu verstehen, damit wir  ihnen liebevoll helfen können.

Jesus hat harte Worte gegen selbstgerechte religiöse Menschen gesprochen, aber er war mit verachteten Sündern immer freundlich. 

Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt, und es führt ihn einer zur Umkehr, 

so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken. Jakobus 5,19–20 SLT

Donnerstag, 12. August 2021

Porno Star Errettet

Shelley Lubben liebte Jesus als kleines Mädchen. Sie wollte Predigerin werden. 

Mit neun Jahren wurde sie sexuell missbraucht. Sie wurde sexualisiert und als Teenager wurde sie sexuell aktiv. Mit 18 Jahren war ihre Leben außer Kontrolle und ihre Eltern lehnten sie ab.

Sie war arm und hatte Hunger. Dann hat ihr ein Mann Geld für Sex angeboten und sie wurde Prostituierte.

Was meint ihr: Wenn ein Mann hundert Schafe hat und sich eins davon verläuft, was wird er tun? Lässt er nicht die neunundneunzig auf ihrer Weide in den Bergen zurück, um das verirrte Schaf zu suchen?

Und ich versichere euch: Wenn er es dann findet, freut er sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verlaufen hatten.
Matthäus 18,12–13 HfA

Sie wurde schwanger und gebar ein Kind von einem Kunden. Sie behielt das Kind aber arbeitete weiter als Prostituierte.

Trotzdem wurde sie von Gott nicht verlassen. Sie glaubte immer noch an Gott, aber sie vertraute Jesus nicht, weil sie von ihren Eltern und allen anderen abgelehnt wurde. Sie fühlte auch, dass Gott sie im Stich gelassen hatte.

Dann hatte sie Angst vor Vergewaltigung, Mord und Gefängnis. Sie suchte einen Ausweg als Pornoschauspielerin, weil das scheinbar nicht so gefährlich war.

Dann spürte sie die teuflische Finsternis wie nie zuvor, viel schlimmer als in der Prostitution. 

Als Pornostar hatte sie einen glänzenden Erfolg, aber die unheimliche dämonische Präsenz war ihr scheußlich.

Dann kam Jesus selbst wieder und wieder zu ihr. Er flehte sie liebevoll an:
"Bitte, Shelley, tu es dieses Mal nicht wieder."

Endlich verließ sie die Pornoindustrie, aber sie war tief verletzt und verdorben.

Dann fand sie einen Freund, der sich ebenfalls von Jesus entfernt hatte. Er wurde ein brüderlicher Freund, aber dann kehrten sie gemeinsam zu Jesus zurück und sie heiratete ihn. 

Shelley Lubben Zeugnis auf Englisch

Sonntag, 4. Juli 2021

Unsere Suche nach Identität und Gemeinschaft

Wir alle haben eine Sehnsucht nach Gemeinschaft. Ohne das Gefühl der Zugehörigkeit sind wir oft verunsichert und einsam.

Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht! 1 Mose 2,18 SLT

Andrerseits haben wir Angst vor Ablehnung, indem wir von unserer Familie oder Gemeinschaft ausgeschlossen sind.

Unsere Identität ist kaum von unserem Gefühl der Zugehörigkeit zu trennen.

Dein Name bezeichnet dich als Mitglied einer Nation oder Religion. Ahmed oder Mohammed Ali ist wahrscheinlich Moslem. Aaron Goldstein ist wahrscheinlich Jude, und zwar Aschkenasisch. Siobon ist eine Frau irischer Herkunft und Wladimir ist Russisch.

Bei einem Fußballspiel sehen wir nicht nur die Fußballspieler, sondern auch die meisten Zuschauer gehören der einen oder anderen Mannschaft an.

Innerhalb einer Nation identifizieren viele mit ihrer Region. Viele Bayern betrachten Norddeutscher als Außenseiter. Im Rheinland gibt es eine Rivalität zwischen Düsseldorf und Köln.

In England, Italien, Deutschland und in den Vereinigten Staaten sehen wir immer noch eine Rivalität zwischen Nord und Süd. In Deutschland spricht man heute von Ossis und Wessis.

Im Neuen Testament haben die religiösen Leiter in Jerusalem auf die Galiläer herabgeschaut.
Der Konflikt zwischen Nord und Süd in Israel dauerte Jahrhunderte.

Muslime haben mir gesagt, dass Muslime niemals andere Muslime töten dürfen. Ich habe gefragt, warum es so viele Kriege zwischen Muslimen gibt. Die übliche Antwort ist, dass die Feinde keine wahren Muslime sind. 

Einmal fragte ich, warum die Feinde in einem Krieg nicht als Muslime angesehen werden, aber wenn sich die Pilger jedes Jahr in Mekka versammeln, werden alle Arten von Muslimen anerkannt. Der Muslim konnte das nicht erklären.

Aber wir Christen sind manchmal nicht anders. Manche evangelischen Christen sind überzeugt, dass kein Katholik in den Himmel kommen kann. Es gibt auch Katholiken, die meinen, nur Katholiken können wahre Christen sein.

Es gibt Lutheraner, die alle Freikirchen als Sekten verurteilen, und es gibt Freikirchen, die auf Lutheraner herabschauen.

Es gibt auch Freikirchen, die Pfingstler nicht als Christen anerkennen.

Aber du bist nicht wegen deiner Angehörigkeit zu einer Konfession errettet, sondern durch deine persönliche Beziehung zu Jesus.

Kurz vor seiner Verhaftung und Hinrichtung hielt Jesus eine sehr wichtige Rede.

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. Johannes 15,1 SLT

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
Johannes 15,5 SLT

Deine Zugehörigkeit besteht in erster Linie nicht aus deiner Mitgliedschaft deiner Familie, deiner Gemeinde, deiner Konfession oder deiner Nation. 

Wenn du in enger Gemeinschaft mit Jesus lebst, kannst du deine Unsicherheit loswerden. Gott liebt dich als sein eigenes Kind.

Bist du dann nicht mehr wer du bist? Du bleibst immer noch Deutscher oder Schweizer, Mann oder Frau, Lehrer oder Taxifahrer, vielleicht Pfingstler oder Baptist oder …. 

Du bist du und Gott hat dich einmalig geschaffen. Keiner ist wie du.

Aber du gehörst zu Gottes Familie, und du bist nicht mehr Otto Normalbürger, sondern ein Sohn oder eine Tochter des allmächtigen Königs im Himmel.

 

Freitag, 7. Mai 2021

Gott liebt die Einsamen

Echte Jüngerschaft kann einsam sein.

  • Jesus wurde von seinen Nachbarn in Nazareth abgelehnt und seine natürlichen Brüder glaubten nicht vor seiner Auferstehung an ihn.

  • Josef war prophetisch begabt, aber seine Brüder verkauften ihn an Menschenhändler.

  • Nach seiner Bekehrung war Paulus ein treuer Prediger. Er wurde ständig verfolgt.

Es gibt treue Jünger auch heute, die von ihren Familien oder Gemeinden missverstanden und abgelehnt werden

Es gibt Christen, die ein brennendes Herz haben, die verlorenen Seelen zu retten. 

Sie beten für Menschen auf der Straße. Sie bezeugen wundersame Heilungen und Bekehrungen, aber an manchen Orten und in manchen Gemeinden wird auf sie herabgeschaut, weil man sie für wilde Fanatiker hält.

Wenn du genau so handelst, wie Jesus und die ersten Apostel, werden viele Christen dich kritisieren und ablehnen.

Konsequente Jüngerschaft ist wie eine Münze mit zwei Seiten. 

Auf einer Seite siehst du Missverständnis, Ablehnung und manchmal Einsamkeit. Aber auf der anderen Seite findest du neue Freundschaften und tiefe Gemeinschaft mit Gott und anderen.

Da begann Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt!

Jesus aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen,

der nicht hundertfältig empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen, und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben.
Markus 10,28–30 Schlachter 2000

Paulus wurde ständig verfolgt, aber er hatte enge Freundschaften mit Lukas, Timotheus, Epaphras und anderen treuen Christen.

Es ist besser, ein Paar echte Freunde zu haben, als nur oberflächliche Gemeinschaft in deiner Familie und Gemeinde.

Gott ist Liebe. Gott ist freundlich.

Und Gott, der HERR, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. 1 Mose 2,18 ELB 

Hier sehen wir ganz am Anfang, dass Gott Freundschaft als positiv und notwendig ist.

Viele missverstehen diesen Vers. Eva sollte für Adam eine Hilfe sein, aber das hebräische Wort impliziert keineswegs Unterordnung.

Das hebräische Wort EHSER erscheint in 21 Versen. Zweimal wird Eva gemeint, aber in 19 Versen ist DIE HILFE Gott selbst.


Viele alleinstehende Frauen haben eine enge Freundschaft mit Gott erlebt. Gott sorgte für sie wie ein Ehemann oder Vater.

Es gibt auch viele vereinsamte Menschen, die nicht wegen Jüngerschaft und Verfolgung allein sind.

In der Bibel hat Jesus verachtete Frauen, Leprakranken und dämonisierte Männer nicht nur geheilt, sondern von ihrer Scham und Isolation befreit.


Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit. Hebräer 13,8 ELB

Jesus liebt dich. Er versteht deine Einsamkeit. Er will dir helfen. Er hat sich nie verändert.


Samstag, 20. März 2021

Jesus liebt die Abgelehnten

Es gibt Frauen, die sexuell missbraucht worden sind. 

Sie finden einen guten Ehemann, aber sie haben immer noch Probleme. Sie finden es schwierig, ihrem Mann zu vertrauen. Sie können sich nicht entspannen, um Sex zu genießen.

