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Sonntag, 5. Oktober 2025

Konsequente Jüngerschaft und Verfolgung

 Jesus kam in eine Welt, in der böse Herrscher an der Macht waren. 

Herodes war eine Marionette der römischen Besatzung. Er war kein Jude, sondern ein Nachkomme von Esau, dem Bruder Jakobs. Esaus Stamm hatte den Juden nie vergeben, weil der Segen Gottes auf Jakobs Nachkommen lag.

Als Herodes hörte, dass ein jüdischer König in Bethlehem geboren wurde, versuchte er, Jesus abzuschaffen.

Alle jüdischen Säuglinge in Bethlehem bis zu 2 Jahren wurden ermordet, aber ein Engel warnte Josef, der mit Maria und Jesus nach Ägypten flüchtete.

Jesus war immer wieder eine Zielscheibe für Gottes Feinde. 

Nach seiner Taufe fastete er vierzig Tage lang in der Wüste. Das war eine harte Probe, nicht nur wegen Hunger, sondern auch wegen Versuchungen vom Teufel. 

Als Jesus aus der Wüste zurückkehrte, war sein Dienst ein Kampf gegen alle Arten von Werken des Teufels, gegen Krankheit und Sünde, aber auch gegen falsche Traditionen und Irrlehren. 
Dann wurde Jesus von den religiösen Fachleuten gehetzt und verfolgt.

Mose lehrte, man musste am Schabbat nicht arbeiten. Die religiösen Profis erlaubten Wunderheilungen, aber nicht am Schabbat, weil Heilen angeblich Arbeit war. 
Jesus heilte immer wieder am Schabbat, um diese Gesetzlichkeit zu widerlegen. Natürlich wurde er dafür verfolgt.

Es gibt nicht ordinierte Christen, die neu bekehrte Christen taufen. Das ist von vielen religiösen Profis verworfen, weil sie behaupten, dass nur ordinierte Prediger taufen dürfen. Aber diese Tradition findet man in keiner Bibelstelle. 

Christen, die konsequent biblisch dienen, werden immer noch von christlichen Profis verfolgt. 
Aber manche werden einwenden, „Ordnung muss sein.“ 

Aber wessen Ordnung? Die herkömmliche Ordnung der Kirchentraditionen oder Gottes Ordnung?

Jemand in einem Hauskreis hatte ein verletztes Bein. Ein Mann sprang von seinem Stuhl, legte seine Hand auf dem verletzten Bein, und der leidende Christ wurde schlagartig geheilt.

Wie reagierte der Pastor? Mit Lob und Dank? Nein. 
Nein. Der Mann, der Heilung vermittelt hatte, wurde ausgestoßen, weil er angeblich die Ordnung gestört hatte. 

Was für eine Gemeinde war das? Eine Pfingstgemeinde. Egal in welcher Konfession, gibt es Kirchenleiter, die alles selbst kontrollieren wollen. 

Wenn du Jesus nachfolgen willst, musst du allerlei Angriffe erwarten.

  • Erschreckende Träume.

  • Missverständnisse von anderen Christen oder Kirchenleitern.

  • Verfolgung von nicht Christen.

  • Andrerseits gibt es sehr gute Pastoren, Prediger und Priester, die konsequent Menschen lieben und Jesus nachfolgen. Sie werden auch oft missverstanden und verfolgt.

Ein konservativer Pastor betete, und ein Mädchen wurde geheilt, aber in seiner Gemeinde glaubte man nicht an Wunderheilungen. Der Prediger suchte Rat. Hätte er richtig gehandelt? Ein weiser Prediger sagte, er sollte das Mädchen fragen. 

Es gibt auch sehr gute Kirchenleiter. Oft werden auch diese treuen Menschen eine Zielscheibe für Verfolgung.

Und er rief das Volk mit seinen Jüngern zu sich und sprach zu ihnen: „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Mk 8,34 LU.heute

Wer konsequent Jesus nachfolgt, wird oft missverstanden oder verfolgt.


Donnerstag, 14. November 2024

Gott ist Liebe. Lass dich nicht ablenken.

 Die Bibel ist voll von Geschichte, Lebensgeschichten, Prophezeiungen, Gesetzen und Geboten, Lehren über Gott und Menschen. Sie ist eine Bibliothek mit so vielen Details.

Manche Menschen studieren die Bibel und verlieren sich in den Details, aber Jesus und die Apostel mussten die Menschen daran erinnern, dass die Details uns nicht ablenken dürfen.

Die Hauptsache muss die Hauptsache sein.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten.
Joh 3,16–17 NLB

Gott schuf eine perfekte Welt, aber der erste Mann und die erste Frau lehnten Gott ab und seitdem haben wir seine Schöpfung verdorben. Wir alle sind schiefgegangen und brauchen Vergebung. Gott hat seinen Sohn gesandt, um Gottes Strafe auf sich zu nehmen, damit Gott das Böse gerecht bestrafen und sich unser aller erbarmen kann.

Die Bibelexperten, die Jesus von Angesicht zu Angesicht sahen, weigerten sich einfach zu glauben.

Ihr forscht in der Schrift, weil ihr glaubt, dass sie euch das ewige Leben geben kann. Und gerade sie verweist auf mich!

Dennoch weigert ihr euch, zu mir zu kommen, damit ich euch das ewige Leben schenken kann.
Wir können so voll von Detailwissen sein, dass wir für die wichtigsten Dinge blind sind.
Joh 5,39–40 NLB

Paulus pflanzte den christlichen Glauben in der wichtigen heidnischen Stadt Ephesus ein. Es war schwierig, weil Ephesus von einem heidnischen Kult beherrscht wurde. Die Menschen verehrten die Göttin Artemis. Viele glaubten, dass die Göttin Artemis vom Himmel herabkam und die Frauen vor den Männern erschuf.

Nachdem die Heiden in Ephesus sich bekehrt hatten, waren sie weiterhin von Mythen und Legenden fasziniert, von denen einige heidnischen und vielleicht auch einige jüdischen Ursprungs waren.

Paulus hatte Timotheus die Leitung der Gemeinde in Ephesus überlassen. Er schrieb zwei Briefe an Timotheus mit Anweisungen, wie man mit theologischer Verwirrung und falschen Lehren umgehen sollte.

Er schrieb, dass die Gläubigen sich nicht mit spekulativen Theorien oder detaillierten Geschichten ablenken lassen sollten.

Lass nicht zu, dass die Menschen ihre Zeit mit endlosen Spekulationen über Fabeln und Stammbäumen vergeuden. Denn das führt nur zu Streit und hilft nicht, ein Leben im Glauben an Gott zu führen. 

Das Ziel meiner Unterweisung ist, dass alle Christen von der Liebe erfüllt sind, die aus einem reinen Herzen kommt, aus einem guten Gewissen und aufrichtigem Glauben. 1. Tim 1,4–5 NLB

Gott ist Liebe.

Viele Lehrsätze können uns von der Liebe Gottes ablenken.

Paulus schrieb auch an die Gemeinde in Rom.

Nehmt den an, der im Glauben schwach ist, und streitet nicht mit ihm über unterschiedliche Meinungen.

