Sonntag, 10. November 2019

Bist du ganz am Ende? Hat Gott dich vergessen?

Bist du ganz am Ende? Hat Gott dich vergessen?

Im Alten Testament waren die Juden verzweifelt. Sie waren schiefgegangen. Sie glaubten immer noch einigermaßen an Gott, aber sie hatten Gott nicht ernst genommen.

Gott hatte befohlen:

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 2 Mose 20,3 
Gott hatte die Anbetung der Götzen streng verboten.

Aber die sich auf Götzen verlassen und zum gegossenen Bild sagen: ›Ihr seid unsere Götter!‹, die sollen zurückweichen und zuschanden werden. Jes 42,17

Abtrünnige Könige in Jerusalem hatten seit Salomos Zeit Götzen angebetet und das Volk kopierte die  Sünden ihrer Nachbarn.

Viele glaubten an den Gott Baal und die Göttin Aschera, Baals angebliche Ehefrau. In dieser Religion drehte sich alles um Sex und Fruchtbarkeit. Die Priesterinnen von Aschera waren Prostituierten. Die Männer beteten die Göttin an, indem sie diese Prostituierten besuchten.

Das geschah auch in Gottes Tempel. Das sollte das Land fruchtbar machen, sodass sie eine gute Ernte haben würden.

Bei uns heute ist es ein bisschen anders. Sex wird angebetet, aber nicht Fruchtbarkeit.
Genau umgekehrt. Wir wollen sehr wenige Kinder haben und es gibt nicht mehr genug junge Leute in Westeuropa.


Die Juden im Alten Testament haben ihre Kinder grausam geschlachtet, um die Gunst des heidnischen Gottes Moloch zu erwerben. 


Heute werden Babys massenweise schon vor der Geburt geschlachtet.

Gottes Propheten hatten immer wieder gewarnt, aber die meisten wollten die Warnungen nicht ernst nehmen.
 

Das Volk hatte sich der Herrschaft der grausamen falschen Göttern preisgegeben. Endlich mussten sie ernten, was sie gesät hatten.

Während Jojachins Herrschaft zogen die Heerführer des babylonischen Königs Nebukadnezar gegen Jerusalem und belagerten die Stadt. 2. Könige 24,10

Nebukadnezars Armee eroberte Gottes Volk und Jerusalem wurde besetzt. Ältere Leute in Europa sind mit dieser grausamen Erfahrung vertraut.

Die Juden wurden massenweise nach Babylon verschleppt, wo sehr viele versklavt wurden.

Aber was hat diese alte Geschichte mit uns zu tun?

Gibt es heute Sklaverei?

Überall findet man Drogendealer. Wenn du eine Sucht hast, bist du versklavt. Viele junge Frauen landen in der Prostitution, um Drogen zu kaufen.

Wer viele Schulden hat, muss hart arbeiten, um nicht pleite zu gehen. Vielleicht bist du in deinem Job drangsaliert. Du hasst deine Arbeit, aber du hast Schulden. Du willst absolut nicht obdachlos sein.

Man findet in vielen Städten Bettler, die in ihren Familien grausam missbraucht wurden. Die sind geflüchtet und leben jetzt auf der Straße. Viele davon sind nicht nur obdachlos, sondern irgendwie versklavt. Sie betteln auf der Straße und müssen dann Erpresser bezahlen.

Es gibt Jungen auf der Straße, die mit Schwulen übernachten, um nicht auf der Straße zu frieren.

Eine nicht mehr junge Frau erzählte, wie sie von ihrem grausamen Ehemann flüchtete, verarmt war und sich auf der Straße prostituierte, um nicht in der Kälte draußen schlafen zu müssen.

Ich kenne auch eine Frau, die wegen Geisteskrankheit seit Jahren allein und oft obdachlos ist. Sie glaubt an Gott und würde lieber auf der Straße sterben als sich sexuell verkaufen.

Wenn Menschen solchen schrecklichen Alternativen preisgegeben werden, dürfen wir ohne Übertreibung von Sklaverei sprechen.
Wie kann Gott solches Leiden erlauben? Gott hat uns als Menschen Freien Willen gegeben. Wir können wegen unserer eigenen fehlerhaften Entscheidungen leiden oder oft auch wegen der bösen Entscheidungen von anderen.

Einer der Jungen Juden, der von Nebukadnezar verschleppt wurde, war Daniel. Er war sehr intelligent und von adeliger Herkunft. Schon als Teenager wurde er versklavt und auch kastriert.

Aber Gott liebte Daniel und auch alle die verschleppten Juden. In dem prophetischen Buch von Jesaja sehen wir Gottes Herz für die leidenden Juden.

Doch Zion sagt: »Der Herr hat mich verlassen; der Herr hat mich vergessen.«
»Kann eine Mutter etwa ihren Säugling vergessen? Fühlt sie etwa nicht mit dem Kind, das sie geboren hat? Selbst wenn sie es vergessen würde, vergesse ich dich nicht!
Jesaja 49,14-15

Daniel war fest entschlossen, in seinen jämmerlichen Umständen Gott treu zu bleiben.

Gott sieht dein Herz und Sein Herz pocht für dich, wie damals für Daniel. Daniel wurde der Verwalter der Regierung unter Nebukadnezar und einer der größten Propheten im Alten Testament.

Bist du in einer Klemme wo du keinen Ausweg sehen kannst? Hat Gott dich vergessen?

Nein, Gott hat dich nicht vergessen. Er liebt seine leidenden Töchter und Söhne wie er damals Daniel liebte.

Gottes Liebe gibt niemals auf.

Sonntag, 3. November 2019

Hoffnung wenn dein Leben Schiefgeht

Wenn du von Schwierigkeiten überhäuft bist, wenn der Weg vor dir düster aussieht, wenn deine Gedanken in finsteren Kreisen dich nach unten richten, dann kannst du was Neues von Gott erwarten.

