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Freitag, 1. April 2022

Dienst mit Demut und Glaube

Jesus diente wie ein König und regierte wie ein Diener. Er ist unser Vorbild.
Wer herrscht wie ein Promi, folgt Jesus nicht nach.


Da rief Jesus sie zusammen und sagte: »Ihr habt erfahren, dass in dieser Welt die Könige Tyrannen sind und die Herrschenden die Menschen oft ungerecht behandeln. 

Bei euch sollte es anders sein. Wer euch anführen will, der soll euch dienen… Markus 10,42–43 NLB

Wenn du deinen Dienst wie eine Berühmtheit darstellst und deine Anhänger wie ein diktatorischer Geschäftsführer regierst, folgst du nicht den Fußstapfen Jesu.

Die Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht neidisch oder überheblich, stolz
oder anstößig. Die Liebe ist nicht selbstsüchtig. Sie lässt sich nicht reizen, und wenn man ihr Böses tut, trägt sie es nicht nach. 1. Korinther 13,4–5 NLB


Jesus predigte zu großen Menschenmengen, aber er war auch offen für einzelne Frauen und Männer.
Sein Leben war total tugendhaft und komplett unbefleckt, aber wenn seine Jünger schiefgingen, war er liebevoll und geduldig.

Hier und da in dieser verdorbenen Welt sehen wir Spuren von dem Ebenbild Gottes.

Der Kaiser von Österreich war sehr alt. Sein Kammerdiener war noch älter. Für den Kaiser war sein Kammerdiener nicht nur für seinen effizienten Dienst wertvoll. Der Kaiser liebte seinen Diener und der Diener liebte den Kaiser.

Eines Tages sollte der Diener eine niedere Aufgabe verrichten, aber es war für seinen gebrechlichen Leib nicht mehr so einfach. Der Kaiser sah die Schwierigkeit und sagte:
„Lass mich das tun. Du bist älter als ich.“

Ich war zehn Jahre Lang in einer Gemeinde mit einem wunderbaren Hauptpastor. Er war extrem begabt. Ich fühlte, es war ein Privileg seine Predigten zuzuhören.

Er predigte über das Potenzial seiner Zuhörer. Ich wurde ermutigt, meine Gaben zu investieren, meine Berufung von Gott zu erkennen, mit Gottes Führung neue Wege im Leben zu finden.

Ich liebte klassische Musik von klein auf. Mein Vater war Australier, britischer Abstammung, aber ich hörte Mozart, Beethoven, Schubert und deutsche Volkslieder auf seinen Schallplatten.

Dann lernte ich Deutsch in der Schule und studierte Germanistik in der Uni. In Australien war das ein exzentrisches Hobby. Was sollte ich damit tun. Ich wurde Sprachlehrer. Vierzig Jahre lang war ich Englischlehrer für erwachsene Einwanderer und Flüchtlingen aus vielen Ländern.

Dann ermutigte mich dieser wunderbare Pastor, Gottes Weg für mein seltsames Leben zu finden. Gott hat mich dazu gebracht, meine Träume zu erfüllen. Ich hatte seit Jahren das Verlangen zu schreiben. Ich wollte Deutschland besuchen und in Deutschland missionarisch tätig sein.

Ich bin jetzt 73 und im Ruhestand. Ich war zwischen 2011 und 2016 fünfmal in Deutschland. Ich habe liebe Freunde in Deutschland und ich bin sehr dankbar für das Internet. Ich schreibe diesen Blog und ich weiß, dass viele Leser ermutigt werden. 

Gott hat dich nicht in diese Welt gebracht, um einen Promi-Prediger zu verherrlichen, sondern dein Potenzial zu erfüllen, indem du deine einmaligen Talente und Gaben für Jesus einsetzt.

Ein Herr gab seinen Dienern Talente zum Investieren. Nach einer langen Zeit kam er zurück und fragte die Diener, was sie mit ihren Talenten gemacht hätten.

Und es trat der hinzu, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte noch fünf weitere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen fünf weitere Talente gewonnen.

Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!
Matthäus 25,20–21 SLT


Der Diener, der zwei Talente investierte, gewann zwei mehr Talente, aber der Diener mit nur einem Talent hatte Angst, sein Talent zu investieren. Er wurde verdammt.

Glaube muss aktiv sein. Kann passiver Glaube retten?

Donnerstag, 18. November 2021

Gott befördert niedrig stehenden.

 Gott befördert niedrig stehenden.

Er hat Fürsten vom Thron gestürzt und niedrig Stehende erhöht.
Die Hungrigen hat er mit Gutem gesättigt und die Reichen mit leeren Händen fortgeschickt.
Lukas 1,52-53


In den letzten 250 Jahren haben wir gesehen, wie Könige und Herrscherklassen gefallen haben. Demokratie ist in vielen Nationen normal geworden. 

Seit der Reformation haben wir auch dramatische Änderungen in der Leiterschaft von Christen und Kirchen gesehen.

Gott hat Fürsten vom Thron gestürzt und niedrig Stehende erhöht.
Leiter und Herrscher können überheblich werden und ihre Untertanen tyrannisieren. 

Jesus hatte viel darüber zu sagen.

Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen.

Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, Mt 20,25-26 EIN

In der Bibel sehen wir, wie Gott Hirten und Fischer erwählt hat. Mose und er König David waren Hirten, als Gott sie erwählten, das Volk Gottes zu regieren. Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes waren Fischer, bevor sie Apostel wurden.

Der erste König Israels war Saulus. Er war der Sohn eines Bauers, kein anspruchsvoller Mann. Als er aber König war, wurde er überheblich und eigensinnig. Dann hat Gott den Thron von seiner Familie genommen und den Hirten David als nächsten König erwählt.

Bist du scheinbar ein Niemand? In Gottes Augen bist du ein unendlich wertgeschätzt. Gott liebt jedes seiner Kinder wie eine Braut ihre Diamanten.

Bist du von deiner Familie, deinem Chef oder deine Gemeindeleiter streng kontrolliert, grausam beherrscht, immer wieder kleingekriegt? Das kommt nicht von Gott.

