Freitag, 17. August 2018

Licht in der Tiefsten Finsternis

Ein Pilot in den USA wurde wegen häuslicher Gewalt verhaftet. Kurz danach, hat er ein Flugzeug von seinem Arbeitgeber gestohlen. Er steuerte das Flugzeug in sein eigenes Haus. Seine Frau und Sohn waren unverletzt, aber der 47-jährige Mann kam ums Leben.

So oft lesen wir von solcher unbeherrschten Wut und Mordlust. 
 
Es gibt Menschen, die entscheiden, böse zu sein, böse zu leben und böse zu sterben. Manche alten Nazis verfluchen Gott auf ihrem Sterbebett.

Die Übertretung spricht zum Gottlosen im Innern seines Herzens: Es ist keine Furcht Gottes vor seinen Augen. Ps 36,2 ELB6


Aber darf ich diesen Piloten so urteilen?
 

Wir alle sind Sünder. Jesus starb für die Sünder, auch die allerschlimmsten.
 

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzig geborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Joh 3,16 NLB


Sicher will Gott auch die aller schrecklichsten Sünder erretten, aber wollen diese Monster errettet werden? Es geht um Willensfreiheit.
Aber es gibt schreckliche Menschen, die sich bekehren und Gott vergibt ihnen.
 

Hermann Zaiss war am Kriegsende ein sehr gesegneter deutscher Evangelist. 


Schon im 1945 kamen abertausende aus allen Regionen Deutschlands und auch aus anderen Ländern zu seinen Treffen. Da wurden viele schwerkranken wunderbar geheilt, aber das waren nicht die größten Wunder. 
 

Es war ein junger Soldat in der britischen Besatzungsarmee. In ihm loderte ein schrecklicher Hass gegen das deutsche Volk.


Sein Befehlshaber war ein Kanadischer Offizier, der diesen jungen Mann mit christlicher Barmherzigkeit betrachtete, weil seine unkontrollierbare Bitterkeit seine eigene Seele vergiftete. 

Dieser junger Mann war kein Monster. Als jüdisches Kind aus Deutschland, hatte er in England Zuflucht gefunden, aber seine ganze Familie wurde von den Nazis ermordet.


Der kanadische Offizier brachte den seelisch verletzten jungen Soldaten zu dem Treff mit dem deutschen Evangelist.
 

Auch unter den Zuhörern war ein anderer schwer verletzter Mann. Der war ein hard-core Nazi aus dem Waffen-SS, ein treuer Jünger des Führers.


In den letzten Tagen des Krieges wurde er von der Explosion eines Artilleriegeschosses getroffen. 

Als er von einem Koma erwachte, sah er eine schwarze amerikanische Krankenschwester, die ihn mit Christlicher Barmherzigkeit anlächelte. Er verstand die Welt nicht mehr. Eines seiner Beine war auseinandergerissen und er war permanent gelähmt.
 

Der ratlose gelähmte SS-Offizier und der verbitterte junge Jude hörten die Predigt, sahen die Heilungen und spürten die Gegenwart Gottes mit seiner Liebe und Barmherzigkeit. 

Dann wurden ihre Herzen warm und weich. Sie bekehrten sich zu Jesus und zeugten von ihrem Erlebnis.


Dann ereignete sich das erstaunlichste aller Wunder. Sie wurden feste Freunde.


Gott ist der Richter, nicht ich. Gott weiß, welche bösen Monster transformiert werden können oder wollen.
 

Der Apostel Paulus vor seiner Bekehrung war kein guter Mensch.
 

Das Wort ist gewiss wahr und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um die Sünder zu retten, unter denen ich der erste bin. 1 Tim 1,15 NLB


Es tat Paulus weh, an seine Verbrechen vor seiner Bekehrung zu denken, als er Christen ermorden ließ.
 

Es gab einen Kaplan in der amerikanischen Armee nach dem Krieg, der gut Deutsch konnte. 

Er bekam einen unerwünschten Befehl. Er sollte in Nürnberg als Seelsorger für die schlimmsten Nazis dienen. 

Manche wollten einfach böse bleiben. Hermann Göring wollte nicht vor Gericht stehen. Er brachte sich mit einer Giftampulle um. 

Aber manche Verbrecher waren anders. Hitlers Außenminister, Von Ribbentrop, wurde hingerichtet, aber vor seinem Tode flehte er seine Frau, ihre Kinder Christlich zu erziehen.
 

Jesus lehrte uns, unsere Feinde zu lieben. Wir wissen nie, wer sich bekehren wird.


Aber Vorsicht. Wölfe sind gefährlich.
 

Ein Sexualverbrecher besuchte eine Gemeinde. Eine gute Christliche Frau gab ihm Unterkunft und der Pastor wollte ihm helfen. 