Es gibt Männer und Frauen, die in christlichen Gemeinden missbraucht worden sind. 

Sie wurden ständig mit den Flammen der Hölle bedroht, wenn sie dem Pastor oder Priester nicht genau in allem gehorsam waren. Sie wagten nicht, ihre eigene Meinung zu äußern, wenn sie irgendwie anders als die Leiterschaft dachten.

Manche verlassen solche Gemeinden nur dadurch, dass sie ausgestoßen werden.

Als junger Christ habe ich das alles in Gemeinden erlebt und gelitten, aber endlich habe ich eine Gemeinde gefunden, wo der Pastor die Freiheit der Christen echt respektierte.

Er sagte ganz offen, er bekäme oft Telefonate von anderen Pastoren.

„Vorsicht vor Hans Meier (oder Lieschen Müller). Er hat unsere Gemeinde verlassen. Er könnte zu euch kommen. Er ist ein Unruhestifter.“

Unser Pastor hat diese Warnungen nicht ernst genommen. Er wusste, dass die Probleme vielleicht mit Hans Meier seien, aber vielleicht mit dem anderen Pastor.

Unser wunderbarer Pastor warnte uns vor religiösen Geistern, Dämonen, Christen verfolgen, sodass sie andere Christen manipulieren und beherrschen.

Diese Geister können Christen verführen, sodass sie Unruhestifter in Gemeinden werden. Sie können gute Leiterschaft sabotieren.

Ich habe gesehen, wie ein Mann oder Frau in einer Gemeinde sich großtut und eine Gruppe Nachfolger beeinflusst, sodass eine Spalte in der Gemeinde kommt.

Diese Probleme sind nichts Neues. Paulus warnte vor solchen Unruhestiftern in dem Römerbrief.

Ich ermahne euch aber, ihr Brüder: Gebt acht auf die, welche Trennungen und Ärgernisse bewirken im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie! Römer 16,17 SLT

Ich habe gesehen, wie böse religiöse Geister Unruhestifter beeinflussen können, aber ich habe auch gesehen, wie Pastoren und Leiter verführt werden. 

Sexuelle Skandale in Gemeinden sind wohlbekannt, aber Prediger können nicht nur sexuell verführt werden. Stolz, Angst und Ärger sind auch für Prediger gefährlich.

Prediger können von stolzen Unruhestifter verraten werden. Sie haben dann Angst vor Spaltungen und sie wollen alles genau kontrollieren und streng beherrschen.

In solchen Situationen kann der Pastor oder Priester der Herrscher der Gemeinde werden, wie ein Hohepriester im Alten Testament. Aber das ist verkehrt und ganz falsch, denn als Christ habe ich nur einen Herrn, den Herrn Jesus Christus.

Es gibt viele Christen, die durch solche Missstände in Gemeinden verletzt sind. Wie und wo kannst du Glauben, Wahrheit und Gemeinschaft finden? 

Es gibt viele verletzten Christen, die in kleinen Gruppen außerhalb etablierter Gemeinden Zuflucht und Gemeinschaft suchen. 

Das kann gut sein, aber manchmal gefährlich. Solche Gruppen können eine vorläufige oder langfristige Lösung sein, oder sie können schiefgehen.

Egal ob du in einer etablierten Gemeinde oder in einer kleinen Hauskirche bist, kannst du stolz werden.

„Wir haben recht und die anderen sind auf einem religiösen Abweg.“

Vorsicht vor Stolz! Verletzte Seelen können stolze Seelen werden.

Etablierte Gemeinden und Hauskirchenbewegungen beschuldigen sich gegenseitig. Leider.

Wir wissen, dass wir aus dem Tod zum Leben gelangt sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, bleibt im Tod. 1. Johannes 3,14 SLT

Der Pastor, der dich verletzt hat, ist auch dein Bruder. Jesus ist der Richter, nicht wir.

Bist du ein verletzter Pastor? Es kann sein, dass der abtrünnige Unruhestifter in deiner Gemeinde auch ein Kind Gottes ist, eine verletzte Seele wie du selbst.

Wie hat Jesus am Kreuz gebetet?

Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! …
Lukas 23,34 SLT

Suchst du Gottes Liebe und Gnade? Vielleicht bist du von religiöser Scheinheiligkeit entsetzt? Jesus selbst wurde von überheblichen religiösen Leitern verfolgt.

Jesus wurde von solchen religiösen Tyrannen verfolgt und ermordet. Du kannst Jesus vertrauen.


Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. Matthäus 11,28 ELB

Samstag, 15. August 2020

Jesus und Mobbing

 Ich war eines Abends in einer charismatischen Versammlung. Da waren etwa dreihundert sehr verschiedene Menschen, die Gottes Segen suchten.

Da waren junge Frauen aus einer Reha, und Männer mit Tattoos, die nicht lange vorher im Knast waren. Einer der aktivsten Mitglieder in dieser Gemeinde war 23 Jahre lang im Gefängnis, vermutlich ein Mörder. Wer waren Mörder in der Bibel? Mose, David und Paulus.

Wir spürten die zärtliche Gegenwart des Heiligen Geistes. Viele erhoben ihre Hände in Anbetung.

Dann sah ich einen großen starken Mann mit Tattoos. Seine Hände waren ausgestreckt, aber er sah gespannt und gestresst aus. 

Vermutlich war dieser Mann einer aus dem Knast. Der Mann hatte eine Vergangenheit und viel Trauma erlebt. Wegen seines traumatischen Lebens war dieser Mann immer in der Defensive. Sein Leben lang fühlte er sich bedroht. Er muss sich immer wieder wehren.
 

Ich ging zu ihm und sagte leise.

´´Du hast von Gott nichts zu fürchten. Du brauchst dich nicht gegen Gott zu wehren.``
Dann sah ich wie er sich entspannte.

Vielleicht warst du von deinen Eltern missbraucht, in der Schule drangsaliert, von Priestern oder Pastoren eingeschüchtert oder schickanniert. 

Das war nicht von Gott.

Ein junger Mann war ein hingegebener Jünger in einer Bibelschule, aber er war sehr gestresst. Er war emotionell und geistlich gelähmt. Es stellte sich heraus, dass er als Kind von einem Pastor sexuell missbraucht wurde. Der junge Mann musste das Gift loswerden.
 
Ein Pastor in der Bibleschule kniete demütig vor ihm und bat stellvertretend für Pastoren um Vergebung. Das war für den jungen Mann eine Entgiftung.

Jesus wurde von der religiösen Leiterschaft in Israel verachtet und verfolgt. Das kann auch heute geschehen und zwar von Christlicher Leiterschaft.

Gott sei dank gibt es auch viele echten Christen in Leiterschaft.

Jesus war auf der Seite der Opfer. Was sagte er über die bösen religiösen Leiter?

Sie bürden den Menschen unerträgliche Lasten auf, doch sie selbst rühren keinen Finger, um diese Lasten zu tragen. Mt 23,4

Man findet Leiter in allen Religionen, die so handeln, leider auch in manchen christlichen Kirchen. Es gibt manche, die deswegen alle Religion hassen, die keinen Bock auf Gott haben.

Eine ältere Frau in Deutschland hat mir gefragt, wie sie an Gott glauben könnte, weil so viele Priester Kinder sexuell missbrauchten. Ich danke Gott, sie hat kurz danach eine Offenbarung von der Liebe Gottes mitbekommen. Sie ist jetzt mit Jesus im Himmel.

Aber wie wäre eine Welt ohne Gott irgendwie besser? In religiösen Kriegen sind so viele gestorben, aber die Weltmeister im Massenmord waren nicht Christen.

Hitler war ein Monster, aber Stalin und Mao in China haben viel mehr Opfer umgebracht, und zwar im Namen von Atheismus.

Das Problem ist nicht Gott, sondern die verdorbene menschliche Natur.

Jemand hat gesagt:
´´We have found the enemy. The enemy is us.``
´´Wir haben den Feind gefunden. Wir sind der Feind.``


Man findet Missbrauch und Mobbing nicht nur in Kirchen und Moscheen, sondern auch in Schulen, Büros, Sportklubs und Armeen.

Jesus hatte immer ein Herz für die Opfer. Frauen, die auffällig in sexueller Sünde lebten, wurden verachtet. Das kann auch heute passieren, aber Jesus sah diese verachteten Frauen als leidende Opfer.

Jesus begegnete einer Frau am Brunnen. Sie war fünfmal geheiratet und lebte dann in einer unehelichen Beziehung. Keine anständige Person wollte mit ihr sprechen, aber Jesus liebte sie mit tiefer Barmherzigkeit. (Johannes Kapitel 4)

Vielleicht war sie trotz allem keine schreckliche Sünderin. Warum wurde sie von fünf Ehemänner abgelehnt und ausgestoßen? Vielleicht konnte sie keine Kinder gebären. Vielleicht war sie sehr depressiv und keine gute Hausfrau.

Aber Jesus liebte nicht nur die Opfer, sondern auch die Tyrannen.

Saulus war der grausamste aller Pharisäer. Er verfolgte die Christen wie kein anderer.
Aber dann hat Jesus ihn in einer Vision heimgesucht.

»Wer bist du, Herr?«, fragte er. Die Stimme antwortete: »Ich bin Jesus, den du verfolgst! Apg 9,5

Wer Christen verfolgt, verfolgt Jesus. Wer Kinder oder Frauen in Gottes Namen missbraucht, verfolgt Jesus. 

Wer seine Kinder oder seine Ehefrau im Namen der angeblichen männlichen Autorität versklavt, verfolgt Jesus.

