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Sonntag, 5. Mai 2024

Die Rolle der Frauen im NT

 Im Alten Testament waren die Priester Mittler zwischen den hebräischen Gläubigen und Gott. Sie waren also Fürbitter. Die Juden brachten auch die Opfertiere zu den Priestern, die sie dann im Namen des Volkes Gott darbrachten.

Als Christen sind wir alle, Männer und Frauen, aufgerufen, füreinander zu beten. Gott erhört unsere Gebete durch das Blutopfer seines Sohnes Jesus am Kreuz.

Die Priester waren auch geistliche Lehrer. Sie studierten die Heilige Schrift und lehrten die Menschen, wie sie Gott gefallen können. Da im Neuen Testament christliche Männer und auch Frauen zu Priestern ernannt werden, sind christliche Männer und Frauen dazu berufen, die Bibel zu studieren und zu lehren.

Manche werden jedoch einwenden, dass Paulus die Frauen angewiesen hat, still und unterwürfig zu lernen. Das heißt nicht, dass Frauen keine Lehrerinnen sein können. 

Es bedeutet, dass Frauen erst lernen müssen, bevor sie qualifiziert sind zu lehren. Natürlich dürfen auch Männer nicht zu lehren beginnen, bevor sie als Jünger ausgebildet worden sind.

Eine Frau soll in der Stille und in aller Unterordnung lernen.
Ich erlaube der Frau nicht, zu lehren oder über den Mann zu herrschen; sie soll sich still zurückhalten.
1. Tim 2,11–12 NLB

Hier spricht Paulus eine Situation in Ephesus an, in der Menschen, darunter auch Frauen, eine falsche Lehre vertraten. Es handelte sich um Neubekehrte, die zuvor die heidnische Göttin Artemis verehrt hatten, eine jungfräuliche Göttin, die angeblich eine Quelle der Weisheit und Zauberkraft war.

Viele unverheiratete, jungfräuliche Frauen dienten im Tempel der Artemis und wurden als spirituelle Lehrerinnen geachtet. Als sie Christen wurden, gaben einige von ihnen offenbar weiterhin spirituelle Lehren weiter, aber ihre Lehren waren mit den heidnischen Vorstellungen vermischt, an die sie vor ihrer Bekehrung geglaubt hatten. 

Paulus schrieb an Timotheus und forderte ihn auf, diese Situation zu korrigieren.

Damals, bei meiner Abreise nach Makedonien, habe ich darum gebeten: Du solltest in Ephesus bleiben, um gewissen Leuten dort die Verbreitung von falschen Lehren zu verbieten. 

Sie sollen sich nicht mit erfundenen Geschichten und endlosen Stammbäumen befassen. Denn das führt nur zu sinnlosen Gedankenspielereien. Es dient aber nicht dem Auftrag Gottes, den Glauben zu fördern.

Das Ziel der richtigen Lehre ist vielmehr Liebe. Sie erwächst aus reinem Herzen, gutem Gewissen und aufrichtigem Glauben.
Dieses Ziel haben einige aus dem Auge verloren und sich auf leeres Geschwätz verlegt.
Sie wollen Gesetzeslehrer sein. Aber sie verstehen nichts von dem, was sie sagen und was sie so selbstsicher behaupten.
1. Tim 1,3–7 BB

Welche falschen Lehren wollte Paulus korrigieren?

Die Heiden in Ephesus glaubten, Artemis sei vom Himmel herabgestiegen und die Frauen seien zuerst erschaffen worden. Paulus deutet auf die Schöpfungsgeschichte, nach der Adam vor Eva erschaffen wurde.

Denn zuerst wurde Adam geschaffen, danach erst Eva.
Und nicht Adam hat sich verführen lassen. Sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat damit Gottes Gebot.
1. Tim 2,13–14 BB

Heißt das, dass alle Frauen leichter zu verführen sind als Männer? Die Bibel berichtet immer wieder von Männern und Frauen, die verführt oder werden.

Aber hat Paulus nicht auch ausdrücklich gesagt, dass reife Frauen jüngere Frauen lehren sollen?

Entsprechendes gilt für die älteren Frauen: Sie sollen sich ebenfalls würdevoll verhalten, andere nicht verleumden und nicht dem Wein verfallen sein. Sie sollen fähig sein, Gutes zu lehren. 

Dann können sie die jungen Frauen anleiten, ihre Männer und Kinder zu lieben. Tit 2,3–4 BB

Wenn Frauen andere Frauen lehren sollen, heißt das nicht, dass sie nur Frauen lehren sollen.