Während der eine zum Beispiel glaubt, man dürfe alles essen, verzichtet ein anderer auf Fleisch, weil sein Gewissen es ihm verbietet.

Wer meint, er dürfe alles essen, soll nicht auf den herabsehen, der nicht alles isst. Und wer bestimmte Speisen meidet, soll den nicht verurteilen, der alles isst, denn Gott hat ihn angenommen.
Röm 14,1–3 NLB

Christen streiten sich über den Sabbat oder darüber, ob wir Schweinefleisch essen sollten. Manche Christen sind so sehr damit beschäftigt, mit anderen Christen zu debattieren oder sie zu verurteilen, dass die christliche Liebe nur noch eine vernachlässigte Glaubenslehre ist.

Dienstag, 14. November 2023

Gesetzlichkeit und Gesetzlosigkeit

 Mose war dazu berufen, die Hebräer aus der Sklaverei zu befreien. Er war ein Befreier, aber auch ein Gesetzgeber. 

Mose kämpfte jahrelang darum, die Hebräer in das Gelobte Land zu führen, wo sie ein freies Volk sein sollten, aber er musste sich auch ständig bemühen, das rebellische Volk zu richten, wenn es Gott misstraute und dadurch in die Gesetzlosigkeit fiel.

Als Jesus in die Welt kam, kam er auch als Befreier. Er befreite Prostituierte und korrupte Beamten aus Gesetzlosigkeit, aber seine schwierigste Aufgabe war, die Juden aus der Gesetzlichkeit der religiösen Leiterschaft zu befreien.

Diese Themen in der antiken Geschichte sind immer noch aktuell. Die Ägypter hassten die Hebräer. Judenhass in Europa und in der islamischen Welt wird immer stärker.

Im nachchristlichen Europa ist die Gesetzlosigkeit auf dem Vormarsch, während in vielen islamischen Ländern religiöse Gesetzlichkeit immer strenger wird.

Unter Christen in Europa sehen wir beide Tendenzen, eine liberale Gesetzlosigkeit in vielen Kirchen, aber in anderen Gemeinden sehen wir unbiegsame Gesetzlichkeit.

Viele Christen sehen sich Pornos an, und viele unverheiratete Christen sind in sexuellen Beziehungen. Auf der anderen Seite gibt es Kirchen, in denen Frauen jahrelang unter häuslicher Gewalt leiden, aber sie werden ausdrücklich ermahnt, sich nicht zu trennen.

Es gibt Prediger, die Gottes Wort nicht ernst nehmen, und andere, die biblische Texte wie Peitschen benutzen, um Christen vor Sünde zu warnen.

Jesus hielt fest an die Heilige Schrift, aber er handelte immer mit Liebe und Mitgefühl.

Wir müssen zu Jesus zurückkehren. Er predigte Heiligkeit, aber er predigte auch hart gegen gesetzliche religiöse Leiterschaft. Er war der Freund der Sünder, aber er wollte die Sünder mit Liebe zu Gott führen.

Paulus hat die Lehre von Jesus klar zusammengefasst.

Er (Gott) hat uns befähigt, Diener seines neuen Bundes zu sein, eines Bundes, der nicht auf schriftlichen Gesetzen beruht, sondern auf dem Geist Gottes. Der alte Weg führt in den Tod, aber auf dem neuen Weg schenkt der Heilige Geist Leben. 2. Kor 3,6 NLB

Jesus und Paulus hielten fest an Gottes Wort, aber sie waren nie gesetzlich. Nur der Heilige Geist kann uns die notwendige Weisheit geben, Gottes Wort treu zu bleiben, ohne lieblos, religiös und gesetzlich zu sein.

Jesus sagte den Juden und er will auch uns heute sagen:


… »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.

Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen.

Denn mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich euch auflege, ist leicht.«
Mt 11,28–30 NLB 

Die Bibel ist Gottes Wort. Gottes Wort ist wie eine wunderbare Medizin, und Gott selbst ist der perfekte Arzt.

Stelle dir vor, ein Arzt hat an einem Morgen zehn Patienten. Würde er jedem Patienten die gleiche Medizin geben? Nein, natürlich nicht.

Wenn wir alle Christen mit denselben biblischen Ermahnungen betreuen, gehen wir schief und verletzen viele Seelen. Wir brauchen die Führung des Heiligen Geist, die Bibel als Heilmittel richtig zu benutzen.

Wenn wir mit menschlichem Verstand gegen Gesetzlichkeit reagieren, werden wir oft gesetzlos. 

Aber umgekehrt, wenn wir Gottes Wort mit menschlichem Verstand benutzen, um Sünde zu bekämpfen, werden wir gesetzlich.

Freitag, 11. November 2022

Freiheit als Kinder Gottes

 Im Neuen Testament waren viele der Christen Sklaven. Es ist merkwürdig, dass Paulus in seinen Briefen die Zehn Geboten nicht ganz beseitigt.

Wenn ihr den Neigungen eurer sündigen Natur folgt, wird euer Leben die entsprechenden Folgen zeigen: Unzucht, unreine Gedanken, Vergnügungssucht,

Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zorn, selbstsüchtigen Ehrgeiz, Spaltungen, selbstgerechte Abgrenzung gegen andere Gruppen,

Neid, Trunkenheit, ausschweifenden Lebenswandel und dergleichen mehr. Ich wiederhole, was ich bereits gesagt habe, dass niemand, der ein solches Leben führt, das Reich Gottes erben wird.
Galater 5,19–21 NLB

(Siehe auch 1 Korinther 6, 9 – 10.)

Paulus verbietet Götzendienst, Ehebruch, Diebstahl, Habgier, usw., aber in keinem Brief wird Arbeit am Schabbat verboten.

Warum?

Viele Christen waren Sklaven. Wurde einem Sklaven befohlen, am Schabbat zu arbeiten, konnte er wegen Ungehorsams auf der Stelle getötet werden.

Paulus behauptete, wir müssen den ethischen Prinzipien im Alten Testament treu sein, aber wir sind nicht mehr wie die Juden unter dem Gesetz.

Im römischen Reich hatten die Sklaven keine Menschenrechte. Ein Sklave war der Besitz seines Meisters, genau wie ein Werkzeug oder ein Esel. Manche Sklavenbesitzer schätzten ihre Sklaven als Menschen, aber sie waren nicht dazu verpflichtet.

In Saudi-Arabien war eine Frau aus Kanada. Ihr Ehemann war Araber. Sie wollte ihn verlassen und nach ihrer Heimat zurückkehren, aber sie durfte nicht, weil in Arabien ist eine Ehefrau der Besitz ihres Mannes.

Die Situation ist für junge arabische Frauen ähnlich. Wenn sie auswandern und ein freies und selbstständiges Leben im Westen führen wollen, können sie verschleppt oder ermordet werden, denn sie sind als Besitz ihres Vaters betrachtet.

Gestern habe ich in einer christlichen Andacht gelesen, dass ich Gott selbst komplett und unbegrenzt gehöre. Ich fühlte mich eingeschüchtert.

Als junger Christ war ich in Kirchen, in denen die Pastoren die Mitglieder in einer sehr autoritären Weise beherrschten. Es war wie in der katholischen Kirche des Mittelalters. Wenn der Priester oder Bischof einen verurteilte oder exkommunizierte, dachte man, man sei verloren und verdammt.