Sonntag, 9. August 2020

Gottes Wege sind Anders

Mose war ein guter Mann. Er war seinen unterdrückten hebräischen Landsleuten gegenüber loyal, obwohl er seine Privilegien als ägyptischer Prinz hätte genießen können.

Durch den Glauben weigerte sich Mose, als er erwachsen war, sich als Sohn der Tochter des Pharaos bezeichnen zu lassen. 


Er zog es vor, mit dem Volk zu leiden, anstatt sich dem flüchtigen Vergnügen der Sünde hinzugeben.
Hebräer 11,24-25


Er liebte Wahrheit und Gerechtigkeit. Er hasste Grausamkeit und Mobbing.

Als Mose erwachsen geworden war, ging er zu seinen Landsleuten und sah, wie hart sie arbeiten mussten. Dabei beobachtete er auch, wie ein Ägypter einen Hebräer schlug.

Mose schaute sich nach allen Seiten um. Und als er sich vergewissert hatte, dass niemand in der Nähe war, erschlug Mose den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.
2. Mose 2,11-12

Mose war ein Freiheitskämpfer, ein Befreier. Für ihn war die Tötung des Unterdrückers ein Akt der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit für die Unterdrückten.

Dennoch war es nicht Gottes Weg. Moses größte Stärke war seine Schwäche. Seine menschliche Reaktion war völlig nutzlos. Er musste aus dem Land fliehen und 40 Jahre lang als Flüchtling im Exil leben.


Bevor Gott Moses zur Befreiung seines Volkes gebrauchen konnte, musste Moses ein reifer Charakter werden, der sich seiner menschlichen Schwächen bewusst war.

Nachdem er 40 Jahre lang Schafe in der Wildnis gehütet hatte, wurde Moses dazu berufen, sein ganzes Volk zu befreien. Zu diesem Zeitpunkt kannte Moses seine Grenzen.

»Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten führen sollte?«, fragte Mose Gott. 2. Mose 3,11

Du magst eine Leidenschaft für Wahrheit und Gerechtigkeit haben, aber solange du deine Sache auf deine eigene Weise verfolgst, wirst du deine Träume nicht verwirklichen, selbst wenn diese Träume von Gott kamen.

Ich kenne einen Prediger, der wunderbare Gaben hatte. Er war ein erstaunlicher Missionar und persönlicher Evangelist. Er wollte die schlimmsten Sünder retten. Er sehnte sich verzweifelt danach, beim Wiederaufbau kaputter Leben zu helfen.

Er diente aufrichtig gefährlichen Sexualstraftätern, aber in seinem Eifer machte er schreckliche Fehler.


Er versäumte es, gefährdete junge Frauen in seiner Kirche durch den Kontakt mit bekannten Sexualstraftätern vor extremen Gefahren zu schützen.


Wenn wir entschlossen gegen das Böse kämpfen, uns aber nach unseren eigenen Vorstellungen in den Kampf stürzen, werden wir gegen das eine Übel kämpfen, dabei aber ein anderes Übel gedeihen lassen.

Es gibt Prediger, die sich eifrig für die Erhaltung christlicher Ehen einsetzen. Sie werden alles tun, um eine Familie zusammenzuhalten und eine Scheidung zu verhindern.

Aber dieser einseitige Kreuzzug für die Ehe kann katastrophale Folgen haben.

Es gibt Männer, die kaltblütig planen, eine Frau in die Ehe zu locken und sie dann systematisch so manipulieren, dass sie seine elende, gequälte Sklavin wird. Dies geschieht nicht selten auch in christlichen Gemeinden.

Wenn Ehefrauen protestieren, werden sie möglicherweise geschlagen, vergewaltigt oder des Kontakts mit Freunden beraubt.

Wenn gefolterte Ehefrauen versuchen, sich durchzusetzen, geben eifrige Prediger der Frau die Schuld für ihre Rebellion. 

Wenn die Frau ihren Mann verlässt, kann sie sich Predigten anhören, in denen sie beschuldigt wird, ihr Eheversprechen gebrochen zu haben.

Die Frau, die mit ihrem Mann streitet, wird als rebellisch verurteilt.
Die Frau, die ihren Mann verlässt, wird verurteilt, weil sie ihr Ehegelübde gebrochen hat.

Aber der Mann, der seine Frau vergewaltigt, schlägt und foltert oder sogar seine eigenen Kinder kriminell angreift, wird respektiert.


Es wurde dir, Mensch, doch schon längst gesagt, was gut ist und wie Gott möchte, dass du leben sollst. Er fordert von euch nichts anderes, als dass ihr euch an das Recht haltet, liebevoll und barmherzig miteinander umgeht und demütig vor Gott euer Leben führt.
Micha 6,8

»Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken«, sagt der HERR, »und meine Wege sind nicht eure Wege.

Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so viel höher stehen meine Wege über euren Wegen und meine Gedanken über euren Gedanken.
Jesaja 55,8-9



Samstag, 8. August 2020

Gib nie auf! Nie, nie, nie!

 Du bist nicht zufällig auf Erden. Gott hat einen guten Zweck für dein Leben bestimmt, aber es ist schiefgegangen.

Wenn dein Leben in völlig in Ordnung ist, ist diese Botschaft nicht für dich.
Wenn alles gut läuft und du siehst oft, dass Gott deine Gebete erhört, dann brauchst du vielleicht nicht weiterzulesen.

Ein Mann in Afrika führte ein jämmerliches Leben. Er war obdachlos und dreckig. Seine Kleider waren Fetzen und er hielt die ganze Zeit Müll in seinen Händen. Er lief von einem Dorf zum anderen, ohne Freunde, ohne Frieden, ohne Hoffnung.

Ein Prediger hat diesen Mann irgendwie gelockt, und ihn zu einer Versammlung zu bringen. Er hörte da Worte des Lebens und spürte die liebevolle Kraft des Heiligen Geist.
 

Auf einmal verließen die Dämonen ihr gequältes Opfer und er ließ den Müll von seinen Händen fallen.

Der Evangelist umarmte ihn als seinen Bruder. Der Mann war geheilt. Er legte sein Zeugnis ab und erzählte, wie er 17 Jahre lang von Dämonen geplagt wurde, aber jetzt nicht mehr.

Er war danach jeden Tag in den Versammlungen. Er saß sauber und frisch gekleidet auf der Bühne. Er fing an, mit Gottes Hilfe, ein normales Leben zu führen.

Ist dein Leben eine Qual? Bitte gib nicht auf.

Es kann aber sein, dass du von dieser Geschichte keine Ermutigung findest. Du hast Gottesdienste mehrmals besucht. Du hast Befreiung gesucht, aber es klappte nicht.

Bitte gib trotzdem nicht auf. 

Es gibt Christen, die mit Gottes Kraft und Weisheit wirklich helfen können, und andere, die ohne Weisheit dienen.

Eine Frau war Geisteskrank und ihr Kind wurde ihr weggenommen. Sie besuchte mehrmals Versammlungen, wo der Heilige Geist am Werk war, aber sie wurde nicht geheilt. 

Dann kam ein sehr begabter Gastprediger, der für sie betete. Sie wurde auf der Stelle befreit und geheilt. Endlich war ihre Qual zu Ende. Die Psychiater und Beamten haben ihre Heilung erkannt und sie durfte ihr Kind wieder haben.

Aber wir sind nicht alle gleich. Es gibt Christen, die alle gebrochenen Menschen als dämonisiert betrachten. Sie haben nur zwei Methoden. Hände auflegen und heilen, oder Dämonen austreiben.

Aber es gibt auch Menschen die wegen Missbrauch, Geisteskrankheit oder Drogensucht eine andere Art Betreuung brauchen. Manche brauchen Seelsorge, Therapie und Reha.

Vielleicht hast du vergebens versucht, durch Hände-Auflegen, Befreiung oder Fasten, deinen ersehnten Durchbruch zu empfangen.

Bitte gib nie auf. Es gibt Christen, die alles Mögliche versucht haben, aber dann in der Psychiatrie mehr Menschenverständnis gefunden, als in der Gemeinde.

Ich habe selbst jahrelang mit Depression und verschiedenen Problemen viele harte Proben durchstanden. Gott hat mein Leben wunderbar wiederhergestellt.

Jesus sagte:

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu zerstören. Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen. Joh 10,10

Ich habe nie aufgegeben, an dieses Wort von Jesus festzuhalten.

Bitte gib nicht auf.

Sonntag, 2. August 2020

Gott Entfernt deine Scham

Hab keine Angst: Du wirst nicht enttäuscht werden. Schäme dich nicht, denn du wirst dich nicht lächerlich machen. Die Schande deiner Jugend wirst du vergessen ...  Jesaja 54,4

Gott erinnert sich an alles in deinem Leben, an das Gute, das Schlechte und das Hässliche.
Aber sagt die Bibel nicht, dass Gott deine Sünden vergisst, wenn er dir vergibt?

Gott beschließt, deine Sünde nicht als Sünde zu erinnern. Aber Gott macht Aufzeichnungen über alles in deiner Vergangenheit, aber nicht um dich zu beschuldigen oder beschämen.
 
Und wir wissen, dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten führt. Römer 8,28

Gott führt Aufzeichnungen über dein ganzes Leben mit dem Ziel, die Wunden in deiner Seele zu heilen. Besser noch: Gott benutzt die falschen Dinge, die in deinem Leben geschehen sind, um dich und andere zu segnen.

Als Moses starb, übernahm Josua die Führung Israels.

Bevor die Israeliten auf wundersame Weise den Jordan überquerten, sandte Josua Spione nach Jericho. Sie entkamen nur knapp der Gefangennahme, als sie in einem Bordell Zuflucht suchten. Die Prostituierte Rahab schützte sie, weil sie an den Gott Israels glaubte.

