Posts mit dem Label Gemeinschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gemeinschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 16. Juli 2021

Hilfe in Einsamkeit

Wer Jesus vertraut, hat eine Hoffnung und eine gute Zukunft, aber wir können unterwegs einsam sein.

Einsamkeit ist eine traurige Wirklichkeit unseres Lebens auf dieser Erde. Leider ist gerade diese Zeit in der Pandemie eine Zeit der Einsamkeit für so viele.

Einsamkeit kann gefährlich sein. In einsamen Zeiten können wir gesteigerte negative Launen und Emotionen empfinden. Du kannst deprimiert oder verzweifelt sein. Hinter vielen Beiträgen und Kommentaren im Internet steckt panische Angst.

In Einsamkeit suchen wir Trost, und das ist Gut. Wir können Freunde anrufen oder schöne Musik zuhören. Wir können ein Haustier als Freund haben oder eine schöne Novelle lesen. Du kannst etwas studieren, das dich fasziniert. Ein junger Deutscher in einem amerikanischen Gefängnis war ein Fitnessfreak.

Es gibt gute Wege, den Schmerz der Einsamkeit zu lindern, aber leider auch schlechte. 

 Man kann trinken, essen, Marihuana rauchen oder Pornos schauen. Es gibt Männer, die Bordelle besuchen und Frauen, die wilde sexuelle Erfahrungen suchen. Das macht deine Einsamkeit nur noch schlimmer.

Essen, Trinken und Sex gehören zu einem normalen, gesunden Leben, aber wenn sie zu Süchten werden und dich von guter menschlicher Gemeinschaft wegbringen, machen sie dich noch einsamer.

Es gibt Christen, die behaupten, du brauchst keine Freunde, wenn du Jesus hast. Entweder haben sie niemals tiefe Einsamkeit erlebt, oder sie erleben eine außergewöhnliche enge Freundschaft mit Jesus und zärtliche Erlebnisse mit dem Heiligen Geist.

Es gibt auch Introvertierte, die gerne allein sind, aber du musst von anderen nicht verlangen, dass sie so sind wie du.

Es gibt auch Christen, die eine besondere Gnade haben, 40 Tage lang zu fasten. Dann empfehlen sie anderen Christen, die nicht dazu berufen sind, lange Fastenzeiten.

Ein berühmter Christ in Indien versuchte einmal, 40 Tage lang zu fasten, weil er Jesus in allem nachfolgen wollte. Aber Gott hatte ihn nicht berufen, 40 Tage lang zu fasten. Nach 40 Tagen war er dem Tod nahe.

Wenn du ein sehr stark gläubiger Christ bist, der gerne Stundenlang allein betest und als alleinstehender Fürbitter zufrieden bist, musst du nie empfehlen, dass einsame und deprimierte Christen ohne Partner oder Freunde zufrieden sein sollen.

Solche Ratschläge sind nicht nur fehlerhaft, sondern lebensgefährlich. Solcher Rat kann zu Verzweiflung und Selbstmord führen.

In der Bibel vor dem Sündenfall war Adam allein. Was sagte Gott dazu?

Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht! 1 Mose 2,18 SLT

Wenn du allein und ohne Freunde bist, werden manche Christen dich beschuldigen, wenn du in keiner Gemeinde involviert bist. 

Aber es gibt Christen, die immer wieder negative oder traumatische Erfahrungen in Gemeinden haben. 

Es gibt so viele Gemeinden, wo man erwartet oder verlangt, dass du anpassen sollen und genau so denken, wie sie. Du brauchst keine Manipulation. Du brauchst Freundschaft.

Es gibt Christen, die Psychiatrie, Medikamente und Psychotherapie als weltlich und böse betrachten. Aber es gibt Christen, die trotz aktiver Mitgliedschaft in Gemeinden, bessere Gemeinschaft und Mitgefühl in einer Klinik als in der Kirche finden.

Als junger Christ habe ich traumatische Erfahrungen in Gemeinden gehabt. Ich habe eine Zeitlang mehr Hilfe in der Psychiatrie bekommen als in der Kirche.

Ich bin dankbar, dass ich jetzt seit vielen Jahren keine psychiatrische Betreuung brauche. Ich bin auch seit Jahren in guter christlicher Gemeinschaft aktiv involviert.

Wenn du vereinsamt bist, bitte gib nie auf. Gott hört deine Gebete. Es gibt andere Christen, die deinen Schmerz und deine Einsamkeit verstehen. Bitte Gott, dass du die richtigen Menschen findest.

Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Jeremia 29,11 SLT

Sonntag, 4. Juli 2021

Unsere Suche nach Identität und Gemeinschaft

Wir alle haben eine Sehnsucht nach Gemeinschaft. Ohne das Gefühl der Zugehörigkeit sind wir oft verunsichert und einsam.

Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht! 1 Mose 2,18 SLT

Andrerseits haben wir Angst vor Ablehnung, indem wir von unserer Familie oder Gemeinschaft ausgeschlossen sind.

Unsere Identität ist kaum von unserem Gefühl der Zugehörigkeit zu trennen.

Dein Name bezeichnet dich als Mitglied einer Nation oder Religion. Ahmed oder Mohammed Ali ist wahrscheinlich Moslem. Aaron Goldstein ist wahrscheinlich Jude, und zwar Aschkenasisch. Siobon ist eine Frau irischer Herkunft und Wladimir ist Russisch.

Bei einem Fußballspiel sehen wir nicht nur die Fußballspieler, sondern auch die meisten Zuschauer gehören der einen oder anderen Mannschaft an.

Innerhalb einer Nation identifizieren viele mit ihrer Region. Viele Bayern betrachten Norddeutscher als Außenseiter. Im Rheinland gibt es eine Rivalität zwischen Düsseldorf und Köln.

In England, Italien, Deutschland und in den Vereinigten Staaten sehen wir immer noch eine Rivalität zwischen Nord und Süd. In Deutschland spricht man heute von Ossis und Wessis.

Im Neuen Testament haben die religiösen Leiter in Jerusalem auf die Galiläer herabgeschaut.
Der Konflikt zwischen Nord und Süd in Israel dauerte Jahrhunderte.

Muslime haben mir gesagt, dass Muslime niemals andere Muslime töten dürfen. Ich habe gefragt, warum es so viele Kriege zwischen Muslimen gibt. Die übliche Antwort ist, dass die Feinde keine wahren Muslime sind. 

Einmal fragte ich, warum die Feinde in einem Krieg nicht als Muslime angesehen werden, aber wenn sich die Pilger jedes Jahr in Mekka versammeln, werden alle Arten von Muslimen anerkannt. Der Muslim konnte das nicht erklären.

Aber wir Christen sind manchmal nicht anders. Manche evangelischen Christen sind überzeugt, dass kein Katholik in den Himmel kommen kann. Es gibt auch Katholiken, die meinen, nur Katholiken können wahre Christen sein.

Es gibt Lutheraner, die alle Freikirchen als Sekten verurteilen, und es gibt Freikirchen, die auf Lutheraner herabschauen.

Es gibt auch Freikirchen, die Pfingstler nicht als Christen anerkennen.

Aber du bist nicht wegen deiner Angehörigkeit zu einer Konfession errettet, sondern durch deine persönliche Beziehung zu Jesus.

Kurz vor seiner Verhaftung und Hinrichtung hielt Jesus eine sehr wichtige Rede.

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. Johannes 15,1 SLT

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
Johannes 15,5 SLT

Deine Zugehörigkeit besteht in erster Linie nicht aus deiner Mitgliedschaft deiner Familie, deiner Gemeinde, deiner Konfession oder deiner Nation. 

Wenn du in enger Gemeinschaft mit Jesus lebst, kannst du deine Unsicherheit loswerden. Gott liebt dich als sein eigenes Kind.

Bist du dann nicht mehr wer du bist? Du bleibst immer noch Deutscher oder Schweizer, Mann oder Frau, Lehrer oder Taxifahrer, vielleicht Pfingstler oder Baptist oder …. 

Du bist du und Gott hat dich einmalig geschaffen. Keiner ist wie du.

Aber du gehörst zu Gottes Familie, und du bist nicht mehr Otto Normalbürger, sondern ein Sohn oder eine Tochter des allmächtigen Königs im Himmel.

 

Freitag, 7. Mai 2021

Gott liebt die Einsamen

Echte Jüngerschaft kann einsam sein.

  • Jesus wurde von seinen Nachbarn in Nazareth abgelehnt und seine natürlichen Brüder glaubten nicht vor seiner Auferstehung an ihn.

  • Josef war prophetisch begabt, aber seine Brüder verkauften ihn an Menschenhändler.

  • Nach seiner Bekehrung war Paulus ein treuer Prediger. Er wurde ständig verfolgt.

Es gibt treue Jünger auch heute, die von ihren Familien oder Gemeinden missverstanden und abgelehnt werden

Es gibt Christen, die ein brennendes Herz haben, die verlorenen Seelen zu retten. 

Sie beten für Menschen auf der Straße. Sie bezeugen wundersame Heilungen und Bekehrungen, aber an manchen Orten und in manchen Gemeinden wird auf sie herabgeschaut, weil man sie für wilde Fanatiker hält.