Denkst du immer wieder negative Worte, die dir vielleicht seit Jahren dir wie Hexenflüche gesagt worden sind? Bist du vielleicht überzeugt, du bist ein hilfloser Versager, wie andere von dir gesagt haben?

Gott ist dein Schöpfer und dein himmlischer Vater. Er hat dein Leben für Erfüllung geplant. Es ist nicht zu spät für dich.

Jesus liebt dich immer noch. Gott will heute zu dir sprechen, wie er in alten Zeiten mit seinem leidenden jüdischen Volk sprach.


Rufe zu mir, so will ich dir antworten und dir Großes und Unfassbares mitteilen, das du nicht kennst! Jeremia 33,3 EÜ

Jesus wartet auf deinen Hilferuf. Er opferte sein Leben für dich am Kreuz und Er liebt dich immer noch wie am Anfang.

Mittwoch, 3. November 2021

Promis und Stars oder Jesus

So viele sind heute vernarrt in Promis und Stars, aber in der Bibel sehen wir, dass Gott eine ganz andere Sichtweise hat.

Wen hat Gott erwählt, die Mutter von Jesus zu sein? Ein bescheidenes und ganz unbekanntes Mädchen in einem Dorf mit keinem guten Ruf. Maria war ein Niemand in Nazaret, in einem Kaff.
Kurz nach dem Anfang seines Dienstes erwählte Jesus Philippus.

Philippus machte sich auf die Suche nach Nathanael und erzählte ihm: »Wir haben den gefunden, von dem Mose und die Propheten geschrieben haben! Es ist Jesus, der Sohn von Josef aus Nazareth.« 

»Aus Nazareth!«, rief Nathanael aus. »Kann denn aus Nazareth etwas Gutes kommen?« Philippus antwortete: »Komm mit und überzeuge dich selbst.« Johannes 1,45–46 NLB

Keiner der ersten Apostel war ein Rabbiner. Nur einer war reich, Matthäus, ein Zolleinnehmer mit einem schlechten Ruf.

Maria und die ersten Apostel wurden erst viel später weltberühmt, lange nach ihrem Tod.

Trotz ihres bescheidenen Ursprungs waren die Jünger nicht frei von Ehrgeiz.

Später kam die Mutter von Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, mit ihren Söhnen zu Jesus. Sie kniete respektvoll vor ihm nieder, denn sie wollte ihn um einen Gefallen bitten.

»Was möchtest du?«, fragte er sie. Sie antwortete: »Wirst du meinen Söhnen in deinem Reich die Ehrenplätze neben dir geben, den einen rechts und den anderen links von dir?«
Matthäus 20,20–21 NLB


Jesus hatte kein Verlangen nach weltlicher Ehre.

Jesus merkte, dass sie im Begriff waren, ihn mit Gewalt aufzuhalten und zum König zu machen. Da zog er sich wieder auf den Berg zurück und blieb dort für sich allein. Johannes 6,15 NLB

Viele in dieser Welt wollen prominent sein. Viele sind in Promis und Stars vernarrt. Leider gibt es viele Christen, die auch diese Einstellung haben.

Die Christen in der Landeskirche und in den Freikirchen lehnen die Katholiken ab, weil sie dem Papst übermenschliche Autorität zuschreiben, aber in Amerika gibt es an jeder Straßenecke eine Kirche, in der der Hauptpastor wie ein Papst regiert.

 Im Alten Testament wollten die Hebräer einen König haben, obwohl das nicht Gottes Wille war. Sie verlangten einen König und Gott gab ihnen Saul. Saul war am Anfang demütig, aber nach und nach wurde er stolz und ichbezogen.

Paulus tadelte die Christen in Korinth dafür, dass sie sich als Jünger dieses oder jenes Predigers identifizieren wollten.

So sagen einige von euch: »Ich bin ein Anhänger von Paulus.« Andere bekennen sich zu Apollos oder Petrus, und manche sagen: »Ich folge nur Christus.« 1. Korinther 1,12 NLB

Viele Christen wollen ihre Identität im Glanz eines großen Predigers finden, aber deine wahre Identität als Christ ist nur die einer geliebten Tochter oder eines geliebten Sohnes Gottes, weil Jesus sein Leben für dich am Kreuz geopfert hat.

Dienstag, 19. Oktober 2021

Nur Jesus ist Fehlerlos

 Wer ist fehlerlos? Nur Jesus.

... denn wir alle machen oft Fehler. Wer beim Reden keine Fehler macht, der ist ein vollkommener Mann und kann auch seinen Körper im Zaum halten. Jakobus 3,2 NeÜ

Wer hat nie ein verkehrtes Wort gesprochen? Nur Jesus.

Wer hat diese Wahrheit in der Bibel geschrieben? Jakobus, der Halbbruder von Jesus, ein Sohn von Maria und Josef. Er wusste, dass er ein fehlerhafter Mensch war. Vor der Auferstehung von Jesus war er nicht gläubig.

Irgendwann nach der Auferstehung von seinem Halbbruder kehrte er um und wurde ein Jünger. Dann wurde er der Gemeindeleiter der neuen Gemeinde in Jerusalem.

Gott hat ihm das Vorrecht gegeben, ein Buch im Neuen Testament zu schreiben, nicht wegen seiner natürlichen Verwandtschaft mit Jesus, sondern weil Gott ihn dazu berief und erwählte.

Jakobus wurde ein Mann mit herausragendem Charakter. Wenn ein solcher Mann sagt, dass wir alle oft Fehler machen, dass auch Petrus, Johannes und er selbst oft Fehler machten, dann müssen wir nie als Vater, Mutter, Pastor oder Manager vorgeben, immer recht zu haben.

Als Elternteil, Gemeindeleiter oder Manager müssen wir nie fehlerlose Perfektion erwarten. 

Wenn ich fehlerhaft bin, dann sind auch meine Kinder fehlerhaft.
Wenn ich als Prediger fehlerhaft bin, dann sind auch meine Zuhörer fehlerhaft.

Soll ich meine Fehler leichtfertig akzeptieren? Soll ich meine Sünden ignorieren oder schönreden? Nein.
Aber fanatische Perfektionismus ist auch eine Falle.