Als die Stadt Jericho fiel, blieb Rahabs Haus erhalten, und sie wurde in Israel als Bekehrte zum wahren Gott willkommen geheißen. Sie wurde die Großmutter des Großvaters von König David. Rahab ist eine von nur vier Frauen, die im Stammbaum Jesu im Matthäusevangelium aufgeführt sind.

Jesus sagte zu den religiösen Leitern:

Amen, das sage ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Mt 21,31 EIN

Wie viele Prostituierte sind durch die Geschichte von Rahab ermutigt worden, auf die Liebe Gottes zu antworten? Gott benutzt die Aufzeichnungen unseres vergangenen Lebens, um uns zu segnen und andere zu segnen.

Ich kenne eine sehr gute Frau mit einer schamhaften Vergangenheit. Sie ist in einem Team von christlichen Frauen, die Bordellen besuchen und Prostituierten helfen.
 
Gott vergisst die Sündhaftigkeit deiner Sünde, aber Er benutzt deine sündhafte Vergangenheit, um wunderbare Dinge zu tun.

Ein ganz anderes Beispiel ist der Apostel Paulus.

Paulus' religiöser Ehrgeiz trieb ihn dazu, ein hervorragender Bibelgelehrter zu sein, aber in seinem Herzen war keine Demut oder Liebe. Seine Religion führte ihn dazu, Anhänger Jesu zu verfolgen und zu ermorden.

Paulus wurde ein Feind von Jesus und ein Feind des Gottes, dem er zu dienen glaubte. Dann kam der Tag, an dem sich alles änderte.

Paulus war auf dem Weg nach Damaskus, um Christen zu verhaften, als Jesus ihn mit sichtbarer Herrlichkeit heimsuchte, bekehrte er sich dramatisch.

Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich?
Er antwortete: Wer bist du, Herr? Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst.
Steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst.
Apg 9,4-6 EIN

Gott hat die Sünde des Paulus nie vergessen. Sie ist in der Bibel, dem Wort Gottes, aufgezeichnet.

Paulus erinnerte sich auch an seine Sünde.

Was ich sage, ist wahr und glaubwürdig: Christus Jesus kam in die Welt, um Sünder zu retten – und ich bin der Schlimmste von allen.

Aber Gott hatte Erbarmen mit mir, damit Jesus Christus mich als leuchtendes Beispiel für seine unendliche Geduld gebrauchen konnte. So bin ich ein Vorbild für alle, die an ihn glauben und das ewige Leben erhalten werden.
1. Tim 1,15-16

Paulus war ein lebendiges Beispiel für die Barmherzigkeit und Gnade, die den Kern seiner Botschaft und seines Dienstes ausmachte.

Wenn es in deinem Leben extreme Scham gibt, sei ermutigt.

Hab keine Angst: Du wirst nicht enttäuscht werden. Schäme dich nicht, denn du wirst dich nicht lächerlich machen. Die Schande deiner Jugend wirst du vergessen ...  Jesaja 54,4

Dienstag, 28. Juli 2020

Mobbing... Opfern Helfen

So viele Christen sind verloren gegangen. So viele Christen haben ihre Kinder verloren.

»Wenn jemand hundert Schafe hätte, und eines würde weglaufen und sich in der Wüste verirren, würde er dann nicht die neunundneunzig Schafe zurücklassen, um das verlorene zu suchen, bis er es wiedergefunden hätte? Lukas 15,4

Man predigt diesen Text, um Evangelisation zu fördern, aber es gibt so viele, die einst Christen waren, aber nicht mehr glauben. Es gibt so viele, die immer noch glauben, aber nichts mit der Kirche zu tun haben wollen.

Einst hatte ich einen wunderbaren Pastor, der leider vor einigen Jahren gestorben ist.

Er liebte sein Kirchenvolk, und er war leidenschaftlich in der Evangelisation, aber er hatte auch ein großes Herz für vernachlässigte oder isolierte Gläubige im Niemandsland. Es sind so viele!


So oft predigen Pastoren gegen die Kirchenaussteiger und ungebundenen Christen. Das hilft niemandem.

Vor einiger Zeit hielten meine Frau und ich Hühner auf dem Hinterhof.

Wir sahen, wie Hühner ihre Schwestern schikanieren, aber als wir ein Huhn einer anderen Rasse adoptierten, sahen wir, wie brutal und rassistisch Hühner sein können.

Die neue Henne hatte Federn auf dem Kopf statt eines roten Kamms.

Sie wurde gequält und vertrieben.

Sie versteckte sich hinter Büschen oder stand einsam am anderen Ende des Hofes. Ihr Leben war ein Elend. Wenn ich die Hühner fütterte, legte ich etwas Korn hinter einen Busch, damit sie in der Isolation essen konnte.

So ist Jesus. Pastoren sagen uns, wir sollen in die Kirche kommen, um gefüttert zu werden, aber Jesus füttert die Ausgestoßenen auch durch christliche Bücher, das Internet und christliches Fernsehen.

Sicher gibt es Einzelgänger, die in keiner Gemeinde anpassen wollen, weil sie ichbezogen und überempfindlich sind, aber es gibt auch viele anderen, die wegen Missbrauch und Mobbing ausgestiegen sind.

Ein Mädchen in der Kirche wird schwanger. Warum ist immer die Frau die Zielscheibe der Verurteilung?

Eine Frau weiß, sie ist berufen, Predigerin zu sein, aber das ist verboten. Sie dient mit großer Hingabe mit Kindern und hilft anderen Frauen. Ihr Ehemann muss auch der Boss im Familienhaus sein und sie wird unerbittlich missbraucht.

Manche Christen zitieren fragwürdige Beweistexte, um solches Mobbing zu rechtfertigen, aber wie vielen Frauen wurde schon auf diese Weise das Herz gebrochen?

Wenn eine misshandelte Frau sich bei Pastoren in autoritären Kirchen beschwert, wird ihr oft nicht geglaubt, nicht ernst genommen oder gesagt, sie müsse für Jesus leiden, weil eine Scheidung eine schreckliche Sünde sei. Ihr Mann ist zu Hause ein sadistischer Verbrecher, aber in der Gemeinde ein respektierter Diakon, und wenn die Frau sich nicht versklaven lässt, wird sie verurteilt.

Es gibt Christen, deren Leben von Gemeindeleitern auseinandergerissen wird, die behaupten, Vertreter Gottes zu sein, die nicht infrage gestellt werden können. Dies geschieht in katholischen Kirchen, aber auch in einigen pfingstlerischen und strengen fundamentalistischen Kirchen.

Ich kenne Christen, die dies erlitten haben und denen in psychiatrischen Kliniken mehr geholfen wurde als in den Kirchen, in denen sie misshandelt wurden.

Einige leidende Christen werden nicht durch direktes Mobbing zerstört, sondern einfach im Stich gelassen und ignoriert. 


Ein Mann verlässt seine Frau und verschwindet. Seine Frau wird geistesgestört und geht nicht mehr in die Kirche. Die Kirche vergisst sie.

Mobbing findet überall statt, am Arbeitsplatz, in Schulen, in Moscheen und Fußballvereinen. Aber wenn das in Jesu Namen passiert, ist es eine Schande.

Was können du und ich tun, um zerbrochene Schafe aufzuspüren und ihnen zu helfen?


Gott segnet die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren. Matthäus 5,7 



Aber wer missbrauchte Kinder oder abgestoßene Christen verurteilt, soll vor Gottes Urteil fürchten.

Er sagte aber zu seinen Jüngern: »Es ist unmöglich, dass keine Verführungen kommen; weh aber dem, durch den sie kommen!

Es wäre besser für ihn, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde, als dass er einem dieser Kleinen zum Anstoß wird.
Lk 17,1-2

Aber es gibt auch Ehemänner und Pastoren, die drangsaliert werden. Hier geht es nicht um radikalen Feminismus, sondern um Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. 

Freitag, 10. Juli 2020

Nicht mehr Opfer

Bist du ein Opfer? Bist du vielleicht daran gewöhnt?
Hast du oft Mobbing erlebt? In deiner Familie? In der Schule? In der Arbeit? Vielleicht in einer Gemeinde?

Jesus sprach mit einer Frau in Samaria. Sie war fünfmal geheiratet und dann wollte kein Mann sie heiraten. 


Wie könnte sie überleben? Als Prostituierte? Schrecklich! Als Bettlerin auf der Straße? Die könnte vergewaltigt werden. Vielleicht war das in Wirklichkeit geschehen.

Sie brauchte einen Mann und dann hat sie einen Mann gefunden, aber er wollte sie nicht heiraten. Alle schauten auf sie herab.

Aber Jesus verachtete sie nicht. Er sah sie nicht als böse Frau, sondern als Opfer.

 
Damals konnte ein Mann seine Frau einfach loswerden. Sie könnte eine gute Frau sein, aber wenn er eine Bessere fand, konnte er seine Frau einfach herausschmeißen. Vielleicht konnte sie keine Kinder gebären. Vielleicht war sie depressiv. Wir wissen nicht.

Aber Jesus erkannte sie als einen leidenden Menschen.

Gott liebte diese Frau. Gott hatte diese Frau ihr ganzes Leben lang Schritt für Schritt unsichtbar begleitet. Gott hatte die Schmerzen in ihrem Herz als ihr barmherziger Vater gespürt.

 

Dann sprach Jesus freundlich mit ihr.

