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Dienstag, 30. April 2024

Gegenseitige Unterordnung

 Viele Christen glauben, dass die christliche Kirche auf einer strengen Befehlskette beruhen muss, wie eine Armee. Führung, Leitung und Kontrolle müssen auf der Unterwerfung unter eine ranghöhere Person beruhen.

Vor einigen Jahren wechselte ich in eine neue Gemeinde. Ich hatte einige Jahre in verschiedenen Kirchen verbracht und versuchte, Gott und die Bibel im Lichte der unterschiedlichen Ansätze in den verschiedenen Kirchen zu verstehen. 

Ich erzählte meinem neuen Pastor von dem Prozess, mit dem ich zu kämpfen hatte, aber seine Antwort war enttäuschend.

Er sagte, Gott führe die Christen in erster Linie durch die Leiterschaft. Das Problem ist, dass die Leiter anderer Kirchen ebenfalls behaupteten, von Gott zu hören, aber ihre Lehre war oft sehr unterschiedlich. Da sie alle an denselben Gott glaubten, mussten sie alle sehr unvollkommen hören.

Die Unterschiede in den Glaubensätzen waren oft nicht sehr groß, aber die Mentalität war anders, die Prioritäten waren anders, die Schwerpunkte waren anders, oft sehr anders.

Jesus sagte, dass jeder Gläubige persönlich von Gott, von ihm selbst, geführt werden muss. Wenn deine primäre Quelle der geistlichen Führung die Lehre der Leiter deiner Kirche ist, bist du ein sehr unreifer Gläubiger, und wenn du so bleibst, bist du leider auf dem falschen Weg.

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; Joh 10,27 LU84

Das bedeutet nicht, dass jeder Gläubige nur direkt von Gott hören und nicht von anderen Gläubigen lernen sollte. Jesus und die Apostel lehrten das Prinzip der gegenseitigen Unterordnung.

Allerdings gibt es heute Theologen, und zwar nicht nur römisch-katholische, die glauben, dass die biblische Unterordnung ein einseitiger Prozess ist.

  • Der Pastor sagt dir, was du denken, sagen und tun sollst, und du gehorchst einfach.

  • Der Mann sagt der Frau, was sie zu tun hat, und sie gehorcht einfach.

  • Dann gibt es eine etwas gemäßigte Version dieses Autoritarismus, bei der ein Ehepaar versucht, eine gemeinsame Entscheidung zu treffen, aber wenn sie sich nicht einig sind, trifft der Mann die Entscheidung und seine Frau muss gehorchen.

    Andererseits gibt es eine Reihe von Texten im Neuen Testament, die ein völlig anderes Bild von christlichen Beziehungen zeichnen.

    Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst. Phil 2,3 NLB

    Ordnet euch aus Achtung vor Christus bereitwillig einander unter.
    Eph 5,21 NLB

    Denkt daran, liebe Brüder und Schwestern: Seid sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt genau, bevor ihr selbst redet. Und hütet euch vor unbeherrschtem Zorn! Jak 1,19 HfA

    Wer ist denn bedeutender? Wer am Tisch sitzt und sich bedienen lässt oder wer bedient? Doch wohl derjenige, der sich bedienen lässt. Ich aber bin unter euch wie ein Diener.
    Lk 22,27 HfA

    Doch Jesus rief sie zu sich und sagte: »Ihr wisst, dass in dieser Welt die Könige Tyrannen sind und die Herrschenden die Menschen oft ungerecht behandeln. 

  • Bei euch soll es anders sein. Wer euch anführen will, soll euch dienen,und wer unter euch der Erste sein will, soll euer Sklave werden. 

    Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu         lassen, sondern um anderen zu dienen und sein Leben als             Lösegeld für viele hinzugeben.« Mt 20,25–28 NLB

Wenn wir diese Bibeltexte sorgfältig betrachten, müssen wir zu dem Schluss kommen, dass die hierarchische Denkweise völlig im Widerspruch zu den Lehren Jesu im Neuen Testament steht.

Aber hat Jesus nicht Apostel eingesetzt? Hat Paulus nicht Älteste eingesetzt? Ist Leiterschaft nicht wichtig?

Natürlich brauchen wir Leiterschaft, aber wahre Leiter führen. Sie kontrollieren nicht. Sie heben Menschen auf. Sie halten die Menschen nicht unten.  

Dienstag, 5. Dezember 2023

Gegenseitige Unterordnung

 Als Neu bekehrter in einer sektenähnlichen Kirche lernte ich, dass die Unterwerfung unter Christus bedeutet, dass ein Christ keine Entscheidungsfreiheit, keine persönlichen Vorlieben und keine einzigartige Persönlichkeit haben darf.

