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Montag, 8. Januar 2024

Gottes Frieden im Krieg

Valentin Silvestrov ist ein wunderbarer ukrainischer Musiker, ein klassischer Komponist.

Kurz nach dem Einmarsch der Russen in die Ukraine drängte ihn seine Familie, aus dem Land zu fliehen. 

Im Alter von 84 Jahren floh er mit seiner Tochter und seiner Enkelin nach Polen und dann nach Berlin, wo er sich als Flüchtling niederließ.

Auf seiner Flucht in Sicherheit und Freiheit hörte er Musik in seinem Geist, aber er sagte, er sei überrascht, dass sie nicht die Angst und das Trauma widerspiegelte, die er in Kyiv zurückgelassen hatte. 

Es war eine himmlisch friedliche Musik, eine schöne Vertonung des Vaterunsers.

Silvestrov beschreibt Putin als einen Terroristen wie Bin Laden, nur noch tausendmal gefährlicher. Trotzdem ist seine Musik nicht wütend oder nationalistisch, sondern eher friedlich und himmlisch.

Jesus sagte zu seinen Jüngern:


Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Joh 14,27 LUT84

Samstag, 1. Oktober 2022

Heilung von Schrecken und Trauma

Wir leben in schrecklichen Zeiten. Gott sei Dank bin ich in Australien und nicht in der Ukraine, aber wir haben eine Freundin, deren Eltern von der Ukraine waren. Seit Februar ist sie extrem gestresst.  

 Ihr werdet von Kriegen hören und davon, dass Kriege drohen. Lasst euch dadurch nicht erschrecken! Das muss geschehen, doch es bedeutet noch nicht das Ende. Matthäus 24,6 HfA


Ich kenne Australier, die Soldaten in dem Vietnamkrieg waren. 50 Jahre später sind sie immer noch gestresst und nehmen Antidepressiva.

Ich kenne Deutsche, deren Familienleben noch immer durch das Trauma der Hitlerzeit belastet ist.

Krieg ist undenkbar, aber das Undenkbare passiert trotzdem immer wieder.

Aber Jesus sagte, wir sollen uns nicht erschrecken lassen. Wie ist das möglich? Mit Gott ist nichts unmöglich. Jesus ist der himmlische Heiler, der beste Therapeut überhaupt.

Ich kenne Flüchtlinge von dem Nazischrecken, die Jahre nach dem Krieg Suizid begangen haben, aber andere, die gelernt haben, ein erfülltes Leben zu führen.

Gott kann unsere verletzten Herzen auch von Kriegstrauma heilen. Ich kenne treue Christen, die posttraumatische Belastungsstörung leiden.

Eine Frau kann nicht gut schlafen. Jahre nach ihrer Kriegserfahrung konnte sie Nachrichten von Kriegen nicht sehen, ohne Kopfschmerzen tagelang zu leiden.

Wenn du wegen Vergewaltigung, Entführung, Missbrauch, Mobbing, häuslicher Gewalt oder Krieg traumatisiert bist, ist es möglich, dass du eine Wunderheilung von Jesus bekommen kannst.

Aber wenn du immer noch Antidepressiva brauchst, um dein tägliches Leben zu verkraften und normal zu schlafen, dann sollst du nicht deswegen schämen.  

Jesus hat uns Anweisungen gegeben, die uns helfen können, in schrecklichen Zeiten klarzukommen.

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!

In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?

Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.
Johannes 14,1–3 LU


Jesus hat am Kreuz das allerschlimmste Trauma erlebt und überwunden. Er ist aufgestanden und dann kehrte Er zu Vater Gott zurück, um ein himmlisches Zuhause für alle zu bereiten, die an ihn glauben und Gott vom Herzen vertrauen.

Diese Hoffnung kann uns ermutigen, von dem Trauma in dieser Welt wegzuschauen.

Aber wir müssen auch täglich mit schrecklichen Bedrohungen, traumatischen Erinnerungen oder aktuelles Trauma umgehen. 