Wenn du genau so handelst, wie Jesus und die ersten Apostel, werden viele Christen dich kritisieren und ablehnen.

Konsequente Jüngerschaft ist wie eine Münze mit zwei Seiten. 

Auf einer Seite siehst du Missverständnis, Ablehnung und manchmal Einsamkeit. Aber auf der anderen Seite findest du neue Freundschaften und tiefe Gemeinschaft mit Gott und anderen.

Da begann Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt!

Jesus aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen,

der nicht hundertfältig empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen, und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben.
Markus 10,28–30 Schlachter 2000

Paulus wurde ständig verfolgt, aber er hatte enge Freundschaften mit Lukas, Timotheus, Epaphras und anderen treuen Christen.

Es ist besser, ein Paar echte Freunde zu haben, als nur oberflächliche Gemeinschaft in deiner Familie und Gemeinde.

Gott ist Liebe. Gott ist freundlich.

Und Gott, der HERR, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. 1 Mose 2,18 ELB 

Hier sehen wir ganz am Anfang, dass Gott Freundschaft als positiv und notwendig ist.

Viele missverstehen diesen Vers. Eva sollte für Adam eine Hilfe sein, aber das hebräische Wort impliziert keineswegs Unterordnung.

Das hebräische Wort EHSER erscheint in 21 Versen. Zweimal wird Eva gemeint, aber in 19 Versen ist DIE HILFE Gott selbst.


Viele alleinstehende Frauen haben eine enge Freundschaft mit Gott erlebt. Gott sorgte für sie wie ein Ehemann oder Vater.

Es gibt auch viele vereinsamte Menschen, die nicht wegen Jüngerschaft und Verfolgung allein sind.

In der Bibel hat Jesus verachtete Frauen, Leprakranken und dämonisierte Männer nicht nur geheilt, sondern von ihrer Scham und Isolation befreit.


Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit. Hebräer 13,8 ELB

Jesus liebt dich. Er versteht deine Einsamkeit. Er will dir helfen. Er hat sich nie verändert.


Mittwoch, 24. März 2021

Kennst du den Heiligen Geist?

Der Heilige Geist ist dein Wegweiser.

Es gibt viele Stolpersteine auf deinem Weg, aber der Heilige Geist kommt von Jesus. Er ist Gott selbst, Gott mit uns, gerade wie Jesus mit seinen ersten Jüngern war.

Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit, Joh 14,16 SLT

Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.
Joh 16,7 SLT

Jesus war drei Jahre leibhaftig mit seinen Jüngern, aber Jesus sagt, die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist ist noch besser, als Jesus leibhaftig zu kennen.

Hast du diese Wahrheit mitbekommen? Aber noch wichtiger: Hast du diese Realität erlebt?


Der Heilige Geist ist wie der Lotse, der weiß, wie man ein Schiff sicher in den Hafen steuert. 

Es gibt so viele Hindernisse in deinem Leben, aber wir konzentrieren uns oft auf die Hindernisse, anstatt unsere Aufmerksamkeit auf Gott zu richten.

Ein Hindernis ist die Angst und Bitterkeit, die von schmerzhaften Erinnerungen stammen, aber Gott kann dir helfen, aus diesen Verletzungen zu entkommen.

Vielleicht wurdest du drangsaliert, und du bist nicht mehr in dieser Situation.

Dein Chef hat dich schikaniert, aber jetzt hast du einen besseren Chef. Der Heilige Geist kann dir helfen, für den bösen Chef zu beten und für den besseren Chef dankbar zu sein.

Jesus lehrt uns, unsere Verfolger zu lieben, sie zu segnen, nicht zu verfluchen.

Kannst du das leisten? Für uns Menschen ist das unmöglich. Das widerspricht unsere menschliche Natur. Aber mit dem Heiligen Geist kannst du Schritt für Schritt wie Jesus selbst werden.

Mit dem Heiligen Geist können wir vergeben, segnen, danken und hoffen, aber ohne die erlebte Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist ist das alles unmöglich.


Freitag, 23. Oktober 2020

Gottesdienste in der Krise

Gottesdienste können ein großer Segen sein.

  • Viele begegnen Jesus.

  • Viele werden von neuem geboren.

  • Viele werden geheilt und gesegnet.

  • Viele genießen echte Gemeinschaft mit christlichen Freunden.


Aber leider können Gottesdienste manchmal nicht so positiv sein.

  • Sie können zu einer langweiligen religiösen Routine werden.

  • Viele besuchen Gottesdienste als passive Zuschauer und finden nie ihre Berufung als Christen. 

    • Die Gemeindeleiter können manchmal zum Teil dafür verantwortlich, weil sie keine effektive Strategie haben, jeden Christen zu helfen, damit er oder sie in seiner Berufung freigesetzt wird.

Der Covid Lockdown ist für viele Christen eine harte Probe, aber für manche eine Befreiung von einem religiösen Laufband.

Für viele könnte der Lockdown ein Glück im Unglück sein.

Nicht lange her war ich in einer kleinen Versammlung. Ich sprach mit einer Frau, die nach dem Lockdown wieder Gottesdienste besuchte. Sie erzählte mir, wie manche Mitglieder nicht zurückgekommen waren.

Andere kamen zurück, aber mit neuen Sichtweisen. Die Krise hatte sie irgendwie wachgerüttelt. Sie suchten etwas anders und etwas mehr, als sie vorher in der Gemeinde erlebt hatten.

Der Lockdown war für sie wie eine erholsame Fastenzeit, nicht von Essen, sondern von Religion.

Dann waren andere, die nach dem Lockdown an den wohlbekannten alten Vorgehensweisen festklammern wollten.

In unserer Gemeinde war der Lockdown sehr positiv. Anstatt ein paar Hundert Besucher im Gottesdienst, haben jeden Sonntag mehr als zwei Tausend durch Livestreaming mitgemacht, und zwar in aller Welt.

Die Spenden haben auch zugenommen.


Gottesdienste können ein Segen sein, aber auch eine Krücke, für Christen die wie abhängige Kinder im Glauben bleiben wollen, anstatt ihre persönliche Beziehung mit Gott aufzubauen.

Sucht den Herrn, jetzt ist er zu finden! Ruft ihn, jetzt ist er nahe! Jesaja 55,6 GN

Christliche Gemeinschaft ist so wichtig. Ich bleibe regelmäßig in Kontakt mit christlichen Freunden und ich besuche auch Versammlungen.

Aber ich gehöre in erster Linie nicht irgendeiner Gemeinde oder irgendeinem Pastor.

Die Grundlage meines Lebens ist meine Beziehung zu Jesus, mein Heiland und mein Freund.

Was sagte Jesus?

… Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Johannes 14,6 ELB

Unser Zugang zu Gott ist immer nur durch Jesus. Das gilt nicht nur für unsere Bekehrung, sondern für unser tägliches Leben.

Mittwoch, 16. September 2020

Übernatürliche himmlische Gemeinschaft

 Vor etwa 45 Jahren war ich ein neu bekehrter Christ. Ich war begeistert. Ich entdeckte jeden Tag etwas in der Bibel.

Meine Cousins hatten mir geholfen, meinen Weg zu Jesus zu finden. Ich besuchte sie und sie erklärten mir jedes Mal etwas, das ich faszinierend fand.

So redeten die Gottesfürchtigen untereinander. Der HERR merkte auf und hörte es, und es ward vor ihm ein Gedenkbuch geschrieben für die, welche den HERRN fürchten und an seinen Namen gedenken. Mal 3,16 L17

Immer noch ist es für mich eine Freude, meine Erfahrungen mit Gott mitzuteilen.

Für die ersten Jünger im Neuen Testament war es auch so. Die Jünger redeten miteinander von ihren Erfahrungen und Jesus selbst redete mit ihnen.


Auf dem Weg sprachen sie über alles, was geschehen war. Plötzlich kam Jesus selbst, schloss sich ihnen an und ging mit ihnen. Lukas 24,14-15

Jesus war sichtbar mit ihnen, aber meistens ist er nicht sichtbar mit uns. Trotzdem ist er mit uns. Das ist eine Verheißung, aber oft ein spürbares Erlebnis.

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Mt 18,20

Wenn wir uns so beschränken, dass wir an biblischen Glaubenssätzen festhalten, aber für spürbare Begegnungen mit Gott nicht offen sind, reduzieren wir unser christliches Leben als ob wir nur schwarzweiß Fotos anschauen, anstatt Videos mit allen Farben.

Wenn Christen von himmlischen Träumen oder persönlichen Offenbarungen sprechen, werden sie oft von konservativen bibeltreuen Christen kritisiert.

´´Offenbarung darf man nur in Bibeltexten finden.``

Aber die Bibel selbst verspricht, dass wir in der Endzeit Träume und Visionen von Gott erwarten sollen.

›In den letzten Tagen, spricht Gott, werde ich meinen Geist über alle Menschen ausgießen. Eure Söhne und Töchter werden weissagen, 

eure jungen Männer werden Visionen haben und eure alten Männer prophetische Träume. Apostelgeschichte 2,17

Die Bibel sagt, wir müssen alles prüfen, aber nicht, dass wir alles verwerfen sollen, das übernatürlich und außergewöhnlich erscheint.

