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Freitag, 11. August 2023

Keine Hoffnung ohne Gott

Wir sind keine Übermenschen. Wir alle manche viele Fehler. Wir gehen oft schief.

Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn. Jes 53,6 SLT

Wenn wir bekennen, dass wir sündig sind, und unser Leben Jesus übergeben, dürfen wir von Vater Gott dann Vergebung empfangen.

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Joh 3,16 SLT

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden! 2. Kor 5,17 SLT

Diese Errettung ist eine freie Gabe Gottes.

In der Französischen Revolution, strebte man, nicht nur den König und die Bischöfe, sondern Gott selbst von seinem Thron zu stürzen.

Wer sollte dann auf dem Thron sitzen? Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit?

Aber was geschah wirklich? Ein schreckliches Blutbad.

Man wollte nichts mehr von Gottes Heiligkeit, Liebe und Gnade wissen. Die Leute schwärmten von menschlicher Tugend und Vernunft. Viele denken immer noch von einer Weltordnung, die von diesen Ideen bestimmt wird.

Aber was für eine Weltordnung sehen wir vor Augen? Die grausame Französische Revolution und die Napoleonischen Kriegen sehen wir immer wieder in aller Welt. Es wird immer schlimmer.

Hitler hat 6 Millionen Juden umgebracht. Wie viele Millionen haben Stalin und Mao hungern lassen?

Wenn wir bekennen, dass wir sündig sind, und unser Leben Jesus übergeben, dürfen wir von Vater Gott dann Vergebung empfangen.

Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; das unverdiente Geschenk Gottes dagegen ist das ewige Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.
Röm 6,23 NLB

Diese Errettung ist eine freie Gabe Gottes.

Ich bin für demokratische Freiheit sehr dankbar, aber menschliche Freiheit ohne Gottes Liebe kann dich nicht retten.

Menschliche Freiheit in dieser Welt zu genießen, ist ein Segen, aber was kommt danach?

Menschliche Freiheit ohne Gottes Gerechtigkeit kann unsere Gesellschaft von einem endgültigen Untergang auch nicht retten.

Wenn wir unbegrenzte menschliche Freiheit haben, werden die Starken und Reichen die Armen ausbeuten und die Schwachen werden von den Starken drangsaliert.

Freitag, 11. November 2022

Freiheit als Kinder Gottes

 Im Neuen Testament waren viele der Christen Sklaven. Es ist merkwürdig, dass Paulus in seinen Briefen die Zehn Geboten nicht ganz beseitigt.

Wenn ihr den Neigungen eurer sündigen Natur folgt, wird euer Leben die entsprechenden Folgen zeigen: Unzucht, unreine Gedanken, Vergnügungssucht,

Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zorn, selbstsüchtigen Ehrgeiz, Spaltungen, selbstgerechte Abgrenzung gegen andere Gruppen,

Neid, Trunkenheit, ausschweifenden Lebenswandel und dergleichen mehr. Ich wiederhole, was ich bereits gesagt habe, dass niemand, der ein solches Leben führt, das Reich Gottes erben wird.
Galater 5,19–21 NLB

(Siehe auch 1 Korinther 6, 9 – 10.)

Paulus verbietet Götzendienst, Ehebruch, Diebstahl, Habgier, usw., aber in keinem Brief wird Arbeit am Schabbat verboten.

Warum?

Viele Christen waren Sklaven. Wurde einem Sklaven befohlen, am Schabbat zu arbeiten, konnte er wegen Ungehorsams auf der Stelle getötet werden.

Paulus behauptete, wir müssen den ethischen Prinzipien im Alten Testament treu sein, aber wir sind nicht mehr wie die Juden unter dem Gesetz.

Im römischen Reich hatten die Sklaven keine Menschenrechte. Ein Sklave war der Besitz seines Meisters, genau wie ein Werkzeug oder ein Esel. Manche Sklavenbesitzer schätzten ihre Sklaven als Menschen, aber sie waren nicht dazu verpflichtet.

In Saudi-Arabien war eine Frau aus Kanada. Ihr Ehemann war Araber. Sie wollte ihn verlassen und nach ihrer Heimat zurückkehren, aber sie durfte nicht, weil in Arabien ist eine Ehefrau der Besitz ihres Mannes.

Die Situation ist für junge arabische Frauen ähnlich. Wenn sie auswandern und ein freies und selbstständiges Leben im Westen führen wollen, können sie verschleppt oder ermordet werden, denn sie sind als Besitz ihres Vaters betrachtet.

Gestern habe ich in einer christlichen Andacht gelesen, dass ich Gott selbst komplett und unbegrenzt gehöre. Ich fühlte mich eingeschüchtert.

Als junger Christ war ich in Kirchen, in denen die Pastoren die Mitglieder in einer sehr autoritären Weise beherrschten. Es war wie in der katholischen Kirche des Mittelalters. Wenn der Priester oder Bischof einen verurteilte oder exkommunizierte, dachte man, man sei verloren und verdammt.

Ich wurde als junger Christ exkommuniziert. Ich geriet in Panik und Verzweiflung. Es brauchte Jahre, bis ich lernte, dass ein Pastor nicht mein Meister sei, dass ich kein entmündigtes Kind war, dass ich nicht wie ein Sklave vor Gott zittern musste.

Alle, die sich vom Geist Gottes führen lassen, die sind Gottes Söhne und Töchter

Der Geist, den Gott euch gegeben hat, ist ja nicht ein Sklavengeist, sodass ihr wie früher in Angst leben müsstet. Es ist der Geist, den ihr als seine Söhne und Töchter habt. Von diesem Geist erfüllt rufen wir zu Gott: »Abba! Vater!« Römer 8,14–15 GN

Abba bedeutet Vati, oder Papa.

Was bedeutet es in Wirklichkeit, Gottes Eigentum zu sein?


Zion klagt: Der HERR hat mich verlassen, mein Gott hat mich vergessen.

Doch Gott antwortet: Kann denn eine Frau ihren Säugling vergessen? Hat sie nicht Erbarmen mit dem Kind, das sie im Leib getragen hat? Aber selbst wenn sie es vergessen sollte – ich vergesse dich nicht!

Sieh doch: Ich habe dich in meine Hände eingezeichnet, deine Stadtmauern habe ich stets vor Augen.
Jesaja 49,14–16 BB

Mittwoch, 9. März 2022

Gottes neuer Weg für dich

Gott verändert sich nicht. Gott ist Liebe. Sein Charakter ist unbefleckt und total heilig, aber er schaut auf dich nicht herab. Er liebt dich. Gott ist Liebe.

Bist du in Pornos verwickelt? Gott hasst Porno, denn er liebt die Frauen und Kinder, die missbraucht werden, aber er verachtet dich trotzdem nicht. Er liebt dich, und er will dich davon befreien.

Gott hat einen Plan für dein Leben, und alle Gottes Pläne sind gut.

Bist du tugendhaft, aber unzufrieden? Bist du mit religiösen Pflichten dermaßen verstrickt, dass du die Liebe Gottes nur als Lehrsatz kennst.

Viele Christen erleben eine echte Bekehrung, und dann werden sie mit guten christlichen Werken so beschäftigt, dass sie keine Freiheit haben.

Ein junger Christ war verpflichtet, mindestens dreimal pro Woche in der Kirche zu sein. Gottesdienst zweimal am Sonntag, Hauskreis am Mittwoch, Bibelstudium am Samstag, usw.