Ich wurde als junger Christ exkommuniziert. Ich geriet in Panik und Verzweiflung. Es brauchte Jahre, bis ich lernte, dass ein Pastor nicht mein Meister sei, dass ich kein entmündigtes Kind war, dass ich nicht wie ein Sklave vor Gott zittern musste.

Alle, die sich vom Geist Gottes führen lassen, die sind Gottes Söhne und Töchter

Der Geist, den Gott euch gegeben hat, ist ja nicht ein Sklavengeist, sodass ihr wie früher in Angst leben müsstet. Es ist der Geist, den ihr als seine Söhne und Töchter habt. Von diesem Geist erfüllt rufen wir zu Gott: »Abba! Vater!« Römer 8,14–15 GN

Abba bedeutet Vati, oder Papa.

Was bedeutet es in Wirklichkeit, Gottes Eigentum zu sein?


Zion klagt: Der HERR hat mich verlassen, mein Gott hat mich vergessen.

Doch Gott antwortet: Kann denn eine Frau ihren Säugling vergessen? Hat sie nicht Erbarmen mit dem Kind, das sie im Leib getragen hat? Aber selbst wenn sie es vergessen sollte – ich vergesse dich nicht!

Sieh doch: Ich habe dich in meine Hände eingezeichnet, deine Stadtmauern habe ich stets vor Augen.
Jesaja 49,14–16 BB

Donnerstag, 14. April 2022

Unsere Aufgabe von Gott: Freundlichkeit oder Urteil?

Möchte deine Tochter mit ihrem Freund schlafen? Sie ist jetzt 23 Jahre alt und will ihren eigenen Weg gehen, aber du wurdest streng christlich erzogen und du hast deine Tochter auch christlich erzogen.

Wie reagierst du? Wie empfindet deine Tochter dich? Fühlt sie in erster Linie dein Urteil oder deine Liebe und Freundlichkeit?

Dein Sohn ist vielleicht nicht schwul, aber er hat einen schwulen Freund. Kann dein Sohn seinen schwulen Freund in dein Haus einladen?

Was ist deine erste Priorität, ein ideologischer Kampf gegen einer nachchristlichen Weltlichkeit, oder freundliche Liebe für Sünder?

Wenn diese Frage für dich nicht wichtig ist, dann hast du nicht angefangen, deine Mission in dieser schwierigen Zeit zu verstehen.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.

Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten.
Johannes 3,16–17 NLB


Gott ist der Richter, nicht ich und nicht du. Wessen Aufgabe ist es, Menschen von ihrer Sünder zu überführen?

Ich sage euch aber die Wahrheit: Es ist das Beste für euch, dass ich fortgehe, denn wenn ich nicht gehe, wird der Ratgeber nicht kommen. Wenn ich jedoch fortgehe, wird er kommen, denn ich werde ihn zu euch senden.

Und wenn er kommt, wird er die Welt von ihrer Sünde und von Gottes Gerechtigkeit und vom Gericht überzeugen.
Johannes 16,7–8 NLB


Wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, werden die Menschen um uns herum den Einfluss Gottes spüren. Sie werden unsere Liebe spüren, denn Gott ist Liebe. Sie werden auch nach und nach die Heiligkeit Gottes wahrnehmen, aber das ist Gottes Aufgabe.  

Jesus war als Freund der Sünder bekannt. Und wir?

Mittwoch, 9. März 2022

Gottes neuer Weg für dich

Gott verändert sich nicht. Gott ist Liebe. Sein Charakter ist unbefleckt und total heilig, aber er schaut auf dich nicht herab. Er liebt dich. Gott ist Liebe.

Bist du in Pornos verwickelt? Gott hasst Porno, denn er liebt die Frauen und Kinder, die missbraucht werden, aber er verachtet dich trotzdem nicht. Er liebt dich, und er will dich davon befreien.

Gott hat einen Plan für dein Leben, und alle Gottes Pläne sind gut.

Bist du tugendhaft, aber unzufrieden? Bist du mit religiösen Pflichten dermaßen verstrickt, dass du die Liebe Gottes nur als Lehrsatz kennst.

Viele Christen erleben eine echte Bekehrung, und dann werden sie mit guten christlichen Werken so beschäftigt, dass sie keine Freiheit haben.

Ein junger Christ war verpflichtet, mindestens dreimal pro Woche in der Kirche zu sein. Gottesdienst zweimal am Sonntag, Hauskreis am Mittwoch, Bibelstudium am Samstag, usw.

Er hatte einen Freund, der noch nicht bekehrt war. Sein Freund feierte seinen Geburtstag und lud ihn zu einem Grillfest ein.

Am Sonntag wurde der Christ von seinem Pastor zurechtgewiesen, weil er am Samstag die Bibelstunde versäumte.

Jesus dachte anders.

Als nun aber einige der Schriftgelehrten, die zu den Pharisäern gehörten, sahen, dass Jesus mit diesen Leuten aß, sagten sie zu seinen Jüngern: »Warum isst er mit diesem Abschaum?«

Als Jesus das hörte, sagte er zu ihnen: »Die Gesunden brauchen keinen Arzt – wohl aber die Kranken. Ich bin gekommen, um Sünder zu rufen, nicht Menschen, die sich schon für gut genug halten.«
Markus 2,16–17 NLB


Die religiösen Leiter kritisierten Jesus, aber Jesus erklärte, dass Sünder nicht durch strenge religiöse Regeln errettet werden, sondern durch Jünger, die neu denken, die eine persönliche Beziehung zu Jesus vor allem schätzen, und die für den Heiligen Geist aufgeschlossen sind.

Es füllt auch niemand neuen Wein in alte Weinschläuche. Sie würden platzen, der Wein würde auslaufen und die Schläuche wären verdorben. Neuer Wein gehört in neue Weinschläuche.« Markus 2,22 NLB

Was soll das für moderne Menschen bedeuten? Wer ist mit Weinschläuchen vertraut?

Hast du einen sehr alten Computer, der nicht mehr gut funktioniert? Wenn du versuchst, Windows 11 zu installieren, wird es nicht mehr funktionieren. Entweder musst du mit deinem alten Computer zufrieden sein, oder du musst einen neuen Laptop kaufen.

Gott will die Christenheit in unserer Zeit ganz neu gestalten. Die bis jetzt übliche christliche Religion taugt nicht mehr. Ob du Baptist, Lutheraner, Reformierter, Katholik oder Pfingstler bist, Gott will dich und mich in eine völlig neue Lebensweise führen.

Ein junger Christ war in einer bibeltreuen Gemeinde so beschäftigt, dass er sich fühlte, dass er auf einer religiösen Tretmühle war. Nicht nur war er mehrmals jede Woche in Meetings. Er betete zweimal am Tag und studierte die Bibel fleißig. Aber er wurde trotzdem innerlich trocken und müde.

Endlich gab er auf. Er glaubte immer noch an Gott. Er sündigte nicht mit Drogen oder Frauen, aber er hatte keinen Bock mehr auf religiöse Pflicht. Er besuchte den Gottesdienst nicht. Er las zwei Wochen lang die Bibel nicht mehr.