Deshalb sorgt euch nicht um morgen, denn jeder Tag bringt seine eigenen Belastungen. Die Sorgen von heute sind für heute genug. Matthäus 6,34 NLB

Es gibt Zeiten im Leben, in denen man nur einen Tag ertragen kann. Es ist möglich, dass im nächsten Monat oder im nächsten Jahr ein Krieg oder eine wirtschaftliche Katastrophe kommt, aber Gott will uns helfen, heute damit fertig zu werden. Wir müssen die Zukunft in Gottes Hände legen.

Dann hat Jesus noch eine notwendige Anweisung gegeben. 

In Kriegszeiten entsteht Wut und Hass. Nicht nur kannst du Opfer von Grausamkeit sein. Du kannst auch mit Hass reagieren. Der Hass in dir kann dich dein Leben lang vergiften.

Jesus lehrte uns, den Hass in uns durch seine Gnade zu überwinden. Hermann Zaiss war ein deutscher Evangelist am Kriegsende.

Ein junger Soldat in der britischen Besatzungsarmee hasste die Deutschen. Er war deutscher Jude und seine Familie wurde von den Nazis ermordet. Er hörte die Predigt des Evangelisten und der Heilige Geist berührte sein Herz.

In derselben Versammlung war ein verletzter SS-Offizier. Nach dem Krieg war sein Leben ruiniert. Er wurde auch von der guten Nachricht von Jesus transformiert.

Die beiden Männer bekehrten sich zu Jesus und legten ihr Zeugnis von der Kanzel ab. Dann geschah das allergrößte Wunder. Sie wurden enge Freunde.

Was sagte Jesus?

Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: ›Liebe deinen Nächsten‹ und hasse deinen Feind.
Ich aber sage: Liebt eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen!

So handelt ihr wie wahre Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten.
Matthäus 5,43–45 NLB

Dienstag, 22. März 2022

Errettung im Krieg

 Ich dachte an die Krisen in der Welt. Ich bete seit langem für die leidenden Ukrainer. Ich bete manchmal intensiv und heftig. Ich freue mich, wenn ich Zeugnisse von Wundern höre, aber ich fühle mich manchmal trotzdem betrübt und entmutigt.

Aber wo ist meine Freude am Herrn? Bin ich als Christ ein Versager? Wo ist meine Anbetung? Ich liebe Gott, aber ….

Dann betete ich. Ich habe Gott mitgeteilt, wie traurig und entmutigt ich fühle. Die Finsternis in der Welt ist so entmutigend.

Dann bekam ich einen Eindruck vom Heiligen Geist.

Ich sah vor meinem inneren Auge sehr viele Menschen, die sterben, aber im Glauben sterben. Sie kommen an die Tore des Himmels und die Menschen und Engel im Himmel empfangen sie mit Jubel.


Ich dachte an die Worte von Jesus.

Genauso ist im Himmel die Freude über einen verlorenen Sünder, der zu Gott zurückkehrt, größer als über neunundneunzig andere, die gerecht sind und gar nicht erst vom Weg abirrten! Lukas 15,7 NLB

In schrecklichen Zeiten schreien viele verlorene Menschen zu Gott. Es ist besser als vergebener Sünder zu sterben, als ohne Glauben auf der Erde zu bleiben.

Und ich werde Wunder oben am Himmel tun und Zeichen unten auf der Erde – Blut und Feuer und Rauchwolken.

Die Sonne wird finster werden und der Mond blutrot, ehe der große und herrliche Tag des Herrn anbricht.

Und jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.‹
Apg 2,19–21 NLB


Millionen Christen in der ganzen Welt beten jetzt intensiv für die leidenden Menschen in der Ukraine. Ich habe Fotos gesehen, wo viele Ukrainer in Zufluchtsorten intensiv beten.

Gott erhört Gebet. Manchmal hören wir von Wundern, wo Ukrainer eine Rakete kommen sehen, aber dann verschwindet die Rakete, wie in einem Fantasyfilm. 