Wenn wir unsere Erfahrungen mit Gott offen mitteilen und mit einer positiven Einstellung besprechen, können wir lernen, geistliche Erlebnissen besser zu verstehen und mit Gottes Hilfe zu prüfen.


 

Dienstag, 25. August 2020

Du kannst Gott Erleben

Zwei Millionen Hebräer standen terrorisiert am Ufer des Roten Meers, von der mächtigen ägyptischen Armee fast umzingelt. Sie hatten keinen Ausweg, aber plötzlich kam ein Sturmwind.

Plötzlich erschien ein Weg. Sie überquerten das Rote Meer auf trockenem Boden.

Hundertzwanzig Jünger beteten zehn Tage lang. Plötzlich kam der Heilige Geist als ein gewaltiger Sturmwind. Die Jünger blieben nicht mehr versteckt. Die Kraft des Heiligen Geistes kippte alles um.

In Afrika kamen Millionen, um einen Prediger zu hören. Es war genau wie bei Jesus, eine ´´Epidemie`` von Wundern. Viele Moslems bekehrten sich. Die Zauberkraft der Hexenmeister wurde außer Kraft gesetzt.

Genau wie in der Bibel.

Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf, und Armen wird das Evangelium gepredigt; Mt 11,5

In Afrika und Indonesien bekehren sich aber Millionen Moslems zu Jesus. Wie ist das möglich? Weil sie die erstaunliche Kraft des Heiligen Geistes in Aktion sehen.

Das alles passiert in unserer Zeit wieder in aller Welt, aber viele skeptischen Christen in Europa wollen das nicht glauben.

Viele auch in Freikirchen behaupten, das sei nicht schriftgemäß. Die Pharisäer haben auch so auf Jesus reagiert.

Der Heilige Geist hat sich nie verändert. Die religiösen Reaktionen sind auch nicht anders.

Gott hat sich nie verändert. Jesus ist nicht mehr das Lamm am Kreuz, sondern der allmächtige Löwe im Himmel, der seinen allmächtigen Heiligen Geist auf diesem Planeten freigesetzt hat.

So viele Christen lesen die Worte Gottes in der Bibel und sie hören die Stimmen der Prediger, aber ihre Ohren sind für die Stimme Gottes taub geworden.

Aber eine neue Zeit kommt.

Sehr viele Menschen werden eine neue Offenbarung mitbekommen. Das wird keine ´´neue Wahrheit`` sein, denn Gottes Wahrheit in der Bibel ist ewig wahr und unveränderlich.

Eine neue Zeit kommt.

Viele Christen, die bis jetzt nur eine trockene Wahrheit in der Bibel gesehen haben, werden erleben, dass Gott immer noch heute dramatisch spricht und erstaunlich eingreift, genau wie in der Bibel.

Aber es gibt auch sehr viele echten Christen, die weder Pharisäer noch Glaubenshelden sind. Wahrscheinlich bist du auch so einer. Ich auch.

Ich bin in einem Lernprozess, die Führung des Heiligen Geistes wahrzunehmen und Gottes Flüstern in meinem Geist zu hören.


Dramatische Wunder sind ein wichtiger Teil von Gottes Plan, auch für unsere Zeit, aber eine enge Gemeinschaft mit Jesus ist viel, viel wichtiger.

David war ein großer Prophet und der König in Jerusalem, aber viel wichtiger war seine Gemeinschaft mit Gott.

Gott, du bist mein Gott, den ich suche, meine Seele dürstet nach dir. Mein Leib schmachtet nach dir im dürren, lechzenden Land ohne Wasser. Ps 63,2 ZUR

Manche Christen sind begeistert von Zeichen und Wundern. Sie besuchen immer wieder Konferenzen, wo sie Wunderheilungen suchen und oft sehen, aber sie haben keine enge Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist in ihrem täglichen Leben. Das ist so traurig.

Zeichen und Wunder sollen Wegweiser sein, die uns helfen, eine enge Gemeinschaft mit Gott zu finden.

Du kannst Gott erleben und wenn du ein Wunder wirklich brauchst, will Gott dir helfen.


Sonntag, 3. Mai 2020

Der Baum des Lebens, oder ....

Die ersten Menschen mussten eine Entscheidung treffen, eine Entscheidung zwischen Leben und Tod.
  • Gott hatte ihnen ewiges Leben geschenkt.
  • Sie hatten auch eine Aufgabe, die Welt zu regieren.

Wie konnten sie die nötige Weisheit lernen? Sie hatten zwei Möglichkeiten.

Sie konnten Gott als ihren Mentor vertrauen, in unmittelbarer Gemeinschaft und Freundschaft mit Gott alles lernen.
 

Oder….

Sie konnten versuchen, eine andere Weisheit zu suchen, unabhängig von Gott. Sie konnten versuchen, durch selbstständige Erforschung, immer mehr zu wissen und ihre eigenen Meinungen und Ideen ohne Gott zu entwickeln.

Und Gott, der HERR, ließ alle Arten von Bäumen in dem Garten wachsen – schöne Bäume, die köstliche Früchte trugen. 


In der Mitte des Gartens wuchsen der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. 1. Mose 2,9

Auch wenn wir die Geschichte von Adam und Eva nicht lesen, können wir klar sehen, welche Entscheidung wir Menschen getroffen haben.

Für uns Menschen ist Lernen, Wissen und Urteilen die Grundlage unseres Lebens, aber die meisten Menschen kennen Gott nicht mehr als ihren Vater, Gefährten und Freund.

Selbst für viele bibeltreuen Christen ist die Idee, Gott als Freund zu kennen, seltsam und unangemessen.  


Aber Adam und Eva haben freundliche Spaziergänge mit Gott im Garten gemacht.

Als es am Abend kühl wurde, hörten sie Gott, den HERRN, im Garten umhergehen. Da versteckten sie sich zwischen den Bäumen. 1. Mose 3,8

Weil Adam und Eva für selbstständiges Wissen entschieden hatten, war ihre liebevolle und freundliche Gemeinschaft mit Gott gestört.

In der Bibel lernen wir, dass dieser Verfall zum Tode führt, und dann zu einer Ewigkeit ohne Gott und ohne jede Hoffnung.

Aber Gott wollte uns Menschen nicht aufgeben.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Johannes 3,16

Was bedeutet das ewige Leben?
Vergebung der Sünden? Klar.

Ein vollkommenes unendliches Leben im Himmel? Auch das.

Aber viele Christen verstehen nicht die Hälfte.
 

Adam und Eva erlebten freundliche Gemeinschaft mit Gott.

Vor dem Kreuz erlebten die Jünger von Jesus freundliche Gemeinschaft mit dem Sohn Gottes. 


Nach seiner Auferstehung verbrachte Jesus 40 Tage mit seinen Aposteln in freundlicher Gemeinschaft.

Warum erleben die meisten Christen diese persönliche Gemeinschaft mit Gott nicht mehr?


Viele Christen reagieren misstrauisch auf diese Idee. Sie halten fest an biblischen Glaubenssätze. 


Sie wollen das Böse erkennen und vermeiden und an Gottes Wahrheit und Heiligkeit festhalten, aber Gott als Freund zu erleben erscheint ihnen als etwas extrem und vielleicht abartig.

Diese Denkweise ist nichts anderes als die Erkenntnis von Gut und Böse, und nicht die Frucht von dem Baum des Lebens.

Dürfen wir Gott als Freund und Vater kennenlernen? Laut Bibel, ja.

Der HERR sprach mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie einer, der mit seinem Freund redet. Danach kehrte Mose wieder ins Lager zurück, doch ein junger Mann namens Josua, ein Sohn Nuns, verließ das Zelt der Begegnung nie. 2. Mose 33,11

War das nur für Mose bestimmt? Nein.

Als Jesus zu uns kam, hat er etwas ganz neues eingeführt.

Ich versichere euch: Von allen Menschen, die jemals gelebt haben, war keiner größer als Johannes der Täufer. Und doch ist noch der Geringste im Himmelreich größer als er! Matthäus 11,11  


Jesus sagt uns, Johannes der Täufer war größer als Mose, aber wir, die Geringen in Gottes Reich, sind noch größer!
 

Wow! Was soll das bedeuten?

´´Der HERR sprach mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie einer, der mit seinem Freund redet.``

Wenn Mose auf diese Weise Zugang zu Freundschaft mit Gott hatte, und wir irgendwie größer als Mose sein sollen, dann dürfen wir eine enge Gemeinschaft und Freundschaft mit Gott suchen.



Die Freundschaft mit dem HERRN gebührt denen, die ihn ernst nehmen. Er lässt sie wissen, wozu sein Bund mit ihnen da ist. Psalmen 25,14  

Aber jemand wird einwenden, dass wir doch Unrecht erkennen und vermeiden müssen. Ganz richtig. 

Aber wenn man auf solche Fragen fokussiert, ohne eine enge Freundschaft mit Gott zu erleben, suchen wir unsere Nahrung von dem falschen Baum.

In dem Neuen Testament lesen wir, dass Jesus selbst Unrecht hasste, aber seine liebevolle Beziehung mit dem Vater war sein Hauptanliegen. So soll es mit uns sein.

