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Dienstag, 14. März 2023

Missbrauch, Sünde und Gnade

 So viele Mädchen werden sexuell missbraucht, aber auch Jungen. Es gibt Männer, die Kinder missbrauchen, aber nicht nur Männer.

Johannes Brahms, der große deutsche Komponist, musste als Junge in einer Kneipe in Hamburg Klavier spielen, weil seine Familie nicht wohlhabend war. Die Kneipe war auch ein Bordell für Matrosen. Der Junge war ungefähr 13 Jahre alt, also in Pubertät.

Er musste viele aufreizende Verlockungen beobachten. Die Prostituierten haben auch den jungen Musiker angemacht. Brahms war sein Leben lang frauenfeindlich. Er heiratete nie aber besuchte ab und zu Bordellen.

Heute ist Porno wie eine Pandemie. Sehr viele Kinder sind im Internet Porno ausgesetzt. 

Viele Pastoren sind Pornosüchtig, aber äußerlich sind sie anständige Christen. 

Es gibt viele Kinder, die in sehr strickten Gemeinden heimlich missbraucht werden. Niemand will den Opfern glauben.

Ein Teenager hat sich im Internet Pornos angesehen. Als sein christlicher Vater die Fotos sah, sagte er seinem Sohn er soll sein Studium ernst nehmen, wenn er wirklich Frauenarzt sein wollte.

Es ist wichtig, christliche Gerechtigkeit beizubringen, aber nie ohne Liebe und Gnade. 

Wir müssen Gottes Heiligkeit ernst nehmen. Sünde bleibt immer noch Sünde. Aber Puritanische Gesetzlichkeit und prüde Keuschheit funktionieren nicht mehr.

Der Sohn eines Pastors wurde von einem Mann missbraucht. Als er mit seiner Mutter sprach, war sie entsetzt, dass er von solchen unheiligen Dingen sprach. Sie hat seinen Mund mit Seife gewaschen.
Er wurde schon von einem Mann missbraucht und dann auch von seiner Mutter traumatisiert.

Viele Kinder werden missbraucht, deren Mütter entweder wegschauen oder das Kind direkt oder indirekt beschuldigen.

Es gibt auch Frauen, die Jungen Sex beibringen.

So viele Christen haben traumatische und verwirrende Erfahrungen hinter sich. Es gibt auch Frauen, die drogensüchtig sind und dann sich bekehren. Sie schämen sich, von ihren Erfahrungen in Prostitution zu sprechen.

Puritanische Gesetzlichkeit und schamhafte Prüderie funktionieren nicht mehr.


Traumatisierte Christen brauchen empathische Hilfe.

Eine junge Frau arbeitete in einer großen Gemeinde. Ein junger Mann, mit der sie im Dienst war, hat sie vergewaltigt. Die hat das Verbrechen mit einem Jugendpastor gemeldet, aber er sagte, er wollte von solchen unheiligen Sachen nichts hören.

Puritanische Gesetzlichkeit und schamhafte Prüderie funktionieren nicht mehr.Damit ist nicht gemeint, dass wir Sünde entschuldigen oder schönreden dürfen. Sex vor der Ehe ist immer noch Sünde.

Aber warum wird das Opfer so oft beschuldigt und nicht den Täter, besonders wenn der Täter ein äußerlich anständiger Mensch ist, oder vielleicht ein Elternteil oder Pastor? 

Die Pharisäer wollten nichts von Sünde wissen. Sie schauten auf Sünder herab, aber Jesus war der Freund der Sünder und behandelte Opfer als Opfer, nicht als böse Menschen.

Jesus begegnete einer Frau an einem Brunnen in Samaria.

Jesus sprach zu ihr: „Geh hin, ruf deinen Mann und komm her!“

Die Frau antwortete ihm: „Ich habe keinen Mann.“ Jesus sprach zu ihr: „Du hast richtig gesagt: ‚Ich habe keinen Mann.‘

Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; damit hast du Wahres gesagt.“
Joh 4,16–18 lut.heute

Diese Frau war fünfmal verheiratet. Ein Mann hatte das Recht, seiner Frau loszuwerden. 