Gott schützt seine Kinder mit vielen unerklärlichen Wundern, aber nicht immer. Es ist auch ein Segen, im Glauben zu sterben.

Menschen, die dem Herrn die Treue halten, kommen um, aber niemanden kümmert das. Sie werden aus dem Leben gerissen, aber niemand begreift, dass Gott sie dadurch vor noch schlimmeren Zeiten bewahren will.

Sie haben ein aufrichtiges Leben geführt, nun ruhen sie in Frieden.
Jesaja 57,1–2 HfA


Darauf erwiderte ihr Jesus: »Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt.

Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?«
Johannes 11,25–26 HfA

Montag, 21. März 2022

Missbrauch, Trauma, Krieg. Wie Beten?

 Die Welt um mich finde ich so traurig und beängstigend. Zuerst kam Covid, dann Delta, dann Omikron. Dann kam dieser schreckliche Krieg in der Ukraine, bei dem Putin in die Fußstapfen Stalins trat.

Schon im zweiten Kapitel der Bibel lesen wir, wie alles tragisch schiefging.

Der erste Mann und die erste Frau haben sich entschieden, Gottes klare Anweisung abzulehnen, indem sie die verbotene Frucht aßen.

Seitdem erleben wir Menschen in jeder Generation Kummer und Leid, Krankheit und Tod, Streite und Kriege.

Was sagte Jesus dazu?

Die Königreiche dieser Welt werden ein Ende haben. Gott hat einen Plan, eine neue liebevolle Menschheit in einer guten Welt zu etablieren.

Jesus lehrt uns, für Gottes Plan zu beten. Trotz der Grausamkeit und Verwirrung um uns herum, gibt es einen guten Vatergott, der uns aus dem Mist herausholen kann und retten will.

Ihr sollt deshalb so beten: Unser Vater im Himmel! Dein heiliger Name soll geehrt werden. Matthäus 6,9 HfA

Wer ist der Vater im Himmel? Er ist der liebevolle Papa für alle, die Jesus als Gottes Sohn vertrauen. Er ist der Schöpfer, der auch dein Schöpfer ist, der dich geschaffen hat, der einen liebevollen Plan für dich hat.

Wie können wir unseren Papa verehren? Indem wir seinen Sohn verehren, indem wir uns Jesus als Vorbild für unser Leben vor Augen halten.

Jesus war immer von Mitgefühl bewegt. Er stand den Unterdrückten zur Seite. Er stand auf der Seite der verachteten Sünder gegen den selbstgerechten religiösen Menschen.

So oft sehen wir, wie eine christliche Frau ihren scheinbar christlichen Ehemann verlässt. Niemand fragt, ob der angesehene Ehemann vielleicht in Wirklichkeit ein sadistischer Heuchler ist. Niemand will wissen, ob sie vielleicht vor häuslicher Gewalt und Kindesmissbrauch geflüchtet ist.

So reagieren viele Christen wie die frommen Juden zur Zeit Jesu.

Aber Jesus schaute nicht auf die Äußerlichkeiten, sondern er hörte auf den Heiligen Geist, der alles, was hinter verschlossenen Türen geschieht, genau beobachtet und die verborgenen Gedanken der Menschen versteht.

In Johannes, Kapitel vier, begegnete Jesus einer verachteten Frau, die fünfmal verheiratet war. 

Jesus schaute hinter den Kulissen und er sah nicht eine böse Frau, sondern ein Opfer, der von fünf Ehemänner ausgestoßen wurde und jetzt in einer unehelichen Beziehung war, weil sie keine Alternative mehr hatte.

Wir sollen beten, dass Gottes Wille geschieht, auf der Erde wie im Himmel.

Gottes Himmel wird nicht von religiöser Gesetzlichkeit geprägt, sondern von Gottes wunderbarer Liebe.


Lass dein Reich kommen. Dein Wille geschehe hier auf der Erde, so wie er im Himmel geschieht. Matthäus 6,10 HfA

Wie können wir für die Ukraine beten? Wir sehen nur die schrecklichen Nachrichten in den Medien und ein paar Zeugnisse, aber Gott schaut tief in die Herzen der Russen und Ukrainer ein.