Eines Abends war eine junge Frau in der Gemeinde nicht zu finden.
 

»Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. Mt 10,16 NLB


Es ist nicht immer einfach, die Raubtiere zu lieben aber zugleich unsere Frauen und Kinder zu schützen.
 

Paulus warnt uns gegen Männer, die unser Vertrauen ausnutzen, um Frauen zu missbrauchen. (2 Tim 3,6)
 

Samstag, 11. August 2018

Was suchst du im Leben?

Die Zeit geht dahin. Vor wenigen Jahren war er der Fußball Held. Heute sitzt er mit einem Krug Bier und einem Bierbauch und morgen hat er einen Termin mit seinem Anwalt, weil seine Ehe zugrunde geht. 

Vor wenigen Jahren war sie die schöne Braut. 

Jetzt ist sie alleinstehende Mutter und ihre Tochter macht ihr viel Sorgen, weil ihr Freund Drogendealer ist.
 

Sie kommt erschöpft nach der Arbeit nach Hause und liest die Google News.
 

  • Die Grünen warnen, der Planet geht zugrunde.
  • Die AfD warnt, die Araber oder Türken werden uns erobern.
  • Die Linken beschweren sich, weil so viele Leute Arm werden.
  • Die SPD warnt, die AfD sind getarnte Nazis und unsere Freiheit und Demokratie sollen bedroht sein.

Sie liest Facebook.
  • Manche Konservativen behaupten, Angela Merkel soll getarnte Kommunist oder Freimaurer sein.
  • Putins Panzer bedrohen Deutschland.
  • Asylanten vergewaltigen deutsche Mädels. Alles sehr ermutigend.
  • Sie isst ihr Abendbrot allein und sucht dann etwas Trost in alten Büchern.

Als Teenager war sie idealistisch und las gerne die schöne alte Dichtung. Sie war immer romantisch aber jetzt allein, sehnt sie danach, etwas Schönes zu finden. Sie öffnet ein Buch.
 

´´Grau, teurer Freund, ist alle Theorie
und grün des Lebens goldner Baum.``
 

Das tut weh. Wo habe ich einen teuren Freund? Mein Leben ist jetzt total grau und das ist keine Theorie.
 

Sie geht zum Hausarzt und nimmt Tabletten. Das hilft ein wenig.
Sie spricht mit ihrem Therapeuten. Das lindert auch den Schmerz.
 

Aber wohin jetzt? Wo, wie und mit wem kann sie eine Zukunft finden?
 

Sie denkt an ihre Kindheit. Die wurde konfirmiert, aber was soll das bedeuten? 

Am folgenden Sonntag besucht sie den Gottesdienst um die Ecke. Der Pfarrer versucht ``Ewiges Leben`` neu und aktuell zu definieren. Graue Theorie. Kein Trost da.
 

Sie ist furchtbar einsam, aber eine Kollegin im Büro ist freundlich. Sie ist fromme Muslimin und sie erklärt ihre Religion.
 

`` Wenn du fromme Muslimin wirst, und keinen Minirock mehr trägst, und eine gehorsame muslimische Ehefrau bist, wirst du vielleicht die Flammen der Hölle entkommen.``
 

Sie ist tolerant und will nicht verurteilen, aber sie hat keinen Bock auf einen so unappetitlichen Gott. Um ewige Schmerzen zu vermeiden, soll sie auf Arabisch beten. Danke für den interessanten Austausch.
 

Sie weiß nicht mehr was oder ob sie glaubt, aber sie schreit aus ihrer inneren Leere.
 

``Gott, wenn es dich wirklich gibt, hilf mir, dich zu finden!``
Sie hat keinen Bock auf Arabisch, Latein, Luther Deutsch oder Theologie, alles Schall und Rauch. Sie muss Wirklichkeit finden. Sie muss Hoffnung haben.
 

Dann besucht sie einen Gottesdienst in einer Freikirche. Sie lernt, dass die Landeskirche, die Katholiken und die Pfingstler alle schief gehen. Gott schätzt fromme, bescheidene und äußerst konservative Töchter, und Frauen sollen nicht predigen.
 

Diese interessanten Leute sind Zeitreisenden. Offensichtlich muss ein guter Christ im 19. Jahrhundert leben.
 

Aber sie ist nicht blind. Sie sieht die Rechthaberei, aber sie sieht auch etwas Freundlichkeit. Nicht alle sind spitzfindig. Manche sind gut und echt.
 

Es gibt hier Stroh und Mist, aber auch vielleicht ein bisschen Gold.
Aber sie will nicht altmodische Zeitreisende werden. Sie sucht weiter.

Vor dem Krieg lebte ein junger Jude in Rumänien. 

Er war Atheist, aber seine Weltanschauung gewährte ihm keinen Trost. 

