Eine junge Frau suchte einen Psychiater auf. Sie sagte ihm, sie sei schizophren und hoffte, er könne ihr helfen. Nach einem langen Gespräch stellte der Psychiater fest, dass sie gar nicht schizophren war. Ihre Familie hatte ihr diese falsche Identität bereits in ihrer Kindheit auferlegt.
Als Kleinkind hatte ich Ekzem. Ich musste immer Handschuhe tragen und meine Eltern fesselten meine Hände an die Seite meines Kinderbettes. Sonst würde ich meine Haut furchtbar kratzen und zerreißen.
Nach und nach verschwand das Ekzem, aber dann war ich nervös, hyperaktiv und unbeholfen, obwohl ich intelligent war.
Jahre später besuchte ich oft einen Schulfreund. Er erzählte mir vor kurzem, wie ich nicht nur einmal, sondern oft aus Versehen einen Krug Wasser verschüttete.
Mein Vater ermutigte mich, und ich wurde ein guter Schachspieler und lernte, klassische Musik zu schätzen. Ich studierte englische Literatur und Deutsch, aber in praktischen Sachen machte ich immer wieder dumme Fehler. Mein Vater war dann irritiert und kritisch.
Später wollte ich lernen, mit einem Computer umzugehen, aber mit wenig Erfolg.
Vor fast 30 Jahren wollte ich mich dann intensiv mit der Bibel beschäftigen. Ein Freund von mir studierte in einer Bibelschule. Er sagte mir, ich brauche unbedingt einen Computer. Das war 1996.
Ich kaufte einen Computer und widmete mich entschlossen der Beherrschung von Windows 95. Das war für mich kein Kinderspiel, aber ich gab nicht auf.
Ich habe jahrelang als Sprachlehrer gearbeitet. Durch fleißiges Bemühen habe ich meine Kompetenz im Umgang mit dem Computer entwickelt, bis ich meinen Kollegen helfen konnte.
Die Vorstellung, dass ich ein technischer Idiot sei, war tief in meiner Kindheit verwurzelt, aber ich war entschlossen, das zu überwinden. Ich benutze meinen Computer seit mehr als 20 Jahren jeden Tag. Ich bin ein Blogger und kommuniziere mit vielen Menschen in anderen Ländern.
Wurde dir von klein auf eine falsche Identität aufgezwungen? Hast du immer gehört, dass du ein Versager, ein Idiot oder vielleicht geistig gestört bist?
In der Schule und in der Arbeit finden wir immer wieder grausame Menschen, die unsere Unsicherheit spüren und ausbeuten wollen. Vielleicht erlebst du deswegen Mobbing und wirst immer wieder kleingekriegt.
Das alles kommt nicht von Gott. Gott hat dich in seinem eigenen Ebenbild geschaffen.
Meine Mutter wurde immer von ihrer Mutter kleingekriegt. Sie ging zur Universität, scheiterte aber kläglich. Jahre später fand sie Hilfe bei einem Therapeuten. Mit 60 ging sie wieder an die Universität. Ein paar Jahre später machte sie ihren Abschluss. Sie war in Wirklichkeit keine Versagerin.
Gott ist dein Schöpfer. Er hat einen Plan für jeden Menschen. Er erschafft keine Versager, Idioten oder geistig gestörte Menschen.
Vielleicht wiederholst du immer wieder die gleichen negativen Gedanken über dich selbst. Bitte hör auf, damit!
Stattdessen wiederholst du immer wieder Gottes Wahrheit.
Gott hat mich geschaffen und Gott schafft keine Versager!
Gott hat dich zu einem guten Zweck geschaffen. Bitte Gott, dir zu zeigen, wie er dich sieht. Du hast Potenzial.
Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Jer 29,11 SLT
Wenn Gott dich führt, kann dein Potenzial Wirklichkeit werden. Selbst deine Schwächen können zu Stärken werden.
Scheitern ist nicht endgültig. Ein bekannter amerikanischer Schriftsteller sagte: Ich habe immer wieder versagt, bis ich Erfolg hatte.
Du kannst dir deine Erlösung nicht verdienen. Jesus hat die Strafe für deine Sünden am Kreuz bezahlt.
Aber Jesus hat nicht alles für dich vollbracht, damit du nichts erreichen würdest.
Donnerstag, 17. Oktober 2024
Du bist kein Versager
Donnerstag, 10. Oktober 2024
Sollen Frauen Immer sich Unterwerfen?
So wie die Gemeinde sich Christus unterordnet, sollt ihr Ehefrauen euch auch euren Männern in allem unterordnen. Eph 5,24 NLB
Ihr Sklaven sollt euren irdischen Herren gehorchen. Achtet und ehrt sie und dient ihnen mit aufrichtigem Herzen, wie ihr Christus dient. Eph 6,5 NLB
Die meisten Christen sind sich heute einig, dass die Sklaverei eine schreckliche, gottlose Praxis ist, aber in neutestamentlicher Zeit war sie ein fester Bestandteil der Gesellschaft, sodass die frühen Christen sie akzeptieren mussten.
Gleichzeitig war die Autorität des Mannes über die Frau ein fester Bestandteil des kulturellen und rechtlichen Systems des Römischen Reiches und des benachbarten persischen Reiches.
In diesem historischen, rechtlichen und kulturellen Kontext forderte Paulus die Frauen auf, sich ihren Ehemännern in allem unterzuordnen.
Wenn konservative Christen heute den Gehorsam von Sklaven nur als Notwendigkeit in einer auf Sklaverei basierenden Gesellschaft verstehen, warum halten dann so viele von uns heute die Unterordnung von Ehefrauen für ein ewig gültiges Gebot?
Ordnet euch aus Achtung vor Christus bereitwillig einander unter.
Ihr Ehefrauen sollt euch euren Männern unterordnen, so wie ihr euch dem Herrn unterordnet. Eph 5,21–22 NLB
Die Lehre des Paulus über die Ehe im Epheserbrief beruht auf der gegenseitigen Unterordnung.
