Jesus war sehr vergebungsbereit.
Doch wenn ihr betet, dann vergebt zuerst allen, gegen die ihr einen Groll hegt, damit euer Vater im Himmel euch eure Sünden auch vergeben kann.« Mk 11,25 NLB
Aber Jesus war auch oft wütend über die Art und Weise, wie religiöse Führungskräfte schwache Menschen schikanierten. Predigerinnen und Prediger erwecken so oft den absurden Eindruck, dass religiöses Mobbing etwas war, das vor 2000 Jahren geschah und die jüdischen Leiter die Bösewichte waren. Das hat nichts mit den Predigern von heute zu tun. Wirklich?
Ich habe es satt, Predigten gegen Beleidigung oder Bitterkeit zu hören, weil so viele Prediger Missbrauch und Ungerechtigkeit bagatellisieren. Ich habe gerade eine viel bessere Predigt gelesen. Der Prediger ermutigt verletzte Christen tatsächlich dazu, mit Gott über ihren Schmerz und ihre Empörung zu sprechen, genau wie in den Klagepsalmen.
So viele super positive Prediger ignorieren die Psalmen der Klage und des Wehklagens. Sie haben ihre bevorzugten positiven Bibeltexte und es scheint mir fast, dass sie geistlicher sein wollen als der Heilige Geist, der die Klagepsalmen inspiriert hat. Nicht, dass sie alle arrogant wären, aber es gibt eine Art kollektive Blindheit, die oft von einem Prediger zum anderen weitergegeben wird.
Es sind nicht nur Frauen, die von Eltern, Arbeitgebern oder Kirchenführern schikaniert und niedergemacht werden. Auch Männer schikanieren Männer. Hast du schon einmal gesehen, wie männliche Tiere in Dokumentarfilmen um die Vorherrschaft kämpfen? Jesus sagte, dass die Herrscher der Heiden über sie herrschen und sie als Wohltäter bejubelt werden... Klingt das für dich wie in manchen Kirchen?
Aber Jesus sagte, wir sollten anders sein. Viele Predigerinnen und Prediger lehren Vergebung und bagatellisieren gleichzeitig Traumata und Machtmissbrauch. Diese Art zu predigen ist sehr schädlich und ist oft Teil des Mobbingprozesses. Das Predigen über Unversöhnlichkeit artet oft in Schuldzuweisungen an die Opfer aus.
Jesus ist sehr mitfühlend mit den Opfern und das wird durch die Psalmen der Klage und des Wehklagens bestätigt. Für viele super-positive Glaubensprediger stehen diese „negativen“ Psalmen zwar im Buch, sind aber nicht Teil ihres Verständnisses oder ihrer Lehre.
Meine Empörung über Mobbing zeigt wahrscheinlich, dass ich den Schmerz immer noch spüre. Manche Leute meinen, dass anhaltende Empörung ein Zeichen von sündhafter Unversöhnlichkeit ist, denn wenn du vergibst, vergisst du und das Problem existiert für dich nicht mehr. Ich denke, das ist ein schwerwiegendes Missverständnis der Heiligen Schrift.
Als ich von Pastoren exkommuniziert wurde, war ich so traumatisiert, dass ich ein ganzes Jahr in der Psychiatrie verbrachte. Mit der Zeit wurde mir klar, dass ich nicht von Gott verurteilt wurde und ich vergab den Pastoren von Herzen. Diese Vergebung war Teil meines Heilungsprozesses, aber ich war immer noch gebrochen und brauchte starke psychiatrische Medikamente.
Mit der Zeit lernte ich allmählich, mich selbst nicht zu verurteilen, aber ich empörte mich zunehmend über ungerechte autoritäre Kirchenführer im Allgemeinen. Fünfzig Jahre später bin ich immer noch ein militanter Gegner der autoritären Kirchenführung. Ich befinde mich in guter Gesellschaft. Auch Jesus und Paulus waren entrüstet.
Glaubst du, dass Jesus unversöhnlich war? Oder Paulus? Aber haben sie den Schmerz der Ablehnung und des Mobbings nicht mehr gespürt? Empfanden sie keine Empörung mehr, wenn sie sahen, wie religiöse Tyrannen schwächere Menschen verletzten, vor allem verletzliche Frauen.
Wenn ich die Aussprüche Jesu und die inspirierten Schriften von Paulus lese, sehe ich zwei scheinbar widersprüchliche Tendenzen nebeneinander: extreme Empörung über Ungerechtigkeit, vor allem über Ungerechtigkeit durch Menschen, die behaupten, Gott zu vertreten.
Das andere auffällige Merkmal ist die extreme Betonung von Liebe, Barmherzigkeit, Gnade und Vergebung. Es ist schwer, christliche Schriftsteller und Prediger zu finden, die in der Lage sind, diese beiden Aspekte von Gottes Charakter in vollem Maße zu erfassen.
In seinem zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth tadelt Paulus die Christen dafür, dass sie sich autoritären Predigern unterwerfen.