Der Tod des eigenen Ichs wurde stark betont. Die Liebe zu allem anderen als Gott war Götzendienst. Aber dann las ich in der Genesis, dass Gott Adam die Freiheit gab, Namen für alle Tiere zu wählen. Gott fügte sich Adams Entscheidungen bezüglich der Namen der Tiere.

Und der HERR, Gott, bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; und genau so, wie der Mensch sie, die lebenden Wesen, nennen würde, so sollte ihr Name sein. 1 Mose 2,19 ELB 2006

Wenn ein Ehemann seine Frau liebt, respektiert und ehrt er ihre Weisheit, ihre Gaben und Fähigkeiten. Paulus schreibt, dass jeder von uns den anderen höher achten soll als sich selbst.

Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Phil 2,3 SLT

Ein Ehemann, der seine Frau liebt, wird sich ihr in den Bereichen unterordnen, in denen sie klüger oder fähiger ist als er selbst. Wenn eine Frau geistlich viel reifer ist als ihr Mann, was sehr oft der Fall ist, sollte er darauf bedacht sein, ihre geistliche Führung zu schätzen.

Das führt meine Gedanken zu Epheser 5,21 zurück.

Ordnet euch aus Achtung vor Christus bereitwillig einander unter. Eph 5,21 NLB

Ich habe auch gelernt, die unbiegsame, hierarchische Kultur einiger Kirchen zu hinterfragen.

Gegenseitige Unterordnung bedeutet, dass der leitende Pastor den Leitern der Kinderkirche die Freiheit geben sollte, Entscheidungen zu treffen.

Ein guter Pastor wird auch den Rat der Ältesten, der Computerspezialisten, der Finanzexperten und der prophetischen Menschen einholen.

Ein guter Pastor wird auch bereit sein, Gemeindeglieder in die Mission freizusetzen, und zwar nicht nur in die Mission unter seiner Leitung.

Eine gesunde Ehe ist eine Partnerschaft. Eine gesunde Gemeinde ist ein Team.


 


Mittwoch, 10. März 2021

Wozu bist du auf Erden?

Es gibt so viele, die ein tragisch unerfülltes Leben führen, weil sie von den Erwartungen anderer Menschen beherrscht und eingeengt werden.

Es gibt Frauen, die erstaunliche Begabungen von Gott haben, aber sie werden gezwungen, in einer Ehe sich zu unterwerfen.

Charles und Frances Hunter waren Pioniere im Heilungsdienst. Sie dienten Gott zusammen als Partner.

Ihre Tochter Joan war auch von Gott begabt und berufen, mit Gnadengaben der Heilungen zu dienen. 

Als sie früh in ihrem Leben verlobt wurde, sagte ihr Verlobte, ihr Dienst soll nach der Hochzeit unter seiner Kontrolle sein, weil er als Mann das Haupt sei. Sie löste ihre Verlobung sofort auf.

Der Ehemann ist nie der Herr seiner Frau, sondern ihr Partner unter Gottes Herrschaft.

Ordnet euch einander unter in der Ehrfurcht vor Christus! Epheser 5,21 Bruns

Wenn du Gnadengaben von Gott hast, bist du Gott selbst gegenüber verantwortlich.

Es gibt Gemeinden und Konfessionen, wo Frauen gezwungen sind, eine passive oder untergeordnete Rolle zu spielen. 

Viele Frauen in dieser Situation haben einen Ausweg gefunden, indem sie nie heirateten und Missionarinnen in fernen Ländern wurden.

Im 19. Jahrhundert war die Mehrheit der Missionare in China Frauen. Sie evangelisierten meistens unter chinesischen Frauen. Heute sind mehr als 75 % der Leiter der Kirchen in China Pastorinnen.


Viele Frauen sind wegen Gesetzlichkeit und menschlicher Traditionen frustriert und unerfüllt, aber  nicht nur Frauen.

Wie viele Männer sind begabt, als Hirte und Prediger zu dienen, aber sie müssen in ihrer Konfession nie heiraten. Wir sehen so oft, wie solche Männer ein Leben ohne Frau nicht ertragen können.

Andrerseits gibt es hingegebene Christen, die heiraten, weil ihre Gemeinde sie dazu zwingt, und ihre Ehe ist eine Katastrophe.  

Ich habe eine Geschichte von einem Pastor gelesen. Er war in einem Meeting mit dem Ausschuss seiner Gemeinde. Die Gemeinde hatte gravierende Probleme. Plötzlich stand der Pastor auf und schockierte die Ältesten.

„Ich kündige. Ich bin nur Pastor geworden, weil meine Mutter das wollte!“

Was ist deine Berufung? Von wem kommt deine Berufung?

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Partnerschaft, nicht Hierarchie

Wenn wir geistliche Autorität als eine exklusive männliche Eigenschaft betrachten, denken wir fleischlich.

Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. 2.Kor 5,16

Geistliche Autorität kommt von Gott, der Geist ist, nicht Mann und nicht Frau.

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. Johannes 4,24 ELB

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 1.Mose 1,27

Am Anfang zeigte Gott seine Autorität als Schöpfer. Geistliche Autorität ist kreativ.

Gott schuf beide Mann und Frau als sein Ebenbild.

Beide bringen Gottes Natur und Charakter zum Ausdruck, der Mann nicht mehr als die Frau. 

Gott übergab dem Mann und der Frau die Eigenschaft der Fruchtbarkeit, die Fähigkeit, Leben weiterzugeben, Menschen, die auch Gottes Natur haben würden.

Er segnete sie und sprach: »Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde! 1.Mose 1,28

Gott gab dem Mann und der Frau Autorität über der Erde. Er gab dem Mann keine Autorität über der Frau und er gab der Frau keine Autorität über dem Mann.

Gottes leitendes Prinzip vom Anfang war Partnerschaft.


Denn wo zwei oder drei zusammenkommen, die zu mir gehören, bin ich mitten unter ihnen.« Matthäus 18,20

Wenn zwei oder drei zusammen in Einigkeit zusammen sind und mit der Führung des Heiligen Geistes beten, da wird die Autorität und mächtige Wirkung des Heiligen Geistes freigesetzt.

Es ist nicht wichtig, ob die zwei oder drei Gläubige männlich oder weiblich sind. Sie können sogar Kinder sein, wenn sie von dem Heiligen Geist geführt sind.


Kinder und Säuglinge hast du gelehrt, dich zu loben . Sie bringen deine Feinde zum Schweigen, die auf Rache aus waren. Psalmen 8,3

Als Maria die himmlische Berufung mitbekam, die Mutter des Messias zu sein, war sie nur ein Teenager.

Maria antwortete: »Ich bin die Dienerin des Herrn und beuge mich seinem Willen. Möge alles, was du gesagt hast, wahr werden und mir geschehen.« Darauf verließ der Engel sie. Lukas 1,38

Maria suchte keinen Rat von ihrem Vater, vom Priester oder von ihrem Verlobten. Sie hat sich selbst entschieden, Gottes Berufung zu akzeptieren.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Gleichheit von Frau und Mann

Die Pharisäer fragten Jesus warum Mose einem Mann erlaubte seine Frau zu entlassen.

Für die frommen Juden war das Gesetz der vollkommene Maßstab, aber für Jesus war das Gesetz nicht vollkommen.

Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens Härte wegen; von Anfang an aber ist's nicht so gewesen. Mt 19:8

Für Jesus war etwas noch hoher als das Gesetz.   

Für Jesus war das Gesetz heilig, aber es gab für ihn ein höheres Prinzip, Gottes Ordnung bei der Schöpfung, bevor die Sünde in die Welt kam.

Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach  

(1.Mose 2,24): »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«?  Mt 19,4-5

Wir sind mit diesen Worten vertraut aber wir wissen nicht wie total radikal diese Aussage wirklich ist.


In den biblischen Geschichten lesen wir nur einmal, dass ein Mann seine Eltern verließ, eine Frau heiratete und bei der Frau blieb.

Das war Jakob, der bei seinem Onkel seine Frau fand aber danach kehrte sie mit ihm zu seiner Familie zurück. Auch bei Abraham und später bei den Juden unter dem Gesetz musste die Frau ihre Familie verlassen, und dann gehörte sie zu der Familie ihres Mannes.

Selbst das von Gott gegebenes Gesetz hat Gottes ursprüngliche Ordnung nicht wieder hergestellt.


Wie war Gottes Ordnung vor dem Sündenfall für Mann und Frau?

Da sprach Gott: »Wir wollen Menschen schaffen nach unserem Bild, die uns ähnlich sind. Sie sollen über die Fische im Meer, die Vögel am Himmel, über alles Vieh, die wilden Tiere  und über alle Kriechtiere herrschen.«

    So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie.
1. Mose 1:26-27


Am Anfang zeigte Gott seine Autorität als Schöpfer. Geistliche 

Autorität ist kreativ.
 

Gott schuf beide Mann und Frau als sein Ebenbild. Beide bringen Gottes Natur und Charakter zum Ausdruck, der Mann nicht mehr als die Frau.

Gott übergab dem Mann und der Frau die Eigenschaft der Fruchtbarkeit, die Fähigkeit, Leben weiterzugeben, Menschen, die auch Gottes Natur haben würden.


Er segnete sie und sprach: »Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde! 1.Mose 1,28

Gott gab dem Mann und der Frau Autorität über der Erde. 

Er gab dem Mann keine Autorität über der Frau und er gab der Frau keine Autorität über dem Mann.