Eine geschiedene Frau war nicht schuldig, sondern ein Opfer. Wer wollte eine fünfmal verheiratete Frau heiraten? Aber sie brauchte einen Mann, um sie zu versorgen, wenn sie keine Prostituierte sein wollte.

Jesus verstand die Klemme, in der eine abgelehnte Frau gefangen war.

Die Pharisäer wollten nichts von Sünde wissen. Sie schauten auf Sünder herab, aber Jesus war der Freund der Sünder und behandelte Opfer als Opfer, nicht als böse Menschen.

Puritanische Gesetzlichkeit und schamhafte Prüderie funktionieren nicht mehr. 

Heute sind die Homo-Ehe und das Gender-Mainstreaming heikle aktuelle Themen. Christen verkünden biblisch begründete Urteile, aber wo sehen wir Mitgefühl, wie es bei Jesus in der Bibel zu finden ist?

Montag, 21. März 2022

Missbrauch, Trauma, Krieg. Wie Beten?

 Die Welt um mich finde ich so traurig und beängstigend. Zuerst kam Covid, dann Delta, dann Omikron. Dann kam dieser schreckliche Krieg in der Ukraine, bei dem Putin in die Fußstapfen Stalins trat.

Schon im zweiten Kapitel der Bibel lesen wir, wie alles tragisch schiefging.

Der erste Mann und die erste Frau haben sich entschieden, Gottes klare Anweisung abzulehnen, indem sie die verbotene Frucht aßen.

Seitdem erleben wir Menschen in jeder Generation Kummer und Leid, Krankheit und Tod, Streite und Kriege.

Was sagte Jesus dazu?

Die Königreiche dieser Welt werden ein Ende haben. Gott hat einen Plan, eine neue liebevolle Menschheit in einer guten Welt zu etablieren.

Jesus lehrt uns, für Gottes Plan zu beten. Trotz der Grausamkeit und Verwirrung um uns herum, gibt es einen guten Vatergott, der uns aus dem Mist herausholen kann und retten will.

Ihr sollt deshalb so beten: Unser Vater im Himmel! Dein heiliger Name soll geehrt werden. Matthäus 6,9 HfA

Wer ist der Vater im Himmel? Er ist der liebevolle Papa für alle, die Jesus als Gottes Sohn vertrauen. Er ist der Schöpfer, der auch dein Schöpfer ist, der dich geschaffen hat, der einen liebevollen Plan für dich hat.

Wie können wir unseren Papa verehren? Indem wir seinen Sohn verehren, indem wir uns Jesus als Vorbild für unser Leben vor Augen halten.

Jesus war immer von Mitgefühl bewegt. Er stand den Unterdrückten zur Seite. Er stand auf der Seite der verachteten Sünder gegen den selbstgerechten religiösen Menschen.

So oft sehen wir, wie eine christliche Frau ihren scheinbar christlichen Ehemann verlässt. Niemand fragt, ob der angesehene Ehemann vielleicht in Wirklichkeit ein sadistischer Heuchler ist. Niemand will wissen, ob sie vielleicht vor häuslicher Gewalt und Kindesmissbrauch geflüchtet ist.

So reagieren viele Christen wie die frommen Juden zur Zeit Jesu.

Aber Jesus schaute nicht auf die Äußerlichkeiten, sondern er hörte auf den Heiligen Geist, der alles, was hinter verschlossenen Türen geschieht, genau beobachtet und die verborgenen Gedanken der Menschen versteht.

In Johannes, Kapitel vier, begegnete Jesus einer verachteten Frau, die fünfmal verheiratet war. 

Jesus schaute hinter den Kulissen und er sah nicht eine böse Frau, sondern ein Opfer, der von fünf Ehemänner ausgestoßen wurde und jetzt in einer unehelichen Beziehung war, weil sie keine Alternative mehr hatte.