Ihr nehmt es hin, wenn sie euch zu ihren Sklaven machen, euch alles wegnehmen, was ihr besitzt, und euch übervorteilen, wenn sie vornehm tun und euch ins Gesicht schlagen. 2. Kor 11,20 NLB
Freitag, 28. März 2025
Geistlicher Missbrauch, Vergebung und Gerechtigkei
Dienstag, 25. April 2023
Gott spricht durch Tiere
Es gibt Tierfreunde, die alle Tiere lieben.
Als Kind hatte ich einen innig geliebten Wellensittich, der mich auch liebte. Er spielte mit einem Tischtennisball auf einem Tisch. Als er auf meiner Schulter hockte, knabberte er an meinem Ohr.
Viele Jahre später war ich Familienvater. Wir hatten einen Wellensittich, der mit klassischer Musik begeistert war. Als er Beethovens Fünfte Symphonie auf meiner Stereoanlage hörte, tanzte er von Anfang bis Ende mit voller Konzentration.
Als unsere Jungen Teenager waren, kauften wir ein Welpe. Unser 14-jähriger Sohn schlief auf dem Boden die erste Nacht neben seinem neuen Freund.
Ich habe Hunde und Vögel immer geliebt, aber ich habe eine Allergie gegen Katzen. Ich liebe sie nicht besonders und wenn ich mit einer Katze bin, jucken meine Augen.
Aber Gott hat alle Tiere geschaffen und er liebt auch Katzen.
In der Bibel wies Gott einen störrischen, rebellischen Propheten zurecht, indem er den Esel mit seinem Herrn reden ließ.
Ich sah einst ein erstaunliches Video, wo ich sah, wie ein Mann einen verletzten Wolfswelpe adoptierte und pflegte, bis er gesund und erwachsen war. Dann hat der man sein ungewöhnliches Haustier im Wald freigelassen.
Eines Tages war er an einem kalten Wintertag und ein Ast von einem Baum fiel auf ihn. Es war furchtbar kalt im Schnee und er konnte sich nicht befreien.
Dann kamen Wölfe und er war starr vor Schreck. Aber die Wölfe attackierte ihn nicht. Sie leckten ihn, damit nicht frieren würde. Dann haben sie zusammen, den Ast gestoßen und haben ihn befreit.
Sein Haustier hatte ihn erkannt und kommunizierte mit den anderen Wölfen, die ihn als Wolfsfreund erkannten und sie haben sein Leben gerettet.
Vor vielen Jahren war ich ein junger neu bekehrter Christ, aber meine erste Gemeinde war eine fanatische autoritäre Sekte. Ich konnte den Druck nicht ertragen und ich wurde exkommuniziert.
Ich glaubte, ich war verdammt und von Gott verlassen. Ich las die Bibel und fühlte Gottes Trost, aber ich zweifelte immer, ob Gott mich vergeben hatte. Eines Nachts lag ich im Bett und konnte nicht schlafen.
Dann kam ein niedliches Kätzchen in mein Zimmer. Ich wollte es loswerden. Ich hob es auf und warf es aus dem Fenster. Ich war auf der ersten Etage und das Kätzchen konnte auf dem Dach klettern.
Aber irgendwie hat das Kätzchen einen Weg gefunden, in mein Zimmer zurückzukommen. Ich hob es wieder auf und warf es aus dem Fenster.
Aber dann kam das Kätzchen ein drittes Mal herein. Endlich habe ich verstanden, dass Gott mit mir sprechen wollte. Das süße Kätzchen war ein Botschafter für Gottes Liebe.
Alles, was atmet, lobe den HERRN! Halleluja! Ps 150,6 NLB
Gott spricht auch durch Tiere, um seine Liebe zu mitzuteilen.
Dienstag, 14. März 2023
Missbrauch, Sünde und Gnade
So viele Mädchen werden sexuell missbraucht, aber auch Jungen. Es gibt Männer, die Kinder missbrauchen, aber nicht nur Männer.
Johannes Brahms, der große deutsche Komponist, musste als Junge in einer Kneipe in Hamburg Klavier spielen, weil seine Familie nicht wohlhabend war. Die Kneipe war auch ein Bordell für Matrosen. Der Junge war ungefähr 13 Jahre alt, also in Pubertät.
Er musste viele aufreizende Verlockungen beobachten. Die Prostituierten haben auch den jungen Musiker angemacht. Brahms war sein Leben lang frauenfeindlich. Er heiratete nie aber besuchte ab und zu Bordellen.
Heute ist Porno wie eine Pandemie. Sehr viele Kinder sind im Internet Porno ausgesetzt.
Viele Pastoren sind Pornosüchtig, aber äußerlich sind sie anständige Christen.
Es gibt viele Kinder, die in sehr strickten Gemeinden heimlich missbraucht werden. Niemand will den Opfern glauben.
Ein Teenager hat sich im Internet Pornos angesehen. Als sein christlicher Vater die Fotos sah, sagte er seinem Sohn er soll sein Studium ernst nehmen, wenn er wirklich Frauenarzt sein wollte.
Es ist wichtig, christliche Gerechtigkeit beizubringen, aber nie ohne Liebe und Gnade.
Wir müssen Gottes Heiligkeit ernst nehmen. Sünde bleibt immer noch Sünde. Aber Puritanische Gesetzlichkeit und prüde Keuschheit funktionieren nicht mehr.
