Ich war einige Jahre lang in einer wunderbaren Gemeinde, wo allerlei Menschen willkommen waren. Freaks, Prostituierte, ex Gefangene waren immer in Treffen zu sehen.
Es war in der Gemeinde ein Mann, der 23 Jahren im Knast verbracht hatte. Wahrscheinlich war er ein Mörder.
Er besuchte regelmäßig Gefängnisse und brachte immer ex Gefangene zu den Gottesdiensten.
Das bisherige Leben dieses Mannes war zweifellos schrecklich, aber nach seiner Bekehrung war er wie ein Engel für gebrochene Männer.
Als Jesus bei einem Pharisäer zu Gast war, kam eine Frau hinein, die ein sündhaftes Leben führte.
Sie kniete vor Jesus nieder und weinte. Ihre Tränen fielen auf seine Füße, und sie trocknete sie mit ihren Haaren. Dann küsste sie ihm wieder und wieder die Füße und salbte sie mit dem Öl. Lk 7,38 NLB
Der religiöse Gastgeber war entrüstet.
Jesus wusste, was er dachte, und sagte zu dem Pharisäer: »Simon, ich habe dir etwas zu sagen.« Simon nickte: »Ja, Meister, sprich nur.«
Darauf erzählte Jesus: »Ein Mann lieh zwei Leuten Geld – dem einen fünfhundert Denare und dem anderen fünfzig.
Als keiner der beiden ihm das Geld zurückzahlen konnte, erließ er ihnen ihre Schulden. Wer von den beiden liebte ihn danach wohl mehr?«
Simon antwortete: »Ich nehme an, derjenige, dem er die größere Schuld erließ.« Jesus sagte ihm: »Das stimmt.« Lk 7,40–43 NLB
Der Pharisäer war offensichtlich erschrocken, als Jesus dann erklärte, dass die Sünden dieser Frau vergeben waren.
Die religiösen Streber sagten, Jesus sei ein Freund der Sünder, aber in ihren Augen war das kein Kompliment. Aber Gott ist ganz anders als viele religiöse Rechthaber und Perfektionisten.
Wie können wir diese Vorgehensweise von Jesus heute umsetzen?
Ich kenne Frauen, die Bordellen besuchen und Prostituierten mit Freundlichkeit helfen, aber nicht alle Christen können das tun, und viele Christen sollen das nicht tun.
Ich habe einen Stammtisch in einer Kneipe regelmäßig besucht und hielt freundliche Gespräche mit einem New Age Mystiker. Nicht alle Christen können oder sollen das nicht versuchen.
Ein Mann in unserer Gemeinde erzählte von einem Freund, der ein Haus mietete, wo die Nachbarn sein Leben zur Hölle machten. Er betete regelmäßig für die Nachbarn und behandelte sie Höflich. Nach und nach wurden böse Nachbarn menschlich und freundlich.
Wenn du allerlei Menschen mit Respekt und Freundlichkeit behandelst, wirst du manchmal erstaunt, wie Gott böse Menschen transformieren kann.
Aber wir müssen auch vorsichtig sein.
Es gibt Menschen, die dich nur manipulieren und ausbeuten wollen. Vorsicht vor Narzissten mit kalten Herzen.
Es gibt auch egozentrische Kriminelle, die christliche Kirchen ausnutzen, um sexuelle Opfer zu finden, insbesondere Kinder und junge Frauen.
Nicht nur Männer können gefährlich sein, sondern auch manche bösen Frauen.
Ich kenne ein christliches Ehepaar. Sie wollten immer freundlich sein und Außenseiter helfen. Sie fuhren ein Ehepaar regelmäßig zu Gottesdiensten, aber es stellte sich heraus, dass die Frau eine Hexe war, die in der Gemeinde großen Schaden anrichtete.
Gefährliche Menschen können Außenseiter sein, die Gottesdienste besuchen, oder es gibt auch Priester oder Prediger, die wirklich Wölfe in Schafkleidung sind.
Vorsicht vor Predigern, die alles und jeden in der Kirche beherrschen und persönlich kontrollieren wollen, egal wie heilig sie erscheinen mögen.
Donnerstag, 15. August 2024
Mission mit Schwierigen Menschen
Samstag, 11. Februar 2023
Gottes Mitgefühl für Opfer
Kinder spielen gerne. Im Sommer spielen sie im Wasser und im Winter spielen sie gerne im Schnee.