Die Frau war überrascht, denn sonst wollen die Juden nichts mit den Samaritern zu tun haben. Sie erwiderte: »Du bist ein Jude und ich bin eine Samariterin. Warum bittest du mich, dir zu trinken zu geben?« Johannes 4,9

Für Jesus waren alle Menschen halt Menschen. Als Kleinkind war er Flüchtling in Ägypten. Er wollte diese verachtete Ausländerin helfen und retten.

Dann war die Frau erstaunt, als Jesus ihre Lebensgeschichte offenbarte.

»Geh, rufe deinen Mann und komm mit ihm hierher«, sagte Jesus zu ihr.

»Ich habe keinen Mann«, entgegnete die Frau. Jesus sagte: »Das stimmt! Du hast keinen Mann.

Du hattest fünf Ehemänner, und mit dem Mann, mit dem du jetzt zusammenlebst, bist du nicht verheiratet. Das hast du richtig gesagt.«
Johannes 4,16-18


Wieso konnte Jesus das alles wissen?

Kurz vor seinem Tod am Kreuz erklärte Jesus seinen Jüngern, dass er unbegrenzten Zugang zu der Weisheit des Vaters hatte.

Jesus war vor seiner Geburt der ewige Sohn Gottes mit dem Vater, aber als er Mensch wurde, wurde er wirklich Mensch. Um wirklich als Mensch zu leben, musste er seine Allwissenheit beiseitelegen, aber sein Charakter und seine Identität blieben unverändert.

Jesus als Mensch war voll menschlicher Nächstenliebe und auch der ewigen Liebe Gottes.

Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich euch sage, stammen ja nicht von mir, sondern der Vater, der in mir lebt, wirkt durch mich. Johannes 14,10


Denn Gott ist durch Christus selbst in diese Welt gekommen und hat Frieden mit ihr geschlossen, indem er den Menschen ihre Sünden nicht länger anrechnet. 


Gott hat uns dazu bestimmt, diese Botschaft der Versöhnung in der ganzen Welt zu verbreiten. 2. Korinther 5,19 HfA

Als diese Frau die wahre Identität von Jesus erkannte, wollte sie die Gute Botschaft mit ihrem ganzen Dorf mitteilen, mit ihren Nachbarn, die sie Jahrelang abgelehnt hatten.

Bist du ein Opfer? Gott liebt dich.
Gott will dich transformieren.

Sonntag, 14. Juni 2020

Gib nicht auf! Gib nicht auf!

Wenn alles um dich herum schiefgeht, wenn du in deinem Job nicht klarkommst, oder du bist vielleicht missverstanden. 

Wenn Familienprobleme wie Sturmwellen auf deinem Kopf brechen und du bist verletzt und innerlich zerbrechlich, dann kannst du wie ein untauglicher Versager fühlen.

Trotzdem hast du vielleicht tief gehende Erfahrungen mit Gott gehabt. Du bist begabt und gesalbt. Du bist berufen, andere zu trösten und ermutigen. Gib bitte nicht auf!

In der Bibel hat Hiob alles verloren, auch seine Gesundheit. Seine Frau sagte ihm, er sollte Gott verfluchen und aufgeben, aber er gab nicht auf.

Doch eines weiß ich: Mein Erlöser lebt; auf dieser todgeweihten Erde spricht er das letzte Wort!
Auch wenn meine Haut in Fetzen an mir hängt und mein Leib zerfressen ist, werde ich doch Gott sehen!
Hiob 19,25-26


Als Paulus in einem römischen Gefängnis war, gab er nicht auf. Er schrieb von seiner Gefängniszelle einige der schönsten Briefe im Neuen Testament.

Ich bin ganz sicher, dass Gott, der sein gutes Werk in euch angefangen hat, damit weitermachen und es vollenden wird bis zu dem Tag, an dem Christus Jesus wiederkommt. Philipper 1,6

Paulus war fest entschlossen, an Gottes Bestimmung und Endziel für sein Leben weiter zu glauben. Er hatte eine Berufung, die Christen zu ermutigen und zu lehren. Das machte er auch in seiner Gefängniszelle weiter.

Das gilt auch für dich, egal wie hart und schmerzvoll deine Situation jetzt sein mag. 


Gott hat ein gutes Werk in dir angefangen und der Vater im Himmel hat seine guten Pläne für dein Leben nicht abgeschafft.

Paul Gerhard war ein mutiger Pastor in einer sehr harten Zeit, in dem Dreißigjährigen Krieg. Kurz nach diesem Krieg hat er dieses berühmte Kirchenlied geschrieben.

BEFIEHL du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn
der wird auch Wege finden,

da dein Fuß gehen kann.

Die Coronakrise ist auch eine schwierige Zeit, aber gerade in dieser Zeit will Gott seine treuen Kinder aufrichten. 


Gott will sein Volk wie eine himmlische Armee mobilisieren, aber der Feind will uns hindern. Du bist hart angegriffen und das ist kein Zufall.

Es ist Zeit, dass wir unsere Zuversicht nicht wegwerfen, egal wie wir angegriffen sind.

Deshalb werdet nicht müde zu tun, was gut ist. Lasst euch nicht entmutigen und gebt nie auf, denn zur gegebenen Zeit werden wir auch den entsprechenden Segen ernten. Galater 6,9

Dienstag, 9. Juni 2020

Von Scham Befreit

Gott liebt dich. Er will dich heute ermutigen.

Hast du Mist gebaut? Schämst du dich?

Gott will dein liebevoller Vater sein, egal wie du schiefgegangen bist.

Gott hat deine Schuld und deine Strafe auf sich selbst genommen, indem er seinen einzigen ewigen Sohn am Kreuz sterben ließ.


Gott dagegen beweist uns seine große Liebe dadurch, dass er Christus sandte, damit dieser für uns sterben sollte, als wir noch Sünder waren. Römer 5,8

Stell dir vor, welche Schmerzen Vater Gott im Herzen litt, als er seinen eigenen Sohn am Kreuz hängen sah, wie er die schrecklichen Schmerzen und die Einsamkeit seines Sohnes empfand.

Aber Vater Gott ließ das alles geschehen, damit Jesus deine und meine Schuld tragen sollte.


Gott ist gerecht. Verbrechen müssen nie unbestraft sein, aber Jesus hat unsere Strafe auf sich selbst genommen.


Aber vielleicht leidest du, weil du ein Opfer bist. 


So viele Kinder werden sexuell missbraucht, manchmal von ihren eigenen Eltern. Junge Frauen werden durch Lügen gelockt und dann mit Gewalt gezwungen, als Prostituierten zu arbeiten.

Auch wenn du dich als Opfer siehst, kannst du die Scham nicht ertragen.

Es gibt auch Männer oder auch Frauen, die wegen ihrer eigenen Fehler, oder wegen Umständen, die außer ihrer Kontrolle waren, alles verlieren und pleitegehen. Manche kommen in Versuchung, Selbstmord zu begehen.

Als die Mutter von Jesus schwanger wurde, war sie noch nicht verheiratet. Jesus musste die Scham eines angeblich uneheliches Kind in einem Dorf ertragen.

Dann hing Jesus splitternackt am Kreuz. Er wurde verachtet. Er trug deine Scham.

Es gibt manche Christen, manche Pastoren und auch manche Priester, die schuldigen oder verachteten Mitmenschen mit freundlicher Nächstenliebe helfen wollen, aber viele leidenden Menschen erleben grausame Ablehnung in Gemeinden.

Eine junge Frau wollte einen Gottesdienst besuchen, aber man ließ sie nicht einmal hereinkommen, weil sie einen Minirock anhatte.

Manche Kinder werden von Pastoren oder Priester sexuell missbraucht. Als sie später das Verbrechen melden, werden sie oft von der Kirche verurteilt und schlecht behandelt.

Aber Jesus war nicht wie diese Priester und korrupten Gemeindeleiter.

Die scheinheiligen religiösen Leiter verachteten Jesus, weil er mit unanständigen Sündern freundlich war.

Der Sohn des Menschen ist gekommen, der isst und trinkt, und ihr sagt: Siehe, ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund von Zöllnern und Sündern. Lukas 7,34

Jesus lebte als Mensch unter Menschen, aber er war auch Gott. Er starb als Mensch, aber er blieb nicht tot. Drei Tage nach seinem Tod kam er zu seinen Jüngern zurück.

Jetzt ist Jesus mit Vater Gott im Himmel. Er ist der ewige Sohn Gottes, aber er bleibt immer noch auch Mensch. Er liebt dich mit Gottes Liebe, aber auch mit menschlicher Nächstenliebe.

Jesus versteht deine Schuld und deine Scham. Er hat das alles getragen, damit du diese schreckliche Last nicht mehr tragen musst.

Als Mensch auf Erden hat Jesus seine Zeitgenossen eingeladen, zu ihm zu kommen.

Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Mt 11,28


Jesus lebte eine kurze Zeit unter Menschen als sterblicher Mensch.

Jetzt ist er der auferstandene Sohn Gottes. Er hat seinen Heiligen Geist gesandt, um Gottes Liebe in deinem Leben zu aktivieren.

Willst du jetzt Jesus empfangen? Er will dich mit seiner Liebe trösten. Er will dich mit seiner unermesslichen Kraft auch heilen.

Er heilt die gebrochenen Herzen und verbindet ihre schmerzenden Wunden. Ps 147,3 EIN

Er steht jetzt vor dem ewigen Thron von Vater Gott, als Priester um dich mit Gnade zu vertreten.

Dieser Hohe Priester versteht unsere Schwächen, weil ihm dieselben Versuchungen begegnet sind wie uns, doch er wurde nicht schuldig.