Ich kenne eine junge christliche Frau, die wunderbar begabt ist. Sie schrieb ein ausgezeichnetes Lehrbuch über Geistesgaben, aber sie wollte das Buch nicht veröffentlichen, weil es nicht vollkommen Fehlerlos in ihren Augen war.

Wenn wir so denken, werden wir nur die Bibel lesen, und vielleicht auch nicht die Bibel, denn es gibt keine perfekte Übersetzung.

Ich kenne einen Manager, der seine Mitarbeiter immer sehr hart kritisiert hat. Einmal hielt er eine Personalversammlung ab und kritisierte sich selbst dafür, dass er die Sitzung nicht rechtzeitig beendet hatte. Er war 2 Minuten zu spät.

Es gibt junge Lehrer, die keine Autorität ausüben können, weil sie nur an ihre eigenen Fehler denken.

Es gibt Manager und Prediger, die immer auf ihre Untergebenen oder Zuhörer herabblicken und immer so tun, als hätten sie immer Recht. Das ist grausam und lächerlich.

Es gibt Gemeinden wo alles toleriert wird. Wo Sünde nicht ernst genommen wird, kannst du Gottes Segen finden?  

Aber es gibt auch Gemeinden, wo Perfektionismus zu Gesetzlichkeit und Rechthaberei geführt hat.

Heiligkeit ist unerlässlich, aber wenn man keine Fehler machen darf, wird die Liebe Gottes blockiert und erstickt.

Sonntag, 18. Juli 2021

Kennst du den Heiligen Geist?

Dein Leben ist eine Baustelle. Wir sind alle unterwegs.

Gott ist unser Schöpfer. Hast du etwas geleistet? Wer gab dir deine Talente? 

 Wer hat dir zuerkannt, dass du etwas besser kannst? Was hast du eigentlich, was du nicht empfangen hast? 

Hast du es aber selbst empfangen, warum prahlst du dann damit, als wäre das nicht der Fall? 1. Korinther 4,7 Bruns

Hast du sehr gute Bibelkenntnisse? Es gibt immer jemand, der besser versteht. Wer gab dir und ihm den Verstand? 

Wir können nichts von Gottes Wahrheit verstehen ohne die Gnade und Offenbarung, die nur von dem Heiligen Geist kommt.

Vergeblich (ohne bleibenden Segen) mühen sich die Baumeister eines Hauses, wenn der HERR nicht das Haus baut. Vergeblich wachen die Hüter der Stadt, wenn der HERR nicht behütet. Psalm 127,1 Bruns

Stell dir vor, du arbeitest auf einer Baustelle. Der Architekt ist ein Genie. Seine Pläne sind vorhanden, aber du willst alles selbst entwerfen. Etwas blöd, oder?

Dein Leben ist eine Baustelle. Wir sind alle unterwegs.

Paulus, der große Apostel, wusste, dass er Gottes heilige Vollkommenheit nicht erreicht hatte.

Dies Ziel habe ich noch nicht erreicht, ich bin noch nicht vollendet; ich jage ihm aber nach und möchte es gern ergreifen, nachdem ich von Christus ergriffen worden bin. Philipper 3,12 Bruns

Gott hat dir seine Pläne gegeben. Du hast die Bibel, das Wort Gottes. Aber wie können wir Gottes tiefe Weisheit in der Bibel verstehen? Gott hat uns seinen Geist gegeben.

Wenn du dein Leben in Jesus Händen übergeben hast, hat Er dir seinen Geist gegeben. Kennst du den Heiligen Geist persönlich? Oder ist der Geist Gottes für dich nur ein theologischer Begriff?

Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!
Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit,
Johannes 14,15–16 SLT


Ohne Jesus sind wir verloren und ohne Gott. Wenn du Jesus vertraust, und ihm nachfolgen willst, wird er deine Sünden vergeben. Zuerst sagt Jesus, er will unsere Liebe haben. Wenn wir ihn lieben, werden wir seine Gebote gehorchen.

Aber was Jesus verlangt ist unmöglich. Es ist, als ob du deinem fünfjährigen Sohn sagen würdest, er soll sein eigenes Haus bauen, heiraten, einen Job finden und Kinder erzeugen.

Deshalb verspricht Jesus im nächsten Vers, er wird uns seinen Heiligen Geist als Beistand geben, der allein uns befähigen kann, ein Leben mit Gott zu führen. Der Heilige Geist kann das tun, weil Er selbst Gott ist.

Die ersten Jünger konnten nur Jesus nachfolgen, weil Jesus mit ihnen war.

Das Wort, das zum Leben führt, war von Anfang an da. Wir haben es selbst gehört und mit eigenen Augen gesehen, ja, wir haben es angeschaut und sogar mit unseren Händen berührt. 1. Johannes 1,1 HfA

Jesus möchte uns eine Erfahrung von Gottes Gegenwart schenken, die genauso spürbar ist wie die Gemeinschaft der ersten Apostel mit Jesus vor dem Kreuz und dann nach seiner Auferstehung.

Bin ich so weit gekommen? Noch nicht, obwohl ich wunderbare Erlebnisse mit Gott habe.

Wie Paulus kann ich sagen.

Dies Ziel habe ich noch nicht erreicht, ich bin noch nicht vollendet; ich jage ihm aber nach und möchte es gern ergreifen, nachdem ich von Christus ergriffen worden bin. Philipper 3,12 Bruns

Die ersten Jünger konnten nur Jesus nachfolgen, weil Jesus mit ihnen war. Wir können Jesus nur nachfolgen, wenn wir eine lebensverändernde Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist täglich erleben.

Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Römer 8,14 SLT

Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! Amen.
2. Korinther 13,13 SLT


Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist. Gemeinschaft.

Wenn du Jesus dein Leben übergibst, kommt Gott selbst zu dir und wohnt in dir, genau in dir.
„Gott in dir!“
Wenn das für dich nur ein theologischer Begriff ist und kein überwältigendes Erlebnis, dann ist etwas schrecklich schiefgegangen.

Mittwoch, 19. Mai 2021

Echte Christen keine Waschlappen

 In der antiken Welt der Bibel war der Wohlstand eine Erfahrung für wenige. 