Eines Morgens saß er beim Frühstück und las die Zeitung. Der Heilige Geist fiel unerwartet wie ein Wasserfall über ihn. Plötzlich erlebte er die himmlische Wirklichkeit, die er durch religiöses Streben vergeblich gesucht hatte.

Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist! Jesaja 55,6 SLT

Du kannst nur weitergeben, was du empfangen hast. Wenn du nur Glaubenssätze empfangen hast, kannst du nur Glaubenssätze weitergeben. Gott will dich mit Segen überwältigen, und du sollst ein Segen sein.

Dienstag, 8. Februar 2022

Heiligkeit und Errettung

 Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der »Amen«, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes:

Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärst! 

So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. Offenbarung 3,14–16 SLT

Die Auslegung dieses Textes ist umstritten. 

Die Methodisten und viele Pfingstler behaupten, man kann errettet werden, aber dann von Gottes Weg abbiegen und verloren gehen. Gott wird seine treuen Kinder nie abweisen, und er gibt jede Hilfe, treu zu bleiben, aber wir haben immer noch einen freien Willen, mit Jesus zu bleiben oder unsere sündhafte Natur herrschen zu lassen.

Auf der anderen Seite glauben die reformierten Christen, und die meisten Baptisten, dass ein wiedergeborener Christ nie verloren sein kann.

Trotzdem gibt es verschiedene Verse, die uns warnen, dass wir ohne ein heiliges Leben nicht in Gottes Himmel kommen dürfen.

Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!

Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade Gottes versäumt, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet und viele durch diese befleckt werden,
Hebräer 12,14–15 SLT

Kein unheiliger Mensch darf in Gottes Himmel ankommen.

Aber es gibt Menschen, die ein heiliges Leben führen und Gott lieben, sich dann aber abwenden. Die Reformierten glauben, dass sie nur scheinbar gerettet wurden.

Die Methodisten und andere glauben, dass sie vielleicht gerettet wurden, dann aber Jesus aus freien Stücken verraten haben.

Diese Frage führt zu theologischen Debatten ohne Ende. Total nutzlos.

Egal auf welcher Seite wir in dieser theologischen Debatte stehen, müssen wir Gottes Wort ernst nehmen.

  • Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden!

  • Glückselig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!

  • Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen! Matthäus 5,6–8 SLT


Wenn unser Herz nicht rein ist, werden wir niemals Jesus als unseren Erlöser kennen.

Wenn wir Tugend und Heiligkeit vernachlässigen, können wir laue Christen sein. Werden laue Christen im Himmel sein? Eine gute Frage.

Aber wenn wir von uns selbst und von anderen ein extrem tugendhaftes Leben verlangen, können wir in eine andere Falle stürzen. Gesetzlichkeit.

Wir stehen nicht unter dem jüdischen Gesetz. Wir dürfen Schweinefleisch oder Austern essen, aber es gibt Christen, die ihre eigenen Gesetze erfinden. Diejenigen, die Zigaretten rauchen, müssen die Gemeinde verlassen. Es gibt Christen, die nicht ins Kino gehen dürfen.

Jesus hatte viele Konflikte mit Juden, die strenge Regeln durchsetzten, die aber nicht in Gottes Wort waren.

Für Gott ist die Einstellung deines Herzens die Hauptsache. Verehrst du Gott? Liebst du Jesus? Bist du barmherzig? Vergibst du anderen, die dich verletzen? Meinst du es ernst, sexuelle Sünde zu vermeiden?

Nicht das, was zum Mund hineinkommt, verunreinigt den Menschen, sondern was aus dem Mund herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Matthäus 15,11 SLT

Unsere Worte verraten die Gedanken in unseren Herzen.

Begreift ihr noch nicht, dass alles, was zum Mund hineinkommt, in den Bauch kommt und in den Abort geworfen wird?
 
Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen.

Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen.
Matthäus 15,17–19 SLT

Mittwoch, 2. Februar 2022

Alle Heilung kommt von Gott.

 Ich kenne einen sehr guten Pastor, der viel Erfahrung in Seelsorge und Reha-Dienst hat. 

Er erzählte mir, dass Drogenabhängige nach einer guten christlichen Reha nicht mehr geistig gestört oder drogenabhängig waren, aber sie brauchten immer noch eine kleine Dosis psychiatrischer Medikamente, um geistig gesund und drogenfrei zu bleiben.

Als sie ihre Tabletten absetzten, erlitten viele von ihnen schwere Rückfälle.

Ich kenne treue gläubige Christen, die aufgrund von Kriegserlebnissen oder traumatischem Mobbing chronisch gestresst sind. Sie können den Alltag nur mit Antidepressiva bewältigen.

Ich bestreite keineswegs, dass solche psychischen Schwächen durch Wunderheilungen beseitigt werden können, aber wenn wir diese Menschen des angeblichen Unglaubens bezichtigen, sitzen wir wie Pharisäer als selbsternannte Richter auf einem Richterstuhl, der nicht von Gott ist.

Sehr viele Christen brauchen eine Brille, aber sollten wir sie für ihren angeblichen Unglauben verurteilen?

In dieser Pandemie hat der Konsum von Antidepressiva massiv zugenommen. Das ist durchaus verständlich und ich habe nichts gegen diese Tabletten. Aber die besten Tabletten reichen nicht, uns den tiefen Frieden zu geben, der nur von Gott kommt.

Manchmal erleben wir eine übernatürliche Gnadengabe, sodass wir keine Medikamente brauchen. Dann gibt es Fälle, wo wir übernatürliche und auch natürliche Hilfe brauchen, obwohl beide von Gott kommen.

Als ich vor fast 50 Jahren mich zu Jesus bekehrte, war mein seelischer Zustand nicht stark. Ich besuchte einen guten Therapeuten, aber meine erste Gemeinde war sehr gesetzlich, und ich durfte meinen Therapeuten nicht mehr besuchen.

Die Pastoren wollten mein ganzes Leben kontrollieren, bis ich es nicht mehr aushielt. Ich wurde exkommuniziert und erlitt einen totalen Nervenzusammenbruch. Ich war traumatisiert. Ich hatte panische Angst vor Gottes Urteil.

Eines Tages musste ich das Sozialamt anrufen, aber ein Beamter ließ mich eine Weile am Telefon warten. Ich habe um Geduld gebetet. Ich wurde von einem tiefen, übernatürlichen Frieden des Heiligen Geistes überflutet. In diesem wunderbaren Zustand saß ich eine ganze Stunde lang, bis ich schließlich auflegte.

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede Galater 5,22 SLT

Gerecht gemacht also aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Römer 5,1


Dennoch ließ ich mich von der falschen Vorstellung täuschen, dass ich ohne den Segen der Pastoren nicht gerettet werden könnte.

Nach einigen Monaten brauchte ich intensive psychiatrische Betreuung in einer guten Klinik. Ich musste ein ganzes Jahr in der Klinik bleiben und ich nahm starke Medikamente. Ich bin noch heute dafür sehr dankbar. 

Errettung, Heilung und Frieden kommen nur von Gott, und ich bin dankbar, dass ich seit vielen Jahren keine Pflege mehr brauche. 

