1941 Paris, unter Nazi-Besatzung. Die Juden mussten einen gelben Stern tragen und wurden massenhaft deportiert und ermordet.
Ein siebenjähriger jüdischer Junge besuchte einen christlichen Freund, blieb aber zu lange. Es herrschte Ausgangssperre für Juden. Nach 18 Uhr würde er auf der Straße festgenommen werden.
Er drehte seine Jacke um, um den gelben Stern zu verbergen, und machte sich auf den Heimweg.
Doch dann wurde sein Albtraum noch schlimmer. Ein deutscher Offizier in einer schwarzen SS-Uniform kam auf ihn zu.
Es war kein Traum, aber dann hat sich das Blatt wie im Traum gewendet.
Der Offizier umarmte ihn liebevoll und sprach freundlich mit ihm, obwohl der Junge kein Deutsch verstand. Dann zeigte er ihm ein Foto von einem Jungen, vielleicht von seinem Sohn. Und es wurde noch besser. Er gab dem erstaunten Jungen ein paar Geldscheine und schickte ihn mit weiteren freundlichen Worten nach Hause.
Der Junge und seine Familie überlebten die Nazizeit. Nach dem Krieg ließen sie sich in Israel nieder. Den freundlichen SS-Offizier hat der Junge nie vergessen. Fasziniert von den Widersprüchen der menschlichen Natur, studierte er Psychologie.
Er wurde Psychologe in der israelischen Armee und ging dann nach Amerika, wo er sein Doktorat machte.
Er wurde ein weltberühmter Professor und Nobelpreisträger.
Bist du in vielleicht in einer unmenschlichen Situation verstrickt, wie dieser SS-Offizier? Trotzdem gibt es einen guten Gott, der gute Pläne für dich hat.
Oskar Schindler war ein wohlhabender Kaufmann und Nazi-Mitglied. Er benutzte seine Situation, um zahlreiche Juden zu retten.
Ich lernte eine russische Frau kennen. Ihr Vater war Kommunist, aber die Mutter brachte die Kinder zum Priester, während der Vater politisch aktiv war.
Ein deutscher KZ-Kommandant nutzte seine Position, um viele Juden zu retten. Er half den Juden, sich Verstecke im KZ zu bauen, damit die SS sie nicht finden konnte.
Als junger Christ wurde ich in einer autoritären Kirche grausam missbraucht. Ich erlitt einen Nervenzusammenbruch und brauchte intensive psychiatrische Hilfe. Ich verbrachte ein ganzes Jahr in einer Klinik, aber Gott hatte immer noch gute Pläne für mein Leben.
Als ich wieder zu Hause war, besuchte ich noch andere Patienten und ermutigte sie zum Vertrauen auf Gott.
Der Apostel Paulus wurde grausam verfolgt, ausgepeitscht und war zeitweise im Gefängnis, aber er nutzte seine Gefangenschaft, um für die verfolgten Christen zu beten. Er schrieb auch Briefe an Gemeinden. Diese Briefe sind heute Bücher des Neuen Testaments.
Wie ist deine Situation? Wahrscheinlich nicht optimal. Vielleicht ein Alptraum.
Jesus will dich aus deiner Klemme retten, aber vielleicht nicht von heute auf morgen.
Corrie ten Boom war eine Niederländerin, die in einem Konzentrationslager in Deutschland landete, weil ihre Familie Juden beschützt hatte. Sie erlitt schreckliche Qualen, aber selbst im Konzentrationslager diente sie als Missionarin.
Ihre Schwester wurde im KZ ermordet, aber sie wurde eines Tages wegen eines Fehlers der deutschen Beamten freigelassen.
Nach dem Krieg wurde sie eine umherziehende Evangelistin, auch in Deutschland.
Ist deine Situation sehr schwierig? Wenn es möglich ist, einer brutalen Ehe zu entkommen, ist das wahrscheinlich in Ordnung. Die mütterliche Fürsorge und die Sicherheit der Kinder wiegen schwerer als die Pflicht, in der Ehe zu bleiben.
Wenn du in einer gesetzlich geregelten Gemeinde schikaniert wirst, darfst du vielleicht nicht aussteigen, aber solche Regeln kommen nicht von Gott.
Aber selbst wenn du deiner Situation nicht entkommen kannst, kann Gott dir helfen, ein Segen für andere zu sein.
Paulus hat sein Vertrauen auf Gott inmitten von Bedrängnis sehr anschaulich beschrieben.
Von allen Seiten werden wir von Schwierigkeiten bedrängt, aber nicht erdrückt. Wir sind ratlos, aber wir verzweifeln nicht.
Wir werden verfolgt, aber Gott lässt uns nie im Stich. Wir werden zu Boden geworfen, aber wir stehen wieder auf und machen weiter.
Durch das Leiden erfahren wir am eigenen Leib ständig den Tod von Christus, damit auch sein Leben an unserem Körper sichtbar wird. 2. Kor 4,8–10 NLB
Dienstag, 6. Februar 2024
Gott greift in harten Zeiten ein
Donnerstag, 25. August 2022
Meine Zeiten in Gottes Hand
Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Psalm 31,16 LU
Immer wieder lesen wir in der Bibel, dass Gott seine treuen Kinder von ihren Feinden rettet. Aber dann stoßen wir auf einen Widerspruch.
Jesus wurde am Kreuz hingerichtet. Fast alle die ersten Apostel wurden als Märtyrer ermordet. Nur Johannes starb eines natürlichen Todes.
Paulus wurde in Rom hingerichtet. Daniel wurde vor den hungrigen Löwen in Babylon beschützt, aber viele Christen in Rom wurden von Löwen gefressen.
Paulus wurde schrecklich verfolgt.
Fünfmal habe ich von den Juden die neununddreißig Schläge erhalten.
Dreimal wurde ich von den Römern mit Stöcken geschlagen, und einmal hat man mich gesteinigt. Dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einmal trieb ich sogar einen Tag und eine ganze Nacht hilflos auf dem Meer. 2. Korinther 11,24–25 HfA
Sollten wir daraus schließen, dass Paulus nicht von Gott geschützt, gerettet und geheilt wurde?
Im Gegenteil. Ohne Gottes Schutz, Rettung und Heilung hätte Paulus überhaupt nicht überlebt.
Aber Paulus wurde am Ende hingerichtet, oder?
Ich sage dir das, weil ich mit dem Todesurteil rechnen muss und mein Leben nun bald für Gott geopfert wird.
Doch ich habe den guten Kampf des Glaubens gekämpft; jetzt ist das Ziel erreicht, und ich bin Gott treu geblieben.
Nun hält der Herr für mich auch den Siegespreis bereit:
Er, der gerechte Richter, wird mir am Tag des Gerichts seine Anerkennung schenken; aber nicht allein mir, sondern allen, die wie ich voller Sehnsucht auf sein Kommen warten. 2. Timotheus 4,6–8 HfA
Manche verstehen, dass wir als Christen leiden müssen, aber sie missverstehen Jesus.
Sie wollen Krankheit als Gnadengabe Gottes geduldig ertragen, aber diese Lehre kommt nicht von Jesus. Niemand, der bei Jesus Heilung suchte, erhielt die Antwort, dass er geduldig leiden sollte. Jesus heilte immer.
Ich habe immer wieder Heilung von Gott erlebt. Ich bin mehrmals von Todesgefahr gerettet worden, aber wenn ich wegen meines Glaubens Ablehnung und Misshandlung leide, muss ich das akzeptieren.
Wenn Gott immer heilt, soll ich erwarten, unsterblich auf der Erde zu bleiben? Unsinn!
Ich werde eines Tages sterben. Ich freue mich auf Gottes neue Welt im Himmel, aber bete, dass ich nicht vorzeitig sterben werde.
Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Psalm 31,16 LU
Hinter den Angriffen von Feinden und auch Krankheit und Verletzungen steckt Gottes Feind, der Teufel.
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben. Johannes 10,10 SLT
Manche Prediger lehren, dass wir Gott für Krankheiten und Verletzungen danken sollen, aber Jesus sagte, wir haben einen Feind, der uns verletzen und zugrunde richten will.