Aber eine bestimmte russische Frau in Deutschland hasste den Schnee, weil sie ihre Kindheit in Sibirien verbrachte. Kälte macht Spaß, aber extreme Kälte ist eine Qual.
Nicht alle Menschen, die aus demselben Land stammen, reagieren auf dieselbe Weise. Ich kenne einen deutschen Mann in Australien, der die tropische Hitze liebt. Andere Europäer lieben Wintersport.
Es gibt echt ergebene Christen, die Jesus lieben, und in Gottesdiensten vom Herzen anbeten, aber es gibt auch Christen, die Jahrelang ihre religiöse Pflicht erfüllen, aber vor lauter Langweile kaum wach bleiben können.
Dann gibt es Christen, die als Kinder in der Kirche oder Schule brutal missbraucht wurden. Für sie ist die Anbetung eine Qual.
Manche werden Geisteskrank und erholen sich nie. Andere begehen Selbstmord und andere werden wütende Atheisten, oder suchen Frieden in Yoga, Buddhismus oder in der Esoterik.
Manche finden in Freikirchen oder der Pfingstbewegung ihren Weg zu Gott.
Normale Menschen haben einen Hunger nach zärtlicher körperlicher Berührung, aber wer gravierend gebrannt oder verletzt ist, kann Berührung nicht ertragen.
Wer in der Kirche drangsaliert, missbraucht oder erniedrigt wurde, kann Gottesdienste als bedrohlich empfinden, nicht nur in katholischen Kirchen, sondern auch in Freikirchen oder in der Charismatischen-Bewegung.
In den Psalmen lesen wir, dass wir Gott mit Ehrfurcht und Begeisterung loben und anbeten sollen, aber wird Gott eine verletzte Seele verurteilen, wenn jemand nur leise beten will?
Es gibt auch viele Leute, die in ihrer Kindheit oder in der Ehe sexualen Missbrauch erlebten. Sie taugen nicht mehr für die Ehe, aber sie haben trotzdem immer noch starke sexuelle Gefühle.
Wenn sie Gott gehorchen wollen, nicht fremd gehen, Ausschweifungen ablehnen, und nicht Schwul sein wollen, suchen sie vielleicht Zuflucht in Selbstbefriedigung. Sollen wir diesen Ausweg kritisieren, wenn in der Bibel kein Wort darüber zu finden ist?
Im irdischen Leben von Jesus sehen wir Gottes tiefes Mitgefühl für verletzte und abgelehnte Außenseiter. Paulus betont nicht das Gesetz, sondern die Gnade Gottes.
Hoffentlich werden wir lernen, wie Jesus und Paulus unsere Mitmenschen und auch uns selbst mit Gottes Barmherzigkeit zu lieben.
Also gibt es jetzt für die, die zu Christus Jesus gehören, keine Verurteilung mehr. Römer 8,1 NLB
Donnerstag, 3. November 2022
Jesus. Arzt und Seelsorger
Ich denke an eine sehr nette junge Frau mit einem guten freundlichen Herz. Ich habe sie kennengelernt, als meine Frau und ich bei einem guten christlichen Ehepaar Gäste waren. Sie wurde auch eines Tages eingeladen.
Es stellte sich heraus, dass diese Frau zu dieser Zeit als Prostituierte in einem Bordell tätig war. Bevor sie diese Arbeit aufnahm, war sie obdachlos. Wir hörten von ihr dunkle Andeutungen über eine sehr unglückliche Kindheit.
Jahre nachher ist diese Frau eine treue Christin, die anständig arbeitet und in einer guten Gemeinde aktiv ist.
Wie ist sie aus dem Misthaufen gerettet worden?
Einige gute christliche Frauen haben regelmäßig Bordelle besucht, um den Prostituierten freundliche Hilfe anzubieten. Vor Weihnachten brachten die Frauen den Prostituierten leckeres Essen.
Eine Christin begleitete eine Prostituierte ins Kino.
In der Bibel sehen wir, dass Jesus ein umherziehender Prediger war, der manchmal heftige Reden über Sünde und die Flammen der Hölle hielt.
Aber wen hat er so scharf angegriffen?