Er hatte einen Freund, der noch nicht bekehrt war. Sein Freund feierte seinen Geburtstag und lud ihn zu einem Grillfest ein.

Am Sonntag wurde der Christ von seinem Pastor zurechtgewiesen, weil er am Samstag die Bibelstunde versäumte.

Jesus dachte anders.

Als nun aber einige der Schriftgelehrten, die zu den Pharisäern gehörten, sahen, dass Jesus mit diesen Leuten aß, sagten sie zu seinen Jüngern: »Warum isst er mit diesem Abschaum?«

Als Jesus das hörte, sagte er zu ihnen: »Die Gesunden brauchen keinen Arzt – wohl aber die Kranken. Ich bin gekommen, um Sünder zu rufen, nicht Menschen, die sich schon für gut genug halten.«
Markus 2,16–17 NLB


Die religiösen Leiter kritisierten Jesus, aber Jesus erklärte, dass Sünder nicht durch strenge religiöse Regeln errettet werden, sondern durch Jünger, die neu denken, die eine persönliche Beziehung zu Jesus vor allem schätzen, und die für den Heiligen Geist aufgeschlossen sind.

Es füllt auch niemand neuen Wein in alte Weinschläuche. Sie würden platzen, der Wein würde auslaufen und die Schläuche wären verdorben. Neuer Wein gehört in neue Weinschläuche.« Markus 2,22 NLB

Was soll das für moderne Menschen bedeuten? Wer ist mit Weinschläuchen vertraut?

Hast du einen sehr alten Computer, der nicht mehr gut funktioniert? Wenn du versuchst, Windows 11 zu installieren, wird es nicht mehr funktionieren. Entweder musst du mit deinem alten Computer zufrieden sein, oder du musst einen neuen Laptop kaufen.

Gott will die Christenheit in unserer Zeit ganz neu gestalten. Die bis jetzt übliche christliche Religion taugt nicht mehr. Ob du Baptist, Lutheraner, Reformierter, Katholik oder Pfingstler bist, Gott will dich und mich in eine völlig neue Lebensweise führen.

Ein junger Christ war in einer bibeltreuen Gemeinde so beschäftigt, dass er sich fühlte, dass er auf einer religiösen Tretmühle war. Nicht nur war er mehrmals jede Woche in Meetings. Er betete zweimal am Tag und studierte die Bibel fleißig. Aber er wurde trotzdem innerlich trocken und müde.

Endlich gab er auf. Er glaubte immer noch an Gott. Er sündigte nicht mit Drogen oder Frauen, aber er hatte keinen Bock mehr auf religiöse Pflicht. Er besuchte den Gottesdienst nicht. Er las zwei Wochen lang die Bibel nicht mehr.

Eines Morgens saß er beim Frühstück und las die Zeitung. Der Heilige Geist fiel unerwartet wie ein Wasserfall über ihn. Plötzlich erlebte er die himmlische Wirklichkeit, die er durch religiöses Streben vergeblich gesucht hatte.

Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist! Jesaja 55,6 SLT

Du kannst nur weitergeben, was du empfangen hast. Wenn du nur Glaubenssätze empfangen hast, kannst du nur Glaubenssätze weitergeben. Gott will dich mit Segen überwältigen, und du sollst ein Segen sein.

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Normalität in der Krise?

Wir leben nicht in einer normalen Zeit. Vielleicht war die Zeit nie normal.

Was ist normal? Wir denken, die meisten Menschen einigermaßen normal sind, weil wir sie nicht intim kennengelernt haben.

Wir haben oft Probleme mit unserer Schwiegerfamilie, weil sie nicht unsere Familie ist. Wir sind mit den Eigentümlichkeiten unserer eigenen Familie vertraut, aber jetzt finden wir eine neue Familie und schauen hinter den Kulissen der angeblichen Normalität.

Was ist normal? Wir streben nach Stabilität in unserem Leben und in unserem Umfeld.

Wir können mit sozialer Evolution klarkommen. Die Kultur und die Alltagssprache ändern sich mit der Zeit. Nichts bleibt permanent unverändert. Wir können das akzeptieren.

Es gibt immer Evolution, aber Revolution ist ganz was anders.

In Deutschland ist in 1848 eine gescheiterte politische Revolution stattgefunden. 

In 1870-71 kam die Wiedervereinigung Deutschlands und der erfolgreiche Krieg gegen Frankreich.

Zu dieser Zeit erlebten die Deutschen eine sehr schnelle industrielle Revolution.
Dann kam der katastrophale Erste Weltkrieg.

Am Ende des Ersten Weltkriegs kamen heftige Umwälzungen, kleine regionale Bürgerkriege, und gescheiterte kommunistische Revolutionen hier und da.

Deutschland wurde von den britischen und französischen Eroberern gedemütigt, belagert und erbarmungslos ausgeplündert.

Nach der chaotischen Weimar Republik kam die Nazi-Revolution, der Zweite Weltkrieg und den Völkermord der Juden.

Mitten in allen diesen Umwälzungen strebten viele traumatisierten Deutschen, an einer Art Normalität festzuklammern. „Ordnung muss sein.“

Dann entstanden zwei ganz unterschiedliche Deutsche Nationen. Das war für viele Deutschen noch eine traumatische Revolution, aber nach und nach wurde im Westen und Osten eine neue Normalität etabliert. Ordnung muss sein.

Aber im Westen wurde die neue alte Ordnung für die Nachkriegsgeneration unerträglich. Sie sahen  den Aufstand der Schwarzen und der Hippie Generation in Amerika.

Sie sahen auch die Proteste gegen den Vietnamkrieg. Die Kriegsgeneration strebten, die gute alte deutsche Ordnung zu bewahren, aber die jungen Studenten wollten eine neue kulturelle Freiheit und eine radikal neue Demokratie herstellen.

Für viele Ostdeutschen war der Kommunismus eine Qual und die Wiedervereinigung Deutschlands eine traumhafte Befreiung, aber für andere Ostdeutschen führte die Wende zu einer großen Enttäuschung, zu einer kapitalistischen Geschäftsübernahme.

Dann kam in 2015 noch eine Umwälzung mit der Flut der Asylanten aus dem Nahen Osten. 

Für manche Deutschen war die richtige Reaktion die Willkommenskultur. Dadurch wollte man bestätigen, dass die Deutschen nicht mehr die fremdenfeindlichen Nationalisten oder Rassisten der Vergangenheit seien.

Für andere Deutschen waren die Flüchtlinge eine Bedrohung für deutsche Frauen, die nationale Identität und die deutsche Ordnung. Wieder einmal, „Ordnung muss sein“, aber welche Ordnung? Was soll normal sein?

Zur gleichen Zeit war eine andere Revolution im Gange. Gender Mainstreaming.

Das Stichwort der Zeit ist Toleranz. Aber was ist Toleranz? Früher meinte man damit, dass man ganz unterschiedliche Denkarten oder Sitten tolerierte, oder ertragen sollte.

Aber Toleranz hat jetzt eine ganz andere Bedeutung. Tolerieren bedeutet nicht mehr nur „ertragen“ ,sondern befürworten oder feiern.

Was ist jetzt normal? Wenn Feminismus normal sein soll, wie kann auch Islam normal sein?
Wenn Islam normal ist, wie kann Homo-Ehe normal sein?

Dann ist die Coronakrise gekommen. Jeder Anschein von Normalität ist verschwunden.

Wie ertrinkende Schwimmer kämpfen alle für die Wiederherstellung der Normalität.


