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Samstag, 10. Juli 2021

Weltlich, Religiös oder Himmlisch sein

Viele christliche Leiter warnen gegen Weltlichkeit. Das ist keine von selbst erfundene religiöse Idee. Wir lesen immer wieder in den Briefen im Neuen Testament dieselbe Lehre.

Liebt weder die Welt noch die Dinge in der Welt. Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. 1 Joh 2,15

Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein gewandter Redner dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?
1 Kor 1,20

Die Apostel haben das auch nicht selbst erdacht. Die Lehre kommt von Jesus selbst.

Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.
Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
Joh 15,18–19 SLT

Und er sagte zu ihnen: »Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.
Joh 8,23


Jesus antwortete: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden kämpfen, damit ich den Juden nicht übergeben würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier.« Joh 18,36

Jesus betete für seine Jünger, dass sie in der Welt bleiben, aber nicht weltlich sein sollten.

Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.
Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin.
Johannes 17,15–16 SLT


Aber dann finden wir in der Geschichte von dem irdischen Dienst von Jesus ein anderes Thema.

Jesus kam, um das Himmelreich Gottes zu offenbaren, ein Reich, dass nicht zu dieser Welt gehört. Aber dieses Reich sollte gerade in dieser Welt aufgerichtet werden.

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.
Johannes 3,16–17 SLT


Jesus war immer im Konflikt, aber seine Gegner waren nicht die weltlich lebenden Juden, nicht die korrupten Steuereintreiber oder die Prostituierten, sondern die strengen Bibellehrer.

Wenn wir uns mit unserem menschlichen Verstand bemühen, nicht weltlich zu sein, werden wir auf dem ebenso gefährlichen Weg auf Abwege geraten. Wir werden legalistisch und religiös werden.

Wenn wir das Neue Testament mit dieser Sichtweise zu einem Gesetzbuch machen, werden wir nicht anders als die Pharisäer sein.

Das Neue Testament erzählt wie Jesus und die ersten Christen von dem Heiligen Geist geführt wurden. 

Manche Prediger sagen, das war nur eine Übergangsphase. Sie behaupten, wir brauchen diese übernatürlichen Geistesgaben nicht mehr, weil wir Gottes vollständige Weisheit in dem Neuen Testament finden.

Weit verfehlt! Die konservativen Christen, die so denken, haben keinen Einfluss mehr in dieser Welt, wo der Einfluss der Finsternis immer stärker wird.


Wenn wir die übernatürliche Vorgehensweise von Jesus und den Aposteln als Vorbild verstehen, und in ihren Fußstapfen folgen, werden unzählige Kommunisten, Moslems, Prostituierten und allerlei andere verlorene Menschen zu Jesus kommen. 

Gerade das passiert jetzt in Afrika, Südamerika, Indonesien und China und auch in islamischen Nationen.

Jesus aus Nazareth, der von Gott versprochene Retter, ist von Ort zu Ort gezogen. Er hat überall Gutes getan und alle geheilt, die der Teufel in seiner Gewalt hatte, denn Gott selbst hatte ihm seine Macht und den Heiligen Geist gegeben. Gott stand ihm bei. Apostelgeschichte 10,38 HfA

Dann sagte er zu ihnen: »Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die rettende Botschaft.
Wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, der wird verurteilt werden.

Die Glaubenden aber werde ich durch folgende Wunder bestätigen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben und in unbekannten Sprachen reden. 

Gefährliche Schlangen und tödliches Gift werden ihnen nicht schaden, und Kranke, denen sie die Hände auflegen, werden gesund.« Markus 16,15–18 HfA

Ohne die Führung des Heiligen Geistes, kann auch das NT zu einem toten Gesetzbuch werden.

Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Römer 8,14 SLT 

Montag, 31. Mai 2021

Heilung für Verletzte Seelen

Nur Jesus versteht die Verletzungen in deiner Seele. Nur Gott kann dein Herz heilen. Jesus wurde als Kind verachtet und dem Spott seiner Nachbarn ausgesetzt, weil er vor der Hochzeit seiner Eltern empfangen wurde.

Haben Maria und Josef allen erklärt, dass Gott der eigentliche Vater ihres Sohns war? Stell dir vor, wenn jemand so was sagen würde. Heute würden sie in einer Klinik landen.

Als die Hirten den neugeborenen Jesus in Bethlehem besuchten, beteten sie Gottes Sohn an. Das war für Maria eine Bestätigung der ihr von Gott gegebenen Offenbarung, aber sie teilte ihre Gedanken mit anderen nicht, außer vielleicht mit Josef.

Maria aber bewahrte all das Gehörte in ihrem Herzen und dachte viel darüber nach. Lukas 2,19 GN

Bist du oft missverstanden? Von klein auf wurde Jesus missverstanden und missachtet. Du brauchst Hilfe, aber sei bitte vorsichtig. Nicht alle können dich verstehen oder dir helfen.

Dann kommst du in eine fromme bibeltreue Gemeinde. Sie lehren, dass die Psychologie von geistigen Störungen alles weltliche Irrlehre sei. Die Ursache aller deinen Problemen sei einfach deine Sünde.

Stimmt das? Jesus musste viel leiden, obwohl er keine Sünde hatte.

Unsere Verletzungen und Störungen können von unseren eigenen Sünden kommen, aber sie können auch oft von Missbrauch kommen, den du erlebt hast, d.h. von den Sünden anderer, Sünden gegen dich.