Ich danke Gott nicht für Krebs oder Depression. Ich danke Gott für seine Heilung, und ich habe das erlebt.
Aber ich bete für meine Mitmenschen, die mich missachten, ablehnen oder drangsalieren.
Mittwoch, 22. Dezember 2021
Paulus wurde Zweimal Hingerichtet
Bist du fertig mit Mobbing und Missverständnissen? Du denkst vielleicht: „Ich bin am Ende. Ich kann einfach nicht mehr!“
Ich habe diese Worte mehrmals gehört. Ich kenne Christen, die von klein auf drangsaliert und missbraucht worden sind. Sie denken oft an Selbstmord, aber sie geben nicht auf.
Ich kenne Christen, deren Väter, Geschwister oder Kinder Suizid begangen haben. Ihre seelischen Schmerzen sind unsagbar, aber sie geben nicht auf.
Mit 24 Jahren bekehrte ich mich. Meine erste Gemeinde war eine autoritäre Sekte.
Ich wurde exkommuniziert. Ich erlebte einen Nervenzusammenbruch und ich war ein ganzes Jahr in einer Klinik.
Ich wurde entlassen, aber ich brauchte ganz lange starke Medikamente. Aber ich hatte Jesus gefunden und ich gab nicht auf.
Viele Christen haben grausame Erfahrungen. Manche geben auf und haben keinen Bock mehr auf Gott, aber ich habe gefunden, dass Gott treu ist. Jesus hat mich nie im Stich gelassen.
Jesus versteht diese Qual. Als Kind war er immer wieder Verleumdung ausgesetzt. Alle wussten, er wurde empfangen, als seine Eltern noch nicht verheiratet waren. Heutzutage kein Problem, aber damals eine Schande.
Kurz nachdem er seinen Dienst als Prediger angetreten hatte, besuchte er seine Heimatstadt. Als Jesus predigte, versuchten seine ehemaligen Nachbarn, ihn zu ermorden.
Als die Leute in der Synagoge das hörten, wurden sie zornig.
Sie sprangen auf und trieben ihn hinaus an einen steilen Abhang des Berges, auf dem die Stadt erbaut war. Sie wollten ihn hinunterstürzen,
doch er schritt mitten durch sie hindurch und ging fort. Lukas 4,28–30 NLB
Jesus war körperlich unversehrt, weil Gott ihn irgendwie übernatürlich schützte, aber glaubst du, er war nicht seelisch verletzt? Diese Leute waren seine Nachbarn und Freunde.
Bist du manchmal verzweifelt, oder vielleicht gerade jetzt am Ende? Jesus versteht.
Bist du so tief verletzt, dass du oft negativ reagierst? Du wirst von anderen immer wieder missverstanden. Sie können die Verletzungen in deiner Seele nicht sehen und nicht verstehen.
Jesus versteht.
Vielleicht bist du in der Gemeinde tief verletzt und du willst nicht mehr den Gottesdienst besuchen. Andere schauen auf dich herab. Sie verurteilen dich, weil du so empfindlich und scheinbar oberflächlich bist. Jesus versteht.
Paulus wurde auch missverstanden und grausam verfolgt.
Fünfmal haben die Juden mir neununddreißig Hiebe verabreicht.
Dreimal wurde ich ausgepeitscht. Einmal wurde ich gesteinigt. Ich habe drei Schiffbrüche überlebt.
Einmal verbrachte ich eine ganze Nacht und einen Tag auf dem Meer treibend. 2. Kor 11,24–25 NLB
Paulus war mehrmals im Knast und zweimal hingerichtet.
Das erste mal wurde er gesteinigt und besuchte den Himmel. Dann hat Gott ihn aufgeweckt und völlig geheilt. Sonnst hätte er nicht weiter dienen können.
Da kamen einige Juden aus Antiochia und Ikonion und hetzten die Menge so sehr auf, dass sie Paulus steinigten und ihn vor die Stadt schleppten. Dort ließen sie ihn liegen, denn sie dachten, er sei tot.
Doch als die Gläubigen ihn umringten, stand er auf und kehrte in die Stadt zurück. Am nächsten Tag zog er mit Barnabas weiter nach Derbe. Apostelgeschichte 14,19–20 NLB
War Paulus wirklich tot? Steinigung war eine Hinrichtung.
Besuchte er den Himmel?
Ich weiß von einem Menschen in Christus, der vor 14 Jahren (ob im Leib oder ob außerhalb des Leibes, ich weiß es nicht; Gott weiß es) bis in den dritten Himmel entrückt wurde. 2. Korinther 12,2 SLT
Zeugte Paulus von seiner eigenen Erfahrung? Viele Bibellehrer glauben das schon.
Das zweite Mal wurde er enthauptet und wurde sofort in den Himmel als Glaubensheld versetzt.
Bist du in Verzweiflung gesunken? Denkst du, du kannst nicht mehr? Jesus hat trotz allem einen guten Plan für dich. Bitte gib nicht auf.
Dienstag, 7. September 2021
Wenn alles schiefgeht ...
Du warst arbeitslos und du hast für Arbeit gebetet. Dann hast du einen Job bekommen.
Voller Hoffnung hast du fleißig gearbeitet, aber dann ist alles schiefgegangen. Du hast dein Bestes gegeben, aber du hast Fehler gemacht. Dein Chef hat dich missverstanden und drangsaliert.
Hat Gott dich im Stich gelassen?
Du hast einen guten christlichen Ehemann gefunden. Du warst als Ehefrau zufrieden, aber dein Mann hat dich betrogen.
Du bist am Boden zerstört. Du schreist: "Wo bist du, Gott?"
Daniel war ein sehr gebildeter und aufrechter Jugendlicher aus einer angesehenen jüdischen Familie. Er stammte aus dem Königshaus Davids. Er erwartete vielleicht eine glänzende Zukunft, aber Jerusalem wurde von Babylon erobert und er wurde verschleppt und versklavt.
Hatte Gott ihn im Stich gelassen? Er hatte einen langen und harten Weg vor sich, aber er blieb treu und Gott beförderte ihn. Er wurde der Kanzler des babylonischen Reiches.
Egal, wie tief du sinkst, Gott bleibt bei dir. Bitte gib niemals auf.
Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du ins Feuer gehst, wirst du nicht brennen, und die Flamme wird dich nicht versengen. Jesaja 43,1–2 LU
Als ich mich zu Jesus bekehrte, war meine erste Kirche eine gefährliche Sekte, aber das wusste ich nicht.
Ich wurde exkommuniziert und war dann ein ganzes Jahr lang in einer psychiatrischen Klinik. Mein Leben lag in Trümmern. Das ist jetzt 46 Jahre her.
Aber Gott hatte gute Pläne für mein Leben, aber wie der junge Daniel hatte ich einen harten Weg vor mir.
Ich bin jetzt 72 und habe viele harten Proben durchstehen müssen. Ich habe Wunderheilungen von Gott bekommen, von Depression und dann in späten Jahren von Krebs.
Ich arbeitete 40 Jahre lang als Sprachlehrer und jetzt bin ich mit einer wunderbaren christlichen Frau in Ruhestand. Gott ist treu.
Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. Jesaja 41,10 LU
Donnerstag, 6. Mai 2021
Gottes einsame Wege
Gottes Wege können einsam sein.
Jesus war ein liebevoller Sohn und Bruder in seiner Familie, aber er wurde selbst von seiner Familie missverstanden. Zwei seiner Brüder wurden Apostel. Jakobus und Judas schrieben Briefe im Neuen Testament, aber beide wurden erst nach der Auferstehung gläubig.
Im Alten Testament mussten Abraham und Sarah ihre Heimat und ihre Familie hinter sich lassen, um Gottes Segen zu bekommen.
Josef wurde von seinen Brüdern gehasst. Sie verkauften ihn an Menschenhändler. Er war 13 Jahre lang im Gefängnis, bis Gott ihn als Prophet aufrichtete, und er wurde Gouverneur von Ägypten.
Als der Engel Gabriel Maria besuchte, kam er mit der Botschaft, dass sie erwählt war, die Mutter von Jesus zu sein. Nur Maria wusste davon. Sie musste selbst entscheiden, ohne Rat von ihrer Familie zu suchen.
