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Mittwoch, 16. Juni 2021

Gott erleben oder nur Glaubenssätze

 Vielleicht strebst du, gerecht und richtig zu leben, und Gottes Wahrheit bekanntzumachen. Das ist gut, aber die Menschen in deiner Umwelt werden Gottes Wahrheit nur erkennen, wenn sie Gottes Gnade und Liebe in dir sehen und spüren.

Du kannst tugendhaft leben und von Gottes Gnade und Liebe sprechen, aber wenn du Gottes Liebe nicht erlebst und genießt, werden andere nur religiöses Gerede hören.

Manche mögen deine Tugend respektieren, aber sie wird in ihren Herzen keine Sehnsucht nach Gottes Liebe wecken.

An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke!

Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.
Johannes 7,37–39 ELB


Du kannst nur weitergeben, was du empfangen hast. Wenn du nur Glaubenssätze empfangen hast, kannst du nur Glaubenssätze weitergeben.

Leider gibt es in manchen Gemeinden viele, die mit Glaubenssätzen zufrieden sind, aber die Menschen in der Welt interessieren sich überhaupt nicht für Glaubenssätze. Viele hungern und dürsten nach einer Realität, die sie erleben können.

Gott hat seinen ewigen unendlich geliebten Sohn nicht in die Welt gesandt, nur eine Religion zu gründen. Willst du Gott erleben, wie die ersten Jünger des Herrn? Warum nicht?

Wir finden Vorbilde für unseren Glauben schon im Alten Testament.

Vor dem Sündenfall gingen Adam und Eva mit Gott im Garten spazieren.

Dann sehen wir Henoch.

Sein ganzes Leben führte Henoch in enger Gemeinschaft mit Gott. Er wurde 365 Jahre alt. Dann war er plötzlich nicht mehr da – Gott hatte ihn zu sich genommen!
1 Mose 5,23–24 HfA


Dieser Mann war sicher ein Glaubensheld in einer Bibelgeschichte, aber was hat das mit uns zu tun, mit ganz gewöhnlichen Christen?

Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.
Johannes 7,38–39 ELB


So beschreibt Jesus seine Absicht für ganz normale Christen, für uns. Wie kann das anders als ein überwältigender Segen sein? 

Wenn wir die Erfüllung mit dem Heiligen Geist nicht als eine dramatische Heimsuchung erleben, ist etwas tragisch schiefgegangen.

Aber für viele Christen ist die Erfüllung mit dem Heiligen Geist nur ein trockener Lehrsatz. Das kann nicht sein!


Dann sehen wir Abraham.

... Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vater Abraham, als er in Mesopotamien war, ehe er in Haran wohnte,

und sprach zu ihm: »Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft, und komm in das Land, das ich dir zeigen werde!«
Apostelgeschichte 7,2–3 ELB

Abraham kannte keine Lehrsätze. Er erlebte eine Heimsuchung von Gottes Herrlichkeit.

Wir dürfen die Lehren in der Bibel nicht wegwerfen und nur Erlebnisse suchen.

Aber so viele klammern sich fest an Geboten und Bibeltexten und haben Angst vor Heimsuchungen von Gott selbst. Das ist ein tragischer Fehler.

Wenn du an biblischen Gebote festklammern willst, dann kannst du diesen Bibelvers überlegen.

Und berauscht euch nicht mit Wein – das bringt nur Unheil –, sondern lasst euch erfüllen vom Geist: Epheser 5,18 ZB 2007

Trunkenheit ist eine dramatische Erfahrung, die negative Nachwirkungen hat, aber wenn du mit dem Heiligen Geist erfüllt bist, soll es auch eine dramatische Erfahrung sein, aber mit himmlischen Auswirkungen.

Gott will dich mit allerlei Segen überwältigen, weil er dich unermesslich liebt, und um durch dein Leben die Menschen um dich zu segnen.

Freitag, 11. Juni 2021

Schränke Gott nicht ein!

 Eine Frau hatte ihr Augenlicht verloren. Ihre Augen waren schwer verletzt und kein Arzt konnte ihr helfen. Sie besuchte einen Gottesdienst, in dem der Prediger für Heilung betete.

