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Samstag, 30. Oktober 2021

Gott will dir ein Neues Leben Schenken

Religiöse Pflicht kann eine Sklaverei sein. Religiöse Schuldgefühle können zu Wahnsinn führen.

Vor 50 Jahren war ich Student. In meinen Sommerferien arbeitete ich für einige Wochen als unqualifizierter Assistent in einem altmodischen psychiatrischen Krankenhaus. Damals befanden sich viele Patienten in permanenter Betreuung in großen Krankenhäusern.

Eines Tages begleitete ich eine Gruppe von chronisch Kranken bei einem Spaziergang mit einem Krankenpfleger. Ich begann ein Gespräch mit einem Mann, der wahrscheinlich für den Rest seines Lebens in der Anstalt bleiben würde.

Er erzählte mir, wie als frommer Katholik sich verpflichtet fühlte, fast die ganz Zeit zu beten. Diese Hingabe an Gebet war für ihn eine Sucht geworden. Er taugte für nichts anders, als immer wieder auf seinen Knien zu fallen, und in allerlei Situationen zu beten.

Religiöse Pflicht kann eine Sklaverei sein. Religiöse Schuldgefühle können zu Wahnsinn führen.

Es gibt Schuldgefühle, die zur Geisteskrankheit führen, aber es gibt auch echte Schuldgefühle, die wegen unserer Sünde kommen. Die brauchen dich nicht zugrunde richten, denn Gott hat seinen einzigen ewigen Sohn als Sühneopfer für dich am Kreuz gegeben.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Johannes 3,16 NLB

Was bedeutet glauben? Religiöse Pflichten wie Sklaven erfüllen? Jesus ist nicht mit schrecklichen Schmerzen am Kreuz gestorben, nur um eine Religion zu gründen. 

Buddha, Mohammed und die Hindu Gurus haben Religionen gegründet. In diesen Religionen müssen ihre Anhänger sich strapazieren, eine Art Heiligkeit zu erlangen, aber sie sind ständig von Unsicherheit geplagt.

Ein Buddhist oder ein Hindu hofft, in seinem nächsten Leben ein besseres Schicksal zu haben. Eine Frau in diesen Religionen kann hoffen, in ihrem nächsten Leben als Mann zurückzukehren. Eine Hindu-Frau muss ihrem Mann gut dienen, um sich diesen vermeintlichen Aufstieg zu verdienen.

Muslime hoffen, den Flammen der Hölle zu entkommen, aber sie sind sich nie sicher, ob ihre Tugendhaftigkeit ausreicht, um ihre Sünden zu überwiegen.

Jesus sagte, Gottes Errettung ist eine freie Gabe, die wir nicht verdienen können. Wer sein Leben in Gottes Händen übergibt, ist vergeben und hat Ewiges Leben.

Paulus wusste, er konnte sein Verbrechen gegen Jesus nie wiedergutmachen. Er wusste, dass Jesus für seine Sünden gestorben war.

Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; das unverdiente Geschenk Gottes dagegen ist das ewige Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn. Römer 6,23 NLB

Weil Gott so gnädig ist, hat er euch durch den Glauben gerettet. Und das ist nicht euer eigenes Verdienst; es ist ein Geschenk Gottes.
 
Ihr werdet also nicht aufgrund eurer guten Taten gerettet, damit sich niemand etwas darauf einbilden kann.
Epheser 2,8–9 NLB 

Wir können dieses neue Leben nicht verdienen, aber das bedeutet nicht, dass wir keine Aufgabe im Leben haben.

„Jesus did not accomplish everything, so that you could accomplish nothing.“
"Jesus hat nicht alles geschafft, damit du nichts schaffst." (Bill Johnson)

Denn wir sind Gottes Schöpfung. Er hat uns in Christus Jesus neu geschaffen, damit wir die guten Taten ausführen, die er für unser Leben vorbereitet hat.
Epheser 2,10 NLB

Wenn wir das Neue Leben von Jesus empfangen, ist das Gebet nicht mehr eine religiöse Pflicht, sondern eine Kommunikation mit dem freundlichen Gott, der dich vom Herzen liebt.

Montag, 13. September 2021

Brauchst du Weisheit?