Eines Tages sah er eine alte Orthodoxe Kirche und er trat hinein. Er sah alte Leute, die vor einem Alter knieten. Er glaubte nicht, aber er spürte die Leere in seiner Seele.
 

Er fing an zu beten.
 

``Gott. Ich behaupte, du existierst nicht. Aber wenn es dich trotzdem gibt, bin ich nicht verpflichtet, an dich zu glauben. Es ist deine Pflicht, dich mir zu offenbaren.``
 

Später ging er auf das Land. Er war arm und er ging zu Fuß. Die Sonne ging unter und er suchte Unterkunft in einem Dorf.
 

Da wohnte ein frommer Christ, der Jahrelang dem Herrn gebetet hatte, einen Juden für Jesus zu gewinnen. 

Der junge jüdische Atheist war bei ihm herzlich willkommen. Der Gastgeber gab ihm eine Bibel. Als er die Worte von Jesus las, wurden Flammen der Liebe in seinem Herzen entzündet.
 

Von diesem Tag war sein Leben völlig neu. Jesus war sein bester Freund und treuer Gefährte im Leben.

Freitag, 3. August 2018

Spricht Gott immer noch heute?

Spricht Gott immer noch heute, wie in alten Zeiten?
Können wir auch heute Gottes Stimme hören?


 Da sagte nun Jesus zu den Juden, die an ihn geglaubt hatten: 


»Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger

und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.«
Joh 8,31-32 NLB
 


Was wollte Jesus damit meinen? Dass wir die Bibel lesen sollen? Keine schlechte Idee. Jesus würde nichts dagegen einwenden. Die Bibel ist Gottes Wort.


Wenn Christen die Bibel nicht lesen, geht alles schief. In manchen islamischen und kommunistischen Ländern ist die Bibel verboten. Die Bibel ist für den Teufel sehr gefährlich. 


Gottes Wort soll für uns himmlisches Brot sein. Leider gibt es viele Christen, die Predigten zuhören und Christliche Bücher lesen, aber die Bibel selbst vernachlässigen.  


Aber unter seinen Zuhörern waren Bibel-Fachexperten. Was wollte Jesus denn sagen?


Die Rabbiner kannten die Bibel auswendig, aber viele wollten Jesus nicht als Messias anerkennen. 


Ihr sucht in den Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben;


und ihr wollt nicht zu mir kommen, um das Leben zu bekommen.
Joh 5,39-40 NLB

 

Jesus lebte als Mensch auf der Erde, aber Er war auch Gott.


Denn zu welchem der Engel hat er jemals gesagt: Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt,und auch: Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein? ...

… aber vom Sohn: O Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit; das Zepter deines Reiches ist ein Zepter der Gerechtigkeit. Heb 1,5; 1,8 NLB

Jesus als Mensch sprach auch als Gott und wer glauben wollte, konnte in seinen Worten Gott sprechen hören. 


Gott spricht immer noch heute. Es gehört zu seiner Natur.
 

Die Bibel ist die komplette und vollkommene Offenbarung Gottes Wahrheit. Deshalb wollen manche frommen Christen keine Kommunikation von Gott außerhalb des Bibellesens als gültig anerkennen. 

Sicher ist die Bibel die exklusive Grundlage für unseren Glauben. Gott wird keine neue Wahrheit offenbaren, die man nicht in der Bibel finden kann. 


Aber wenn Gott nicht heute sprechen darf, dann hast du ein Problem.

Darum geht hin und macht alle Völker zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, Mt 28,9 NLB


``Ja, Herr Jesus. Ich gehe. Aber wohin?``


So wäre ein Gott, der uns nur ein Buch gibt, und nicht auch heute spricht, kein praktischer Wegweiser.


Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; Joh 10,27 NLB


Für Jesus hatte die Bibel der höchste Stellenwert, aber er sagte nicht, ``Meine Schafe lesen mein Buch.`` 


Natürlich sollen wir Gottes Buch lesen. Wenn du die Bibel mit einem offenen Herz liest, wirst du auch Gottes Herz spüren und Gottes persönliche Wegweisung durch den Heiligen Geist erkennen.

  • Du kannst die Bibel jahrelang lesen und Gottes Herz nie kennenlernen.
  • Du kannst die Bibel auswendig lernen und niemals Gottes persönlicher Wegweisung gewahr werden.
  • Du kannst die besten Predigten und Bibellehren zuhören und Gottes Stimme nicht wahrnehmen.

Was brauchst du denn?


Eine Muslimin in Iran hatte so einen Hunger, den wahren Gott zu finden. Sie schaute eine verbotene Christliche Sendung im Fernsehen an. 


Der Prediger zitierte die Worte von Jesus aus dem letzten Buch der Bibel.


Sieh, ich stehe vor der Tür und klopfe an. 