Montag, 27. April 2020

Kennst du Gott?

Kennst du Gott?

Ich frage nicht wie gut dein Bibelwissen ist, oder ober deine theologischen Kenntnisse ausführlich und genau richtig sind.

Im Neuen Testament waren die Pharisäer die Bibelexperten, die theologischen Profis.

Was sagte Jesus?

Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;

und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.
Johannes 5,39-40 


Wissen und Kennen sind ganz unterschiedliche Begriffe. Die Pharisäer wussten viel, aber sie kannten Gott nicht.
 

Dieses Problem fing sehr früh an.

Adam und Eva kannten Gott persönlich als ihren Gott aber auch als ihren Freund.
 

Und sie hörten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten umherging, als der Tag kühl geworden war.
Da versteckten sich Adam und seine Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN zwischen den Bäumen im Garten.
1 Mose 3,8
 


Gott erschien im Garten als ein freundliches persönliches Wesen, der im Garten spazierte, der von Adam und Eva erwartete, dass sie einen freundlichen Spaziergang zusammen machen würden.

Offensichtlich hatten Adam und Eva früher freundliche Spaziergänge mit Gott genossen. Sie kannten also Gott als ihren Freund.

Aber jetzt war alles anders. Sie erschraken. Sie waren schuldig. Aber nicht nur das.

Sie hatten eine Wahl getroffen. Sie hatten Gott persönlich als Vater und Freund gekannt, aber der Teufel lockte sie, indem sie etwas ganz anderes als Freundschaft anbot.

Statt Gott zu kennen, sollten sie alles mögliche wissen.

Da sagte die Schlange zur Frau: »Ihr werdet ganz sicher nicht sterben,
sondern Gott weiß, dass an dem Tag, an dem ihr davon esst, eure Augen geöffnet werden, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.«
1 Mose 3,4-5 NLB


Heute sehen wir viele Christen, die Bibelwissen und angeblich richtige Glaubenssätze vor allem wertschätzen. 

Wenn jemand von persönlichen Begegnungen mit Gott oder einer spannenden geistlichen Erfahrung zeugt, wird das von ausgebildeten Bibelexperten als verdächtig betrachtet.

Von welchem Baum kommt deine Nahrung, von dem Baum des Lebens, oder von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen?

Und Gott der HERR ließ allerlei Bäume aus der Erde sprießen, schön anzusehen und gut zur Nahrung; 


und in der Mitte des Gartens wuchsen der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. 1 Mose 2,9

Sonntag, 26. April 2020

Nicht Alles ist Negativ

Die Tagesnachrichten sind bedrückend. Fast alles negativ.

Dann hört man die Fake-News. Coronavirus soll von 5G Ausstrahlung erzeugt sein. Welche ist schlimmer, die Realität, oder die blöden Märchen?

Aber nicht alles ist negativ. 


Eine australische Website berichtet, dass Spielsüchtigen, die keinen Zugang zu Pokerautomaten haben, jetzt zu Hause bleiben müssen und einen positiven neuen Start erleben.

Gott sieht was in Privathäusern und Wohnungen passiert. Er sieht die häusliche Gewalt, die einsamen Menschen und das hoffnungslose Saufen, aber er sieht auch viele positive Änderungen, die wir nicht in Google-suchen finden können.

Er sieht die vielen Ehepaaren und Familien, die trotz Stress und finanzieller Schwierigkeiten lernen, tiefere und bessere Beziehungen zu entwickeln.

Er sieht die einsamen Menschen, die jahrelang in Gottesdiensten vergeblich Befreiung gesucht haben, aber jetzt in ihrer Einsamkeit Gottes Nähe suchen und Gottes Hilfe finden.

Er sieht die Christen, die jahrelang hart arbeiten, fleißig in der Gemeinde dienen, und jede Nacht erschöpft ins Bett kriechen. Jetzt ist ihre anstrengende Routine nicht mehr möglich. Sie müssen beten.

Viele Christen sind seit jeher mit religiösen Aktivitäten abgelenkt. Manche dienen fleißig in Gemeinden und andere sind passive Zuschauer. Jetzt müssen Gottes Söhne und Töchter ohne religiöse Ablenkungen eine echte Beziehung mit Gott zu Hause finden.

Ich sah ein Video auf YouTube. Amerikanische Ärzte und Krankenschwester knieten und beteten. 


Gott ist am Werk.

Der Coronavirus kommt nicht von Gott, aber Gott versteht die Pläne des Feindes und er hat bessere Pläne. In der Krise ist Gott am Werk, uns positiv zu transformieren.

Kennst du die Geschichte von Maria und Marta in der Bibel. 


Jesus war bei den Schwestern zu Gast. Maria saß und hörte Jesus aufmerksam zu. Sie wollte alles lernen, was er mitteilte.

Martha aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr nun, dass sie mir helfen soll.

Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge;

eins aber ist nötig. Denn Maria hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.
Lukas 10,40-42


Viele Christen sind sehr beschäftigt mit vielem Dienen. Sie sind besorgt und beunruhigt.
 

In dieser Zeit der Isolierung kannst du Jesus in deinem Herz sprechen hören?

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.

Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen.
Matthäus 11,28-29


Wir sind schlagartig in einer ganz unbekannten Welt angelangt. Wir fühlen tief verunsichert. Nur Gott versteht unserer Situation und unsere Zukunft.

Bibelwissen reicht nicht, praktische Kompetenz reicht nicht.

Unsere Pastoren, Manager und Freunde kennen sich nicht aus. Wir müssen uns auf Gottes Führung verlassen.

Wir müssen in vielem von Neuem anfangen. Und das ist genau Gottes Wille für uns. Alle die Glaubenshelden in der Bibel haben Gottes persönliche Führung erlebt. Nur so können wir unser Potenzial als Christen erfüllen. 

Jesus gab uns eine Verheißung, die wir oft nicht ernst nehmen.

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir;  Joh 10,27

Wir sind daran gewöhnt, viele Stimmen zu hören, biblische Wahrheiten umzusetzen und Christliche pflichten zu erfüllen, aber in dieser Zeit müssen wir lernen, Gottes Gedanken hier und jetzt zu vernehmen.

Montag, 17. Februar 2020

Vergebung ist nicht ...

Eines der größten Probleme bei der Vergebung ist dies. Die Menschen verstehen nicht, was Vergebung wirklich ist.

Wenn jemand dich terrorisiert, dich vergewaltigt, deine Frau oder deinen Mann oder deine Kinder wegnimmt, liest du die Bibel und siehst, dass Gott von dir erwartet, dass du der Person, die dein Leben ruiniert hat, vergibst.

Du bist eine Frau im Krankenhaus, weil dein Mann dich zusammengeschlagen hat, und das nicht zum ersten Mal. Du gehst zur Beerdigung deines Sohnes, der sich umgebracht hat, weil ein Priester oder Pastor ihn vergewaltigt hat.

Du suchst Seelsorge und der Pastor sagt: "Vergib einfach."

Und vergib uns unsere Schuld – so wie auch wir denen vergeben, die an uns schuldig geworden sind. ...‹« Lukas 11,4 


Es stimmt, dass du, wenn du nicht vergibst, nicht in der Lage sein wirst, die Barmherzigkeit Gottes, den Frieden Gottes, den Trost Gottes oder vielleicht die heilende Kraft Gottes in vollem Umfang zu genießen.

Was ist also falsch an dem Ratschlag "einfach zu vergeben"?

Das Wort "einfach" oder ´´nur´´ ist eine Beleidigung, eine Ohrfeige, ein Tritt in den Magen. Es kann religiöse Blindheit oder pharisäische Arroganz sein.

Wenn ein Vater, eine Mutter, eine Ehefrau, ein Ehemann, ein Priester oder Pastor dein Leben durch Verurteilung, Ablehnung, Ehebruch, Verleumdung, Gewalt oder Vergewaltigung zerstört und dein Leben in Trümmern liegt, empfindest du überwältigende Entrüstung. 


Du brennst vor einem Gefühl der Ungerechtigkeit.

Aber vielleicht ist die Ungerechtigkeit andauernd und nicht nur etwas, das in der Vergangenheit geschehen ist. Wenn du "nur" vergibst, hast du das Gefühl, dass du dich dem Bösen unterwirfst und das Böse entschuldigst oder sogar duldest.

Es ist falsch, Böses zu entschuldigen oder Sünde zu dulden, und du hast recht, dies zu fühlen.

Als Jesus am Kreuz hing, sagte er:

»Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!« Lukas 23,34

Jesus entschuldigte ihre Sünde nicht. Er hat die Sünde des Mordes nicht verharmlost. Er befreite sie von dem Gericht Gottes, damit sie in der Lage waren, um Vergebung zu bitten und Gnade vom Vater zu empfangen.

Wenn du eine Person, die schrecklich missbraucht wurde, berätst, sag ihr nie, sie solle "einfach vergeben". Es ist eine schreckliche Ungerechtigkeit geschehen.
 

Freut euch mit den Fröhlichen! Weint aber auch mit den Trauernden! Römer 12,15  

Und wenn ein Opfer mit Recht wütend ist, sollen wir nicht auch diese Wut bestätigen?
 