Der Sohn eines Pastors wurde von einem Mann missbraucht. Als er mit seiner Mutter sprach, war sie entsetzt, dass er von solchen unheiligen Dingen sprach. Sie hat seinen Mund mit Seife gewaschen.
Er wurde schon von einem Mann missbraucht und dann auch von seiner Mutter traumatisiert.
Viele Kinder werden missbraucht, deren Mütter entweder wegschauen oder das Kind direkt oder indirekt beschuldigen.
Es gibt auch Frauen, die Jungen Sex beibringen.
So viele Christen haben traumatische und verwirrende Erfahrungen hinter sich. Es gibt auch Frauen, die drogensüchtig sind und dann sich bekehren. Sie schämen sich, von ihren Erfahrungen in Prostitution zu sprechen.
Puritanische Gesetzlichkeit und schamhafte Prüderie funktionieren nicht mehr.
Traumatisierte Christen brauchen empathische Hilfe.
Eine junge Frau arbeitete in einer großen Gemeinde. Ein junger Mann, mit der sie im Dienst war, hat sie vergewaltigt. Die hat das Verbrechen mit einem Jugendpastor gemeldet, aber er sagte, er wollte von solchen unheiligen Sachen nichts hören.
Puritanische Gesetzlichkeit und schamhafte Prüderie funktionieren nicht mehr.Damit ist nicht gemeint, dass wir Sünde entschuldigen oder schönreden dürfen. Sex vor der Ehe ist immer noch Sünde.
Aber warum wird das Opfer so oft beschuldigt und nicht den Täter, besonders wenn der Täter ein äußerlich anständiger Mensch ist, oder vielleicht ein Elternteil oder Pastor?
Die Pharisäer wollten nichts von Sünde wissen. Sie schauten auf Sünder herab, aber Jesus war der Freund der Sünder und behandelte Opfer als Opfer, nicht als böse Menschen.
Jesus begegnete einer Frau an einem Brunnen in Samaria.
Jesus sprach zu ihr: „Geh hin, ruf deinen Mann und komm her!“
Die Frau antwortete ihm: „Ich habe keinen Mann.“ Jesus sprach zu ihr: „Du hast richtig gesagt: ‚Ich habe keinen Mann.‘
Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; damit hast du Wahres gesagt.“ Joh 4,16–18 lut.heute
Diese Frau war fünfmal verheiratet. Ein Mann hatte das Recht, seiner Frau loszuwerden.
Eine geschiedene Frau war nicht schuldig, sondern ein Opfer. Wer wollte eine fünfmal verheiratete Frau heiraten? Aber sie brauchte einen Mann, um sie zu versorgen, wenn sie keine Prostituierte sein wollte.
Jesus verstand die Klemme, in der eine abgelehnte Frau gefangen war.
Die Pharisäer wollten nichts von Sünde wissen. Sie schauten auf Sünder herab, aber Jesus war der Freund der Sünder und behandelte Opfer als Opfer, nicht als böse Menschen.
Puritanische Gesetzlichkeit und schamhafte Prüderie funktionieren nicht mehr.
Heute sind die Homo-Ehe und das Gender-Mainstreaming heikle aktuelle Themen. Christen verkünden biblisch begründete Urteile, aber wo sehen wir Mitgefühl, wie es bei Jesus in der Bibel zu finden ist?
Samstag, 11. Februar 2023
Gottes Mitgefühl für Opfer
Kinder spielen gerne. Im Sommer spielen sie im Wasser und im Winter spielen sie gerne im Schnee.
Aber eine bestimmte russische Frau in Deutschland hasste den Schnee, weil sie ihre Kindheit in Sibirien verbrachte. Kälte macht Spaß, aber extreme Kälte ist eine Qual.
Nicht alle Menschen, die aus demselben Land stammen, reagieren auf dieselbe Weise. Ich kenne einen deutschen Mann in Australien, der die tropische Hitze liebt. Andere Europäer lieben Wintersport.
Es gibt echt ergebene Christen, die Jesus lieben, und in Gottesdiensten vom Herzen anbeten, aber es gibt auch Christen, die Jahrelang ihre religiöse Pflicht erfüllen, aber vor lauter Langweile kaum wach bleiben können.
Dann gibt es Christen, die als Kinder in der Kirche oder Schule brutal missbraucht wurden. Für sie ist die Anbetung eine Qual.
Manche werden Geisteskrank und erholen sich nie. Andere begehen Selbstmord und andere werden wütende Atheisten, oder suchen Frieden in Yoga, Buddhismus oder in der Esoterik.
Manche finden in Freikirchen oder der Pfingstbewegung ihren Weg zu Gott.
Normale Menschen haben einen Hunger nach zärtlicher körperlicher Berührung, aber wer gravierend gebrannt oder verletzt ist, kann Berührung nicht ertragen.
Wer in der Kirche drangsaliert, missbraucht oder erniedrigt wurde, kann Gottesdienste als bedrohlich empfinden, nicht nur in katholischen Kirchen, sondern auch in Freikirchen oder in der Charismatischen-Bewegung.
In den Psalmen lesen wir, dass wir Gott mit Ehrfurcht und Begeisterung loben und anbeten sollen, aber wird Gott eine verletzte Seele verurteilen, wenn jemand nur leise beten will?