Für manche ist die Krankheit und der Tod die schrecklichste aller möglichen Feinde. Lockdowns und Impfung sind der einzige Weg, den Rückweg zur Normalität zu finden. Die Querdenker und Ungeimpften, die Rebellen ohne Mundschutz sind die Feinde des normalen Lebens.

Für andere sind Lockdowns, die Impfstoffe, die Impfpflicht und andere Maßnahmen das Ende der Menschenrechte, die Wiederherstellung der Diktatur und die letzte Katastrophe.

Alle streben nach Sicherheit und Normalität, aber soll jetzt normal sein?

Gott sandte seinen Sohn in einer sehr schwierigen Zeit in diese Welt. Die Juden wurden von der römischen Besatzung drangsaliert. Nationalisten und Freiheitskämpfer wurden routinemäßig gekreuzigt. Die qualvollen Kreuzigungen waren auch öffentlichen Hinrichtungen.

Dann wurden die Juden auch von überheblichen und gesetzlichen religiösen Leitern bedrückt.

Leprakranken wurden von der Gemeinschaft ausgeschlossen. Nicht religiösen Juden waren verachtet und abgelehnt. Manche Juden sprachen Aramäisch und andere sprachen Griechisch. Was sollte normal sein?

Mitten in dieser schwierigen Zeit hat Gottes Sohn eine Alternative angeboten.

Darauf antwortete Jesus: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wenn es so wäre, hätten meine Diener für mich gekämpft, als ich verhaftet wurde. Aber mein Königreich ist nicht von dieser Welt.« Johannes 18,36 NLB

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.
Matthäus 11,28 NLB


Freitag, 28. Mai 2021

Echte Freiheit mit Gottes Weisheit

Bist du am Steuer deines Lebens, oder bist du eher wie einer, der dich in einem Boot strapazierst, vorwärts zu rudern?

Was ist dein Ziel im Leben?
Hast du langfristige Ziele, oder eine Berufung, die in deinem Verstand klar und deutlich ist?

Oder ist dein tägliches Leben von Pflichten beherrscht, die dir oft von anderen auferlegt sind? Ohne Gottes Weisheit kommst du nicht weit voran.

Bist du am Steuer deines Lebens, oder bist du eher wie einer, der dich in einem Boot strapazierst, vorwärts zu rudern?

Aber manche frommen Christen werden vielleicht einwenden, du sollst nie der Steuermann sein. Jesus ist dein Kapitän und du musst nur gehorsam rudern.

Aber wir sind nicht berufen, wie Roboter oder getriebene Sklaven uns zu unterwerfen.

Christus hat uns befreit, damit wir als Befreite leben. Bleibt also standhaft und lasst euch nicht wieder in ein Sklavenjoch spannen! Galater 5,1 NeÜ

Aber diese Freiheit bedeutet nicht, dass du ichbezogen leben sollst. Ein solches Leben ist bedeutungslos. Du hast eine hohe Bestimmung, an dem wunderbaren Plan Gottes teilzunehmen.

Aber wie kannst du Gottes Plan und Gottes Führung für dein Leben erkennen? Wir alle haben dieselbe Bibel. Das ist Gottes Anweisungshandbuch.

Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern…. Matthäus 28,19 NeÜ

Aber wie soll gerade ich an dieser Mission teilnehmen? Was ist deine Rolle in Gottes Plan?

Ich war Sprachlehrer und bin jetzt Rentner, aber ich bin immer noch in Gottes Mission aktiv. Ich lese, studiere, bete und schreibe Blogs.

John Wesley und Charles Spurgeon waren wunderbare Prediger. Sie hatten dieselbe Bibel, aber sie missionierten ganz anders. John Wesley war Wanderprediger und Charles Spurgeon war Pastor einer großen Baptistenkirche in London.

In einer Fußballmannschaft sind nicht alle Torhüter und nicht alle Stürmer. Einige sind auch Physiotherapeuten, Busfahrer oder Manager. Ein Sportverein braucht auch Buchhalter, Platzwarte und Sicherheitspersonal.

Als Christen sind wir in Gottes Team. Dein Manager ist nicht in erster Linie dein Pastor, sondern Jesus selbst.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.

Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.
Johannes 10,10–11 ELB

Um Jesus zu folgen, brauchen wir Weisheit von Gott selbst, Stunde für Stunde.

Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.
Jakobus 1,5 Schlachter 2000

Wir alle haben Fragen, die wir nur mit Gottes Weisheit beantworten können. Diese Fragen sind oft lebenswichtig.

  • „Wie sehe ich meine Situation jetzt? Lieber Gott. Wie siehst du meine Situation jetzt?“

  • „Ich sehe auf dem Bildschirm meines Geistes eine Szene aus meiner Vergangenheit, eine ziemlich klare Erinnerung. Sie kommt mir plötzlich in den Sinn, ohne Bezug zu meiner gegenwärtigen Situation. Was hat sie zu bedeuten? Sehe ich eine Person? Wie sollte ich für diese Person beten?“

  • „Mein Bruder ist seit Jahren geisteskrank. Wie soll ich für ihn beten?“


Dabei steht uns der Geist Gottes bei und nimmt sich unserer Schwachheit an. 

Denn wie und was wir beten sollen, wissen wir selbst nicht; aber der Geist Gottes tritt für uns ein mit seufzendem Flehen, das sich nicht in Worte fassen lässt. Römer 8,26 Bruns

Gott hat uns seinen Heiligen Geist gegeben, der uns als Tröster und Wegweiser helfen will. Wenn wir diese Hilfe nicht haben, ist die Bibel nur ein trockenes religiöses Handbuch für uns.

Montag, 24. Mai 2021

Gott Liebt Traumatisierte Opfer

In den Jahrzehnten nach dem Krieg gab es Juden, die nicht ertragen konnten, die deutsche Sprache zu hören.

Es gibt Frauen und auch Männer, die als Kinder so traumatisiert waren, dass sie selbst nie heiraten wollen. 

Manche werden homosexuell; andere leben in de facto Beziehungen. Andere fliehen schon als Teenager und werden obdachlos.

Es gibt auch viele Christen, die in Gemeinden so manipuliert und respektlos behandelt werden, dass sie sich in Gottesdiensten oft bedroht fühlen.

Gott hat uns Heimat, Familie, Ehe und Gemeinde gegeben, aber wenn diese Gaben Gottes durch Machtgier verdreht werden, gibt es so viele Opfer, die das Leben unerträglich finden.

Meine Frau und ich waren etwa zehn Jahre lang in einer wunderbaren Gemeinde. Viele liebten Gott mit freiem Herzen. Viele waren missionarisch auf der Straße aktiv.

Alle waren willkommen, Obdachlose, Hexen, Prostituierte, es spielte keine Rolle. Einige Esoteriker kamen, um Gott zu suchen, andere kamen, um gegen uns Hexerei zu betreiben, aber die Christen beteten mit Kraft und Autorität, sodass der Teufel nicht die Oberhand gewinnen konnte.

Eine solche Situation kann chaotisch werden. Es gibt einige Gemeinschaften, in denen die Leiter strenge Herrscher sind, vielleicht aus Machtgier, vielleicht aber auch aus Angst vor Chaos.

Unser Pastor sagte oft, es wäre einfach für ihn, Menschen zu kontrollieren, und schwieriger, freie Menschen zu leiten, aber für ihn war die Freiheit so wichtig.

