Freitag, 10. Juli 2020

Nicht mehr Opfer

Bist du ein Opfer? Bist du vielleicht daran gewöhnt?
Hast du oft Mobbing erlebt? In deiner Familie? In der Schule? In der Arbeit? Vielleicht in einer Gemeinde?

Jesus sprach mit einer Frau in Samaria. Sie war fünfmal geheiratet und dann wollte kein Mann sie heiraten. 


Wie könnte sie überleben? Als Prostituierte? Schrecklich! Als Bettlerin auf der Straße? Die könnte vergewaltigt werden. Vielleicht war das in Wirklichkeit geschehen.

Sie brauchte einen Mann und dann hat sie einen Mann gefunden, aber er wollte sie nicht heiraten. Alle schauten auf sie herab.

Aber Jesus verachtete sie nicht. Er sah sie nicht als böse Frau, sondern als Opfer.

 
Damals konnte ein Mann seine Frau einfach loswerden. Sie könnte eine gute Frau sein, aber wenn er eine Bessere fand, konnte er seine Frau einfach herausschmeißen. Vielleicht konnte sie keine Kinder gebären. Vielleicht war sie depressiv. Wir wissen nicht.

Aber Jesus erkannte sie als einen leidenden Menschen.

Gott liebte diese Frau. Gott hatte diese Frau ihr ganzes Leben lang Schritt für Schritt unsichtbar begleitet. Gott hatte die Schmerzen in ihrem Herz als ihr barmherziger Vater gespürt.

 

Dann sprach Jesus freundlich mit ihr.

Die Frau war überrascht, denn sonst wollen die Juden nichts mit den Samaritern zu tun haben. Sie erwiderte: »Du bist ein Jude und ich bin eine Samariterin. Warum bittest du mich, dir zu trinken zu geben?« Johannes 4,9

Für Jesus waren alle Menschen halt Menschen. Als Kleinkind war er Flüchtling in Ägypten. Er wollte diese verachtete Ausländerin helfen und retten.

Dann war die Frau erstaunt, als Jesus ihre Lebensgeschichte offenbarte.

»Geh, rufe deinen Mann und komm mit ihm hierher«, sagte Jesus zu ihr.

»Ich habe keinen Mann«, entgegnete die Frau. Jesus sagte: »Das stimmt! Du hast keinen Mann.

Du hattest fünf Ehemänner, und mit dem Mann, mit dem du jetzt zusammenlebst, bist du nicht verheiratet. Das hast du richtig gesagt.«
Johannes 4,16-18


Wieso konnte Jesus das alles wissen?

Kurz vor seinem Tod am Kreuz erklärte Jesus seinen Jüngern, dass er unbegrenzten Zugang zu der Weisheit des Vaters hatte.

Jesus war vor seiner Geburt der ewige Sohn Gottes mit dem Vater, aber als er Mensch wurde, wurde er wirklich Mensch. Um wirklich als Mensch zu leben, musste er seine Allwissenheit beiseitelegen, aber sein Charakter und seine Identität blieben unverändert.

Jesus als Mensch war voll menschlicher Nächstenliebe und auch der ewigen Liebe Gottes.

Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich euch sage, stammen ja nicht von mir, sondern der Vater, der in mir lebt, wirkt durch mich. Johannes 14,10


Denn Gott ist durch Christus selbst in diese Welt gekommen und hat Frieden mit ihr geschlossen, indem er den Menschen ihre Sünden nicht länger anrechnet. 


Gott hat uns dazu bestimmt, diese Botschaft der Versöhnung in der ganzen Welt zu verbreiten. 2. Korinther 5,19 HfA

Als diese Frau die wahre Identität von Jesus erkannte, wollte sie die Gute Botschaft mit ihrem ganzen Dorf mitteilen, mit ihren Nachbarn, die sie Jahrelang abgelehnt hatten.

Bist du ein Opfer? Gott liebt dich.
Gott will dich transformieren.

Donnerstag, 9. Juli 2020

Zu Hause mit Jesus

Suchst du eine Gemeinde, wo Jüngerschaft ernst genommen wird, und wo du auch Nächstenliebe, freundliche Gemeinschaft und Respekt findest?

Die Sklaven von Isaak gruben im Tal und stießen auf eine Quelle.
Doch die Hirten von Gerar sagten: »Dies ist unser Wasser!« und stritten sich mit Isaaks Hirten. Deshalb nannte Isaak den Brunnen »Streit«.
1. Mose 26,19-20 NLB
 
Du findest eine Gemeinde, wo du Gottes Gnade und Wahrheit suchst, und du findest da Gottes Segen. 


Aber die Christen in dieser Gemeinde behaupten, der Segen gehört uns. Du musst in allem gehorchen. Wir bestimmen, was du hier isst und trinkst.

Der Segen erstickt in deiner Kehle. Nach und nach fühlst du dich wie versklavt, aber könnten diese Leute vielleicht recht haben?
Aber dann wird es unerträglich und du ziehst weiter.

Isaaks Männer gruben einen anderen Brunnen, doch auch hier kam es wieder zum Streit, und Isaak nannte ihn »Anfeindung«.

1. Mose 26,21 NLB

 
Dann findest du eine andere Gemeinde. Es ist besser. Du findest auch hier Gottes Segen, aber mit mehr Freiheit und Freundlichkeit.

Aber dann kommt ein Streit in der Gemeinde. Einige wollen dem Pastor beistehen, aber andere kritisieren an ihm herum. Wer soll das lebendige Wasser verwalten und austeilen, der Pastor oder die Splittergruppe? 


Mit dem immer zunehmenden Streit verschwindet der Segen. Du ziehst weiter.

Jesus ist der Gute Hirte. Er will dich leiten, schützen und versorgen, aber du wirst leider oft Hirte finden, die behaupten, das Wasser gehört ihnen. Nein. Das Wasser gehört nur Jesus.

Da zog er weiter und ließ noch einen weiteren Brunnen graben. Diesmal gab es keinen Streit. 


So nannte Isaak den Brunnen Rehobot . Denn er sagte: »Der HERR hat uns doch noch Raum gegeben, nun werden wir uns im Land ausbreiten können.« 1. Mose 26,22 NLB

Am letzten Tag, dem Höhepunkt des Festes, stellte Jesus sich hin und rief der Menge zu: »Wenn jemand Durst hat, soll er zu mir kommen und trinken!

Wer an mich glaubt, aus dessen Innerem werden Ströme lebendigen Wassers fließen, wie es in der Schrift heißt.«

Mit dem »lebendigen Wasser« meinte er den Geist, der jedem zuteilwerden sollte, der an ihn glaubte. Aber der Geist war noch nicht gekommen, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.
Johannes 7,37-39


Gute Prediger und Leiter können Gottes Geist freisetzen, sonst sind sie keine guten Leiter, aber der Geist Gottes gehört nicht exklusiv der Kirchenleiterschaft. Der Geist Gottes gehört Gott selbst.

Jesus will selbst dein Hoher Priester sein, auch dein Mentor und Freund. Du kannst Jesus als deinen Hirten und Freund kennenlernen. Das ist ein Prozess. Deine Bekehrung ist nur der Anfang.

Gib bitte nicht auf. Gott hat trotz allem immer noch gute Pläne für dich.

Dienstag, 7. Juli 2020

Gottes Hilfe in deiner Not

Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder. Ps 9,2 NLB

Ich will alle Gottes Wunder erzählen.

Wir müssen Gottes Wunder nicht begrenzen oder kleinreden. Wunder wirken ist Gottes Vorgehensweise. Es gehört zu seiner Natur und seinem Wesen.

Gott ist Liebe und Gott ist auch allmächtig. Wenn Gott seine Allmacht für seine geliebten Kinder nicht einsetzen will, dann läuft
etwas verkehrt mit seiner Liebe, aber das kann nicht sein.

Alles, was gut und vollkommen ist, wird uns von oben geschenkt, von Gott, der alle Lichter des Himmels erschuf. 

Anders als sie ändert er sich nicht, noch wechselt er zwischen Licht und Finsternis. Jakobus 1,17 

Rufe mich an, dann werde ich dir antworten und werde dir große und gewaltige Dinge mitteilen, die du nicht weißt. Jer 33,3

Gott hat nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle gegeben. Und wenn Gott uns Christus gab, wird er uns mit ihm dann nicht auch alles andere schenken?
Römer 8,32 


Viele zitieren diesen Vers, aber sie wollen keine großen Wunder hier auf Erden erwarten. Alles muss warten, bis wir sterben.

Blinde werden sehen, aber erst nach dem Tod.
Krebspatienten werden keinen Schmerz mehr leiden, aber erst nach dem Tod.