Es gibt auch viele Leute, die in ihrer Kindheit oder in der Ehe sexualen Missbrauch erlebten. Sie taugen nicht mehr für die Ehe, aber sie haben trotzdem immer noch starke sexuelle Gefühle.
Wenn sie Gott gehorchen wollen, nicht fremd gehen, Ausschweifungen ablehnen, und nicht Schwul sein wollen, suchen sie vielleicht Zuflucht in Selbstbefriedigung. Sollen wir diesen Ausweg kritisieren, wenn in der Bibel kein Wort darüber zu finden ist?
Im irdischen Leben von Jesus sehen wir Gottes tiefes Mitgefühl für verletzte und abgelehnte Außenseiter. Paulus betont nicht das Gesetz, sondern die Gnade Gottes.
Hoffentlich werden wir lernen, wie Jesus und Paulus unsere Mitmenschen und auch uns selbst mit Gottes Barmherzigkeit zu lieben.
Also gibt es jetzt für die, die zu Christus Jesus gehören, keine Verurteilung mehr. Römer 8,1 NLB
Dienstag, 29. November 2022
Jesus liebt die Abgelehnten
Es gibt so viele Menschen, die von anderen Christen verletzt worden sind.
Manchmal
sind verletzte Christen mindestens teilweise selbst schuld daran, weil
sie ichbezogen und empfindlich sind und nicht vergeben wollen, aber es
gibt auch viele Christen, die in christlichen Familien, Schulen oder
Gemeinden schrecklich missbraucht werden.
Es gibt Christen, die
einer bestimmten christlichen Tradition Mobbing erlebt haben. Sie sind
so traumatisiert, dass sie einen Gottesdienst in derselben Tradition
nicht aushalten können.
Es gibt Christen, die in großen
Gemeinden so gestresst und bedroht fühlen, dass sie nur Hauskirchen
ertragen können, oder nur durch christliches Fernsehen oder YouTube
Sendungen Segen empfinden.
Ich habe Mobbing in Kirchen erlebt, in
denen man nur eine bestimmte altmodische Bibelübersetzung lesen sollte.
Ich lese diese Übersetzung nicht mehr.
Ich wurde unter Druck
gesetzt, mich selbst zu verurteilen und oft zu fasten. Ich faste nicht
mehr. Gott versteht das. Wenn ich ans Fasten denke, kommen widerwärtige
Gefühle hoch.
Fasten soll ein von Gott gegebener Segen sein, aber Gott versteht, dass Fasten für mich kein Segen sein kann.
Meine
Frau und ich hatten einst Hühner. Ein Huhn gehörte zu einer anderen
Rasse. Statt eines Kammes hatte es Federn auf dem Kopf. Es wurde von den
anderen Hühnern erbarmungslos drangsaliert. Es stand bedrückt in einer
Ecke, wo ich es individuell fütterte.
In so vielen christlichen Gemeinden wird Konformismus verlangt. Christen, die irgendwie anders sind, werden verurteilt.
Jesus
liebt die missverstandenen und ausgestoßenen Christen. Wenn du keine
Nahrung in einem Gottesdienst finden kannst, wird Jesus dich aussuchen
und irgendwo und irgendwie lieben und versorgen.
Der Herr baut Jerusalem wieder auf und bringt die Israeliten zurück, die man aus ihrem Land verschleppt hat.
Er heilt die Menschen, die innerlich zerbrochen sind, und verbindet ihre Wunden. Psalm 147,2–3 HfA
Im Neuen Testament sehen wir, wie Jesus ein Freund der Leprakranken, der verachteten Frauen und Prostituierten war.
In den Briefen von Paulus, sehen wir, dass viele der ersten Christen arme Sklaven waren.
Bist
du ungebildet oder behindert, aber deine christliche Gemeinschaft ist
mit wohlhabenden ausgebildeten Christen. Du bist missverstanden, aber
Jesus versteht dich.
Bist du vielleicht ausgebildet und
akademisch orientiert, aber du bist von engstirnigen Fundamentalisten
umgeben. Jesus versteht dich.
Jesus
hat eine ganz besondere, individuelle Liebe für dich. Egal, was die
anderen Christen von dir denken, will Jesus dich jetzt persönlich
einladen.
Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. Matthäus 11,28 HfA
Jesus liebt die Abgelehnten
Es gibt so viele Menschen, die von anderen Christen verletzt worden sind.
Manchmal sind verletzte Christen mindestens teilweise selbst schuld daran, weil sie ichbezogen und empfindlich sind und nicht vergeben wollen, aber es gibt auch viele Christen, die in christlichen Familien, Schulen oder Gemeinden schrecklich missbraucht werden.
Es gibt Christen, die einer bestimmten christlichen Tradition Mobbing erlebt haben. Sie sind so traumatisiert, dass sie einen Gottesdienst in derselben Tradition nicht aushalten können.
Es gibt Christen, die in großen Gemeinden so gestresst und bedroht fühlen, dass sie nur Hauskirchen ertragen können, oder nur durch christliches Fernsehen oder YouTube Sendungen Segen empfinden.
Ich habe Mobbing in Kirchen erlebt, in denen man nur eine bestimmte altmodische Bibelübersetzung lesen sollte. Ich lese diese Übersetzung nicht mehr.
