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Samstag, 28. August 2021

Gott sucht Gemeinschaft mit Dir

 Als es am Abend kühl wurde, hörten sie Gott, den HERRN, im Garten umhergehen. Da versteckten sie sich zwischen den Bäumen. 1. Mose 3,8 NLB

Adam und Eva hatten den Lügen des Widersachers geglaubt und Gott verraten. Sie schämten sich und hatten Angst vor Gott, aber sie glaubten immer noch an Gott.

Wir sind alle in derselben Lage, egal ob wir an Gott glauben oder nicht. Wir verstecken uns und betrachten Gott wie von Ferne.

 Wir können uns von Gott so weit entfernen, dass wir Gott total leugnen. Wir können Atheisten, Hexen oder Nazis werden, aber so weit entfernt waren Adam und Eva nicht.

Eva aß die verbotene Frucht zuerst, aber Adam war nicht besser. Er war mit Eva eng zusammen und sagte nichts.

Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. 1 Mose 3,6 LU

Wenn dein Mann oder deine Frau eine schreckliche Entscheidung trifft, und du schweigend mitmachst, bist du gleich schuldig. Ein Ehemann soll seine Frau von Sünde zurückhalten und eine Frau soll ihren Mann von Sünde zurückhalten.

Adam und Eva erkannten sofort ihre Schuld und schämten sich.

Plötzlich gingen beiden die Augen auf, und ihnen wurde bewusst, dass sie nackt waren. Hastig flochten sie Feigenblätter zusammen und machten sich daraus einen Lendenschurz. 1 Mose 3,7 HfA

Eine unmittelbare Folge der Sünde und der sündhaften menschlichen Natur ist die Scham. Wir sehen unsere sexuelle Natur nicht mehr als unschuldig und schön.

Viele religiöse Menschen glauben, dass ein zölibatäres Leben besser und heiliger ist als eine christliche Ehe. 

Manche religiösen Kirchenväter haben die Idee erfunden, dass die sexuelle Fortpflanzung erst nach dem Sündenfall kam. Dass Sex irgendwie Gottes Plan B war und nur dazu gedacht war, Kinder zu zeugen.

Solche theologischen Vorstellungen sind nur Symptome der Schande, die durch den Sündenfall entstanden ist. Diese theologischen Traditionen sind nur Feigenblätter, die uns nicht helfen, die Versöhnung mit Gott zu finden.

Als Gott im Garten umherging, wusste Er natürlich, was Adam und Eva getan hatten. Trotzdem kam er, die gebrochene liebevolle Gemeinschaft mit dem ersten Ehepaar wiederherzustellen.

Egal wo du dich versteckst, liebt dich Gott immer noch.

  • Versteckst du dich in deinem Job, oder in deiner geschäftigen häuslichen Routine?

  • Versteckst du dich in Drogen oder Alkohol oder Esoterik?

  • Versteckst du dich vielleicht in religiösen Traditionen oder theologischen Studien?

Egal wo du eine Zuflucht ausgesucht hast, will Gott dich suchen. Er weiß schon, wo du bist und er sucht dich gerade wo du bist.

Er versteht dein Herz und deine Abwege, aber er will dich nicht züchtigen. Er sucht dein Vertrauen, damit du freundliche Gemeinschaft mit ihm haben kannst.

Gott weiß, dass wir von seiner Größe, seiner Heiligkeit und seiner Allmacht eingeschüchtert sind.
Er weiß, dass wir Angst vor seinem Urteil haben.

Deshalb hat er sich klein gemacht. Er hat seinen ewigen, allmächtigen Sohn als Mensch auf die Erde geschickt, um als Mensch zu leben und mit uns zu leiden.

Jesus starb am Kreuz, um die Strafe für unsere Untreue auf sich zu nehmen.

Am Kreuz sehen wir Gottes gebrochenes Herz, nicht nur, weil wir schiefgegangen sind, sondern weil er die liebevolle Gemeinschaft mit uns verloren hatte, und auch weil du und ich diese Gemeinschaft mit ihm verloren hatten.

Gott will diese zärtliche Freundschaft mit uns als seinen Kindern zurückhaben. Es ist die Sehnsucht seines Herzens, unsere Gemeinschaft wiederzuhaben, und uns den Segen seiner Freundschaft zu geben.

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16 LU

Donnerstag, 8. Juli 2021

Nachfolge oder nur Theologie?

Tatsache ist, dass viele von uns theologisch zu klug geworden sind, um unsere Feinde zu lieben, sich um die Armen zu kümmern, für die Benachteiligten und an der Seite der Kranken einzutreten und den Menschen zu helfen, die Scherben ihres zerrütteten Lebens aufzusammeln.
Wir perfektionieren die Glaubensbekenntnisse und lehnen die Bedürfnisse ab. 

Beth Moore. Twitter 07/07/21. (Aus dem Englischen übersetzt.)

Es ist gut, Gott besser zu verstehen, aber wenn unsere Kenntnisse von Gott meistens theoretisch sind, können wir nur religiös sein, ohne Jesus nachzufolgen.

Wann sandte Jesus seine Jünger aus, um die Kranken zu heilen? Nachdem sie ihre theologische Ausbildung abgeschlossen hatten? Keineswegs.

Für Jesus war Barmherzigkeit und praktischer Glaube wichtiger als fehlerlose Theologie.

Gott hat viele Glaubenshelden in der Kirchengeschichte aufgerichtet, Männer und Frauen, die Gottes rettende Gnade in vielen Ländern weitergegeben haben. Aber waren sie alle theologisch fehlerlos?

Martin Luther, John Wesley und Dietrich Bonhoeffer tauften Babys. Die Baptisten taufen nur Gläubige.

Luther, John Knox und Charles Spurgeon glaubten, dass die Errettung niemals rückgängig gemacht werden kann.

John Wesley glaubte, dass ein wirklich bekehrter Christ immer noch die freie Wahl hat, sich von Gott abzuwenden und in der Hölle zu landen.

Luther, Wesley, Bonhoeffer und Spurgeon waren ordinierte Pastoren oder Pfarrer, aber Watchman Nee, der große Pioneer der Hauskirchenbewegung in China, glaubte nicht daran.

Leider gibt es so viele Christen, die intensiv streben, alles zu verstehen und immer recht zu haben, sodass sie überhebliche und untaugliche religiöse Kopfmenschen werden.

Wenn du etwas über Gott lernst, musst du diese neue Einsicht in die Praxis umsetzen, um besser zu beten und anderen Menschen besser zu helfen. Andernfalls wirst du in einer toten Religion stecken bleiben.

Jesus kritisierte die Schriftgelehrten, weil sie von biblischen Kenntnissen vollgestopft waren, aber Jesus nicht anerkennen wollten.

Ihr durchforscht die Heilige Schrift, weil ihr meint, in ihr das ewige Leben zu finden. Und tatsächlich weist gerade sie auf mich hin.

Dennoch wollt ihr nicht zu mir kommen, um dieses Leben zu haben.
Johannes 5,39–40 HfA


Aber was geht uns das an? Wir glauben doch an Jesus, oder?

Aber unser Glauben ist nutzlos, wenn wir meinen es sei genug, richtig zu denken und richtig zu predigen.

Jesus sagte nicht, lerne fehlerlos zu denken. Er sagte: „Folge mir nach!“

Was tust du, um leidenden Menschen zu helfen? Betrachtest du Prostituierte, Drogensüchtigen oder Homosexuellen mit einer kritischen Haltung oder mit tiefem Mitgefühl?

Liebst du Christen von anderen Konfessionen als deine Brüder und Schwester? Liebst du sie wirklich?