Aber Jesus heilte die Blinden hier auf Erden. Wenn Kranke Gottes heilende Kraft bei Jesus suchten, heilte er sie auf der Stelle.

Er sagte nie: warte bis du stirbst.
Jesus sagte nie: du musst deine Krankheit mit heiliger Geduld ertragen, damit Gott deinen Charakter aufbaut.


Es gibt eine weit verbreitete theologische Sichtweise, dass die Wunder im Neuen Testament nur für eine befristete Zeit bestimmt waren, und nur um die Autorität und Identität von Gottes Sohn zu bestätigen. 


Aber Jesus hat diese religiöse Theorie nie gelehrt.

Im Gegenteil.

Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird dieselben Dinge tun, die ich getan habe, ja noch größere, denn ich gehe, um beim Vater zu sein. Johannes 14,12

Hier spricht Jesus mit seinen erwählten Aposteln, aber er spricht im Allgemeinen von allen, die glauben. Seine Verheißung ist unbefristet.

Für Jesus waren allerlei Heilungen und andere Wunder normal. Sein Dienst ist unser Vorbild.
Ein Freund von mir predigte in einer Gemeinde. Er sprach mit einer jungen Frau, die zum ersten Mal in der Kirche war. Sie war Hindu.

Der Prediger gab ihr eine Bibel. Sie las das Neue Testament jeden Abend. Sie war fasziniert, aber sie konnte nicht gut verstehen, bis eines Abends etwas geschah.

Jesus selbst trat in ihr Schlafzimmer und sprach mit ihr. Sie glaubte und bekehrte sich auf der Stelle. 


Wir sind in der Endzeit. Jesus kommt bald. Erwarte Wunder von Gott.

Gott hat nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle gegeben. Und wenn Gott uns Christus gab, wird er uns mit ihm dann nicht auch alles andere schenken? Römer 8,32 

 
Er vergibt mir alle meine Sünden und heilt alle meine Krankheiten.
Psalmen 103,3

Gott will dich übernatürlich segnen.

Montag, 6. Juli 2020

Gottes Ordnung oder Menschliche Ordnung?

Es gibt charismatische Treffen, die chaotisch sind, weil die menschliche Natur außer Kontrolle gerät, aber es gibt auch Situationen, die unordentlich erscheinen, weil der Heilige Geist dramatisch eingreift.

Es gibt Christen, die verlangen, dass alles total richtig sein muss. Jesus selbst hat immer alles richtig gemacht, aber in den Augen der Bibelexperten seiner Zeit, war Jesus oft weit gefehlt.

In den Zehn Geboten lesen wir, dass man am Sabbat nicht arbeiten soll, aber die Juden haben ganz vernünftig Ausnahmen erlaubt. Man durfte zum Beispiel Tiere versorgen. Natürlich mussten Mütter ihre kleinen Kinder zu essen geben, usw.

Die Rabbiner hatten eine systematische Liste von Aufgaben gemacht, die am Sabbat erlaubt wären und die verboten sein sollten. Aber diese Regeln waren von den Rabbinern und nicht von Gott.

Es war streng verboten, am Sabbat Kranken zu heilen, aber Jesus hat immer wieder am Sabbat schwer Kranken geheilt. Das störte die Ordnung, aber nicht Gottes Ordnung.

Wenn Charismatiker in Gottesdiensten tanzen, stört es die traditionelle Ordnung, aber vielleicht nicht Gottes Ordnung.


Der König David tanzte auf der Straße in seiner Unterkleidung. Das missfiel seiner Frau, aber Gott hatte nichts dagegen einzuwenden.

Als aber David zurückkam, um sein Haus zu grüßen, ging Michal, die Tochter Sauls, heraus David entgegen und sagte: »Wie herrlich ist heute der König von Israel gewesen, der sich heute vor den Mägden seiner Knechte entblößt hat, wie sich die losen Leute entblößen!«

David sagte zu Michal: »Vor dem HERRN, der mich vor deinem Vater und vor seinem ganzen Haus erwählt und mir befohlen hat, Fürst zu sein über das Volk des HERRN, über Israel, vor dem HERRN will ich spielen.
2 Sam 6,20-21


Wenn konservative Christen ungehemmtes Benehmen in charismatischen Treffen kritisieren, können sie manchmal wie Davids Frau Michal sein.

Ist alles in charismatischen Treffen immer richtig? Sicher nicht.
Aber ist alles in nicht charismatischen Treffen immer richtig? Interessante Frage.

In der NT Gemeinde in Korinth musste Paulus die unreifen neu bekehrten Christen wegen vieler Fehler zurechtweisen.

Das Abendmahl war wie eine Party, wo viel gegessen und getrunken wurde. Manche griffen eifrig zu und andere hatten nicht genug.

Es gibt heute Christen, die wildes oder ungehemmtes Benehmen von Charismatiker als total unchristlich oder sogar teuflisch verwerfen. Das Urteil von Paulus war ganz anders.

Es waren Treffen, wo viele Christen in unbekannten Zungen laut sprachen, sodass ein ungläubiger Außenseiter ganz verwirrt sein würde.

Paulus bestätigt, dass diese Gabe echt war und wirklich von dem Heiligen Geist, aber die Korinther mussten lernen, echte Geistesgaben mit Weisheit auszuüben.

Paulus sagte, Gott wollte Ordnung und Anstand in der Gemeinde haben.

Dann muss man fragen: Wessen Ordnung will Gott haben, unsere Ordnung, die oft gesetzlich oder langweilig sein kann, oder die kreative Ordnung des Heiligen Geistes?

Denn die göttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind, und die göttliche Schwachheit ist stärker, als die Menschen sind. 1 Kor 1,25 L17

Wir sehen in Bibelgeschichten Beispiele von Gottes Torheit und auch von menschlichem Blödsinn.

Wie können wir den Unterschied erkennen? 


Nicht mit systematischen Regeln, auch wenn wir versuchen, diese Regeln mit Bibeltexten zu belegen. Das ist genau, was die Pharisäer getan haben.

Sonntag, 5. Juli 2020

Gott will dich mit Liebe umarmen.

Wie äußerte sich Gott, wenn er seine Liebe für die Juden im Alten Testament erklären wollte?

Ich selbst werde euch trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet. In Jerusalem sollt ihr getröstet werden.« Jesaja 66,13
 

Haben diese Juden Gottes Liebe verdient? Wenn wir die Geschichte der Juden in der Bibel lesen, sehen wir oft ein abtrünniges Volk, aber Gott blieb treu.

Aber sind wir Christen besser?

Wenn wir die Geschichte der Christenheit lesen, sehen wir dieselbe Mischung von Tugend und Schande.

Vielleicht ist dein christliches Leben auch wie eine Achterbahn, wo du von Segen erzählen kannst, aber auch von Versagen und Scham.

Trotzdem will dich Gott immer noch lieben, immer noch vergeben und retten.

Gott will dich wie ein freundlicher Vater ermutigen.

Du denkst an die Liebe Gottes und Ängste tauchen auf.

Du siehst dich nicht als jemanden, der geliebt werden kann. Wenn Gott dich liebt, ist es irgendwie sein Job, Menschen zu lieben.

Du denkst, Er will dich versorgen und vergeben, aber er kann dich nicht mögen.

Aber dem ist nicht so.


Gott will dich mit mütterlicher Zärtlichkeit umarmen.

In deinen Augen kannst du nie attraktiv sein, aber für eine liebevolle Mutter ist ihr eigenes Kind immer schön.


Doch Zion sagt: »Der HERR hat mich verlassen; der Herr hat mich vergessen.« 


»Kann eine Mutter etwa ihren Säugling vergessen? Fühlt sie etwa nicht mit dem Kind, das sie geboren hat? Selbst wenn sie es vergessen würde, vergesse ich dich nicht!
Jesaja 49,14-15
 

Ich hoffe, du wirst Gottes Liebe heute nicht zurückweisen.

Beten wir auch weiter für die Juden. Gott liebt die Juden immer noch.

Samstag, 4. Juli 2020

Charismatisches Chaos. Was sagt Paulus?

Es war einmal eine Gemeinde, wo überall Fehler und Sünden zu finden waren.

Manche Männer besuchten ein Bordell, wo die Prostituierten nicht nur sexuelle Dienste verkauften, sondern auch esoterische Wahrsagungen. In dem Bordell wurde eine heidnische Göttin angebetet und diese Prostituierten waren auch Priesterinnen mit übernatürlichen Kräften.

Schlimmer könnte es nicht sein.


In dieser Gemeinde waren Hauskreisen und manche dieser Hauskirchen wurden von Frauen geleitet.

Das Abendmahl war wie eine Party, wo viel gegessen und getrunken wurde. Manche griffen eifrig zu und andere hatten nicht genug.