Paulus glaubte auch an die Freiheit. Er war äußerst kritisch gegenüber Predigern, die hart regieren wollten. Er sagte den Christen in Korinth, dass sie sich einer solchen Führung nicht unterwerfen sollten.

Denn ihr ertragt es, wenn jemand euch knechtet, wenn jemand euch aufzehrt, wenn jemand euch einfängt, wenn jemand sich überhebt, wenn jemand euch ins Gesicht schlägt. 2. Korinther 11,20 ELB

Paulus kritisierte nicht nur die arroganten Prediger für ihre Grausamkeit, sondern auch die Christen, für ihren Gehorsam.

Grausamer Missbrauch von Autorität richtet verheerenden Schaden an. Viele Frauen und Männer wollen wegen strenger christlicher Eltern, Lehrer oder Prediger nichts mehr mit Gott oder der Gemeinde zu tun haben.

Eine gute Predigerin erzählte, wie sie auf der Straße unterwegs war und unter Prostituierten missionierte. Nicht wenige junge Frauen auf der Straße kamen von frommen christlichen Familien.

Wie können wir die verletzten Opfer für Jesus gewinnen?

Unser Vorbild ist Jesus. Er predigte sehr hart gegen die Sünden der überheblichen religiösen Leiter, aber er war sanftmütig und freundlich mit den verachteten Sündern.


Nun ist der Menschensohn gekommen, isst und trinkt wie jeder andere, und ihr wendet ein: ›Er frisst und säuft, und seine Freunde sind die Zolleinnehmer und Sünder!‹ Lukas 7,34 HfA 

Bist du selbst schwer verletzt, abgelehnt und traumatisiert? Musst du dich wieder unterwerfen, um Gottes Urteil zu entkommen? Viele ringen mit solch schrecklichen Gedanken.

Gottes Wege für dich sind ganz anders. Er will dich freundlich aufnehmen und dir mit Sanftmut helfen.

Montag, 22. März 2021

Alte Denkarten Loswerden

 Jesus hat uns als Gläubige beauftragt, leidenden Menschen zu helfen. Durch Gottes Liebe in unseren Herzen müssen wir Wegweiser sein, damit alle um uns herum den Weg zu Jesus finden.

So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen GeistesMatthäus 28,19 SLT

Ein Christ will Jesus dienen und missionieren, auch auf der Straße. Er ist kein ordinierter Pastor aber er hat Versammlungen zu Hause.

Menschen von der Straße mit turbulenten Lebensumständen bekehren sich.

Sie wollen sich taufen lassen. Der Hauskreisleiter denkt, ein Pastor soll taufen und er sucht Hilfe von Pastoren. Jeder Pastor wird gern einen neuen Christen taufen, wenn er sich seiner Gemeinde anschließt, aber die neuen Christen wollen nur in dem Hauskreis bleiben.

Dann trifft der Hauskreisleiter die Entscheidung, die neuen Christen selbst zu taufen. 

Dann bricht die Hölle aus. Alle Christen in der Nachbarschaft gehen dem Hauskreismissionar aus dem weg. Niemand begrüßt ihn.

Aber bitte. Wo findet man in der Bibel einen Text, der nur ordinierte Pastoren genehmigt, Christen zu taufen?

Ordnung muss sein! Aber wessen Ordnung?


Johannes ergriff das Wort und sagte: „Meister, wir trafen einen Mann, der in deinem Namen Dämonen austrieb. Aber er hält sich nicht zu uns, darum haben wir es ihm verboten.“

Da sagte Jesus zu ihm: „Verwehrt es ihm doch nicht! Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.“
Lukas 9,49–50 Bruns


Ich glaube, es kommt eine mächtige weltweite Erweckung. Die etablierten Gemeinden und auch Freikirchen werden nicht imstande sein, die Menge der neu bekehrten Christen zu verkraften.

Wir müssen unsere alten beschränkten Denkarten loswerden, damit der Heilige Geist das Werk Gottes in der Endzeit vollbringen kann.

Donnerstag, 21. Januar 2021

Freiheit in Christus

Bist du so einer, der immer recht hat?
Was sagt die Bibel dazu?

Wenn aber jemand meint, etwas zu wissen, der hat noch nichts so erkannt, wie man erkennen soll.
Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt.
1. Korinther 8,2–3 SLT


Der Apostel Johannes sagte von Jesus, er war voller Gnade und Wahrheit.

Er, das Wort, wurde Mensch und wohnte unter uns. Und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit wie sie nur der Eine und Einzige vom Vater hat, 

erfüllt mit Gnade und Wahrheit. Johannes 1,14 NeÜ

Wahrheit ist so wichtig. Bibelwissen ist unerlässlich, denn die Bibel ist Gottes Wort.

Aber wenn Bibelwissen deine erste Priorität ist, wenn du denkst, deine Aufgabe von Gott sei, immer anders gesinnte Christen zurechtzuweisen, wo ist deine Demut? Wo ist deine Nächstenliebe?

Johannes sagte nicht, Jesus sei mit Wahrheit und Gnade erfüllt. Er sagte, Jesus war mit Gnade und Wahrheit erfüllt.

Gnade und Wahrheit, nicht Wahrheit und Gnade.


Was sagte Paulus über Christen mit unterschiedlichen Meinungen?

Nehmt den Schwachen im Glauben an, ohne über Gewissensfragen zu streiten.
Einer glaubt, alles essen zu dürfen; wer aber schwach ist, der isst Gemüse.
Wer isst, verachte den nicht, der nicht isst; und wer nicht isst, richte den nicht, der isst; denn Gott hat ihn angenommen.

Wer bist du, dass du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden; denn Gott vermag ihn aufrecht zu halten.
Dieser hält einen Tag höher als den anderen, jener hält alle Tage gleich; jeder sei seiner Meinung gewiss!
Römer 14,1–5 SLT

Vielleicht bist du ein ausgebildeter Bibellehrer mit hervorragenden Geistesgaben. Du hast eine Berufung als Pastor oder Gemeindeleiter.

Vorsicht! Rechthaberei ist keine Tugend. Besserwisserei kommt nicht von Gott!

Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. 1. Korinther 13,2 SLT

Weißt du immer besser?

Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise; 1. Korinther 13,9 SLT

Aber vielleicht bist du kein ausgebildeter Gemeindeleiter, aber dein Pastor oder ein Ältester so ein gebieterischer Rechthaber ist. 

Du bist nicht verpflichtet, immer nachzugeben.

So steht nun fest in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasst euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen! Galater 5,1 SLT

Wenn die Leiter in deiner Gemeinde oder Konfession gebieterisch sind, wenn sie bedingungslose Unterwerfung verlangen, wenn sie dich immer kleinkriegen, wenn du deine eigenen Gedanken äußerst, dann geh einfach ...

 Aber Paulus selbst konnte auch sehr scharf und dogmatisch sein. Er war besonders hart gegen Gesetzlichkeit und Gesetzlosigkeit. Manche heiklen Fragen sind wichtig und andere nicht so wichtig. Wir brauchen die Weisheit, die nur von Gott kommt.

Aber wenn du in einer Gemeinde Mobbing erlebst, geh einfach …

Paulus selbst ermahnte Christen nicht nachzugeben.


Ihr nehmt es hin, wenn jemand euch knechtet, euch auffrisst, euch ausnützt, sich über euch erhebt, euch ins Gesicht schlägt. 2. Korinther 11,20 ZB 2007

 

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Anbetung und Freiheit mit Gott

In der Bibel finden wir intensive Liebe und Freude, intensive Buße und intensives Leiden. 