Lasst uns deshalb zuversichtlich vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten. Dort werden wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, die uns helfen wird, wenn wir sie brauchen.
Hebräer 4,15-16

Dienstag, 3. März 2020

Gib nicht auf!

Ist dein Weg finster? Wirst du missachtet, gemobbt, missverstanden?
 
Bitte gib nicht auf!

Und ich werde dir Schätze aus der Finsternis geben und versteckte Reichtümer, damit du erkennst, dass ich es bin, der HERR, der dich bei deinem Namen ruft, der Gott Israels. Jes 45,3 ZUR
 

Hat Gott dich verlassen? Du hast Gold erwartet, und du hast Blei. Du hast für Honig gebetet, und du hast Mist.

Gib nicht auf.


Einst war ich in einer Gemeinde, wo ich überall Probleme sah. Ich dachte nach und sprach in meinem Herz mit Gott.

Warum war fast jede Gemeinde in meinem christlichen Leben ein Schiffbruch?

Dann kam ein ganz neuer Gedanke vom Heiligen Geist. Ich sah in meinem Geist eine Schatzkiste am Meeresboden. Ich sah ein Haufen Gold und Juwelen.

Der Gedanke von Gott war klar. ´´Aber ich habe dir den Schatz gegeben.``

Als ich mit 24 Jahren neu bekehrter Christ wurde, brauchte ich Hilfe. Ich war deprimiert und hatte kein Ziel im Leben. Ich klammerte fest an Jesus und suchte Hilfe von den Pastoren.

Manche Pastoren habe mir geholfen, aber oft war ich enttäuscht und manchmal schlecht behandelt. Ich musste lernen, an Gott selbst als meinen besten Freund und total zuverlässigen Gefährten zu vertrauen.

In sehr harten Erlebnissen habe ich die Bibel mit Hunger und Durst gelesen und darin großen Trost gefunden. Ich habe gelernt, vom ganzen Herzen zu beten und Gottes zärtliche Gegenwart zu genießen.

Ich habe viele Fehler gemacht, wie wir alle, aber mit der Zeit habe ich gelernt, Gottes Stimme zu erkennen. 


Ich meine nicht damit, eine Stimme mit meinen Ohren zu hören, sondern die Fähigkeit zu erkennen, wenn meine Gedanken oder Eindrücke von Gott selbst kommen.

Ist das wilde Anmaßung? Keineswegs.

Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Johannes 10,27

Wenn alles glatt läuft, können wir auf Menschen verlassen. Wenn alles schiefgeht, wenn unsere Eltern oder Familie oder Pastoren uns schlecht behandeln oder selbst fehlgeleitet werden, müssen wir dann lernen, zwischen menschlicher Führung und Gottes Weisheit zu unterscheiden.

In der Finsternis der Ablehnung, der Einsamkeit oder Verzweiflung müssen wir Gottes Hilfe finden oder untergehen.

Gib bitte nicht auf! Wenn Menschen dich im Stich lassen, kann Gott selbst auf eine wunderbare Weise eingreifen.

 
Rufe zu mir, so will ich dir antworten und dir große, unfassbare Dinge mitteilen, die du nicht kennst.
Jer 33,3 EIN
 

Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt. Epheser 3,20 HfA

Montag, 17. Februar 2020

Vergebung ist nicht ...

Eines der größten Probleme bei der Vergebung ist dies. Die Menschen verstehen nicht, was Vergebung wirklich ist.

Wenn jemand dich terrorisiert, dich vergewaltigt, deine Frau oder deinen Mann oder deine Kinder wegnimmt, liest du die Bibel und siehst, dass Gott von dir erwartet, dass du der Person, die dein Leben ruiniert hat, vergibst.

Du bist eine Frau im Krankenhaus, weil dein Mann dich zusammengeschlagen hat, und das nicht zum ersten Mal. Du gehst zur Beerdigung deines Sohnes, der sich umgebracht hat, weil ein Priester oder Pastor ihn vergewaltigt hat.

Du suchst Seelsorge und der Pastor sagt: "Vergib einfach."

Und vergib uns unsere Schuld – so wie auch wir denen vergeben, die an uns schuldig geworden sind. ...‹« Lukas 11,4 


Es stimmt, dass du, wenn du nicht vergibst, nicht in der Lage sein wirst, die Barmherzigkeit Gottes, den Frieden Gottes, den Trost Gottes oder vielleicht die heilende Kraft Gottes in vollem Umfang zu genießen.

Was ist also falsch an dem Ratschlag "einfach zu vergeben"?

Das Wort "einfach" oder ´´nur´´ ist eine Beleidigung, eine Ohrfeige, ein Tritt in den Magen. Es kann religiöse Blindheit oder pharisäische Arroganz sein.

Wenn ein Vater, eine Mutter, eine Ehefrau, ein Ehemann, ein Priester oder Pastor dein Leben durch Verurteilung, Ablehnung, Ehebruch, Verleumdung, Gewalt oder Vergewaltigung zerstört und dein Leben in Trümmern liegt, empfindest du überwältigende Entrüstung. 


Du brennst vor einem Gefühl der Ungerechtigkeit.

Aber vielleicht ist die Ungerechtigkeit andauernd und nicht nur etwas, das in der Vergangenheit geschehen ist. Wenn du "nur" vergibst, hast du das Gefühl, dass du dich dem Bösen unterwirfst und das Böse entschuldigst oder sogar duldest.

Es ist falsch, Böses zu entschuldigen oder Sünde zu dulden, und du hast recht, dies zu fühlen.

Als Jesus am Kreuz hing, sagte er:

»Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!« Lukas 23,34

Jesus entschuldigte ihre Sünde nicht. Er hat die Sünde des Mordes nicht verharmlost. Er befreite sie von dem Gericht Gottes, damit sie in der Lage waren, um Vergebung zu bitten und Gnade vom Vater zu empfangen.

Wenn du eine Person, die schrecklich missbraucht wurde, berätst, sag ihr nie, sie solle "einfach vergeben". Es ist eine schreckliche Ungerechtigkeit geschehen.
 

Freut euch mit den Fröhlichen! Weint aber auch mit den Trauernden! Römer 12,15  

Und wenn ein Opfer mit Recht wütend ist, sollen wir nicht auch diese Wut bestätigen?
 

Wenn ein Mann seine Kinder missbraucht, vergewaltigt oder verprügelt, sollte die Mutter der Kinder wütend sein. Wenn sie nicht wütend ist, stimmt etwas nicht. Kannst du dir vorstellen, dass Gott selbst darüber nicht wütend ist?

Wenn du eine solche Frau berätst, ist es das Wichtigste, ihr zu helfen, ihre Kinder und sich selbst zu schützen, oft indem sie ihren Mann verlässt und ihre Kinder mitnimmt.

Es ist auch wichtig, sich um ihr gebrochenes Herz zu kümmern, indem man ihr Trauma einfühlsam anerkennt, und ihr zur Seite steht.

»Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn er hat mich gesalbt, um den Armen die gute Botschaft zu verkünden.
Er hat mich gesandt, Gefangenen zu verkünden, dass sie freigelassen werden,
Blinden, dass sie sehen werden,

Unterdrückten, dass sie befreit werden. Lukas 4,18  

Dann musst du der Frau helfen, zu vergeben. Das bedeutet nicht, dass sie zu ihrem Mann zurückgehen oder zulassen muss, dass sie weiter geschlagen, vergewaltigt oder missbraucht wird.

Viele Christen werden fälschlicherweise gelehrt, dass Vergebung die Entschuldigung der Sünde einschließen muss. Das ist falsch!

Vielen Christen wird gelehrt, dass Vergebung voraussetzt, dass sie weiterhin in Gemeinschaft mit einem gewalttätigen oder gefährlichen Partner oder Elternteil leben. Das ist falsch!

Vielen Christen wird gelehrt, dass sie vergessen müssen, dass ihre Tochter Selbstmord begangen hat, weil sie von ihrem Vater oder ihrem Pastor verführt wurde. Das ist falsch!

Vielen Christen wird beigebracht, dass sie nicht vergeben haben, wenn sie noch traumatisiert sind.
Aber dem ist nicht so.

Als Jesus am Kreuz um die Vergebung seiner Peiniger betete, fühlte er sich dann nicht mehr gequält? Was für eine lächerliche Idee!

Wenn eine christliche Frau vergewaltigt wird und sie ihrem Angreifer vergibt, bedeutet das dann, dass sie das Verbrechen nicht anzeigen und mit der Polizei und den Gerichten zusammenarbeiten sollte? Das würde andere Frauen einer Gefahr aussetzen.

Samstag, 15. Februar 2020

Mobbing. Die Schlimmste Sünde.

So viele Christen werden von anderen Christen drangsaliert.

Jesus sprach sehr harte Worte gegen die Sünde des christlichen Mobbings.

Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen sagt: ›Mein Herr kommt noch lange nicht‹,
und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, mit den Betrunkenen isst und trinkt,

dann wird der Herr dieses Knechts an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt,

und wird ihn entzweihauen und wird ihm sein Teil geben mit den Heuchlern. Da wird Heulen und Zähneklappern sein.« 
Mt 24,48-51 NLB

So hart! Aber Jesus hat das selbst gesagt!

Es gibt auch religiöse Tyrannen, die sich nicht betrinken oder den Sünden des Fleisches frönen, aber will Jesus damit sagen, dass Mobbing genauso schlimm ist wie sich zu betrinken und dem Fleisch zu frönen? Oder schlimmer?

Religiöser Legalismus führt oft zu Mobbing.

Was ist Legalismus? Es ist ein Versuch, Sünde durch menschliche Regeln und Strafen zu verhindern oder zu korrigieren.