Gott war dein Schöpfer, als du empfangen wurdest. Gott hat dich aus dem Mutterleib erscheinen lassen.

In deiner hilflosen Abhängigkeit hast du die Mutterliebe erlebt, die eine Vorahnung der Liebe Gottes in deiner Seele pflanzte.

Nach und nach hast du gelernt, auf eigenen Füßen zu stehen und zu gehen.

Du hast gelernt, vielleicht studiert und dann gut verdient, aber vergiss nie, dass du von Gott kommst und dein Weg von Gott vorbereitet wurde. 

Egal wie stark und klug du geworden bist, musst du wissen, dass deine Kraft und Erfolg nur durch Gottes Fürsorge möglich war.

Aber Kraft und Wohlstand sind vergänglich.

Du erlebst vielleicht schwere Verluste. Dein Job geht verloren. Deine Ehe scheitert. Deine Kinder gehen schief im Leben. Du wirst alt und deine Kraft vergeht.

Deine Kraft und menschliche Kompetenz reichen nicht, dein Leben zu bewältigen. 

Wie reagierst du dann?
Viele werden deprimiert, pessimistisch, resigniert. Du auch?

Wer mit diesem Gedankengang nicht vertraut ist, hat nicht viel erlebt, aber musst du in dem Sumpf ewig bleiben?

Nicht lange her, fingen meine Gedanken an, diesen betrübten Abweg zu betreten. Ich wurde schnell von Finsternis umhüllt, bis es mir einfiel, dass Gott noch Pläne für mich hat, die ich mir selbst nicht ausdenken kann.

Bin ich nur mit meiner eigenen Kraft dazu gekommen, wo ich jetzt bin?
Gott hat mich so weit geführt, und wird er mich nicht mehr versorgen, als ich alt werde?

Gott hat mich immer wieder mit schönen Überraschungen aus richtigen Klemmen gerettet. Will Jesus nicht mehr mein Erretter sein?

Als Jesus Petrus rief, seinen Beruf als Fischer hinter sich zu lassen, musste Petrus sich auf einen neuen Weg machen, auf einen Weg, der für unseren natürlichen Verstand sehr unsicher aussieht.

Sieht der Weg vor dir unsicher aus?

Gott sieht, wo du bist und er sieht den Weg, der vor dir liegt. Für Gott ist nichts unsicher.

Gott hat eine Brücke vorbereitet, die von deiner Vergangenheit zu deiner Zukunft führt.
 

Stell dir vor. Würde ein guter Ingenieur eine Brücke entwerfen, die von einem Ufer zum anderen führt, oder eine Brücke, die das andere Ufer nicht ganz erreicht?

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR,

sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. 
Jes 55,8-9 L17


Wir brauchen Gottes Fürsorge. Du brauchst Gottes Gedanken mitzubekommen. Du hast eine Bibel, aber die Bibel ist ein großes Buch. 


Um dein Ziel zu erreichen brauchst du nicht nur eine gute Landkarte, sondern auch einen zuverlässigen Wegweiser.
Jesus hat seine Jünger nicht ohne Hilfe auf der Erde bleiben lassen.
Wir haben den besten aller Wegweiser, den Heiligen Geist.

Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt. Jer 33,3 L17

Wie der Heilige Geist für die Propheten im Alten Testament war, so ist er für uns der zuverlässige Tröster und Wegweiser.

Samstag, 2. November 2019

Du kannst ein Licht für Gott sein

Jesus ist das Licht der Welt. Siehst du dieses Licht? Kennst du Jesus persönlich?

Schau mal um dich herum. Siehst du überall Menschen, die glücklich sind, liebevoll und zufrieden sind?

Viele Menschen tappen in Halbfinsternis herum.

Aber vielleicht sehen viele Menschen so aus, als ob sie auf einem sicheren Weg sind, aber wohin führt ihr Weg? In ihrem Alltag geben sie den Eindruck, dass sie die Kurve kriegen, dass sie mit ihren Umständen klarkommen, aber sie sind gestresst, manchmal grantig und machen sich Sorgen über ihre unsichere Zukunft.

Im Büro wissen sie vielleicht Bescheid, aber bei einer Beerdigung versuchen sie, ihre Ratlosigkeit zu verschleiern.

Aber Jesus spricht von einer Sicherheit auch jenseits des Grabes.

Jesus sagte zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt;

und wer lebt und an mich glaubt, der wird niemals mehr sterben. Glaubst du das?« 
Joh 11,25-26 


In Gottes ewigem Himmel ist keine Krankheit und kein Tod, nur frische Gesundheit und total erfülltes Leben.

und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, und weder Leid noch Geschrei noch Schmerz werden mehr sein; denn das Erste ist vergangen.« Offb 21,4

Da ist keine Finsternis, nur das allerschönste Licht.

Und die Stadt bedarf weder der Sonne noch des Mondes, dass sie in ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

Und die Völker, die gerettet sind, werden in ihrem Licht leben;
...  Offb 21,23-24

Da wird keine Unsicherheit sein. Alles wird klar aber niemals langweilig sein.

Wir werden immer neue wunderschöne Überraschungen erwarten und niemals enttäuscht sein.

Wenn du gerade am Sterben bist, ist das enorm tröstlich, aber wahrscheinlich hast du hier unten einen langen harten Weg vor dir.

Wieder einmal redete Jesus zu ihnen und sagte: »Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der irrt nicht in der Finsternis umher, sondern wird das Licht des Lebens haben.« Joh 8,12 

Hier auf Erden ist Gottes blendende Herrlichkeit meistens unsichtbar, aber wenn du Jesus nachfolgst, gibt er dir seine Worte, Zugang zu seiner Weisheit und Verstand, Einsicht und Erkenntnis seiner Wahrheit und noch mehr.