Freut euch deshalb von Herzen! Vor euch liegt eine große Freude, auch wenn ihr für eine Weile viel erdulden müsst. 1. Petrus 1,6

Ihr habt ihn nie gesehen und liebt ihn doch. Ihr glaubt an ihn, obwohl ihr ihn auch jetzt nicht sehen könnt, und eure Freude ist grenzenlos,

denn ihr kennt das Ziel eures Glaubens: die Rettung für alle Ewigkeit.
1. Petrus 1,8-9


Grenzenlose Freude ist viel mehr als eine ruhige Zufriedenheit, weil man Frieden mit Gott hat.

Es ist traurig, dass wir so oft christliche Gemeinden und Gottesdienste finden, wo die Leute immer nur ein lauwarmes Erlebnis haben, bis der christliche Glaube zu einer grauen Routine wird.

Aber dann findet man in anderen Gemeinden eine Kultur, wo man nach überwältigenden Erlebnissen verlangt.

In der Bibel sehen wir, wie die unmittelbare Gegenwart Gottes überwältigend sein kann. Es ist gut, Gottes Gegenwart von ganzem Herzen zu suchen.

Wenn Gottes Herrlichkeit kommt, dürfen wir Gott keine religiösen Regeln auferlegen. Wenn Menschen auf den Boden fallen, darf Gott sie vorwärts, seitwärts oder rückwärts umstürzen. Gott ist Gott.

Es ist gut, aus einer langweiligen, traditionellen Routine auszubrechen.

Wir brauchen biblische Glaubenssätze, aber wenn wir nur biblische Glaubenssätze haben und keine biblischen Erlebnisse, sind wir nur verarmte Bettler oder trockene Knochen.

Aber dann hört man in manchen Gemeinden immer wieder Aufforderungen, lauter zu singen, intensiver anzubeten, heftiger zu loben.

In manchen Versammlungen wird erwartet, dass man immer in jedem Gottesdienst wie betrunken kichern, wackeln und umkippen soll.

Aber ist das biblisch?

In der Apostelgeschichte wurden den 120 Jüngern vorgeworfen, dass sie Besoffen aussahen. Warum? Weil sie plötzlich nie gelernte Fremdsprachen vollkommen beherrschten? Aber wirklich?

Offensichtlich waren sie wackelig auf ihren Füßen, weil die Kraft des Heiligen Geistes so schwer auf ihnen war. Das war ganz in Ordnung, vielleicht nicht in menschlicher oder religiöser Ordnung, aber sicher in Gottes Ordnung.

Als der Tempel von Salomon geweiht wurde, kam der Heilige Geist mit überwältigender Herrlichkeit, mit solcher Kraft, dass die Priester ihren Dienst nicht verrichten konnten.

und es war, als wäre es einer, der trompetete und sang, als hörte man eine Stimme den HERRN loben und ihm danken. Als die Stimme sich erhob von den Trompeten, Zimbeln und Saitenspielen und vom Loben des HERRN, dass er gütig ist und seine Barmherzigkeit ewig währt, da wurde das Haus des HERRN mit einer Wolke erfüllt,

sodass die Priester nicht stehen konnten, um vor der Wolke zu dienen; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes. 
2 Chr 5,13-14


Sicher ist es biblisch, wenn der Herrlichkeit Gottes überwältigend ist, wackelig zu sein, umzukippen, mit überschwänglicher Freude zu lachen, oder von Gottes Liebe so hingerissen zu sein, dass man nur weinen kann.

Aber sollen wir immer wieder Christen die Erwartung auferlegen, dass sie immer in jeder Versammlung intensiven Erlebnissen nachjagen müssen?

Müssen wir immer super heftig loben und extrem intensiv anbeten?

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. 

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.

Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.«
Mt 11,28-30

Montag, 26. Oktober 2020

Gott fördert Initiativ

Es war Ostersonntag und die große Kirche war gefüllt. Plötzlich stand ein Mann dramatisch auf, hörte auf zu atmen und brach zusammen. Die Pastoren taten nichts. 

Aber ein junger Mann kam sofort zur Hilfe. Er war zum Rettungssanitäter ausgebildet worden und er ergriff die Initiative.

Der junge Sanitäter führte schnell und kompetent die notwendige Erstversorgung durch. Sechs Männer legten den angeschlagenen Mann auf den Boden hinten in der Kirche. Ein Arzt aus der Gemeinde kam und half dem jungen Sanitäter, während er auf den Krankenwagen wartete.

Was ist passiert?

Im Notfall reagierten das große Leitungsteam und die Mitarbeiter der Gemeinde nur langsam und waren daher unwirksam. 

Der eigentliche Anführer war der junge Mann, der einfach auf die anstehende Notwendigkeit reagierte. Er wartete nicht auf die Genehmigung, sondern ergriff die Initiative.

Diese Geschichte stammt aus einem ausgezeichneten Buch von Max DePree. ´´Leadership is an Art.´´ ("Führung ist eine Kunst")

Der Autor bezeichnet die spontane Initiative des jungen Sanitäters als "Roving Leadership", das heißt buchstäblich ´´umherziehende Leiterschaft´´.

Die Gemeinde hatte natürlich auch eine hierarchische Leitung.
Hierarchische Führungskräfte müssen Initiativen fördern und Raum für Eigeninitiative schaffen. Spontane Initiativ muss gefeiert werden.


Wenn alle Initiativen von der Verwaltung kommen oder von der ordinierten Leiterschaft genehmigt werden müssen, kann kein Team und keine Gemeinde optimal funktionieren.

Für viele Gemeindeleiter ist der oberste Grundsatz ´´Ordnung muss sein.´´

Doch alles soll in Anstand und Ordnung geschehen. 1 Kor 14,40 EIN

Ein einsichtsvoller Prediger hat mir einst erklärt, dass dieser Text meistens missverstanden wird.

Paulus meinte: ´´Doch alles soll … geschehen.´´

Dieser Vers ist die Schlusserklärung einer langen Lehreinheit, von 1 Kor 11,1 bis 1 Kor 14,40.

Hier sehen wir, dass wir Ordnung zu erwarten ist. Die Frauen sollen anständig gekleidet sein.

Aber wir sehen, dass anständig gekleidete Frauen in dem Meeting laut weissagen sollen.

Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene. 1 Kor 11,5 ELB

Viele fokussieren nur auf die Frage der Ordnung. Die Frau soll anständig gekleidet sein, aber Petrus predigte, dass auch Frauen weissagen sollen, und zwar in der Öffentlichkeit.

›In den letzten Tagen, spricht Gott, werde ich meinen Geist über alle Menschen ausgießen. Eure Söhne und Töchter werden weissagen,… 

... In diesen Tagen werde ich meinen Geist sogar über alle meine Diener, ob Mann oder Frau, ausgießen, und sie werden weissagen. Apostelgeschichte 2,17-18

´´Doch alles soll … geschehen.´´


Dienstag, 6. Oktober 2020

Such den Herrn

Im Neuen Testament sehen wir, wie Einheit und Teamwork funktionieren soll.

Jesus benutzte das Fischerboot von Petrus als Kanzel und segnete eine große Menge mit seiner Predigt. Wenn du deine Werkzeuge oder Ressourcen Jesus zur Verfügung stellst, wirst du sicher reichlich belohnt.

Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus!  

Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen.  