Die Gottesdienste waren ziemlich chaotisch. Unanständig angekleidete Frauen beteten laut oder proklamierten Prophezeiungen mit lauter Stimme. Andere haben mit lauter Stimme in unbekannten Zungen, unverständliche Botschaften laut gesprochen.

Frauen haben den Gottesdienst immer wieder unterbrochen und gestört, indem sie mit lauter Stimme mit ihren Ehemännern gesprochen haben.

Würdest du so eine Gemeinde besuchen? Wenn deine Freunde oder erwachsene Kinder in so einer Gemeinde involviert wären, würdest du dir Sorgen machen?

Wo war der Hauptpastor? Warum hat er christliche Ordnung nicht wiederhergestellt?
Interessante Frage, nicht?

Fakt ist, sie hatten keinen Hauptpastor. Der Gründer der Gemeinde hatte keinen Hauptpastor eingesetzt.

Diese Gemeinde war sicher eine dämonisierte Sekte, oder?

Hast du den ersten Korintherbrief von Paulus vielleicht gelesen?

Diese Gemeinde war in Korinth vor 2000 Jahren. Der Gründer war der Apostel Paulus.


Wie würdest du an Paulus stelle diese Gemeinde bewerten?

Hier ist offensichtlich ein vollkommenes Beispiel von charismatischem Chaos. Zungenrede und Prophetie sind natürlich dämonisch. Wie könnte der Heilige Geist solche Missstände mit heiligen Geistesgaben segnen?

Wie kann man in einer solchen Gemeinde christliche Tugend finden? Wie kann man diese Gemeinde überhaupt als christlich anerkennen?

Vielleicht würde man irgendwie in diesem teuflischen Schlamassel einige echten Christen finden, aber die Männer, die Bordellen besuchen, müssen ohne weiteres exkommuniziert werden.

Wenn manche Mitglieder nicht tugendhaft leben und trotzdem die Gottesdienste mit Zungenrede stören, muss ein falscher Geist oder Dämon ausgetrieben werden. Solche Zungenrede kann keineswegs von Gott kommen.

Aber was sagt Paulus dazu?

... an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns:


Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
1. Korinther 1,2-3


Paulus erkennt diese chaotische Gemeinde als Christlich!

Was sagt Paulus von den übernatürlichen Geistesgaben, die missbraucht werden?


Denn das Zeugnis von Christus ist bei euch so fest verankert,
dass es euch an keiner Gabe mangelt, solange ihr auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus wartet.
1 Kor 1,6-7 ZUR


Wenn wir weiter lesen, werden wir sehen, wie Paulus Ordnung wiederherstellen will, aber er erkennt  die übernatürlichen Geistesgaben als echt und von Gott, obwohl die Korinther lernen müssen, die Gaben mit Weisheit, Liebe und Tugend auszuüben.

Hauskirchen wurden offensichtlich von Frauen geleitet.

Angehörige des Hauses von Chloë haben mir von Streitigkeiten unter euch erzählt, liebe Freunde.
1. Korinther 1,11


Paulus wollte Streite unter Christen nicht erlauben, aber anscheinend war mindestens ein Hauskreis von einer Frau geleitet und Paulus hat nichts dagegen einzuwenden.

Frauen haben in Gottesdienste laut gebetet und Prophezeiungen weitergegeben. Paulus hatte nichts dagegen, wenn sie anständig angekleidet waren.

Jede Frau aber, die mit unbedecktem Haupt betet oder weissagt, schändet ihr Haupt; es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre! 1. Korinther 11,5

Sagt Paulus hier, die Frauen sollen nicht laut beten oder weissagen? Nein. Das sagt er nicht.


Und was soll mit den abtrünnigen Männern geschehen, die Bordelle besuchen?

Wisst ihr denn nicht, dass eure Körper zum Leib Christi gehören? Darf da ein Mann seinen Körper, der doch Christus gehört, mit dem einer Prostituierten vereinigen? Niemals! 1. Korinther 6,15

Erstaunlich!

Paulus erkennt diese Männer, trotz ihrer Sünde, als Christen, die umkehren müssen. Er will sie nicht exkommunizieren, nur scharf zurechtweisen.

Nur ein Mann muss aus der Gemeinde ausgeschlossen werden, weil er in einer sexuellen Beziehung mit seiner Stiefmutter weiter leben will. Später kehrt er um und Paulus schreibt, sie sollen ihn in der Gemeinde wieder akzeptieren.

Alles ziemlich radikal, oder? Aber das ist Gottes Wort.

Samstag, 27. Juni 2020

Gottes Geist Hilft dir wenn du Schwach Bist.

Wenn Gott dir sein Wort gegeben hat, musst du daran festhalten.
 

Wer ist unser Vorbild?

Als Gott Abraham versprach, dass er zum Vater vieler Völker werden würde, glaubte Abraham ihm und hielt an der Hoffnung fest, obwohl es hoffnungslos schien.

Gott hatte ihm versprochen: »Deine Nachkommen werden so zahlreich sein wie die Sterne.« Römer 4,18

Abraham war 75 Jahre alt und kinderlos, als Gott ihm diese erstaunliche Verheißung gab.


Gott liebte Abraham, und er liebt dich auch.

Abraham hatte eine Berufung und ein Versprechen von Gott bekommen und er musste an Gottes Wort festklammern.

Das war schwierig, denn Abraham hatte keine Bibel und keinen menschlichen Beistand. Er musste auch etwa 25 Jahre warten, bis Isaak geboren wurde.

Aber Gott versteht, dass wir Fleisch und Blut sind, dass wir Ermutigung brauchen.
Abraham hatte die Worte Gottes wahrgenommen.

Und der HERR sagte zu Abram: »Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Haus in ein Land, das ich dir zeigen will.


Und ich will dich zu einem großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.
1 Mose 12,1-2


Wenn Gott eine Verheißung gibt, gibt er auch meistens einen Befehl oder eine Anweisung.


Gehorsam ist wichtig, denn unsere Handlung stärkt unseren Glauben.
Als Jesus Wunderheilungen wirkte, gab er oft eine Anweisung.

Dann spuckte er (Jesus) auf die Erde, vermischte den Lehm mit seinem Speichel zu einem Brei und strich ihn dem Blinden auf die Augen.

Daraufhin sagte er zu ihm: »Geh und wasch dich im Teich Siloah.« Siloah bedeutet: Gesandter. Da ging der Mann und wusch sich und kam sehend zurück!
Johannes 9,6-7
 

Abraham hatte eine Verheißung von Gott mitbekommen und auch einen Befehl, aber nicht nur das.
Abraham hat auch übernatürliche Erfahrungen mit Gott.

Er aber sprach: Ihr Männer, Brüder und Väter, hört! Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vater Abraham, als er in Mesopotamien war, bevor er in Haran wohnte,
und sprach zu ihm: 


»Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde!« Apg 7,2-3

Das war Abrahams erste übernatürliche Erfahrung, aber er brauchte immer wieder übernatürliche Ermutigung, und Gott hat ihm mehrmals übernatürlich geholfen, im Glauben festzustehen.

Wenn du von Krebs oder Depression geplagt bist, wenn du in deiner Familie, deinem Job oder in deiner Gemeinde missbraucht wirst, wenn du Gottes Rettung dringend brauchst, wird Gott deinen Hilferuf hören. 


Du kannst dich auf Gottes geschriebenem Wort festhalten.

Aber wir sind schwach. Gerade wie Abraham brauchen wir Gottes Hilfe, an seinem Wort festzuhalten.

Rufe mich an, dann werde ich dir antworten und werde dir große und gewaltige Dinge mitteilen, die du nicht weißt. Jer 33,3
 

Gott hat uns nicht nur sein Wort gegeben, sondern seinen Heiligen Geist, der Geist Gottes. 

Genauso kommt auch der Geist unserer Schwachheit zu Hilfe.

Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie es sich gebührt; sondern der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern.

Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist; denn er vertritt die Heiligen, wie es Gott gefällt.
Römer 8,26-27
 

Wir alle sind mit harten Proben konfrontiert. Wir haben Probleme in der Arbeit, in unseren Familien, mit unseren Finanzen und unserer Gesundheit.

Gott hat uns in der Bibel viele Verheißungen gegeben, uns mit allen diesen Problemen zu helfen und aus tiefer Not zu retten.
Aber wir sind oft schwach und kleingläubig.

Gott hat mir einen Traum gegeben.

Ich war in einer Straßenbahn. Ich sah eine Kamera, vielleicht eine Videokamera. Ich wusste, es war meine Kamera, die ich verlegen hatte. Ich dachte, ich sollte sie einfach nehmen, aber ich war ein bisschen unsicher und ich habe sie nicht genommen.