Dabei hilft uns der Geist Gottes in all unseren Schwächen und Nöten. Wissen wir doch nicht einmal, wie wir beten sollen, damit es Gott gefällt! Deshalb tritt Gottes Geist für uns ein, er bittet für uns mit einem Seufzen, wie es sich nicht in Worte fassen lässt.

Und Gott, der unsere Herzen durch und durch kennt, weiß, was der Geist für uns betet. Denn im Gebet vertritt der Geist die Menschen, die zu Gott gehören, so wie Gott es möchte.
Römer 8,26–27 HfA


Wenn wir nur mit Nächstenliebe und tiefem Mitgefühl stöhnen können, versteht der Heilige Geist in dir, wie Gott antworten will.

Wenn du charismatisch bist und in einer Gebetssprache beten kannst, wird Gott auch alles verstehen, was der Heilige Geist durch dich betest.

Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16 HfA

Jesus ist für die Witwen und Waisenkinder in der Ukraine gestorben, aber auch für die russischen Soldaten.

Ich bete, dass gerade jetzt sehr viele Russen und Ukrainer tiefe Heimsuchungen und Begegnungen mit dem auferstandenen Sohn Gottes haben werden.

Donnerstag, 10. März 2022

Mitleid für die Ukraine. Wir leiden mit.

Die Grausamkeit gegen die Ukrainer ist scheußlich. Ich bete vom Herzen für die Ukrainer, aber ich vergesse nicht, dass ich auch für die Russen beten muss. Viele Russen stehen auch zu der Ukraine.

Im Zweiten Weltkrieg waren auch in Deutschland Helden zu finden. Wir werden Dietrich Bonhoeffer nie vergessen. Es gibt auch wunderbare Menschen in Russland.

Gott liebt die Russen nicht weniger als die Ukrainer. Jesus starb am Kreuz auch für Stalin und Putin, aber wir alle haben einen freien Willen. 

Jesus befahl uns, unsere Feinde zu lieben. Wenn wir vom Herzen beten, werden auch manche sehr böse Menschen umkehren und glauben.

Mein Herz ist so schwer. Wie kann ich Trost und Hoffnung finden?

Ich denke an Jesus, der die Leiden dieser Welt auf sich selbst am Kreuz nahm. Jesus ist auferstanden. Er lebt und er liebt immer noch wie immer. 

Jesus leidet mit den Ukrainern und mit den naiven jungen russischen Soldaten, die von Putin betrogen wurden und Blumen erwarteten.

Jetzt werden ukrainische Krankenhäuser absichtlich zertrümmert.

Stalin ließ 20 Millionen ukrainische Bauern verhungern. Die gleichen bösen Geister sind jetzt mit ähnlichen Absichten am Werk.

Bete ich für die Ukraine vergeblich?
Gott behüte!

Im Zweiten Weltkrieg haben viele Christen für die Juden gebetet. Trotzdem wurden 6 Millionen Juden ermordet. Waren diese Gebete vergeblich? Nein. 

Wir können viele Berichte finden, wie viele Juden gerettet wurden. Die heldenhafte Rettungsaktion von Oskar Schindler ist nur ein Beispiel.

Wenn wir beten, wenn wir Geld spenden, wenn wir Flüchtlingen helfen, lieben wir unsere leidenden Mitmenschen. Wir sind dann wie Gottes Hände auf der Erde.

Dann wird der König zu denen auf seiner rechten Seite sagen: ›Kommt, ihr seid von meinem Vater gesegnet, ihr sollt das Reich Gottes erben, das seit der Erschaffung der Welt auf euch wartet.

Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war durstig, und ihr gabt mir zu trinken. Ich war ein Fremder, und ihr habt mich in euer Haus eingeladen.
Matthäus 25,34–35 NLB


Wenn wir nicht an der Front kämpfen können, können wir beten. Wenn wir vom Herzen beten, wird Gott erhören und Opfer retten.