Ich wurde unter Druck gesetzt, mich selbst zu verurteilen und oft zu fasten. Ich faste nicht mehr. Gott versteht das. Wenn ich ans Fasten denke, kommen widerwärtige Gefühle hoch.
Fasten soll ein von Gott gegebener Segen sein, aber Gott versteht, dass Fasten für mich kein Segen sein kann.
Meine Frau und ich hatten einst Hühner. Ein Huhn gehörte zu einer anderen Rasse. Statt eines Kammes hatte es Federn auf dem Kopf. Es wurde von den anderen Hühnern erbarmungslos drangsaliert. Es stand bedrückt in einer Ecke, wo ich es individuell fütterte.
In so vielen christlichen Gemeinden wird Konformismus verlangt. Christen, die irgendwie anders sind, werden verurteilt.
Jesus liebt die missverstandenen und ausgestoßenen Christen. Wenn du keine Nahrung in einem Gottesdienst finden kannst, wird Jesus dich aussuchen und irgendwo und irgendwie lieben und versorgen.
Der Herr baut Jerusalem wieder auf und bringt die Israeliten zurück, die man aus ihrem Land verschleppt hat.
Er heilt die Menschen, die innerlich zerbrochen sind, und verbindet ihre Wunden. Psalm 147,2–3 HfA
Im Neuen Testament sehen wir, wie Jesus ein Freund der Leprakranken, der verachteten Frauen und Prostituierten war.
In den Briefen von Paulus, sehen wir, dass viele der ersten Christen arme Sklaven waren.
Bist du ungebildet oder behindert, aber deine christliche Gemeinschaft ist mit wohlhabenden ausgebildeten Christen. Du bist missverstanden, aber Jesus versteht dich.
Bist du vielleicht ausgebildet und akademisch orientiert, aber du bist von engstirnigen Fundamentalisten umgeben. Jesus versteht dich.
Jesus hat eine ganz besondere, individuelle Liebe für dich. Egal, was die anderen Christen von dir denken, will Jesus dich jetzt persönlich einladen.
Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. Matthäus 11,28 HfA
Samstag, 27. August 2022
Wunder in meinem Leben
Manche charismatische Prediger betonen Wunder, die sofort und schlagartig erscheinen. Als Jesus vor dem Kreuz in Israel missionierte, heilte er Kranken, erweckte Toten, trieb Dämonen aus, ging auf Wasser und vermehrte Brot und Fische.
Die Apostel haben auch ähnliche Wunder in Jesus Namen durch Gottes Kraft zustande gebracht.
In den Veranstaltungen von Smith Wigglesworth, Hermann Zaiss, Oral Roberts und Reinhard Bonnke hat man viele ähnlichen Wunder gesehen. Sehr viele sind dadurch zum Glauben gekommen.
Ich kann auch von Wundern Zeugnisse abgeben, wobei ich Monate oder Jahre warten musste, bis ich von Gottes Eingreifen überwältigt wurde.
Nach einer erschreckenden Krebsdiagnose in 2018, musste ich fast zwei Jahre warten, bis in einem MRT Scan kein Tumor erschien.
Als frisch bekehrter Christ ließ ich mich auf eine Kirche ein, deren Leiter fanatisch und sehr autoritär waren.
Ich konnte mit dem Stress nicht umgehen und rastete eines Tages bei einem Treffen mit zwei Pastoren aus. Ich wurde exkommuniziert und verfiel in Verzweiflung und Panik.
Ich glaubte, ich sei auf dem Weg in die Hölle.
Ich hatte einen kompletten Nervenzusammenbruch und war ein ganzes Jahr lang in einer psychiatrischen Klinik.
Trotz sehr guter Betreuung und starker Medikamente hatte ich nicht selten fürchterliche Panikattacken.
Aber Gott hat mich nie im Stich gelassen. Nach und nach lernte ich, Gott zu vertrauen und mich an seine Gnade zu halten. Ein paar Jahre später hatte ich eine Stelle als Sprachlehrer. Ich unterrichtete Englisch für Flüchtlinge in Australien.
Alles verlief ohne Probleme, bis ich eines Tages mitten im Unterricht vor den Augen meiner Schüler eine unerwartete Panikattacke bekam. Mein Schrecken war auf meinem entstellten Gesicht zu sehen. Ich sah aus wie ein Wahnsinniger.
Die Studenten brachen in hemmungsloses Gelächter aus und begannen, den Klassenraum zu verlassen.
Es war kein Nervenzusammenbruch, sondern eine Panikattacke, die sofort vorbei war, aber ich befand mich in einer katastrophalen Lage.
Ich habe mich schnell wieder gefasst.
Ich sagte den Studenten, sie sollten eine kurze Pause machen, und ich ging in den Nebenraum. Ich betete eindringlich um Gottes Hilfe. Sofort kam mir eine gute Idee für die nächste Stunde.
Die Studenten kamen zurück, und alles lief glatt. Es war, als wäre nichts geschehen.
Die folgenden Wochen waren ein glänzender Erfolg. Ich hörte nach diesem peinlichen Drama kein Wort.
Was für ein Wunder!