 Was ist Blödsinn? Immer wieder dasselbe tun, und ein besseres Resultat zu erwarten.

Du begehst immer wieder dieselbe Sünde. Du liebst Jesus und du hasst diese Sünde, aber du kannst scheinbar dieser Versuchung nicht widerstehen.

Du lernst Bibelverse, du betest, vielleicht fastest du. Du bittest jedes Mal um Vergebung, aber du drehst dich nur im Kreis. Du liest gute christliche Bücher und holst dir weise Ratschläge. Du bleibst am Boden zerstört.

Du hegst Groll gegen jemanden.
Du denkst immer wieder an diese Person und wütende Gedanken überwältigen dich. Jedes mal fühlst du dich schuldig. Du weißt, du musst vergeben.

Du betest um Vergebung für deine Bitterkeit. Du sagst Gott, du willst der Person vergeben. Du betest, dass Gott deinen Widersacher segnen sollst, aber nächste Woche kommt deine Wut wieder hoch und du bittest zum x-ten Mal um Vergebung.

Einst war ich in dieser Klemme verstrickt. Ich war in einer Gemeinde, wo der Pastor sehr begabt war. Er hat vielen Drogensüchtigen geholfen, und er hat vielen verlorenen Menschen geholfen, das ewige Leben mit Jesus zu finden.

Dieser Mann hatte außergewöhnliche Talente und auch wunderbare geistige Gnadengaben, aber er hatte auch seine Schwächen, wie wir alle. Er strebte danach, mehr und mehr zu tun, bis er überfordert war.

Dann wurde er immer mehr zum Kontrollfreak. Er musste immer Recht haben. Er musste alle Entscheidungen selbst treffen. Er mischte sich mehr und mehr in die persönlichen Angelegenheiten der Mitglieder ein.

Am Anfang hat er meiner Familie geholfen, aber dann fing er an, Fehler zu machen und Schaden anzurichten.

Ich verließ die Gemeinde, aber ich blieb trotzdem verletzt. Ich wollte diesem Pastor vergeben, aber ich konnte meinen Groll nicht überwinden.

Immer wieder dachte ich an einer Situation, indem ich den Pastor stark konfrontierte. In meinem aufgeregten Tagestraum gab ich nicht nach. Ich hatte in Wirklichkeit meistens nachgegeben, und ich fühlte mich innerlich wütend, weil ich so schwach war.

Dieses Drama wiederholte sich immer wieder in meiner bildhaften Vorstellung. Jedes Mal fühlte ich mich schuldig und bat Gott um Vergebung. Aber das änderte nichts.

Eines Tages erkannte ich die Nutzlosigkeit dieser wiederholten Beichtgebete. Ich sagte Gott einfach:
„Lieber Gott. Du siehst meine Gedanken. Was denkst du?“

Sofort kam mir ein Gedanke von Gott in den Sinn.

„Du kannst Pastor X nicht vergeben, weil du dich selbst nicht vergeben hast. Du musst dich selbst für deine schwache Unterwerfung vergeben.“

Damit war das Problem gelöst, aber nicht ganz. Eine Zeitlang später kamen die wütenden Gedanken  wieder hoch.
Diesmal wusste ich, wie ich beten sollte.

„Lieber Gott. Du siehst meine Gedanken. Was denkst du?“

Sofort kam mir die Antwort von Gott in den Sinn, aber nicht dieselbe Antwort.

„Du konntest damals dich nicht durchsetzen, weil du schwach und abhängig warst, aber jetzt bist du anders. Du bist jetzt selbstbewusst und viel stärker.“

Bist du irgendwie in deiner Gedankenwelt festgefahren? Versuchst du, dich durch wiederholte Beichtgebete aus dieser Klemme zu befreien, aber vergeblich?

  • Vielleicht geht es um Konflikte in deiner Familie, in deinem Job oder in der Gemeinde.

  • Vielleicht wirst du von unangemessenen sexuellen Gedanken überwältigt.

  • Vielleicht hast du überwältigende finanzielle Probleme.

  • Hast du panische Angst vor er Pandemie oder vielleicht vor Impfstoff?


Egal wo dein Problem liegt, kannst du Gott einfach fragen.