Wenn jemand meine Stimme hören und die Tür öffnen wird, zu dem werde ich hineingehen und werde mit ihm essen und er mit mir. Offb 3,20 NLB

Sie hatte so eine Sehnsucht, Gott zu kennen. Sie glaubte.



Wenn du die Bibel mit einem offenen Herz liest, will Gott dir ansprechen.

Vielleicht wirst du keine natürlich hörbare Stimme hören und vielleicht keine Vision sehen, aber Er will mit dir sprechen, weil er dich innig liebt.

Rufe mich an, dann werde ich dir antworten und werde dir große und gewaltige Dinge mitteilen, die du nicht weißt. Jer 33,3 NLB

Samstag, 28. Juli 2018

Team Leiterschaft, Gegenseitige Achtung, Freiheit

Ehre schreibt jeder Person, die Gott geschaffen hat, einen hohen Wert zu, unabhängig von ihrem sozialen Status oder geistlichem Zustand. Ehre hebt Menschen zu der hohen Berufung empor, die Jesus für sie hat.

 

Overstreet, Chris (2014-09-19). Übernatürlich evangelisieren: Ein Handbuch für die Praxis (German Edition) (Kindle Locations 331-332). GloryWorld-Medien. Kindle Edition.

Liebt einander mit aufrichtiger Zuneigung  und habt Freude daran, euch gegenseitig Achtung zu erweisen. Römer 12,10. (Hoffnung für Alle) 

 

 Wenn wir einer Gemeinde zugehören, sollen wir die Leiter respektieren. 

 

Wenn du glaubst, die Leiter haben deinen Respekt verloren oder verraten, sollst du vielleicht eine andere Gemeinde suchen. Besser mit Leitern zu dienen, die du respektierst, als unter Leitern zu sein, die du nicht respektieren kannst oder vielleicht nicht respektieren sollst. 

Darf man also Leiter verachten, wenn sie betrügen oder dich arrogant beherrschen wollen? Nein. 

 

Verachtung eines Mitmenschen ist uns als Christen nicht erlaubt. Wir müssen alle Christen lieben und alle vergeben, die uns missbrauchen aber Gott fordert von dir nicht, ein Opfer von Missbrauch zu bleiben. Respekt vor Leitern bedeutet nicht, dass du einem Leiter unabdingbar als Kind oder Sklave gehörst. 

Die meisten Pastoren und Leiter sind normale christliche Menschen aber es gibt Ausnahmen und wir sollen uns Mobbing oder spitzfindiger Kontrolle nicht unterwerfen.

 

  Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder.  

Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.  

Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Mt 23,8-9,11.

 

Wenn ein Leiter oder Pastor dich nicht respektiert, dann ist er kein Diener. Bin ich zu negativ? In den Worten von Jesus in dem Neuen Testament lesen wir viele strenge Warnungen und scharfe Zurechtweisungen in Bezug auf Leiterschaft. 


Aber es ist ein großer Segen, Leiter zu haben, die du wirklich respektieren kannst, ohne deine geistliche Freiheit zu verlieren. 

 

Ich danke Gott für den Pastor meiner Gemeinde und für andere Leiter und Prediger, dich mich durch ihren Dienst enorm segnen.

 

Es ist eine große und ernste Verantwortung, Pastor oder Leiter zu sein.

 

Liebe Brüder, nicht jeder von euch soll ein Lehrer werden; und wisst, dass wir ein desto strengeres Urteil empfangen werden. Jak 3,1

 

Ein Leiter muss leiten, ohne ein absoluter Herrscher zu werden und das ist nicht einfach.

 

Der Pastor meiner Gemeinde setzt einen sehr hohen Stellenwert auf Freiheit. Er sagt, es ist schwieriger, freie Menschen zu leiten als eine Gemeinde zu beherrschen und Menschen zu manipulieren aber er will trotzdem nur freie Menschen leiten.

 

Ein guter Leiter lässt sich auch nicht von anderen manipulieren.

 

Es gibt auch Christen, die hinter dem Autofahrer sitzen wollen und trotzdem versuchen, den Fahrer und das Auto zu kontrollieren. Es gibt Pastoren, die alle und alles kontrollieren wollen aber es gibt auch andere Christen in einer Gemeinde, die den Pastor einschüchtern wollen. Ein guter Leiter lässt sich nicht einschüchtern. 

 

Ein guter Leiter muss wichtige Entscheidungen treffen, nicht nur für sich selbst sondern auch für die Gemeinde. 

 

Wenn wir uns gegenseitig hoch achten, werden wir diese Verantwortung der Leiter respektieren und nicht wie Politiker über alle Entscheidungen in der Gemeinde streiten. 

 

Aber hier müssen wir nicht vergessen, dass in dem Neuen Testament meistens von Team-Leiterschaft die Rede ist. 