Er gibt dir seinen Heiligen Geist als Lehrer und Wegweiser, als freundlichen Gefährten und liebevollen Tröster.

Kennst du Jesus vielleicht seit langem? Aber ist dieses lebendige Licht irgendwie scheinbar verloren gegangen?

Jesus hat dich nicht vergessen. Er wird dich niemals verlassen.

Du kannst ihn bitten, dein Herz zu erquicken, deinen Weg wieder zu beleuchten.
Wenn du es ernst mit Jesus meinst, wird er dich niemals im Stich lassen.

Wir alle erleben finstere Zeiten. Manchmal ist Gottes Licht wie die Mittagssonne, aber manchmal ist Jesus wie der Mond in einer stürmischen Nacht.
 

Manchmal ist Jesus wie ein Scheinwerferlicht und manchmal wie eine Kerze in einem Keller.
 

Der Apostel Johannes kannte das Licht der Welt.

Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis. 1 Joh 1,5 L17

Mit Gott ist kein Zweifel, keine Unsicherheit, keine Unwissenheit.
Er versteht deine tiefsten Probleme, und will dir immer liebevoll und behilflich sein. 
 
Seine Liebe für dich wird nie lauwarm.

Wenn du Jesus auf diese Weise kennenlernst, kannst du dann ein Licht für die Menschen um dich sein.

So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.« Mt 5,16

Vielleicht bewunderst du Glaubenshelden und glänzende Prediger. Du betrachtest sie als Scheinwerferlichte. Du siehst deinen schwachen Glauben als eine kleine Kerze in einer finsteren Nacht.

Gib trotzdem nicht auf. Es gibt sicher Menschen um dich herum, die Angst vor blendenden Scheinwerfern haben, aber sie suchen verzweifelt eine Kerze, ein bisschen Hoffnung in einer verblüffenden Welt.

Bist du eine kleine Kerze. Es gibt Menschen um dich, die dein kleines Licht dringend brauchen.
 

Versteckt euer Licht nicht unter einem umgestülpten Gefäß! Stellt es lieber auf einen Lampenständer und lasst es für alle leuchten. Matthäus 5,15

Sonntag, 27. Oktober 2019

Die Prophetische Gabe auch Heute

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; Joh 10,27 

Wenn du an Jesus glaubst und dein Leben ihm anvertraut hast, bist du Gottes Schaf. Jesus ist dein guter Hirte und du kannst seine Stimme hören.

Wenn du etwas von Jesus hörst, das du anderen weitergeben sollst, dann sollst du das mitteilen. Das ist die Prophetie.

Ist die Gabe der Prophetie für alle Zeiten bis in Ewigkeit bestimmt?
Nein.


Die Liebe hört niemals auf, wenn auch die Weissagungen aufhören werden und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. 1 Kor 13,8

Dieser Vers ist umstritten. Wann sollen Weissagungen aufhören?

Denn wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem undeutlichen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, genau wie auch ich erkannt bin. 1 Kor 13,12

Seit jeher haben manche Theologen die komische Idee verbreitet, dass diese Zeit mit dem Tod der Apostel, oder mit der Zusammenfassung des Neuen Testaments kam.

Aber wann werde ich Gott unmittelbar sehen, und wann werde ich Jesus und dem Himmlischen Vater direkt in die Augen schauen? Natürlich im Himmel.

Wenn Jesus zurückkommt und alle Gläubigen auf Erden auf himmlische Weise transformiert werden, dann werden wir alle Gott erkennen, genau wir Er uns kennt.

Seht, wie viel Liebe unser himmlischer Vater für uns hat, denn er erlaubt, dass wir seine Kinder genannt werden – und das sind wir auch! Doch die Menschen, die zu dieser Welt gehören, kennen Gott nicht; deshalb verstehen sie auch nicht, dass wir seine Kinder sind.

Meine lieben Freunde, wir sind schon jetzt die Kinder Gottes, und wie wir sein werden, wenn Christus wiederkommt, das können wir uns nicht einmal vorstellen. 


Aber wir wissen, dass wir bei seiner Wiederkehr sein werden wie er, denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist. 1. Joh 3,1-2

Samstag, 26. Oktober 2019

Was ist die Gabe der Prophetie?

Was ist Prophetie im Neuen Testament?

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; Joh 10,27

Wenn du an Jesus glaubst und dein Leben ihm anvertraut hast, bist du Gottes Schaf. Jesus ist dein guter Hirte und du kannst seine Stimme hören.

Oft spricht Jesus dich an, um dich zu ermutigen oder zurechtweisen oder dir Anweisungen zu geben.


Aber er gibt seinen Jüngern auch Botschaften, die für andere Christen oder nicht Christen bestimmt sind.

Wenn du etwas von Jesus hörst, das du anderen weitergeben sollst, dann sollst du das mitteilen. Das ist die Prophetie. 



Genauer gesagt, kann es eine Prophetie sein, ein Wort der Erkenntnis oder ein Wort der Weisheit.


Ist ein Wort der Prophetie eine Fehlerlose Botschaft von Gott auf derselben Ebene als die Bibel?
Nein.

Prophetie muss auch niemals Biblische Wahrheit widersprechen.

Viele haben Angst vor der Prophetie, weil im Alten Testament, eine fehlerhafte prophetische Botschaft mit Hinrichtung bestraft wurde.

Im Alten Testament finden wir wenige echt Propheten aber oft Warnung gegen viele falschen Propheten.

Im Neuen Testament sieht es ganz anders aus.

Paulus schreibt in seinem ersten Brief an die Korinther:

Strebt nach der Liebe! Und bemüht euch um die geistlichen Gaben, am meisten aber, dass ihr weissagen könnt! 1 Kor 14,1

Erstaunlich, oder?