Was bedeutet eine Kamera? Mit Fotos können wir an wichtigen Erlebnissen festhalten. Wir müssen Gottes Verheißungen immer wieder anschauen und wiederholt aussprechen.

Ein Traum von Gott ist wie ein Video, das seine Verheißungen bestätigt. Träume und Weissagungen sind kein Ersatz für die Bibel, aber sie sollen uns als Zusicherungen und Wegweiser sein, damit wir besser an Gottes Wort festhalten.

Gott hat dich auf mehrere Weisen zugesichert, er will dich aus deiner Not retten. Die Rettung gehört dir. Gott lügt nicht. 


Halte fest an Gottes Verheißungen. Er rettet dich.

Wenn Gott dir eine spezifische Anweisung gibt, tu was er sagt.

Dienstag, 23. Juni 2020

Gottes Kerze in der Tiefsten Finsternis

Die Gnade des HERRN nimmt kein Ende! Sein Erbarmen hört nie auf,
jeden Morgen ist es neu. Groß ist seine Treue.

Meine Seele spricht: »Der HERR ist mein Anteil , auf ihn will ich hoffen.«
Klagelieder 3,22-24


In sehr harten Zeiten kann Gottes Liebe als eine kleine Kerze in der Finsternis erscheinen. Du sehnst dich nach dem Morgenlicht; du willst unbedingt den Sonnenaufgang sehen, aber immer noch ist es finster um dich.

Du betest für Licht und Gott lässt eine Kerze erscheinen. Die Kerze ist nicht die Sonne, aber Gott will dich mit einem Vorzeichen ermutigen.

Wenn du sehr krank bist, kannst du Hunger haben, aber du kannst nur ein bisschen Nahrung ertragen. Nimm dankbar an, das bisschen, das Gott dir gibt und hör nicht auf zu hoffen und Gott zu vertrauen, dass mehr kommen wird.

 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Joh 1,5 ZUR


Die Juden waren 70 Jahre lang in Babylon Gefangene. Dann kehrte ein Überrest nach Jerusalem zurück. Die Stadt war in Trümmern. Es war wie Deutschland in 1945.

Man kann ein Land von Ruinen nicht in einem Monat wieder aufbauen. Man muss klein anfangen. Nehemia und sein Team mussten die Stadtmauern aufbauen. Das war ein harter Kampf.
 

Der Tempel von Salomon war auch in Ruinen. Es war früher ein prächtiges Gebäude, aber sie mussten irgendwie klein anfangen.

Denn wer ist es, der den Tag kleiner Dinge verachtet?

 Zech 4,10 

Vielleicht hast du ein Nervenzusammenbruch erlebt. Gott will dir helfen, jeden Tag kleine Schritte voranzukommen.

Vielleicht bist du ganz unten. Du bist ein Asylant und bist nach Europa zu Fuß gekommen. Du willst ein neues Leben haben, aber du musst klein anfangen.

Bist du wegen Ehescheidung oder Missbrauch am Boden zerstört? Gott will dein Leben irgendwie wiederherstellen, aber das muss oft ein Prozess mit vielen kleinen Schritten sein.

Vielleicht ist es noch schlimmer. Du bist im Knast oder in einem Bordell. Menschen haben dich verworfen aber nicht Gott.

Eine bekannte deutsche Predigerin hat vielen Asylanten und auch Prostituierten geholfen. Ich werde nie vergessen, was sie in einer Predigt sagte.

´´Es wird in Bordellen mehr gebetet als in vielen Gemeinden.``
Gott hört die Gebete im Knast und die Gebete in Bordellen.


Egal wo du bist, will Gott dir helfen, den nächsten kleinen Schritt zu nehmen.


Rufe zu mir, so will ich dir antworten und dir große, unfassbare Dinge mitteilen, die du nicht kennst. Jer 33,3 EIN

Sonntag, 21. Juni 2020

Du bist Unsinkbar mit Jesus

Ein gläubiger Christ ist wie ein unsinkbares Boot, mit einem Auftriebstank, ein Notfunkgerät und ein Rettungsteam bereit, das auf einen Anruf wartet.

Sein Versuch war eine Katastrophe. Er schlug einen Ägypter tot und musste fliehen. Er war dann 40 Jahre lang ein Hirte in der Wüste, ein Niemand in einem fremden Land.

Sie wurde von Gott erwählt, die erste Zeugin des auferstandenen Sohn-Gottes zu sein. Als selbst die Apostel verzweifelten, wurde sie erwählt, den Männern von der Auferstehung Zeugnis zu geben.

Da erhob sich ein großer Sturm auf dem See, sodass das Boot von den Wellen überrollt wurde; er aber schlief.


Da traten sie zu ihm, weckten ihn und sagten: Herr, rette uns, wir gehen unter! 
Mt 8,23-25 ZUR


Ich schenke ihnen das ewige Leben, und sie werden niemals umkommen. Niemand wird sie mir entreißen,

denn mein Vater hat sie mir gegeben, und er ist mächtiger als alles andere. Und niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen.
Johannes 10,27-29

Samstag, 20. Juni 2020

An der Schwelle der Ewigkeit

Wir stehen an der Schwelle der Ewigkeit.

Diese Krise hat uns hoffentlich wachgerüttelt. Wir brauchen das, denn unsere hektische Alltagsroutine und die Medien wollen uns immer wieder von der unsichtbaren Wirklichkeit um uns herum ablenken.

Die Realität ist, dass wir von unsichtbaren Wesen allezeit umgeben sind. Gottes Geist ist allmächtig und allgegenwärtig um dich herum. Bitte lass dich nicht von der aufdringlichen sichtbaren Welt ablenken. Gott will dir begegnen, aber oft wartet auf deine Aufmerksamkeit.

Es gibt sicher Ausnahmen. Manchmal offenbart sich Gott auf eine dramatische Weise. Das kommt in dieser Endzeit häufiger vor.

Ich kenne eine jüdische Frau aus Amerika, die eines Tages ihr Auto fuhr. Plötzlich ohne Warnung sah sie eine Vision. Sie sah Jesus, der riesengroß am Horizont erschien. 


Sie sah sein liebevolles Gesicht und seine Hände mit den Narben von dem Kreuz. Sie glaubte sofort und ihr Leben war von diesem Augenblick transformiert.

Milly Bennitt ist eine britische Pastorin, aber sie war einst ein keineswegs christliches Party Mädchen. Ihre Eltern waren treue Christen und beteten für ihre schiefgegangene Tochter. 


Als ihr Vater am Sterben war, kam sie nach Hause, um Abschied zu nehmen.

Ihr Vater war extrem krank und sehr schwach, aber gerade als er starb, hob er seine Hände empor. Sein Gesicht strahlte mit himmlischer Herrlichkeit. Milly sah in ihrem Vater die Realität von Jesus und sie glaubte auf der Stelle.

Einige Jahre später wurde sie eine Missionarin auf einer Touristeninsel in Thailand.

Die himmlische Liebe, die von ihr ausstrahlte, wirkte sehr stark auf die Menschen, auch auf Moslems


Die fanatischen Moslems fühlten sich bedroht, und versuchte sie in einem Hinterhalt zu fangen. Als sie plötzlich umzingelt war, betete sie natürlich und wurde auf der Stelle unsichtbar.

Gott kann sehr dramatisch handeln, aber oft ist er keineswegs dramatisch. Wie gesagt, er wartet auf deine Aufmerksamkeit. Egal wie bedrohlich deine Lebensumstände sind, meint er es gut mit dir.

Denn ich weiß genau, was ich für Gedanken über euch habe, sagt der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Jer 29,11 

Gott will diese Krise benutzen, um uns wachzurütteln, aber denke nicht, dass Gott diese Pandemie gesandt hat. Gott will dich retten und segnen, nicht quälen oder vergiften.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben. Joh 10,10 ZUR

Gott hat seinen Sohn in diese Welt gesandt, um uns zu retten, nicht zu verdammen. Wir waren alle ohne Jesus alle sowieso verdammt, weil wir alle schiefgegangen sind.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. 


Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten.
Johannes 3,16-17


Jesus steht dir zur Seite. Er schaut in dein Herz hinein und wartet auf deinen Hilferuf.

Dienstag, 16. Juni 2020

Schritt für Schritt mit Jesus

Der Kampf ist hart. Man kann oft verzagt oder entmutigt sein. Du bist von dem herrlichen König ausgesandt, das Himmelreich auszubreiten und viele Leben mit Gottes Hilfe zu retten.

Deine eigentliche Heimat hast du vielleicht nie gesehen, aber deine Hoffnung brennt in deinem Herzen, obwohl die Finsternis um dich herum dich manchmal fast überwältigt.