Dienstag, 10. September 2024
Jesus fühlt deinen Kummer
Ich kenne einige christliche Frauen, die regelmäßig Bordelle besuchen, nicht um zu predigen, sondern um den Prostituierten Freundschaft und Hilfe anzubieten. Sie haben einige aus dem Menschenhandel gerettet und andere sind zum Glauben an Jesus gekommen.
Manche Christen missbilligen den Besuch sündiger Orte, aber Jesus selbst mischte sich unter die Ausgestoßenen der Gesellschaft
Denn Johannes kam weder essend noch trinkend, und sie sagen: 'Er hat einen Dämon';
Der Menschensohn kam essend und trinkend, und sie sagen: 'Seht, ein Fresser und Säufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!' Doch die Weisheit wird durch ihre Taten gerechtfertigt.“ Mt 11:18-19 NRSV
Manche Christen betrachten das Leben von Ungläubigen und konzentrieren sich auf deren Sünden.
Jesus wollte die Sünder von ihren Sünden retten, aber er sah sie nicht nur als Sünder an, sondern als Menschen, die mit den Herausforderungen und Enttäuschungen des Lebens zu kämpfen hatten.
Jesus war wirklich ein Freund der Sünder. Was bedeutet wahre Freundschaft? Ein wahrer Freund hat Mitgefühl und versucht zu verstehen, wie man sich fühlt.
Wenn Jesus schwer kranke Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte sie.
Aber er hatte nicht nur Mitleid mit körperlichen Leiden, sondern auch mit den geistigen und emotionalen Leiden der Menschen, die in der Finsternis leben.
Das Leben ist voller Kämpfe und Enttäuschungen, für Christen ebenso wie für Nichtchristen. Wenn Du Dein Vertrauen auf Jesus setzt, hast Du ewiges Leben, aber das macht Dich nicht immun gegen Kummer und Herzschmerz.
Jesus selbst wusste, was Kummer und Leid bedeuten.
Er wurde verachtet und von den Menschen abgelehnt – ein Mann der Schmerzen, mit Krankheit vertraut, jemand, vor dem man sein Gesicht verbirgt. Er war verachtet und bedeutete uns nichts.
Dennoch: Er nahm unsere Krankheiten auf sich und trug unsere Schmerzen. Und wir dachten, er wäre von Gott geächtet, geschlagen und erniedrigt! Jes 53,3–4 NLB
Diese Übersetzung zeigt richtig, wie Jesus als unser Heiler unsere körperlichen Schmerzen und Krankheiten am Kreuz getragen hat. Jesus war nie krank, aber er erlebte die schrecklichen Schmerzen der Schwerkranken am Kreuz.
Einige andere Übersetzungen betonen den seelischen Kummer und das Leid, das Jesus ertragen hat, und wie er sich mit unseren emotionalen Kämpfen identifiziert hat.
He is despised and rejected of men; A man of sorrows, and acquainted with grief: ...Is 53:3 KJV 1900
(Er ist der Verachtete und Abgelehnte der Menschen, ein Mann voller Kummer und Gram,)
Gott sieht Deine Sünden und will Dir vergeben, aber er sieht Dich nicht nur als Richter an, sondern als jemand, der Dich liebt und sich mit Deinen seelischen Problemen identifiziert.
Nachdem Jesus in den Himmel zurückgekehrt war, sandte er den Heiligen Geist, um unser Tröster zu sein. Der Heilige Geist ist im griechischen NT der PARAKLETOS. Einer, der zur Seite gerufen wird.
Gott ist uns näher als der Atem. Er spürt Deinen Herzschmerz und möchte Dich mit seiner barmherzigen Liebe berühren.
Sonntag, 8. September 2024
Deine Worte und Gedanken haben Kraft
Worte!
Die Worte, die ich spreche, haben große Macht, andere zu beeinflussen, aber sie bestimmen auch die Richtung meines Lebens. Ich muss darauf achten, gute Dinge zu sagen.
Tod und Leben steht in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, der wird ihre Frucht essen. Spr 18,21 SLT
So habt nun acht, wie ihr hört! Denn wer hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint. Lk 8,18 SLT
Pass auf, wie du zuhörst!
Was kann dich daran hindern, Gott zu hören, wenn er dir sagt, dass er dich liebt?
Worte! Gedanken!
Was immer du denkst, redest und hörst, wird dein Leben bestimmen.
Wir alle sprechen in unseren Gedanken mit uns selbst. Was du zu dir selbst sagst, in deinen Gedanken und mit deinem Mund, ist so wichtig.
Pass auf, was du liest, was du schreibst, was du siehst, was du hörst, was du denkst.
Und nun, liebe Freunde, lasst mich zum Schluss noch etwas sagen: Konzentriert euch auf das, was wahr und anständig und gerecht ist.
Denkt über das nach, was rein und liebenswert und bewunderungswürdig ist, über Dinge, die Auszeichnung und Lob verdienen. Phil 4,8 NLB
Samstag, 7. September 2024
Deine Suche nach Gott
Wie ist Gott wirklich?
Wir können in dieser Frage so leicht verwirrt werden.
Man schaut sich sein Leben an und vergleicht das, was man sieht, mit den hohen Maßstäben religiöser Tugend. Man fängt an, sich Gott als einen furchterregenden Richter vorzustellen und versteckt sich vor ihm.
Oder Du schaust Dich um und denkst: Wenn es einen Gott gibt, wie kann er dann gut sein, wenn er eine Welt voller Grausamkeit und Leid erschaffen hat?
Du wendest dich entsetzt von der Menschheit ab und siehst die Herrlichkeit und Schönheit der Natur, sodass du dich danach sehnst, mit der geheimnisvollen geistigen Essenz, die all diese Schönheit durchdringt, in Einklang zu sein.
Liebe und Beziehungen enttäuschen dich immer wieder, und so verzweifelst du daran, einen persönlichen Gott zu finden. Oft lassen dich die Menschen im Stich, und manchmal ist die Kirche, die einen persönlichen Gott predigt, nicht besser, manchmal, aber nicht immer.
Mit den Grenzen unserer fehlerhaften menschlichen Natur gibt es keinen Ausweg aus diesem verworrenen Chaos.