Viele waren arme Tagelöhner und viele waren einfach Sklaven. Wenn wir die Lehren von Jesus lesen, spricht er oft von armen Tagelöhnern, Knechten und Sklaven.

Und er setzte sich und rief die Zwölf, und er sagt zu ihnen: Wenn jemand der Erste sein will, dann soll er der Letzte von allen und der Diener aller sein. Markus 9,35 ZB 2007

Als die jüdischen Jünger unter den Nicht-Juden missionierten, entstand eine ganz neue Bewegung Gottes. Es kam die Zeit, wo die Mehrheit der Jünger nicht mehr jüdisch waren.

Im römischen Reich war das Wirtschaftssystem auf Sklaverei basiert. Sehr viele der ersten Christen waren Sklaven. Sie hatten so gut wie keine Rechte. Sie mussten jedem Befehl gehorchen und jeden Wunsch ihrer Meister erfüllen.

Paulus schrieb, dass die christlichen Sklaven ihren Meistern gehorchen sollten. Sonst durfte der Meister seinen Sklaven peitschen oder umbringen.

Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren mit aller Ehrerbietung und Gewissenhaftigkeit. Dient ihnen mit aufrichtigem Herzen, als würdet ihr Christus dienen. Epheser 6,5 NeÜ

Wie sollen wir als diese Lehre von Jesus heute verstehen?

und wer von euch der Erste sein will, soll aller Sklave sein.

Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.
Markus 10,44–45 ELB


Es gibt Christen, die sich verpflichtet fühlen, jeden Wunsch ihrer Familie, jede Bitte ihres Chefs, jede Anweisung ihres Pastors zu erfüllen, als ob sie Leibeigene wären und jeder um sie herum ihr Herr.

Genau so verstehen sie die Lehre von Jesus, dass sie aller der Sklave sein sollen. Aber stimmt das eigentlich?

Jesus war als Kind gehorsam, aber als Prediger war er anders. Er war immer hilfsbereit. Er wollte allen Gutes tun, aber er war nicht dazu da, die Anweisungen der religiösen Führungsleute zu befolgen.

Wenn jedermann dein Meister ist, kannst du Jesus nicht nachfolgen.

Niemand kann zwei Herren dienen. Denn entweder wird er diesen hassen und jenen lieben, oder er wird sich an jenen halten und diesen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (dh Geld oder Habgier). Matthäus 6,24 ZB 2007

Gott verspricht, für unsere natürlichen Bedürfnisse zu sorgen. Eine Verherrlichung von Armut finde ich in der Bibel nicht. Aber es gibt Christen, die eine extreme Wohlstands-Lehre verbreiten. Da sehe ich manchmal Habgier auftauchen.

Geldgier kann dein Herr sein, aber nicht nur Geldgier kann uns von echter Jüngerschaft ablenken.

Wer zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern und dazu auch sein eigenes Leben hasst, kann nicht mein Jünger sein. Lukas 14,26 ZB 2007 

Sollst du also deine Familie hassen? Gott behüte! Die Bibel lehrt uns, unsere Eltern zu verehren.

Ihr Männer, liebt eure Frauen so, wie Christus seine Gemeinde liebt: Er hat sein Leben für sie gegeben, Epheser 5,25 HfA

Was meinte Jesus also?

»Wenn einer mit mir gehen will, so muss ich für ihn wichtiger sein als seine Eltern, seine Frau, seine Kinder, seine Geschwister, ja wichtiger als das eigene Leben. Sonst kann er nicht mein Jünger sein. Lukas 14,26 HfA

Die Christen, die sich immer verpflichtet fühlen, die Erwartungen anderer zu erfüllen, mögen nach dem Tod im Himmel sein, aber hier auf Erden können sie Jesus nicht folgen.

Wer Ja zu Jesus sagt, muss oft auch Nein zu anderen sagen können.

Freitag, 9. April 2021

Weisheit nur von Gott selbst

Wenn du nur Dosensuppe, Dosenfisch und Weißbrot vom Supermarkt hast, wirst du nicht hungern, aber völlig gesund wirst du auch nicht sein.

Dein Magen braucht Nahrung aber auch dein Geist.

Es gibt Leute, die viel essen, und dadurch werden sie nur dick aber nicht stark.

Es gibt Christen, die viel lesen und lernen, aber Gott und die Bibel nur einigermaßen verstehen.

Paulus war in Bibelstudium und Theologie ein glänzender Profi, aber er hatte Jesus komplett missverstanden, bis er Jesus persönlich kennenlernte.

Paul (oder Saul) war überzeugt, dass die Nachfolger Jesu eine falsche Sekte waren. Er war eifrig für biblische Wahrheit und fest entschlossen, die Anhänger des falschen Messias brutal auszurotten.

Er war unterwegs nach Damaskus, um die Jünger von Jesus zu verhaften, als Jesus ihm sich selbst offenbarte.

Als er aber hinzog, begab es sich, dass er sich Damaskus näherte; und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel.

Und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul! Saul! Warum verfolgst du mich?

Er aber sagte: Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!
Apostelgeschichte 9,3–5 SLT

Demnach hat Paulus sehr wohl verstanden, dass intellektuelles Wissen allein keine Verbindung zu Gott herstellen kann.

Aber es gibt so viele Christen, die lesen und lernen und studieren, als ob alles auf Bibelwissen und Theologie basiert.

Und was ist die Frucht dieses fleißigen Bemühens?

Goethe, der große deutsche Dichter, war ein literarisches Genie, aber Gott sei Dank nicht mein himmlischer Wegweiser.

Er hat die Sinnlosigkeit von dieses Bemühens gut zusammengefasst.

„Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor;“

Man kann selbst die Bibel als Gottes Wort tüchtig studieren.
Man kann die besten Kommentare lesen, und trotzdem Gott nicht wirklich verstehen.

Paulus schrieb an Christen, die wirklich bekehrt waren und Jesus durch die Wirkung des Heiligen Geistes eine echte Verbindung zu Gott hatten. Er wusste, dass auch echt bekehrte Jünger des Herrn nicht durch Bibelwissen allein vorankommen konnten.