Im Alten Testament lesen wir strenge Warnungen gegen fehlerhafte Prophetien.
Vorsicht! Todesstrafe!

Im Neuen Testament werden alle Christen ermutigt, die Stimme des guten Hirten zu hören und andere Christen mit Botschaften von Gott zu ermutigen. 

 
Wer aber weissagt, der redet für die Menschen zur Erbauung, zur Ermutigung und zum Trost. 1 Kor  14,3

Wer aber eine prophetische Botschaft von Gott empfängt, kann sie an andere Menschen weitergeben. Er hilft ihnen, er tröstet und ermutigt sie. 1. Korinther 14,3 NGÜ

Nicht nur ordinierte Gemeindeleiter, Pastoren und Ältesten sollen Gottes Stimme hören und seine Botschaften weitergeben.


Und es soll geschehen in den letzten Tagen, sagt Gott, da will ich von meinem Geist ausgießen auf alle Menschen; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Visionen haben, und eure Ältesten werden Träume haben;

und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie werden weissagen.
Apg 2,17-18


In manchen konservativen Gemeinden, sind die Frauen streng kontrolliert.

Jeder Mann, der betet oder weissagt und etwas auf dem Kopf hat, der schändet sein Haupt.
Jede Frau aber, die mit unbedecktem Kopf betet oder weissagt, die schändet ihr Haupt; denn es ist ein und dasselbe, als wäre sie geschoren.
1 Kor 11,4-5


Frauen in manchen Gemeinden müssen ein Kopftuch tragen, aber sie müssen auch schweigen. Aber in diesem Text lehrt Paulus, dass Frauen in Korinth laut beten und weissagen sollen.

Manche wenden ein, dass Frauen nur in Treffen für Frauen laut sprechen sollen. Gibt es im Neuen Testament einen einzigen Hinweis auf Treffen für Frauen? Ich finde keinen.

Am ersten Pfingstentag haben 120 Jünger in der Öffentlichkeit prophetische Botschaften mitgeteilt. Unter ihnen waren auch Frauen. (Apostelgeschichte 2,17-18)

Sie alle beteten anhaltend und einmütig miteinander. Auch eine Gruppe von Frauen war dabei, unter ihnen Maria, die Mutter von Jesus; Jesu Brüder gehörten ebenfalls dazu. Apostelgeschichte 1,14

Aber wenn alle prophezeien dürfen und die Todesstrafe für fehlerhafte Prophetien nach dem Kreuz abgeschafft wurde, sollen wir denn alle angeblichen Botschaften von Gott nachlässig und unkritisch hinnehmen? Gott behüte!

Lasst zwei oder drei prophetisch reden und die anderen beurteilen, was gesagt wurde. 1. Kor 14,29

Hier ist kein erschreckendes Gericht mehr, sondern ein Lernprozess. Alle Christen sollen zusammen lernen, Gottes Stimme zu erkennen, und zwischen menschlichen Gedanken und Gottes Botschaften zu unterscheiden.

Wenn jedoch jemand prophetisch redet und ein anderer eine Offenbarung vom Herrn empfängt, soll der, der gerade spricht, schweigen.

Auf diese Weise können alle prophetisch reden, doch einer nach dem anderen, damit alle lernen und ermutigt werden. 1. Kor 14,30-31


Dienstag, 15. Oktober 2019

Verachte dich selbst nicht. Gott liebt dich.

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Matthäus 11,28

Gott liebt dich und mich. Wir alle sind schiefgegangen. Wir alle sind unwürdige Sünder, wir brauchen Gottes Vergebung. Ohne Gottes Vergebung müssen wir immer streben, unsere Scham zu verstecken und unser Versagen zu verschleiern.

Du und ich haben eine Sehnsucht nach Liebe, aber wir zweifeln immer, ob wir liebenswert sein können.
Viele reagieren mit übertriebene Ichbezogenheit. Die religiöse Christenheit hat deswegen alle Selbstliebe als Sünde verworfen. Viele streben danach, Selbstliebe zu widerstehen. Sie versuchen, andere zu lieben aber sich selbst nicht zu lieben.

Aber das funktioniert nicht gut.

Von der Sozialwissenschaft lernen wir, dass sehr viele Patienten einen Arzt besuchen, ein Rezept bekommen, aber das Medikament kaufen sie nicht.

´´Stellen Sie sich vor, einhundert Leuten würde ein Medikament verschrieben. Was passiert? Jeder Dritte geht gar nicht erst zur Apotheke. Zwei Drittel holen zwar das Medikament ab, nehmen es aber falsch ein. Sie vergessen einfach, ihre Tabletten zu nehmen, morgens zum Beispiel, wenn es schnell gehen muss.´´
Peterson, Jordan B.. 12 Rules For Life: Ordnung und Struktur in einer chaotischen Welt - Aktualisierte Neuausgabe (German Edition) (p. 84). Goldmann Verlag. Kindle Edition.

Warum vernachlässigen wir unsere eigene Gesundheit? Wegen Mangel an echte gesunde Selbstliebe.


Aber Sozialwissenschaftler haben einen noch erstaunlicheren Befund aufgewiesen.

Wenn sie vom Tierarzt ein Rezept bekommen, sind fast alle Menschen sehr zuverlässig und verwenden die Medizin genau richtig.

Jesus sagt uns, wir sollen uns selbst lieben. Aber nein! Wirklich?

… «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst... Mk 12,31 ELB

Aber viele Prediger behaupten seit jeher, dass ein jeder von uns sich selbst zu sehr liebt. Wir müssen deshalb streben, uns nicht zu lieben.

Und die sehr viele Menschen, die verzweifeln und Selbstmord begehen, lieben sie sich wirklich?
So viele Menschen respektieren sich selbst nicht, versorgen sich selbst nicht, schützen sich selbst nicht.