Sie begann wieder zu sehen und war begeistert, aber als sie ihre wunderbare Nachricht mit ihrer Familie teilte, wollten diese nicht glauben, obwohl sie deutlich beobachteten, wie sie sehen konnte.
Dann begann sie, an sich selbst zu zweifeln, und nach kurzer Zeit konnte sie nicht mehr sehen.

Gott will uns unfassbar segnen, aber oft wollen wir nicht daran glauben. Ein negativer Gedanke ist in unserer Denkweise fest verwurzelt.

„Es ist zu schön, um wahr zu sein.“ Mit diesem Gedanken blockieren wir oft die wunderbaren Gaben, die Gott uns schenken möchte.


Nachdem Jesus am Kreuz gestorben war, waren die Jünger traumatisiert. Sie hatten geglaubt, dass Jesus als Messias Israel von römischer Besatzung befreien würde, und dann war er gestorben.

Es war angeblich zu schön, um wahr zu sein. Die Zeit für Israel war noch nicht gekommen, aber Gott hatte noch bessere Pläne für seine Jünger.

Da fragten ihn die, welche zusammengekommen waren, und sprachen: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel die Königsherrschaft wieder her?

Er aber sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, die Zeiten oder Zeitpunkte zu kennen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat;

sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!
Apostelgeschichte 1,6–8 Schlachter 2000


Gott sei Dank haben die Jünger geglaubt. Wie lesen in der Apostelgeschichte, wie die Jünger mit derselben wunder-wirkenden Kraft gedient haben, wie Jesus selbst vor seinem Tod am Kreuz.

Dann sehen wir im Markusevangelium, wie Jesus seine Jünger ermächtigt und bevollmächtigt, seinen wundertätigen Dienst fortzusetzen. Galt das nur für die Apostel? Nein. Es war für alle, die glaubten.

Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden;

werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.
Markus 16,17–18 ELB


Aber manche Christen wollen nicht glauben, das diese Verheißung immer noch für unsere Zeit gilt.

Manche zweifeln, ob diese Passage zu dem Markusevangelium wirklich gehört, weil es vielleicht nicht von Markus selbst nicht geschrieben wurde.

Es ist möglich, dass Markus diese letzte Passage nicht schrieb. Na und!
Die ersten fünf Bücher der Bibel sind der Urheberschaft von Mose selbst zugeschrieben, aber das letzte Kapitel von 5. Mose wurde offensichtlich nicht von Mose geschrieben.

Und Mose, der Knecht des HERRN, starb dort im Land Moab nach dem Wort des HERRN. Deuteronomium 34,5 ELB

Als ich diesen Vers las, brach ich in Tränen aus. Das ist für mich nicht normal. Der Heilige Geist hat mir auf diese Weise mitgeteilt, wie Gott selbst sich fühlte, als Mose sterben musste. Er wollte Mose noch viel mehr segnen.

Dann hörte ich die Stimme Gottes als einen deutlichen aber unhörbaren Gedanken.

„Bitte schränke Gott nicht ein.“

Bitte öffne dein Herz für viel mehr Segen und Wunder von Gott.

Samstag, 8. Mai 2021

Ich bin Gottes Baustelle

Ich fühle mich so unvollkommen, so fehlerhaft, so mangelhaft, aber Gott nimmt mich als seinen Sohn an. Nur aufgrund dessen, was Jesus am Kreuz getan hat, indem er für all meine Sünden bezahlt hat.

Meine Schuld ist getilgt.

Ich bin ein halbfertiges Werk, aber Gott sieht das Endprodukt.

Ich bin eine Baustelle, aber Gott ist der Architekt und Baumeister. Er liebt es zu sehen, wie sein schönes Haus Gestalt annimmt.

Gott erfreut sich an der Arbeit, die er in meinem Leben ausführt.

Als ich diese Gedanken auf meinem Computer schrieb, fühlte ich mich von dem Geist Gottes und seine Liebe bewegt. 

Dann spürte ich, dass ich diese Worte ein bisschen umgestalten durfte, sodass Gott selbst zu mir direkt spricht.

Du fühlst dich so unvollkommen, so fehlerhaft, so mangelhaft, aber Ich nehme dich als meinen Sohn an. Nur aufgrund dessen, was Jesus am Kreuz getan hat, indem er für all deine Sünden bezahlt hat.

Deine Schuld ist getilgt.

Du bist eine laufende Arbeit, aber ich sehe das Endprodukt.