Gottes leitendes Prinzip vom Anfang war Partnerschaft.

Aber es gibt umstrittene Texte im Neuen Testament, die Frauen scheinbar den Männern unterstellen.
Bitte lesen Sie meine anderen Beiträge zu diesem Thema.

Frauen in Leiterschaft

Sollen Frauen Lehren und Leiten


Partnerschaft mit Gott

Sollen Frauen mit Gottes Autorität auch Männern ansprechen?

Samstag, 13. Mai 2017

Jesus lehrte Team-Leiterschaft und Partnerschaft, Zwei und Zwei.

Im Alten Testament ist die Hauptfigur sehr oft Der Mann Gottes.

Im Alten Testament sprachen die Propheten und Könige als Vertreter Gottes. Der Mann Gottes hatte oft einen Jünger, der sein Nachfolger wurde: Mose und Josua, Elia und Elisa.

Aber im Neuen Testament ist nur Ein Mensch die Hauptfigur, Jesus erscheint als der Sohn Gottes.


Er hatte nicht einen Jünger wie die alten Propheten, sondern einen Team. Die Zwölf Aposteln sollten als ein Team funktionieren.


Sie sahen, wie Jesus lehrte und wie Jesus die Kranken heilten und dann gab Jesus seinen Lehrlingen aufgaben. Sie sollten auch lehren und auch Kranken heilen. Aber Jesus sandte sie Zwei und Zwei. Sie sollten Partnerschaft lernen.

Als Petrus der erste war, der Jesus als den Sohn Gottes erkannte, dann sagte Jesus etwas ganz radikal.

Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; 

was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, 

und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein. Mt 16,19


Was war der Schlüssel, der die Tür öffnen würde, und aber Millionen in Gottes Himmel hereinlassen würde? 


Das war der Glaube an Gottes Sohn und das Glaubensbekenntnis, das Petrus als erster proklamierte.


Aber diese Autorität wurde nicht nur Petrus gegeben.


Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.


Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.


Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Mt 18,18-20


Petrus sollte also nicht allein an der Spitze sein, wie Mose, Josua und Elia.

Am letzten Abendmahl sehen wir, wie ein Streit entstand. Die Apostel hatten eine heftige Auseinandersetzung über die Leiterschaft. Josua war der Leiter nach Mose. Wer sollte nach Jesus leiten?

Manche denken, es war eine Art von politischer Konkurrenz, wobei jeder Apostel der Nummer Eins sein wollte.

Aber vielleicht auch nicht. Sie wussten dass in dem Alten Testament, ein großer Prophet, König oder Hohepriester nur einen Nachfolger haben sollte. 

Sie dachten, Jesus würde einen Obersten Leiter auserwählen. 
Aber das hatte Jesus nicht getan. 

Jesus wollte eine neue Art von Dienst und Leiterschaft aufrichten. Bis heute ist diese Team-Leiterschaft und Partnerschaft von nur wenigen verstanden.

Sicher erscheint Petrus am Anfang der Apostelgeschichte als der erste Leiter und Prediger. Aber sehr bald sehen wir, wie diese neue Art von Team Leiterschaft funktionierte.

Und sie wurden alle erfüllt von heiligem Geist und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen eingab. Apg 2,4 


Hundertzwanzig Jünger waren in Eintracht versammelt und alle verkündeten Gottes Botschaft in Sprachen, die sie nie gelernt hatten, aber sie wurden von den Juden von verschiedenen Ländern klar verstanden.

Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.


Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?


Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Apg 2,6-8 EIN


Im Alten Testament hatte nur der auserwählte Mann Gottes unmittelbaren Zugang zu Gottes Geist aber jetzt sollten alle Gläubigen vom Heiligen Geist gefüllt werden und alle sollten übernatürliche Geistesgaben empfangen und prophetisch reden. 

Als Petrus die erste Gemeinde in Jerusalem leitete, funktionierte er als Leiter eines apostolischen Teams.


Vor seinem Tod am Kreuz hat Jesus die Apostel zwei und zwei ausgesandt. In der Apostelgeschichte sehen wir, dass Petrus auch nach Pfingsten so handelte.


Ein gelähmter Mann saß vor dem Tempel. Als Petrus und Johannes vorbeikamen, bat der verkrüppelte Mann um Geld.


Petrus und Johannes blickten ihn an und Petrus sagte: Sieh UNS an! 


 Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas VON IHNEN empfinge.


Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: 

Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher! Apg 3,4-6 


Der Mann wurde auf der Stelle geheilt.


In unserer Zeit sehen wir viele Prediger, die von der Erwartung belastet sind, als der Mann Gottes zu funktionieren. 


Viele sind einsam und frustriert. Wir müssen Partnerschaft und Teamwork wieder entdecken.