Ja, es gibt Menschen, die sich selbst scheinbar anbeten, aber auch so viele, die sich selbst hassen oder verachten.

Ich besuchte eine Gemeinde in Deutschland, wo der Prediger mit Sehnsucht für Erweckung betete. Er fragte einst Gott, warum die so lange ersehnte Erweckung noch nicht gekommen sei.


Er sagte uns, wie ihm Gott eine erstaunliche Antwort gegeben hat.

Wir warten noch auf die Erweckung, weil so viele Christen sich selbst nicht lieben.


Einst hatte ich ein Problem, weil ein Pastor mich überheblich beherrscht hatte.

Immer wieder dachte ich wie ich seine Diktatur hätte widerstehen sollen. Immer wieder tauchte Wut und Groll in mir auf. Dann habe ich jedes Mal Buße getan. Ich habe Gott um Vergebung gebetet. Ich habe meine Vergebung über den Pastor proklamiert.

Aber wenige Tagen später tauchte die Wut wieder auf.

Dann habe ich den Kampf aufgegeben. Ich sagte Gott einfach:
``Lieber Gott. Du siehst meine Gedanken. Was denkst du darüber?``
Der Heilige Geist antwortete sofort:
´´Du kannst dem Pastor nicht vergeben, weil du dir selbst nicht vergeben kannst. Du hättest widerstehen sollen und du hast versagt. Du musst dir selbst für dein Versagen vergeben.``


Dann war ich befreit.

Es handelte sich um Fehlen von Selbstachtung. Es gibt einen gottgegebenen Selbstrespekt. Das ist ein Aspekt von der gesunden Selbstliebe, wovon Jesus spricht.

Paulus behandelt dasselbe Thema.

Er warnt gegen extreme Unterwürfigkeit, die auch ein Aspekt von fehlender Selbstliebe ist.


Ihr nehmt es hin, wenn sie euch zu ihren Sklaven machen, euch alles wegnehmen, was ihr besitzt, und euch übervorteilen, wenn sie vornehm tun und euch ins Gesicht schlagen. 2. Korinther 11,20

Auch Jesus warnt uns gegen autoritäre Prediger.

Lasst euch niemals ›Rabbi‹ nennen. Ihr habt nur einen Meister, und ihr alle seid gleich, wie Brüder und Schwestern. Matthäus 23,8

Extreme Unterwürfigkeit ist schrecklich, aber Rebellion und Selbstsucht sind keineswegs besser.


Wenn ein Mann eine Prostituierte besucht, verachtet er nicht nur die Frau, sondern auch sich selbst.


Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, der in euch lebt und euch von Gott geschenkt wurde? Ihr gehört nicht euch selbst … 1. Korinther 6,19

Gesunde Selbstliebe ist auch ein Gegengift für Drogensucht und Pornosucht.

Du kannst dich nur richtig lieben, wenn du lernst, die Liebe Gottes zu erleben, wenn du lernst, dich selbst zu Schätzen, wie Gott dich schätzt.



Sonntag, 6. Oktober 2019

Bist du enttäuscht?

Bist du von Christen enttäuscht? Vielleicht ist Gott auch enttäuscht, aber Er liebt sie trotzdem, und dich auch.

Du kannst Gottes Liebe finden, wenn du Gott selbst suchst, egal was andere Christen oder nicht Christen tun. Ohne Gott ist keine Hoffnung in aller Ewigkeit. Wenn du Gott ernst nimmst, wirst du Ihn finden.

Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden. 



Denn wer bittet, wird erhalten. Wer sucht, wird finden. Und die Tür wird jedem geöffnet, der anklopft. Matthäus 7,7-8
Denkst du oft an bittere Erfahrungen, oder wie Menschen dich verletzt haben? Das ist ziemlich normal. Aber zu viele solche Gedanken können deine Seele vergiften. Du kannst ganz absichtlich über schöne Erinnerungen nachsinnen. Das wirkt wie Gegengift.

Und nun, liebe Freunde , lasst mich zum Schluss noch etwas sagen: Konzentriert euch auf das, was wahr und anständig und gerecht ist. 


Denkt über das nach, was rein und liebenswert und bewunderungswürdig ist, über Dinge, die Auszeichnung und Lob verdienen. Philipper 4,8 
 
Einmal war ich in einem Gottesdienst. Ich dachte nach über meine viele Enttäuschungen in der Gemeinde und in anderen Gemeinden. Ich dachte, wie ich immer wieder Schiffbruch erlebt hatte. 


Ich  öffnete mein Herz für Gott und ich habe eine ganz neue Einsicht von Gott mitbekommen. 

Ich war mehrmals in einem Schiffbruch, aber Gott hat mir den Schatz gegeben.

Trotz meinen vielen Fehlern, trotz Fehlern von anderen und auch manchmal sogar Mobbing von Gemeindeleitern, trotz alledem hatte ich sehr viel Gnade erlebt und Wahrheit gelernt.

Trotz meinen Verfehlungen und traumatischen Erfahrungen war Gottes rettende Liebe immer in meinem Leben am Werk.

Und ich gebe dir Schätze, die im Dunkeln verborgen sind – geheime Reichtümer. Das alles tue ich, damit du weißt, dass ich der Herr bin, der Gott Israels, der dich bei deinem Namen ruft. Jesaja 45,3 


Gott will dir helfen, aber wenn du auch menschliche Hilfe brauchst, kann ein guter Therapeut manchmal helfen.

Samstag, 5. Oktober 2019

Hat dich Gott in deiner Not vergessen?

Wenn du von Schwierigkeiten überhäuft bist, wenn der Weg vor dir düster aussieht, wenn deine Gedanken in finsteren Kreisen dich nach unten richten, dann kannst du was Neues von Gott erwarten.

Gott war dein Schöpfer, als du empfangen wurdest.
Gott hat dich aus dem Mutterleib erscheinen lassen.