›Ruf mich, dann will ich dir antworten und will dir gewaltige und unglaubliche Dinge zeigen, von denen du noch nie gehört hast. Jeremia 33,3 NLB
Freitag, 18. März 2022
Missbrauch Entlarven
Wenn ich Missbrauch in christlichen Kirchen beobachte und darüber nachdenke, bin ich erschrocken und entrüstet.
Wie lange, lieber Gott, wirst du das ertragen? Wie lange werden hoch angesehene Bischöfe und auch angeblich bibeltreue Prediger das zulassen dürfen?
Dann lese ich meine Bibel und ich finde, dass Gott das alles versteht.
Ihr Herren, wie lange soll meine Ehre geschändet werden? Wie habt ihr das Nichtige so lieb und die Lüge so gern! Ps 4,3 NLB
Es gibt so viele Männer in den Kirchen, die Frauen und Kinder wie Raubtiere missbrauchen. Sie geben sich als gute Christen aus.
Die Gemeindeleiter stehen zu den Missbrauchstätern und verurteilen und schikanieren die Opfer. Nicht selten sind Priester oder Pastoren selbst die Täter.
Ich danke Gott für aufrichtige christliche Ehemänner, Väter und Prediger. Es gibt auch so viele gute Christen.
Diese Skandale sind eine Schande für uns Christen, die Jesus nachfolgen wollen. Wir sollen den guten Namen der Kirchen nicht in den Dreck ziehen.
Die antichristlichen Medien wollen den Missbrauch in den Kirchen hervorheben, weil sie die Christen im Allgemeinen verleumden wollen.
Wie sollen wir reagieren? Wenn wir mit den Opfern und den Journalisten protestieren, wird uns gesagt, wir verfolgen unsere Mitchristen. Aber wenn wir schweigen, verraten wir die Opfer, die Beistand von Christen dringend brauchen.
Dieser Missbrauch ist so weit verbreitet. So viele christliche Leiter verschleiern das Problem.
Als aufrichtige Christen können wir nicht neutral bleiben. Entweder stellen wir uns auf die Seite der Opfer oder auf die der Leiter, und damit lassen wir die Opfer im Stich.
Man sagt uns, wir sollen hinwegschauen und nur das Evangelium verkünden.
Wenn ich "nur das Evangelium predige" und über häusliche Gewalt, Kindesmissbrauch und arrogante autoritäre Leiterschaft in den Kirchen schweige, werde ich von vielen ehrlichen Suchenden außerhalb der Kirche als Förderer einer grausamen und giftigen Religion angesehen.
Ein angesehener Bibellehrer in einer großen reformierten Kirche in den USA wurde vor Gericht des Kindesmissbrauchs für schuldig befunden und zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Der Täter hatte seine Schuld bekannt.
Dennoch wurde seine Frau von den Pastoren angewiesen, mit ihrem Mann zusammenzuleben und sich zu unterwerfen. Als sie sich weigerte, wurde sie exkommuniziert. Die Gemeindevorsteher standen weiterhin zu dem schuldigen Mann, der im Gefängnis saß.
Die dreckige Ungerechtigkeit ist schon seit langem entlarvt. Wir müssen transparent sein.
Wie hat Jesus auf solche Missstände reagiert?
Da brachten die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau zu ihm, die beim Ehebruch ergriffen worden war, stellten sie in die Mitte
und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist während der Tat beim Ehebruch ergriffen worden.
Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, dass solche gesteinigt werden sollen. Was sagst nun du? Johannes 8,3–5 SLT
Die jüdischen Bibelprofis interessierten sich nicht für Gottes Gerechtigkeit. Die Frau hat Ehebruch nicht mit sich selbst begangen. Wo war der Mann?
Was sagte Jesus dazu?
… Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie! Johannes 8,7 SLT
Die grausamen Bibelprofis machten sich davon und Jesus vergab der Frau.
Es ist merkwürdig, dass einige Kirchenväter diesen Abschnitt nicht in die Bibel aufnehmen wollten. Das gibt zu denken.
Wenn ein Bischof, Priester, Pastor, Pfarrer oder bekannter Prediger Mobbing zulässt, aber missbrauchten Frauen und Kindern nicht zur Seite steht, dann müssen wir diese Geistlichen entlarven, genau wie Jesus getan hat.
Jesus warnte, dass wir uns nicht von Pharisäern unterjochen lassen müssen. Es gibt auch viele christliche Pharisäer.
Paulus warnte die Christen in Korinth davor, sich autoritären Predigern zu unterwerfen.
Ihr ertragt es, wenn euch jemand knechtet, wenn euch jemand ausnützt, wenn euch jemand gefangen nimmt, wenn sich jemand über euch erhebt, wenn euch jemand ins Angesicht schlägt. 2. Korinther 11,20 LU
Findet heraus, was dem Herrn Freude macht.
Beteiligt euch nicht an den nutzlosen Taten der Finsternis, sondern deckt sie vielmehr auf. Epheser 5,10–11 NLB
Aber es gibt so viele aufrichtige Christen und so viele ehrliche Prediger. Wir müssen nicht alle Prediger verachten.