Das taten sie und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten.
Lk 5,4-6
 

Wenn Gott dich belohnt, musst du den Segen nicht nur für dich selbst behalten.

Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, sodass sie fast untergingen.  Lk 5,7

Wenn du hörst, dass in einer anderen Gemeinde oder einem anderen Ort dramatische Heilungen, starken Segen oder viele Bekehrungen zu sehen sind, hörst du auf negative Gerüchte und kritische Berichte oder besuchst du die Versammlungen selbst?

Als Jesus zu predigen anfing, kamen große Menschenmengen zu ihm.


Und es folgten ihm große Menschenmengen aus Galiläa, aus den Zehn Städten, aus Jerusalem, aus Judäa und von jenseits des Jordan. Mt. 4,25 


Mit Jesus war der unermesslich große Segen Gottes, aber in den Synagogen war nur routinemäßige Religion. 

Trotzdem verließen nicht ganz alle die Juden ihre religiöse Routine, um zu Jesus zu kommen. Als Jesus die Synagoge in seinem Heimatdorf besuchte, waren die Leute nicht total begeistert.

Aber die Leute, die bereit waren, ihre Kuschelecke zu verlassen, um Jesus herauszusuchen, konnten einen himmlischen Segen empfangen.

Ihr kennt Jesus von Nazaret und wisst, wie Gott ihn mit heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat; er zog umher und tat Gutes und heilte alle, die vom Teufel unterdrückt wurden, weil Gott mit ihm war. Apg 10,38 ZUR

Aber vielleicht bist du schon einer, der verschiedene Versammlungen besuchst, aber dein Leben ist noch nicht himmlisch gesegnet …

  • Oder bist du schon in einer gesegneten Gemeinde aber nur als Zuschauer.

  • Oder deine Kuschelecke ist in deinem Sessel vor der Glotze …


Sucht den Herrn, während er sich finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist. Jesaja 55,6 ELB

Gottes Segen Suchen

 In großen Gegenden in Afrika ist das Land Monate lang sehr trocken, aber wenn starker Regen kommt, werden Bäche Ströme, Tümpel Teiche und Teiche kleine Seen. Aberhunderte Tiere kommen von der dürren Steppe, weil sie Wasser haben müssen. Das ist keine Option.

Stell dir vor, du bist ein Farmer und starker Regen kommt. Du hast schrecklich durstige Tiere aber dein Nachbar hat eine Staumenge und du nicht. Wirst du deine Tiere sterben sehen oder lieber Wasser von deinem Nachbar kaufen?

In der Bibel sehen wir immer wieder das Gleichnis, wobei der Heilige Geist als lebendiges Wasser dargestellt wird.

… wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt. Joh 4,14

Wenn in einem Ort oder einer Gemeinde Erweckung kommt, werden Menschen reichlich gesegnet und erfrischt. 

Schwache Christen werden begeistert und stark im Geist. Kranken werden geheilt. Verlorene Kinder kommen zu Gott und zu ihren Familien zurück. Heuchler kehren um. Namen Christen bekehren sich.

Und wie reagieren die Christen in anderen Gemeinden vor Ort oder in nicht weit entfernten Orten?
Viele haben Durst und kommen, um Gottes Segen zu empfangen, aber leider weitaus nicht alle.

Manche Christen fangen an, die dramatischen Ereignisse zu kritisieren.

  • ``Bei uns glauben wir anders.´´

  • ``Da wird die gute Ordnung gestört.´´


Man sieht in allen Ecken Rechthaberei und Besserwisserei, aber was für Segen sehen wir bei den Rechthabern und den Besserwissern? Das gibt zu denken.

Im Neuen Testament war in den Synagogen nur routinemäßige Religion zu finden, aber als Johannes der Täufer und dann Jesus predigten, gingen die Juden scharenweise zu den Versammlungen im Freien.

Wollen wir immer nur in denselben Versammlungen festgefahren bleiben, oder den Segen Gottes, wenn nötig woanders suchen?

Sucht den Herrn, während er sich finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist. Jesaja 55,6 ELB


Samstag, 18. Juli 2020

Müssen Missbrauchte Frauen Bleiben?

Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen!, und: Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit! 2. Tim 2,19 SLT

Wenn eine Frau unerbittlichem Mobbing durch ihren Ehemann ausgesetzt ist. 


Wenn die Kinder einer Frau von ihrem Mann gequält, missbraucht oder irgendwie ruiniert werden, hat sie einen Ausweg?

Die einzige Möglichkeit für diese Frau, sich von der Bosheit abzuwenden, kann sein, dass sie ihren Mann verlässt und ihre Kinder mitnimmt.

Dieses Prinzip kann Vorrang vor ihrem Eheversprechen haben.

Dasselbe Prinzip gilt, wenn du Mitglied einer Kirche bist, in der Mobbing und Missbrauch ungehindert stattfinden und vertuscht werden. 


Unabhängig von deiner Position musst du die Kirche verlassen. Ob du ein Pfarrer, ein Ältester, ein Priester oder eine Nonne bist, macht keinen Unterschied.

Du darfst dich vom Bösen abwenden.

Wenn dein Vater, Pastor, Priester oder Ehemann dich sadistisch beherrscht, bist du nicht verpflichtet, zu schweigen oder zu bleiben.

Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit! 2. Tim 2,19 SLT

Wenn du eine Mutter bist und nicht weggehen kannst, ohne deine Kinder zu verlieren, kann es natürlich notwendig sein, aus diesem Grund zu bleiben.


Aber lass dich nicht von Schuldpredigten über die Sünde der Scheidung täuschen. Lass dich nicht eingeschüchtert werden.

Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit! 2. Tim 2,19 SLT

Donnerstag, 9. Juli 2020

Zu Hause mit Jesus

Suchst du eine Gemeinde, wo Jüngerschaft ernst genommen wird, und wo du auch Nächstenliebe, freundliche Gemeinschaft und Respekt findest?

Die Sklaven von Isaak gruben im Tal und stießen auf eine Quelle.
Doch die Hirten von Gerar sagten: »Dies ist unser Wasser!« und stritten sich mit Isaaks Hirten. Deshalb nannte Isaak den Brunnen »Streit«.
1. Mose 26,19-20 NLB
 
Du findest eine Gemeinde, wo du Gottes Gnade und Wahrheit suchst, und du findest da Gottes Segen. 


Aber die Christen in dieser Gemeinde behaupten, der Segen gehört uns. Du musst in allem gehorchen. Wir bestimmen, was du hier isst und trinkst.

Der Segen erstickt in deiner Kehle. Nach und nach fühlst du dich wie versklavt, aber könnten diese Leute vielleicht recht haben?
Aber dann wird es unerträglich und du ziehst weiter.

Isaaks Männer gruben einen anderen Brunnen, doch auch hier kam es wieder zum Streit, und Isaak nannte ihn »Anfeindung«.

1. Mose 26,21 NLB

 
Dann findest du eine andere Gemeinde. Es ist besser. Du findest auch hier Gottes Segen, aber mit mehr Freiheit und Freundlichkeit.

Aber dann kommt ein Streit in der Gemeinde. Einige wollen dem Pastor beistehen, aber andere kritisieren an ihm herum. Wer soll das lebendige Wasser verwalten und austeilen, der Pastor oder die Splittergruppe? 


Mit dem immer zunehmenden Streit verschwindet der Segen. Du ziehst weiter.