Da Frauen ebenso wie Männer zum Priestertum berufen sind, müssen auch Frauen lernen, sich für die biblische Lehre zu rüsten. Paulus schickte Phöbe, um seinen berühmten Brief an die Gemeinde in Rom zu überbringen. Ihre Aufgabe bestand darin, der Gemeinde den Brief vorzulesen und Fragen zu beantworten. Es war ein priesterlicher Lehrauftrag.

Paulus sagt der römischen Gemeinde, dass Phöbe ein Diakon und keine Diakonin ist. Das zeigt, dass Phöbe eine Dienerin des Evangeliums war, d.h. eine Predigerin

Das griechische Wort DIAKONOS ist ein Maskulinum. In den Evangelien kann es sich auf eine Dienerin oder einen Hausdiener beziehen, aber in den Schriften des Paulus bezieht es sich immer auf einen Diener des Evangeliums, d.h. auf einen Geistlichen.

Sonntag, 28. Februar 2016

Geistliche Autorität ist Geistlich, nicht Männlich

Wenn wir geistliche Autorität als eine exklusive männliche Eigenschaft betrachten, denken wir fleischlich.

Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. 2.Kor 5,16

Geistliche Autorität kommt von Gott, der Geist ist, nicht Mann und nicht Frau. 

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 1.Mose 1,27

Am Anfang zeigte Gott seine Autorität als Schöpfer. Geistliche Autorität ist kreativ. 

Gott schuf beide Mann und Frau als sein Ebenbild. 

Beide bringen Gottes Natur und Charakter zum Ausdruck, der Mann nicht mehr als die Frau. 

Gott übergab dem Mann und der Frau die Eigenschaft der Fruchtbarkeit, die Fähigkeit, Leben weiterzugeben, Menschen die auch Gottes Natur haben würden. 

Er segnete sie und sprach: »Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde! 1.Mose 1,28

Gott gab dem Mann und der Frau Autorität über der Erde. Er gab dem Mann keine Autorität über der Frau und er gab der Frau keine Autorität über dem Mann. 

Gottes leitendes Prinzip vom Anfang war Partnerschaft.

Aber hat nicht Gott allein die Menschen geschaffen? Hier gibt Gott uns eine Einsicht in seine eigene Natur. 

Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei...1.Mose 1,26

Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. 

Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war. Spr 8,22-23

Hier spricht “Die Weisheit” ein geheimnisvolles göttliches Wesen, das Gott bei der Schöpfung begleitete. Ist das der Heilige Geist oder Jesus? Die Bibel lässt uns wundern.
Dann sehen wir im Neuen Testament eine klare Offenbarung.

  1. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
  2. Dieses war im Anfang bei Gott.
  3. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. Joh 1,1-3

Gott ist ein Gott, aber Gott ist Vater und Sohn, die in Partnerschaft alles gemacht haben.

Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei...1.Mose 1,26

Als der erste Mensch von einer Frau geboren wurde, sagte Eva:

 Und  der Mensch  erkannte  Eva, seine Frau, und sie wurde schwanger  und  gebar  Kain; und sie sprach: Ich habe einen Mann  erworben  mit  dem Herrn. 1.Mose 4,1

Hier ist kreative Partnerschaft zwischen Gott, Frau und natürlich auch Mann. 

Als Gottes Sohn in die Welt kommen sollte, hat Gott eine Partnerschaft mit einer sehr jungen Frau gefunden (aber nicht sexuell, wie die Moslems behaupten).

Und  der Engel  sprach  zu ihr: Fürchte  dich nicht, Maria, denn  du hast  Gnade  bei  Gott  gefunden;
  • und  siehe, du wirst  im  Leib  empfangen  und  einen Sohn  gebären, und  du sollst seinen  Namen  Jesus  nennen. Lk 1,30-31

Maria musste allein entscheiden, und sie hat entschieden, mit Gott selbst Jesus in die Welt zu bringen. Partnerschaft!

Maria aber sprach zu dem Engel: Wie kann das sein, da  ich ja keinen Mann kenne?
  • Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist  wird auf dich kommen, und  Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren  werden wird, Sohn Gottes genannt werden. Lk 1,34-35

Als Jesus seine Jünger trainierte, lehrte er das Prinzip der Partnerschaft als Schlüsselbegriff für echte geistliche Autorität.

Danach aber bestimmte der Herr noch 70 andere und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er selbst kommen wollte. Lk 10,1

In der Apostelgeschichte sehen wir, dass nicht nur Petrus und Johannes zusammen als Partner dienten, sondern auch Piszilla und Aquilla, das erste Mal in der Bibel, das ein Ehepaar in geistlichem Dienst als Partner lehrten und leiteten.

Das ist ein Vorbild für uns.

Jesus warnte gegen Diktatur und Hierarchie.

  • Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder. 
  • Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. Mt 23,8-9

Jesus lehrte, der Schlüssel der Geistlichen Autorität liegt in Partnerschaft mit Gott und mit einander.