Wenn ein Mann seine Kinder missbraucht, vergewaltigt oder verprügelt, sollte die Mutter der Kinder wütend sein. Wenn sie nicht wütend ist, stimmt etwas nicht. Kannst du dir vorstellen, dass Gott selbst darüber nicht wütend ist?

Wenn du eine solche Frau berätst, ist es das Wichtigste, ihr zu helfen, ihre Kinder und sich selbst zu schützen, oft indem sie ihren Mann verlässt und ihre Kinder mitnimmt.

Es ist auch wichtig, sich um ihr gebrochenes Herz zu kümmern, indem man ihr Trauma einfühlsam anerkennt, und ihr zur Seite steht.

»Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn er hat mich gesalbt, um den Armen die gute Botschaft zu verkünden.
Er hat mich gesandt, Gefangenen zu verkünden, dass sie freigelassen werden,
Blinden, dass sie sehen werden,

Unterdrückten, dass sie befreit werden. Lukas 4,18  

Dann musst du der Frau helfen, zu vergeben. Das bedeutet nicht, dass sie zu ihrem Mann zurückgehen oder zulassen muss, dass sie weiter geschlagen, vergewaltigt oder missbraucht wird.

Viele Christen werden fälschlicherweise gelehrt, dass Vergebung die Entschuldigung der Sünde einschließen muss. Das ist falsch!

Vielen Christen wird gelehrt, dass Vergebung voraussetzt, dass sie weiterhin in Gemeinschaft mit einem gewalttätigen oder gefährlichen Partner oder Elternteil leben. Das ist falsch!

Vielen Christen wird gelehrt, dass sie vergessen müssen, dass ihre Tochter Selbstmord begangen hat, weil sie von ihrem Vater oder ihrem Pastor verführt wurde. Das ist falsch!

Vielen Christen wird beigebracht, dass sie nicht vergeben haben, wenn sie noch traumatisiert sind.
Aber dem ist nicht so.

Als Jesus am Kreuz um die Vergebung seiner Peiniger betete, fühlte er sich dann nicht mehr gequält? Was für eine lächerliche Idee!

Wenn eine christliche Frau vergewaltigt wird und sie ihrem Angreifer vergibt, bedeutet das dann, dass sie das Verbrechen nicht anzeigen und mit der Polizei und den Gerichten zusammenarbeiten sollte? Das würde andere Frauen einer Gefahr aussetzen.

Samstag, 18. Januar 2020

Zugang zu Freundschaft mit Gott

1977 kaufte Irene Pepperberg einen afrikanischen Graupapagei und nannte ihn Alex. Sie war Wissenschaftlerin und wollte beweisen, dass ein Papagei nicht nur lernen kann, die menschliche Sprache nachzuahmen.

Sie wollte Alex trainieren, Fragen und Anweisungen auf Englisch zu verstehen und sinnvoll und intelligent zu beantworten. Sie wollte sehen, ob ein Papagei lernen kann, mit Hilfe der menschlichen Sprache zu denken.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten einige Leute Forschungen durchgeführt, die zeigten, dass Affen die Zeichensprache lernen konnten, um sinnvoll zu kommunizieren.

Einige Hunde konnten über 200 Wörter verstehen lernen und mit einem großen Wortschatz beweisen, dass sie viele Anweisungen verstehen und befolgen konnten.

Aber konnte ein Vogel mit dem Gehirn von der Größe einer Walnuss denselben Intelligenzgrad aufweisen?
Dr. Irene Pepperberg glaubte, dass es möglich wäre und machte sich daran, es zu beweisen.

Dr. Pepperberg und ihre Studenten arbeiteten jahrelang 8 Stunden am Tag mit Alex.
  • Alex lernte, nach dem Essen zu fragen, das er wollte, indem er die gewünschte Frucht oder Nuss nannte.
  • Er lernte, mehrere Farben und Formen zu identifizieren und zu benennen, zu sagen, welche Gegenstände die gleiche Farbe hatten, welcher Gegenstand größer als ein anderer war, alles mit englischen Worten.

  • Er lernte zu sagen, wie viele Gegenstände er sah, indem er Zahlenwörter benutzte.

Alex zeigte Intelligenz wie ein kleines Kind, aber er bewies nicht nur, dass er denken und sprechen konnte.

Alex zeigte eine starke emotionale Bindung zu bestimmten Menschen. Abgesehen von Irene Pepperberg, zeigte er eine Vorliebe für Männer gegenüber Frauen. 
 
Er hing sehr an einem männlichen Studenten. Als dieser junge Mann nach dreimonatiger Abwesenheit zurückkam, war Alex sehr mürrisch zu ihm, weil er weggegangen war.

Jeden Abend, wenn das Tagestraining vorbei war, steckte Irene Alex zum Schlafen in seinen Käfig.
Alex sagte immer: "Sei brav. Ich liebe dich."

Als Alex 31 war, sagte Irene wie immer gute Nacht. Alex sagte: "Sei brav. Ich liebe dich."
Dann sagte er: "Sehen wir uns morgen?" Irene sagte: "Bis morgen."

Am nächsten Morgen lag Alex tot in seinem Käfig. Es war nicht klar, warum. Graupapageien können bis zu 50 Jahre alt werden.
Dr. Irene Pepperberg war untröstlich. Sie liebte Alex so sehr.

Irene und Alex veränderten unser Verständnis davon, wozu Vögel fähig sein könnten. Das war eine Revolution in der Tierverhaltensforschung.

Die Bibel sagt uns, dass wir Schafe sind und Jesus unser Hirte ist. Er ist so weit über uns, aber er liebt uns von ganzem Herzen.
 
Wenn wir die Bibel lesen, sehen wir ein paar Menschen, die ein erstaunliches Maß an persönlicher Kommunikation mit Gott genossen, weit über das hinaus, was die meisten von uns heute für möglich halten würden, sogar unter Menschen, die die Bibel gelesen haben. 
 
 Tatsächlich, wenn einige Leute sagen, dass sie intime persönliche Gespräche mit Gott führen oder den Himmel besucht haben und zurückkommen, wie reagieren dann viele bibelgläubigen Christen?
Sie sagen, dass es nicht wahr sein kann.

Wenn wir die erstaunlichen Geschichten in der Bibel lesen, sollte uns das nicht hungrig machen, das gleiche Niveau der erstaunlichen geistlichen Kommunikation mit Gott in unserer eigenen Zeit zu sehen?

Aber wie wäre es, wenn die erstaunlichen Erfahrungen von Abraham und Mose uns zeigen sollen, wie Gott mit uns kommunizieren will?

Wie wäre es, wenn wir lernen könnten, mit Gott zu kommunizieren, wie Mose und David es taten?

 

Warum nicht?

Wer, sagte Jesus, war der größte der alttestamentlichen Propheten?

Ich versichere euch: Von allen Menschen, die jemals gelebt haben, war keiner größer als Johannes der Täufer. Und doch ist noch der Geringste im Himmelreich größer als er! Mt 11:11

Wenn der Geringste im Himmelreich größer ist als Johannes der Täufer, dann haben wir alle die Möglichkeit, mit Gott auf dieselbe wunderbare Weise zu kommunizieren, wie es Abraham und Mose getan haben.

Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet… 2 Mose 33,11


Samstag, 14. Dezember 2019

Leiterschaft kann Initiativ verbieten oder freisetzen.

Es war Ostersonntag und die große Kirche war gefüllt. Plötzlich stand ein Mann dramatisch auf, hörte auf zu atmen und brach zusammen. 

Die Pastoren taten nichts. Aber ein junger Mann kam sofort zur Hilfe. Er war zum Rettungssanitäter ausgebildet worden und er ergriff die Initiative.

Der junge Sanitäter führte schnell und kompetent die notwendige Erstversorgung durch. Sechs Männer legten den angeschlagenen Mann auf den Boden hinten in der Kirche. Ein Arzt aus der Gemeinde kam und half dem jungen Sanitäter, während er auf den Krankenwagen wartete.

Was ist passiert?

Im Notfall reagierten das große Leitungsteam und die Mitarbeiter der Gemeinde nur langsam und waren daher unwirksam. Der eigentliche Anführer war der junge Mann, der einfach auf die anstehende Notwendigkeit reagierte. Er wartete nicht auf die Genehmigung, sondern ergriff die Initiative.

Diese Geschichte stammt aus einem ausgezeichneten Buch von Max DePree. ´´Leadership is an Art.´´ ("Führung ist eine Kunst")

Der Autor bezeichnet die spontane Initiative des jungen Sanitäters als "Roving Leadership", das heißt buchstäblich ´´umherziehende Leiterschaft´´.

Die Gemeinde hatte natürlich auch eine hierarchische Leitung.
Hierarchische Führungskräfte müssen Initiativen fördern und Raum für Eigeninitiative schaffen. Spontane Initiativ muss gefeiert werden.

Wenn alle Initiativen von der Verwaltung kommen oder von der ordinierten Leiterschaft genehmigt werden müssen, kann kein Team und keine Gemeinde optimal funktionieren.