Gott sah das Elend auf diesem Planeten, den er geschaffen hatte. Am Anfang war alles schön und gut, wie in Gottes Himmel, aber wir wissen wie es jetzt ist. Hader, Streit, Stress.

Gott sandte seinen eigenen ewigen Sohn, um uns zu retten.

 
Jesus wurde in einer Scheune geboren. Schon als Kleinkind war er Flüchtling in Ägypten.

Auch für Gottes Sohn war das Leben hier auf Erden kein Kinderspiel. Als Junge wohnte er in einem keineswegs vornehmen Dorf, wo er als uneheliches Kind angesehen war. Heute ist das kein großes Problem, aber damals eine echte Schande.

Er musste den Mund halten und durch seinen guten Charakter den Respekt seiner Nachbarn verdienen.

Solange Gottes Sohn als Mensch auf Erden war, musste er Schwierigkeiten ertragen, wie ein Soldat im Dienst.

Jesus ist jetzt unser Hoher Priester. Er betet für dich im Himmel. Er versteht deine Schwierigkeiten, denn er hat sein eigenes Leben auf Erden nie vergessen.

Dieser Hohe Priester versteht unsere Schwächen, weil ihm dieselben Versuchungen begegnet sind wie uns, doch er wurde nicht schuldig. Hebräer 4,15 


Fromme Legenden erzählen, wie Jesus als Kleinkind angeblich Wunder gewirkt haben soll, aber dem ist nicht so.

Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm. Lk 2,40 EIN

Jesus musste als menschliches Kind wachsen. Nicht nur seine menschliche Gestalt musste wachsen, sondern seine Kenntnisse und sein Verstand.

Er musste Schritt für Schritt lernen. Wenn er Zugang zu seiner ewigen Allwissenheit als Gott hätte, wäre das unmöglich.

Auch wir müssen lernen mit Gottes Weisheit erfüllt zu werden, und das muss ein Prozess sein.

Als Jesus ein Wunder wirkender Prediger wurde, war er immer noch ein Mensch, mit selbstauferlegten Grenzen und Schwächen.

Wenn er mit seiner ewigen Allmacht und Allwissenheit gelebt hätte, wäre er nicht mehr echt Mensch, sondern Gott in einem menschlichen Körper.

Jesus war doch Gott, aber er musste auch als Mensch lernen, denken und fühlen. Er musste als Mensch völlig abhängig von Gott sein, um unser menschliches Vorbild zu sein.

Seht auf Jesus Christus:

Obwohl er in göttlicher Gestalt war, hielt er nicht selbstsüchtig daran fest, Gott gleich zu sein.

Nein, er verzichtete darauf und wurde einem Sklaven gleich: Er nahm menschliche Gestalt an und wurde wie jeder andere Mensch geboren. Philipper 2,5-7

Er handelte mit übernatürlicher Weisheit, aber nicht von sich selbst.

Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke. Johannes 14,10 SLT

 
Jesus musste Schritt für Schritt vorangehen. Er musste vertrauen, dass der Vater ihn versorgen und behüten würde. Er ist unser Vorbild.

Sonntag, 14. Juni 2020

Gib nicht auf! Gib nicht auf!

Wenn alles um dich herum schiefgeht, wenn du in deinem Job nicht klarkommst, oder du bist vielleicht missverstanden. 

Wenn Familienprobleme wie Sturmwellen auf deinem Kopf brechen und du bist verletzt und innerlich zerbrechlich, dann kannst du wie ein untauglicher Versager fühlen.

Trotzdem hast du vielleicht tief gehende Erfahrungen mit Gott gehabt. Du bist begabt und gesalbt. Du bist berufen, andere zu trösten und ermutigen. Gib bitte nicht auf!

In der Bibel hat Hiob alles verloren, auch seine Gesundheit. Seine Frau sagte ihm, er sollte Gott verfluchen und aufgeben, aber er gab nicht auf.

Doch eines weiß ich: Mein Erlöser lebt; auf dieser todgeweihten Erde spricht er das letzte Wort!
Auch wenn meine Haut in Fetzen an mir hängt und mein Leib zerfressen ist, werde ich doch Gott sehen!
Hiob 19,25-26


Als Paulus in einem römischen Gefängnis war, gab er nicht auf. Er schrieb von seiner Gefängniszelle einige der schönsten Briefe im Neuen Testament.

Ich bin ganz sicher, dass Gott, der sein gutes Werk in euch angefangen hat, damit weitermachen und es vollenden wird bis zu dem Tag, an dem Christus Jesus wiederkommt. Philipper 1,6

Paulus war fest entschlossen, an Gottes Bestimmung und Endziel für sein Leben weiter zu glauben. Er hatte eine Berufung, die Christen zu ermutigen und zu lehren. Das machte er auch in seiner Gefängniszelle weiter.

Das gilt auch für dich, egal wie hart und schmerzvoll deine Situation jetzt sein mag. 


Gott hat ein gutes Werk in dir angefangen und der Vater im Himmel hat seine guten Pläne für dein Leben nicht abgeschafft.

Paul Gerhard war ein mutiger Pastor in einer sehr harten Zeit, in dem Dreißigjährigen Krieg. Kurz nach diesem Krieg hat er dieses berühmte Kirchenlied geschrieben.

BEFIEHL du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn
der wird auch Wege finden,

da dein Fuß gehen kann.

Die Coronakrise ist auch eine schwierige Zeit, aber gerade in dieser Zeit will Gott seine treuen Kinder aufrichten. 


Gott will sein Volk wie eine himmlische Armee mobilisieren, aber der Feind will uns hindern. Du bist hart angegriffen und das ist kein Zufall.

Es ist Zeit, dass wir unsere Zuversicht nicht wegwerfen, egal wie wir angegriffen sind.

Deshalb werdet nicht müde zu tun, was gut ist. Lasst euch nicht entmutigen und gebt nie auf, denn zur gegebenen Zeit werden wir auch den entsprechenden Segen ernten. Galater 6,9

Samstag, 13. Juni 2020

Gottes Überraschungen

Ohne Überraschungen wird das Leben langweilig oder sinnlos. Wenn alles planmäßig passiert, kann  eine Sehnsucht nach Abenteuer in dir auftauchen. 

Wenn dein Job und dein Familienleben nur Routine ist, kann das Leben unerträglich werden.

In der Bibel finden wir spannende Abenteuer. Aber ein christliches Leben, wo alles richtig und verständlich geschehen soll, wo die Aktivitäten in der Gemeinde alle planmäßig funktionieren, ist alles anderes als ein Abenteuer.

In einem Abenteuer läuft nicht alles glatt. In einem Abenteuer ist Gefahr. Dinge gehen schief.

In der Bibel findet man viele Wunderheilungen. Wir hören gern Zeugnisse, wo Gott Krebs geheilt hat, aber es ist kein Kinderspiel, wenn man mit der grauenhaften Überraschung einer Krebsdiagnose konfrontiert ist.

Wir hören gern Zeugnisse, wo ein arbeitsloser Christ ganz unerwartet seinen Traumjob findet, aber es ist kein Spaß, wenn man seinen Job verliert.

Wenn alles schrecklich schiefgeht, suchen wir oft natürliche Auswege, oder wir beten, dass Gott die Antwort geben soll, die wir hoffnungsvoll erwarten.

Gott hat vielleicht deine letzte Krankheit geheilt, indem ein Prediger seine Hände auf dich gelegt hat, und diesmal erwartest du Heilung auf dieselbe Weise. Ein Prediger legt seine Hände auf dich und du wirst nicht geheilt.

Hat Gott dich im Stich gelassen? Viele denken so.

Ein Pastor in England hatte Tuberkulose. Damals gab es keine Antibiotika. Der Pastor betete für eine Wunderheilung.

Gott hat ihm kein schlagartiges Wunder gegeben, aber Gott gab ihm eine klare Anweisung. Er sollte jeden Tag zwei stunden beten und Gottes Nähe suchen. Er gehorchte und wurde geheilt, aber nicht von einem Tag zum nächsten.

Wenn Gott dein Gebet nicht auf eine Weise beantwortet, will er dir vielleicht einen anderen Weg zeigen.

Diese Coronakrise war für Millionen eine schreckliche Überraschung.
Viele haben ganz unerwartet ihren Job verloren. Viele wurden ohne Warnung isoliert und einsam. Viele wurden Krank.

Aber Gott ist vielen Menschen ganz unerwartet begegnet.

Wenn du in Not bist, kannst du laut oder leise beten. Erwarte, dass Gott dich mit schönen Überraschungen beantworten wird.