Ihr Heuchler! Jesaja hat euch gemeint, als er sagte:
›Diese Menschen ehren mich mit ihren Worten, aber nicht mit ihrem Herzen.
Ihre Anbetung ist nutzlos, denn sie ersetzen die Gebote Gottes durch ihre eigenen Lehren.‹«

Mt 15,7-9
Jesus sprach sich stärker gegen Mobbing und Legalismus aus als jede andere Sünde. 

Ich bin nicht gegen Pastoren. Es gibt wunderbare Pastoren, und ich kenne einige als Freunde. Auch Pastoren können Opfer von Mobbing werden. Ich habe das schon mehrmals gesehen, und es ist furchtbar.

Auch der Apostel Paulus verurteilte das Mobbing auf das Schärfste. In seinem zweiten Brief an die korinthische Kirche weist Paulus die korinthischen Gläubigen zurecht. Warum? Nicht wegen sexueller Sünde. Das stand in seinem ersten Brief.

Er tadelt sie, weil sie sich bedingungslos brutal autoritären Predigern unterworfen haben.

Und ihr habt ja nichts dagegen, wenn man euch schindet und ausnutzt, wenn man euch einfängt, euch von oben herab behandelt oder gar ins Gesicht schlägt. 2. Kor 11,20 HfA

  • Kein Prediger darf unbegrenzte bedingungslose Unterwerfung verlangen.

  • Wenn ein Pastor auf Zwietracht mit Drohungen oder Einschüchterungen reagiert, warum nicht einfach weggehen?

  • Wenn ein Leiter den Menschen seinen Willen so weit aufzwingt, dass sein Wort Gesetz ist, dann usurpiert er die Herrschaft Jesu.


Es gibt viele Christen, die sich unbehaglich, nachtragend oder insgeheim verärgert über zu selbstbewusste, kontrollierende Führer fühlen, aber sie glauben, dass sie sich nicht widersetzen dürfen, denn das wäre die Sünde der Rebellion.

Dies ist ein falsches Verständnis der Schrift.


Als König Saul versuchte, David zu töten, floh David um sein Leben.

Wenn du in der Kirche drangsaliert wirst, hast du das Recht, die Kirche zu verlassen. Vielleicht ist es sogar deine Pflicht, die Kirche zu verlassen.

Du kannst nicht zwei Herren dienen.

Wenn du dich einem Tyrannen unterwirfst, unterwirfst du dich einem falschen Geist, denn der Geist Jesu ist nie grausam, sondern freundlich und liebevoll.

 

Aber es kann sein, dass man von religiösen Eltern oder einem rücksichtslos kontrollierenden Ehemann gefangen gehalten ist. 
Wenn du die Kirche verlässt, könntest du obdachlos werden oder deine Kinder verlieren.

Du kannst wie Josef im Gefängnis sein, der eine geheime Beziehung zu Gott pflegte. 

Er heilt die gebrochenen Herzen und verbindet ihre schmerzenden Wunden. Ps 147,3 EIN
Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt.


Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, Jes 61,1 EIN

Es ist gut, wenn man Tyrannen widersprechen kann, und es ist keine Sünde, aber manchmal ist eine sanfte Antwort besser.

In extremen Fällen ist die stärkste Antwort ein hartnäckiges, entschlossenes Schweigen, insbesondere wenn von dir erwartet wird, dass du zustimmst, dich unterwirfst oder dich entschuldigst, wenn du glaubst, dass du nicht im Unrecht bist.

Als Jesus um sein Leben vor Gericht stand, beantwortete er viele aggressive Fragen und Anschuldigungen mit Schweigen. Sein Schweigen war die stärkste Antwort.

Bist du von menschlicher Herrschaft geplagt? Gott steht zu dir.

Freitag, 3. Januar 2020

Du kannst Jesus persönlich begegnen, und dann ....

Jesus begegnete einer Frau an einem Brunnen. Sie war sehr einsam, denn die hatte immer wieder Ablehnung erlebt.

Sie war fünfmal verheiratet und jedes Mal hatte ihr Ehemann sie verworfen und ausgestoßen. 


Endlich hatte sie keinen Ausweg mehr. Sollte sie betteln oder Prostituierte sein? Ein Mann war bereit, mit ihr zu leben, aber er brauchte nicht so eine verachtete Frau zu heiraten.

Viele Prediger sprechen von ihr als eine böse Frau, die Jesus mit Barmherzigkeit und Gnade liebte, aber diese Prediger verstehen die Situation nicht gut.

In westlichen Ländern kommt Ehebruch sehr häufig vor. Viele Männer lassen sich von ihren Frauen scheiden, aber auch viele Frauen verstoßen ihre Ehemänner.

Im Nahen Osten zu Bibelzeiten konnten Männer ihre Frauen verstoßen, aber eine missbrauchte Frau hatte meistens keinen Ausweg.

Als Jesus dieser unglücklichen und verachteten Frau an einem Brunnen begegnete, wollte Er sie retten. Er eröffnete ein Gespräch mit ihr. Das war damals für einen Prediger undenkbar, aber Jesus war von der Liebe Gottes motiviert.

Die samaritische Frau sagte nun zu ihm: »Wie erbittest du als Jude etwas zu trinken von mir, einer samaritischen Frau?« Denn die Juden haben keinen Umgang mit den Samaritern. Joh 4,9

Wenn wir als Gottes Partner in Mission Menschen retten wollen, müssen wir bereit sein, Menschenliebe mehr zu schätzen als unseren guten Namen.

Für Jesus war Menschenliebe viel wichtiger als sein guter Ruf.


Die anständigen Menschen bezeichneten ihn als einen bösen Menschen mit bösen Kumpanen.


Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt; dann sagt ihr: ›Sieh, der Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!‹ Lk 7,34
 

Vor vielen Jahren war ich unterwegs nach Hause. Ich sah eine sehr unanständig angekleidete Frau, die an eine Bushaltestelle Auto stoppte.

Ich spürte einen starken Antrieb, die Frau mitfahren zu lassen. Die Idee war ziemlich schockierend.

Ich fuhr weiter und hielt an. Ich betete ernst für Gottes Wegweisung, und dann fuhr ich zurück.

Die Frau war drogensüchtig und extrem betäubt. Sie war unterwegs zu ihrer Arbeit als Prostituierte. Ich brachte sie zu ihrer Arbeit.

Unterwegs konnte ich von Jesus sprechen. Sie wurde als Kind in einer religiösen Familie erzogen. Ich gab ihr eine Bibel und sie war extrem dankbar.

Ich habe sie ermutigt, ihr böses Leben aufzugeben, aber sie sagte, sie musste weiter arbeiten, um ihre Schulden zu bezahlen. Sie musste ihren Drogendealer bezahlen.

Wir müssen auf die Probleme der Menschen mit Verständnis reagieren und ihren freien Willen respektieren.

Nachher betete ich für sie. Jesus ist der gute Hirte, der seine verlorene Schaft geduldig sucht. Er gibt nicht schnell auf und er erhört unsere Gebete.

Jesus kannte die Frau am Brunnen nicht, aber Er hat vom Heiligen Geist mitbekommen, dass sie fünfmal verheiratet und geschieden war.


Als Jesus seine übernatürliche Erkenntnis mitteilte, glaubte sie, dass Er der versprochene Messias war.

Wie reagierte sie?

Da ließ die Frau ihren Krug stehen, ging hin in die Stadt und sagte zu den Leuten:


»Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe; ob dieser nicht vielleicht der Christus ist?«


Da gingen sie aus der Stadt hinaus und kamen zu ihm.
Joh 4,28-30


Sie erzählte ihren Nachbarn die ganze Geschichte und sie wurden gläubig.

Was können wir davon lernen?

Hast du oft versagt? Hast du viel Ablehnung erlebt? Bist du einsam?

Jesus sucht eine Begegnung mit dir. Er will dir helfen.



Bist du aber vielleicht überhaupt kein Versager. Petrus war ein Fischer, der ein ganz normales Leben führte. Egal ob du eine ausgestoßene Frau oder ein anständiger Arbeiter bist, Jesus will, dass du ihn persönlich kennenlernst.

Dann kannst du anderen von deinen Erfahrungen mit Gottes Sohn erzählen.

Du brauchst keine theologische Ausbildung, um Zeuge für Jesus zu sein.

Montag, 25. November 2019

Ist das Leben zu hart geworden?

Bist du in harten Proben verstrickt? Du bist festgefahren und kämpfst dann mit Gebet und großer Anstrengung die Klemme zu entkommen.

Dann wirst du mit immer mehr Herausforderungen konfrontiert und du hast das Gefühl, dass du dein Leben lang überfordert sein wirst.

Wo ist Gott? Er scheint manchmal fern zu sein.

Ich bin seit 50 Jahren Christ und ich habe solche harten Proben immer wieder erlebt, aber Gott hat mich nie im Stich gelassen.
 

Ich war vor etwa 20 Jahren in einer Gemeinde, wo es wirklich nicht glattlief. Wir alle erwarten in unserer Gemeinde Liebe, Freude und Frieden, aber wir finden manchmal stattdessen Frust und Streit.

Nach einem Gottesdienst dachte ich darüber nach. Ich fragte Gott, warum ich immer wieder in Gemeinden Schiffbruch erlebt hatte.

Gott gab mir sofort eine geniale Antwort. ´´Aber ich habe dir die Schätze gegeben.´´
Ich sah vor meinem geistigen Auge eine Schatzkiste am Meeresboden.

 

Der Heilige Geist ist in allen Situationen der große Ermutiger.