Fast immer ging es um die religiösen Führungskräfte mit harten Herzen.
Diese äußerlich heiligen Männer haben Jesus verachtend als „Freund der Sünder“ bezeichnet.
Später war Jesus im Haus zum Essen. Viele Zolleinnehmer und andere Leute, die als Sünder galten, kamen dazu. Sie aßen mit Jesus und seinen Jüngern.
Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: »Warum isst euer Lehrer mit Zolleinnehmern und Sündern?«
Jesus hörte das und antwortete: »Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken.
Überlegt doch einmal, was es bedeutet, wenn Gott sagt: ›Barmherzigkeit will ich und keine Opfer!‹ Ich bin nicht gekommen, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder.« Matthäus 9,10–13 BB
Keiner von uns ist heilig und gut wie Jesus. Es gibt Prostituierten, Zuhälter und korrupte Beamten.
Aber es gibt auch streng religiöse Menschen, auch in christlichen Kreisen, deren Herzen kalt und fern von Gottes Liebe sind.
Jesus will dein Seelsorger, Therapeut und Wegweiser sein.
»Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Ich will euch Ruhe schenken. Matthäus 11,28 BB
Mittwoch, 4. Mai 2022
Gott Heilt dein verletztes Herz
In meinem letzten Beitrag habe ich geschrieben, wie wir negative Gedanken und Ablenkungen überwinden können.
Wenn du versagst, wenn unheilige Gedanken dich beschämen, wenn deine Sorgen dich überwältigen, musst du wissen, dass Gottes Liebe nicht von deiner Hingabe abhängt, sondern von seiner bedingungslosen Liebe zu dir.
Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben. Johannes 3,16 GN
Wenn deine Gebete von Wut und Ärger abgelenkt werden, musst du wissen, dass Gott trotz deines Zornes, dich innig liebt.
Wenn du dich mit reuevoller Beichte dich erniedrigst, wird das Problem nicht dadurch erledigt.
Du brauchst deine Verletzungen mit Gott zu besprechen. Gott versteht, dass du verletzt bist, dass ungeheilte Wut nicht hilft, aber er will dich nicht verurteilen.
Vor dem Gericht Gottes gibt es also keine Verurteilung mehr für die, die mit Jesus Christus verbunden sind. Römer 8,1 GN
Aber wir müssen vergeben, oder? Aber du kannst Missbrauch und Mobbing ohne Gottes barmherzige Hilfe nicht vergeben. Gott liebt Gerechtigkeit. Auch Gott ist von Missbrauch und Mobbing entsetzt.
Du hast dich auf den Richterstuhl gesetzt und mir zu meinem Recht verholfen, denn deine Urteile sind gerecht. Psalm 9,5 GN
Wenn du bereit bist, Missbrauch zu vergeben, kann und will Gott deine Verletzungen heilen und deine Verluste wiedergutmachen.
Er heilt die gebrochenen Herzen und verbindet offene Wunden. Psalm 147,3 Basis Bibel
Donnerstag, 18. November 2021
Gott befördert niedrig stehenden.
Gott befördert niedrig stehenden.
Er hat Fürsten vom Thron gestürzt und niedrig Stehende erhöht.
Die Hungrigen hat er mit Gutem gesättigt und die Reichen mit leeren Händen fortgeschickt.
Lukas 1,52-53
In den letzten 250 Jahren haben wir gesehen, wie Könige und Herrscherklassen gefallen haben. Demokratie ist in vielen Nationen normal geworden.
Seit der Reformation haben wir auch dramatische Änderungen in der Leiterschaft von Christen und Kirchen gesehen.
Gott hat Fürsten vom Thron gestürzt und niedrig Stehende erhöht.
Leiter und Herrscher können überheblich werden und ihre Untertanen tyrannisieren.
Jesus hatte viel darüber zu sagen.
Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen.
Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, Mt 20,25-26 EIN
In der Bibel sehen wir, wie Gott Hirten und Fischer erwählt hat. Mose und er König David waren Hirten, als Gott sie erwählten, das Volk Gottes zu regieren. Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes waren Fischer, bevor sie Apostel wurden.
Der erste König Israels war Saulus. Er war der Sohn eines Bauers, kein anspruchsvoller Mann. Als er aber König war, wurde er überheblich und eigensinnig. Dann hat Gott den Thron von seiner Familie genommen und den Hirten David als nächsten König erwählt.