 

Erst in dem zweiten Jahrhundert wurde der Bischof der Chef oder Herrscher, aber das ist nicht Gottes Wort sondern Tradition und Kirchengeschichte. 

 

Gottes Gemeinde ist wie eine Armee in einem geistlichen Kampf. Die Leiter sind wie Offiziere. Gute Offiziere müssen Entscheidungen treffen aber nicht allein. Sie müssen wie Jesus nur das sagen und tun, was sie von Gott hören und sehen.  

 

Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. Joh 5,19 Luther 1984

 

Aber ein Leiter muss nicht nur Gott zuhören, sondern auch als Teamleiter funktionieren und als Mitglied eines Leiterschaft-Teams arbeiten.
 

...denn mit Überlegung soll man Krieg führen, und wo viele Ratgeber sind, da ist der Sieg. Spr 24,6


Samstag, 14. Juli 2018

Gottes Emotionen

Viele Theologen behaupten seit Jahrhunderten, dass Jesus als Mensch am Kreuz leiden musste, aber der Vater im Himmel hat nicht gelitten, weil Leiden seine Unveränderlichkeit beeinträchtigen würde.

Ein hervorragender deutscher Theologe der Nachkriegszeit, Jürgen Moltmann, hat diesen seit antiken Zeiten Glaubenssatz konsequent infrage gestellt.
 

Ich lese viele Texte im Alten Testament, die Gottes heftige Gefühle dramatisch äußern. 

Theologisch gelehrte Bibellehrer versuchen diese Texte wegzuerklären, indem sie behaupten, sie seien Anthropomorphismen. 

``Übermenschliches wird durch menschliche Vergleiche verständlich gemacht.`` (Charles Ryrie: Die Bibel Verständlich Gemacht.)

  • Dem Gedankengang nach, wenn Gott unwandelbar ist, dann kann er nicht emotionell sein, denn Emotionen sind wesentlich veränderlich. 
  • In Jesus sehen wir das vollkommene Ebenbild Gottes. Er konnte sehr emotionell sein, aber er war nicht von seinen Gefühlen beherrscht.
Ich bin kein ausgebildeter Theologe, aber als ich Literatur studierte, lernte ich, dass metaphorische Redefiguren dazu dienen sollen, die Realität zu beleuchten, nicht zu vernebeln. 

Aber dieser Begriff, dass Gott in der Bibel von seinen Gefühlen spricht, obwohl er diese Gefühle in Wirklichkeit nicht empfindet … so ein Quatsch!
 

Eine metaphorische Redefigur muss die Wirklichkeit erklären, nicht wegerklären.
 

In der Geschichte von Noah lesen, dass Gott wegen der Sünde der Menschen tief erschrocken war.
 

Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh. 1. Mose 6,6 EIN
 

Ich glaube, Gott damals tiefes Herzeleid empfunden hat, laut Bibel.
 

Aber dann stoßen die Theologen auf ein anderes Problem.
Wenn Gott alles weiß, wenn Gott auch die Zukunft klar versteht, wenn alle Gottes Entscheidungen und Pläne in Anbetracht seiner Allwissenheit gemacht sind, wie kann Er seine Pläne ändern?
 

Es gibt manche Theologen heute, die Gottes vollkommene Kenntnis der Zukunft infrage stellen.
Da kann ich nicht zustimmen. 

  • Gott ist der Allmächtige, der Allwissende, der Ewige.
  • Gott ist Gott.
  • Gott hat die Zeit selbst geschaffen.

Ich habe von Anfang an die Zukunft verkündet und lange vorher gesagt, was erst geschehen sollte. Ich sage: Mein Plan steht fest, und alles, was ich will, führe ich aus. Jes 46,10 EIN
 

Gott ist Liebe. Alle seine Pläne für uns sind gut.
 

Denn ich weiß genau, was ich für Gedanken über euch habe, sagt der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Jer 29,11 NLB
 

Wenn wir sündigen, ist das immer eine menschliche Entscheidung, nie Gottes vollkommene Absicht.
 

Wenn ich gegen Gott und meine Mitmenschen sündige, verletze ich mich und auch andere. 
  • Aber nicht nur das. Es tut Gott in seinem Herzen weh. 

Gott sagte Mose, er sollte die Hebräer in das Gelobte Land einführen, aber Mose wurde endlich ungeduldig und wütend gegen das Volk. In seinem Zorn missachtete er einen direkten Befehl von Gott. 

  • Das Resultat? Gott änderte seinen Plan und Mose durfte nicht in das Gelobte Land einziehen.
(4.Mose. Kapitel 20)
 

Gott hat viele Pläne, deren Erfüllung davon abhängen, ob wir gehorchen oder nicht, ob wir glauben oder nicht.
 

Als Jesus seine Heimatstadt Nazareth besuchte, fand er keine Anerkennung.
 