In deiner hilflosen Abhängigkeit hast du die Mutterliebe erlebt, die eine Vorahnung der Liebe Gottes in deiner Seele pflanzte.

Nach und nach hast du gelernt, auf eigenen Füßen zu stehen und zu gehen.
Du hast gelernt, vielleicht studiert und dann gut verdient, aber vergiss nie, dass du von Gott kommst und dein Weg von Gott vorbereitet wurde. Egal wie stark und klug du geworden bist, musst du wissen, dass deine Kraft und Erfolg nur durch Gottes Fürsorge möglich war.

Aber Kraft und Wohlstand sind vergänglich.
Du erlebst vielleicht schwere Verluste. Dein Job geht verloren. Deine Ehe scheitert. Deine Kinder gehen schief im Leben. Du wirst alt und deine Kraft vergeht.

Deine Kraft und menschliche Kompetenz reichen nicht, dein Leben zu bewältigen. 
Wie reagierst du dann?

Viele werden deprimiert, pessimistisch, resigniert. Du auch?
Wer mit diesem Gedankengang nicht vertraut ist, hat nicht viel erlebt, aber musst du in dem Sumpf ewig bleiben?

Nicht lange her, fingen meine Gedanken an, diesen betrübten Abweg zu betreten. Ich wurde schnell von Finsternis umhüllt, bis es mir einfiel, dass Gott noch Pläne für mich hat, die ich mir selbst nicht ausdenken kann.

Bin ich nur mit meiner eigenen Kraft dazu gekommen, wo ich jetzt bin?

Gott hat mich so weit geführt, und wird er mich nicht mehr versorgen, als ich alt werde?
Gott hat mich immer wieder mit schönen Überraschungen aus richtigen Klemmen gerettet. Will Jesus nicht mehr mein Erretter sein?

Als Jesus Petrus rief, seinen Beruf als Fischer hinter sich zu lassen, musste Petrus sich auf einen neuen Weg machen, auf einen Weg, der für unseren natürlichen Verstand sehr unsicher aussieht.
Sieht der Weg vor dir unsicher aus?

Gott sieht, wo du bist und er sieht den Weg, der vor dir liegt. Für Gott ist nichts unsicher. 


Gott hat eine Brücke vorbereitet, die von deiner Vergangenheit zu deiner Zukunft führt.
Stell dir vor. Würde ein guter Ingenieur eine Brücke entwerfen, die von einem Ufer zum anderen führt, oder eine Brücke, die das andere Ufer nicht ganz erreicht?

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR,
sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. 
Jes 55,8-9 L17


Wir brauchen Gottes Fürsorge. Du brauchst Gottes Gedanken mitzubekommen. Du hast eine Bibel, aber die Bibel ist ein großes Buch. Um dein Ziel zu erreichen brauchst du nicht nur eine gute Landkarte, sondern auch einen zuverlässigen Wegweiser.

Jesus hat seine Jünger nicht ohne Hilfe auf der Erde bleiben lassen.
Wir haben den besten aller Wegweiser, den Heiligen Geist.

Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt. Jer 33,3 L17

Wie der Heilige Geist für die Propheten im Alten Testament war, so ist er für uns der zuverlässige Tröster und Wegweiser.

Samstag, 28. September 2019

Gott hat einen Ausweg für dich.

Bist du in einer unmöglichen Situation? Gott hat trotzdem einen Ausweg für dich vorbereitet.

Wenn Gott dich am Leben erhalten will, kann er dich retten.
 
Ich kenne eine Frau, die durch eine Kreuzung fuhr. Ein großes Fahrzeug kam total unerwartet auf sie zu. Für Bremsen war es zu spät.

Dann spürte sie eine schreckliche Hitze. Das Fahrzeug fuhr durch ihr Auto, ohne Krach, ohne Schaden anzurichten. Das war wie in einem Fantasyfilm.

Gott versteht es, seine geliebten Kinder zu retten.

Wenn du immer wieder von Problemen und Hindernissen konfrontiert bist, 
  • wenn oft keiner deine Situation versteht, 

  • wenn du entmutigt bist und denkst, du bist vielleicht nur ein Versager, 

musst du wissen, dass du immer noch von Gott geliebt bist.

Jesus musste so oft trotz furchtbarer Verfolgung einfach durchmachen. Seine Nachbarn in seiner Heimatstadt wollten sie von einer Klippe niederwerfen, aber Vater Gott hat Ihn gerettet. 


Als die Leute in der Synagoge das hörten, wurden sie zornig.

Sie sprangen auf und trieben ihn hinaus an einen steilen Abhang des Berges, auf dem die Stadt erbaut war. Sie wollten ihn hinunterstürzen,

doch er schritt mitten durch sie hindurch und ging fort.
Lukas 4,28-30

Wir lesen nicht, ob die Verfolger paralysiert wurden oder ob Jesus unsichtbar wurde. Auch in unserer Zeit gibt es so viele Wunder und jede Geschichte ist anders. Gott ist unendlich kreativ.

Für Gott ist es nicht schwierig, Wunder zu wirken, aber Gott hat oft ein Problem mit uns.

Wir haben einen schrecklichen Feind, den bösen Geist, der Adam und Eva fehlgeleitet hat, der Jesus verfolgte, der immer wieder Hindernisse Paulus in dem Wege stellte.

Fünfmal haben die Juden mir neununddreißig Hiebe verabreicht.

Dreimal wurde ich ausgepeitscht. Einmal wurde ich gesteinigt. Ich habe drei Schiffsbrüche überlebt. Einmal verbrachte ich eine ganze Nacht und einen Tag auf dem Meer treibend.
2. Korinther 11,24-25


Aber trotz alledem konnte der Teufel Paulus nicht vernichten. Durch Gottes Gnade hat Paulus die alte  römische Welt transformiert, obwohl es ein harter Kampf war, der von mutigen Christen nach Paulus Tod weitergeführt wurde.