Freitag, 4. März 2022

Gottes Wunder im Krieg

Wenn wir für die Ukraine beten, aber der Krieg nicht aufhört, sollen wir dann denken, dass Gott unsere Gebete nicht erhört?

Nein.

Ich lese erstaunliche Berichte aus der Ukraine, wie russische Panzer unerklärlich keinen Treibstoff mehr haben. 

Ein russisches Kriegsschiff im Schwarzen Meer hatte ganz unerwartet keinen Triebstoff mehr.

Christen in der Ukraine berichten, dass sie russische Raketen sehen, die direkt auf sie zukommen, und dann verschwinden die Raketen, wie in einem Fantasyfilm.

Warum greift Gott oft auf diese Weise ein, aber nicht immer? Bin ich Gott?

Christen, die denken, wir sollen alles erklären können, sind anmaßend und denken verkehrt.

Christen, die alle solche Zeugnisse als kindische Fantasie verwerfen, sollen die Bibel mit neuen Augen lesen. In der Bibel vollbrachte Gott viele erstaunliche übernatürliche Wunder.

Was ist die Grundlage unseres christlichen Glaubens? Wenn wir nicht an die Bibel glauben, haben wir keinen festen Grund.

  • In der Bibel wurde Jonas von einem riesigen Fisch geschluckt. Er landete drei Tage später am Strand, immer noch am Leben.

  • In der Bibel haben viele Juden und Christen Engel gesehen. In der Bibel hat Gott sein Volk von großen Armeen geschützt und gerettet.

Warum will Gott die Ukrainer schützen? 

In der Ukraine gibt es sehr viele Juden und der Präsident ist Jude. Unterschiedliche christlichen Kirchen und Konfessionen haben eine religiöse Freiheit, die in Russland nicht zugelassen ist.

Wenn Gott Mobbing und grausame Angriffe zulässt, sollen wir verstehen, dass Gott unsere Gebete ignoriert?

In den schrecklichsten Situationen kommen leidende Opfer zum Glauben.

Gaby Wentland ist eine prominente Predigerin in Deutschland. Sie hat viel getan, Asylanten und Prostituierten in Deutschland zu helfen. Mit ihrer Hilfe kommen viele zum Glauben.

Gaby Wentland behauptet, es wird in den Bordellen mehr gebetet als in vielen Gemeinden.

In der Ukraine schreien jetzt Millionen um Gottes Hilfe. Ich bin mir sicher, dass viele zum Glauben kommen.

In Russland sind so viele junge Menschen gegen Putin. So viele gläubige Russen beten für die Ukraine.

In dieser Krise werden Millionen um die Welt wachgerüttelt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Corrie ten Boom und ihre Schwester Bettsie von den Nazis in Holland verhaftet, weil sie Juden schützten. 

Sie mussten im KZ in Ravensbrück leiden, aber die missionierten weiter unter den anderen Gefangenen.

Corrie lehrte aus der Bibel, dass wir in allem dankbar sein müssen.

Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. 1. Thessalonicher 5,18 SLT

Die Gefangenen hassten die Bettwanzen. Mussten sie Gott für die Bettwanzen dankbar sein?

Dann haben sie eingesehen, dass die grausamen deutschen Wächter nicht in den Schlafsaal kamen, weil sie auch die Bettwanzen hassten. 

Dann dankten die Gefangenen Gott auch für die Bettwanzen. Sie konnten die Bibel ohne Unterbrechung weiter studieren.

Und wir wissen, dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten zusammenwirkt. Römer 8,28 NLB

Donnerstag, 3. März 2022

Gott leidet mit

 In Matthäus Kapitel 24 und Lukas Kapitel 21 lesen wir von den Schrecken in der Endzeit. Wir lesen von Naturkatastrophen aller Art, von Hungersnöten und Erdbeben.

Wir lesen, wie viele falsche Prediger erscheinen werden, wie Christen verfolgt werden, auch von ihren eigenen Familien.