Keiner von uns ist ohne Sünde. Auch die Christen, die dich zurechtweisen wollen.

Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
1. Johannes 1,8–9 ELB


Aber es ist nutzlos, nur unsere äußerlichen Handlungen zu bekennen und zu ändern, wenn unsere Vergehen aus einer verdorbenen oder verletzten Seele kommen.

Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib auf dich selbst acht, dass nicht auch du versucht wirst! Galater 6,1 ELB

Wer mit Sanftmut jemanden zurechtweist, muss verstehen, dass nur Gott eine verletzte Seele heilen kann. Nur Gott kann ein verdorbenes Herz heilen.

Jesus hatte schwierige Probleme mit den Pharisäern. Die Pharisäer waren gesetzlich. Sie fokussierten auf das äußerliche Benehmen, anstatt zu verstehen, dass Gott vorerst um unser Herz und unsere Seele kümmert.

Viele strengen Christen heute machen ähnliche Fehler. Sie quälen schwache Christen mit harscher Kritik oder sie quälen sich selbst mit Schuldkomplexen.


Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit!
 
Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde! Matthäus 23,25–26 Schlachter 2000

Wenn du Seelsorge oder Therapie brauchst, und in deiner Gemeinde nur von Regeln und Bibeltexten die Rede ist, musst du anderswo Hilfe suchen. 

Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, er verbindet ihre Wunden. Psalm 147,3 ELB

Dienstag, 13. April 2021

Gefahr der Gesetzlichkeit

Es gibt Christen, die aufrichtig streben, alle Sünde aus ihrem Leben zu entfernen.

Es gibt andere Christen, die keine Sorgen machen, wenn sie nicht richtig leben.

  • Es gibt Christen, die Sex vor der Ehe als normal betrachten.

  • Es gibt Christen, die Pornosüchtig sind.

  • Es gibt Christen, die in ihrem Job faul sind und oft lügen.

Wer hat Recht? Sicher sind die eifrigen Heiligen auf dem richtigen Weg,

Manche, die streben, ohne jede Sünde zu leben, sind echte Heiligen, wie zum Beispiel, der Apostel Paulus oder John Wesley.

Aber nicht nur die nachlässigen Sünder machen Probleme für Gott.

Es steckt auch in Perfektionismus eine große Gefahr. Wer glaubt, er kann ganz ohne Sünde  leben, versteht Gott nicht und versteht sich selbst nicht.


Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
1. Johannes 1,8–9 ELB


Wer Jesus wirklich liebt, ist auf dem Weg der Heiligkeit und Liebe, aber wir haben das Endziel nicht erreicht. Wir sind alle unterwegs.

Ich will nicht behaupten, das Ziel schon erreicht zu haben oder schon vollkommen zu sein; doch ich strebe danach, das alles zu ergreifen, nachdem auch Christus von mir Besitz ergriffen hat.

Nein, ich bilde mir nicht ein, es schon geschafft zu haben, liebe Geschwister; aber eins steht fest: Ich vergesse das Vergangene und schaue auf das, was vor mir liegt.
Philipper 3,12–13 NeÜ


Paulus musste nachlässige Sünder in der Gemeinde manchmal zurechtweisen, aber er schaute auf niemanden herab. Er wusste, dass er selbst unterwegs war.

Jesus sagte zu ihm: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. Johannes 14,6 NLB

  • Jesus ist der Weg. Wir sind unterwegs.

  • Jesus ist die Wahrheit. Unser Verstand und unsere Erkenntnis ist immer einigermaßen fehlerhaft.

  • Jesus ist das Leben. Nur sein Leben ist fehlerlos.


Perfektionismus führt oft zu Gesetzlichkeit. 

Himmlische Vollkommenheit ist hier auf Erden unmöglich. Wenn wir das nicht verstehen, können wir auf das äußerliche Leben fokussieren, wo wir augenscheinlich fehlerlos erscheinen können.

Jesus hatte keinen Bock auf eine solche religiöse Haltung.

Wehe euch, ihr Gesetzeslehrer und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr reinigt das Äußere von Becher und Schüssel, aber was ihr drin habt, zeigt eure Gier und Maßlosigkeit.

Du blinder Pharisäer! Wasch den Becher doch zuerst von innen aus, dann wird auch das Äußere rein sein.
Matthäus 23,25–26 NeÜ


Ich kenne eine Gemeinde, wo die Führungskräfte mit strengen Regeln regierten.

Ein junger Mann durfte nicht mit seiner Freundin zusammensitzen, bis sie verheiratet waren.

Ein junger Mann bekehrte sich in dieser Gemeinde, aber sechs Monate danach wurde er von Mitgliedschaft ausgestoßen, weil er immer noch Zigaretten rauchte.

In Bezug auf Disziplin in der Gemeinde ist Paulus unser Vorbild.

Ein Mann in Korinth musste aus der Gemeinde ausgeschlossen werden, weil er in einer sexuellen Beziehung mit seiner Stiefmutter war und sich weigerte, aufzuhören.

Andrerseits gab es manche Männer in der Gemeinde, die Prostituierten besuchten. Diese hat Paulus zurechtgewiesen, aber sie sollten nicht ausgestoßen werden. Hoffentlich würden sie Buße tun.

Wir sind alle unterwegs. Hauptsache, dass wir Jesus erlauben, uns innerlich zu reinigen und auf seinem Weg zu führen.

Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen und er mit mir.
Offenbarung 3,20 ELB