Aber ich bin auch sehr dankbar für gute Kliniken, gute Psychiater und Ergotherapeuten, gute Seelsorger und für einfühlsame Glaubensbrüder und -schwestern.

Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, vom Vater der Gestirne, bei dem es keine Veränderung oder Verfinsterung gibt. Jakobus 1,17

Montag, 24. Januar 2022

Jesus will dich Befreien

Es gibt Christen, die denken, sie müssen alle Erwartungen und Anweisungen von ihrer Familie, Ihrer Gemeinde und ihrem Chef in der Arbeit erfüllen, als wäre jedermann um sie herum ein Offizier in Gottes Armee.

Als Jesus in seinem irdischen Leben predigte und diente, sah er, wie so viele Juden schwere Lasten tragen mussten.

Gott hatte im Alten Testament mehr als 600 Gesetze und Regeln den Juden gegeben. Es war schier unmöglich, für einen fehlerhaften Menschen, alles vollkommen zu gehorchen. Nur der sündlose Sohn Gottes hat das geschafft.

Aber für die Juden in jenen Generationen war es noch viel schlimmer. Die Rabbiner und Pharisäer hatten unzählige zusätzliche Regeln aufgestellt.

Zum Beispiel, es war verboten, am Sabbat zu arbeiten, aber die Pharisäer hatten detaillierte Regeln erfunden, wobei es verboten war, Kranken durch Gebet am Sabbat zu heilen.

Jesus konfrontierte die religiösen Leiter direkt, indem er Kranken am Sabbat heilte, und zwar in öffentlichen Gottesdiensten. Es gibt immer noch manche Christen, die entrüstet sind, wenn Wunderheilungen in Gottesdiensten stattfinden.

Die Rabbiner verlangten auch von den Frauen, dass sie sich extrem unterwerfen sollten, genau wie viele strenge christliche Fundamentalisten heute.

Dann kam die römische Besatzung. Ein römischer Soldat durfte einem Juden befehlen, sein Gepäck zu tragen. Wenn Juden sich der römischen Besatzung widersetzten, wurden sie oft gekreuzigt.
Die meisten Juden waren schwer belastet und viele waren traumatisiert.

Jesus hat die Zehn Gebote und das Alte Testament keineswegs abgeschafft, aber er wollte den Weg öffnen, damit jeder direkt zu Gott kommen konnte, damit jedermann Gottes liebevolle Hilfe bekommen sollte. 

Eine Frau wurde erbarmungslos von ihrem Ehemann drangsaliert, aber in ihrer Gemeinde sagte man, sie sollte nur gehorchen, sich unterwerfen, fasten und beten.

Sie gehorchte jahrelang, bis sie nicht mehr ertragen konnte. Sie war eben dabei, sich umzubringen, als ihr Handy klingelte. Gott hatte eine Freundin bewegt, sie zu retten.

Endlich konnte sie verstehen, dass Jesus sie nicht versklaven wollte, sondern retten und befreien. 

Sie verließ ihren Mann und ihre Gemeinde und lebt jetzt als eine befreite christliche Frau

Jesus hat eine einfache Lösung für unsere Probleme.

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.

Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen.

Denn mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich euch auflege, ist leicht.«
Matthäus 11,28–30 NLB


Jesus meint nicht, dass wir unser Leben wie faule Menschen in einem Schaukelstuhl ohne Probleme führen sollen, sondern Jesus möchte dich als Freund mitten in deinen Problemen begleiten.

Vielleicht gibt es in deiner Kirche, in deiner Familie oder an deinem Arbeitsplatz einige, die dich dominieren oder manipulieren wollen, aber Jesus will dein Vertrauen, damit du seiner freundlichen Führung folgen kannst.

Freitag, 13. August 2021

Worte töten oder erzeugen Leben

Wer ist ein Diener des Neuen Bundes? Nur ein Apostel? Nur ein Pastor? Nur ein Ältester?

Nur durch ihn können wir die rettende Botschaft verkünden, den neuen Bund, den Gott mit uns Menschen geschlossen hat.

Dieser Bund ist nicht mehr vom geschriebenen Gesetz bestimmt, sondern von Gottes Geist. Denn der Buchstabe des Gesetzes tötet, Gottes Geist aber schenkt Leben.
2. Korinther 3,6 HfA


Wir alle sind berufen und bestimmt, Jesus zu dienen. Ein Diener ist einer, der dient. Gott ist Liebe. Wer Gottes Liebe empfängt und mit praktischer Liebe weitergibt, ist ein Nachfolger Jesu und ein Diener Gottes.

Praktische Hilfe ohne Respekt und Mitgefühl ist keine Liebe. Es gibt ein giftiges Mitleid ohne Respekt und echte Liebe, indem man auf elende Menschen herabschaut. Jesus hat seine Mitmenschen nie so behandelt.

Kein Amt befähigt dich, Jesus und deinen Mitmenschen zu dienen. Nur die Liebe Gottes kann dich dazu befähigen, Menschen zu helfen und Gott zu gefallen.

Wer Jesus mit Liebe nachfolgt und Menschen helfen will, muss liebevolle Gedanken in seiner Seele pflegen und immer ermutigende Worte sprechen. Worte können töten oder Leben spenden.

Zwischen 1982 und 2000 gab es in Argentinien eine große Erweckung. Christen organisierten einen Jesus-Marsch in einer großen Stadt.

Auch homosexuelle Aktivisten kamen, um gegen die Christen zu protestieren.

Die Leiter der Jesus-Marsch beteten um Weisheit von Gott. Dann passierte etwas Erstaunliches. Die Christen gingen auf die Homosexuellen zu und bat um Vergebung für die grausame Behandlung der Homosexuellen von vielen Christen.

Die Homosexuellen spürten die echte Liebe Gottes und manche bekehrten sich zu Jesus.

Ich kenne christliche Frauen in Deutschland, die Bordellen besuchten, um Prostituierten zu helfen. Ihr Motivation war Mitgefühl und Freundlichkeit. Eine Prostituierte ging ins Kino mit einer der christlichen Frauen. Mitten in einem sehr weltlichen Film rief die Prostituierte laut.

„Jetzt glaube ich an Jesus.“

Sie hatte die freundlichen Worte der christlichen Frauen gehört, die vom Herzen kamen und sie spürte die Liebe Gottes.

Sollen wir also das Buch Gottes wegwerfen?

Wenn du die Bibel als ein strenges Gesetzbuch verstehst, musst du dem Heiligen Geist bitten, die Bibel mit neuen Augen zu lesen.

In der Bibel finden wir Wahrheit. Habgier, sexuelle Ausschweifungen, Lügen und Hass sind verboten, aber in der Bibel sehen wir, wie Jesus die Diebe und Prostituierten liebte und mit tiefem Mitgefühl helfen wollte.

Eine Frau ließ ihr Baby abtreiben. Dann erhielt sie einen Brief von einer religiösen christlichen Frau. Sie las, dass sie wegen des Mordes ihres Babys in der Hölle landen würde. 

Dieser Brief kam nicht aus dem Herzen Gottes. Die Hölle gibt es, aber wir müssen auf Gottes Liebe und Gnade hinweisen.

