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Dienstag, 18. Mai 2021

Nicht mehr entmündigte Kinder

Und er setzte sich und rief die Zwölf, und er sagt zu ihnen: Wenn jemand der Erste sein will, dann soll er der Letzte von allen und der Diener aller sein. Markus 9,35 ZB 2007

und wer von euch der Erste sein will, soll aller Sklave sein.

Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.
Markus 10,44–45 ELB


Der Hauptpastor in der Gemeinde soll doch dazu da sein, allen zu dienen, oder? 

Es gibt treue Pastoren, von dem alles erwartet wird. Sie sollen 24 Stunden zur Verfügung sein. Viele geben nach ein paar Jahren wegen Burnout auf.

Für manche Christen ist der Pastor der allwissende Retter und auch der Sklave, der kein Leben für sich und seine Familie haben darf.

Einst erzählte unser Pastor von einem Telefonat in der Nacht. Ein Christ in der Gemeinde hatte ihn angerufen.

„Pastor. Es ist 2 Uhr und ich kann nicht schlafen. Kannst du für mich beten?“

Der Pastor antwortete: „Jetzt kann ich auch nicht schlafen.“

Der Pastor ist da, allen zu helfen, aber nicht wie eine junge Mutter mit hilflosen Babys, die nicht schlafen, sodass die Mutter auch nicht schläft.

Die Kehrseite von dieser krankhaften Situation ist, dass manche Mütter verlangen, dass ihre Kinder jahrelang abhängig und unterwürfig bleiben und nie selbständige Erwachsene werden. Die Mutter bleibt immer die Mutter, die immer zu helfen da ist, und die Kinder müssen sich immer unterwerfen.

Leider ist es auch so mit manchen Pastoren. Der Pastor arbeitet wie ein Sklave und erwartet permanente Abhängigkeit und unabdingbaren Gehorsam von den Mitgliedern.

Die meisten sind nicht so extrem und es gibt auch sehr gute Pastoren.

Er selbst, der Herr, hat die einen als Apostel bestellt, die andern als Propheten, wieder andere als Evangelisten oder als Hirten und Lehrer. Epheser 4,11 Bruns

Jesus hat uns begabte Leiter gegeben, aber nicht damit wir permanent abhängige Babys bleiben, und auch nicht, damit wir wie unabdingbar gehorsame Knechte bleiben sollen, die nichts ohne die Erlaubnis des Pastors unternehmen dürfen.

Was ist die Aufgebe der ordinierten Prediger und Leiter?

Sie sollen alle dazu beitragen, dass die Heiligen zur Ausübung ihres Dienstes zubereitet werden und dadurch der Leib Christi gebaut werde.
Epheser 4,12 Bruns

Jesus will auch dir geistliche Gaben schenken, damit du nicht nur dem Pastor in der Gemeinde hilfst, sondern auch dass du ein Scheinwerfer in der Welt sein kannst.

Die ordinierten Prediger sind von Gott beauftragt, unsere Gnadengaben freizusetzen, nicht damit wir permanent in der Gemeinde unauffällig abhängig und unterwürfig bleiben, sondern damit wir in der Welt mit Gottes übernatürlicher Kraft missionieren sollen.


Geht nun hin und macht alle Völker zu Jüngern: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, Matthäus 28,19 ZB 2007

Und wer darf taufen? Nur ordinierte Prediger? Wo steht das geschrieben?

Einst brachte meine Frau und ich eine Familie in die Gemeinde. Sie waren Asylanten aus dem Nahen Osten. Sie wollten sofort taufen lassen, aber unser Pastor konnte das nicht kurz vor Weihnachten tun.

Der Pastor stellte mir eine radikale Frage.

„Warum nicht sollst du sie selbst taufen?“ Das haben wir im Ozean getan. Unser geliebter Pastor kam unerwartet als Zuschauer und Gott hat uns wunderbar gesegnet.
 

Mittwoch, 28. April 2021

Jesus ruft Alle, will Alle retten.

 Es gibt Christen, die positiv denken wollen, aber ihre Denkart ist nicht christlich. 

Jemand ist in Porno verwickelt und er versucht, positiv zu denken.

„Gott ist barmherzig. Ich bin allein durch Gottes Gnade errettet. Jesus hat versprochen, mich nie zu verdammen. Ich darf in meinem Dreck bleiben, aber ich erwarte eine himmlische Zukunft.“
Was sagt die Bibel dazu?

Habt ihr vergessen, dass für Menschen, die Unrecht tun, in Gottes neuer Welt kein Platz sein wird?

Täuscht euch nicht: Wer verbotene sexuelle Beziehungen eingeht, andere Götter anbetet, die Ehe bricht, wer sich von seinen Begierden treiben lässt und homosexuell verkehrt, wird nicht in Gottes neue Welt kommen;

auch kein Dieb, kein Ausbeuter, kein Trinker, kein Gotteslästerer oder Räuber.
1. Kor 6,9-10 HfA


Jesus und Paulus waren extrem positiv.

Denn so hat Gott der Welt seine Liebe gezeigt: Er gab seinen einzigen Sohn, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht ins Verderben geht, sondern ewiges Leben hat.
Johannes 3,16 NeÜ

Kommt alle zu mir, die ihr geplagt und mit Lasten beschwert seid! Bei mir erholt ihr euch.  Matthäus 11,28 NeÜ

Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Röm 5,1 EIN

Es gibt jetzt also kein Verdammungsurteil mehr für die, die ganz mit Jesus Christus verbunden sind.
Römer 8,1 NeÜ

Was sollen wir jetzt noch dazu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer könnte dann gegen uns sein? Römer 8,31 NeÜ

Aber Jesus kam nicht, uns in Sünde und Elend zu trösten, sondern uns von Sünde und Elend zu retten.

Hat Jesus Sünder negativ betrachtet? Keineswegs.

Kommt alle zu mir, die ihr geplagt und mit Lasten beschwert seid! Bei mir erholt ihr euch. 
Matthäus 11,28 NeÜ

Auch Prostituierten sind gestresst und oft traumatisiert. Alle geplagten Frauen und Männer sind vorbehaltlos eingeladen. Jesus liebt auch die Nazis und Menschenhändler.

Jesus sieht in jedem Menschen ein wunderbares Potenzial.

Darum sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Lukas 7,47 ZB 2007

Jesus trieb hunderte Teufel aus einem wilden dämonisierten Mann. Der wurde sofort Evangelist.

Und die ganze Zeit, Tag und Nacht, schrie er in den Grabhöhlen und auf den Bergen herum und schlug sich mit Steinen.

Und als er Jesus von weitem sah, lief er auf ihn zu und warf sich vor ihm nieder
und schrie mit lauter Stimme: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott: Quäle mich nicht!

Er hatte nämlich zu ihm gesagt: Fahr aus, unreiner Geist, aus dem Menschen!
Markus 5,5–8 ZB 2007

Sofort wurde der arme Kerl befreit und ganz normal.

Und als er ins Boot stieg, bat ihn der Besessene, bei ihm bleiben zu dürfen.

Aber er ließ es nicht zu, sondern sagt zu ihm: Geh nach Hause zu den Deinen und erzähle ihnen, was der Herr mit dir gemacht hat und dass er Erbarmen hatte mit dir.

Und der ging weg und fing an, in der Dekapolis kundzutun, was Jesus mit ihm gemacht hatte. Und alle staunten.
Markus 5,18–20 ZB 2007