Nicht nur die natürliche Liebe wird dem Verrat weichen, sondern auch die Liebe Gottes in den Christen wird erkalten.

Ich sehe das in der Rechthaberei von Christen im Internet, die sich auf die angeblichen Fehler von andersdenkenden Christen streitsüchtig fokussieren, und nichts von der Liebe Gottes sagen.

Ich sehe das in der Besserwisserei von Christen, die stets von angeblich falschen Wundern schreiben, aber niemals Zeugnisse von echten Wundern abgeben.

Besonders aktuell ist die prophetische Warnung von Jesus, dass wir in der Endzeit schreckliche Kriege erwarten müssen.

Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein. Matthäus 24,7 ELB

Seit 1914 haben wir viele schreckliche durch Kriege verursachte Hungersnöte erlebt, in der letzten Zeit besonders in Afrika, Afghanistan, Kambodia und Korea. Wer weiß was in der nahen Zukunft in der Ukraine passieren wird?

Was sagt Jesus dazu? Hat die Regierung des Antichristen schon angefangen? Nein.

Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Matthäus 24,6 ELB

Alles dies aber ist der Anfang der Wehen.
Matthäus 24,8 ELB


Was will Jesus mit dem Wort „Wehen“ sagen? Das ist ein Hinweis auf die Geburtswehen einer Mutter.

Wer wird hier als unsere Mutter bezeichnet?

  • Der Antichrist? Keineswegs.

  • Die Mutter Erde? Das ist heidnischer Götzendienst. 

    Jesus selbst spricht mehrmals von seiner Liebe als die Liebe einer Mutter.

    Jerusalem, Jerusalem, das da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihm gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen wie eine Henne ihre Brut unter die Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Lukas 13,34 ELB

    Jesus betrachtet die Sünden und Tragödien in dieser Welt nicht mit dem kalten Herz eines harten Richters. Er leidet mit.

    Jesus nahm unsere Strafe am Kreuz ein für allemal auf sich selbst. Wir sollen keine Strafe von Gott erwarten, wenn wir seine Gnade und Vergebung empfangen. Aber ist Gottes Mitleid nach dem Kreuz nicht mehr aktuell?

    Gott ist heilig und gerecht. Deshalb muss unsere Sünde bestraft werden.

    Aber die Bibel erklärt auch:

    Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. 1. Johannes 4,8 ELB

    Gott ist Liebe. Liebe ohne Mitleid oder Mitgefühl ist nur ein theologischer Begriff, und zwar ein falscher Begriff.

    Echte Liebe leidet mit. Sonst ist sie nicht Liebe.

    Schon vor dem Kreuz hat Jesus die Schmerzen der echten Liebe erlebt.

    Als Jesus aus dem Boot stieg und die vielen Menschen sah, ergriff ihn tiefes Mitgefühl, und er heilte ihre Kranken. Matthäus 14,14 NeÜ

    Und Jesus ging hervor und sah das große Volk; und es jammerte ihn derselben, und er heilte ihre Kranken.
    Matthäus 14,14 LUT12


    Wie sollen wir das tiefe Mitgefühl von Jesus verstehen? Im griechischen Urtext ist das Wort ``splagchnisthḗsomai´´.
    Was bedeutet das?

    Das Leiden der Kranken erregte so ein Mitgefühl in Jesus, dass ihm der Magen umdrehte.

    Gott ist Liebe. Der Vater liebt. Der Sohn liebt und der Heilige Geist liebt. Ist Gott anders geworden? Das kann nicht sein.

    Jesus heilte körperliche Krankheiten aller Art. Ich habe das selbst erlebt und gesehen.

    Aber wenn ich für die Russen und Ukrainer jetzt bete, bin ich bewusst, dass Soldaten und Zivilisten schmerzhafte Wunden leiden. Man braucht kein Wunder, bis man ein Wunder braucht

    Aber heute Morgen betete ich für die Ukrainer.