Ich will aber, dass ihr wisst, welch großen Kampf ich habe um euch und um die in Laodizea und um alle, die mich nicht von Angesicht gesehen haben,

damit ihre Herzen ermutigt werden, in Liebe zusammengeschlossen und mit völliger Gewissheit im Verständnis bereichert werden, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, des Vaters, und des Christus,

in welchem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind.
Kolosser 2,1–3 SLT

Die Schätze der Weisheit Gottes sind in Jesus verborgen. Man kann ohne Ende studieren, und diese Schätze nie finden, weil Gott sie verborgen hat.

In Lukas Kapitel 10 sandte Jesus 70 Jünger aus, um in verschiedenen Ortschaften zu predigen und die Kranken zu heilen. Als sie jubelnd von ihrer Mission zurückkamen, war Jesus voll Freude über ihren kühnen Glauben.

In derselben Stunde wurde Jesus von der Freude des Heiligen Geistes erfüllt und rief:

 „Vater, du Herr über Himmel und Erde, ich preise dich, dass du das alles vor Klugen und Gelehrten verborgen und es Unwissenden offenbar gemacht hast. Ja, Vater, so hast du es gewollt. Lukas 10,21 NeÜ

Ich will nicht damit Ausbildung und Studium verwerfen. Ich war sieben Jahre in der Uni. Nicht nur Paulus, sondern Martin Luther und John Wesley waren gelehrte Männer.

Aber wir brauchen Einsichten und Kenntnisse, die nur von dem Heiligen Geist selbst kommen.

Samstag, 6. Februar 2021

Gott spricht durch Kinder

2020 war nicht nur der Anfang eines neuen Jahrzehnts. Wegen der Pandemie ist die herkömmliche Weltordnung aus den Fugen geraten. 

Viele wollen zu der angeblich normalen Weltordnung zurückkehren, aber die Welt von gestern kommt nie wieder zurück.

Viele von uns versuchen die Krise mit herkömmlichen Denkarten zu erklären, aber herkömmliche Weltanschauungen führen oft in die Irre.

In Zeiten, wo die Grundsätze von gestern nicht mehr reichen, sehen wie in der Bibel, dass Gott oft durch Kinder oder Teenager spricht.

  • Maria war ein Teenager, als sie die Mutter von Jesus wurde.

  • David war auch Teenager, als er Goliath umbrachte.

  • Samuel war ein kleiner Junge, als er Prophet wurde.


Ein scheinbar erfolgreicher Pastor einer großen amerikanischen Gemeinde besuchte eine charismatische Veranstaltung. Ein sehr junges Mädchen kam auf ihn zu, legte ihre Hand auf den sein Kopf und sprach mit erstaunlicher Kühnheit.

„Herr, entferne den Müll von ihm!“

Als der prominente Pastor zu seiner Gemeinde zurückkehrte, war er ein ganz anderer Mann. Bisher hatte er eine aktive und wohlorganisierte Gemeinde mit seinen eigenen Fähigkeiten und Geistesgaben aufgebaut. Er selbst war der Grundstein der Gemeinde.

Er erkannte den Stolz und Ichbezogenheit seines christlichen Dienstes. Er fing an, auf Jesus zu fokussieren und dem Heiligen Geist Freiraum zu geben.

Sehr viele Mitglieder verließen die Gemeinde, aber in kurzer Zeit war die Gemeinde viel größer als vorher.

Wenn wir neue Probleme mit herkömmlichen Ansätzen zu lösen versuchen, werden wir wie Schiffe ohne Ruder, die hilflos in Kreisen fahren.

Der Prediger, der die walisische Erweckung in 1904 entfachte, war ein Mann mit nur 26 Jahren, Evan Roberts. Er wurde von einem Fürbitter Team unterstützt, vier Teenager, alle Mädchen.

Kinder und junge Leute sind oft für neue Ideen und Offenbarungen von Gott viel offener. Wir brauchen diese Offenheit.

Sehr viele Christen wollen nur glauben und Gott gehorchen, wenn sie Gottes Führung verstehen. Kinder haben oft ein offenes Herz. Sie können glauben und gehorchen, auch wenn sie nicht verstehen.

Wer aber so klein und demütig sein kann wie ein Kind, der ist der Größte in Gottes neuer Welt. Matthäus 18,4 HfA

Aber Jesus sagte: »Lasst die Kinder zu mir kommen. Haltet sie nicht zurück! Denn das Himmelreich gehört ihnen.«
Matthäus 19,14 Neues Leben 

Wenn die Kinder direkt von Gott hören, und die Sachen anders erklären, als unsere alte Denkweise, müssen wie die Kinder ernst nehmen. Wir müssen dem Heiligen Geist nicht im Wege stehen.

Einer der unzähligen Menschen, die in der walisischen Erweckung von Gott aufgerichtet wurde, war eine Straßenpredigerin, die 15 Jahre alt war. 

Sie predigte mit solcher himmlischen Kraft, dass Tausende Zuhörer sie ernst nahmen und gesegnet wurden. Unter ihnen waren prominente Geschäftsleute und verworfene Prostituierten.

Solche Zeugnisse wirst du in vielen Büchern nicht finden. Die Geschichte wird oft manipuliert, um unsere religiösen Traditionen zu fördern.

Wo habe ich das gehört? Vor ein paar Jahren hatten wir eine walisische Gastpredigerin in unserer Gemeinde gehabt. Sie erzählte wunderbare Geschichten von der dramatischen walisischer Erweckung.

Die dramatischen Werke des Heiligen Geistes werden oft beschwichtigt, aber wer sucht, wird finden.


Montag, 14. Dezember 2020

Weisheit von Gott

Salomon war jung und unerfahren, aber er war aufrichtig und liebte Gott. Er war sehr intelligent, und trotzdem demütig.

Es gibt viele Menschen, die Reichtum und Macht erben, die stolz sind, und keine Anweisungen von Gott oder Menschen hinnehmen wollen.

Aber Salomon war nicht so. Als junger und unerfahrener König war er seiner Verantwortung und seiner eigenen Unzulänglichkeit bewusst.