Als Kinder genossen wir die Liebe unserer Mutter und unseres Vaters, oder wenn nicht, sehnten wir uns nach einer solchen Liebe. Wir haben Geschichten gehört, in denen Menschen glücklich bis ans Ende ihrer Tage lebten, und wir wollten, dass sie wahr werden.
Es gibt keinen Ausweg und keinen Weg zurück zu den Träumen unserer Kindheit.
Aber als ich älter wurde, stellte ich fest, dass es zumindest einige Menschen gab, die Liebe und Frieden und eine himmlische Hoffnung gefunden hatten, die nicht nur eine oberflächliche Religion war.
Natürlich war ich verwirrt und enttäuscht von vielem, was ich in den christlichen Kirchen sah, aber ich sehnte mich nach etwas Besserem.
Ich fand es nicht in der Verehrung der natürlichen Schönheit oder in Yoga oder Poesie. Ich fand es nicht in der Psychologie oder der Religion.
Ich fand es im Leben einiger Menschen, die Jesus folgten.
Sie waren voller Liebe und nahmen mich an. Wenn ich mit ihnen zusammen war, spürte ich ein warmes Glühen wie eine Aura, einen spirituellen Duft in der Atmosphäre.
Ich spürte eine spirituelle Präsenz, die viel wärmer, süßer und tröstlicher war als die spirituelle Atmosphäre, die New Age Leute umgibt. Es war ein Trost, der real und einladend war, viel besser als alles, was ich je erlebt hatte.
Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Denn er ist ein Vater, der sich erbarmt, und ein Gott, der auf jede erdenkliche Weise tröstet und ermutigt.
In allen unseren Nöten kommt er uns mit Trost und Ermutigung zu Hilfe, und deshalb können wir dann auch anderen Mut machen, die sich ebenfalls in irgendeiner Not befinden: Wir geben ihnen den Trost und die Ermutigung weiter, die wir selbst von Gott bekommen. 2. Kor 1,3–4 NGÜ NT+PS
Montag, 2. September 2024
Sollen Prediger, die Kinder missbrauchen, weiter predigen dürfen?
In Gottes Himmel gibt es keine Sünde, kein Ärger, keine Unfreundlichkeit, keine kleinen Lügen.
Wenn du mit deiner Frau ein bisschen sarkastisch bist, muss Gott dir vergeben, bevor du in den Himmel kommen darfst.
Versucht,
mit allen Menschen in Frieden zu leben, und bemüht euch, ein heiliges
Leben nach dem Willen Gottes zu führen, denn wer nicht heilig ist, wird
den Herrn nicht sehen. Heb 12,14 NLB
Wir alle ausnahmslos sind von Natur aus unheilig. Wer manchmal ein bisschen faul ist, braucht Gottes Vergebung.
Wer manchmal lieblos oder sarkastisch ist, braucht Gottes Vergebung.
Er ist das Opfer für unsere Sünden. Er tilgt nicht nur unsere Schuld, sondern die der ganzen Welt. 1. Joh 2,2 NLB
Jesus wurde grausam hingerichtet, um unsere Schuld auf sich zu nehmen, damit Gott unsere Sünden nicht bestrafen würde.
Aber wir müssen Gottes freie Gabe demütig empfangen. Gottes Vergebung ist frei und komplett, aber nicht bedingungslos.
Denn
Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab,
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige
Leben hat. Joh 3,16 NLB
Wir müssen glauben, aber das bedeutet viel mehr als religiöse Zustimmung.
Jesus predigte, dass wir umkehren und bereit sein müssen, ein neues Leben mit Gott zu führen.
»Jetzt
ist die Zeit gekommen«, verkündete er. »Das Reich Gottes ist nahe!
Kehrt euch ab von euren Sünden und glaubt an diese gute Botschaft!« Mk
1,15 NLB
Glaube heißt Gottesvertrauen. Wer an einen guten Arzt glaubt, nimmt die verschriebene Medizin.
Wer an Jesus glaubt, versucht, Jesus zu gehorchen.
Aber werden wir alle nach unserer Bekehrung fehlerlos?
Wenn wir sagen, wir seien ohne Schuld, betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns.
Doch wenn wir ihm unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns vergibt und uns von allem Bösen reinigt. 1. Joh 1,8–9 NLB
Wenn ein Christ ein bisschen lieblos handelt oder sarkastisch mit seiner Familie spricht, soll er seine Sünde bekennen.
Aber wenn ein Christ Porno anschaut, wird Gott auch das vergeben? Oder wenn er ein Kind missbraucht?
In der Bibel sehen wir, wie Gott auch schreckliche Sünden vergibt, aber Buße oder Umkehr bedeutet nicht nur ein kurzes Gebet.
Der
König David hat einen Soldaten umbringen lassen und seine Frau für sich
genommen. Er hat seine Sünde öffentlich bekennen müssen. In Psalm 51
sehen wir seine tiefe Reue.
Ein Ältester muss ein Mensch sein, der ein einwandfreies Leben führt. Er soll seiner Frau treu sein. Er soll Selbstbeherrschung haben, besonnen leben und einen guten Ruf besitzen. Er soll gastfreundlich sein und fähig, andere zu lehren. 1. Tim 3,2 NLB
Manche behaupten, alle Sünden seien in Gottes Augen gleich. Aber dem ist nicht so.
Wenn jemand sieht, dass sein Bruder in einer Weise sündigt, die nicht zum Tod führt, soll er beten, und Gott wird ihm das Leben schenken. Doch es gibt eine Sünde, die zum Tod führt, und ich sage nicht, dass ihr für die beten sollt, die eine solche Sünde begehen.
Jedes Unrecht ist Sünde, aber nicht jede Sünde führt zum Tod. 1. Joh 5,16–17 NLB
Ein großes Problem innerhalb der Kirche im Umgang mit Missbrauch ist, dass ihre Theologie oft suggeriert, dass alle Sünden gleich sind, was dazu führen kann, dass Missbrauch verharmlost und den Tätern „billige Gnade“ gewährt wird. (Boz Tschividjian… Christlicher Rechtsanwalt. Aus dem Englischen übersetzt.)
Paulus predigte Gnade und Vergebung der Sünden, aber als ein Mann in Korinth eine sexuelle Beziehung mit seiner Stiefmutter nicht aufgeben wollte, schrieb Paulus, er sollte exkommuniziert werden.