Du bist Meine Baustelle, und Ich bin der Architekt und Baumeister. Ich liebe es zu sehen, wie mein schönes Haus Gestalt annimmt.

Ich erfreue mich an der Arbeit, die Ich in deinem Leben ausführe.

Wenn also jemand mit Christus verbunden ist, ist er eine neue Schöpfung: Was er früher war, ist vergangen: Sieh doch, etwas Neues ist entstanden! 2. Korinther 5,17 NeÜ

Freitag, 16. April 2021

Krebs Geheilt. Eine harte Probe

 Du hast wahrscheinlich manche Filme oder Romane sehr gern. Wenn du das Happyend siehst oder liest, macht es dir viel Freude.

Aber stell dir vor, du hättest nur die letzte Viertelstunde deines Lieblingsfilms gesehen, würdest du den Film immer noch lieben?

Wenn du nur das letzte Kapitel deines Lieblingsbuches gelesen hättest, wie würde es dir gefallen?
Wir lieben Humor, Unsicherheit und Abenteuer.

Aber in deinem eigenen Leben würdest du oft gern nur das Happyend erreichen.

Im September 2018 hatte ich ein Bluttest. Die Hausärztin sagte, meine Prostata war vielleicht nicht in Ordnung. Ich musste einen Urologen besuchen. Ich hatte einen MRT-Scan und zwei Tumoren waren sichtbar. Ich betete intensiv für Heilung. Bitte kein Krebs!

Unterwegs zum Krankenhaus für eine Biopsie betete ich für Heilung und glaubte, Gott erhörte.
Du kannst gut verstehen, dass der Befund der Biopsie ein Schock war. Krebs!

„Lieber Gott, ich verstehe dich nicht mehr. Ich habe geglaubt, du heilst mich und jetzt lässt du das zu? Wie kann das sein?“

Ich war total verdutzt. Ich wollte keine Strahlungstherapie haben. Die Nebenwirkungen können sehr unappetitlich sein.

Dann ging ich spazieren. Die Gegenwart Gottes kam auf mich wie eine tröstende Wolke voller Frieden.

Ich hörte die Stimme Gottes in meinen Gedanken. „Ich habe das erlaubt, um dir ein Zeugnis zu geben.“


Ich hatte immer wieder Blut-teste. Ich war bereit, Strahlungstherapie zu haben, wenn die Blut-Teste nicht besser wurden, aber nach ein paar Monate wurden die Blut-Teste Befunde immer besser.

Spannung und Abenteuer sind in einem Buch oder Film schön und gut, aber ein deinem eigenen Körper kein Spaß.

Ich besuchte mehrmals Gottesdienste, wo für Kranken gebetet wurde. Ich spürte immer wieder starke Ermutigung vom Heiligen Geist.

Ich erwartete, dass die bösartigen Tumoren verschwinden würden. Meine Blut-Teste waren immer noch gut.

Mehr als ein Jahr verging und ich besuchte den Urologen wieder. Ich bat um eine zweite Biopsie und ich erwartete Heilung.

Ich glaubte Gott, aber ich war zum Teil enttäuscht. Der gefährlichste Tumor war verschwunden, aber es waren immer noch zwei kleine und nicht so gefährliche Tumoren da.

Ich wartete noch einige Monate bis ich einen zweiten MRT-Scan haben durfte. Dann endlich kam der Befund, den ich erwartete. Die Tumoren waren total verschwunden.

Wenn das Happyend nicht sofort kommt, bitte gib nicht auf.

Deine Story ist seine Glory. Deine Story verherrlicht den Herrn.
Ein schnelles Happyend ist vielleicht nicht der beste Ausgang.


Das wissen wir aber, dass bei denen, die Gott liebhaben, alles zum Guten zusammenwirkt: Sie sind nach Gottes Willen berufen…
Römer 8,28 Bruns

Ja noch mehr: Wir können uns sogar in unsern Trübsalen rühmen, weil wir die Gewissheit haben: Trübsal wirkt Geduld.

Geduld führt zur Bewährung, Bewährung aber stärkt die Hoffnung.

Und die Hoffnung lässt keinen zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.
Römer 5,3–5 Bruns

Diese zwei Jahre waren echt eine Probe, aber Gott hat seine Verheißung nicht vergessen. 

Gott lässt dich nie im Stich.