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Samstag, 27. November 2021

Fokussiere auf Jesus, nicht auf die Finsternis

Paulus predigte Freiheit.

So hat uns Christus also wirklich befreit. Sorgt nun dafür, dass ihr frei bleibt, und lasst euch nicht wieder unter das Gesetz versklaven. Galater 5,1 NLB

Paulus lehrte, dass die nicht-jüdischen Christen nicht verpflichtet waren, nach allen Gesetzen zu leben, die Gott durch Mose gegeben hatte. Sie sollten nicht lügen, stehlen oder sexuell ausschweifen, aber sie waren nicht verpflichtet, verbotenes Fleisch zu essen, und die Männer sollten nicht beschnitten werden.

Doch dann stoßen wir auf ein Paradoxon. Die Christen sollten von den jüdischen Gesetzen befreit sein, aber sie mussten sich trotzdem den römischen Gesetzen unterwerfen.

Ihr Sklaven sollt euren irdischen Herren gehorchen. Achtet und ehrt sie und dient ihnen mit aufrichtigem Herzen, wie ihr Christus dient. Epheser 6,5 NLB

1800 Jahre später führte William Wilberforce einen erbitterten politischen Kampf gegen die Sklaverei im britischen Reich. Er war ein überzeugter Christ. Er behauptete, Sklaverei sei grausam und gegen Gott.

In den Vereinigten Staaten war Sklaverei normal, aber viele Christen wollten die Sklaverei abschaffen. Als Präsident Lincoln die Sklaverei für illegal erklärte, haben die Bundesländer im Süden sich geweigert, die Sklaven zu befreien.

Das führte du dem amerikanischen Bürgerkrieg zwischen 1861 und 1865. Viele Christen kämpften auf beiden Seiten.

Die baptistische Kirche war sehr stark, aber viele Baptisten waren gegen die Sklaverei, während andere die Sklaven behalten wollten. Die baptistische Kirche war sehr stark, aber viele Baptisten waren gegen die Sklaverei, während andere die Sklaven behalten wollten.

 Die Führung der Baptistenkirche erklärte, dass kein Pastor Sklaven besitzen dürfe, aber die meisten Südbaptisten akzeptierten dies nicht. So entstand die Konfession der „Southern Baptists“.

In unserer Zeit sehen wir überall religiöse Bürgerkriege zwischen Christen.

Im Jahr 1908 kam es in Deutschland zu einem schrecklichen Streit zwischen charismatischen und anti charismatischen Christen.

In Irland tobte bis vor 20 Jahren ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Presbyterianern in Nord Irland.

In Amerika führte Martin Luther King einen friedlichen Aufstand gegen die rassistische Unterdrückung der schwarzen Amerikaner. Genau wie im Bürgerkrieg im neunzehnten Jahrhundert waren viele Christen auf beiden Seiten des Konflikts.

Jetzt sehen wir bittere Streite im Internet und auf der Straße.

Es gibt heftige Proteste in Amerika wegen der vielen schwarzen Amerikaner, die von der Polizei erschossen werden. Viele Christen wollen protestieren, aber es gibt auch Christen, welche „Black Lives Matter“ als kommunistische Rebellion verwerfen.

Es gibt auch heftige Debatten über Covid, über Impfung, Impfpflicht, Lockdowns usw. Viele Christen sind auf beiden Seiten involviert.

Wie können wir in diesem Chaos unseren Weg finden? Wir können die Antwort in der Bibel finden. Ich meine hier nicht in Offenbarung, wo wir die Geschichte des Malzeichens des Tieres sehen.

Ich meine in 1 Mose, in der Geschichte von Adam und Eva. Adam und Eva hatte zwei Möglichkeiten. 

Entweder würden sie in enger persönlicher Gemeinschaft mit Gott den richtigen Weg lernen, oder sie würden die verbotene Frucht essen, und versuchen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, aber nicht mit der unmittelbaren Führung Gottes.

Wenn der Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen im Vordergrund deines Bewusstseins steht, bist du schon auf dem Abweg. Du kannst Rassist sein oder gegen Rassismus, aber wenn Rassismus in deiner Gedankenwelt dominant ist, bist du auf dem falschen Weg.

Du kannst für oder gegen Impfung sein, aber wenn Covid und Impfstoff deine Gedankenwelt beherrscht, bist du schiefgegangen, egal ob du recht hast oder nicht.

Nur in enger Gemeinschaft mit Jesus kannst du den richtigen Weg finden.

In vielen religiösen Konflikten wirst du Bibeltexte finden, die beide Seiten scheinbar bestätigen. 