Freitag, 23. August 2024
Was ist Wahrheit?
Die meisten Europäer heute wollen alles hinterfragen, was mit Gott zu tun hat.
Das hat mit der Schlange in dem Garten Eden angefangen.
Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Feld, die Gott der HERR gemacht hatte, und sagte zu der Frau: »Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von allen Bäumen im Garten nicht essen sollt?« 1 Mose 3,1
Für Martin Luther und die Pioniere der Reformation war die Bibel das Wort Gottes, die Grundlage unseres Glaubens. Aber dann kam die Aufklärung, der deutsche Humanismus und die humanistische Theologie.
Die deutsche Kultur sollte dann eine neue Grundlage haben:
``Hat Gott wirklich gesagt?´´
Diese Denkweise hat ihren Ursprung nicht in Deutschland, sondern bei Philosophen in Italien und Frankreich, aber deutsche Dichter und Denker haben diese Sichtweise mit Begeisterung übernommen und weiterentwickelt.
Dann ist diese Infragestellung von allem die Grundlage der modernen Kultur geworden und jetzt sind wir in der nächsten Phase des Abwegs, Post-Modernität.
In der post-modernen Sichtweise gibt es keine absolute Wahrheit mehr. Du hast deine Wahrheit und ich habe meine Wahrheit.
Nur die Befunde der Naturwissenschaft sollen absolute Wahrheit sein, aber dem ist nicht so.
Und doch, HERR, bist du unser Vater. Wir sind der Ton, du bist der Töpfer und wir sind das Werk deiner Hand. Jesaja 64,7
So viele Menschen sind wie Teenager ohne Väter oder Mütter. Sie geben an, Klug zu sein, aber sie wissen nicht, wo sie herkommen oder was sie nach dem Tode erfahren werden.
Donnerstag, 22. August 2024
Erwarte heute etwas Gutes
Gott hat heute gute Pläne für mich. Gott hat heute einen guten Plan für Dich.
Ein Prediger betete eines Tages, als Gott zu ihm sprach.
„Sag den Menschen, sie sollen Gutes von Gott erwarten. Sag ihnen, dass heute etwas Gutes geschehen wird.“
Gott ist für Dich und nicht gegen Dich.
Was kann man dazu noch sagen? Wenn Gott für uns ist, wer kann da noch gegen uns sein?
Gott hat nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle gegeben. Und wenn Gott uns Christus gab, wird er uns mit ihm dann nicht auch alles andere schenken?
Wer wagt es, gegen die Anklage zu erheben, die von Gott auserwählt wurden? Gott selbst ist ja der, der sie gerecht spricht. Röm 8,31–33 NLB
Manche werden zweifeln, ob Gott sie liebt. Vielleicht sind sie in einer religiösen Tradition aufgewachsen, die lehrt, dass Gott einige zur Rettung und andere zur Verurteilung auserwählt hat. Ihr Schicksal ist bereits bestimmt
Aber Jesus ist für Dich gestorben. Jesus ist gestorben, um uns von unseren Sünden zu erlösen, um uns von unserer Schuld und Strafe zu befreien.
Aber heißt das, dass Gott alle Menschen liebt? Was ist, wenn Du nicht zu den Auserwählten gehörst?
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Joh 3,16 NLB
Wen hat Gott geliebt? Die Welt. Wen schließt das ein? Alle Menschen auf der Welt.
Für wen ist Jesus gestorben, um ihn zu retten?
Er ist das Opfer für unsere Sünden. Er tilgt nicht nur unsere Schuld, sondern die der ganzen Welt. 1. Joh 2,2 NLB
Jesus ist für Dich gestorben.
Was kann man dazu noch sagen? Wenn Gott für uns ist, wer kann da noch gegen uns sein?
Gott hat nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle gegeben. Und wenn Gott uns Christus gab, wird er uns mit ihm dann nicht auch alles andere schenken? Röm 8,31–32 NLB
Gott ist für Dich, nicht gegen Dich.
Wenn Du krank bist, will Gott Dich heilen.
Wenn du Vergebung brauchst, will Gott dir vergeben.
Wenn wir sagen, wir seien ohne Schuld, betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns.
Doch wenn wir ihm unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns vergibt und uns von allem Bösen reinigt. 1. Joh 1,8–9 NLB
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben. Joh 10,10 SLT
Gott will Dich nicht krank machen. Er möchte, dass es Dir gut geht.
Gott will nicht, dass Du ängstlich oder verwirrt bist. Er möchte, dass Du voller Hoffnung bist und klar denken kannst.
Du kannst zu Gott beten, Deine Bibel lesen und voller Vertrauen sagen.
„Gott liebt mich. Heute wird mir etwas Gutes widerfahren.“
Dienstag, 20. August 2024
Die Liebe ist eine Entscheidung
Gott sandte seinen einzigen Sohn in diese Welt, um uns aus unserer Selbstzerstörung zu retten. Gottes ursprüngliche Absicht für uns alle ist, dass wir ihn als unseren Schöpfer kennenlernen, der uns liebt und sich um jeden Aspekt unseres Lebens kümmert.
Warum hat Gott uns nicht einfach vollkommen gut gemacht und es dabei belassen?
Dann würde keiner von uns böse werden. Keiner von uns würde töten oder stehlen. Wir würden unser Leben nicht mit nutzlosen Süchten vermasseln.
In der Tat hat Gott den ersten Mann und die erste Frau perfekt und gut gemacht.
So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie. 1 Mose 1,27 NLB
Gott ist vollkommen freundlich, liebevoll und gut. Der erste Mann und die erste Frau wurden also mit demselben Charakter geschaffen wie ihr liebevoller Schöpfer: gütig, liebevoll und gut.
Auch heute können wir in vielen Menschen unvollkommene Manifestationen von Gottes Güte sehen.
Wir sehen treue Ehepaare, liebende Mütter, fähige Ärzte, die sich um ihre Patienten kümmern, Richter, die ihr Bestes tun, um gerecht zu sein.
Warum also sind Menschen auf Abwege geraten?
Gott hat Männer und Frauen mit seinem eigenen Wesen geschaffen.