Für viele Gemeindeleiter ist der oberste Grundsatz ´´Ordnung muss sein.´´

Doch alles soll in Anstand und Ordnung geschehen. 1 Kor 14,40 EIN

Ein einsichtsvoller Prediger hat mir einst erklärt, dass dieser Text meistens missverstanden wird.


Paulus meinte: ´´Doch alles soll … geschehen.´´

Dieser Vers ist die Schlusserklärung einer langen Lehreinheit, von 1 Kor 11,1 bis 1 Kor 14,40.

Hier sehen wir, dass wir Ordnung zu erwarten ist. Die Frauen sollen anständig gekleidet sein.
Aber wir sehen, dass anständig gekleidete Frauen in dem Meeting laut weissagen sollen.

Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene. 1 Kor 11,5 ELB
Viele fokussieren nur auf die Frage der Ordnung. Die Frau soll anständig gekleidet sein, aber Petrus predigte, dass auch Frauen weissagen sollen, und zwar in der Öffentlichkeit.

›In den letzten Tagen, spricht Gott, werde ich meinen Geist über alle Menschen ausgießen. Eure Söhne und Töchter werden weissagen,…
In diesen Tagen werde ich meinen Geist sogar über alle meine Diener, ob Mann oder Frau, ausgießen, und sie werden weissagen.
Apostelgeschichte 2,17-18

´´Doch alles soll … geschehen.´´

Wir können dieses Prinzip im Neuen Testament sehen.

Inzwischen waren die Gläubigen, die wegen der Verfolgung nach dem Tod des Stephanus aus Jerusalem geflohen waren, bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia in Syrien gelangt. Jedoch verkündeten sie die gute Botschaft nur den Juden.

Aber einige der Gläubigen, die aus Zypern und Kyrene nach Antiochia gekommen waren, fingen an, auch den Nichtjuden die Botschaft von Jesus, dem Herrn, zu erzählen.

Apostelgeschichte 11,19-20
Diese ungenannten Gläubigen ergriffen eine neue Initiative. Sie missionierten unter Nicht-Juden gründeten die erste nicht-jüdische Gemeinde. Sie wurden nicht von Leiterschaft in Jerusalem ernannt. Sie taten einfach, was Jesus gesagt hatte, und als der Heilige Geist sie führte.

Darum geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern. … Matthäus 28,19

Diese neue Gemeinde wurde in Antiochia gegründet. Als die Apostel in Jerusalem davon hörten, schickten sie Barnabas, um die neue Mission zu überprüfen.

Dieser wurde froh, als er hingekommen war und die Gnade Gottes sah, und ermahnte sie alle, mit festem Herzen am Herrn zu bleiben. Apg 11,23 

Führungskräfte müssen vorsichtig sein.

Prophetische Rede verachtet nicht.
Prüft aber alles und das Gute behaltet.
Meidet das Böse in jeder Gestalt.
1 Thess 5,20-22 L17

Auf der anderen Seite müssen wir auf Überraschungen vorbereitet sein. Wenn wir den Dienst Jesu in den Evangelien betrachten, sehen wir, wie er blinde Menschen auf seltsame Weise heilt. In einem Fall macht er Schlamm, indem er in Schmutz spuckt und die Augen des Mannes salbt. In einem anderen Fall spuckt Er dem Mann in die Augen.

Wenn wir verlangen, dass alles im Dienst den herkömmlichen Verfahren folgt, werden wir die Bewegung des Heiligen Geistes einschränken.

Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht; so ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.
Johannes 3,8

Samstag, 30. November 2019

Nur Gott versteht dein Herz

Wer versteht die tiefen Verletzungen in deiner Seele? Nur Gott.

Jedes Herz hat seine eigene Bitterkeit und auch seine Freude kann kein anderer vollkommen mit ihm teilen. Spr 14,10

Wer versteht den schwierigen Weg von deinem Versagen zu der Erfüllung deiner Bestimmung? Nur Gott.

Es gibt ein altes englisches Anbetungslied.
´´What a friend we have in Jesus, all our sins and griefs to bear.´´

Welch ein Freund ist unser Jesus, der uns annimmt und versteht!

Jesus kennt auch die Verzweiflung - bring sie vor ihn im Gebet.
Wenn ein Seelsorger oder Berater eine Antwort auf all deine schmerzhaften Fragen hat, dann musst du von einem solchen Seelsorger fliehen. 

Nur Gott versteht die schwierigsten Fragen, die dein Herz quälen.

Ich will nicht damit meinen, dass du unbelehrbar sein sollst. Es gibt Menschen, die mit Verständnis, Barmherzigkeit und Weisheit helfen können. Es gibt echte Tröster, begabte Ermutiger und gute Wegweiser.

Aber wenn wir hilflos an der Grenze der Verzweiflung schwanken, können wir in die Versuchung kommen, an Trost und Sicherheit von Menschen festzuklammern, als ob menschliche Hilfe uns erlösen könnte.

Ein Seelsorger oder Berater, der eine handfeste Lösung für alle deine Probleme anbietet, beschränkt dein Potenzial. Dosenfutter kann nie dieselbe Nahrung geben, die von frischer Speise kommt. Eine elektrische Lampe kann man nicht mit dem Licht der Sonne vergleichen.

Ein bekannter Prediger veranschaulichte dieses Problem mit diesem Witz.

Ein Christ stellte seinem Pastor eine schwierige theologische Frage.
 

Der Pastor gab eine eindrucksvolle Antwort und begründete seine Lehre mit einem Bibeltext.
Vater Gott im Himmel hörte erstaunt zu.
´´Jesus. Hast du gehört, was dieser Pastor gerade gesagt hat? Ich hätte nie daran gedacht. Hast du es ihm gesagt?´´

Wir kommen im Leben nicht klar, indem wir klare Antworten für alle Fragen haben.


Wir werden nicht errettet, weil wir in allen theologischen Fragen recht haben.

  • Es ist nicht die Theologie, die uns erlöst, sondern der Erlöser.

In deiner Seele sind Geheimnisse versteckt, Geheimnisse, mit denen nur du selbst vertraut bist.

Es gibt manche Seelsorger und Therapeuten, mit denen man solche Geheimnisse enthüllen kann, und sie werden dich mit Verständnis und Respekt betreuen, aber es gibt auch Berater, die angeben, alles zu wissen und in allem recht zu haben. Es ist besser solchen Beratern aus dem Wege zu gehen.

Es gibt so viele Rätsel und Geheimnisse in meinem eigenen Leben, die ich nur teilweise verstehe. Auch die besten Seelsorger verstehen nicht die Hälfte, aber ich habe gelernt, in meiner Unwissenheit Gott als meinen Wegweiser immer mehr zu vertrauen.

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern.

Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen.

Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.
Ps 23,1-4 ELB

Verstehst du, warum Gott dich liebt? Vielleicht ein bisschen, oder vielleicht gar nicht.

Aber wenn du Stück für Stück lernen kannst, an Gottes Fürsorge und Führung zu glauben, und an seiner Liebe festzuhalten, dann wird Jesus dein Schutz und Schirm sein.

Gott versteht die Geheimnisse in deinem Herz, die du selbst nicht verstehst. Wenn du dein Leben in die Hand Gottes übergibst, wird Er dein Leben so gestalten, dass du tiefe Heilung erleben kannst.

Der Herr baut Jerusalem wieder auf und führt die Verschleppten Israels zurück.
Er heilt gebrochene Herzen und verbindet Wunden.
Ps 147,2-3


Aber bitte sei geduldig. Diese Heilung kann ein langer Prozess sein.

Mose musste 40 Jahre lang in der Wüste als Flüchtling leiden, bevor Gott ihn berief, in seinen Dienst einzutreten.

Abraham und Sarah waren schon sehr alt, als ihr verheißener Sohn geboren wurde.

So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis auf die Zukunft des HERRN. Jak 5,7 LUO

Montag, 25. November 2019

Ist das Leben zu hart geworden?

Bist du in harten Proben verstrickt? Du bist festgefahren und kämpfst dann mit Gebet und großer Anstrengung die Klemme zu entkommen.

Dann wirst du mit immer mehr Herausforderungen konfrontiert und du hast das Gefühl, dass du dein Leben lang überfordert sein wirst.

Wo ist Gott? Er scheint manchmal fern zu sein.

Ich bin seit 50 Jahren Christ und ich habe solche harten Proben immer wieder erlebt, aber Gott hat mich nie im Stich gelassen.
 

Ich war vor etwa 20 Jahren in einer Gemeinde, wo es wirklich nicht glattlief. Wir alle erwarten in unserer Gemeinde Liebe, Freude und Frieden, aber wir finden manchmal stattdessen Frust und Streit.

Nach einem Gottesdienst dachte ich darüber nach. Ich fragte Gott, warum ich immer wieder in Gemeinden Schiffbruch erlebt hatte.

Gott gab mir sofort eine geniale Antwort. ´´Aber ich habe dir die Schätze gegeben.´´
Ich sah vor meinem geistigen Auge eine Schatzkiste am Meeresboden.

 

Der Heilige Geist ist in allen Situationen der große Ermutiger.