Rufe zu mir, dann will ich dir antworten und dir große und geheimnisvolle Dinge zeigen, von denen du nichts weißt! Jeremia 33,3

Dienstag, 9. Juni 2020

Von Scham Befreit

Gott liebt dich. Er will dich heute ermutigen.

Hast du Mist gebaut? Schämst du dich?

Gott will dein liebevoller Vater sein, egal wie du schiefgegangen bist.

Gott hat deine Schuld und deine Strafe auf sich selbst genommen, indem er seinen einzigen ewigen Sohn am Kreuz sterben ließ.


Gott dagegen beweist uns seine große Liebe dadurch, dass er Christus sandte, damit dieser für uns sterben sollte, als wir noch Sünder waren. Römer 5,8

Stell dir vor, welche Schmerzen Vater Gott im Herzen litt, als er seinen eigenen Sohn am Kreuz hängen sah, wie er die schrecklichen Schmerzen und die Einsamkeit seines Sohnes empfand.

Aber Vater Gott ließ das alles geschehen, damit Jesus deine und meine Schuld tragen sollte.


Gott ist gerecht. Verbrechen müssen nie unbestraft sein, aber Jesus hat unsere Strafe auf sich selbst genommen.


Aber vielleicht leidest du, weil du ein Opfer bist. 


So viele Kinder werden sexuell missbraucht, manchmal von ihren eigenen Eltern. Junge Frauen werden durch Lügen gelockt und dann mit Gewalt gezwungen, als Prostituierten zu arbeiten.

Auch wenn du dich als Opfer siehst, kannst du die Scham nicht ertragen.

Es gibt auch Männer oder auch Frauen, die wegen ihrer eigenen Fehler, oder wegen Umständen, die außer ihrer Kontrolle waren, alles verlieren und pleitegehen. Manche kommen in Versuchung, Selbstmord zu begehen.

Als die Mutter von Jesus schwanger wurde, war sie noch nicht verheiratet. Jesus musste die Scham eines angeblich uneheliches Kind in einem Dorf ertragen.

Dann hing Jesus splitternackt am Kreuz. Er wurde verachtet. Er trug deine Scham.

Es gibt manche Christen, manche Pastoren und auch manche Priester, die schuldigen oder verachteten Mitmenschen mit freundlicher Nächstenliebe helfen wollen, aber viele leidenden Menschen erleben grausame Ablehnung in Gemeinden.

Eine junge Frau wollte einen Gottesdienst besuchen, aber man ließ sie nicht einmal hereinkommen, weil sie einen Minirock anhatte.

Manche Kinder werden von Pastoren oder Priester sexuell missbraucht. Als sie später das Verbrechen melden, werden sie oft von der Kirche verurteilt und schlecht behandelt.

Aber Jesus war nicht wie diese Priester und korrupten Gemeindeleiter.

Die scheinheiligen religiösen Leiter verachteten Jesus, weil er mit unanständigen Sündern freundlich war.

Der Sohn des Menschen ist gekommen, der isst und trinkt, und ihr sagt: Siehe, ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund von Zöllnern und Sündern. Lukas 7,34

Jesus lebte als Mensch unter Menschen, aber er war auch Gott. Er starb als Mensch, aber er blieb nicht tot. Drei Tage nach seinem Tod kam er zu seinen Jüngern zurück.

Jetzt ist Jesus mit Vater Gott im Himmel. Er ist der ewige Sohn Gottes, aber er bleibt immer noch auch Mensch. Er liebt dich mit Gottes Liebe, aber auch mit menschlicher Nächstenliebe.

Jesus versteht deine Schuld und deine Scham. Er hat das alles getragen, damit du diese schreckliche Last nicht mehr tragen musst.

Als Mensch auf Erden hat Jesus seine Zeitgenossen eingeladen, zu ihm zu kommen.

Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Mt 11,28


Jesus lebte eine kurze Zeit unter Menschen als sterblicher Mensch.

Jetzt ist er der auferstandene Sohn Gottes. Er hat seinen Heiligen Geist gesandt, um Gottes Liebe in deinem Leben zu aktivieren.

Willst du jetzt Jesus empfangen? Er will dich mit seiner Liebe trösten. Er will dich mit seiner unermesslichen Kraft auch heilen.

Er heilt die gebrochenen Herzen und verbindet ihre schmerzenden Wunden. Ps 147,3 EIN

Er steht jetzt vor dem ewigen Thron von Vater Gott, als Priester um dich mit Gnade zu vertreten.

Dieser Hohe Priester versteht unsere Schwächen, weil ihm dieselben Versuchungen begegnet sind wie uns, doch er wurde nicht schuldig.

Lasst uns deshalb zuversichtlich vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten. Dort werden wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, die uns helfen wird, wenn wir sie brauchen.
Hebräer 4,15-16

Samstag, 6. Juni 2020

Wem Gehört Israel?

Sag ihnen: ›So spricht Gott, der HERR: Ich hole die Israeliten aus allen Völkern heraus, zu denen sie gekommen sind. Ich sammle sie von überall her, bringe sie in ihr Land. Ezechiel/Hesekiel 37,21 


Wer spricht hier? Der allmächtige Schöpfer. 


Es gibt nur einen Gott und einen Richter aller Menschen. Er sandte seinen Sohn Jesus Christus, Jeschua ha Messias, der am Kreuz für unsere Erlösung starb, aber drei Tage danach vom Tode auferstand.

Jesus, der Sohn Gottes, war hundert Prozent Jude und auch hundert Prozent Gott in menschlicher Gestalt.

In der Bibel identifiziert sich Gott mit den Juden. Er liebt alle Menschen, aber er hat nur ein Volk auserwählt, um als seine Vertreter die Menschheit zu segnen.

 Und Gott sagte weiter zu Mose: »So sollst du zu den Kindern Israel sagen: ›Der HERR, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt.‹ 


Das ist mein Name auf ewig, und mit dem soll man an mich gedenken von Generation zu Generation. 2 Mose  3,15 

Man spricht heute von den Abrahamitischen Religionen, das heißt, Judaismus, Christenheit und Islam, weil die Araber von Ismael stammen, von dem Sohn der ägyptischen Sklavin von Sarah. 


Aber in der Bibel bezeichnet sich Gott nicht als den Gott von Isaak und Ismael, sondern als den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.

In Johannes Kapitel 4, sehen wir, dass Gottes Erlösung für alle Menschen, alle Stämme und alle Rassen bestimmt ist. Trotzdem kommt die Errettung von den Juden. 


Die Bibel ist Gottes Wort. Die Bibel wurde mit wenigen Ausnahmen von Juden geschrieben. Auch im Neuen Testament  war nur Lukas kein Jude. 
 

Ihr Samariter wisst wenig über den, den ihr anbetet – wir Juden dagegen kennen ihn, denn die Erlösung kommt durch die Juden. Johannes 4,22 



Erlösung kommt nicht durch die Indischen Gurus, nicht durch die Weisheit der Chinesen oder der Buddhisten und nicht durch die angebliche Offenbarung eines rätselhaften Wesens der mit einem arabischen Propheten vor etwa 1500 Jahren in einer Höhle sprach.

Viele Juden waren schon vor dem Neuen Testament im Römischen Reich und auch in Persien zerstreut. 


Im ersten und zweiten Jahrhundert wurden die meisten Juden aus Israel getrieben oder sie mussten fliehen. Aber in mehreren Bibeltexten verspricht Gott, die Juden nach Israel zurückzuholen.


Sag ihnen: ›So spricht Gott, der HERR: Ich hole die Israeliten aus allen Völkern heraus, zu denen sie gekommen sind. Ich sammle sie von überall her, bringe sie in ihr Land. Ezechiel/Hesekiel 37,21 


Im Alten Testament sehen wir in mehreren Texten, wie Gott das Land von Israel den Hebräer gegeben hat. 


Gott hat diese Entscheidung nie rückgängig gemacht. Gott hat versprochen, in der Endzeit die Zerstreuung der Hebräer zu enden. 

In diesem Text sehen wir, dass Gott das Land von Israel als jüdisches Eigentum anerkennt, egal welche anderen Völker in dem Land wohnen oder das Land besitzen wollen.

Dienstag, 2. Juni 2020

Gott Hasst Grausamen Rassismus

Wenn wir über Sünde im persönlichen und sexuellen Bereich besorgt sind, aber gegen brutale Ungerechtigkeit und grausamen Rassismus nicht protestieren, vertreten wir dann wirklich Gottes moralischen Charakter als Christen?

Schrecken soll über die kommen, die nachts wach liegen und Böses aushecken. Sie führen es gleich am nächsten Morgen aus, denn sie haben die Macht dazu.