Prüft alles, das Gute behaltet! 1. Thessalonicher 5,21 SLT
Die Ältesten, die gut vorstehen, sollen doppelter Ehre wert geachtet werden, besonders die, welche im Wort und in der Lehre arbeiten. 1. Timotheus 5,17 SLT
Montag, 31. Mai 2021
Heilung für Verletzte Seelen
Nur Jesus versteht die Verletzungen in deiner Seele. Nur Gott kann dein Herz heilen. Jesus wurde als Kind verachtet und dem Spott seiner Nachbarn ausgesetzt, weil er vor der Hochzeit seiner Eltern empfangen wurde.
Haben Maria und Josef allen erklärt, dass Gott der eigentliche Vater ihres Sohns war? Stell dir vor, wenn jemand so was sagen würde. Heute würden sie in einer Klinik landen.
Als die Hirten den neugeborenen Jesus in Bethlehem besuchten, beteten sie Gottes Sohn an. Das war für Maria eine Bestätigung der ihr von Gott gegebenen Offenbarung, aber sie teilte ihre Gedanken mit anderen nicht, außer vielleicht mit Josef.
Maria aber bewahrte all das Gehörte in ihrem Herzen und dachte viel darüber nach. Lukas 2,19 GN
Bist du oft missverstanden? Von klein auf wurde Jesus missverstanden und missachtet. Du brauchst Hilfe, aber sei bitte vorsichtig. Nicht alle können dich verstehen oder dir helfen.
Dann kommst du in eine fromme bibeltreue Gemeinde. Sie lehren, dass die Psychologie von geistigen Störungen alles weltliche Irrlehre sei. Die Ursache aller deinen Problemen sei einfach deine Sünde.
Stimmt das? Jesus musste viel leiden, obwohl er keine Sünde hatte.
Unsere Verletzungen und Störungen können von unseren eigenen Sünden kommen, aber sie können auch oft von Missbrauch kommen, den du erlebt hast, d.h. von den Sünden anderer, Sünden gegen dich.
Keiner von uns ist ohne Sünde. Auch die Christen, die dich zurechtweisen wollen.
Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. 1. Johannes 1,8–9 ELB
Aber es ist nutzlos, nur unsere äußerlichen Handlungen zu bekennen und zu ändern, wenn unsere Vergehen aus einer verdorbenen oder verletzten Seele kommen.
Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib auf dich selbst acht, dass nicht auch du versucht wirst! Galater 6,1 ELB
Wer mit Sanftmut jemanden zurechtweist, muss verstehen, dass nur Gott eine verletzte Seele heilen kann. Nur Gott kann ein verdorbenes Herz heilen.
Jesus hatte schwierige Probleme mit den Pharisäern. Die Pharisäer waren gesetzlich. Sie fokussierten auf das äußerliche Benehmen, anstatt zu verstehen, dass Gott vorerst um unser Herz und unsere Seele kümmert.
Viele strengen Christen heute machen ähnliche Fehler. Sie quälen schwache Christen mit harscher Kritik oder sie quälen sich selbst mit Schuldkomplexen.
Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit!
Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde! Matthäus 23,25–26 Schlachter 2000
Wenn du Seelsorge oder Therapie brauchst, und in deiner Gemeinde nur von Regeln und Bibeltexten die Rede ist, musst du anderswo Hilfe suchen.
Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, er verbindet ihre Wunden. Psalm 147,3 ELB
Montag, 24. Mai 2021
Gott Liebt Traumatisierte Opfer
In den Jahrzehnten nach dem Krieg gab es Juden, die nicht ertragen konnten, die deutsche Sprache zu hören.
Es gibt Frauen und auch Männer, die als Kinder so traumatisiert waren, dass sie selbst nie heiraten wollen.
Manche werden homosexuell; andere leben in de facto Beziehungen. Andere fliehen schon als Teenager und werden obdachlos.
Es gibt auch viele Christen, die in Gemeinden so manipuliert und respektlos behandelt werden, dass sie sich in Gottesdiensten oft bedroht fühlen.
Gott hat uns Heimat, Familie, Ehe und Gemeinde gegeben, aber wenn diese Gaben Gottes durch Machtgier verdreht werden, gibt es so viele Opfer, die das Leben unerträglich finden.
Meine Frau und ich waren etwa zehn Jahre lang in einer wunderbaren Gemeinde. Viele liebten Gott mit freiem Herzen. Viele waren missionarisch auf der Straße aktiv.
Alle waren willkommen, Obdachlose, Hexen, Prostituierte, es spielte keine Rolle. Einige Esoteriker kamen, um Gott zu suchen, andere kamen, um gegen uns Hexerei zu betreiben, aber die Christen beteten mit Kraft und Autorität, sodass der Teufel nicht die Oberhand gewinnen konnte.
Eine solche Situation kann chaotisch werden. Es gibt einige Gemeinschaften, in denen die Leiter strenge Herrscher sind, vielleicht aus Machtgier, vielleicht aber auch aus Angst vor Chaos.
Unser Pastor sagte oft, es wäre einfach für ihn, Menschen zu kontrollieren, und schwieriger, freie Menschen zu leiten, aber für ihn war die Freiheit so wichtig.