Bist du scheinbar ein Niemand? In Gottes Augen bist du ein unendlich wertgeschätzt. Gott liebt jedes seiner Kinder wie eine Braut ihre Diamanten.
Bist du von deiner Familie, deinem Chef oder deine Gemeindeleiter streng kontrolliert, grausam beherrscht, immer wieder kleingekriegt? Das kommt nicht von Gott.
Denkst du immer wieder negative Worte, die dir vielleicht seit Jahren dir wie Hexenflüche gesagt worden sind? Bist du vielleicht überzeugt, du bist ein hilfloser Versager, wie andere von dir gesagt haben?
Gott ist dein Schöpfer und dein himmlischer Vater. Er hat dein Leben für Erfüllung geplant. Es ist nicht zu spät für dich.
Jesus liebt dich immer noch. Gott will heute zu dir sprechen, wie er in alten Zeiten mit seinem leidenden jüdischen Volk sprach.
Rufe zu mir, so will ich dir antworten und dir Großes und Unfassbares mitteilen, das du nicht kennst! Jeremia 33,3 EÜ
Jesus wartet auf deinen Hilferuf. Er opferte sein Leben für dich am Kreuz und Er liebt dich immer noch wie am Anfang.
Sonntag, 14. November 2021
Jesus liebt abgelehnte Opfer
Ich war 24 Jahre alt und ich war eine verlorene Seele. Ich glaubte irgendwie an Jesus, aber ich war von so vielen Zweifeln hin- und hergerissen.
Ich suchte Hilfe für meine Depression mit einem guten Therapeuten, aber er konnte meine Existenzängste nicht abschaffen.
Ich besuchte eine Kirche, wo ich eine humanistische Weltanschauung lernte, aber ich war in meinem Innersten nicht davon überzeugt.
Ich besuchte eine Yoga-klasse, aber da habe ich keine ewige Wirklichkeit gefunden.
Ich besuchte eine fanatische Sekte, und meine Verwirrung wurde nur schlimmer.
Traumatisiert suchte ich schließlich Hilfe bei meiner Cousine, einer liebevollen, bibeltreuen Christin.
Ich besuchte mit ihr eine Gemeinde, wo ich ein starkes Zeugnis von einem Prediger hörte, der jahrelang in einem kommunistischen Gefängnis verfolgt wurde und treu geblieben war.
Ich war fest entschlossen, an Jesus und die Bibel zu glauben. Das war der Anfang von meinem neuen Leben mit Gott.
Aber nicht alles verlief glatt. Die Leiter dieser Kirche waren scheinbar makellos wie der Apostel Paulus, aber leider war das nicht so.
Die Pastoren wollten jeden streng kontrollieren. Ich sollte meinen Therapeuten nicht mehr sehen. Ich sollte fasten und beten und fasten und beten.
Das war alles zu viel für mich und ich brach zusammen.
Ich wurde als unbelehrbaren Sünder ausgestoßen und ich hatte einen kompletten Nervenzusammenbruch.
Aber Jesus hat mich nie verworfen oder verurteilt. Jesus liebt die schwachen und verletzten Schafe, die von manchen Predigern verachtet und ausgestoßen werden.
Wenn du das verstehen willst, kannst du ähnliche Geschichten im Neuen Testament finden.
Jesus heilte einen Mann, der von Geburt blind war. Er legte sein Zeugnis ab, aber die Pharisäer wollten nicht glauben, dass Jesus ihn geheilt hatte, aber der geheilte Mann wollte nicht nachgeben.
Er wagte, die Pharisäer zu widersprechen und sie exkommunizierte ihn von der jüdischen Gemeinde.
Wenn dieser Mann nicht von Gott käme, könnte er so etwas nicht tun.«
Da hielten sie ihm vor: »Du bist ganz in Sünden geboren und willst uns belehren?« Und sie warfen ihn aus der Synagoge.