Wenn sie ein bestimmtes Grundstück besitzen wollen, so bringen sie es mit Gewalt an sich. Reizt sie ein bestimmtes Haus, so nehmen sie es einfach weg und rauben damit dem Besitzer und seiner Familie das Erbe.
Micha 2,1-2


Noch zu unseren Lebzeiten sind in den USA so viele Schwarze von der Polizei ermordet worden.


Zu unseren Lebzeiten sind so viele Schwarze in Australien legal entführt worden. 


Immer noch werden unzählige arme Frauen aus der Dritten Welt in reichen Ländern
durch Lug und Trug zu Zwangsprostituierten gemacht, auch in Deutschland.

Sollen wir Rache und Randalieren befürworten? Nein.

Aber Polizistenmord als "traurig", schwarze Rache aber als "Terrorismus" zu bezeichnen, ist nicht fair.

Denn ich, der HERR, liebe die Gerechtigkeit. Ich hasse den auf krummen Wegen erschlichenen Raub. Ich belohne mein Volk in Treue und werde einen ewigen Bund mit ihm schließen. Jesaja 61,8
Es wurde dir, Mensch, doch schon längst gesagt, was gut ist und wie Gott möchte, dass du leben sollst. 


Er fordert von euch nichts anderes, als dass ihr euch an das Recht haltet, liebevoll und barmherzig miteinander umgeht und demütig vor Gott euer Leben führt.
Micha 6:8


Das Blut von Abel schreit immer noch. Sind wir die Hüter unserer schwarzen Brüder? Ja, das sind wir.

Sonntag, 31. Mai 2020

Gott will am Pfingsten für dich Eingreifen

Am ersten Passahfest waren die Hebräer nicht in einem Tempel oder in großen Veranstaltungen. Sie waren zu Hause in Familienhäusern. Sie hatten da Zuflucht vor einer tödlichen Seuche.

Vor einigen Wochen haben die Juden das Passahfest und die Christen Ostern zu Hause gefeiert. Die alte Geschichte wiederholte sich. Wir haben zu Hause Zuflucht von der Seuche gefunden.



Jesus wurde als Lamm Gottes geschlachtet. Wann war das, genau an derselben Zeit, als die Lämmer für das Passahfest geschlachtet wurden.

Es war zu der Zeit des Passahfests, dass Jesus die Strafe für unsere Sünden am Kreuz auf sich nahm.

Nach dieser schrecklichen Zeit zogen sich die Jünger zurück. Als Jesus nach seinem Tode zurückkam, verbrachte Er 40 Tage, fast 6 Wochen, in privater Gemeinschaft mit seinen auserwählten Jüngern.


Dann ist Jesus zu seinem Vater im Himmel zurückgekehrt. Wir nennen das die Himmelsfahrt.

Nicht lange, nachdem er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen in den Himmel aufgehoben und verschwand in einer Wolke.

Während sie ihm nachschauten, standen plötzlich zwei weiß gekleidete Männer bei ihnen.

Sie sagten: »Männer aus Galiläa, warum steht ihr hier und starrt zum Himmel? Jesus ist von euch fort in den Himmel geholt worden.

Eines Tages wird er genauso wiederkommen, wie ihr ihn habt fortgehen sehen!« Apg 1,9-11

Jesus wird sicher vom Himmel zurückkommen. Die Zeit rückt immer näher.


Die Jünger beteten dann eine Zeitlang im Tempel, aber dann zogen sie sich wieder zurück und warteten auf das Kommen des Heiligen Geistes. Sie waren schon errettet, gläubig und treu, aber sie warteten auf eine große Wende von Gott.

Wir können in der Apostelgeschichte Kapitel 2 lesen, wie der Heilige Geist auf sie kam, wie sie von Gottes Geist erfüllt und transformiert wurden. 


Sie verkündigten prophetische Botschaften in Sprachen, die sie nie gelernt hatten.

Juden aus verschiedenen Ländern verstanden die Botschaften in ihnen bekannten Sprachen und wie 3000 Juden kamen zum Glauben.

Im Jahre 2020 haben wir etwas zum ersten Mal seit 3220 Jahren erlebt. Juden und Christen haben in Privathäusern gefeiert und Zuflucht vor einer schrecklichen Seuche gefunden.

50 Tage nach dem ersten Passahfest empfing Mose die Zehn Gebote von Gott.

50 Tage nach dem Tode von Jesus am Kreuz gab Gott nicht das Gesetz, sondern die Freisetzung des Heiligen Geistes für alle Gläubigen.

Heute haben wir fast 2000 Jahre später einen neuen Pfingsttag.
Millionen erwarten eine neue dramatische Wende in dieser Krisenzeit.

  • Gott wird heute vielen Gläubigen einen dramatischen Durchbruch geben.

  • Viele werden übernatürliche Weisheit und Offenbarung bekommen.

  • Viele werden von Angst, Verwirrung und Unsicherheit befreit.


Nach der Auferstehung haben 500 Jünger Jesus gesehen, aber nur 120 waren am Pfingsttag im Obergemach.

Lasst uns heute Gottes Eingreifen erwarten.

Samstag, 30. Mai 2020

Gold im Staub Finden

Nach unserer Erfahrung ist so gut wie alles eine Mischung aus Gut und Böse. 

Sogar in der natürlichen Welt, die Gottes eigene Schöpfung ist, sehen wir, dass Tiere oft grausam sind. Die stärkeren Hühner und Enten drangsalieren die Schwachen.

Alles auf Erden wurde der Vergänglichkeit unterworfen. Dies geschah gegen ihren Willen durch den, der sie unterworfen hat. Aber die ganze Schöpfung hofft auf den Tag,

an dem sie von Tod und Vergänglichkeit befreit wird zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.

Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt, wie unter den Schmerzen einer Geburt.
Römer 8,20-22


Die Bibel sagt uns, dass wir Führungskräfte und Regierungen respektieren und ehren sollen, aber wir müssen auch Korruption und Grausamkeit in Leiterschaft erkennen und dürfen uns nicht bedingungslos unterwerfen.

Ihr nehmt es hin, wenn sie euch zu ihren Sklaven machen, euch alles wegnehmen, was ihr besitzt, und euch übervorteilen, wenn sie vornehm tun und euch ins Gesicht schlagen. 2. Korinther 11,20

Nichtsdestoweniger ist jede menschliche Verwaltung und Leiterschaft unvollkommen. 


Um also die Autorität zu ehren, müssen wir in der Lage sein, Tugend inmitten von Unvollkommenheit und menschlicher Gebrechlichkeit zu erkennen.

Setzt euer Vertrauen nicht auf die Mächtigen dieser Welt; sie können euch nicht helfen. Ps 146,3

Wir können nicht bedingungslos auf menschliche Leiterschaft jeglicher Art vertrauen, auch nicht auf auserwählte und gesalbte Prediger.

Als König David sündigte, indem er eine Volkszählung anordnete, protestierte Joab, der militärische Befehlshaber, und gehorchte dann, aber er gehorchte nur teilweise. Er wurde weder von David bestraft noch von Gott verurteilt. (1. Chron 21)

Dennoch nannte Gott David trotz dieser Sünde, trotz seines Ehebruchs und Mordes und trotz seines Versagens als Familienvater einen Mann nach seinem eigenen Herzen. Davids Feinde hatten vielleicht manchmal Gründe, sich ihm entgegenzustellen, aber Gott vergab Davids Sünden und beförderte ihn.

Unterscheidung bedeutet, dass wir Irrtümer und Sünden wahrnehmen müssen, aber noch wichtiger ist, dass wir nach dem Gold im Sand suchen müssen, nach den guten Seiten eines fehlerhaften menschlichen Charakters.

Es gibt zwei Aspekte der göttlichen Unterscheidung, die Erkennung von Fehlern und die Suche nach dem Guten. Wenn die Fehlerfindung unser Hauptthema ist, sind wir auf einem gefährlichen Abweg.

Man kann getäuscht werden, wenn man den Fehler nicht wahrnimmt, aber man kann auch getäuscht werden, wenn man sich auf den Fehler konzentriert und das Gold im Sand nicht erkennt.


Es gibt Christen, die bestimmte Prediger oder politische Leiter auf ein Podest stellen und alles, was ihre bewunderten Leiter sagen oder tun, unkritisch verteidigen und loben. Das ist gefährlich.

Es gibt auch Christen, die in der Regierung ihres Landes nur das Böse sehen. Das kann in Nord Korea ganz verständlich sein, aber in West Europa ist solche Kritik übertrieben und fehl am Platz. Wenn wir mit der Regierung unzufrieden sind, können wir trotzdem dankbar sein, dass wir nicht in Iran oder Afghanistan sind.