Jesus aber sagte zu ihnen: »Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seiner Vaterstadt, bei seinen Verwandten und in seinem Haus.«
  • Und er konnte dort nicht eine einzige Machttat tun, außer dass er ein paar Kranken die Hände auflegte und sie heilte.
Er wunderte sich über ihren Unglauben.  Mk 6,4-6 NLB
 

Gott ist Liebe. 
Die Liebe besteht natürlich nicht nur aus Emotionen.
Aber Liebe ohne starke Gefühle der Barmherzigkeit, Zuneigung und Zärtlichkeit ist keine wirkliche Liebe, sondern nur bloß eine abstrakte theologische Erfindung.
 

Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz und wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod, und Eifersucht ist fest wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn,
sodass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen noch die Ströme sie ertränken können. Wenn einer allen Besitz in seinem Haus für die Liebe geben wollte, so wäre es alles nichts wert.«

Hohelied 8,6-7 NLB

 

Das Hohelied schildert romantische Liebe zwischen einem Mann und einer Frau. Die meisten Jüdischen und Christlichen Bibellehrer seit jeher verstehen das Hohelied als ein Gleichnis, das die  Liebe Gottes darstellt.
 

Gott liebt dich, echt, tief und innig.
Kennst du Jesus noch nicht persönlich?
Sprich einfach mit Ihm. Er wartet auf deine Stimme.

Sonntag, 17. Juni 2018

Mut in Turbulenten Zeiten

Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. Jes 41,10

In der Bibel sagt Gott uns immer wieder: „Fürchte dich nicht.“
Manchmal will Gott uns trösten, weil unsere Angst völlig grundlos ist.
 

Die Jünger ruderten heftig gegen Wind und Wellen.
 

Das Boot war noch weit draußen auf dem See ...

In den frühen Morgenstunden kam Jesus auf dem Wasser zu ihnen.

Als die Jünger ihn sahen, schrien sie vor Entsetzen, denn sie hielten ihn für ein Gespenst.

Aber Jesus sprach sie sofort an: »Habt keine Angst! Ich bin es doch, fürchtet euch nicht!« Mt 14:24-27 HfA


Als Gabriel Maria begrüßte, erschrak sie, aber der Erzengel beruhigte sie.
 

Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Lk 1,30
 

Christliche brauchen keine Angst vor himmlischen Heimsuchungen zu haben.
Andererseits gibt es Umständen, wo wir wirklich bedroht sind, aber Jesus heißt uns trotzdem nicht zu fürchten.
 

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. Mt 10,28
 

Jesus warnt uns nicht vor grausamer Verfolgung nicht zu fürchten. Wir müssen bereit sein, für Jesus zu leiden und sterben.
Die Welt verurteilte Jesus sehr grausam. Dasselbe kann auch uns zustoßen.
 

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Mt 5,10 EIN

Gott ist Liebe

Immer wieder finden wir in der Bibel zwei Aspekten der Liebe Gottes: Trost und Herausforderung.
 

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Mt 4,18
 

Was für ein Segen! Sie wurden von Jesus selbst eingeladen, seine vollzeitigen Gefährten zu sein. Sie sollten Vollmacht von Gott empfangen, mit Jesus Menschen zu retten!
 

Aber es war auch eine heftige Herausforderung. Sie waren Fischer. Sie mussten ihren Familienbetrieb verlassen und Gott für ihre finanzielle Unterstützung vertrauen.
 

Ein Freund von mir war einst Hardcore Moslem in Arabien.
Als Georg Jesus als Gottes Sohn kennenlernte, hatte er endlich den Trost und die Sicherheit, dass er Gott als seinen Vater kannte.
 

Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir.
Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen.
Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen.
  Joh 10,27-29 EIN


  • Viele Moslems begehren, den Allmächtigen Gott persönlich zu kennen aber in ihrer Religion ist das immer eine unerfüllte Sehnsucht.

Georg wurde grausam abgelehnt und verfolgt. Immer wieder erlebte er harte Proben und Herausforderungen! 


Er musste fliehen und fand endlich Zuflucht in einem entfernten Land, in Australien.

Gott gab ihm einen guten Job, aber dann bekam er von Jesus eine neue Berufung. Er sollte für ein Doktorat in einer Australischen Universität studieren. 


An der Universität waren sehr viele Araber und andere Moslems. Georg wurde Missionar. Kein Moslem konnte entweichen. Alle hörten die Gute Nachricht von Georg.
 

Aber Georg war nicht der einzige Missionar.
Eines Tages sprach Georg mit einem Islamischen Missionar. 