Wir sollen beten, dass Gottes Wille geschieht, auf der Erde wie im Himmel.

Gottes Himmel wird nicht von religiöser Gesetzlichkeit geprägt, sondern von Gottes wunderbarer Liebe.


Lass dein Reich kommen. Dein Wille geschehe hier auf der Erde, so wie er im Himmel geschieht. Matthäus 6,10 HfA

Wie können wir für die Ukraine beten? Wir sehen nur die schrecklichen Nachrichten in den Medien und ein paar Zeugnisse, aber Gott schaut tief in die Herzen der Russen und Ukrainer ein.

Dabei hilft uns der Geist Gottes in all unseren Schwächen und Nöten. Wissen wir doch nicht einmal, wie wir beten sollen, damit es Gott gefällt! Deshalb tritt Gottes Geist für uns ein, er bittet für uns mit einem Seufzen, wie es sich nicht in Worte fassen lässt.

Und Gott, der unsere Herzen durch und durch kennt, weiß, was der Geist für uns betet. Denn im Gebet vertritt der Geist die Menschen, die zu Gott gehören, so wie Gott es möchte.
Römer 8,26–27 HfA


Wenn wir nur mit Nächstenliebe und tiefem Mitgefühl stöhnen können, versteht der Heilige Geist in dir, wie Gott antworten will.

Wenn du charismatisch bist und in einer Gebetssprache beten kannst, wird Gott auch alles verstehen, was der Heilige Geist durch dich betest.

Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16 HfA

Jesus ist für die Witwen und Waisenkinder in der Ukraine gestorben, aber auch für die russischen Soldaten.

Ich bete, dass gerade jetzt sehr viele Russen und Ukrainer tiefe Heimsuchungen und Begegnungen mit dem auferstandenen Sohn Gottes haben werden.

Freitag, 18. März 2022

Missbrauch Entlarven

 Wenn ich Missbrauch in christlichen Kirchen beobachte und darüber nachdenke, bin ich erschrocken und entrüstet.

Wie lange, lieber Gott, wirst du das ertragen? Wie lange werden hoch angesehene Bischöfe und auch angeblich bibeltreue Prediger das zulassen dürfen?

Dann lese ich meine Bibel und ich finde, dass Gott das alles versteht.

Ihr Herren, wie lange soll meine Ehre geschändet werden? Wie habt ihr das Nichtige so lieb und die Lüge so gern! Ps 4,3 NLB

Es gibt so viele Männer in den Kirchen, die Frauen und Kinder wie Raubtiere missbrauchen. Sie geben sich als gute Christen aus. 

Die Gemeindeleiter stehen zu den Missbrauchstätern und verurteilen und schikanieren die Opfer. Nicht selten sind Priester oder Pastoren selbst die Täter.

Ich danke Gott für aufrichtige christliche Ehemänner, Väter und Prediger. Es gibt auch so viele gute Christen.

Diese Skandale sind eine Schande für uns Christen, die Jesus nachfolgen wollen. Wir sollen den guten Namen der Kirchen nicht in den Dreck ziehen. 

Die antichristlichen Medien wollen den Missbrauch in den Kirchen hervorheben, weil sie die Christen im Allgemeinen verleumden wollen.

Wie sollen wir reagieren? Wenn wir mit den Opfern und den Journalisten protestieren, wird uns gesagt, wir verfolgen unsere Mitchristen. Aber wenn wir schweigen, verraten wir die Opfer, die Beistand von Christen dringend brauchen.

Dieser Missbrauch ist so weit verbreitet. So viele christliche Leiter verschleiern das Problem. 

Als aufrichtige Christen können wir nicht neutral bleiben. Entweder stellen wir uns auf die Seite der Opfer oder auf die der Leiter, und damit lassen wir die Opfer im Stich.