Ein wesentlicher Aspekt von Gottes Wesen ist seine Entscheidungsfreiheit. Gott musste weder etwas noch jemanden erschaffen. Er hat sich frei entschieden, alles und jeden zu erschaffen, auch dich und mich.
Wenn wir nach dem Bilde Gottes geschaffen sind, müssen wir auch diese wesentliche Eigenschaft Gottes haben, die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, zu heiraten oder ledig zu bleiben, zu lieben oder zu hassen, zu gehorchen oder nicht zu gehorchen.
Als Gott den ersten Mann und die erste Frau schuf, setzte er sie in einen Garten voller Obstbäume. Sie hatten die Wahl, jede Frucht zu essen, außer einer, der Frucht des verbotenen Baumes. Sie mussten sich entscheiden, ob sie Gott vertrauen und gehorchen oder nicht gehorchen wollten.
Wahre Liebe ist immer eine Entscheidung. Ein neugeborenes Baby spürt die Liebe seiner Mutter und erwidert diese Liebe, aber wenn Jungen und Mädchen aufwachsen, müssen sie sich entscheiden, ihre Eltern zu lieben, oder sie können rebellieren und schlechte Entscheidungen treffen.
Weil unsere Eltern keine Engel sind, müssen wir auch unsere Eltern vergeben. Auch das ist eine Entscheidung.
Gott hat uns nicht als perfekte Computer geschaffen, die unfehlbar darauf programmiert sind, das zu tun, wozu wir programmiert wurden.
Wenn wir so lieben, wie Gott es von uns will, ist das immer eine Entscheidung.
Wofür wirst du dich heute entscheiden?
Wir alle haben Verderbtheit von unseren Eltern geerbt, und wir alle sind durch die Welt, in der wir leben, schlechten Einflüssen ausgesetzt worden.
Wir leben nicht in einer perfekten Beziehung zu Gott, weil der erste Mann und die erste Frau von der verbotenen Frucht aßen und ihre verdorbene Natur an alle Generationen weitergaben.
Gott sah, dass wir unseren freien Willen missbrauchen würden.
Der freie Wille bringt Belohnungen für gute Entscheidungen und schlechte Konsequenzen für schlechte Entscheidungen mit sich.
Wenn wir uns von der einzigen Quelle der Liebe und des Guten entfernen, sind wir alle dazu verdammt, zu sterben und im nächsten Leben ohne Hoffnung und Güte weiterzuleben.
Gott ist der Gott der Gerechtigkeit. Er wollte uns nicht bestrafen. Er sandte seinen eigenen, ewigen Sohn in diese Welt, um die Strafe für unsere Sünde zu übernehmen. Wenn wir uns an Jesus wenden, wird uns vergeben und ein neues Leben geschenkt, ein Leben nach dem Bild unseres Schöpfers.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Joh 3,16 NLB
Zu lieben und zu vertrauen ist eine Entscheidung. Der Glaube an Jesus ist eine Entscheidung.
Wenn wir so lieben, wie Gott es von uns will, ist das immer eine Entscheidung.
Wofür wirst du dich heute entscheiden?
Montag, 19. August 2024
Mission mit Gebrochenen Menschen
Bist du bedroht? Angriffe können von allen Richtungen kommen.
Ich habe in meinem Leben schon viele Krisen durchmachen müssen: Krankheit, Arbeitslosigkeit, Mobbing, Verfolgung, finanzielle Probleme.
Ich bin dankbar für die Hilfe meiner Eltern und meiner christlichen Verwandten und Freunde, aber ohne die Treue Gottes wäre ich zugrunde gegangen.
Ich kenne eine sehr sympathische junge Frau, die keine Hilfe von ihrer Familie hatte. Als junges Mädchen hatte sie schon an Jesus geglaubt, aber sie musste traumatische Erlebnisse durchmachen und dann war sie allein.
Sie arbeitete jahrelang als Prostituierte, bis sie endlich echte christliche Liebe erfuhr, weil einige christlichen Frauen das Bordell besuchten, wo sie arbeitete.
Sie sagte mir, dass sie als Kleinkind an Jesus glaubte, aber nicht, dass sie als Prostituierte betete. Aber ich vermute, dass sie manchmal Gott um Hilfe flehte. Jetzt ist sie eine gute christliche Frau.
Gaby Wentland ist eine Pastorin, die unter Prostituierten und ex Prostituierten missioniert. Sie sagte, es wird in Bordellen mehr gebetet als in vielen Kirchen.
In der Bibel lese ich, dass die Hebräer in Ägypten furchtbar drangsaliert und versklavt waren. Als Gott mit Mose in der Wüste sprach, sagte er, dass er die verzweifelten Gebete der Hebräer gehört hatte.
Der HERR sagte zu ihm: »Ich habe gesehen, wie mein Volk in Ägypten unterdrückt wird. Und ich habe ihr Schreien gehört. Ich weiß, wie sehr es leidet. 2. Mose 3,7 NLB
Wenn ich daran denke, bete ich oft für Prostituierte.
Es gibt schon Christen, die Prostituierten und Opfern von Menschenverkehr helfen. Jesus sagte, dass viele Menschen bereit sind, Gottes Errettung zu empfangen, aber sie brauchen Hilfe.
Nicht alle Christen können Bordelle besuchen oder in Kneipen missionieren, aber manche können und sollen in weltlichen Orten dienen.
Deshalb sagte (Jesus) zu seinen Jüngern: »Die Ernte ist groß, aber es sind nicht genügend Arbeiter da.
Betet zum Herrn und bittet ihn, mehr Arbeiter zu schicken, um die Ernte einzubringen.« Mt 9,37–38 NLB
Aber wir können gebrochene Opfer überall finden, in Schulen, Unis, Büros, Geschäften in deiner Nachbarschaft und auf der Straße. Gebrochene Opfer bewahren oft eine Fassade der Anständigkeit, aber manchmal nicht.
Ich kenne einen Pastor, der schockiert war, als er erfuhr, dass eine scheinbar anständige Frau in seiner Gemeinde einen ekelhaften Job hatte. Sie arbeitete als Stripperin in einem Nachtclub.
