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Sonntag, 18. August 2024

Befreiung von Echter und Falscher Schuld

Psychologen warnen uns vor der toxischen Wirkung von Schuldgefühlen. Aber viele Prediger verurteilen die Psychologen, weil sie Schuldgefühle als Neurosen wegerklären wollen, anstatt unsere Schuld in Gottes Augen zu erkennen.

In Wirklichkeit sind alle Menschen schuldig, weil wir Gott missachten und unsere Mitmenschen ungerecht behandeln.
 
Als Adam und Eva von der verbotenen Frucht aßen, wurden sie sofort schuldig, weil sie Gott ungehorsam waren.

Aber ihre Schuldgefühle waren zum Teil neurotisch und falsch. Sie schämten sich, nackt zu sein, obwohl es keine Sünde war, gemeinsam als Mann und Frau nackt zu sein.

Gott, der HERR, brachte den Menschen in den Garten Eden. Er sollte ihn bebauen und bewahren.

Er befahl dem Menschen jedoch: »Du darfst jede beliebige Frucht im Garten essen,
abgesehen von den Früchten vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.

Wenn du die Früchte von diesem Baum isst, musst du auf jeden Fall sterben.«
1 Mose 2,15–17 NLB

Dann wurde Eva durch die Lügen des Teufels betrogen.

»Ihr werdet nicht sterben!«, zischte die Schlange.

»Gott weiß, dass eure Augen geöffnet werden, wenn ihr davon esst. Ihr werdet sein wie Gott und das Gute vom Bösen unterscheiden können.«
1 Mose 3,4–5 NLB

Das war eine Lüge. Adam und Eva aß von der verbotene Frucht, und sofort wurden sie unfähig, das Gote vom Bösen richtig zu unterscheiden, denn es war keine Sünde, nackt zu sein.

Diese Verworrenheit sehen wir immer noch. Es gibt Frauen in Afrika, die ohne Schuldgefühle mit nackten Brüsten umhergehen, und es gibt Frauen im Nahen Osten, die sich schuldig fühlen, wenn sie kein Kopftuch tragen.

Jesus starb am Kreuz, um uns von unserer Sünde und Schuld zu befreien.

Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. Jes 53,6 LU84

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.

Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
1. Joh 1,8–9 LU84

Aber viele Christen bekennen ihre Sünden und bleiben trotzdem von Schuldgefühlen belastet. Sie fühlen sich immer noch schuldig, obwohl Gott verspricht, dass ihre Sünden vergeben sind.

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Röm 8,1 LU84

Sie sind von Scham, Unwürdigkeit und Selbstablehnung geplagt.

Eine Frau sündigt oder wird vergewaltigt und sie bekommt ein ungewolltes Baby. Das Kind spürt immer, dass es ungewollt und abgelehnt ist. 

Das Kind lernt, sich zu verachten. Es fühlt sich verantwortlich für das Leiden seiner Mutter.

Das Kind fühlt sich für seine eigene Existenz schuldig. Wenn das Kind dann wirklich sündigt, kann es sich nie vergeben.

Es ist wohlbekannt, dass Frauen, die missbraucht oder vergewaltigt sind, oft von anderen abgelehnt und verurteilt werden. Sie fühlen sich dann schuldig, obwohl sie in Wirklichkeit Opfer waren.

Als Adam und Eva sündigten, brachen sie ihre enge Beziehung zu Gott ab. Ohne eine liebevolle Beziehung zu Gott konnten sie nicht klar zwischen Gut und Böse unterscheiden.

Bist du von Schuld und Scham belastet? Jesus möchte dich einladen, zu ihm zu kommen, damit er dir vollständig vergeben und deine tief verwundete Seele heilen kann.


»Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen. Mt 11,28 NGÜ NT+PS

Montag, 4. April 2022

Wenn du nur wüsstest, was Jesus dir geben will ...

 Jesus verließ Judäa und kehrte nach Galiläa zurück. Es war ein langer Fußmarsch, und mittags machte er eine Ruhepause an einem Brunnen in Samarien.

Dort fand er eine Frau, die Wasser aus dem Brunnen holte.

Für Juden war es ein Tabu, mit Samaritern zu sprechen. Jesus war auch ein Bibellehrer, und kein Rabbiner durfte allein mit einer Frau sprechen.  

Da kam eine Samariterin aus der nahe gelegenen Stadt zum Brunnen, um Wasser zu holen. Jesus bat sie: »Gib mir etwas zu trinken!« Johannes 4,7 HfA

Jesus war mit dieser Frau allein, weil seine Jünger in der nahe gelegenen Stadt einkaufen waren. Die Frau war erstaunt, dass Jesus mit ihr sprach.

Überrascht fragte die Frau: „Wie kannst du mich um etwas zu trinken bitten? Du bist doch ein Jude und ich eine Samaritanerin.“ … Johannes 4,9 NeÜ

Jesus antwortete: „Wenn du wüsstest, welche Gabe Gott für dich bereithält und wer es ist, der zu dir sagt: ‚Gib mir zu trinken‘, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.“
Johannes 4,10 NeÜ

Bist du ein bisschen religiös, tugendhaft und idealistisch? Das ist ein guter Anfang, aber es gibt mehr. 

Viele Pfarrer predigen humanistische Philosophie, und ihrer Zuhörer haben nichts mehr als vage Ideen von Gott und ewige Realität.

Bist du Christ? Erwartest du eine ewige Zukunft im Himmel? Das ist gut. Aber wenn du wüsstest, was Jesus dir hier auf der Erde geben will, würdest du mit Freude beten, und Wunder erwarten.

Bist du in Drogensucht, Prostitution, Porno oder Esoterik verstrickt?