Als Jesus hörte, was geschehen war, suchte er den Mann auf und sagte: »Glaubst du an den Menschensohn?«
Der Mann erwiderte: »Sag mir, wer es ist, Herr, denn ich würde gern an ihn glauben.«
»Du hast ihn gesehen«, sagte Jesus, »und jetzt spricht er mit dir!«
»Ja, Herr!«, antwortete der Mann. »Ich glaube!« Und er fiel vor Jesus nieder und betete ihn an. Johannes 9,35–38 NLB
Im folgenden Kapitel erklärt Jesus, dass er der Gute Hirte ist, der die missverstandenen und abgelehnten Schafe retten will.
Ein Dieb will rauben, morden und zerstören. Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken.
Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte opfert sein Leben für die Schafe. Johannes 10,10–11 NLB
Egal wie Menschen dich missbraucht haben, bist du von Jesus nicht weniger geliebt.
Jesus spricht jetzt zu dir.
Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.
Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen.
Denn mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich euch auflege, ist leicht.« Matthäus 11,28–30 NLB
Dienstag, 4. Mai 2021
Durchhalten mit Gott
Ich habe gelernt, mich nicht mit anderen zu vergleichen. Ich habe gelernt, aber ich lerne immer noch.
In meiner Familie war immer Konkurrenz, besonders in Bezug auf akademische Leistungen. Mein Vater war ein sehr guter Facharzt. In seiner Familie waren glänzende Leistungen einfach erwartet.
Und ich? Nachdem ich mein Studium abgeschlossen hatte, war ich deprimiert. Ich hatte kein klares Ziel im Leben. Ich war ein idealistischer, aber verwirrter Denker, ohne Beruf und ohne starkes Selbstvertrauen.
Ich las die Bibel und religiöse Bücher, aber ich scheute mich vor einer festen Überzeugung. Ich war irgendwie humanistisch und glaubte irgendwie an Gott und Jesus.
Ich hätte Theologie studieren können und dann meine Fragen und Zweifel mit Studenten teilen können, ohne jemandem zu helfen, ohne eine Beziehung zu Jesus zu haben. Viele tun das.
Aber ich war mit Fragen ohne Antworten nicht zufrieden. Ich hatte einen Hunger nach Wahrheit und Realität.
Zwölf Monate lang war ich Taxifahrer, dann habe ich Sozialarbeit studiert. Als Student besuchte ich die Krebsstation in einem großen Krankenhaus. Dann kam mir der Gedanke, dass ich noch fünfzig oder sechzig Jahre leben würde, aber was würde danach kommen?
Ich habe mich schließlich entschieden, einfach an die Bibel zu glauben. Humanistische Theologie ist nichts weiter als vage menschliche Vermutungen, ein auf Sand gebauter Tempel.
Leider war meine erste Gemeinde ein gemischter Segen. Einerseits habe ich gelernt, die Gegenwart Gottes zu erfahren, und wenn ich die Bibel las, sprach Gott zu meinem Herzen.
Aber diese Gemeinde war wie die Gemeinde in Korinth, im Neuen Testament. Paulus schrieb am Anfang sehr positiv.
Immer wieder danke ich Gott für euch und für die Gnade, die Gott euch durch Jesus Christus geschenkt hat.
Denn durch ihn seid ihr in jeder Beziehung und jeder Art von geistgewirktem Wort und geistlicher Erkenntnis reich gemacht worden.
Die Botschaft von Christus hat festen Boden unter euch gewonnen.
Deshalb fehlt euch keine der Gaben, die Gottes Geist schenkt. Und so wartet ihr zuversichtlich auf das Erscheinen unseres Herrn Jesus Christus. 1. Korinther 1,4–7 NeÜ
Aber es gab auch eine dunkle Seite, genau wie im zweiten Brief des Paulus. Prediger hatten die Kontrolle über die Gemeinde übernommen und herrschten wie Tyrannen.
Ihr duldet es, wenn euch jemand unterdrückt, euch ausbeutet und einfängt, euch verachtet und ins Gesicht schlägt. 2. Korinther 11,20 GN
Der Stress war für mich als neu bekehrter junger Christ nicht auszuhalten. Ich wurde exkommuniziert und habe einen gravierenden Nervenzusammenbruch gelitten.
Dennoch hatte ich Gottes Wahrheit, Realität und greifbare Gegenwart entdeckt, und ich wollte Gott selbst nie mehr loslassen.
Ich war am Boden zerstört und mein Rückweg zur Gesundheit dauerte lange. Ich musste lernen, Gott zu vertrauen und mich nicht mit anderen zu vergleichen.