Wenn ich Menschen sehe, die sehr traurig, verarmt, geistesgestört, oder sehr unanständig aussehen, bete ich oft kurz für sie. Ich glaube, Gott wird viele solche Gebete auf eine erstaunliche Weise antworten.
Freundliche Grüße können auch für viele Menschen eine bedeutungsvolle Ermutigung sein.
Jesus antwortete: »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken!‹
Das ist das erste und wichtigste Gebot.
Ein weiteres ist genauso wichtig: ›Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.‹ Mt 22,37–39 NLB
Sonntag, 18. August 2024
Befreiung von Echter und Falscher Schuld
Psychologen warnen uns vor der toxischen Wirkung von Schuldgefühlen. Aber viele Prediger verurteilen die Psychologen, weil sie Schuldgefühle als Neurosen wegerklären wollen, anstatt unsere Schuld in Gottes Augen zu erkennen.
In Wirklichkeit sind alle Menschen schuldig, weil wir Gott missachten und unsere Mitmenschen ungerecht behandeln.
Als Adam und Eva von der verbotenen Frucht aßen, wurden sie sofort schuldig, weil sie Gott ungehorsam waren.
Aber ihre Schuldgefühle waren zum Teil neurotisch und falsch. Sie schämten sich, nackt zu sein, obwohl es keine Sünde war, gemeinsam als Mann und Frau nackt zu sein.
Gott, der HERR, brachte den Menschen in den Garten Eden. Er sollte ihn bebauen und bewahren.
Er befahl dem Menschen jedoch: »Du darfst jede beliebige Frucht im Garten essen,
abgesehen von den Früchten vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
Wenn du die Früchte von diesem Baum isst, musst du auf jeden Fall sterben.« 1 Mose 2,15–17 NLB
Dann wurde Eva durch die Lügen des Teufels betrogen.
»Ihr werdet nicht sterben!«, zischte die Schlange.
»Gott weiß, dass eure Augen geöffnet werden, wenn ihr davon esst. Ihr werdet sein wie Gott und das Gute vom Bösen unterscheiden können.« 1 Mose 3,4–5 NLB
Das war eine Lüge. Adam und Eva aß von der verbotene Frucht, und sofort wurden sie unfähig, das Gote vom Bösen richtig zu unterscheiden, denn es war keine Sünde, nackt zu sein.
Diese Verworrenheit sehen wir immer noch. Es gibt Frauen in Afrika, die ohne Schuldgefühle mit nackten Brüsten umhergehen, und es gibt Frauen im Nahen Osten, die sich schuldig fühlen, wenn sie kein Kopftuch tragen.
Jesus starb am Kreuz, um uns von unserer Sünde und Schuld zu befreien.
Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. Jes 53,6 LU84
Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. 1. Joh 1,8–9 LU84
Aber viele Christen bekennen ihre Sünden und bleiben trotzdem von Schuldgefühlen belastet. Sie fühlen sich immer noch schuldig, obwohl Gott verspricht, dass ihre Sünden vergeben sind.
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Röm 8,1 LU84
Sie sind von Scham, Unwürdigkeit und Selbstablehnung geplagt.
Eine Frau sündigt oder wird vergewaltigt und sie bekommt ein ungewolltes Baby. Das Kind spürt immer, dass es ungewollt und abgelehnt ist.
Das Kind lernt, sich zu verachten. Es fühlt sich verantwortlich für das Leiden seiner Mutter.
Das Kind fühlt sich für seine eigene Existenz schuldig. Wenn das Kind dann wirklich sündigt, kann es sich nie vergeben.
Es ist wohlbekannt, dass Frauen, die missbraucht oder vergewaltigt sind, oft von anderen abgelehnt und verurteilt werden. Sie fühlen sich dann schuldig, obwohl sie in Wirklichkeit Opfer waren.
Als Adam und Eva sündigten, brachen sie ihre enge Beziehung zu Gott ab. Ohne eine liebevolle Beziehung zu Gott konnten sie nicht klar zwischen Gut und Böse unterscheiden.
Bist du von Schuld und Scham belastet? Jesus möchte dich einladen, zu ihm zu kommen, damit er dir vollständig vergeben und deine tief verwundete Seele heilen kann.
»Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen. Mt 11,28 NGÜ NT+PS
Samstag, 17. August 2024
Rettung von Gott
Bist du gerade jetzt in einer Klemme, wo du keinen Ausweg sehen kannst? Trotz allem gibt es einen guten, allmächtigen Gott, der dich von ganzem Herzen liebt.
Der 57. Psalm ist ein Gebet Davids, der von Gott auserwählt worden war, der nächste König von Israel zu werden.
Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf dich traut meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe. Ps 57,2 LU84
König Saul war von Eifersucht und mörderischer Wut zerfressen. David war von Saul und seinen Soldaten umzingelt und suchte Zuflucht in einer Höhle. David hatte keine Hilfe außer von Gott.
Er schrie aus vollem Herzen, aber natürlich nicht mit lauter Stimme. Er brauchte dringend Hilfe.
Er schrie um Gnade. Gottes Hilfe ist immer Gnade, und Gottes Gnade ist immer für dich da, weil er dich liebt.
Gott erhörte dieses Gebet. David überlebte und wurde später König.
Gott hatte einen Plan für David, dass er König sein sollte.
Vielleicht bist du jetzt von Problemen überwältigt. Gott hat einen guten Plan für dein Leben. Er will dir nicht nur in dieser Krise helfen. Er hat eine gute Zukunft für dich geplant.
Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt. Ps 57,3 LU84
Freitag, 16. August 2024
Mein Ausweg aus Nervenzusammenbruch
Ich ging in eine Kirche, die sich auf humanistische Theologie, soziale Gerechtigkeit, Therapie für geplagte Seelen und menschliche Lösungen für Probleme konzentrierte.
Ich hatte das ungute Gefühl, dass ich den ewigen geistlichen Fragen auswich, aber ich hatte Angst, mich dem Gott des ewigen Himmels und der ewigen Hölle anzuvertrauen.
In meinem verwirrten Geisteszustand wurde ich von einer schrecklichen Sekte verführt, die einem falschen Messias folgte. Nach ein paar Tagen der Gehirnwäsche war ich am Rande eines Nervenzusammenbruchs und verließ die Kommune.