Ein Missionar, der mit Gottes Liebe predigte, und sagte der Frauen, dass sie ihre verstorbenen Babys in Gottes Himmel wieder sehen würden, wenn sie an Jesus glauben würden. 

Das war die Wahrheit, aber nicht die Wahrheit, die tötet, sondern die Wahrheit, die zum Leben führt.

Worte haben Macht: Sie können über Leben und Tod entscheiden. Wer sich gerne reden hört, muss mit den Folgen leben. Sprichwörter 18,21 HfA

Wenn ein guter Mensch spricht, zeigt sich, was er Gutes in seinem Herzen trägt. Doch ein Mensch mit einem bösen Herzen kann auch nur Böses von sich geben. Denn wovon das Herz erfüllt ist, das spricht der Mund aus!«
Lukas 6,45 HfA

Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle!

Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, und wenn ja: Hol mich zurück auf den Weg, den du uns für immer gewiesen hast!
Psalm 139,23–24 HfA

Samstag, 10. Juli 2021

Weltlich, Religiös oder Himmlisch sein

Viele christliche Leiter warnen gegen Weltlichkeit. Das ist keine von selbst erfundene religiöse Idee. Wir lesen immer wieder in den Briefen im Neuen Testament dieselbe Lehre.

Liebt weder die Welt noch die Dinge in der Welt. Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. 1 Joh 2,15

Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein gewandter Redner dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?
1 Kor 1,20

Die Apostel haben das auch nicht selbst erdacht. Die Lehre kommt von Jesus selbst.

Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.
Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
Joh 15,18–19 SLT

Und er sagte zu ihnen: »Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.
Joh 8,23


Jesus antwortete: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden kämpfen, damit ich den Juden nicht übergeben würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier.« Joh 18,36

Jesus betete für seine Jünger, dass sie in der Welt bleiben, aber nicht weltlich sein sollten.

Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.
Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin.
Johannes 17,15–16 SLT


Aber dann finden wir in der Geschichte von dem irdischen Dienst von Jesus ein anderes Thema.

Jesus kam, um das Himmelreich Gottes zu offenbaren, ein Reich, dass nicht zu dieser Welt gehört. Aber dieses Reich sollte gerade in dieser Welt aufgerichtet werden.

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.
Johannes 3,16–17 SLT


Jesus war immer im Konflikt, aber seine Gegner waren nicht die weltlich lebenden Juden, nicht die korrupten Steuereintreiber oder die Prostituierten, sondern die strengen Bibellehrer.

Wenn wir uns mit unserem menschlichen Verstand bemühen, nicht weltlich zu sein, werden wir auf dem ebenso gefährlichen Weg auf Abwege geraten. Wir werden legalistisch und religiös werden.

Wenn wir das Neue Testament mit dieser Sichtweise zu einem Gesetzbuch machen, werden wir nicht anders als die Pharisäer sein.

Das Neue Testament erzählt wie Jesus und die ersten Christen von dem Heiligen Geist geführt wurden. 

Manche Prediger sagen, das war nur eine Übergangsphase. Sie behaupten, wir brauchen diese übernatürlichen Geistesgaben nicht mehr, weil wir Gottes vollständige Weisheit in dem Neuen Testament finden.

Weit verfehlt! Die konservativen Christen, die so denken, haben keinen Einfluss mehr in dieser Welt, wo der Einfluss der Finsternis immer stärker wird.


Wenn wir die übernatürliche Vorgehensweise von Jesus und den Aposteln als Vorbild verstehen, und in ihren Fußstapfen folgen, werden unzählige Kommunisten, Moslems, Prostituierten und allerlei andere verlorene Menschen zu Jesus kommen. 

Gerade das passiert jetzt in Afrika, Südamerika, Indonesien und China und auch in islamischen Nationen.

Jesus aus Nazareth, der von Gott versprochene Retter, ist von Ort zu Ort gezogen. Er hat überall Gutes getan und alle geheilt, die der Teufel in seiner Gewalt hatte, denn Gott selbst hatte ihm seine Macht und den Heiligen Geist gegeben. Gott stand ihm bei. Apostelgeschichte 10,38 HfA

Dann sagte er zu ihnen: »Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die rettende Botschaft.
Wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, der wird verurteilt werden.

Die Glaubenden aber werde ich durch folgende Wunder bestätigen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben und in unbekannten Sprachen reden. 

Gefährliche Schlangen und tödliches Gift werden ihnen nicht schaden, und Kranke, denen sie die Hände auflegen, werden gesund.« Markus 16,15–18 HfA

Ohne die Führung des Heiligen Geistes, kann auch das NT zu einem toten Gesetzbuch werden.

Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Römer 8,14 SLT 

Montag, 31. Mai 2021

Heilung für Verletzte Seelen

Nur Jesus versteht die Verletzungen in deiner Seele. Nur Gott kann dein Herz heilen. Jesus wurde als Kind verachtet und dem Spott seiner Nachbarn ausgesetzt, weil er vor der Hochzeit seiner Eltern empfangen wurde.

Haben Maria und Josef allen erklärt, dass Gott der eigentliche Vater ihres Sohns war? Stell dir vor, wenn jemand so was sagen würde. Heute würden sie in einer Klinik landen.

Als die Hirten den neugeborenen Jesus in Bethlehem besuchten, beteten sie Gottes Sohn an. Das war für Maria eine Bestätigung der ihr von Gott gegebenen Offenbarung, aber sie teilte ihre Gedanken mit anderen nicht, außer vielleicht mit Josef.

Maria aber bewahrte all das Gehörte in ihrem Herzen und dachte viel darüber nach. Lukas 2,19 GN

Bist du oft missverstanden? Von klein auf wurde Jesus missverstanden und missachtet. Du brauchst Hilfe, aber sei bitte vorsichtig. Nicht alle können dich verstehen oder dir helfen.

Dann kommst du in eine fromme bibeltreue Gemeinde. Sie lehren, dass die Psychologie von geistigen Störungen alles weltliche Irrlehre sei. Die Ursache aller deinen Problemen sei einfach deine Sünde.

Stimmt das? Jesus musste viel leiden, obwohl er keine Sünde hatte.

Unsere Verletzungen und Störungen können von unseren eigenen Sünden kommen, aber sie können auch oft von Missbrauch kommen, den du erlebt hast, d.h. von den Sünden anderer, Sünden gegen dich.

Keiner von uns ist ohne Sünde. Auch die Christen, die dich zurechtweisen wollen.

Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
1. Johannes 1,8–9 ELB


Aber es ist nutzlos, nur unsere äußerlichen Handlungen zu bekennen und zu ändern, wenn unsere Vergehen aus einer verdorbenen oder verletzten Seele kommen.

Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib auf dich selbst acht, dass nicht auch du versucht wirst! Galater 6,1 ELB

Wer mit Sanftmut jemanden zurechtweist, muss verstehen, dass nur Gott eine verletzte Seele heilen kann. Nur Gott kann ein verdorbenes Herz heilen.

Jesus hatte schwierige Probleme mit den Pharisäern. Die Pharisäer waren gesetzlich. Sie fokussierten auf das äußerliche Benehmen, anstatt zu verstehen, dass Gott vorerst um unser Herz und unsere Seele kümmert.