Ich glaube, Gott sieht dein Leiden und er leidet mit dir.
Es ist wunderbar, wenn Prediger aber Tausende oder Millionen zum Glauben bringen. Gott fördert manche Christen mit wunderbaren Geistesgaben. Gott belohnt seine treuen Diener.
Aber Gott belohnt nicht nur glänzenden Leistungen, sondern auch treue Geduld.
Wenn du mit Gott großen Erfolg hast, kannst du Gott dafür dankbar sein, aber Gott sieht nicht nur was du leistest, sondern was du überwunden hast.
Mittwoch, 7. November 2012
GOTT RUFT DIE VERSAGER ...
Aber du bist in diesem Leben nie total allein. Es ist oft schwer zu glauben, wenn alles schiefgeht, dass Gott für dich sorgt.
Eine junge Frau schreit verzweifelt, "Wo war Gott, als ich vergewaltigt wurde?"
Aber Gott sandte seinen einzigen Sohn, mit uns zu leben und mit uns zu leiden.
Jesus war der Herr im Himmel, der Ewige Heilige Allmächtige Sohn des Himmlischen Vaters.
- Er wagte Mensch zu werden, als Baby geboren zu werden, als scheinbar uneheliches Kind in einem kleindenkenden Dorf aufzuwachsen, sich dem Geschwätz preiszugeben.
- Er wagte die Wahrheit zu predigen, und die Priester herauszufordern, so dass er verhaftet und gekreuzigt werden würde.
- Er wagte einer kleinen Gruppe Nachfolger zu vertrauen, dass sie eine große Bewegung aufbauen würden, welche die Welt für Gott verwandeln würde.
- Er wagte dich und mich auch vor der Schöpfung der Welt zu erwählen, dass wir als Christen Seine Vertreter auf Erden sein sollten.
Er wusste, dass wir oft versagen würden aber er wagte trotzdem uns mit Seinem Namen und Seinem Auftrag zu vertrauen.
Wir müssen Ihn nicht im Stich lassen.
Aber du kannst Ihm vertrauen, dass er dich nicht im Stich lassen wird. ER war der Anfänger deines Glaubens, nicht du. Er hat dich berufen und du hast ihn aufgenommen.
so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. Joh 1,12
Dann hast du wahrscheinlich eine wunderbare Entdeckung gemacht, dass die Liebe Gottes eine große Befreiung war, dass du eine enge Gemeinschaft mit dem Geist Gottes erlebtest, von der du vorher keine Ahnung hattest.
Aber dann kamen harte Proben und Enttäuschungen. Deine Freunde oder Familie haben dich missverstanden oder du hast in der Gemeinde schlimme Erfahrungen gehabt oder schmerzhafte Ablehnung gelitten.
Du hast vielleicht gewagt, etwas für Gott zu tun aber du hast versagt oder andere Christen haben dich verraten. Vielleicht ist deine Ehe eine schreckliche Enttäuschung geworden.
Vielleicht hast du gesündigt und versagt und hast alle Hoffnung verloren.
Aber jetzt eben in dieser Zeit will Gott dir wissen lassen, dass ER immer noch einen Zweck für dein Leben hat.
Gott will seine enttäuschten Kinder wieder aufrichten. Gott wird in dieser Zeit Versager verwandeln, dass sie große Dinge durch seine Gnade leisten.
HERMANN ZAISS
Hermann Zaiss (1889 – 1958) war ein hervorragender deutscher Evangelist. Im Jahre 1924 hat er schreckliche Enttäuschungen gelitten. Seine Frau litt an einem totalen Nervenzusammenbruch und wurde Patientin in einem psychiatrischen Krankenhaus. Seine Ehe scheiterte und er wurde von christlichen Gemeinden missverstanden und von manchen verurteilt.Er war so traumatisiert, dass er der Verzweiflung nachgab und er sagte Gott, er wollte mit Ihm nichts mehr zu tun haben. Aber nach 20 Jahren sollte Gott ihm wieder rufen wenn es dann Gott gefiel.
Inzwischen heiratete er wieder und Gott rief seine neue Frau zum lebendigen Glauben. Während dem Zweiten Weltkrieg litten sie Bombenangriffe und seine Frau wollte einen Bibelkreis gründen aber er wollte nicht.