»Warum predigst du Islam?« Fragte mein Freund.
»Weil ich in den Himmel kommen will,« antwortete der Moslem.
»Das ist sehr selbstsüchtig,« sagte mein Freund. »Ich habe eine himmlische Heimat. Ich zweifle nicht daran, aber ich predige Jesus, weil ich anderen helfen will, in den Himmel zu kommen.«
Jesus sagte seinen Jüngern:


»Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. 

Wenn es nicht so wäre, dann hätte ich es euch gesagt. 
Ich gehe hin, um euch einen Platz vorzubereiten,« Joh 14,1-2

Hast Du ein Zuhause im Himmel? Sehr gut. Aber bitte hilf auch anderen den Weg zu finden.

Samstag, 9. Juni 2018

Gottes Herz Brennt für Dich

Gott will nur das Beste für jeden Menschen auf Erden. Auch für dich.

Gott schuf dich für einen guten Zweck und seine Pläne sind immer gut.


Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. EIN 1. Mose 1,27

Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. EIN 1. Mose 1,31 


Aber der erste Mann und seine Frau versauten Gottes Plan, weil sie die Lügen des Feindes glaubten, anstatt Gott zu vertrauen.
 

Auch du und ich haben Gottes Pläne vermasselt. Auch wir haben der Verlockung der Lügen nachgegeben und sind auf bösen Abwege gegangen.
 

Trotzdem liebt uns Gott keineswegs weniger.
 

Wenn wir nicht freundlich und treu sind, kann das den Charakter Gottes nicht ändern, denn …
 

Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe. EIN 1. John 4,8 

 

  • Gott ist Liebe. Er schuf dich, weil er dich liebt.

  • Er liebte dich vor der Schöpfung der Welt.

  • Er liebte dich als du empfangen und als du geboren wurdest und er liebt dich immer noch.


Wenn du in einem Auto oder Hotelzimmer ungewollt empfangen wurdest, warst du trotzdem von Gott gewollt.
  • Und wenn du in der allerschlimmsten Hexerei erzogen wurdest? Das war nichts als eine Herausforderung für Gottes liebe, denn Gottes Herz brennt für dich. Nichts kann das Feuer seiner Liebe dämpfen.

Wenn du nicht nur missbraucht, sondern als Kind fehlgeleitet wurdest, war das nicht deine Schuld.
Gott liebt missbrauchte Kinder.
 

In der Bibel finden wir einen Mann mit einer entsetzlichen Vergangenheit. Sein Name ist unbekannt.
 

Bei Tag und Nacht schrie er unaufhörlich in den Grabhöhlen und auf den Bergen und schlug sich mit Steinen. Mk 5,5 EIN


Als er Jesus von weitem sah, lief er zu ihm hin, warf sich vor ihm nieder 

und schrie laut: Was habe ich mit dir zu tun, Jesus, Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht! Mk 5,6-7 


Er war so verwirrt, dass er seine eigenen Gedanken von den Stimmen der Teufel nicht unterscheiden konnte und er war von hunderten Dämonen besessen.
 

Aber die Teufel konnten dem Befehl von Jesus nicht widerstehen. 

Als die Teufel weg waren, vertraute er Jesus von ganzem Herzen.
 

Jesus hatte nämlich zu ihm gesagt: Verlass diesen Mann, du unreiner Geist!  

Jesus fragte ihn: Wie heißt du? Er antwortete: Mein Name ist Legion; denn wir sind viele. Mk 5,8-9 


Nicht nur war der Mann von den Teufeln befreit, aber er war erstaunlicherweise nicht mehr geisteskrank.
 

Als er ins Boot stieg, bat ihn der Mann, der zuvor von den Dämonen besessen war, bei ihm bleiben zu dürfen. Mk 5,18 
 

Die Antwort von Jesus war unbegreiflich.
 

Aber Jesus erlaubte es ihm nicht, sondern sagte: Geh nach Hause, und berichte deiner Familie alles, was der Herr für dich getan und wie er Erbarmen mit dir gehabt hat. Mk 5:19
 

Aber der Mann sprach nicht nur mit seiner Familie.
 

Und er ging hin und fing an, in den Zehn Städten auszurufen, welch große Wohltat ihm Jesus getan hatte; und jedermann verwunderte sich. Mk 5,20 LUT
 

Jesus heilte einen gefährlichen psychotischen Mann und setzte ihn frei, seine ganze Region zu evangelisieren.
 

Bevor dieser Mann zu predigen anfing, forderten die Leute Jesus, ihre Gegend zu verlassen.
 

Als Jesus später zurückkam, kamen große Menschenmengen zu ihm. Viele bekehrten sich.
 

Es kann sein, dass du seit Jahren Ablehnung und Mobbing erlebt hast. 
Vielleicht ist dein Leben von Krankheit oder Depression geplagt. Auch wenn du wegen Hexerei, sexuelles Missbrauch oder Drogensucht verflucht bist, trotzdem bist du in Gottes Augen wichtig und wertvoll. 