Selbst Josef wusste nichts davon, bis sie schon schwanger war. Erst dann sah Josef einen Engel in einem Traum, indem er lernte, dass Marias Kind der Sohn Gottes war.
Wenn du viel Einsamkeit erlebt hast, musst du nicht denken, dass Gott dich nicht liebt.
Einmal habe ich gebetet und wollte von Gott hören. Der Heilige Geist zeigte mir, dass er mich auf dunkle Wege geführt hatte.
Durch meine schwierigen Erfahrungen konnte ich einsame und leidende Menschen verstehen und vielen Menschen helfen.
Ich erlebte oft Finsternis. Die Menschen, die dringend Hilfe brauchen, sind nicht auf sonnigen Wiesen zu finden, sondern in der Finsternis.
Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir. Denn der HERR hat mich gesalbt, um den Elenden frohe Botschaft zu bringen,
er hat mich gesandt, um die zu heilen, die gebrochenen Herzens sind, um Freilassung auszurufen für die Gefangenen und Befreiung für die Gefesselten, Jesaja 61,1 ZB 2007
Er erquickt meine Seele; er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschattens, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich. Psalm 23,3–4 Schlachter 2000
Dienstag, 4. Mai 2021
Durchhalten mit Gott
Ich habe gelernt, mich nicht mit anderen zu vergleichen. Ich habe gelernt, aber ich lerne immer noch.
In meiner Familie war immer Konkurrenz, besonders in Bezug auf akademische Leistungen. Mein Vater war ein sehr guter Facharzt. In seiner Familie waren glänzende Leistungen einfach erwartet.
Und ich? Nachdem ich mein Studium abgeschlossen hatte, war ich deprimiert. Ich hatte kein klares Ziel im Leben. Ich war ein idealistischer, aber verwirrter Denker, ohne Beruf und ohne starkes Selbstvertrauen.
Ich las die Bibel und religiöse Bücher, aber ich scheute mich vor einer festen Überzeugung. Ich war irgendwie humanistisch und glaubte irgendwie an Gott und Jesus.
Ich hätte Theologie studieren können und dann meine Fragen und Zweifel mit Studenten teilen können, ohne jemandem zu helfen, ohne eine Beziehung zu Jesus zu haben. Viele tun das.
Aber ich war mit Fragen ohne Antworten nicht zufrieden. Ich hatte einen Hunger nach Wahrheit und Realität.
Zwölf Monate lang war ich Taxifahrer, dann habe ich Sozialarbeit studiert. Als Student besuchte ich die Krebsstation in einem großen Krankenhaus. Dann kam mir der Gedanke, dass ich noch fünfzig oder sechzig Jahre leben würde, aber was würde danach kommen?
Ich habe mich schließlich entschieden, einfach an die Bibel zu glauben. Humanistische Theologie ist nichts weiter als vage menschliche Vermutungen, ein auf Sand gebauter Tempel.
Leider war meine erste Gemeinde ein gemischter Segen. Einerseits habe ich gelernt, die Gegenwart Gottes zu erfahren, und wenn ich die Bibel las, sprach Gott zu meinem Herzen.
Aber diese Gemeinde war wie die Gemeinde in Korinth, im Neuen Testament. Paulus schrieb am Anfang sehr positiv.
Immer wieder danke ich Gott für euch und für die Gnade, die Gott euch durch Jesus Christus geschenkt hat.
Denn durch ihn seid ihr in jeder Beziehung und jeder Art von geistgewirktem Wort und geistlicher Erkenntnis reich gemacht worden.
Die Botschaft von Christus hat festen Boden unter euch gewonnen.
Deshalb fehlt euch keine der Gaben, die Gottes Geist schenkt. Und so wartet ihr zuversichtlich auf das Erscheinen unseres Herrn Jesus Christus. 1. Korinther 1,4–7 NeÜ
Aber es gab auch eine dunkle Seite, genau wie im zweiten Brief des Paulus. Prediger hatten die Kontrolle über die Gemeinde übernommen und herrschten wie Tyrannen.
Ihr duldet es, wenn euch jemand unterdrückt, euch ausbeutet und einfängt, euch verachtet und ins Gesicht schlägt. 2. Korinther 11,20 GN
Der Stress war für mich als neu bekehrter junger Christ nicht auszuhalten. Ich wurde exkommuniziert und habe einen gravierenden Nervenzusammenbruch gelitten.
Dennoch hatte ich Gottes Wahrheit, Realität und greifbare Gegenwart entdeckt, und ich wollte Gott selbst nie mehr loslassen.
Ich war am Boden zerstört und mein Rückweg zur Gesundheit dauerte lange. Ich musste lernen, Gott zu vertrauen und mich nicht mit anderen zu vergleichen.
Ich glaube, Gott sieht dein Leiden und er leidet mit dir.
Es ist wunderbar, wenn Prediger aber Tausende oder Millionen zum Glauben bringen. Gott fördert manche Christen mit wunderbaren Geistesgaben. Gott belohnt seine treuen Diener.
Aber Gott belohnt nicht nur glänzenden Leistungen, sondern auch treue Geduld.
Wenn du mit Gott großen Erfolg hast, kannst du Gott dafür dankbar sein, aber Gott sieht nicht nur was du leistest, sondern was du überwunden hast.
Samstag, 5. Dezember 2020
Wunder und Leiden
Als Johannes der Täufer im Gefängnis leiden musste, wurde er sehr deprimiert und dann verzweifelt.
Er hatte Jesus als den Messias durch übernatürliche Offenbarung erkannt und Jesus ließ sich von Johannes taufen.
Aber als Johannes in einem finsteren Kerker saß, konnte er nach und nach nicht mehr klar denken. War Jesus wirklich der Messias? fragte er sich.
Wenn Jesus der Messias ist, und so viele Menschen so übernatürlich geheilt und geholfen hat, wieso lässt er mich hier im Kerker sitzen? Hat Gott mich vielleicht im Stich gelassen?
War Johannes schwach im Glauben?
Wir müssen das Urteil von Jesus als maßgebend annehmen.
Aber was wolltet ihr dann dort draußen sehen? Einen Propheten? Ja, ich versichere euch: Ihr habt mehr als einen Propheten gesehen.
Johannes ist der, von dem es in der Heiligen Schrift heißt: ‚Ich sende meinen Boten vor dir her. Er wird dein Wegbereiter sein.‘
Ich sage euch: Unter allen Menschen, die je geboren wurden, gibt es keinen Größeren als Johannes den Täufer… Lukas 7,26–28 NeÜ
Johannes war Glaubensheld, laut Jesus.
Warum wurde Johannes im Gefängnis hingerichtet, aber Gott sandte einen Engel, um Petrus aus dem Gefängnis zu befreien?
Wir wissen nicht, aber eins wissen wir, dass Jesus versprochen hat, dass Christen verfolgt werden.
Manche verfolgte Christen werden befreit, aber andere müssen sterben.
Manche beziehen dasselbe Prinzip auf das Problem, dass manche Christen übernatürlich geheilt werden, aber andere trotz heftiges Gebets krank bleiben.
Aber wenn wir bei der Bibel als unsere Autorität bleiben, können wir kein Beweis finden, für die Idee, dass Gott definitiv sich weigert, Kranken zu heilen, wenn sie mit echtem Glauben beten.
Paulus hat schmerzhaft gelitten und Gott gebetet, den Stachel in seinem Fleisch zu entfernen. Aber hat Gott sich geweigert, Paulus zu heilen? Nein.
Paulus wurde gesteinigt, mehrmals geprügelt und von einer giftigen Schlange gebissen. Ohne wiederholte Wunderheilungen hätte er nicht weiter missionieren können.
Ich lese kein Wort, dass Paulus je krank war, obwohl das durchaus möglich wäre. Aber es steht nirgendwo Klartext erzählt, dass Paulus krank war und dass Gott sich weigerte, ihn zu heilen.
Nein. Paulus flehte, dass Gott ihn von kontinuierlicher Verfolgung befreien sollte. Leider hat Gott diese Bitte nicht genehmigt.