„Lieber Gott. Du siehst meine Gedanken. Was denkst Du?“

Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemandem einen Vorwurf. Jakobus 1,5 EÜ

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.
Jesaja 9,5 SLT


Vor dem Kreuz hatte Jesus immer himmlische Weisheit in jeder Situation mitgeteilt. Er hat uns seinen Heiligen Geist gegeben. Wir können jetzt Gottes Gedanken empfangen.

Freitag, 6. August 2021

Gottes Lösung für Schuldkomplexe

Es gibt Christen, die in Scham und Schuld leben. Sie sind immer von ihren Sünden peinlich bewusst. Sie suchen Gottes Gnade, aber als Schuldigen, von Ferne.

Ich stimme Gottes Gesetz aus tiefster Überzeugung und mit Freude zu. 

Dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz, das in mir wohnt. Dieses Gesetz kämpft gegen das, was ich innerlich als richtig erkannt habe, und macht mich zu seinem Gefangenen. Es ist das Gesetz der Sünde, das mein Handeln bestimmt. Römer 7,22–23 HfA

Das war die Erfahrung von dem Apostel Paulus. Alle, die Gott lieben, erleben solche inneren Konflikte.

Das fing mit Adam und Eva an.

Da gingen ihnen beiden die Augen auf, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren. Da flochten sie Feigenblätter zusammen und machten sich Schürzen daraus.

Als sie nun aber die Stimme Gottes, des HERRN, hörten, der sich in der Abendkühle im Garten erging, versteckten sich Adam und seine Frau vor dem Angesicht Gottes mitten unter den Bäumen des Gartens.
Genesis 3,7–8 Bruns


Wir verletzen unser Gewissen und schämen uns für unsere Gedanken oder Handlungen. Wir schämen uns und ziehen uns aus Gottes Gegenwart zurück.

Dann denken wir, wir müssen Buße tun und uns selbst von unserer Sünde und Schuld reinigen, und erst dann dürfen wir Gottes Nähe suchen.

Du schämst dich für deine Wut oder deine sexuellen Gedanken. 

Du bittest Gott um Vergebung und versuchst, die Gefühle und Gedanken aus deinem Bewusstsein zu verbannen, aber es gelingt dir nicht. 

Die Gedanken und Gefühle kommen immer wieder zurück. Du erkennst eine giftige Pflanze in dir und schneidest die Blätter und Blüten ab, aber die Wurzeln sind noch da.

Gott hat dir ein Herz für Gerechtigkeit gegeben. Wenn dieser Hunger nach Gerechtigkeit dich zu Zorn und Bitterkeit führt, kannst du dieses Problem nicht ohne Gottes Gnade lösen. 

Du musst dein Herz öffnen und Gott bitten, dir bei deinen aufgewühlten Gedanken und Gefühlen zu helfen.

Du sollst wegen Ungerechtigkeit entrüstet sein, aber wir müssen auch unsere Feinde trotz ihrer Sünde vergeben und lieben. Du musst auch deine Frau oder deine Kinder lieben, auch wenn sie dich verletzen, oder deinen Chef in der Arbeit.

Wie können wir Ungerechtigkeit hassen, aber die Täter lieben? Nur indem wir Gott einladen, als treuen und liebevollen Therapeuten uns zu helfen.

Viele von uns haben auch Probleme mit sexuellen Gedanken und Gefühlen. 

Wir können von Scham und Schuldgefühlen überwältigt werden, bis wir versuchen, unsere gottgegebene sexuelle Natur völlig zu verdrängen. Aber das funktioniert nicht, denn Gott hat uns als sexuelle Wesen geschaffen.

Viele versuchen, das Problem mit rituellen Bekenntnissen und frommen Vorsätzen zu lösen, aber sie haben keinen Erfolg.
Die Scham und Schuld machen es noch schlimmer.  

Sie erwachen mitten in einem sexuellen Traum und befriedigen sich selbst. Das funktioniert wie ein Sicherheitsventil, aber sie haben von anderen Christen gehört, das sei Sünde, obwohl Selbstbefriedigung in keinem Bibeltext erwähnt ist.