Wenn du dein Leben Jesus anvertraust, schaust du wahrscheinlich auf Gottes himmlische Verheißungen. Du erlebst ein wunderbares neues Leben. Du spürst Gottes Liebe, wenn du betest. Manche Kirchenlieder werden für dich wie Liebeslieder. So habe ich nach meiner Bekehrung Gott erlebt.

Die Probleme in meinem Leben waren immer noch da, aber ich habe gehofft, mit Gottes Hilfe klarzukommen. Der Sturm tobte immer noch um mich herum, aber Jesus war mit mir im Boot. 


Ich war immer noch oft beängstigt und unsicher, aber ich hatte eine neue Hoffnung und eine neue Freude, die immer wieder auftauchte.

Dann kam die große Enttäuschung. In der Gemeinde, wo ich Hilfe erwartete, wo ich Gottes Segen so stark spürte, tauchten Probleme auf, die ich nicht verstand. Alles war mir völlig neu und verwirrend.


In derselben Gemeinde erlebte ich Gottes lieblichen Segen aber auch menschliches Mobbing. Unmöglich, oder?

In der Bibel finden wir neu bekehrte Christen, die auch harte Proben in der Gemeinde erlebten.

Die Galater bekehrten sich durch den wunderbaren Dienst von Paulus, aber dann kamen neue Prediger, welche die unreifen Gläubigen mit Gesetzlichkeit versklavten.

Paulus schrieb den Galaterbrief, um die betrogenen neu bekehrten Christen zu befreien.

O ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, der Wahrheit nicht zu gehorchen, denen Jesus Christus vor Augen gemalt wurde als unter euch gekreuzigt?
Das allein will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist durch die Werke des Gesetzes empfangen oder durch das Hören auf die Botschaft vom Glauben?
Gal 3,1-2

In Korinth tauchten ähnliche Probleme auf.
In dem ersten Korintherbrief von Paulus, sehen wir, wie die Korinther vom Heiligen Geist extrem gesegnet waren.

Die Botschaft von Christus ist zur Kraft in eurem Leben geworden,
sodass ihr mit allen geistlichen Gaben gesegnet seid, während ihr sehnsüchtig auf die Rückkehr von Jesus Christus, unserem Herrn, wartet. 1. Korinther 1,6-7 

 
Die neu bekehrten Korinther waren so gesegnet, aber nicht, weil sie fehlerlos waren. Das waren sie nicht. Paulus musste sie in verschiedenen Aspekten des Lebens zurechtweisen. Manche Männer besuchten immer noch Prostituierten.

Trotzdem war die Ermahnung von Paulus äußerst sanftmütig. Der einzige Mann, der von Gemeinschaft ausgeschlossen werden sollte, war einer, der mit seiner eigenen Stiefmutter sexuell involviert war!
Später hat Paulus einen zweiten Brief geschrieben, indem er die Korinther beriet, denselben Mann zu vergeben.

Als Apostel und Pastor war Paulus extrem barmherzig, aber neue Prediger kamen nach Korinth, die eine autoritäre Leiterschaft etablierten. Paulus war erschrocken.

Er beriet die Korinther, sie sollten diese grausame Leiterschaft nicht anerkennen. Sie sollten sich nicht unterwerfen.

Ihr nehmt es hin, wenn sie euch zu ihren Sklaven machen, euch alles wegnehmen, was ihr besitzt, und euch übervorteilen, wenn sie vornehm tun und euch ins Gesicht schlagen. 2. Kor 11,20

In 45 Jahren als Christ habe ich diese Worte von Paulus in keiner Predigt gehört, aber sie sind in der Bibel.
Ich gebe diese Lehre weiter, weil ich das alles erlebt habe. 


Die Gemeinden, wo ich Mobbing und Manipulation erlebte, sind gescheitert, aber ich habe mein Leben und meinen Glauben nicht verloren.

Ich fragte Gott, warum ich immer wieder in Gemeinden Schiffbruch erlebt hatte.
Gott gab mir sofort eine geniale Antwort. ´´Aber ich habe dir die Schätze gegeben.´´
Ich sah vor meinem geistigen Auge eine Schatzkiste am Meeresboden.

Der Heilige Geist ist in allen Situationen der große Ermutiger.

Sonntag, 24. März 2019

Kannst du Gott als Freund und intimen Gefährten erleben?

Wie wäre es, wenn du Jesus leibhaftig mit dir hättest?

Du liest die Bibel und du hast den Eindruck, dass Gott durch sein Wort spricht, aber du hast Fragen und  Probleme. 


Wie wäre es, wenn du Jesus leibhaftig mit dir hättest, genau wie es mit den ersten Jüngern war.

Du könntest mit ihm sprechen und seine Erklärungen mit seiner hörbaren Stimme mitbekommen? Dann würden deine Missverständnisse aufgeklärt, oder?

Jesus versuchte, seinen Jüngern zu erklären, dass er leiden und am Kreuz sterben würde, aber sie wollten oder konnten das nicht akzeptieren. Als Jesus verhaftet wurde, gerieten seine Jünger in Panik, obwohl Jesus sie im Voraus gewarnt und ihnen alles erklärt hatte.

Die Jünger waren verzweifelt, als Jesus starb, aber dann kam Jesus zurück. Nach seiner Auferstehung  verbrachte er 40 Tage mit ihnen. Er lehrte sie und sie wurden für ihre Aufgabe der Weltmission zugerüstet. Jesus musste zum Vater im Himmel zurückkehren, aber vor seinem Abschied gab er ihnen klare Anweisungen.

Darum geht hin und macht alle Völker zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und seht, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.« Amen.  Mt 28,19-20 NLB

Sie lernten, dass alle Menschen retten wollte. Sie lernten, dass Gottes Reich auch für die Nicht Juden bestimmt war, aber haben sie das verstanden?

In der Apostelgeschichte lesen wir, wie die Apostel zuerst nur unter Juden dienten und predigten. Dann hat der Heilige Geist Petrus berufen, einen römischen Offizier zu besuchen, um die Gute Nachricht von Jesus mitzuteilen. 


Petrus hatte von Jesus selbst mit hörbarer Stimme mitbekommen, dass er alle Völker evangelisieren sollte, aber er und seine jüdischen Gefährten waren erstaunt, als Gott auch die Römer rettete.

Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten.


Und die Gläubigen aus den Juden, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, dass auch auf die Nationen die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde;

denn sie hörten, dass sie in Sprachen redeten und Gott hoch priesen. 
Apg 10,44-46

Jesus hatte mit hörbarer Stimme auch unter vier Augen seine Pläne für die Völker erklärt, aber Petrus konnte oder wollte Jesus nicht verstehen.

Glaubst du, du würdest ohne Missverständnisse Jesus nachfolgen, wenn du nur Gottes Anweisungen mit hörbarer Stimme vernehmen könntest. Wirklich?

Jesus wusste, wir brauchen etwas noch mehr als seine eigene leibhaftige Gegenwart und hörbare Stimme.

Kurz vor seiner Verhaftung und schrecklichen Hinrichtung feierte Jesus das Passahfest mit seinen Aposteln.

Jesus teilte seinen Jüngern etwas Erstaunliches mit.


Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden. Joh 16,7 ELB6

Nach der Abschied des Herrn wurde der Heilige Geist für die Jünger der Helfer, Tröster, Wegweiser, Berater und Gefährte, genau wie Jesus früher war, aber in manchen wichtigen Hinsichten noch besser als die leibhaftige Gegenwart von Jesus.

Vor dem Kreuz war Gott sichtbar mit den Jüngern, aber ab Pfingsten wohnte Gott in ihnen.

Aber am letzten, dem großen Tag des Festes, trat Jesus auf und rief: »Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!

Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leib werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.«

Das sagte er aber vom Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. 
Joh 7,37-39


Wer kann den Heiligen Geist auf diese Weise erleben?

Nur jemand, der Durst hat und Gottes Geist trinkt. Das spricht nicht von einem theologischen Zustand, sondern von einem kraftvollen Erlebnis.

Sankt Patrick erlebte Gottes Gegenwart, Gottes Liebe und Gottes Kraft auf eine dramatische Weise. Durch Patrick und seine Nachfolger transformierte der Heilige Geist Irland und dann große Regionen in Schottland, England und West Europa.

Graf Zinzendorf erlebte tief gehende und dramatische Begegnungen mit Gott. Mit der Führung und der Befähigung des Heiligen Geistes gründete er eine Gebetsbewegung, die Hundert Jahre lang ohne Unterlass dauerte. Durch diese Gebetsbewegung wurden Missionen freigesetzt, die ferne Länder erreichten. 


Durch diese Missionare bekehrte sich John Wesley, der so vom Heiligen Geist gesalbt war, dass ganz England transformiert wurde.


Dienstag, 25. September 2018

Jesus Läßt dich nicht im Stich

Der himmlische Vater gab seinen Sohn für alle, weil Er alle Menschen retten will.

(Gott) will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 1 Tim 2,4 NLB

Warum kommen nicht alle Menschen zu Jesus?

Alle Menschen, die mir der Vater gibt, werden zu mir kommen, und keinen von ihnen werde ich zurückstoßen. Joh 6,37 HfA

Will Gott denn nur manche Menschen zu Jesus ziehen?