Johannes der Täufer saß verzweifelt im Gefängnis und sandte zwei seiner Jünger zu Jesus.
Durch seine Jünger erfuhr auch Johannes der Täufer von diesen Dingen.
Er rief zwei von ihnen zu sich, schickte sie zum Herrn und ließ ihn fragen: „Bist du wirklich der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?“ Lukas 7,18–19 NeÜ
Die zwei Jünger von Johannes dem Täufer haben Jesus beobachtet. Was haben sie in einer begrenzten Zeit gesehen?
Während sie bei ihm waren, heilte Jesus gerade viele Kranke und Leidende und von bösen Geistern Geplagte, und vielen Blinden schenkte er das Augenlicht.
Jesus gab ihnen zur Antwort: „Geht zu Johannes und berichtet ihm, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird gute Botschaft verkündigt. Lukas 7,21–22 NeÜ
Jesus ist unser Vorbild. Wir sollen gerade dafür beten, dass wir auch in unserer Zeit solche Wunder viel häufiger zu sehen sollen.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.
Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht wird im Sohn. Johannes 14,12–13 ELB
Montag, 30. März 2020
Gott Kann Schrecken in Segen Transformieren
Jetzt bist du in deiner schlimmsten Zeit, aber diese Zeit kann zu deiner besten Zeit werden.
Meine Mutter starb mit nur 76 Jahren. Sie war bis zu ihrer letzten Woche gesund und aktiv. An einem Montagmorgen fiel sie ohne Warnung auf den Boden in ihrer Küche. Es war ein Schlaganfall. Fünf Tage später war sie tot. Eine schlimmere Erfahrung kann man sich kaum vorstellen.
Vor ihrem Schlaganfall wollte sie von Gott nichts wissen. Als ich sie wenige Stunden nach ihrem Schlaganfall im Krankenhaus besuchte, habe ich ihr gesagt, ich wollte für sie beten. Sie war dankbar. Sie war gelähmt, aber ihr Widerstand gegen Gott war gebrochen.
Zwei Tage später kam meine Frau. Als sie für meine Mutter betete, sah sie große Tränen auf ihren Wangen. Als sie am Freitag starb, war sie ganz im Frieden.
Ich freue mich jetzt darauf, meine Eltern im Himmel zu sehen. Ich betete jahrelang für ihre Errettung und am Ende war ich nicht enttäuscht.
Deine allerschlimmste Zeit kann deine beste Zeit sein.
Wenn du eine Krebsdiagnose bekommst, ist es furchtbar, aber wenn Gott übernatürlich eingreift, und du geheilt wirst, wird dein Leben nie wieder sein, wie vorher. Du kennst Gottes Liebe und Kraft auf einer ganz neuen Ebene.
In Deutschland war 1945 eine schreckliche Zeit. Für die Deutschen war die Nachkriegszeit extrem hart, aber für viele trotzdem eine echte Befreiung.
In 1989 kam die Wende. Die Mauer fiel. Christen fingen an, für eine große Erweckung zu beten. Propheten in Amerika träumten von einer neuen Reformation in Deutschland.
Jahrelang haben treue Christen von einer großen Erweckung gesprochen aber viele wurden entmutigt, weil sie so lange warten mussten.
Die wütende Pest, die uns jetzt bedroht, ist nicht von Gott, aber in dieser Krise will Gott uns von einem routinemäßigen christlichen Leben wachrütteln.
Eine christliche Frau in Deutschland sah eine schwarze Frau auf der Straße. Sie hockte vor einer Eingangstür und weinte. Die Christin sprach freundlich mit ihr. Sie war Zwangsprostituierte aus Afrika, von Zuhältern nach Deutschland mit falschen Verheißungen gelockt.
Jetzt musste sie auf der Straße arbeiten. Die brutalen Zuhälter und Freier hatten keinen Respekt vor der neuen Ordnung in der Coronakrise.
Irgendwie ist es der christlichen Frau gelungen, die arme Frau aus Afrika zu einem sicheren Ort zu bringen.
Jetzt müssen viele leiden. Viele sind eingeschüchtert, verarmt, verzweifelt. Man hört oft von Selbstmord.
Aber jetzt ist aber keine Zeit für Panik oder Verzweiflung. Jetzt kann deine beste Zeit kommen.
Jesus sagte zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt;
und wer lebt und an mich glaubt, der wird niemals mehr sterben. Glaubst du das?« Joh 11,25-26
Kurz nach diesem Gespräch hat Jesus seinen Freund Lazarus aus dem Grab zurückgerufen. Eine Leiche wurde wieder lebendig.
Als Jesus starb, blieb er nicht lange tot. Drei Tage nach dem Kreuz kam die Auferstehung.
Viele Namenschristen glauben nicht an die Auferstehung. Viele angeblich bibeltreuen Christen sind in Bezug auf aktuelle Wunder sehr skeptisch.
Martin Luther war ein sehr fehlerhafter Mensch, aber er übersetzte die Bibel und setzte Gottes Wort in Europa frei. Er hat auch ein berühmtes Kirchenlied geschrieben, das auf Psalm 91 basiert ist.
Ein feste Burg ist unser Gott,
ein gute Wehr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not,
die uns jetzt hat betroffen.
Hast du dieses Lied je gehört oder gesungen? Höchstwahrscheinlich.
Dann zweifle nicht mehr. Glaub einfach.
Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt, der kann bei ihm, dem Allmächtigen, Ruhe finden.
Auch ich sage zu Gott, dem Herrn: »Bei dir finde ich Zuflucht, du schützt mich wie eine Burg! Mein Gott, dir vertraue ich!«
Er bewahrt dich vor versteckten Gefahren und vor tödlicher Krankheit. Psalmen 91,1-3
Meinst du, Gott hat uns Psalm 91 nur gegeben, damit wir ein schönes Gedicht oder Gebet lesen sollen?
Selbst vor der Pest, die im Dunkeln zuschlägt, oder dem tödlichen Fieber, das am hellen Tag die Menschen befällt, fürchtest du dich nicht.
Wenn tausend neben dir tot umfallen, ja, wenn zehntausend in deiner Nähe sterben - dich selbst trifft es nicht! Psalmen 91,6-7
Sonntag, 23. Februar 2020
Die Tiefste Nacht Durchstehen
Wenn wir als Babys wie unschuldige Engel erscheinen, bleiben wir nicht lange so.
Vor meiner Bekehrung war ich in einer Klemme mit keinem Ausweg.
Viele bekehren sich in Krisen.
Aber nachdem wir Jesus entdeckt haben, sind die Krisen dann endlich für immer weg? Leider nicht.
Aber wir müssen lernen, auch in Krisen, Gott zu vertrauen. Doch, wir können lernen, Jesus für die harten Zeiten zu danken. Warum?
Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.
Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld,
Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung.
Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,1–5
Jesus kennt sich mit Krisen und Proben sehr gut aus und er versteht sehr gut, uns durch die Finsternis zu führen.
In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Joh 1,4-5
Jesus wurde abgelehnt, verachtet, vereinsamt, gefoltert und ungerecht hingerichtet. Er versteht alle unseren Schwierigkeiten und Enttäuschungen.
Mein Vater war 70 Jahre alt und seine Lungen waren gefährlich beschädigt.
Er hatte jahrelang 40 Zigaretten am Tag geraucht und litt mehrere Jahre lang an einem Emphysem, das ihm langsam und unwiderstehlich den Atem raubte.
Mit Emphysem funktionieren die Lungen endlich nicht mehr und man erstickt an der Krankheit.
Mein Vater hatte zwei ältere Brüder, welche dieselbe Krankheit hatten. Einer starb mit 59 Jahren und der andere mit 65.
Er war noch nicht gläubig, hatte keine himmlische Hoffnung. Ich flehte Gott an, meinen Vater zu retten. Endlich fing ich an Gott zu bitten, dass mein nicht sterben würde, bis er sich bekehrte.
Mit 79 Jahren ging er in Ruhestand. Mit 85 Jahren musste er in einem Altersheim betreut werden.