Ich war verzweifelt und endlich bereit, in eine Kirche zu gehen, die die Bibel ernst nahm. Ich beschloss, ein echter Jünger Jesu zu werden, aber ich war immer noch sehr erschüttert.
Ein guter christlicher Freund brachte mich zu einer Gemeinde, wo ich der Liebe und der wirklichen Gegenwart Gottes begegnete, aber leider war das kein Happy End.
Diese Kirche entpuppte sich als eine autoritäre Sekte. Mir wurde gesagt, ich solle viel fasten und meinen Psychiater nicht mehr aufsuchen. Das war eine Katastrophe. Ich wurde wütend und verärgert und wurde von den Pastoren exkommuniziert.
Ich stürzte in einen Abgrund von Geisteskrankheit und verbrachte 12 Monate in einer psychiatrischen Station unter starken Medikamenten.
In den wenigen Monaten, bevor ich exkommuniziert wurde, wurde ich mit furchtbaren Predigten drangsaliert. Uns wurde gesagt, dass wir im Geist gebrochen werden müssen, dass unser Wille gebrochen werden muss, damit wir uns Gott völlig unterordnen können.
Ich war bereits durch traumatische Krisen gebrochen, und ich konnte diese giftige Mischung aus Verpflichtung, Angst und Schuld einfach nicht ertragen.
Vor und lange nach meinem Austritt aus dieser Kirche lebte ich in der Angst, von Gott verurteilt zu werden. Manchmal hatte ich schreckliche Angst.
Schließlich verließ ich die Klinik und ging zu einer guten Gemeinde, wo ich freundliche Menschen und gute Pastoren fand, aber ich hatte Schwierigkeiten, die tiefe Depression zu überwinden.
Ich erinnere mich, wie ich nach einer guten Versammlung vor der Kirche stand. Ich schaute in den Nachthimmel und sagte zu Gott, dass ich einfach nur sterben und in den Himmel kommen wollte.
In diesem kurzen Beitrag will ich meine ganze Lebensgeschichte erzählen, aber die Frage ist, wie ich mein Trauma überwunden habe.
Ich habe eine Gemeinde gefunden, wo Gottes Gnade und Wunderheilungen betont wurden. Ich lernte, bei langen Spaziergängen Gottes liebevolle Gegenwart zu erleben und genießen.
Selbst in der Klinik habe ich gelernt, mich mit positiven und kreativen Aktivitäten von den schrecklichen Gedanken abzulenken.
Ab und zu höre ich Christen, die Psychiatrie und Medikamente verwerfen. Ich kann nur sagen, dass sie damit oft durch Unwissenheit und Vorurteile fehlgeleitet sind.
Ich bin auch unendlich dankbar für den Beistand von meinen Eltern und auch von guten Freunden und liebevollen Christen.
Seit sieben Jahren bin ich in einer Gemeinde, wo eine Pastorin uns gelehrt hat, unsere Einbildungskraft freizusetzen, um an schöne Erinnerungen zu denken und eine Haltung von Dankbarkeit zu entwickeln.
Das ist so wichtig, dass wir auf schöne Gedanken fokussieren.
„Wenn der Hund beißt, wenn die Biene sticht, wenn ich mich schlecht fühle, erinnere ich mich einfach an meine Lieblingsdinge, und dann geht es mir nicht mehr so schlecht.“
When the dog bites, when the bee stings, when I'm feeling bad, I simply remember my favourite things, and then I don't feel so bad. (The Sound of Music.. Rogers and Hammerstein)
Schließlich, meine lieben Brüder und Schwestern, orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat. Beschäftigt euch mit den Dingen, die auch bei euren Mitmenschen als Tugend gelten und Lob verdienen. Phil 4,8 HfA
Donnerstag, 15. August 2024
Mission mit Schwierigen Menschen
Ich war einige Jahre lang in einer wunderbaren Gemeinde, wo allerlei Menschen willkommen waren. Freaks, Prostituierte, ex Gefangene waren immer in Treffen zu sehen.
Es war in der Gemeinde ein Mann, der 23 Jahren im Knast verbracht hatte. Wahrscheinlich war er ein Mörder.
Er besuchte regelmäßig Gefängnisse und brachte immer ex Gefangene zu den Gottesdiensten.
Das bisherige Leben dieses Mannes war zweifellos schrecklich, aber nach seiner Bekehrung war er wie ein Engel für gebrochene Männer.
Als Jesus bei einem Pharisäer zu Gast war, kam eine Frau hinein, die ein sündhaftes Leben führte.
Sie kniete vor Jesus nieder und weinte. Ihre Tränen fielen auf seine Füße, und sie trocknete sie mit ihren Haaren. Dann küsste sie ihm wieder und wieder die Füße und salbte sie mit dem Öl. Lk 7,38 NLB
Der religiöse Gastgeber war entrüstet.
Jesus wusste, was er dachte, und sagte zu dem Pharisäer: »Simon, ich habe dir etwas zu sagen.« Simon nickte: »Ja, Meister, sprich nur.«
Darauf erzählte Jesus: »Ein Mann lieh zwei Leuten Geld – dem einen fünfhundert Denare und dem anderen fünfzig.
Als keiner der beiden ihm das Geld zurückzahlen konnte, erließ er ihnen ihre Schulden. Wer von den beiden liebte ihn danach wohl mehr?«
Simon antwortete: »Ich nehme an, derjenige, dem er die größere Schuld erließ.« Jesus sagte ihm: »Das stimmt.« Lk 7,40–43 NLB
Der Pharisäer war offensichtlich erschrocken, als Jesus dann erklärte, dass die Sünden dieser Frau vergeben waren.
Die religiösen Streber sagten, Jesus sei ein Freund der Sünder, aber in ihren Augen war das kein Kompliment. Aber Gott ist ganz anders als viele religiöse Rechthaber und Perfektionisten.
Wie können wir diese Vorgehensweise von Jesus heute umsetzen?
Ich kenne Frauen, die Bordellen besuchen und Prostituierten mit Freundlichkeit helfen, aber nicht alle Christen können das tun, und viele Christen sollen das nicht tun.