Er wollte ein guter und gerechter König für sein Volk sein, und Gott sah sein Herz. 

Gott hat ihn in einem Traum heimgesucht.

In Gibeon erschien der HERR dem Salomo in einem Traum bei Nacht. Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll! 1. Könige 3,5 ELB

Wenn du wie Salomon bist, wenn du treu und verantwortungsvoll leben willst, musst du deiner Unzulänglichkeit bewusst sein.

Salomon hatte eine Aufgabe von Gott. Du und ich auch.

Wenn du denkst, dein Wissen, deine Kompetenz und deine Intelligenz reichen, um deine Berufung von Gott zu erfüllen, dann bist du ahnungslos. 

Du brauchst deine Unzulänglichkeit zu erkennen.
Wie hat Salomon geantwortet?

Und nun, HERR, mein Gott, du selbst hast deinen Knecht zum König gemacht anstelle meines Vaters David. Ich aber bin ein kleiner Junge, ich weiß nicht aus- noch einzugehen. 1. Könige 3,7 ELB

Er erkannte, dass seine Erfahrung und Kompetenz so gering waren, dass er nicht einmal verstand, wie er anfangen sollte.

Viele Menschen versuchen mit ihren eigenen Talenten voranzukommen und bitten nur um Gottes Hilfe, wenn sie augenfällig schiefgehen, aber Salomon hat besser verstanden.


Wenn du ein gesegnetes und erfülltes Leben führen willst, musst du Gott ganz am Anfang jedes Unternehmens als deinen Gefährten und Wegweiser einbeziehen.

Gott will dir mit deinem ganzen Leben helfen, nicht nur dich aus Klemmen und Sackgassen retten.


Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen; verlass dich aber nicht auf deine Klugheit! 

Denke an ihn auf allen deinen Wegen, so wird er dir deine Pfade ebnen. Sprichwörter 3,5–6 Bruns

Samstag, 24. Oktober 2020

Willst du ein Freund Gottes sein?

Jesus sagte seinen Jüngern, sie seien seine Freunde. Warum? Weil er ihnen alles gesagt hatte, das er von dem Vater im Himmel gehört hatte.

Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn einem Knecht sagt der Herr nicht, was er vorhat. Ihr aber seid meine Freunde; denn ich habe euch alles gesagt, was ich vom Vater gehört habe. Joh. 15,15 Hfa

Jesus hat mit den Juden seiner Zeit viele himmlischen Wahrheiten mitgeteilt, aber weitaus nicht alles.

Wenn du alles in deinem Herzen im Büro oder über Facebook mitteilst, bist du total blöd.

Werft, was heilig ist, nicht vor die Hunde! Sie werden euch angreifen und in Stücke reißen. Und werft eure Perlen nicht vor die Säue! Sie werden die Perlen nur zertreten!« Matthäus 7,6 HfA

Jesus ist für dich und mich der beste aller Freunde. Du kannst Jesus mit allen deinen Sehnsüchten, allen deinen Problemen und allen deinen Geheimnissen vertrauen.

Aber wenn du auch für Jesus ein enger Freund sein willst, musst du vertrauenswürdig sein.

Das Geheimnis des HERRN ist für die, welche ihn fürchten, und seinen Bund lässt er sie erkennen. Ps 25,14 SLT

Du hast Geheimnisse und wenn du ein treuer Freund bist, wirst du die Geheimnisse deiner Freunde nicht verraten.

In der Bibelversion Gute Nachricht lesen wir diese Erklärung.

Alle, die den Herrn ernst nehmen, zieht er ins Vertrauen und enthüllt ihnen das Geheimnis seines Bundes. Psalm 25,14 GN

In der ``Neues Leben Bibel´´ lesen wir diese Erklärung.

Die Freundschaft mit dem HERRN gebührt denen, die ihn ernst nehmen. Er lässt sie wissen, wozu sein Bund mit ihnen da ist. Ps 25,14 NLB

Es gibt Christen, die fleißig im Dienst sind, aber sie verstehen ihre Rolle nicht als Freunde Gottes, sondern als Knechte oder Diener.

Der Verlorene Sohn kehrte mit dieser Denkweise zu seinem Vater zurück.

Ich will zu meinem Vater nach Hause gehen und sagen: Vater, ich habe gesündigt, gegen den Himmel und auch gegen dich,

und ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen. Bitte stell mich als einen deiner Tagelöhner ein.‹ Lukas 15,18-19

Aber als er bei seinem Vater ankam, hat sein Vater ihn ganz anders aufgenommen.

Doch der Vater befahl seinen Dienern: ‚Bringt schnell das beste Gewand heraus und zieht es ihm an! Steckt ihm einen Ring an den Finger und bringt ihm ein Paar Sandalen!

Holt das Mastkalb und schlachtet es! Wir wollen ein Fest feiern und uns freuen.

Denn mein Sohn hier war tot und ist ins Leben zurückgekehrt. Er war verloren und ist wiedergefunden worden.‘ Dann begannen sie zu feiern. Lukas 15,22–24 NeÜ

Der verlorene Sohn hoffte, nur als Diener bei seinem Vater zu sein. Er war demütig, weil er sich schämte. Wer sich vor Gott echt demütigt, wird von Gott verehrt.

Aber es gibt auch Christen, die in ihrem Dienst stolz sind. Dieser Stolz kann uns von Freundschaft mit Gott ausschließen.

Gott sucht keine Christen, die wegen Scham dienen, oder wegen angeblicher Leistungen stolz sind.

Gott sucht Christen, die für seine Liebe offen sind, und durch ihre Erfahrungen mit Gottes Liebe auch treue Freunde werden.

Mittwoch, 23. September 2020

Wer ist Jesus?

 Jesus erschien in Israel als der ewige Sohn Gottes.

Als Kind wohnte er in einem keineswegs vornehmen Dorf. Er war nicht als der allmächtige Gott anerkannt und er hat seine Identität nicht offenbart.

Alle wussten, dass er kurz nach der Hochzeit seiner Eltern geboren wurde. Er wurde deshalb als uneheliches Kind betrachtet. Er musste den Respekt seiner Nachbarn mit Demut und Geduld gewinnen.