Mit 88 Jahren bekehrte er sich.
Als er 90 Jahre alt war, bat ich Gott, meinen Vater endlich sterben zu lassen, weil er teilweise blind und dement war und sein Leben war voll Leid und Schmerz.
Als er 91 wurde, dachte ich an Psalm 91,16.
„Ich sättige ihn mit langem Leben und lasse ihn schauen mein Heil.“
Dann sagte ich Gott: „Wie wäre es, wenn mein Vater genau 16 Tage nach seinem 91. Geburtstag in den Himmel versetzt würde.”
Und genau das ist geschehen.
Dienstag, 18. Februar 2020
Mobbing, Missbrauch und Vergebung
Wenn er dann seine Frau immer wieder schlägt und sich entschuldigt, und jedes Mal, wenn er um Verzeihung bittet, sollte sie ihm dann verzeihen?
Dann kam Petrus zu ihm und fragte: »Herr, wie oft soll ich jemandem vergeben, der mir Unrecht tut? Sieben Mal?«
»Nein!«, antwortete Jesus, »siebzig-mal sieben Mal! Matthäus 18,21-22
Bedeutet das, wenn er sie jede Woche schlägt und verletzt und jedes Mal um Vergebung bittet, dass sie bei ihm bleiben und nie verlassen soll?
Jesus ist unser Vorbild. Was können wir aus seinem Leben lernen?
Als für Jesus die Zeit kam, sein Leben durch den Tod am Kreuz zu beenden, hat er sich nicht gegen Gewalt gewehrt, sondern sich selbst aufgegeben.
Aber in anderen Situationen schützte ihn Gott jedoch und er entkam.
Als er ein Baby war und Herodes versuchte, ihn zu töten, flohen Maria und Josef mit ihm nach Ägypten.
Als er erwachsen wurde, schützte Gott ihn vor einem vorzeitigen Tod.
Wütend sprangen sie auf und schleppten Jesus aus der Stadt hinaus bis zu dem Steilhang des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war. Dort wollten sie ihn hinunterstoßen.
Doch Jesus ging ruhig durch die aufgebrachte Volksmenge weg, ohne dass jemand ihn aufhielt.
Lukas 4,29-30
Jesus hegte nie einen Groll.
Er war immer bereit zu vergeben, aber das verpflichtete ihn nicht dazu, sich der Gewalt oder körperlichen Gefahr zu unterwerfen, bis die Zeit kam, sein Leben für uns am Kreuz zu opfern.
Durch die Wunder , die er während des Passahfestes in Jerusalem tat, glaubten viele Menschen an seinen Namen.
Aber Jesus vertraute sich ihnen nicht an, denn er kannte sie und wusste, wie es in den Menschen wirklich aussieht. Joh 2,23-24
Jesus hat sein Leben nicht in die Hände gefährlicher Menschen gelegt, bis die Zeit für seinen Tod gekommen ist.
Christen wird oft gesagt, dass sie sich niemals verteidigen oder sich gegen Missbrauch wehren sollen, weil Jesus sich nicht gegen das Böse wehrte, als er verhaftet und getötet wurde.
Christen wird gesagt, dass sie keine Rechte haben. Ist das wahr?
Jesus benutzte bei vielen Gelegenheiten sehr starke Worte, um gegen seine Widersacher zu sprechen. Erst als die Zeit seines Todes gekommen war, hat er seine Rechte beiseite gelegt und sein Leben gelassen.
Als der Apostel Paulus verhaftet und brutal geschlagen wurde, verteidigte er seine Rechte als römischer Bürger.
Der Gefängnisvorsteher berichtete Paulus und sagte: »Die Amtsdiener sind gekommen, um mir zu sagen, dass ihr frei seid. Geht in Frieden.«
Aber Paulus entgegnete: »Sie haben uns ohne Prozess öffentlich auspeitschen und ins Gefängnis werfen lassen, obwohl wir römische Bürger sind, und jetzt erwarten sie, dass wir uns heimlich fortschleichen?
Niemals! Sie sollen selbst kommen und uns freilassen.« Apg 16,36-37
Es ist eine traurige Ironie, dass einige Prediger, die Christen lehren, sich nicht zu schützen, sehr schnell gegen jeden sprechen, der sie herausfordert.
Es ist also klar, dass man jedes Mal vergeben muss, wenn jemand einen angreift oder missbraucht, besonders wenn er um Verzeihung bittet, sogar 490 Mal.
Das bedeutet jedoch nicht, dass du in einer Situation bleiben musst, in der du immer wieder angegriffen wirst, auch wenn auf jeden Angriff eine Entschuldigung folgt.
Du kannst deinem Verfolger verzeihen und um Segen für ihn beten, aber du kannst es aus sicherer Entfernung tun.
Manche könnten sagen, dass man, wenn man vergibt, vergessen und nicht über den Täter sprechen muss.
Wenn du jedoch schwer verletzt bist, musst du mit einem Arzt über deine Verletzungen sprechen. Wenn du bedroht wirst, musst du mit der Polizei und den Anwälten darüber reden.
Wenn du emotional und geistig am Boden zerstört bist, brauchst du Freundschaft und geistige Unterstützung.
Eine typische Strategie von Tyrannen und Mobbern ist, ihre Opfer zu isolieren. Viele Christen glauben, sie sollen vergeben und deshalb von ihrem Missbrauch nicht sprechen. Dieses Missverständnis kann zu Mord oder Selbstmord führen.
Deshalb musst du natürlich über deinen Verfolger sprechen, aber dann auch um Segen und Hilfe für ihn beten.
Freitag, 17. Januar 2020
Verletzte Menschen Brauchen Hilfe, aber mit Sanftmut
Dies ist ein christliches Gleichnis.
In der Bibel ist ATHELAS das griechische Wort, das die WAHRHEIT bedeutet.
Im Neuen Testament ist der wahre König Jesus, aber seine wahre Identität ist verschleiert, da Jesus ein gewöhnliches Leben unter gewöhnlichen Menschen lebt, genau wie Aragorn im Herrn der Ringe.
Im Herrn der Ringe werden zwei heldenhafte Charaktere mit Klingen erstochen, die durch dämonische Hexerei ermächtigt sind, nämlich Frodo und Eowyn. Aragorn, der König im Exil, legt das ATHELAS-Kraut in heißes, dampfendes Wasser und wendet die Medizin auf die tödlichen Wunden an.
Wenn Menschen durch dunkle und schreckliche Erfahrungen traumatisiert sind, kann nur die Wahrheit sie heilen.
Viele Christen haben ein gewisses Verständnis dafür, aber es fehlt ihnen die tiefe Weisheit und Liebe, um die Wahrheit auf heilende Weise anzuwenden.
In ´´Der Herrn der Ringe´´ ist es der König selbst, der das Heilkraut sanft und mit heilender Geschicklichkeit anwendet.
Es reicht nicht aus, traumatisierten Menschen die Wahrheit über den König zu erklären. Wir müssen sie mit Sanftmut in die Gegenwart des Königs selbst bringen.
Manche schwer geschädigte Menschen können Medizin nur in sehr kleinen Dosen vertragen. Manchmal müssen wir sehr kleine Dosen der Wahrheit mit viel Liebe und Geduld verabreichen.
Im Neuen Testament erklärte Jesus der Menge nicht die volle Wahrheit darüber, wer er ist, als sie zur Heilung kam. Er heilte die Kranken und er sprach in Gleichnissen.
Auch das Timing ist von entscheidender Bedeutung.
Selbst bei seinen auserwählten zwölf Aposteln begann Jesus nicht damit, ihnen zu sagen, dass er der ewige Gott sei, der vom Himmel herabgekommen ist. Er wartete darauf, dass der Vater es ihnen offenbart.