Jesus hat diese Situation in knappen Worten zusammengefasst.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben. Joh 10,10 ZUR

Der Teufel ist unser schlauer Feind. Er will von dir stehlen, aber oft nicht durch Gewalt. Er hat Adam und Eva nicht mit Gewalt angegriffen, sondern mit List betrogen. Das macht er immer noch.

Du bist vielleicht von allen Menschen um dich missverstanden. Der Teufel will dich überzeugen, dass du ein Versager bist, dass du ein böser Mensch seist, den keinen lieben könnte. 


Wenn du diese Lügen glaubst, erlebst du immer wieder Ablehnung und dann erwartest du immer nur Ablehnung. Auch echt freundliche Menschen finden keinen Zugang zu deinem Herz, denn du bist immer in der Defensive.

Dann will der Teufel dich schlachten. Das griechische Wort im Neuen Testament spricht von Opfern, denn in der Bibel wurden Tiere als Opfer geschlachtet.

Viele Christen haben sehr eine negative religiöse Sichtweise gelernt. 


Sie lernen, Prediger und heilige Glaubenshelden zu verehren, aber sie sehen sich selbst als unwürdige untaugliche Sünder, die sich immer opfern müssen, um anderen zu dienen, ohne eine bedeutende Identität zu haben.

Sie müssen immer die Wünsche ihrer Familie oder Gemeinde oder ihres Arbeitgebers erfüllen. Sie werden ausgebeutet, müde und frustriert und oft ausgebrannt. 


Diese sinnlose unbegrenzte Opferbereitschaft führt zu keinem erfüllten Leben, denn sie kommt nicht von Gott.

Jesus spricht von einem ganz anderen christlichen Leben.

… Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben. Joh 10,10 ZUR

Jesus will dir keine graue Einöde geben. Wenn du nur die Wünsche deiner Eltern, deines Ehemanns, deines Pastors oder deines Chefs erfüllst, und die ganz persönliche Führung des Heiligen Geists nicht kennst, wirst du eine trockene Existenz ertragen müssen, aber Jesus will dir ein ganz anderes Leben geben.

Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen, und er mit mir. Offb 3,20 ELB

Gott will dich von der Sklaverei befreien.

Samstag, 14. September 2019

Brauchen wir neue Offenbarung?

Gott hat seinen einzigen Sohn von dem Himmel zu uns gesandt, um uns zu erlösen. 

Wie können wir denken, Er würde uns auch in unserer Zeit neue Erlöser senden? Widerspricht das die klare Wahrheit der Heiligen Schrift?

Es gibt nur einen Mensch, der den Preis für unsere Sünden am Kreuz bezahlt hat. Das ist vollbracht. Es gibt kein weiteres Opfer für uns. 


Wir können wochenlang fasten, aber damit verschwenden wir unsere Zeit und Kraft, wenn wir denken, wir können dadurch Gottes Gnade verdienen.

Doch wie können sie ihn anrufen, wenn sie nicht an ihn glauben? Und wie können sie an ihn glauben, wenn sie nie von ihm gehört haben? Und wie können sie von ihm hören, wenn niemand ihnen die Botschaft verkündet? Römer 10,14

Gott hat schon den einzigen Erlöser gegeben, der uns retten kann, seinen Sohn Jesus, aber um diese Rettung zu empfangen, muss man glauben.

Billy Graham kann mich nicht retten. Reinhard Bonnke kann mich nicht retten. Martin Luther kann mich nicht retten. John Wesley kann mich nicht retten. Mein Pastor kann mich nicht retten. Meine gläubigen Eltern können mich nicht retten.

Aber Gottes Angebot des Heils muss ich mitbekommen, damit ich glauben kann und Gottes Gnade aus freien Stücken empfangen kann.

Jesus ist die Sonne, die Quelle. Martin Luther, Billy Graham, John Wesley und alle echten Prediger sind wie der Mond, der von dem Licht der Sonne beleuchtet ist und dieses Licht uns weitergibt.

Jesus war nicht nur der Erlöser von Gott, sondern die ultimative Offenbarung Gottes.


In Jesus sehen wir die vollkommene Liebe und Barmherzigkeit Gottes.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten.
Johannes 3,16-17


Die Bibel ist Gottes endgültige Offenbarung, aber man kann die ganze Bibel lesen und auch studieren, ohne diese Lebens-transformierende Offenbarung mitzubekommen. Wissen und Offenbarung sind ganz unterschiedlich.

Ihr forscht in der Schrift, weil ihr glaubt, dass sie euch das ewige Leben geben kann. Und gerade sie verweist auf mich!

Dennoch weigert ihr euch, zu mir zu kommen, damit ich euch das ewige Leben schenken kann.
Johannes 5,39-40


Bibelkenntnisse retten nicht. Übereinstimmung mit biblischer Wahrheit transformiert kein Menschenleben.

Nur eine persönliche Offenbarung von Gottes Sohn in deinem Geist erleuchtet dein Herz. 


Gibt es neue Wahrheit in unserer Zeit? Gott behüte!
Gottes Wahrheit ist ewig und unveränderlich.


Ist die Bibel die vollkommene Offenbarung von Gottes Wahrheit? Sicher. Die Bibel ist Gottes Wort, seine vollkommene Botschaft für uns Menschen.

Die Bibel ist wie Gottes Schatzkammer. Gott will dir Zugang zu seiner Schatzkammer geben.


Aber wenn du Gottes Schätze nur mit menschlichem Verstand erforschen willst, wirst du vielleicht dein Wissen irgendwie erweitern, aber du wirst arm bleiben.

Stell dir vor, du besuchst eine Ausstellung der Juwelen der britischen Königin. Du bewunderst die Juwelen, aber dann fährst du nach Hause.