    Ich dachte an einen kleinen Jungen, der extrem traumatisiert war. Er brauchte Heilung für das unerträgliche Trauma in seiner Seele. 

    Das war bestimmt ein Anstoß vom Heiligen Geist. Ich betete für dieses Kind und dann für alle traumatisierte Kinder in diesem Krieg.

    Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, er verbindet ihre Wunden. Psalm 147,3 ELB


Mittwoch, 2. März 2022

Wie können wir für die Ukrainer beten?

Wie können wir für die Russen und Ukrainer beten? Ein junger russischer Soldat schickte eine Nachricht an seine Mutter. "Wir sind hier mitten in einem erbitterten Krieg. Ich habe Angst." Dann starb er.

Gott hat einen Plan für Russland, für die Ukraine und für Europa. Weiß ich genau, Schritt für Schritt, was Gottes Pläne sind? Natürlich nicht. Aber eins weiß ich, dass Gott immer einen Plan hat, mitten in einer Tragödie, Menschen zu retten.

Im Zweiten Weltkrieg hat Gott oft übernatürlich eingegriffen, Menschen auf beiden Seiten zu retten.
Oskar Schindler war ein Mitglied der Nazi-Partei. Er hat sehr viele Juden gerettet.

Herrmann Zaiss war ein deutscher Prediger. Er wohnte in 1944 in Ohlig, Solingen-Süd, im Kreis Wuppertal.

Im Radio hörte man eine Warnung, dass Bomber von England unterwegs waren, seine Nachbarschaft anzugreifen. Er ging in den Garten und betete. Wenige Minuten hörte man im Radio, dass die Bomber aus unbekannten Gründen abgeschwenkt waren.

Ein britischer Oberst im selben Krieg war ergebener Christ. Er betete und proklamierte jeden Tag Psalm 91. Er befahl seinen Soldaten, Psalm 91 jeden Tag zu proklamieren. Kein Soldat in seiner Einheit starb.

Wie können wir jetzt für die Russen und Ukrainer beten?

Der Heilige Geist hilft uns in unserer Schwäche. Denn wir wissen ja nicht einmal, worum oder wie wir beten sollen. Doch der Heilige Geist betet für uns mit einem Seufzen, das sich nicht in Worte fassen lässt.

Und der Vater, der alle Herzen kennt, weiß, was der Geist sagt, denn der Geist bittet für die, die zu Gott gehören, wie es dem Willen Gottes entspricht.
Römer 8,26–27 NLB


Manche Christen beten in Sprachen. Gott versteht, was der Heilige Geist durch uns in unbekannten Sprachen betet.

Andere beten einfach mit wortlosen Seufzern und Tränen. Gott versteht dein Flehen und hat praktische Pläne, um deine Seufzer in Rettungsaktionen zu verwandeln.

Willst du wissen und verstehen, genau wie du beten sollst?

›Ruf mich, dann will ich dir antworten und will dir gewaltige und unglaubliche Dinge zeigen, von denen du noch nie gehört hast. Jeremia 33,3 NLB

Du kannst einfach Gott fragen, wie du gerade jetzt beten sollst. Wenn eine Idee in deinen Sinn kommt, kannst du dann Gott bitten, seinen Plan auszuführen.

Natürlich muss eine Idee mit dem liebenden Charakter Gottes übereinstimmen. 

Wenn du denkst, du solltest für ein Massaker beten, dann ist das nicht von Gott.

Wenn du für Christen und Juden im Krieg betest, dann wird Gott erhören. 

Wenn du für Heimsuchungen und Bekehrungen auf beiden Seiten betest, wird Gott sicher erhören.

Samstag, 1. Mai 2021

Gottes Schutz in Krieg und Krisen

 1944 war eine schreckliche Zeit in Deutschland. Der Krieg war so gut wie verloren, aber die Nazis waren immer noch an der Macht. Britische und amerikanische Luftangriffe wurden immer heftige. Tag und Nacht kamen abertausende Zivilisten ums Leben.