Als Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: »Für wen halten die Leute den Menschensohn?«
»Nun«, erwiderten sie, »manche sagen, er ist Johannes der Täufer, andere sagen, Elia, und wieder andere halten ihn für Jeremia oder einen der anderen Propheten.«
Daraufhin fragte er sie: »Und was meint ihr, wer ich bin?«
Simon Petrus antwortete: »Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.«
Da erwiderte Jesus: »Du bist gesegnet, Simon, Sohn des Johannes. Denn das hat dir mein Vater im Himmel offenbart. Von einem Menschen konntest du das nicht haben. Mt 16,13-17
Eine junge Frau geht in die Kirche auf der Suche nach Gott. Sie wurde als Kind missbraucht und wurde Prostituierte. Sie fühlt sich mehr als Opfer denn als Sünderin und ist sehr verwirrt.
Wie können wir ihr mit Liebe und Wahrheit helfen?
Der Pastor stellt sich dem Thema ihrer Sünde, zeigt aber wenig Mitgefühl für sie als leidendes Opfer.
Timing!
Wir müssen wissen, wann und wie wir geschädigten Menschen die Wahrheit geben können.
Für alles gibt es eine bestimmte Stunde. Und für jedes Vorhaben unter dem Himmel gibt es eine Zeit : Pred 3,1
Brüder, wenn ein Mensch von einem Fehler übereilt wird, dann bringt ihr, die ihr geistlich seid, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht; und achte auf dich selbst, dass du nicht auch versucht wirst. Gal 6,1
Denkt daran, die Wahrheit muss immer mit Gnade und Liebe kommen. Wahrheit ohne Liebe macht Wunden oft schlimmer, nicht besser.
Letztendlich wird Gott die Welt mit der Wahrheit richten und jeden verdammen, der Jesus abgelehnt hat, aber wir müssen nie vergessen, dass wir keine Richter sind. Nur Gott ist der Richter.
Aber was ist mit einer starken Predigt? Brauchen wir das nicht auch?
Starkes Predigen ist wie eine Operation. Manche Menschen brauchen lebensrettende Operationen.
Aber auch bei Operationen versuchen wir, die Schmerzen durch Anästhesie, sanfte Nachsorge und Schmerzlinderung zu minimieren.
Es gibt einige Prediger und einige Christen, die jede Situation wie ein Chirurg angehen.
Angenommen, ein Hausarzt schickt routinemäßig und wiederholt alle seine Patienten für größere Operationen ins Krankenhaus. Er wird Menschen töten und seine Approbation als Arzt verlieren.
Bist du ein Evangelist? Dann darfst du stark und klar gegen die Sünde sprechen, aber nicht immer wieder dieselben Sünder herunterputzen. Jesus wurde der Freund der Sünder genannt.
Die Wahrheit ohne Gnade schadet oft mehr als sie nützt.
Mittwoch, 15. Januar 2020
Verachtung und Missbrauch Überwinden
Ihre Familie wurde verraten und sie wurde mit ihrer Schwester von den Nazis verschleppt. Sie war in Ravensbrück KZ in Mecklenburg-Vorpommern und das war eine sehr harte Zeit.
Sie fing an, die anderen Gefangenen mit ihrem biblischen Glauben zu ermutigen. Sie hielt fest an der Ermahnung von Paulus, für alles dankbar zu sein.
Sagt in allem Dank! Denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. 1 Thess 5,18 ELB
Was, wirklich? Für die ekelhafte Speise? Für die Kälte?
Sie fing an, eine undenkbare Danksagung laut zu sprechen.
´´Danke für die Bettwanzen.´´
Aber nachdem sie dieses unsinnige Gebet gesprochen hatte, hat sie eine Offenbarung mitbekommen.
Wegen der Bettwanzen wurden sie von den grausamen Wärtern in ihrem unappetitlichen Schlafsaal nicht belästigt. Die Wärter wollten diesen ekeligen Ungeziefern um jeden Preis aus dem Weg gehen.
Sie musste auch eine andere harte Probe bestehen. Sie musste ihren Hass überwinden.
Jesus lehrte, wir müssen unsere Feinde lieben und segnen.
Ihre liebe Schwester wurde schwerkrank und starb in dem KZ.
Dann durfte Corrie das KZ verlassen. Das war ein Wunder. Jemand in einem Büro in Deutschland hatte einen Fehler gemacht, und sie wurde deswegen frühzeitig aus dem KZ entlassen. Das war ein Wunder Gottes.
Aber sie hatte schrecklich gelitten und ihre Familie verloren.
Nach dem Krieg wurde Corrie eine umherziehende Predigerin.
Gott ließ sie auch in Deutschland dienen, eine harte Probe für sie.
Nach einer Predigt in Deutschland kam ein Wärter von dem KZ auf sie zu und bat um Vergebung.
Corrie war starr vor Schreck. Traumatisiert.
Aber sie hat sich gezwungen, sich ihm die Hand zu geben.
Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln. Lk 6,28
Corrie war ein Opfer der Nazis, aber sie weigerte sich, die Identität eines Opfers auf sich selbst zu nehmen.
Bist du vielleicht eine Zielscheibe für grausame Angriffe in deiner Familie oder in deiner Arbeit? Gott behüte, aber es kann auch vielleicht in einer Gemeinde geschehen. In der Bibel waren die Pharisäer keine netten Leute, aber es gibt auch christliche Pharisäer.
Man kann sich daran gewöhnen, Mobbing zu erwarten. Man kann verachtet sein und dann anfangen, sich selbst nicht mehr zu respektieren.
Das ist eine falsche Identität. Du bist nicht diese Person, egal wie oft du versagt hast.
Gott ist dein Schöpfer und er hat dich gut gemacht.
Waren deine Eltern drogensüchtig? Es kann sein, dass deine Familie Nazi Verbrecher waren, oder verfolgte Juden.
Ist dein Leben ruiniert? Egal wie du heruntergekommen bist, Gott hat dich gut gemacht und Er kann dich wiederherstellen.
Egal wo du herkommst, hat Gott dich gut gemacht. Gott einen guten Plan für dein Leben und Er will seinen Plan verwirklichen.
Aber du musst dich als Gottes gute Schöpfung anerkennen.
Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln. Lk 6,28
Weißt du, wer daran gewöhnt ist, verachtet und verflucht zu werden, lernt oft, sich selbst zu verachten und zu verfluchen.
Du musst lernen, deine Peiniger zu segnen, aber auch dich selbst zu segnen.
Fang an, Segenssprüche über dich selbst zu sprechen.
Tu das mehrmals jeden Tag und hör nicht auf.
Gott will dir eine neue Identität geben.
Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.
Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen.
Denn mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich euch auflege, ist leicht.« Mt 11,28-30
Gott will dich segnen. Der Vater im Himmel hat seinen Sohn geopfert, weil er dich segnen will.
Jetzt erbitte ich Gottes Segen auf dich.
Nimm Gottes Segen und segne dich selbst.
Samstag, 6. Oktober 2018
Sollen wir Wunderheilungen Heute Erwarten?
Jesus war bezüglich Wunderheilungen immer positiv.
In den vier Evangelien suchten sehr viele Menschen Heilungen und Jesus hat keinen zurückgewiesen.
Jesus forderte den Kranken immer wieder auf, eine Wunderheilung einfach zu erwarten.
Eine negative Erwartung bedeutete einfach Unglauben, und das hat Jesus nie befürwortet.
In Johannes Kapitel 5 kommt Jesus zu einem Teich in Jerusalem. Neben dem Teich lagen allerlei kranke und behinderte Menschen.
Denn ein Engel kam zu gewissen Zeiten in den Teich herab und bewegte das Wasser.
Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, der wurde gesund, an welcher Krankheit er auch litt. Joh 5,4
Jesus sah einen Mann, der 38 Jahre lang vergebens auf seine Heilung gewartet hatte.
Jesus ging zu ihm und stellte ihm eine herausfordernde Frage?
Willst du Gesund werden?
Der Mann antwortete nicht direkt, sondern beschwerte sich, dass er niemand hatte, ihn in den Teich zu bringen.
Bist du vielleicht in einer Gemeinde, wo du keine Heilungen siehst?
Willst du einen Gottesdienst besuchen, wo Wunderheilungen wirklich stattfinden?
Jesus versteht dein Leiden und deinen Frust. Er will dich trotzdem heilen.
Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und geh!
Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Bahre und ging. Dieser Tag war aber ein Sabbat.