Paulus glaubte auch an die Freiheit. Er war äußerst kritisch gegenüber Predigern, die hart regieren wollten. Er sagte den Christen in Korinth, dass sie sich einer solchen Führung nicht unterwerfen sollten.
Denn ihr ertragt es, wenn jemand euch knechtet, wenn jemand euch aufzehrt, wenn jemand euch einfängt, wenn jemand sich überhebt, wenn jemand euch ins Gesicht schlägt. 2. Korinther 11,20 ELB
Paulus kritisierte nicht nur die arroganten Prediger für ihre Grausamkeit, sondern auch die Christen, für ihren Gehorsam.
Grausamer Missbrauch von Autorität richtet verheerenden Schaden an. Viele Frauen und Männer wollen wegen strenger christlicher Eltern, Lehrer oder Prediger nichts mehr mit Gott oder der Gemeinde zu tun haben.
Eine gute Predigerin erzählte, wie sie auf der Straße unterwegs war und unter Prostituierten missionierte. Nicht wenige junge Frauen auf der Straße kamen von frommen christlichen Familien.
Wie können wir die verletzten Opfer für Jesus gewinnen?
Unser Vorbild ist Jesus. Er predigte sehr hart gegen die Sünden der überheblichen religiösen Leiter, aber er war sanftmütig und freundlich mit den verachteten Sündern.
Nun ist der Menschensohn gekommen, isst und trinkt wie jeder andere, und ihr wendet ein: ›Er frisst und säuft, und seine Freunde sind die Zolleinnehmer und Sünder!‹ Lukas 7,34 HfA
Bist du selbst schwer verletzt, abgelehnt und traumatisiert? Musst du dich wieder unterwerfen, um Gottes Urteil zu entkommen? Viele ringen mit solch schrecklichen Gedanken.
Gottes Wege für dich sind ganz anders. Er will dich freundlich aufnehmen und dir mit Sanftmut helfen.
Mittwoch, 5. Mai 2021
Du darfst Fehler machen.
Du darfst Fehler machen.
Als ich ein junger neu bekehrter Christ war, bin ich einer Gemeinde beigetreten, wo Vollgas Hingabe verlangt wurde.
Ich hatte einige Jahre mit humanistischer Religion herumgespielt. War das meine Suche nach Wahrheit oder meine Flucht vor der Wahrheit? Eine gute Frage.
In der Bibel sind Wahrheit, Heiligkeit und Gehorsam stark betont, keine Frage, aber man findet in der Bibel auch den Gott der Gnade und Freundlichkeit.
In dieser Gemeinde spürte man die Gegenwart des Heiligen Geistes und ich spürte die Liebe Gottes auf wunderbare Weise. Wo Menschen Gottes Gegenwart echt suchen, lässt Gott seine Gegenwart greifbar erfahren.
Im Neuen Testament sehe ich beides, die Heiligkeit Gottes und die Gnade Gottes. Wir brauchen beides, denn es gibt nicht zwei Götter, sondern nur einen Gott. Der Gott der Heiligkeit ist auch der liebende Gott der Gnade, der sich um die Schwachen kümmert und der sich um schwache Christen mit Sanftmut kümmert.
In dieser Gemeinde haben die Prediger extremen Gehorsam verlangt. Sie haben ungehorsame Mitglieder bedroht und eingeschüchtert. Das kommt nicht von Gott.
Ich hatte den Eindruck, dass die Prediger und Leiter heilig und fehlerlos waren, und ich durfte auch keine Fehler machen.
Das Streben nach totalem Gehorsam wurde zur Qual. Ich konnte den Stress einfach nicht aushalten. Ich wurde exkommuniziert, aber Gott war mit dem Urteil der Prediger nicht einverstanden.
Ich bin immer noch am Leben Gott segnet mich mehr denn je.
Was habe ich von alldem gelernt?
Gehorsam ist wichtig, aber Gott versteht meine Schwächen und liebt mich unabdingbar.
Ich darf Fehler machen.
Es ist gefährlich, Prediger und Gemeindeleiter als Superheiligen zu betrachten.
Alle Christen machen Fehler und alle Pastoren und Prediger machen Fehler.
Wenn ich von Predigern missverstanden oder verurteilt bin, habe ich einen Gott, der mich komplett versteht und nicht verurteilt.
Es gibt viele Prediger, die behaupten, eine Botschaft von Gott zu haben. Manchmal ist es wahr und manchmal nicht.
Ich kann lernen, Gottes Stimme zu hören, aber das ist ein Lernprozess. Auch ich darf Fehler machen.
Gott liebt mich trotz allem.
Er hat einen guten Plan für mein Leben, auch wenn andere Christen diesen Plan oft nicht verstehen. Auch Pastoren können Gottes Pläne für mich missverstehen.
Ich habe seitdem gute Gemeinden und gute Pastoren gefunden. Gott versteht, seine Kinder zu leiten und zu trösten.
»Tröstet, tröstet mein Volk!«, sagt euer Gott.
»Sprecht den Leuten aus Jerusalem Mut zu, sagt zu ihnen: ‘Eure Gefangenschaft ist zu Ende! Eure Schuld ist abgebüßt! Ihr habt vom HERRN die volle Strafe für eure Vergehen empfangen; jetzt ist alles beglichen!’« Jesaja 40,1–2 GN