Jesus ist der Gute Hirte. Er will dich leiten, schützen und versorgen, aber du wirst leider oft Hirte finden, die behaupten, das Wasser gehört ihnen. Nein. Das Wasser gehört nur Jesus.

Da zog er weiter und ließ noch einen weiteren Brunnen graben. Diesmal gab es keinen Streit. 


So nannte Isaak den Brunnen Rehobot . Denn er sagte: »Der HERR hat uns doch noch Raum gegeben, nun werden wir uns im Land ausbreiten können.« 1. Mose 26,22 NLB

Am letzten Tag, dem Höhepunkt des Festes, stellte Jesus sich hin und rief der Menge zu: »Wenn jemand Durst hat, soll er zu mir kommen und trinken!

Wer an mich glaubt, aus dessen Innerem werden Ströme lebendigen Wassers fließen, wie es in der Schrift heißt.«

Mit dem »lebendigen Wasser« meinte er den Geist, der jedem zuteilwerden sollte, der an ihn glaubte. Aber der Geist war noch nicht gekommen, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.
Johannes 7,37-39


Gute Prediger und Leiter können Gottes Geist freisetzen, sonst sind sie keine guten Leiter, aber der Geist Gottes gehört nicht exklusiv der Kirchenleiterschaft. Der Geist Gottes gehört Gott selbst.

Jesus will selbst dein Hoher Priester sein, auch dein Mentor und Freund. Du kannst Jesus als deinen Hirten und Freund kennenlernen. Das ist ein Prozess. Deine Bekehrung ist nur der Anfang.

Gib bitte nicht auf. Gott hat trotz allem immer noch gute Pläne für dich.

Montag, 6. Juli 2020

Gottes Ordnung oder Menschliche Ordnung?

Es gibt charismatische Treffen, die chaotisch sind, weil die menschliche Natur außer Kontrolle gerät, aber es gibt auch Situationen, die unordentlich erscheinen, weil der Heilige Geist dramatisch eingreift.

Es gibt Christen, die verlangen, dass alles total richtig sein muss. Jesus selbst hat immer alles richtig gemacht, aber in den Augen der Bibelexperten seiner Zeit, war Jesus oft weit gefehlt.

In den Zehn Geboten lesen wir, dass man am Sabbat nicht arbeiten soll, aber die Juden haben ganz vernünftig Ausnahmen erlaubt. Man durfte zum Beispiel Tiere versorgen. Natürlich mussten Mütter ihre kleinen Kinder zu essen geben, usw.

Die Rabbiner hatten eine systematische Liste von Aufgaben gemacht, die am Sabbat erlaubt wären und die verboten sein sollten. Aber diese Regeln waren von den Rabbinern und nicht von Gott.

Es war streng verboten, am Sabbat Kranken zu heilen, aber Jesus hat immer wieder am Sabbat schwer Kranken geheilt. Das störte die Ordnung, aber nicht Gottes Ordnung.

Wenn Charismatiker in Gottesdiensten tanzen, stört es die traditionelle Ordnung, aber vielleicht nicht Gottes Ordnung.


Der König David tanzte auf der Straße in seiner Unterkleidung. Das missfiel seiner Frau, aber Gott hatte nichts dagegen einzuwenden.

Als aber David zurückkam, um sein Haus zu grüßen, ging Michal, die Tochter Sauls, heraus David entgegen und sagte: »Wie herrlich ist heute der König von Israel gewesen, der sich heute vor den Mägden seiner Knechte entblößt hat, wie sich die losen Leute entblößen!«

David sagte zu Michal: »Vor dem HERRN, der mich vor deinem Vater und vor seinem ganzen Haus erwählt und mir befohlen hat, Fürst zu sein über das Volk des HERRN, über Israel, vor dem HERRN will ich spielen.
2 Sam 6,20-21


Wenn konservative Christen ungehemmtes Benehmen in charismatischen Treffen kritisieren, können sie manchmal wie Davids Frau Michal sein.

Ist alles in charismatischen Treffen immer richtig? Sicher nicht.
Aber ist alles in nicht charismatischen Treffen immer richtig? Interessante Frage.

In der NT Gemeinde in Korinth musste Paulus die unreifen neu bekehrten Christen wegen vieler Fehler zurechtweisen.

Das Abendmahl war wie eine Party, wo viel gegessen und getrunken wurde. Manche griffen eifrig zu und andere hatten nicht genug.

Es gibt heute Christen, die wildes oder ungehemmtes Benehmen von Charismatiker als total unchristlich oder sogar teuflisch verwerfen. Das Urteil von Paulus war ganz anders.

Es waren Treffen, wo viele Christen in unbekannten Zungen laut sprachen, sodass ein ungläubiger Außenseiter ganz verwirrt sein würde.

Paulus bestätigt, dass diese Gabe echt war und wirklich von dem Heiligen Geist, aber die Korinther mussten lernen, echte Geistesgaben mit Weisheit auszuüben.

Paulus sagte, Gott wollte Ordnung und Anstand in der Gemeinde haben.

Dann muss man fragen: Wessen Ordnung will Gott haben, unsere Ordnung, die oft gesetzlich oder langweilig sein kann, oder die kreative Ordnung des Heiligen Geistes?

Denn die göttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind, und die göttliche Schwachheit ist stärker, als die Menschen sind. 1 Kor 1,25 L17

Wir sehen in Bibelgeschichten Beispiele von Gottes Torheit und auch von menschlichem Blödsinn.

Wie können wir den Unterschied erkennen? 


Nicht mit systematischen Regeln, auch wenn wir versuchen, diese Regeln mit Bibeltexten zu belegen. Das ist genau, was die Pharisäer getan haben.

Samstag, 29. Februar 2020

Den Heiligen Geist Erleben

Wir lesen in der Bibel: ´´Gott ist Liebe´´. Wir glauben das, aber oft nur theoretisch.

Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. Römer 5,5
 

Inwiefern kann man starke Liebe empfangen, ohne zärtliche Gefühle zu erleben?

Wir halten überzeugt und entschlossen an der Wahrheit der Bibel, aber wenn es darum geht, Gottes Liebe zu erleben, seine Zärtlichkeit zu spüren, schrecken viele bibeltreuen Christen zurück.

Gott hat bestimmt, dass die Menschen Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und finden möchten, obgleich er nicht fern ist von jedem von uns. Denn in ihm leben und weben und sind wir. Apg 17, 27
 

Laut Bibel, dürfen wir Gott ´´tastend und fühlend´´ finden.

Das soll bibeltreue Kopfmenschen aus ihrer theologischen Gedankenwelt wachrütteln.

Die Heilige Schrift sagt uns Klartext, wir dürfen Gott fühlen.

Ich ermahne euch aber, Brüder, durch unseren Herrn Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes… Römer 15,30

Die Liebe Gottes gehört zu dem Bereich des Geists, aber viele Christen meinen, dass menschliche Emotionen und körperliche Gefühle zu dem Bereich des Fleisches gehören, und deshalb nicht mit Gott zu tun haben sollen.

Aber …

Gott, mein Gott bist du; nach dir suche ich. Es dürstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem dürren und erschöpften Land ohne Wasser. Ps 63,2 ELB
 

Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und mein Herz freuen sich am lebendigen Gott. Ps 84,3

Wer zum Herrn aufschaut, der strahlt vor Freude, und sein Vertrauen wird nie enttäuscht.
Ps 34,6 HfA

… sie laben sich am Reichtum deines Hauses; du tränkst sie mit dem Strom deiner Wonnen.
Ps 36,9 EIN

Das Hohe Lied von Salomon soll die Liebe Gottes veranschaulichen.