Joh 5,8-9 EIN
Mary Hasz ist eine Frau in Amerika, die schrecklich gelähmt war. Ihr Mann ließ einen Swimmingpool in ihrem Haus bauen lassen. Er wollte ihre Betreuung durch Wassertherapie fördern.
Bevor sie in den Pool eintauchte, las sie Johannes Kapitel 5.
Nachdem ich diese Verse gelesen hatte, hörte ich die unverkennbare sanfte Stimme des Heiligen Geistes in mir.
"Was denkst du über diese Geschichte?"
"Es ist schön", antwortete ich.
"Du glaubst es nicht." "Nun, ich habe noch nie von heilenden Engeln gehört. Ich habe noch nie eine Predigt über diese Passage gehört.
"Wenn der Mann nicht gesehen hätte, dass die Leute geheilt würden, wäre er woanders hingegangen."
In diesem Moment kam mir der glaube Gottes in das Herz!
EIN Samen der Hoffnung wurde in mir gepflanzt. Ich fing an, wieder zu glauben, dass Gott ein Gott der Wunder ist und dass es Engel gibt, die Heilung dienen.
Ich zeigte auf meinen Pool und sagte: "Heiliger Geist, ich habe Wasser! Bitte schickt ein paar Johannes 5 Engel in meinen Swimmingpool! "
An diesem Tag öffnete ich mein Herz für den Glauben, dass mein Wunder möglich war.
Hasz, Mary Stewart. Die Heilungsreise: Gespräche mit Heiligem Geist zum Durchbruch (s. 13). Kindle Edition.
Der Glaube, der Wunder wirkt, ist kein Gefühl, sondern eine Gabe Gottes. Du hast mehr Glauben als du denkst. Dein Glauben ist ein Geschenk Gottes, aber du musst die Gabe auspacken und aktivieren.
Die Kraft des Glaubens kommt von Gott selbst, der allmächtig ist, aber dein Glauben braucht Treibstoff.
Was für Treibstoff? Gottes Wort und Gebet.
Aber ohne die Führung des Heiligen Geistes kannst du stundenlang die Bibellesen und immer wieder beten, aber vergebens.
Gott spricht durch sein Wort. Wenn du Heilung brauchst, verschwende deine Zeit nicht mit frommen Andachten über Leiden und Geduld.
Lies die Gute Nachricht über die Wunderheilungen in Matthäus, Markus, Lukas und Johannes und dann in der Apostelgeschichte.
Dann sprich mit Gott, ganz offen, wie Mary Hasz.
Gott will dir helfen.
Er will dich lehren und leiten, damit du die Heilung von Ihm empfangen kannst, die Heilung, die du brauchst und die Er dir geben will.
Freitag, 7. September 2018
Gott Sieht dein Leiden
Er wollte seinen hohen Rang benutzen, um sein hart verfolgtes hebräisches Volk zu befreien.
Er sah einen Ägypter, der einen hebräischen Sklave prügelte und er schlug den Ägypter tot. Als seine Tat bekannt wurde, musste er aus dem Lande fliehen.
Als Flüchtling in der Wüste hat er eine Frau und eine gute Familie gefunden. Er arbeitete 40 Jahre lang als Hirte in der Wüste. Mit 80 Jahren war seine Hoffnung entschwunden und er hatte offensichtlich keine Zukunft.
Aber Gott hatte immer noch einen Plan für sein Leben. Mose hatte aufgegeben aber Gott nicht.
Mose aber hütete die Schafe seines Schwiegervaters Jetro, des Priesters von Midian, und er trieb die Schafe hinter die Wüste und kam an den Berg Gottes, den Horeb.
Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er schaute, und sieh, der Dornbusch brannte im Feuer, und der Busch wurde doch nicht verzehrt.
2 Mose 3,1-2 NLB
Gott ruft die Versager und die Hoffnungslosen aber manche merken es nicht. Die Verzweiflung ist gefährlicher als Krebs. Aber Mose hatte der Verzweiflung nicht ganz nachgegeben.
Mose hatte immer noch ein offenes Herz.
Da sagte Mose: »Ich will hingehen und diese große Erscheinung besehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt.« 2 Mose 3,3 NLB
Egal wie tief die Höhle in der du dich befindest, egal wie düster deine Aussicht erscheint, trotz allem will Gott dich ermutigen und einen Ausweg eröffnen.
Als aber der HERR sah, dass er hinging, um zu sehen, rief ihm Gott aus dem Dornbusch zu: »Mose, Mose!« Er antwortete: »Hier bin ich.« 2 Mose 3,4 NLB
Gott kennt dich beim Namen und er liebt dich. Gott ist kein harter Richter und er ist nicht stumm. Er will freundlich mit dir sprechen. Willst du hören?
Er sagte: »Tritt nicht herzu, zieh die Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliges Land!« 2 Mose 3,5 NLB
Gott sieht dich, wie du bist. Er sieht dein Versagen und dein Trauma. Er sieht deine Fehler und deine Schuld, aber er liebt dich trotzdem. Er will zu dir kommen und dich in seine heilige Gegenwart einladen.
Gott ist Licht. In seinem Licht kann die Finsternis in deinem Leben nicht bestehen. Er will dich davon befreien.
Und er sagte weiter: »Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.« Und Mose verhüllte sein Gesicht, denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. 2 Mose 3,6 NLB
Gott hat sich nie verändert. Er ist derselbe Gott, der die Hebräer aus Ägypten befreit hat und er will auch dich aus deiner Klemme holen.
Und der HERR sagte: »Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen und habe ihr Geschrei über ihre Bedränger gehört; ich habe ihre Leiden erkannt. 2 Mose 3,7 NLB
Gott sieht dein Leiden und hört, wenn du schreist, auch wenn du verzweifelt und ohne Glauben schreist.
Weil nun das Geschrei der Kinder Israel vor mich gekommen ist und ich auch ihre Bedrängnis gesehen habe, wie die Ägypter sie bedrängen,
so geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägypten führst.« 2 Mose 3,9-10 NLB
Wenn Gott deine Schuld tilgt und deine Verzweiflung abwendet, will er dir ein ganz neues Leben geben.
Aber das ist nicht alles. Er will dich gebrauchen, andere leidenden Seelen zu befreien.
Aber Mose konnte nicht begreifen, wie so ein Versager diese große Berufung erfüllen könnte.
Mose sagte zu Gott: »Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und die Kinder Israel aus Ägypten führe?« 2 Mose 3,11 NLB
Wenn Gott dich befreit und dich beruft, zweifelst du auch, aber mit Gott ist auch das unmögliche möglich.
Auch für Mose war diese Herausforderung von Gott einfach zu viel.
Auch wir fragen oft, wie wir mit unmöglichen Aufgaben anfangen sollen.
Gott gab Mose eine praktische Antwort.
Der Stab des Hirten sollte wie ein Blitzableiter sein, um Gottes erstaunliche Kraft freizusetzen.
Gott ruft dich jetzt.
Was ist in deiner Hand? Ein Smartphone? Ein Laptop? Ein Auto? Ein Haus? Eine Gitarre? Ein Bankkonto?
Du bist nicht Mose. Du bist du, aber Gott hat wunderbare Pläne auch für dich.
Freitag, 17. August 2018
Licht in der Tiefsten Finsternis
So oft lesen wir von solcher unbeherrschten Wut und Mordlust.
Die Übertretung spricht zum Gottlosen im Innern seines Herzens: Es ist keine Furcht Gottes vor seinen Augen. Ps 36,2 ELB6
Aber darf ich diesen Piloten so urteilen?
Wir alle sind Sünder. Jesus starb für die Sünder, auch die allerschlimmsten.
Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzig geborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Joh 3,16 NLB
Sicher will Gott auch die aller schrecklichsten Sünder erretten, aber wollen diese Monster errettet werden? Es geht um Willensfreiheit.
Aber es gibt schreckliche Menschen, die sich bekehren und Gott vergibt ihnen.
Hermann Zaiss war am Kriegsende ein sehr gesegneter deutscher Evangelist.
Schon im 1945 kamen abertausende aus allen Regionen Deutschlands und auch aus anderen Ländern zu seinen Treffen. Da wurden viele schwerkranken wunderbar geheilt, aber das waren nicht die größten Wunder.