Mit dreißig Jahren wurde er von seinem Cousin getauft. Johannes der Täufer taufte ihn im Jordan.
 

Was sollte das bedeuten?

Aus Jerusalem, aus allen Teilen Judäas und aus dem ganzen Jordanland strömten die Menschen hinaus in die Wüste, um ihn predigen zu hören.
 

Und wenn sie ihre Sünden bekannt hatten, taufte er sie im Jordan. Matthäus 3,5-6

Die Taufe im Jordan war ein Zeichen der Umkehr für die Vergebung der Sünden.
 

Jesus hatte keine Sünde, aber er kam als Retter und Erlöser. Er identifizierte sich mit uns.

Aber dann passierte etwas dramatisch.

Als Jesus nach seiner Taufe aus dem Wasser stieg, öffnete sich der Himmel über ihm und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.

Und aus dem Himmel sprach eine Stimme: „Das ist mein lieber Sohn. An ihm habe ich meine Freude!“
Matthäus 3,16–17 (NeÜ)


Durch menschliche Demut hat Jesus sich dafür vorbereitet. Darin ist er unser Vorbild.

Dadurch hat er auch Gottes Herz und Charakter veranschaulicht. Gott ist von Natur aus liebevoll und auch demütig.

Drei Jahre später offenbarte Jesus eine andere Seite seiner Natur.

Jesus sagte zu ihm: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Joh 14,6-9 NLB

Wie kann ein Mensch das sagen?

Ein Mann, der wagt, so was zu behaupten, muss Verrückt sein, oder ein Betrüger, der eine Sekte gründen will, um seine Mitmenschen zu versklaven.

Aber Jesus wird überall als ein guter Mann und ein aufrichtiger Lehrer respektiert.

Wenn man seine Geschichte und seine Lehren in Matthäus, Markus, Lukas und Johannes ernst nimmt, kann man ihn keineswegs als Betrüger verwerfen. Sein Charakter ist offensichtlich genial.

Ein demütiger, freundlicher und liebevoller Mensch, der behauptet, Gott zu sein, kann nur Gott sein.

 Jesus sagte zu ihm: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Joh 14,6 NLB

Jesus sagte auch:

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Mt 11,28 EIN
 

Nach seiner grausamen Hinrichtung am Kreuz kam Jesus zurück.

Jesus will dir ein ganz neues Leben schenken. Er will dir eine ewige und intime Gemeinschaft mit Gott     geben.

Verstehst du das nicht? Das ist normal. Wir sind halt nur Menschen. 

Unser menschlicher Verstand kann das nicht begreifen, aber wir können das mit Gottes übernatürlicher Hilfe erleben.

Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt. Jeremia 33,3

Samstag, 1. Juli 2017

Demut.. Ist Selbstachtung erlaubt?

Ich muss als Christ demütig sein. Das ist keine bloße Option. 

Aber darf ich auch mich selbst respektieren? Oder wäre das die Sünde, stolz zu sein?


Mose wurde als Ägyptischen Prinz erzogen aber er wusste auch, dass er Hebräer war. 

Als Mose 40 Jahre alt war, sah er ein Ägypter, der einen Hebräischen Sklaven prügelte und er brachte den Ägypter um. 

Mose wollte die Hebräer von Sklaverei befreien aber durch diesen Mord wurde niemand befreit. Mose selbst musste fliehen und er wurde Hirte in der Wüste
 Mose hatte Recht, die Hebräer als Gottes Volk wert-zuschätzen. Er hatte Recht, Unrecht und Grausamkeit zu hassen.
Aber Mose handelte mit Selbstbewusstsein und Eigenwilligkeit, ohne demütige Ehrfurcht vor Gott.

Aber Mose war kein schlechter Mensch. Er tötete den Ägypter nicht als teuflischer Mörder. In seinem Herz war Gerechtigkeit

Er wollte den Hilflosen von dem Bösen retten.

Auch als Flüchtling handelte er als ein gerechter Mann. 

In der Wüste an einem Brunnen wollten junge Frauen Wasser holen aber Männer kamen und versuchten, die Frauen zu verdrängen. Das war Ungerechtigkeit und Mobbing. Mose setzte sich für die Frauen ein und gewann dadurch die Gunst der Frauen und ihres Vaters.

Mose heiratete eine der Frauen und wurde Hirte in der Wüste. 
Vierzig Jahre später war Mose 80 Jahre alt. 

Mose weidete die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian.


Eines Tages trieb er das Vieh über die Steppe hinaus und kam zum Gottesberg Horeb.  

Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch emporschlug. Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch und verbrannte doch nicht.  2.Mose 3,1-2

In vierzig Jahren hatte Mose Demut gelernt aber in sein Herz war immer noch der Hunger nach Gerechtigkeit. 

Gott wollte den achtzigjährigen Hirten wieder befördern. 

In seiner Jugend wurde Mose als Prinz erzogen und jetzt sollte er als Befreier und Leiter seines Volks von Gott eingestellt werden.

Und jetzt geh! Ich sende dich zum Pharao. Führe mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten heraus!  2.Mose 3,10

Aber für Mose war diese Berufung zu hoch.  

Mose antwortete Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten herausführen könnte?  2.Mose 3,11

Mose glaubte an die Allmacht des wahren Gottes. Er wusste, dass Gott es schaffen konnte aber er vertraute sich selbst nicht, Gottes Auftrag auszuführen.

Es gibt viele Christen, die nach Gottes Hilfe und Rettung schreien, wie die versklavten Hebräer damals in Ägypten. 

Aber passiv auf Gottes Hilfe zu warten reicht nicht. 

Gott sucht Nachfolger von Jesus, die wagen, seinen Ruf zu hören, himmlische Aufgaben hier auf Erden auszuführen. 

Manche Christen wollen etwas für Gott tun aber sie sehen ein, dass ihre Talente und Fähigkeiten zu gering sind.

Doch Mose sagte zum Herrn: Aber bitte, Herr, ich bin keiner, der gut reden kann, weder gestern noch vorgestern, noch seitdem du mit deinem Knecht sprichst. 