Man sagt uns, wir sollen hinwegschauen und nur das Evangelium verkünden.

Wenn ich "nur das Evangelium predige" und über häusliche Gewalt, Kindesmissbrauch und arrogante autoritäre Leiterschaft in den Kirchen schweige, werde ich von vielen ehrlichen Suchenden außerhalb der Kirche als Förderer einer grausamen und giftigen Religion angesehen.

Ein angesehener Bibellehrer in einer großen reformierten Kirche in den USA wurde vor Gericht des Kindesmissbrauchs für schuldig befunden und zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Der Täter hatte seine Schuld bekannt.

Dennoch wurde seine Frau von den Pastoren angewiesen, mit ihrem Mann zusammenzuleben und sich zu unterwerfen. Als sie sich weigerte, wurde sie exkommuniziert. Die Gemeindevorsteher standen weiterhin zu dem schuldigen Mann, der im Gefängnis saß.

Die dreckige Ungerechtigkeit ist schon seit langem entlarvt. Wir müssen transparent sein.

Wie hat Jesus auf solche Missstände reagiert?

Da brachten die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau zu ihm, die beim Ehebruch ergriffen worden war, stellten sie in die Mitte

und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist während der Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 

Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, dass solche gesteinigt werden sollen. Was sagst nun du? Johannes 8,3–5 SLT

Die jüdischen Bibelprofis interessierten sich nicht für Gottes Gerechtigkeit. Die Frau hat Ehebruch nicht mit sich selbst begangen. Wo war der Mann?

Was sagte Jesus dazu?

… Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie! Johannes 8,7 SLT

Die grausamen Bibelprofis machten sich davon und Jesus vergab der Frau.

Es ist merkwürdig, dass einige Kirchenväter diesen Abschnitt nicht in die Bibel aufnehmen wollten. Das gibt zu denken.

Wenn ein Bischof, Priester, Pastor, Pfarrer oder bekannter Prediger Mobbing zulässt, aber missbrauchten Frauen und Kindern nicht zur Seite steht, dann müssen wir diese Geistlichen entlarven, genau wie Jesus getan hat.

Jesus warnte, dass wir uns nicht von Pharisäern unterjochen lassen müssen. Es gibt auch viele christliche Pharisäer.

Paulus warnte die Christen in Korinth davor, sich autoritären Predigern zu unterwerfen.

Ihr ertragt es, wenn euch jemand knechtet, wenn euch jemand ausnützt, wenn euch jemand gefangen nimmt, wenn sich jemand über euch erhebt, wenn euch jemand ins Angesicht schlägt.
2. Korinther 11,20 LU

Findet heraus, was dem Herrn Freude macht.
Beteiligt euch nicht an den nutzlosen Taten der Finsternis, sondern deckt sie vielmehr auf.
Epheser 5,10–11 NLB

Aber es gibt so viele aufrichtige Christen und so viele ehrliche Prediger. Wir müssen nicht alle Prediger verachten.

Prüft alles, das Gute behaltet!
1. Thessalonicher 5,21 SLT

Die Ältesten, die gut vorstehen, sollen doppelter Ehre wert geachtet werden, besonders die, welche im Wort und in der Lehre arbeiten.
1. Timotheus 5,17 SLT

Mittwoch, 21. April 2021

Segen brechen Flüche

Corrie ten Boom war eine holländische Frau, die Jesus liebte. Während der Nazibesatzung in Holland hat ihre Familie eine Zuflucht für Juden gegeben.

Ihre Familie wurde verraten und sie wurde mit ihrer Schwester von den Nazis verschleppt. Sie war in Ravensbrück KZ in Mecklenburg-Vorpommern. Ein sehr hartes Schicksal.

Sie fing an, die anderen Gefangenen mit ihrem biblischen Glauben zu ermutigen. Sie hielt fest an der Ermahnung von Paulus, für alles dankbar zu sein.