Nur Gott selbst kann dir den richtigen Weg zeigen.

»Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken«, sagt der HERR, »und meine Wege sind nicht eure Wege.

Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so viel höher stehen meine Wege über euren Wegen und meine Gedanken über euren Gedanken.
Jesaja 55,8–9 NLB

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.
Matthäus 11,28 NLB

Gott will uns lehren, mit seiner persönlichen Führung und mit biblischer Weisheit, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.

Wir sollen die Machenschaften des Feindes erkennen, aber du und ich sind nicht berufen, an jedem Kampf aktiv teilzunehmen
.

Dienstag, 14. September 2021

Gottes Gegenwart in deinem Alltag

Es gibt Christen, die an biblischen Wahrheiten festhalten, aber sie sind nicht begeistert von geistlichen Erfahrungen oder starken Emotionen.

Es stimmt, dass unsere Gefühle keine zuverlässige Grundlage für unseren Glauben sein können, aber Gott ist Liebe. Ohne starke Gefühle ist die Liebe nur eine abstrakte theologische Idee.

Die Grundlage unseres Glaubens ist die Bibel. Die Heilige Schrift ist von Gott selbst. Wir müssen die klaren theologischen Aussagen in der Bibel als maßgebend verstehen, aber es ist ein großer Fehler, nur auf theologische Aussagen zu fokussieren.

In der Bibel finden wir auch die Erlebnisse von treuen Juden und Christen, die Gott liebten. 

Wie ein Hirsch lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele, o Gott, nach dir! Psalm 42,2 SLT

Diese Erfahrungen sind ebenso wichtig wie theologische Aussagen. Sie gehören zusammen, wie Fleisch und Blut, wie Wahrheit und Liebe, wie Licht und Leben.

Wenn wir versuchen, Gefühle und Erfahrung von Wahrheit zu trennen, gehen wir total schief.

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Galater 5,22 SLT

Das ist eine theologische Aussage. Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung sind nicht Gefühle, sondern Tugenden.

Auch Liebe ist eine Tugend, aber nicht nur eine Tugend. Liebe ohne Gefühle ist nicht Liebe.
Friede ohne Gefühle ist nicht Friede. Freude ohne Gefühle ist nicht Freude.

In Psalm 42 spricht der Psalmist von seiner Sehnsucht für Gottes Gegenwart in den Gottesdiensten in der Stifthütte oder im Tempel. Wo Gott seine Heilige Gegenwart offenbart, erleben wir etwas.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen eine Landkarte und eine schöne fruchtbare Landschaft. Theologische Aussagen sind unsere unentbehrliche Landkarte, aber Gottes unmittelbare Gegenwart ist unser gelobtes Land.

Ich habe wunderbare Segnungen in Gottesdienste erlebt. Hoffentlich du auch, aber wir leben nicht mehr in dem Alten Bund. Im Alten Bund war Gottes spürbare Gegenwart meistens in dem Tempel zu finden, aber 50 Tage nach seinem Tod am Kreuz, hat Jesus uns seinen Heiligen Geist vom Himmel gesandt.

Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.
Johannes 7,38–39 SLT


Es ist wunderbar, wenn du in einem gesegneten Gottesdienst eine neue Erfrischung durch den Heiligen Geist erfährst, aber manchmal ist es noch besser, wenn du Gottes Herrlichkeit in deinem täglichen Leben zu Hause oder bei einem Spaziergang im Park spüren und genießen kannst.

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. Offenbarung 3,20 SLT

Das ist nicht nur eine Einladung für die noch nicht bekehrten, sondern eine Einladung für Christen, eine spürbare Gemeinschaft mit Gott zu genießen, und zwar in deinem alltäglichen Leben.

Samstag, 28. August 2021

Gott sucht Gemeinschaft mit Dir

 Als es am Abend kühl wurde, hörten sie Gott, den HERRN, im Garten umhergehen. Da versteckten sie sich zwischen den Bäumen. 1. Mose 3,8 NLB

Adam und Eva hatten den Lügen des Widersachers geglaubt und Gott verraten. Sie schämten sich und hatten Angst vor Gott, aber sie glaubten immer noch an Gott.

Wir sind alle in derselben Lage, egal ob wir an Gott glauben oder nicht. Wir verstecken uns und betrachten Gott wie von Ferne.

 Wir können uns von Gott so weit entfernen, dass wir Gott total leugnen. Wir können Atheisten, Hexen oder Nazis werden, aber so weit entfernt waren Adam und Eva nicht.

Eva aß die verbotene Frucht zuerst, aber Adam war nicht besser. Er war mit Eva eng zusammen und sagte nichts.

Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. 1 Mose 3,6 LU

Wenn dein Mann oder deine Frau eine schreckliche Entscheidung trifft, und du schweigend mitmachst, bist du gleich schuldig. Ein Ehemann soll seine Frau von Sünde zurückhalten und eine Frau soll ihren Mann von Sünde zurückhalten.

Adam und Eva erkannten sofort ihre Schuld und schämten sich.

Plötzlich gingen beiden die Augen auf, und ihnen wurde bewusst, dass sie nackt waren. Hastig flochten sie Feigenblätter zusammen und machten sich daraus einen Lendenschurz. 1 Mose 3,7 HfA

Eine unmittelbare Folge der Sünde und der sündhaften menschlichen Natur ist die Scham. Wir sehen unsere sexuelle Natur nicht mehr als unschuldig und schön.

Viele religiöse Menschen glauben, dass ein zölibatäres Leben besser und heiliger ist als eine christliche Ehe. 

Manche religiösen Kirchenväter haben die Idee erfunden, dass die sexuelle Fortpflanzung erst nach dem Sündenfall kam. Dass Sex irgendwie Gottes Plan B war und nur dazu gedacht war, Kinder zu zeugen.

Solche theologischen Vorstellungen sind nur Symptome der Schande, die durch den Sündenfall entstanden ist. Diese theologischen Traditionen sind nur Feigenblätter, die uns nicht helfen, die Versöhnung mit Gott zu finden.

Als Gott im Garten umherging, wusste Er natürlich, was Adam und Eva getan hatten. Trotzdem kam er, die gebrochene liebevolle Gemeinschaft mit dem ersten Ehepaar wiederherzustellen.

Egal wo du dich versteckst, liebt dich Gott immer noch.

  • Versteckst du dich in deinem Job, oder in deiner geschäftigen häuslichen Routine?

  • Versteckst du dich in Drogen oder Alkohol oder Esoterik?

  • Versteckst du dich vielleicht in religiösen Traditionen oder theologischen Studien?

Egal wo du eine Zuflucht ausgesucht hast, will Gott dich suchen. Er weiß schon, wo du bist und er sucht dich gerade wo du bist.

Er versteht dein Herz und deine Abwege, aber er will dich nicht züchtigen. Er sucht dein Vertrauen, damit du freundliche Gemeinschaft mit ihm haben kannst.

Gott weiß, dass wir von seiner Größe, seiner Heiligkeit und seiner Allmacht eingeschüchtert sind.
Er weiß, dass wir Angst vor seinem Urteil haben.

Deshalb hat er sich klein gemacht. Er hat seinen ewigen, allmächtigen Sohn als Mensch auf die Erde geschickt, um als Mensch zu leben und mit uns zu leiden.

Jesus starb am Kreuz, um die Strafe für unsere Untreue auf sich zu nehmen.

Am Kreuz sehen wir Gottes gebrochenes Herz, nicht nur, weil wir schiefgegangen sind, sondern weil er die liebevolle Gemeinschaft mit uns verloren hatte, und auch weil du und ich diese Gemeinschaft mit ihm verloren hatten.

Gott will diese zärtliche Freundschaft mit uns als seinen Kindern zurückhaben. Es ist die Sehnsucht seines Herzens, unsere Gemeinschaft wiederzuhaben, und uns den Segen seiner Freundschaft zu geben.

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16 LU

Montag, 23. August 2021

Gemeinschaft mit Gott Selbst

Wenn wir an Jesus glauben, sind wir errettet.

Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist;

und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das?
Johannes 11,25–26 ELB


Was ist dieser Glaube, wodurch wir errettet sind? Viele sind als Babys getauft, aber sie wissen nicht was geschehen ist.

Manche werden als Erwachsene getauft, aber man sieht danach in ihrem Leben keine Spur von Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Manche werden liebevolle Menschen, aber andere werden bloß religiös und selbstgerecht.

und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das? Johannes 11,26 ELB

„der da lebt und an mich glaubt.“ Jesus spricht von einem andauernden Leben, das vom Glauben bestimmt und geprägt ist.

Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger;
und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
Johannes 8,31–32 ELB


Was bedeutet, „in meinem Wort bleibt“?

  • Du sollst die Bibel jeden Tag lesen? Eine gute Idee, aber ist das, was Jesus meinte?
  • Gottes Gebote halten? Auch gut. Wir müssen Gottes Gebote nicht missachten.


Jesus lehrte die Bibel ganz anders als die frommen Juden seiner Zeit.

Jesus war hundert Prozent Bibelmensch, aber er sprach von etwas anders, von einer lebendigen Beziehung mit sich selbst.