Gott will dir eine Zukunft und eine neue Hoffnung geben.
 

Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. SCH Jer 29,11

Samstag, 2. Juni 2018

Gottes Herz Für Dich

Gott hat so ein Herz für Dich.
 

Er hat Dich geschaffen. Er ist unser Schöpfer. Gott liebt Dich als Seinen Sohn oder Seine Tochter.

Aber warum erleben wir oft nicht seine väterliche Liebe?
Vielleicht bist du ein Pflichtmensch, der immer das richtige tun will.
Es gibt Menschen, die ohne Gott tugendhaft leben wollen. Die Tugend ist gut und alles was gut ist, kommt von Gott.
 

Aber Gott ist Liebe. Tugend ohne Gottes Liebe ist kalt. 
 


Ein Pflichtmensch ohne Gott ist wie ein tugendhaftes Waisenkind, so ein erbärmliches Wesen.

Auch Gott ist total tugendhaft, aber Gottes Tugend kommt von einem Herz, dass mit Liebe brennt.
 

Tugend ohne Liebe ist eine pervertierte Tugend. Lieblose Tugend kann auch sehr grausam sein.
 

Der Apostel Paulus vor seiner Bekehrung zu Jesus war der Pflichtmensch schlechthin. 

Seine göttliche Hingabe war extrem. Er wollte dem Gott der Bibel in allem gehorchen, aber für ihn war Pflicht und Tugend wichtiger als Gottes Liebe. 

Er war zwar mit Bibeltexten über Gottes Liebe und Barmherzigkeit vertraut, aber sein religiöser Eifer machte sein Herz kalt und stolz.
 

Viele Jahre nach seiner Bekehrung schrieb Paulus:
 

Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, von welchen ich der erste bin. 1. Tim 1,15 ELB
 

Denn ich bin der geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe. 1. Kor 15,9 EIN
 

Warum verfolgte er die Kirche? Weil seine eigene Tugend für ihn wie ein falscher Gott war.
 

Eine streng religiöse Mentalität kann uns für Gottes Wahrheit und Liebe blind machen.
 

Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen. Römer 10,3 ELB
 

Manche suchen sich zu beruhigen, indem sie denken, diese Warnung nur auf Juden, Moslems oder vielleicht Katholiken zutrifft.
 

Aber wir alle können auf einem Abweg sein, wenn Gottes Liebe und deine tägliche persönliche Beziehung zu Jesus nicht der Mittelpunkt deines Bewusstseins ist. 

Auch ganz normale Aspekten des christlichen Lebens können uns von der Liebe Gottes und der persönlichen Jüngerschaft ablenken, wenn wir an etwas zu fest klammern.
 

Die Lehraussagen deiner Gemeinde oder Konfession können ein Abgott werden, wenn dein Glaubenssystem dein Hauptinteresse wird. Diese Denkart führt oft zu Besserwisserei, Rechthaberei und Streitsucht, statt Demut, Liebe und praktischem Glauben.
 

Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, Spr 3,5 LUT
 

Wenn du wirklich denkst, du hast Gottes Wahrheit völlig im Griff, dass du immer Recht hast und besser weißt, dann bist du wirklich auf einem frommen Abweg.
 

Das echte christliche Leben ist ein lebenslanger Lernprozess. Jesus war und bleibt der Lehrer und seine Nachfolger in der Bibel waren Jünger. 

Ein Jünger ist jemand, der vom Meister lernt. Wer immer denkt, er habe immer Recht und besser weiß, ist unbelehrbar.
 

Vor seiner Bekehrung war Paulus ein spitzfindiger gesetzlicher selbstgerechter Pflichtmensch.
 

Er war auch ein hervorragender theologischer Profi, der immer besser wusste.
  • Das alles half ihm aber gar nicht, Gott näher zu kommen.

Als bekehrter Christ, lernte Paulus diesen Fehler zu verstehen.
 

  • Doch was mir damals ein Gewinn war, das habe ich um Christi Willen als Verlust erkannt.
     
  • Ja noch mehr: ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen.
     
  • und in ihm zu sein. Nicht meine eigene Gerechtigkeit suche ich, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die Gott aufgrund des Glaubens schenkt. Philipper 3,7-9

Tugenden sind gut und Wissen ist gut, aber unser Endzweck ist viel höher.
 

Unsere Berufung ist nicht alles zu wissen, nicht immer Recht zu haben und nicht durch tugendhafte Strebsamkeit gut zu sein.
 

Jesus sagte etwas ganz anderes.
 

Er sagte den religiösen Profis in Israel:
 

Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; gerade sie legen Zeugnis über mich ab. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu haben. Joh 5,39-40
 

Jesus sagte: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Mt 11,28-29
 

Diese Einladung ist auch für uns, für dich.