Aber wenn du von einem Monarchen als Sohn oder Tochter adoptiert wirst und der König oder Königin dir kostbare Juwelen beschenkst, dann bist du wirklich reich.

Die Wahrheit in der Bibel ist komplett und unveränderlich, aber Gott will dich mit seiner Liebe adoptieren und dich mit seinem Heiligen Geist erfüllen. 


Dann will der Heilige Geist Gottes Wahrheit so in deinem Herz beleuchten, dass du neue Offenbarungen von Gottes ewiger Wahrheit mitbekommst.

Sollen wir neue Wahrheit suchen? Keineswegs.

Dürfen wir neue Offenbarungen erwarten? Wir brauchen das.


Ist Jesus der ultimative Erlöser? Es gibt keinen anderen und es wird niemals ein anderer kommen.

Sendet Gott Menschen, die neue Offenbarungen aus Gottes Wort mitbekommen und weitergeben? Sicher.

Als Martin Luther durch den Heiligen Geist erkannte, dass wir die Erlösung durch Jesus nur als Geschenk der Gnade bekommen können, war das keine neue Wahrheit, aber es war für Luther und seine Zeitgenossen eine absolut notwendige neue Offenbarung.

In der Bibel erlöste Gott sein Volk immer wieder aus Sklaverei, Götzendienst und Krankheit.
Abraham, Josef, Mose, David, Elias, Nehemia und Esther waren Werkzeuge in Gottes Hand, um sein Volk zu erlösen.

Nach dem Kreuz, sehen wir, wie treue Jünger als Botschafter der Erlösung die Welt veränderten.

Beten wir, dass Gott mehr solche Menschen auferweckt.
Willst du auch ein Werkzeug in Gottes Hand sein?

Dienstag, 10. September 2019

Ist echte Christenheit radikal?

Ist das echte christliche Leben anständig und normal oder extrem radikal?

Für viele Christen ist das keine Frage. Christen sollen immer tugendhaft und Pflicht-orientiert sein. Wie sonst kann man ein rechtschaffenes Vorbild sein? Dazu gehört Aufrichtigkeit und Anständigkeit.

Jesus fing an, als Prediger zu dienen, aber bis dann war er offensichtlich ein unauffälliger Zimmermann, der kein Aufsehen erregte.

Als der Prediger gewordene Jesus sein Heimatdorf besuchte und mit prophetischer Autorität sprach, waren seine ehemaligen Nachbarn erstaunt.

Alle Anwesenden äußerten sich anerkennend über ihn und wunderten sich zugleich über seine Worte. »Wie kann das sein?«, fragten sie. »Ist das nicht Josefs SohnLukas 4,22

Übrigens soll unauffällige Biederkeit demütig sein. Was ist wichtiger als Demut?

Aber als Prediger war Jesus extrem auffällig und sein Handeln war oft radikal.

Die Rabbiner hatten viele Regeln erfunden, die nicht in der Bibel waren.


Man sollte am Sabbat nicht heilen. Man durfte am Sabbat nicht arbeiten, indem man einen Brei mit Speichel machte, um eine Salbe für Heilung zu machen.

Jesus war dessen bewusst und verstieß ganz offen und absichtlich gegen diese Regel.


Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde und machte einen Brei aus dem Speichel und strich ihm den Brei auf die Augen. Joh 9,6 ZUR


Wenn Jesus einen leidenden Menschen retten wollte, weigerte er sich, Skandal zu vermeiden.


In Johannes Kapitel 4 sprach er mit einer Samariterin, die in einer unehelichen Beziehung lebte.
Er verstieß dabei gegen mindestens drei strenge Regeln.

  • Die Juden sollten keine Gemeinschaft mit Samaritanern haben.

  • Kein Rabbiner durfte mit einer Frau unter vier Augen sprechen.

  • Fromme Juden und besonders Rabbiner sollten keine Gemeinschaft mit sündhaften Menschen haben.


Als junger Zimmermann war Jesus unauffällig aufrichtig und gehorsam.

Als Prediger war Jesus unerhört radikal.

Aber der konservative Christ wird sicher einwenden, dass Jesus halt Gottes Sohn war. Er durfte eben deswegen anders sein.

Die Apostel waren auch mindestens ab und zu radikal. Petrus wurde in einer Vision von Gott angewiesen, er sollte einen römischen Offizier besuchen. Das war den Juden streng verboten. 


In einer Vision sah Petrus Schlangen und andere unreine Tiere und hörte eine Stimme vom Himmel. Er hörte von Gott, er sollte Schlangen schlachten und essen.
Er war empört.


Da sprach die Stimme zum zweiten Mal: »Wenn Gott sagt, dass etwas rein ist, dann sag du nicht, dass es unrein ist.« Apostelgeschichte 10,15

Petrus gehorchte und missionierte in dem Haus von Cornelius, der auf der stelle sich bekehrte.
(Apostelgeschichte Kapitel 10.)

Heute bewundern wir Jesus, weil er mit Sündern liebevoll und freundlich war.


In der Bibel lesen wir, dass er als Freund der Sünder bekannt war, aber damals war das kein Segensspruch, sondern ein harter Vorwurf.

Nun ist der Menschensohn gekommen, isst und trinkt wie jeder andere, und ihr beschimpft ihn: ›Er frisst und säuft, und seine Freunde sind die Zolleinnehmer und anderes Gesindel!‹ Lukas 7,34

Ich kenne Christen in Deutschland, die von Gott berufen sind, Bordellen zu besuchen. 


Ich besuchte einst ein christliches Ehepaar, wo ich eine nette junge Frau kennenlernte.

Es stellte sich heraus, dass diese Frau damals Prostituierte war. Jetzt ist sie eine tugendhafte christliche Frau, immer noch nett, aber von einem unappetitlichen Leben befreit.