Sagt in allem Dank! Denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. 1 Thess 5,18 ELB

Was, wirklich? Für die ekelhafte Speise? Für die Kälte?

Sie fing an, eine undenkbare Danksagung laut zu sprechen. „Danke für die Bettwanzen.“

Aber nachdem sie dieses unsinnige Gebet gesprochen hatte, hat sie eine Offenbarung mitbekommen. 

Wegen der Bettwanzen wurden sie von den grausamen Wärtern in ihrem unappetitlichen Schlafsaal nicht belästigt. Die Wärter wollten diesen ekeligen Ungeziefern um jeden Preis aus dem Weg gehen.

Sie musste auch eine andere harte Probe bestehen.

Sie musste ihren Hass überwinden. Jesus lehrte, wir müssen unsere Feinde lieben und segnen.
Ihre liebe Schwester wurde schwerkrank und starb in dem KZ.

Dann durfte Corrie das KZ verlassen. Das war ein Wunder. Jemand in einem Büro in Deutschland hatte einen Fehler gemacht, und sie wurde deswegen frühzeitig aus dem KZ entlassen. Das war ein Wunder Gottes.

Aber sie hatte schrecklich gelitten und ihre Familie verloren.

Nach dem Krieg wurde Corrie eine umherziehende Predigerin.
Gott ließ sie auch in Deutschland dienen, auch eine harte Probe für sie.

Nach einer Predigt in Deutschland kam ein Wärter von dem KZ auf sie zu und bat um Vergebung.


Corrie war starr vor Schreck. Traumatisiert.

Aber sie hat sich gezwungen, ihre Hand zu geben.

Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln. Lk 6,28

Corrie war ein Opfer der Nazis, aber sie weigerte sich, die Identität eines Opfers auf sich selbst zu nehmen.

Bist du vielleicht eine Zielscheibe für grausame Angriffe in deiner Familie oder in deiner Arbeit?

Gott behüte, aber es kann auch vielleicht in deiner Gemeinde geschehen. In der Bibel waren die Pharisäer keine netten Leute, aber nicht alle Pharisäer sind Juden. Es gibt leider auch christliche Pharisäer.

Man kann sich daran gewöhnen, Mobbing zu erwarten. Man kann verachtet sein und dann anfangen, sich selbst nicht zu respektieren.

Das ist eine falsche Identität. Du bist nicht diese Person, egal wie oft du versagt hast.
Gott ist dein Schöpfer und er hat dich gut gemacht.


Es kann sein, dass deine Familie Nazi Verbrecher waren, oder verfolgte Juden. War dein Vater ein Stasi Offizier, oder deine Mutter eine Prostituierte, oder vielleicht du selbst?

Ist dein Leben ruiniert? Egal wie du heruntergekommen bist, Gott hat dich gut gemacht und Er kann dich wiederherstellen.

Egal wo du herkommst, hat Gott dich gut gemacht. Gott einen guten Plan für dein Leben und Er will seinen Plan verwirklichen.
Aber du musst dich als Gottes gute Schöpfung anerkennen.

Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln. Lk 6,28

Weißt du, wer daran gewöhnt ist, verachtet und verflucht zu werden, lernt oft, sich selbst zu verachten und zu verfluchen.

Du musst lernen, deine Peiniger zu segnen, aber auch dich selbst zu segnen.
Fang an, Segenssprüche über dich selbst zu sprechen.

Tu das mehrmals jeden Tag und hör nicht auf.
Gott will dir eine neue Identität geben.

Sonntag, 11. April 2021

Opfer brauchen Befreiung

 Die Hebräer waren 400 Jahre lang Sklaven in Ägypten. Es wurde immer schlimmer. Endlich wurden ihre männlichen Babys von den Ägyptern geschlachtet. Ihr Schicksal war unerträglich.

Wir könnten an die Flüchtlinge denken, die alles opfern, um die Qual der Tyrannei in Nordkorea zu entkommen, noch viel schlimmer als in der alten DDR.