Jesus rügte die frommen Bibelprofis, die ihn zuhörten.

Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;
und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.
Joh 5,39–40 ELB


Was meinte Jesus, als er die Juden ermahnten, sie sollten in seinem Wort bleiben?

Sie sollten so leben, wie Jesus selbst lehrte. Es reicht nicht, mit biblischer Wahrheit einverstanden zu sein. Wir müssen die Lehren von Jesus täglich umsetzen.

Aber wie kann man seine Feinde lieben? Nicht nur nett zu schwierigen Menschen sein, nicht nur für die Bekehrung von Sündern beten, sondern wirklich von der Liebe Gottes zu bösen Menschen berührt werden?

Wir müssen die Lehren von Jesus ernst nehmen, aber das reicht auch nicht.

Als Jesus vor dem Kreuz seine Jünger rief, ihm nachzufolgen, war das sowohl ein Gebot als auch eine Einladung, in persönlicher Gemeinschaft mit ihm zu leben. Petrus und Andreas mussten ihr Fischerboot hinter sich lassen. Matthäus musste sein Geschäft aufgeben.

Damals war Jesus ein umherziehender Prediger. Nachfolge bedeutete oft mit ihm umherzuziehen.

Es gibt auch heute neu bekehrte Christen, die ihren Job oder ihre Heimat verlassen müssen, aber viele sollen bleiben, wo sie sind.

Was bedeutet heute Nachfolge?

Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Römer 8,14 SLT

Wir haben heute keine sichtbare Gemeinschaft mit Jesus, aber wir haben Gottes Einladung, in Gemeinschaft mit seinem Geist zu erleben. 

Der Heilige Geist ist kein theologischer Begriff, sondern eine liebevolle Person, eine Person, die dich liebt, wie Jesus selbst.

Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! Amen. 2. Korinther 13,13 SLT

Wir können nur dann so leben, wie Jesus es will, wenn wir uns von der Liebe Gottes innerlich verändern lassen. Jesus hat seinen Heiligen Geist gesandt, um diese innere Heilung zu bewirken.

Montag, 12. April 2021

Der Heilige Geist in Dir

 Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist! Matthäus 5,48 SLT

Es gibt verschiedene Bibelverse, wo man die Erwartung finden kann, dass wir vollkommen frei von Sünde sein können, und ohne Sünde sein müssen.

Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Rom 5,1 EIN

Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? 

Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben? Römer 6,1–2 SLT

Sünde vergiftet dein Leben. Wir müssen niemals die Sünde leichtfertig beschwichtigen oder tolerieren.

Aber die Bibel warnt uns auch, dass wir niemals das Ziel der Sündlosigkeit komplett erreichen werden.

Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.
1. Johannes 1,8–9 SLT


Der Apostel Paulus hat einen schmerzhaften inneren Kampf gegen Sünde und Schuld erlebt.

Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?

Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! So diene ich selbst nun mit der Gesinnung dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.
Römer 7,24–25 SLT


Wie der Apostel Johannes (oben) geschrieben hat, werden wir niemals 100% ohne alle Sünde sein, aber wenn wir auf unsere Fehler und Sünden fokussieren, werden wir ein elendes Leben führen.

Ein leeres Glas ist nicht ganz leer, so wie ein gutes Leben nicht ganz sündlos ist. Ein leeres Glas ist voll mit Luft.

Wie kannst du die Luft loswerden? Wenn du Wasser oder Kaffee in das Glas gießt, muss die Luft raus.

Ich sage aber: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches nicht erfüllen. Galater 5,16 ELB

Ich will damit nur sagen: Lasst den Geist Gottes euer Leben bestimmen, dann könnt ihr den Begierden in euch widerstehen.
Galater 5,16 NeÜ

Du kannst nie durch tugendhafte Anstrengung Gott gehorchen. Es ist unmöglich.

Du kannst Gott nur befriedigen, indem du in einer engen persönlichen Beziehung mit dem Heiligen Geist lebst.

Und berauscht euch nicht mit Wein – das bringt nur Unheil –, sondern lasst euch erfüllen vom Geist: 

Lasst in eurer Mitte Psalmen ertönen, Hymnen und geistliche Lieder, singt und musiziert dem Herrn aus vollem Herzen, Epheser 5,18–19 ZB 2007

Paulus sagt, wir müssen uns immer wieder vom Heiligen Geist erfüllt werden und in liebevoller Gemeinschaft mit Gott und anderen Christen leben.

So werden wir in Gottes Licht leben, und Gottes Licht enthüllt was böse ist und treibt Finsternis aus.