Viele strengen Christen heute machen ähnliche Fehler. Sie quälen schwache Christen mit harscher Kritik oder sie quälen sich selbst mit Schuldkomplexen.


Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit!
 
Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde! Matthäus 23,25–26 Schlachter 2000

Wenn du Seelsorge oder Therapie brauchst, und in deiner Gemeinde nur von Regeln und Bibeltexten die Rede ist, musst du anderswo Hilfe suchen. 

Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, er verbindet ihre Wunden. Psalm 147,3 ELB

Dienstag, 11. Mai 2021

Die Führung des Heiligen Geistes

Nicht dass wir von uns aus fähig wären, etwas gleichsam aus uns selbst heraus zu ersinnen, nein, unsere Befähigung kommt von Gott. 2. Korinther 3,5 ZB 2007

Es ist sehr gefährlich, sich von Eindrücken oder Gefühlen leiten zu lassen, ohne festen Boden auf der biblischen Wahrheit zu haben. 

Alle Arten von Täuschungen können zum Schiffbruch führen. So viele Sekten und falsche Religionen sind deswegen entstanden.

Unser Fundament ist Gott und seine Wahrheit. Ohne die Bibel tappen wir in der Dunkelheit herum.

Jesus selbst sagte:

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden ewig bleiben. Markus 13,31

Wir dürfen uns von unseren eigenen Gedanken leiten lassen, aber wir müssen uns der Wahrheit Gottes unterordnen, und diese Wahrheit finden wir in Gottes Wort.

Paulus schrieb den obigen Vers. 

Er hatte ein Problem. Er kannte das Alte Testament auswendig. Kontakt mit nicht-Juden war in Gottes Gesetz streng verboten. Ein Jude durfte mit nicht-Juden nicht essen.

Aber Jesus hatte befohlen:

Geht nun hin und macht alle Völker zu Jüngern: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,

und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28,19–20 ZB 2007

Wie sollte Paulus dieses Gebot umsetzen? Jesus lebte als Jude und seine Jünger auch, aber viele der neu bekehrten Christen waren keine Juden. Viele waren Sklaven, die ihren ungläubigen Herren immer gehorchen mussten.

Wenn ihre Herren ihnen befahlen, jeden Tag zu arbeiten, durften sie einen heiligen Tag nicht einhalten. Ein Mann durfte seinen Sklaven bei Ungehorsam einfach hinrichten.

Paulus musste sich von dem Heiligen Geist leiten lassen. Für Paulus war Gottes Gesetz immer noch heilig. 

In seinen Briefen finden wir Befehle gegen Götzendienst, Diebstahl, Mord, Ehebruch, usw. Das heißt die Zehn Gebote, aber wenn wir die Schriften von Paulus ausführlich recherchieren, finden wir nur neun Gebote. Es fehlt das Gebot, den Sabbat einzuhalten.

Wir müssen an Gottes Wort festhalten, aber wie Paulus uns von dem Heiligen Geist leiten lassen.

Darf ein Christ eine Kneipe oder ein Bordell besuchen? Wenn wir in der Bibel nach festen Gesetzen suchen, können wir vielleicht eine Regel dagegen aufstellen. Viele Prediger und Gemeinden machen solche Regeln.

Aber es gibt Christen, die in Kneipen oder Bordellen missionieren, und Menschen für Jesus dadurch gewinnen. Wir müssen von dem Heiligen Geist geleitet werden. 

Für viele Christen sind solche Orte furchtbar gefährlich, aber es gibt manche Christen, die wie Jesus die Gnade haben, ein Freund der Sünder zu sein.

Aber es gibt Christen, die in Kneipen oder Bordellen missionieren und dadurch Menschen für Jesus gewinnen. Wir müssen uns vom Heiligen Geist leiten lassen. 

Für viele Christen sind solche Orte schrecklich gefährlich, aber es gibt einige Christen, die, wie Jesus, die Gnade haben, ein Freund der Sünder zu sein.

Er (Gott) hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig. 2 Kor 3,6 EIN

Wir dürfen niemals von der Wahrheit in der Bibel abweichen, aber wir müssen auch, wie Paulus, vom Geist Gottes geleitet werden.

Wir müssen die Bibel unter der Leitung des Heiligen Geistes lesen. Sonst lesen wir mit unserem eigenen Verstand.

Wir können dann humanistische Theologen oder legalistische Pharisäer werden.

Wenn wir das Neue Testament als ein unflexibles Gesetzesbuch verstehen, ohne die Führung Gottes, gehen wir falsch.

Dienstag, 13. April 2021

Gefahr der Gesetzlichkeit

Es gibt Christen, die aufrichtig streben, alle Sünde aus ihrem Leben zu entfernen.

Es gibt andere Christen, die keine Sorgen machen, wenn sie nicht richtig leben.

  • Es gibt Christen, die Sex vor der Ehe als normal betrachten.

  • Es gibt Christen, die Pornosüchtig sind.

  • Es gibt Christen, die in ihrem Job faul sind und oft lügen.

Wer hat Recht? Sicher sind die eifrigen Heiligen auf dem richtigen Weg,

Manche, die streben, ohne jede Sünde zu leben, sind echte Heiligen, wie zum Beispiel, der Apostel Paulus oder John Wesley.

Aber nicht nur die nachlässigen Sünder machen Probleme für Gott.

Es steckt auch in Perfektionismus eine große Gefahr. Wer glaubt, er kann ganz ohne Sünde  leben, versteht Gott nicht und versteht sich selbst nicht.


Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
1. Johannes 1,8–9 ELB


Wer Jesus wirklich liebt, ist auf dem Weg der Heiligkeit und Liebe, aber wir haben das Endziel nicht erreicht. Wir sind alle unterwegs.

Ich will nicht behaupten, das Ziel schon erreicht zu haben oder schon vollkommen zu sein; doch ich strebe danach, das alles zu ergreifen, nachdem auch Christus von mir Besitz ergriffen hat.

Nein, ich bilde mir nicht ein, es schon geschafft zu haben, liebe Geschwister; aber eins steht fest: Ich vergesse das Vergangene und schaue auf das, was vor mir liegt.
Philipper 3,12–13 NeÜ


Paulus musste nachlässige Sünder in der Gemeinde manchmal zurechtweisen, aber er schaute auf niemanden herab. Er wusste, dass er selbst unterwegs war.

Jesus sagte zu ihm: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. Johannes 14,6 NLB

  • Jesus ist der Weg. Wir sind unterwegs.

  • Jesus ist die Wahrheit. Unser Verstand und unsere Erkenntnis ist immer einigermaßen fehlerhaft.

  • Jesus ist das Leben. Nur sein Leben ist fehlerlos.


Perfektionismus führt oft zu Gesetzlichkeit. 

Himmlische Vollkommenheit ist hier auf Erden unmöglich. Wenn wir das nicht verstehen, können wir auf das äußerliche Leben fokussieren, wo wir augenscheinlich fehlerlos erscheinen können.

Jesus hatte keinen Bock auf eine solche religiöse Haltung.

Wehe euch, ihr Gesetzeslehrer und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr reinigt das Äußere von Becher und Schüssel, aber was ihr drin habt, zeigt eure Gier und Maßlosigkeit.