Als ich in 1972 in Australien studierte ich Psychologie in der Uni. Ich habe gelesen, dass nicht wenige Zuwanderer aus Osteuropa nach dem Krieg psychiatrische Störungen hatten, besonders Paranoia, das heißt Verfolgungswahn.

Wenn man ständig bedroht fühlt, kann man Angst so verinnerlichen, dass man Bedrohungen sieht, wo keine Bedrohung ist.

Panische Angst kann zur Gewohnheit werden. Mit dieser extremen Angst kommen dann Verzweiflung, Depression, Wut und Hass.

Verfolgte Sklaven und Gefangene haben immer Angst vor Verrat, weil das ihrer Lebenserfahrung entspricht.

Zwangsprostituierten haben manchmal die Gelegenheit, sich bei der Polizei zu melden, aber sie wissen nicht, ob ein Polizist vertrauenswürdig sei oder vielleicht in der dreckigen Masche verwickelt.

Wir lesen in der letzten Zeit von Kindern, die in Kirchen oder religiösen Schulen sexuell missbraucht wurden. Wem können diese Kinder vertrauen? Wer würde sie glauben?

Ich kenne eine christliche Frau, die von ihrem ichbezogenen Ehemann grausam kontrolliert wurde. Zu Hause war er arrogant und gebieterisch, aber in der Gemeinde war er ein strahlender Christ. Wenn sie ihren Mann verließ, wurde sie als die Schuldige verurteilt.

Wenn Menschen gebrochen sind, brauchen sie nicht nur einen Befreier, der sie aus Gefangenschaft rettet. Sie brauchen auch Wunderheilung für ihr gebrochenes Herz.

In der Geschichte von Mose in 2. Mose, sehen wir, wie Gott die Hebräer durch dramatische Wunder befreit hat. Gott hat die Ägypter mit zehn schrecklichen Plagen bestraft, aber die Hebräer wohnten in einer anderen Region, in Goschen, und sie wurden geschont.

Dann waren zwei Millionen Hebräer am Ufer des Roten Meers in einem Hinterhalt gefangen. Der Pharao mit seiner Armee jagten ihnen nach. Ohne ein Wunder wären sie so gut wie tot.

Es gibt Christen heute, die behaupten, Gott hat Wunder nur für Bibelzeiten bestimmt, aber nicht mehr, als ob Wunder ein Sonderangebot für damals war.

Diese religiöse Idee ist einfach grausam, Gotteslästerung. Gott ist Liebe. Er verändert sich nicht.

Du brauchst kein Wunder bis du ein Wunder brauchst.

Es gibt heute so viele gebrochenen und versklavten Menschen.


Ich kenne christliche Frauen, die Bordellen besuchen. In einem Jahr haben sie vier Zwangsprostituierten entdeckt und befreit.

Befreiung von Sklaverei ist absolut notwendig, aber das ist nicht genug. Sie brauchen Jesus als ihren ewigen Befreier zu finden. Wer nicht durch Glauben in den Himmel kommt, ist ewig verloren, egal ob man in einem Bordell oder in einem Palast lebte.

Aber es gibt so viele Christen, die Jesus nur einigermaßen kennen. Sie glauben, dass ihre Sünden vergeben sind und sie hoffen nach dem Tod im Himmel zu sein.

Aber in der Bibel sehen wir Jesus als den Heiler und Befreier, der gebrochene Menschen völlig verwandelt hat.

Vielleicht bist du von Missbrauch befreit worden, aber die Nachwirkungen des Traumas sind immer noch eine Qual.

Er heilt alle, deren Herz zerrissen ist, und verbindet ihre Wunden.
Psalm 147,3 GN

Es ist nicht genug, Menschen aus der Sünde zu retten. 

Sie brauchen Fürsorge und Heilung für die Nachwirkungen der Sünde, von ihren eigenen Sünden und von den Sünden von anderen, die sie zugrunde gerichtet haben.