Die Frau in dieser Geschichte war in ihrer Nachbarschaft verachtet, aber sie war vielleicht nicht schuld daran.

„Ich habe keinen Mann“, entgegnete die Frau. „Das ist richtig“, erwiderte Jesus. „Du hast keinen Mann.

Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Da hast du etwas Wahres gesagt.“
Johannes 4,17–18 NeÜ


In dieser Gesellschaft hatte nur der Mann das Sagen. Fünf Ehemänner hatten sie abgelehnt? Warum?

Wie konnte sie dann als fünfmal geschiedene Frau überleben? Als Bettlerin? Als Prostituierte?

Jesus schaute nicht auf ihre Sünden, sondern auf ihre Not. Er liebte sie einfach.

Jesus ist für dich und für deine Sünden am Kreuz gestorben. Er liebt dich einfach.

Egal wo du bist, Jesus will dich segnen.

Wenn du Jesus dein Leben ganz anvertraust, kommt Gottes Geist und wohnt in deinem Geist.

Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt. Epheser 3,20 HfA

Warum erwarten wir so wenig von Gott? Was ist dein Problem?
Hast du versagt? Jesus kann dir Kraft und Weisheit geben, ein neues Leben zu führen.

Bist du in einer farblosen anständigen religiösen Routine verstrickt? Jesus hat die anständigen Juden seiner Zeit aus ihrer religiösen Tretmühle befreit. Jesus hat seinen Jüngern ein neues Leben mit Freude, Freiheit und Abenteuer gegeben.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. Johannes 10,10

Bist du Pornosüchtig? Du kannst mit Porno nie in Gottes Himmel kommen, aber Jesus kann dich befreien.

Jesus wurde am Kreuz gefoltert. Durch sein Leiden hat er die Strafe für alle deine Sünden auf sich genommen.

Wenn du nur wüsstest, wie Gott dir helfen kann und will, würdest du von Herzen um Gottes Hilfe bitten, und du würdest ein neues Leben haben.

 

Freitag, 3. September 2021

Gottes Liebe Empfangen

Wem viel vergeben wird, wird viel lieben.

Jesus war zu Gast bei einem sehr religiösen Pharisäer. Eine berüchtigte sündhafte Frau kam uneingeladen herein und betete Jesus an.

… und sie trat hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen; und sie trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, küsste seine Füße und salbte sie mit der Salbe. Lukas 7,38 SLT

Der religiöse Gastgeber war entsetzt, dass Jesus einer solchen Frau zulassen würde, ihn zu berühren.

Aber Jesus erklärte, dass diese Frau ihn wirklich und zutiefst liebte und dass ihr deshalb ihre vielen Sünden vergeben wurden.

Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben worden, darum hat sie viel Liebe erwiesen; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Lukas 7,47 SLT

Vielleicht glaubst du irgendwie an Jesus, aber du spürst keine tiefe zärtliche Liebe für Gott und für deine Mitmenschen.

Wie kannst du dann Gott mit deinem ganzen Herzen lieben und andere lieben wie du dich selbst liebst?

  • Sollst du über deine Sünden und deine Unwürdigkeit nachsinnen, damit du verstehst, wie deine vielen Sünden von Jesus vergeben worden sind?

  • Sollst du täglich eine Liste deiner Sünden bekennen und jeden Tag Buße tun?

Das funktioniert keineswegs. Warum nicht? Weil du auf dich selbst fokussierst, anstatt auf die Liebe Gottes.

Die Frau in dieser Geschichte war ihrer Unwürdigkeit peinlich bewusst, aber sie dachte nicht an sich selbst, sondern an die Liebe und Gnade, die sie in Jesus erkannte.

Selbstablehnung, Selbstverurteilung und Selbsthass sind völlig nutzlos.

Was sagte Jesus?


Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!

Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
Mt 11,28–30 SLT

Dienstag, 24. August 2021

Verachte Sünder Nie

Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt, und es führt ihn einer zur Umkehr, 

so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken. Jakobus 5,19–20 SLT

Jakobus spricht hier von einem Sünder, aber dieser Sünder ist „jemand unter euch“, das heißt, ein Christ, jemand, der an Jesus glaubt oder christlich erzogen wurde.

Ein Mädchen in einer christlichen Familie liebt Jesus und betetet jeden Tag mit einem unschuldigen Herz. 

Mit sechs oder sieben Jahren wird sie von einem angeblich christlichen Onkel sexuell verführt. Sie versteht nichts davon aber sie genießt die süße sexuelle Erfahrung. Sie versteht nichts von Sünde.

Nach einem Jahr wird der Onkel von Schuldgefühlen überwältigt und er missbraucht das Mädchen nicht mehr. Das Mädchen fühlt sich abgelehnt und verlassen. 

Dann lernt sie, dass diese Erfahrung verboten und sündhaft war und ihre Scham wird unerträglich.

Ihr unschuldiges Gottesvertrauen wird auch gestört und sie fühlt sich unwürdig und einsam. Als Teenager sucht sie Liebe und Anerkennung mit Jungen. Sie wird sexuell aktiv und drogensüchtig.

In der Bibel sehen wir, wie die Pharisäer solche Frauen mit Verachtung behandelten. Es gibt auch heute Christen, die nur die Sünde der Frauen sehen, und nicht ihre gebrochenen Herzen.

Wir müssen lernen, sündhafte Frauen und auch Männer mit der Liebe Gottes zu verstehen, damit wir  ihnen liebevoll helfen können.

Jesus hat harte Worte gegen selbstgerechte religiöse Menschen gesprochen, aber er war mit verachteten Sündern immer freundlich. 

Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt, und es führt ihn einer zur Umkehr, 

so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken. Jakobus 5,19–20 SLT