Wenn du dein Leben Jesus anvertraust, schaust du wahrscheinlich auf Gottes himmlische Verheißungen. Du erlebst ein wunderbares neues Leben. Du spürst Gottes Liebe, wenn du betest. Manche Kirchenlieder werden für dich wie Liebeslieder. So habe ich nach meiner Bekehrung Gott erlebt.

Die Probleme in meinem Leben waren immer noch da, aber ich habe gehofft, mit Gottes Hilfe klarzukommen. Der Sturm tobte immer noch um mich herum, aber Jesus war mit mir im Boot. 


Ich war immer noch oft beängstigt und unsicher, aber ich hatte eine neue Hoffnung und eine neue Freude, die immer wieder auftauchte.

Dann kam die große Enttäuschung. In der Gemeinde, wo ich Hilfe erwartete, wo ich Gottes Segen so stark spürte, tauchten Probleme auf, die ich nicht verstand. Alles war mir völlig neu und verwirrend.


In derselben Gemeinde erlebte ich Gottes lieblichen Segen aber auch menschliches Mobbing. Unmöglich, oder?

In der Bibel finden wir neu bekehrte Christen, die auch harte Proben in der Gemeinde erlebten.

Die Galater bekehrten sich durch den wunderbaren Dienst von Paulus, aber dann kamen neue Prediger, welche die unreifen Gläubigen mit Gesetzlichkeit versklavten.

Paulus schrieb den Galaterbrief, um die betrogenen neu bekehrten Christen zu befreien.

O ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, der Wahrheit nicht zu gehorchen, denen Jesus Christus vor Augen gemalt wurde als unter euch gekreuzigt?
Das allein will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist durch die Werke des Gesetzes empfangen oder durch das Hören auf die Botschaft vom Glauben?
Gal 3,1-2

In Korinth tauchten ähnliche Probleme auf.
In dem ersten Korintherbrief von Paulus, sehen wir, wie die Korinther vom Heiligen Geist extrem gesegnet waren.

Die Botschaft von Christus ist zur Kraft in eurem Leben geworden,
sodass ihr mit allen geistlichen Gaben gesegnet seid, während ihr sehnsüchtig auf die Rückkehr von Jesus Christus, unserem Herrn, wartet. 1. Korinther 1,6-7 

 
Die neu bekehrten Korinther waren so gesegnet, aber nicht, weil sie fehlerlos waren. Das waren sie nicht. Paulus musste sie in verschiedenen Aspekten des Lebens zurechtweisen. Manche Männer besuchten immer noch Prostituierten.

Trotzdem war die Ermahnung von Paulus äußerst sanftmütig. Der einzige Mann, der von Gemeinschaft ausgeschlossen werden sollte, war einer, der mit seiner eigenen Stiefmutter sexuell involviert war!
Später hat Paulus einen zweiten Brief geschrieben, indem er die Korinther beriet, denselben Mann zu vergeben.

Als Apostel und Pastor war Paulus extrem barmherzig, aber neue Prediger kamen nach Korinth, die eine autoritäre Leiterschaft etablierten. Paulus war erschrocken.

Er beriet die Korinther, sie sollten diese grausame Leiterschaft nicht anerkennen. Sie sollten sich nicht unterwerfen.

Ihr nehmt es hin, wenn sie euch zu ihren Sklaven machen, euch alles wegnehmen, was ihr besitzt, und euch übervorteilen, wenn sie vornehm tun und euch ins Gesicht schlagen. 2. Kor 11,20

In 45 Jahren als Christ habe ich diese Worte von Paulus in keiner Predigt gehört, aber sie sind in der Bibel.
Ich gebe diese Lehre weiter, weil ich das alles erlebt habe. 


Die Gemeinden, wo ich Mobbing und Manipulation erlebte, sind gescheitert, aber ich habe mein Leben und meinen Glauben nicht verloren.

Ich fragte Gott, warum ich immer wieder in Gemeinden Schiffbruch erlebt hatte.
Gott gab mir sofort eine geniale Antwort. ´´Aber ich habe dir die Schätze gegeben.´´
Ich sah vor meinem geistigen Auge eine Schatzkiste am Meeresboden.

Der Heilige Geist ist in allen Situationen der große Ermutiger.

Sonntag, 10. November 2019

Bist du ganz am Ende? Hat Gott dich vergessen?

Bist du ganz am Ende? Hat Gott dich vergessen?

Im Alten Testament waren die Juden verzweifelt. Sie waren schiefgegangen. Sie glaubten immer noch einigermaßen an Gott, aber sie hatten Gott nicht ernst genommen.

Gott hatte befohlen:

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 2 Mose 20,3 
Gott hatte die Anbetung der Götzen streng verboten.

Aber die sich auf Götzen verlassen und zum gegossenen Bild sagen: ›Ihr seid unsere Götter!‹, die sollen zurückweichen und zuschanden werden. Jes 42,17

Abtrünnige Könige in Jerusalem hatten seit Salomos Zeit Götzen angebetet und das Volk kopierte die  Sünden ihrer Nachbarn.

Viele glaubten an den Gott Baal und die Göttin Aschera, Baals angebliche Ehefrau. In dieser Religion drehte sich alles um Sex und Fruchtbarkeit. Die Priesterinnen von Aschera waren Prostituierten. Die Männer beteten die Göttin an, indem sie diese Prostituierten besuchten.

Das geschah auch in Gottes Tempel. Das sollte das Land fruchtbar machen, sodass sie eine gute Ernte haben würden.

Bei uns heute ist es ein bisschen anders. Sex wird angebetet, aber nicht Fruchtbarkeit.
Genau umgekehrt. Wir wollen sehr wenige Kinder haben und es gibt nicht mehr genug junge Leute in Westeuropa.


Die Juden im Alten Testament haben ihre Kinder grausam geschlachtet, um die Gunst des heidnischen Gottes Moloch zu erwerben. 


Heute werden Babys massenweise schon vor der Geburt geschlachtet.

Gottes Propheten hatten immer wieder gewarnt, aber die meisten wollten die Warnungen nicht ernst nehmen.
 

Das Volk hatte sich der Herrschaft der grausamen falschen Göttern preisgegeben. Endlich mussten sie ernten, was sie gesät hatten.

Während Jojachins Herrschaft zogen die Heerführer des babylonischen Königs Nebukadnezar gegen Jerusalem und belagerten die Stadt. 2. Könige 24,10

Nebukadnezars Armee eroberte Gottes Volk und Jerusalem wurde besetzt. Ältere Leute in Europa sind mit dieser grausamen Erfahrung vertraut.

Die Juden wurden massenweise nach Babylon verschleppt, wo sehr viele versklavt wurden.

Aber was hat diese alte Geschichte mit uns zu tun?

Gibt es heute Sklaverei?

Überall findet man Drogendealer. Wenn du eine Sucht hast, bist du versklavt. Viele junge Frauen landen in der Prostitution, um Drogen zu kaufen.

Wer viele Schulden hat, muss hart arbeiten, um nicht pleite zu gehen. Vielleicht bist du in deinem Job drangsaliert. Du hasst deine Arbeit, aber du hast Schulden. Du willst absolut nicht obdachlos sein.

Man findet in vielen Städten Bettler, die in ihren Familien grausam missbraucht wurden. Die sind geflüchtet und leben jetzt auf der Straße. Viele davon sind nicht nur obdachlos, sondern irgendwie versklavt. Sie betteln auf der Straße und müssen dann Erpresser bezahlen.

Es gibt Jungen auf der Straße, die mit Schwulen übernachten, um nicht auf der Straße zu frieren.

Eine nicht mehr junge Frau erzählte, wie sie von ihrem grausamen Ehemann flüchtete, verarmt war und sich auf der Straße prostituierte, um nicht in der Kälte draußen schlafen zu müssen.

Ich kenne auch eine Frau, die wegen Geisteskrankheit seit Jahren allein und oft obdachlos ist. Sie glaubt an Gott und würde lieber auf der Straße sterben als sich sexuell verkaufen.

Wenn Menschen solchen schrecklichen Alternativen preisgegeben werden, dürfen wir ohne Übertreibung von Sklaverei sprechen.
Wie kann Gott solches Leiden erlauben? Gott hat uns als Menschen Freien Willen gegeben. Wir können wegen unserer eigenen fehlerhaften Entscheidungen leiden oder oft auch wegen der bösen Entscheidungen von anderen.

Einer der Jungen Juden, der von Nebukadnezar verschleppt wurde, war Daniel. Er war sehr intelligent und von adeliger Herkunft. Schon als Teenager wurde er versklavt und auch kastriert.

Aber Gott liebte Daniel und auch alle die verschleppten Juden. In dem prophetischen Buch von Jesaja sehen wir Gottes Herz für die leidenden Juden.

Doch Zion sagt: »Der Herr hat mich verlassen; der Herr hat mich vergessen.«
»Kann eine Mutter etwa ihren Säugling vergessen? Fühlt sie etwa nicht mit dem Kind, das sie geboren hat? Selbst wenn sie es vergessen würde, vergesse ich dich nicht!
Jesaja 49,14-15

Daniel war fest entschlossen, in seinen jämmerlichen Umständen Gott treu zu bleiben.

Gott sieht dein Herz und Sein Herz pocht für dich, wie damals für Daniel. Daniel wurde der Verwalter der Regierung unter Nebukadnezar und einer der größten Propheten im Alten Testament.

Bist du in einer Klemme wo du keinen Ausweg sehen kannst? Hat Gott dich vergessen?

Nein, Gott hat dich nicht vergessen. Er liebt seine leidenden Töchter und Söhne wie er damals Daniel liebte.

Gottes Liebe gibt niemals auf.