Dann sind sie von Scham überwältigt und sie haben Schiss vor den Flammen der Hölle. Ihre sexuellen Gedanken werden nicht besser, sondern schlimmer, bis sie wirklich sündhaft sind.

Paulus hat eine Lösung für seine Schuldprobleme gefunden.

Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus bin ich bereits befreit. So befinde ich mich in einem Zwiespalt: Mit meinem Denken und Sehnen folge ich zwar dem Gesetz Gottes, mit meinen Taten aber dem Gesetz der Sünde.

Wer nun mit Jesus Christus verbunden ist, wird von Gott nicht mehr verurteilt.
Römer 7,25–8,1 HfA


Wenn du in deinem Herzen entschlossen bist, Jesus zu vertrauen und ihm zu folgen, bist du nicht verdammt und nicht verurteilt.

Du kannst zu Gott als deinem freundlichen Therapeuten kommen und ihn bitten, dir zu helfen, mit schwierigen Gedanken und Gefühlen umzugehen. 

Freitag, 29. Januar 2021

Jesus und Schuldkomplexe

 Viele frommen Moslems leben unter den Gewitterwolken der Furcht. Sie wissen nie, ob ihr Gehorsam reicht, sie von den Flammen der Hölle zu retten.

Manche vergleichen sich mit nicht so tugendhaften Namenschristen und sie fühlen sich stolz und überlegen.

Andere vergleichen sich mit extrem religiösen Moslems und sie verurteilen sich als Versager.

Dann können sie extrem fanatisch werden, weil sie nie sicher sein können, ob ihre religiöse Tugend dazu reicht, sie aus der Hölle zu retten.

Leider gibt es auch manche Christen, die in einer solchen religiösen Niemandsland leben.

Es gibt Christen, die in Pornosucht gefangen sind. Sie fühlen sich hilflos, von der Sklaverei zu entkommen und sind voller Angst vor Gottes Urteil.

Es gibt andere Christen, die zwar an Jesus glauben, aber sie haben nie begriffen, dass sie ihre Errettung nur als Geschenk Gottes empfangen können. Sie leben genau wie die Moslems, mit der Auffassung, dass sie ihre Erlösung verdienen müssen.

Wenn man so denkt, kann man sehr streng religiös werden, und auf nicht so streng tugendhaften Christen herabschauen. Genau so waren die Pharisäer.

Oder man kann sich als Minderwertig verurteilen, weil man immer wieder versagt.

Wenn du Porno-süchtig oder spielsüchtig bist, brauchst du dringend Hilfe, von Gott aber auch von Menschen.

Bekennt einander eure Schuld und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Das Gebet eines gerechten Menschen hat große Macht und kann viel bewirken. Jakobus 5,16

Viele Christen brauchen Befreiung von Dämonen und viele brauchen gute Seelsorge oder einen guten Therapeuten.

Jesus kam nicht, um uns mit Schuldkomplexen zu belasten. Im Gegenteil.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben. Johannes 10,10 SLT

Ein solches Leben ist nur in enger Gemeinschaft mit Gott möglich. Gott ist Liebe. Nur wer die Liebe Gottes täglich erlebt, hat Zugang zu diesem Leben im Überfluss.

„Darum kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und belastet seid; ich will euch Ruhe schenken, dass ihr aufatmen könnt. Matthäus 11,28 Bruns

Wie entstehen diese krankhaften religiösen Einstellungen, wobei Gesetzlichkeit, Stolz oder Schuldkomplexen uns von der Liebe Gottes fernhalten?

Gesetzliche Religion, Tradition, unbiegsame oder manipulative Eltern oder Pastoren, spießige Kultur. 

Sünde, Perversion, Missbrauch, Scham. 

Ich kenne Christen, die als Kinder verführt oder missbraucht wurden. Das kann zu allerlei Gefühlen und Gedanken führen, zu allerlei Abwegen im Leben, sodass wir voller Scham sind.

Wenn du verkehrte Gedanken und Gefühle nicht loswerden kannst, musst du wissen, dass Jesus dich bedingungslos liebt. 

Lass Jesus dein Therapeut sein. Er will dir helfen und nicht verurteilen.

 „Darum kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und belastet seid; ich will euch Ruhe schenken, dass ihr aufatmen könnt. Matthäus 11,28 Bruns