Keineswegs!

Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Joh 12,32 ELB6

Jesus wurde am Kreuz erhöht, um unsere Strafe zu leiden, weil wir den Gott, der uns total liebt, abgelehnt haben.

Jesus starb, aber Er blieb nicht tot.

Nach drei Tagen wurde Er von dem Heiligen Geist leibhaftig von dem Grab aufgerichtet.

40 Jahre lang lehrte und ermutigte Er seine Nachfolger und dann wurde Er wieder erhöht, indem er zum Himmel zurückkehrte.

Und es geschah, während er sie segnete, schied er von ihnen und wurde hinaufgetragen in den Himmel. Lk 24,51 ELB6

Gott sehnt danach, alle seine verlorenen Kinder zu retten. Kein Mensch ist davon ausgeschlossen.

Ohne Jesus in deinem Leben bist du durch deine eigene freie Wahl von Gott getrennt, weil du dich entschieden hast, ohne die Liebe Gottes zu leben. Wir alle sind schiefgegangen, weil wir ohne Gott nicht gerecht leben können.

Ohne Gottes Vergebung hast du kein Recht, Gottes Sohn oder Tochter zu sein. Du bist verloren.

Gott ist der einzige Ursprung des Lebens, die einzig Quelle von allem, was gut ist.

Wenn du ohne Jesus stirbst, wirst du immer noch bewusst existieren, aber du wirst allein sein, ohne Gott, ohne menschliche Gemeinschaft, ohne Hoffnung.

Wenn du Gott noch nicht als deinen lieben Vater kennst, will Gott dich jetzt einladen, nach Hause zu kommen.

Übergib dein Leben jetzt in Jesus Händen. Er will dir vergeben. Er will dich versorgen. Er lässt dich nicht im Stich.

Gott sandte seinen Sohn in diese Welt, um alle Menschen mit sich selbst zu versöhnen, aber Jesus wurde abgelehnt und hingerichtet.

Heute ist es nicht anders.

Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; und die Welt erkannte ihn nicht.

Aber allen, die ihn aufnahmen, denen gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; Joh 1,10-12 NLB

Warum hat Gott das gemacht? Gott ist Liebe.

Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. 1 Joh 4,8 NLB

Gottes Absicht für seine Kinder ist, dass sie in einer guten Gemeinde Seine Liebe finden sollten, aber Leider ist Gottes Liebe nicht immer in einer Gemeinde zu finden.

Aber wenn du in einer Gemeinde Gottes Liebe nicht gefunden hast, bitte schreibe Gott nicht ab.


Gott liebt dich, auch wenn seine Gemeinde manchmal versagt.

Alle Menschen, die mir der Vater gibt, werden zu mir kommen, und keinen von ihnen werde ich zurückstoßen. Joh 6,37 HfA

Wenn du durch ein Video in You Tube oder durch dieses Blog zum Glauben kommst, werden manche Gemeinden nicht verstehen, aber Gott lehnt dich nicht ab.

Wenn du ein isolierter Christ bist, hat Gott etwas Besseres für dich vor.

Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. 1 Mose 2,18 L17

Wenn du mit Jesus allein bist, ist Gott stolz auf dich, weil du trotz deiner Isolation ihm treu bleibst, aber weil er dich innig liebt, will er dir auch menschliche Gemeinschaft geben.



Bitte Gott, dir mit christliche Freundschaft zu segnen.

  • Echte Freundschaft ist wichtiger als die Ehe. Die Ehe kann ein Segen sein, oder eine Last.
  • Christliche Freundschaft ist wichtiger als Mitgliedschaft einer Kirche. Mitgliedschaft ohne Liebe ist einsam.

Man kann in manchen Gemeinden liebevolle Gemeinschaft finden, aber manche Kirchen können auch die Liebe ersticken.

Aber Jesus selbst bleibt trotz allem treu.


Wenn du Jesus liebst, steht Jesus immer zu dir. Wenn zwei oder drei Christen in freundlicher Gemeinschaft sind, dann ist Jesus auch da.

Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.« Mt 18,20 NLB

  • Ich bete, du wirst die Liebe Gottes finden.
  • Ich bete, du wirst eine liebevolle Gemeinde oder einen guten Hauskreis finden.
  • Ich bete, du wirst irgendwie Gemeinschaft und Freundschaft finden.

Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. Ps 147,3 NLB

Samstag, 28. Juli 2018

Team Leiterschaft, Gegenseitige Achtung, Freiheit

Ehre schreibt jeder Person, die Gott geschaffen hat, einen hohen Wert zu, unabhängig von ihrem sozialen Status oder geistlichem Zustand. Ehre hebt Menschen zu der hohen Berufung empor, die Jesus für sie hat.

 

Overstreet, Chris (2014-09-19). Übernatürlich evangelisieren: Ein Handbuch für die Praxis (German Edition) (Kindle Locations 331-332). GloryWorld-Medien. Kindle Edition.

Liebt einander mit aufrichtiger Zuneigung  und habt Freude daran, euch gegenseitig Achtung zu erweisen. Römer 12,10. (Hoffnung für Alle) 

 

 Wenn wir einer Gemeinde zugehören, sollen wir die Leiter respektieren. 

 

Wenn du glaubst, die Leiter haben deinen Respekt verloren oder verraten, sollst du vielleicht eine andere Gemeinde suchen. Besser mit Leitern zu dienen, die du respektierst, als unter Leitern zu sein, die du nicht respektieren kannst oder vielleicht nicht respektieren sollst. 

Darf man also Leiter verachten, wenn sie betrügen oder dich arrogant beherrschen wollen? Nein. 

 

Verachtung eines Mitmenschen ist uns als Christen nicht erlaubt. Wir müssen alle Christen lieben und alle vergeben, die uns missbrauchen aber Gott fordert von dir nicht, ein Opfer von Missbrauch zu bleiben. Respekt vor Leitern bedeutet nicht, dass du einem Leiter unabdingbar als Kind oder Sklave gehörst. 

Die meisten Pastoren und Leiter sind normale christliche Menschen aber es gibt Ausnahmen und wir sollen uns Mobbing oder spitzfindiger Kontrolle nicht unterwerfen.

 

  Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder.  

Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.  

Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Mt 23,8-9,11.

 

Wenn ein Leiter oder Pastor dich nicht respektiert, dann ist er kein Diener. Bin ich zu negativ? In den Worten von Jesus in dem Neuen Testament lesen wir viele strenge Warnungen und scharfe Zurechtweisungen in Bezug auf Leiterschaft. 


Aber es ist ein großer Segen, Leiter zu haben, die du wirklich respektieren kannst, ohne deine geistliche Freiheit zu verlieren. 

 

Ich danke Gott für den Pastor meiner Gemeinde und für andere Leiter und Prediger, dich mich durch ihren Dienst enorm segnen.

 

Es ist eine große und ernste Verantwortung, Pastor oder Leiter zu sein.

 

Liebe Brüder, nicht jeder von euch soll ein Lehrer werden; und wisst, dass wir ein desto strengeres Urteil empfangen werden. Jak 3,1

 

Ein Leiter muss leiten, ohne ein absoluter Herrscher zu werden und das ist nicht einfach.

 

Der Pastor meiner Gemeinde setzt einen sehr hohen Stellenwert auf Freiheit. Er sagt, es ist schwieriger, freie Menschen zu leiten als eine Gemeinde zu beherrschen und Menschen zu manipulieren aber er will trotzdem nur freie Menschen leiten.

 

Ein guter Leiter lässt sich auch nicht von anderen manipulieren.

 

Es gibt auch Christen, die hinter dem Autofahrer sitzen wollen und trotzdem versuchen, den Fahrer und das Auto zu kontrollieren. Es gibt Pastoren, die alle und alles kontrollieren wollen aber es gibt auch andere Christen in einer Gemeinde, die den Pastor einschüchtern wollen. Ein guter Leiter lässt sich nicht einschüchtern. 

 

Ein guter Leiter muss wichtige Entscheidungen treffen, nicht nur für sich selbst sondern auch für die Gemeinde. 

 

Wenn wir uns gegenseitig hoch achten, werden wir diese Verantwortung der Leiter respektieren und nicht wie Politiker über alle Entscheidungen in der Gemeinde streiten. 

 

Aber hier müssen wir nicht vergessen, dass in dem Neuen Testament meistens von Team-Leiterschaft die Rede ist. 

 

Erst in dem zweiten Jahrhundert wurde der Bischof der Chef oder Herrscher, aber das ist nicht Gottes Wort sondern Tradition und Kirchengeschichte

 

Gottes Gemeinde ist wie eine Armee in einem geistlichen Kampf. Die Leiter sind wie Offiziere. Gute Offiziere müssen Entscheidungen treffen aber nicht allein. Sie müssen wie Jesus nur das sagen und tun, was sie von Gott hören und sehen.  

 

Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. Joh 5,19 Luther 1984

 

Aber ein Leiter muss nicht nur Gott zuhören, sondern auch als Teamleiter funktionieren und als Mitglied eines Leiterschaft-Teams arbeiten.
 

...denn mit Überlegung soll man Krieg führen, und wo viele Ratgeber sind, da ist der Sieg. Spr 24,6