Du blinder Pharisäer! Wasch den Becher doch zuerst von innen aus, dann wird auch das Äußere rein sein.
Matthäus 23,25–26 NeÜ


Ich kenne eine Gemeinde, wo die Führungskräfte mit strengen Regeln regierten.

Ein junger Mann durfte nicht mit seiner Freundin zusammensitzen, bis sie verheiratet waren.

Ein junger Mann bekehrte sich in dieser Gemeinde, aber sechs Monate danach wurde er von Mitgliedschaft ausgestoßen, weil er immer noch Zigaretten rauchte.

In Bezug auf Disziplin in der Gemeinde ist Paulus unser Vorbild.

Ein Mann in Korinth musste aus der Gemeinde ausgeschlossen werden, weil er in einer sexuellen Beziehung mit seiner Stiefmutter war und sich weigerte, aufzuhören.

Andrerseits gab es manche Männer in der Gemeinde, die Prostituierten besuchten. Diese hat Paulus zurechtgewiesen, aber sie sollten nicht ausgestoßen werden. Hoffentlich würden sie Buße tun.

Wir sind alle unterwegs. Hauptsache, dass wir Jesus erlauben, uns innerlich zu reinigen und auf seinem Weg zu führen.

Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen und er mit mir.
Offenbarung 3,20 ELB

Samstag, 10. April 2021

Was ist ein Hörendes Herz?

 Der König Salomon war am Anfang demütig und wollte Gott gefallen. Er bat Gott um Weisheit, damit er gerecht regieren könnte.

Aber wir müssen den Text näher betrachten. Was ist der Wesenskern dieser Weisheit, die Salomon von Gott empfing?

Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht. Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren? 1 Kö 3,9 EIN 

Was ist ein hörendes Herz?

Zuerst müssen wir unser eigenes Herz zuhören, wenn wir Gewissensbisse spüren. Wir alle erleben diese Konflikte. Leider haben Adam und Eva ihre Gewissensbisse ignoriert.

Aber es reicht nicht, nur unser Gewissen zu gehorchen. Unser Gewissen kann von unserer Erziehung, unserer Kultur und unserer Religion gestaltet sein.

Unser Gewissen kann zu liberal oder zu streng sein.

Es gibt Christen, die Sex vor der Ehe als normal betrachten. Ich kann nicht verstehen, warum sie keine schmerzhaften Gewissensbisse spüren.

Andrerseits gibt es Frauen, die sehr streng religiös erzogen wurden. Sie haben gelernt, sexuelle Gefühle als sündhaft zu betrachten. Wenn sie verlobt sind und ihren Freund küssen, empfinden sie starke Gewissensbisse. Auch nach ihrer Hochzeit genießen sie Sex nicht.
 
Wenn du ein hörendes Herz hast, wird dein Herz für Gottes Wort offen sein. Du wirst von der Bibel lernen, dass Sex vor der Ehe verboten ist.

Du wirst auch lernen, dass Sex mit deinem Ehepartner eine große Freude sein soll.

Er küsse mich mit Küssen seines Mundes! Köstlicher als Wein ist deine Liebe, Hohelied 1,2 ZB 2007

In der Bibel sind Gesetze, die unser Gewissen verschärfen sollen. Aber es gibt auch Lehren, die uns von einem gesetzlichen Gewissen befreien sollen.

Nur durch göttliche Weisheit wird dein Gewissen gereinigt und geheiligt aber auch von Gesetzlichkeit befreit.

Zur Freiheit hat uns Christus befreit. 

Darum gilt es jetzt, in dieser Freiheit auch wirklich festzubleiben und sich nicht wieder in ein Joch der Sklaverei spannen zu lassen. Galater 5,1 Bruns

Donnerstag, 21. Januar 2021

Freiheit in Christus

Bist du so einer, der immer recht hat?
Was sagt die Bibel dazu?

Wenn aber jemand meint, etwas zu wissen, der hat noch nichts so erkannt, wie man erkennen soll.
Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt.
1. Korinther 8,2–3 SLT


Der Apostel Johannes sagte von Jesus, er war voller Gnade und Wahrheit.

Er, das Wort, wurde Mensch und wohnte unter uns. Und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit wie sie nur der Eine und Einzige vom Vater hat, 

erfüllt mit Gnade und Wahrheit. Johannes 1,14 NeÜ

Wahrheit ist so wichtig. Bibelwissen ist unerlässlich, denn die Bibel ist Gottes Wort.

Aber wenn Bibelwissen deine erste Priorität ist, wenn du denkst, deine Aufgabe von Gott sei, immer anders gesinnte Christen zurechtzuweisen, wo ist deine Demut? Wo ist deine Nächstenliebe?

Johannes sagte nicht, Jesus sei mit Wahrheit und Gnade erfüllt. Er sagte, Jesus war mit Gnade und Wahrheit erfüllt.

Gnade und Wahrheit, nicht Wahrheit und Gnade.


Was sagte Paulus über Christen mit unterschiedlichen Meinungen?

Nehmt den Schwachen im Glauben an, ohne über Gewissensfragen zu streiten.
Einer glaubt, alles essen zu dürfen; wer aber schwach ist, der isst Gemüse.
Wer isst, verachte den nicht, der nicht isst; und wer nicht isst, richte den nicht, der isst; denn Gott hat ihn angenommen.

Wer bist du, dass du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden; denn Gott vermag ihn aufrecht zu halten.
Dieser hält einen Tag höher als den anderen, jener hält alle Tage gleich; jeder sei seiner Meinung gewiss!
Römer 14,1–5 SLT

Vielleicht bist du ein ausgebildeter Bibellehrer mit hervorragenden Geistesgaben. Du hast eine Berufung als Pastor oder Gemeindeleiter.

Vorsicht! Rechthaberei ist keine Tugend. Besserwisserei kommt nicht von Gott!

Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. 1. Korinther 13,2 SLT

Weißt du immer besser?

Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise; 1. Korinther 13,9 SLT

Aber vielleicht bist du kein ausgebildeter Gemeindeleiter, aber dein Pastor oder ein Ältester so ein gebieterischer Rechthaber ist. 

Du bist nicht verpflichtet, immer nachzugeben.

So steht nun fest in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasst euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen! Galater 5,1 SLT

Wenn die Leiter in deiner Gemeinde oder Konfession gebieterisch sind, wenn sie bedingungslose Unterwerfung verlangen, wenn sie dich immer kleinkriegen, wenn du deine eigenen Gedanken äußerst, dann geh einfach ...

 Aber Paulus selbst konnte auch sehr scharf und dogmatisch sein. Er war besonders hart gegen Gesetzlichkeit und Gesetzlosigkeit. Manche heiklen Fragen sind wichtig und andere nicht so wichtig. Wir brauchen die Weisheit, die nur von Gott kommt.

Aber wenn du in einer Gemeinde Mobbing erlebst, geh einfach …

Paulus selbst ermahnte Christen nicht nachzugeben.


Ihr nehmt es hin, wenn jemand euch knechtet, euch auffrisst, euch ausnützt, sich über euch erhebt, euch ins Gesicht schlägt. 2. Korinther 11,20 ZB 2007