Es war ein junger Soldat in der britischen Besatzungsarmee. In ihm loderte ein schrecklicher Hass gegen das deutsche Volk.
Sein Befehlshaber war ein Kanadischer Offizier, der diesen jungen Mann mit christlicher Barmherzigkeit betrachtete, weil seine unkontrollierbare Bitterkeit seine eigene Seele vergiftete.
Dieser junger Mann war kein Monster. Als jüdisches Kind aus Deutschland, hatte er in England Zuflucht gefunden, aber seine ganze Familie wurde von den Nazis ermordet.
Der kanadische Offizier brachte den seelisch verletzten jungen Soldaten zu dem Treff mit dem deutschen Evangelist.
Auch unter den Zuhörern war ein anderer schwer verletzter Mann. Der war ein hard-core Nazi aus dem Waffen-SS, ein treuer Jünger des Führers.
In den letzten Tagen des Krieges wurde er von der Explosion eines Artilleriegeschosses getroffen.
Als er von einem Koma erwachte, sah er eine schwarze amerikanische Krankenschwester, die ihn mit Christlicher Barmherzigkeit anlächelte. Er verstand die Welt nicht mehr. Eines seiner Beine war auseinandergerissen und er war permanent gelähmt.
Der ratlose gelähmte SS-Offizier und der verbitterte junge Jude hörten die Predigt, sahen die Heilungen und spürten die Gegenwart Gottes mit seiner Liebe und Barmherzigkeit.
Dann wurden ihre Herzen warm und weich. Sie bekehrten sich zu Jesus und zeugten von ihrem Erlebnis.
Dann ereignete sich das erstaunlichste aller Wunder. Sie wurden feste Freunde.
Gott ist der Richter, nicht ich. Gott weiß, welche bösen Monster transformiert werden können oder wollen.
Der Apostel Paulus vor seiner Bekehrung war kein guter Mensch.
Das Wort ist gewiss wahr und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um die Sünder zu retten, unter denen ich der erste bin. 1 Tim 1,15 NLB
Es tat Paulus weh, an seine Verbrechen vor seiner Bekehrung zu denken, als er Christen ermorden ließ.
Es gab einen Kaplan in der amerikanischen Armee nach dem Krieg, der gut Deutsch konnte.
Er bekam einen unerwünschten Befehl. Er sollte in Nürnberg als Seelsorger für die schlimmsten Nazis dienen.Manche wollten einfach böse bleiben. Hermann Göring wollte nicht vor Gericht stehen. Er brachte sich mit einer Giftampulle um.
Aber manche Verbrecher waren anders. Hitlers Außenminister, Von Ribbentrop, wurde hingerichtet, aber vor seinem Tode flehte er seine Frau, ihre Kinder Christlich zu erziehen.
Jesus lehrte uns, unsere Feinde zu lieben. Wir wissen nie, wer sich bekehren wird.
Aber Vorsicht. Wölfe sind gefährlich.
Ein Sexualverbrecher besuchte eine Gemeinde. Eine gute Christliche Frau gab ihm Unterkunft und der Pastor wollte ihm helfen.
Eines Abends war eine junge Frau in der Gemeinde nicht zu finden.
»Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. Mt 10,16 NLB
Es ist nicht immer einfach, die Raubtiere zu lieben aber zugleich unsere Frauen und Kinder zu schützen.
Paulus warnt uns gegen Männer, die unser Vertrauen ausnutzen, um Frauen zu missbrauchen. (2 Tim 3,6)
Samstag, 14. Juli 2018
Gottes Emotionen
Ein hervorragender deutscher Theologe der Nachkriegszeit, Jürgen Moltmann, hat diesen seit antiken Zeiten Glaubenssatz konsequent infrage gestellt.
Ich lese viele Texte im Alten Testament, die Gottes heftige Gefühle dramatisch äußern.
Theologisch gelehrte Bibellehrer versuchen diese Texte wegzuerklären, indem sie behaupten, sie seien Anthropomorphismen.
``Übermenschliches wird durch menschliche Vergleiche verständlich gemacht.`` (Charles Ryrie: Die Bibel Verständlich Gemacht.)
- Dem Gedankengang nach, wenn Gott unwandelbar ist, dann kann er nicht emotionell sein, denn Emotionen sind wesentlich veränderlich.
- In Jesus sehen wir das vollkommene Ebenbild Gottes. Er konnte sehr emotionell sein, aber er war nicht von seinen Gefühlen beherrscht.
Aber dieser Begriff, dass Gott in der Bibel von seinen Gefühlen spricht, obwohl er diese Gefühle in Wirklichkeit nicht empfindet … so ein Quatsch!
Eine metaphorische Redefigur muss die Wirklichkeit erklären, nicht wegerklären.
In der Geschichte von Noah lesen, dass Gott wegen der Sünde der Menschen tief erschrocken war.
Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh. 1. Mose 6,6 EIN
Ich glaube, Gott damals tiefes Herzeleid empfunden hat, laut Bibel.
Aber dann stoßen die Theologen auf ein anderes Problem.
Wenn Gott alles weiß, wenn Gott auch die Zukunft klar versteht, wenn alle Gottes Entscheidungen und Pläne in Anbetracht seiner Allwissenheit gemacht sind, wie kann Er seine Pläne ändern?
Es gibt manche Theologen heute, die Gottes vollkommene Kenntnis der Zukunft infrage stellen.
Da kann ich nicht zustimmen.
- Gott ist der Allmächtige, der Allwissende, der Ewige.
- Gott ist Gott.
- Gott hat die Zeit selbst geschaffen.
Ich habe von Anfang an die Zukunft verkündet und lange vorher gesagt, was erst geschehen sollte. Ich sage: Mein Plan steht fest, und alles, was ich will, führe ich aus. Jes 46,10 EIN
Gott ist Liebe. Alle seine Pläne für uns sind gut.
Denn ich weiß genau, was ich für Gedanken über euch habe, sagt der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Jer 29,11 NLB
Wenn wir sündigen, ist das immer eine menschliche Entscheidung, nie Gottes vollkommene Absicht.
Wenn ich gegen Gott und meine Mitmenschen sündige, verletze ich mich und auch andere.
- Aber nicht nur das. Es tut Gott in seinem Herzen weh.
Gott sagte Mose, er sollte die Hebräer in das Gelobte Land einführen, aber Mose wurde endlich ungeduldig und wütend gegen das Volk. In seinem Zorn missachtete er einen direkten Befehl von Gott.
- Das Resultat? Gott änderte seinen Plan und Mose durfte nicht in das Gelobte Land einziehen.
Gott hat viele Pläne, deren Erfüllung davon abhängen, ob wir gehorchen oder nicht, ob wir glauben oder nicht.
Als Jesus seine Heimatstadt Nazareth besuchte, fand er keine Anerkennung.
Jesus aber sagte zu ihnen: »Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seiner Vaterstadt, bei seinen Verwandten und in seinem Haus.«
- Und er konnte dort nicht eine einzige Machttat tun, außer dass er ein paar Kranken die Hände auflegte und sie heilte.
Gott ist Liebe.
Die Liebe besteht natürlich nicht nur aus Emotionen.
Aber Liebe ohne starke Gefühle der Barmherzigkeit, Zuneigung und Zärtlichkeit ist keine wirkliche Liebe, sondern nur bloß eine abstrakte theologische Erfindung.
Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz und wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod, und Eifersucht ist fest wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn,
sodass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen noch die Ströme sie ertränken können. Wenn einer allen Besitz in seinem Haus für die Liebe geben wollte, so wäre es alles nichts wert.«
Hohelied 8,6-7 NLB
Das Hohelied schildert romantische Liebe zwischen einem Mann und einer Frau. Die meisten Jüdischen und Christlichen Bibellehrer seit jeher verstehen das Hohelied als ein Gleichnis, das die Liebe Gottes darstellt.
Gott liebt dich, echt, tief und innig.
Kennst du Jesus noch nicht persönlich?
Sprich einfach mit Ihm. Er wartet auf deine Stimme.