Mein Mund und meine Zunge sind nämlich schwerfällig.  

Der Herr entgegnete ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gegeben und wer macht taub oder stumm, sehend oder blind? Doch wohl ich, der Herr! 2.Mose 4,10-11 
 
Hatte Mose einen Sprach-defekt? Nein. 
Er war schon achtzig Jahre alt und Vierzig Jahre lang war er schon in der Wüste, wo er weder Hebräisch noch Ägyptisch sprach. 

Jetzt sollte er als Leiter eines Volkes politische Verhandlungen auf beiden Sprachen unternehmen! 

Gott versteht deine Fähigkeiten und auch deine Unfähigkeiten. 
Er will deine Fähigkeiten in seinem Dienst gebrauchen. 

Mit Gottes übernatürlicher Kraft, werden deine unzulänglichen Fähigkeiten verstärkt und gesteigert. 

Für Gottes Dienst brauchen wir beide Demut und ein gesundes Selbstbewusstsein.

Geh also! Ich bin mit deinem Mund und weise dich an, was du reden sollst.  2.Mose 4,12

Aber viele von uns sind wie Mose. 

Er verstand, dass Gott das unmögliche zustande bringen kann aber er wollte lieber einen anderen bewundern als Gottes Herausforderung selbst akzeptieren.

Doch Mose antwortete: Aber bitte, Herr, schick doch einen andern! 2.Mose 4,13

Da entbrannte der Zorn des Herrn über Mose und er sprach: Hast du nicht noch einen Bruder, den Leviten Aaron

Ich weiß, er kann reden; außerdem bricht er gerade auf und wird dir begegnen. Wenn er dich sieht, wird er sich von Herzen freuen.  2.Mose 4,14

Wenn du Gottes Berufung aufnimmst, wird dir Gott alle Hilfe geben, die du brauchst aber bitte lehne Gottes Berufung nicht ab.

Samstag, 13. Mai 2017

Jesus lehrte Team-Leiterschaft und Partnerschaft, Zwei und Zwei.

Im Alten Testament ist die Hauptfigur sehr oft Der Mann Gottes.

Im Alten Testament sprachen die Propheten und Könige als Vertreter Gottes. Der Mann Gottes hatte oft einen Jünger, der sein Nachfolger wurde: Mose und Josua, Elia und Elisa.

Aber im Neuen Testament ist nur Ein Mensch die Hauptfigur, Jesus erscheint als der Sohn Gottes.


Er hatte nicht einen Jünger wie die alten Propheten, sondern einen Team. Die Zwölf Aposteln sollten als ein Team funktionieren.


Sie sahen, wie Jesus lehrte und wie Jesus die Kranken heilten und dann gab Jesus seinen Lehrlingen aufgaben. Sie sollten auch lehren und auch Kranken heilen. Aber Jesus sandte sie Zwei und Zwei. Sie sollten Partnerschaft lernen.

Als Petrus der erste war, der Jesus als den Sohn Gottes erkannte, dann sagte Jesus etwas ganz radikal.

Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; 

was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, 

und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein. Mt 16,19


Was war der Schlüssel, der die Tür öffnen würde, und aber Millionen in Gottes Himmel hereinlassen würde? 


Das war der Glaube an Gottes Sohn und das Glaubensbekenntnis, das Petrus als erster proklamierte.


Aber diese Autorität wurde nicht nur Petrus gegeben.


Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.


Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.


Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Mt 18,18-20


Petrus sollte also nicht allein an der Spitze sein, wie Mose, Josua und Elia.

Am letzten Abendmahl sehen wir, wie ein Streit entstand. Die Apostel hatten eine heftige Auseinandersetzung über die Leiterschaft. Josua war der Leiter nach Mose. Wer sollte nach Jesus leiten?

Manche denken, es war eine Art von politischer Konkurrenz, wobei jeder Apostel der Nummer Eins sein wollte.

Aber vielleicht auch nicht. Sie wussten dass in dem Alten Testament, ein großer Prophet, König oder Hohepriester nur einen Nachfolger haben sollte. 

Sie dachten, Jesus würde einen Obersten Leiter auserwählen. 
Aber das hatte Jesus nicht getan. 

Jesus wollte eine neue Art von Dienst und Leiterschaft aufrichten. Bis heute ist diese Team-Leiterschaft und Partnerschaft von nur wenigen verstanden.

Sicher erscheint Petrus am Anfang der Apostelgeschichte als der erste Leiter und Prediger. Aber sehr bald sehen wir, wie diese neue Art von Team Leiterschaft funktionierte.

Und sie wurden alle erfüllt von heiligem Geist und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen eingab. Apg 2,4 


Hundertzwanzig Jünger waren in Eintracht versammelt und alle verkündeten Gottes Botschaft in Sprachen, die sie nie gelernt hatten, aber sie wurden von den Juden von verschiedenen Ländern klar verstanden.

Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.


Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?


Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Apg 2,6-8 EIN


Im Alten Testament hatte nur der auserwählte Mann Gottes unmittelbaren Zugang zu Gottes Geist aber jetzt sollten alle Gläubigen vom Heiligen Geist gefüllt werden und alle sollten übernatürliche Geistesgaben empfangen und prophetisch reden. 

Als Petrus die erste Gemeinde in Jerusalem leitete, funktionierte er als Leiter eines apostolischen Teams.


Vor seinem Tod am Kreuz hat Jesus die Apostel zwei und zwei ausgesandt. In der Apostelgeschichte sehen wir, dass Petrus auch nach Pfingsten so handelte.


Ein gelähmter Mann saß vor dem Tempel. Als Petrus und Johannes vorbeikamen, bat der verkrüppelte Mann um Geld.


Petrus und Johannes blickten ihn an und Petrus sagte: Sieh UNS an! 


 Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas VON IHNEN empfinge.


Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: 

Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher! Apg 3,4-6 


Der Mann wurde auf der Stelle geheilt.


In unserer Zeit sehen wir viele Prediger, die von der Erwartung belastet sind, als der Mann Gottes zu funktionieren. 


Viele sind einsam und frustriert. Wir müssen Partnerschaft und Teamwork wieder entdecken.