In dieser traumatischen Zeit lebte ein deutscher Prediger, Hermann Zaiss, in Ohligs, im Kreis Wuppertal. Er hatte in seinem Leben viel gelitten.

Im Ersten Weltkrieg war er 4 Jahre lang in Kriegsgefangenschaft.  Dann diente er als Evangelist in Deutschland, aber er wurde von den Christen verfolgt, weil er ein Pfingstler war. Dann wurde seine Frau psychisch krank, und zwar chronisch psychotisch.

Sein Herz war gebrochen. Er konnte es nicht mehr ertragen. Er beschloss, sich von Gott abzuwenden. Er glaubte immer noch an Gott, aber er sagte Gott, er wollte nichts mehr mit Gott zu tun haben.

Das habe ich durchgeführt, und ich sagte Gott: „Wenn du lebst und ein Interesse an mir hast und deine Liebe zu mir so groß ist, dann hole mich nach 20 Jahren wieder!“

Schneider, Peter. Lahme tanzen unter der Kanzel: Zeichen und Wunder in den Gottesdiensten von Hermann Zaiss (German Edition) . Asaph Verlag. Kindle Edition.


Er ließ sich von seiner psychisch kranken Frau scheiden, wurde als Unternehmer sehr erfolgreich und heiratete wieder.

Dann kamen die schrecklichen Bombenangriffe in Deutschland. Alle waren von Panik und Verzweiflung ergriffen.

Schon 1939 hatte seine Frau Clara durch das Gebet für ihre schwerkranke Tochter den Weg zu Gott gefunden. Gott hatte ihre Tochter geheilt und sie flehte ihren Mann immer wieder an, seinen Dienst wieder aufzunehmen und den leidenden Menschen zu helfen.

Am 22. Juli 1944, genau an dem Tag, als die zwanzig Jahre der Abwendung von Gott vorüber waren, knieten Hermann und Clara in der zerbombten evangelischen Kirche von Ohligs nieder und beteten: „Herr, wenn du uns wieder haben willst, hier sind wir.“ Er erhielt von Gott einen klaren Auftrag, das Evangelium radikal, ohne irgendeine Bindung zu verkünden.

Schneider, Peter. Lahme tanzen unter der Kanzel: Zeichen und Wunder in den Gottesdiensten von Hermann Zaiss (German Edition) . Asaph Verlag. Kindle Edition.


Hermann gründete einen Hauskreis und Gott segnete diesen kleinen Anfang. Sehr viele verzweifelte Nachbarn suchten Gottes Hilfe.

Die Versammlungen wurden größer. Sie beteten zusammen und vertrauten Gott, sie von den Bomben zu schützen.

Im November 1944 wurde Solingen bombardiert und Tausende kamen ums Leben. 

Dann hörte Hermann Zaiss im Radio, dass die Bomber unterwegs nach seiner Nachbarschaft in Ohligs waren. Er ging in den Garten und betete für Schutz und Frieden.

Kurz danach hörte er wieder im Radio, dass die Bomber aus unbekannten Gründen abgeschwenkt waren. 

Auf der britischen Seite waren auch treue Christen, die für Schutz beteten.

Colonel Whittlesey war der Kommandeur eines britischen Regiments im Zweiten Weltkrieg. Er war ein Christ. 

Er befahl seinen Soldaten, jeden Tag den Psalm 91 zu rezitieren. Das Regiment war fünf Jahre lang in heftigen Kämpfen und kein einziger Mann wurde getötet.

Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen; Psalm 91,7 Schlachter 2000

Jetzt sind wir wieder in einer lebensgefährlichen Krise. Viele sterben in Indien, in Brasilien aber auch in Nordamerika und Europa. Viele haben schrecklich Angst vor dem Virus und andere grauen sich vor dem Impfstoff.

Wenn Gott während des Krieges viele deutsche Zivilisten vor Bombenangriffen geschützt und auch britische Soldaten gerettet hat, kannst du sicher sein, dass er auch dir in dieser Zeit helfen kann und dich retten will.

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,

der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest.
Psalmen 91,1-3 LUT