Ich habe einen Stammtisch in einer Kneipe regelmäßig besucht und hielt freundliche Gespräche mit einem New Age Mystiker. Nicht alle Christen können oder sollen das nicht versuchen.
Ein Mann in unserer Gemeinde erzählte von einem Freund, der ein Haus mietete, wo die Nachbarn sein Leben zur Hölle machten. Er betete regelmäßig für die Nachbarn und behandelte sie Höflich. Nach und nach wurden böse Nachbarn menschlich und freundlich.
Wenn du allerlei Menschen mit Respekt und Freundlichkeit behandelst, wirst du manchmal erstaunt, wie Gott böse Menschen transformieren kann.
Aber wir müssen auch vorsichtig sein.
Es gibt Menschen, die dich nur manipulieren und ausbeuten wollen. Vorsicht vor Narzissten mit kalten Herzen.
Es gibt auch egozentrische Kriminelle, die christliche Kirchen ausnutzen, um sexuelle Opfer zu finden, insbesondere Kinder und junge Frauen.
Nicht nur Männer können gefährlich sein, sondern auch manche bösen Frauen.
Ich kenne ein christliches Ehepaar. Sie wollten immer freundlich sein und Außenseiter helfen. Sie fuhren ein Ehepaar regelmäßig zu Gottesdiensten, aber es stellte sich heraus, dass die Frau eine Hexe war, die in der Gemeinde großen Schaden anrichtete.
Gefährliche Menschen können Außenseiter sein, die Gottesdienste besuchen, oder es gibt auch Priester oder Prediger, die wirklich Wölfe in Schafkleidung sind.
Vorsicht vor Predigern, die alles und jeden in der Kirche beherrschen und persönlich kontrollieren wollen, egal wie heilig sie erscheinen mögen.
Mittwoch, 14. August 2024
Gottes Medikament gegen Stress
Jesus war von seiner Geburt in Bethlehem bis zu seinem Tod am Kreuz von Konflikten und Ablehnung umgeben. Er wurde in einem Stall geboren. Maria und Josef mussten nach Ägypten fliehen, um ihr Kind vor der Ermordung zu retten.
Als Jesus sein Wirken begann, wurde er drei Jahre lang von den religiösen Machthabern bekämpft und verfolgt, bis sie ihn unter falschen Anschuldigungen hinrichten ließen.
Sein Land war von brutalen römischen Soldaten besetzt. Das jüdische Volk war in religiöse und politische Fraktionen gespalten. Es waren religiöse Legalisten, gewalttätige Freiheitskämpfer und korrupte Kollaborateure, die für die römischen Besatzer arbeiteten.
In diesem chaotischen Umfeld hat Jesus die Menschen geliebt, sich um sie gekümmert, Vergebung praktiziert und gelehrt und seine Feinde geliebt.
Die Welt, in der wir heute leben, ist auf katastrophale Weise chaotisch.
Unsere Umwelt ist stressig. In Familien, Gemeinden und Facebook-Gruppen gibt es Konflikte, Konflikte wegen unterschiedlicher politischer oder religiöser Sichtweisen, wegen Geschlechtsidentität und allerlei schwieriger Themen.
Wir sehen in der Bibel Jesus als Vorbild. Er lebte auch in einer extrem stressigen Zeit. Er liebte Juden und nicht Juden, römische Offiziere und Prostituierte.
Paulus war ein echter Jünger und auch ein wunderbares Vorbild. Er liebte und respektierte Männer und Frauen, Sklaven und Intellektuellen.
Nun gibt es nicht mehr Juden oder Nichtjuden, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen. Denn ihr seid alle gleich – ihr seid eins in Jesus Christus. Gal 3,28 NLB
In dem Leben von Jesus und dann Paulus sehen wir immer Freundlichkeit. Natürlich war Freundlichkeit nicht immer möglich. Jesus und Paulus konnten auch konfrontieren, aber sie wollten so weit wie möglich, alle Menschen mit Freundlichkeit zu behandeln.
Die Freundlichkeit geht in dieser Zeit oft verloren. So viele Menschen sind von Stress und Verletzungen überwältigt. Ablehnung ist zu einer Epidemie geworden. So viele Menschen werden zurückgewiesen, und dann werden sie immer defensiver.
Viele Menschen hassen sich selbst. Wie können sie dann ihre Mitmenschen lieben?
Das Gegengift ist nicht Kulturkrieg, sondern Freundlichkeit und Liebe.
In den Tagesnachrichten und in Sozialmedien sehen wir immer wieder Krieg, Kulturkrieg, Hass und Gewalt, Mord und Korruption. Natürlich reagieren wir oft mit Entrüstung, aber wir stehen dann in Gefahr, gewohnheitsmäßig entsetzt zu sein.
Ärgere dich nicht über die schlechten Menschen. Beneide die nicht, die Unrecht tun.
Denn sie werden wie Gras verdorren und wie Blumen verwelken.
Vertraue auf den HERRN und tue Gutes, dann wirst du im Lande sicher leben, und es wird dir gut gehen.
Freu dich am HERRN, und er wird dir geben, was dein Herz wünscht. Ps 37,1–4 NLB
… »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit deiner ganzen Kraft und all deinen Gedanken lieben.‹ Und: ›Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.‹« Lk 10,27 NLB
Das Gegengift, das wir brauchen ist nicht Kulturkrieg, sondern Liebe. Du kannst Gott nicht lieben, ohne Gottes Liebe zu empfangen.
Und das ist die wahre Liebe: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns zuerst geliebt und hat seinen Sohn gesandt, damit er uns von unserer Schuld befreit.
Liebe Freunde, weil Gott uns so sehr geliebt hat, sollen wir auch einander lieben. 1. Joh 4,10–11 NLB
Aber wer sich selbst hasst, kann Gottes Liebe nicht empfangen, und auch seinen Nächsten nicht lieben.
Wir müssen unsere Gedankenwelt reinigen. Denke an schöne Erinnerungen. Danke Gott für Menschen, die dir geliebt oder geholfen haben. Lass die Schrecken in dieser Welt die von Gott gegebenen Segen in deinem Leben nicht beseitigen.