 »Er küsse mich mit dem Kuss seines Mundes; denn deine Liebe ist lieblicher als Wein.  HHLD 1,2

Auch im Neuen Testament lesen wir, dass extreme Emotionen ganz in Ordnung sind.

Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Joh 16,22 L17

Ihn habt ihr nicht gesehen, und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude,
1 Pet 1,8 EIN

Manche wenden ein, dass obwohl Emotionen vielleicht OK sind, die seltsamen Erscheinungen in manchen Treffen nicht biblisch korrekt sein können.

Zum Beispiel, viele Menschen fallen auf den Boden. In der Bibel lesen wir, dass Menschen manchmal auf ihr Gesicht fielen, aber nicht auf ihren Rücken.

Wieso soll Gott verpflichtet sein, immer auf genau dieselbe Weise einzugreifen?

Jesus handelte immer wieder anders. Zum Beispiel, er heilte Kranken oft mit Handauflegung, aber dann heilte er einen blinden Mann, indem er in seine Augen spuckte.

Da nahm er den Blinden bei der Hand und führte ihn hinaus vor das Dorf; und als er in seine Augen gespuckt und seine Hände auf ihn gelegt hatte, fragte er ihn, ob er etwas sehe. Mk 8,23
 

In zwei anderen Fällen lesen wir, wie Jesus mit seinem Speichel heilte, aber jedes Mal war seine Vorgehensweise anders.

Da brachten sie einen Tauben zu ihm, der mit Mühe redete, und sie baten ihn, dass er die Hände auf ihn lege.
 

Und er nahm ihn von der Menschenmenge beiseite, legte ihm die Finger in die Ohren, spuckte und berührte seine Zunge
und sah auf zum Himmel, seufzte und sagte zu ihm: »Hefata!«, das heißt: »Tu dich auf!«
 

Sofort taten sich seine Ohren auf, sein Zungenband löste sich, und er redete richtig.  Mk 7,32-35
 

In dem Johannesevangelium war seine Methode auch anders.

Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte einen Brei aus dem Speichel und strich den Brei auf die Augen des Blinden
und sagte zu ihm: 


»Geh zum Teich Siloah– das heißt übersetzt: ›Gesandt‹– und wasch dich!« Da ging er hin und wusch sich und kam sehend zurück.  Joh 9,6-7

Gesetzliche Christen erfinden Regel nicht nur für sich selbst und für andere Christen. Sie erfinden auch oft Regel für Gott selbst.

´´Wenn der Heilige Geist dich fallen lässt, dann musst du unbedingt auf dein Gesicht fallen.´´ So manche Christen.

Samstag, 15. Februar 2020

Mobbing. Die Schlimmste Sünde.

So viele Christen werden von anderen Christen drangsaliert.

Jesus sprach sehr harte Worte gegen die Sünde des christlichen Mobbings.

Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen sagt: ›Mein Herr kommt noch lange nicht‹,
und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, mit den Betrunkenen isst und trinkt,

dann wird der Herr dieses Knechts an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt,

und wird ihn entzweihauen und wird ihm sein Teil geben mit den Heuchlern. Da wird Heulen und Zähneklappern sein.« 
Mt 24,48-51 NLB

So hart! Aber Jesus hat das selbst gesagt!

Es gibt auch religiöse Tyrannen, die sich nicht betrinken oder den Sünden des Fleisches frönen, aber will Jesus damit sagen, dass Mobbing genauso schlimm ist wie sich zu betrinken und dem Fleisch zu frönen? Oder schlimmer?

Religiöser Legalismus führt oft zu Mobbing.

Was ist Legalismus? Es ist ein Versuch, Sünde durch menschliche Regeln und Strafen zu verhindern oder zu korrigieren.

Ihr Heuchler! Jesaja hat euch gemeint, als er sagte:
›Diese Menschen ehren mich mit ihren Worten, aber nicht mit ihrem Herzen.
Ihre Anbetung ist nutzlos, denn sie ersetzen die Gebote Gottes durch ihre eigenen Lehren.‹«

Mt 15,7-9
Jesus sprach sich stärker gegen Mobbing und Legalismus aus als jede andere Sünde. 

Ich bin nicht gegen Pastoren. Es gibt wunderbare Pastoren, und ich kenne einige als Freunde. Auch Pastoren können Opfer von Mobbing werden. Ich habe das schon mehrmals gesehen, und es ist furchtbar.

Auch der Apostel Paulus verurteilte das Mobbing auf das Schärfste. In seinem zweiten Brief an die korinthische Kirche weist Paulus die korinthischen Gläubigen zurecht. Warum? Nicht wegen sexueller Sünde. Das stand in seinem ersten Brief.

Er tadelt sie, weil sie sich bedingungslos brutal autoritären Predigern unterworfen haben.

Und ihr habt ja nichts dagegen, wenn man euch schindet und ausnutzt, wenn man euch einfängt, euch von oben herab behandelt oder gar ins Gesicht schlägt. 2. Kor 11,20 HfA

  • Kein Prediger darf unbegrenzte bedingungslose Unterwerfung verlangen.

  • Wenn ein Pastor auf Zwietracht mit Drohungen oder Einschüchterungen reagiert, warum nicht einfach weggehen?

  • Wenn ein Leiter den Menschen seinen Willen so weit aufzwingt, dass sein Wort Gesetz ist, dann usurpiert er die Herrschaft Jesu.


Es gibt viele Christen, die sich unbehaglich, nachtragend oder insgeheim verärgert über zu selbstbewusste, kontrollierende Führer fühlen, aber sie glauben, dass sie sich nicht widersetzen dürfen, denn das wäre die Sünde der Rebellion.

Dies ist ein falsches Verständnis der Schrift.


Als König Saul versuchte, David zu töten, floh David um sein Leben.

Wenn du in der Kirche drangsaliert wirst, hast du das Recht, die Kirche zu verlassen. Vielleicht ist es sogar deine Pflicht, die Kirche zu verlassen.

Du kannst nicht zwei Herren dienen.

Wenn du dich einem Tyrannen unterwirfst, unterwirfst du dich einem falschen Geist, denn der Geist Jesu ist nie grausam, sondern freundlich und liebevoll.

 

Aber es kann sein, dass man von religiösen Eltern oder einem rücksichtslos kontrollierenden Ehemann gefangen gehalten ist. 
Wenn du die Kirche verlässt, könntest du obdachlos werden oder deine Kinder verlieren.

Du kannst wie Josef im Gefängnis sein, der eine geheime Beziehung zu Gott pflegte. 

Er heilt die gebrochenen Herzen und verbindet ihre schmerzenden Wunden. Ps 147,3 EIN
Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt.


Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, Jes 61,1 EIN

Es ist gut, wenn man Tyrannen widersprechen kann, und es ist keine Sünde, aber manchmal ist eine sanfte Antwort besser.

In extremen Fällen ist die stärkste Antwort ein hartnäckiges, entschlossenes Schweigen, insbesondere wenn von dir erwartet wird, dass du zustimmst, dich unterwirfst oder dich entschuldigst, wenn du glaubst, dass du nicht im Unrecht bist.

Als Jesus um sein Leben vor Gericht stand, beantwortete er viele aggressive Fragen und Anschuldigungen mit Schweigen. Sein Schweigen war die stärkste Antwort.

Bist du von menschlicher Herrschaft geplagt? Gott steht zu dir.