Einige Christen wenden auch viel Zeit und Energie auf, um die Fehler in den Predigern zu analysieren. Sie sagen viel über vermeintliches geistliches Gift im Internet, aber sie selbst liefern nur sehr wenig geistliche Nahrung. Sie sagen viel über vermeintlich schlechte Lehre, aber sie sagen nicht viel über guten Dienst.

Wenn wir uns das Neue Testament ansehen, sehen wir, wie Jesus und die Apostel sehr harte Worte über fehlerhafte religiöse Leiter zu sagen hatten, aber vor allem verkündigten sie die Gute Nachricht

Wenn unser Hauptfokus nicht auf der Guten Nachricht liegt, werden wir getäuscht und führen andere in die Irre. In unserem Eifer für die Wahrheit können wir davon besessen werden, Fehler zu kritisieren. Dann verkündigen wir nicht mehr die Gute Nachricht.

Feste Nahrung dagegen ist für die Menschen, die erwachsen und reif sind, die aufgrund ihrer Erfahrung gelernt haben, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Hebräer 5,14

Montag, 25. Mai 2020

Unerwartetes Licht in tiefer Finsternis

Wir sind jetzt in einer Art Niemandsland, in einer Wartezeit.

Wir warten, aber wir wissen nicht, was uns erwartet. Die Zukunft wird anders sein als die Vergangenheit, aber wir wissen nicht was kommt und wann es kommen wird. 


Wir haben Verheißungen von Gott. Wir erwarten vielleicht Erweckung, aber wie wird Erweckung in der unbekannten Zukunft aussehen?

Die Erweckungen der Vergangenheit tauchten oft unerwartet auf. Wir lesen die Geschichte, aber wir wissen, die Welt von gestern kommt nie wieder zurück.

Wir sind wie Abraham in der Bibel, der sich auf eine Pilgerreise begab, ohne zu wissen, wohin Gott ihn führen würde. Abraham ging von seiner Heimat zu einer ganz anderen Region. Wir bleiben, wo wir sind, aber die Welt ändert sich um uns herum.

Aber Abraham und Sara mussten Gott für ihre unbekannte Zukunft vertrauen, genau wie wir heute.


Abraham musste Gott wirklich vertrauen, denn er war 75 Jahre alt, als Gott ihm versprach, einen Sohn zu geben. Er musste etwa noch 25 Jahre warten, bis Isaak geboren wurde.

Doch Abrahams Glaube blieb unerschüttert, obwohl er wusste, dass er mit fast hundert Jahren viel zu alt war, um noch Vater zu werden, und seine Frau Sara keine Kinder mehr bekommen konnte. Römer 4,19

Wir werden oft müde mit warten und mit vielen Proben. Ich bin mir sicher, dass Abraham und Sara manchmal müde und entmutigt waren.

Aber Gott will uns ermutigen. Er gibt uns sein Wort und seine liebevollen Verheißungen.


Er gibt den Erschöpften neue Kraft; er gibt den Kraftlosen reichlich Stärke.

Es mag sein, dass selbst junge Leute matt und müde werden und junge Männer völlig zusammenbrechen,

doch die, die auf den HERRN warten, gewinnen neue Kraft. Sie schwingen sich nach oben wie die Adler. Sie laufen schnell, ohne zu ermüden. Sie werden gehen und werden nicht matt.

Jesaja 40,29-31 

 
Wir sind in einer noch nie gesehenen weltweiten Krise. In solchen Zeiten sollen wir Gottes wunderbares Eingreifen erwarten. Millionen sind krank und aber Millionen sind in dem Schatten des Todes eingeschüchtert. So viele sterben.

Der Zweite Weltkrieg war eine schreckliche Krise. Millionen starben und aber Millionen waren krank, verletzt und traumatisiert.

Kurz nach dem Krieg war Gott mit großer Barmherzigkeit am Werk. Große Erweckungen tauchten in verschiedenen Ländern auf.


In Amerika kamen Evangelisten zum Vorschein, und aber Tausende schwerkranke Menschen erlebten Wunderheilungen.

In Solingen in Deutschland, tauchte ein deutscher Evangelist auf, der erstaunliche Heilungsgaben ausübte. 


Hermann Zaiss war am Kriegsende ein sehr gesegneter deutscher Evangelist. Schon im 1945 kamen abertausende aus allen Regionen Deutschlands und auch aus anderen Ländern zu seinen Treffen. Da wurden viele Schwerkranken wunderbar geheilt, aber das waren nicht die größten Wunder. 

Es war ein junger Soldat in der britischen Besatzungsarmee. In ihm loderte ein schrecklicher Hass gegen das deutsche Volk. 
Sein Befehlshaber war ein kanadischer Offizier, der diesen jungen Mann mit christlicher Barmherzigkeit betrachtete, weil seine unkontrollierbare Bitterkeit seine eigene Seele vergiftete.

Dieser junger Mann war kein Monster. Als jüdisches Kind aus Deutschland, hatte er in England Zuflucht gefunden, aber seine ganze Familie wurde von den Nazis ermordet.

Der kanadische Offizier brachte den seelisch verletzten jungen Soldaten zu Veranstaltung mit dem deutschen Evangelisten.

Auch unter den Zuhörern war ein anderer schwerverletzte Mann. Der war ein Hardcore Nazi aus der Waffen-SS, ein treuer Jünger des Führers.

In den letzten Tagen des Krieges wurde er von der Explosion eines Artilleriegeschosses getroffen. Als er von einem Koma erwachte, sah er eine schwarze amerikanische Krankenschwester, die ihn mit christlicher Barmherzigkeit anlächelte. Er verstand die Welt nicht mehr. Eines seiner Beine war auseinandergerissen und er war permanent gelähmt.

Der ratlose SS-Offizier und der verbitterte junge Jude hörten die Predigt, sahen die Heilungen und spürten die Gegenwart Gottes mit seiner Liebe und Barmherzigkeit. Dann wurden ihre Herzen warm und weich. Sie bekehrten sich zu Jesus und zeugten von ihrem Erlebnis.

Dann ereignete sich das erstaunlichste aller Wunder. Sie wurden feste Freunde.

In finsteren Zeiten können wir erstaunliche Wunder erwarten.

Die Liebe erträgt alles, verliert nie den Glauben, bewahrt stets die Hoffnung und bleibt bestehen, was auch geschieht. 1. Korinther 13,7

Gottes Liebe ändert sich nie. Gott ist Liebe.

Samstag, 23. Mai 2020

Voreilig Urteilen ist Gefährlich

Vorsicht! Manche Christen urteilen schnell. Das ist gefährlich.

Viele Christen haben Angst davor, von der Falschheit fehlgeleitet zu werden, aber in ihrem Eifer können sie selbst falsch urteilen.

Eifriges, aber fehlerhaftes Urteilsvermögen kann genauso gefährlich sein wie der Einfluss eines fehlgeleiteten Dienstes.

Paulus war zu seiner Zeit ein radikaler Charismatiker. Seine Kritiker waren eifrig auf eine konservativere Auslegung des Wortes Gottes bedacht. Was hat Paulus über sie geschrieben?

O ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, der Wahrheit nicht zu gehorchen, denen Jesus Christus vor Augen gemalt wurde als unter euch gekreuzigt?
Das allein will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist durch die Werke des Gesetzes empfangen oder durch das Hören auf die Botschaft vom Glauben?
Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr es nun in eigener Kraft vollenden?
Habt ihr denn so vieles vergeblich erlebt? Wenn es auch vergeblich war:
Der euch nun den Geist schenkt und solche Wundertaten unter euch wirkt, tut er es durch die Werke des Gesetzes oder durch das Hören auf die Botschaft vom Glauben?
Gal 3,1-5


So etwas wie eine neue Wahrheit gibt es nicht, denn Jesus ist "der Weg, die Wahrheit und das Leben".

Gottes Wahrheit ist ewig und unveränderlich, aber er hat seinen Geist gesandt, um uns in alle Wahrheit zu führen.

Zu den konservativen Bibelgläubigen zur Zeit des Paulus gehörten Pharisäer, die Jesus ablehnten. Es gab jedoch auch konservative Bibelgläubige, die Jesus akzeptierten, aber die Paulus' Offenbarung, dass wir nicht nach dem Gesetz des Mose leben sollen, ablehnten.

Die radikale Lehre des Paulus wurde von aufrichtigen Bibelgläubigen als Ketzerei verworfen. Sie sagten, es handle sich um eine neue Wahrheit und daher um eine falsche Wahrheit, das heißt um Falschheit.

Wenn wir heute einen Dienst sehen, der außerhalb unseres gängigen bibeltreuen Bibelverständnisses liegt, gibt es einige, die extrem und hemmungslos reagieren, indem sie ihre grundlegende biblische Grundlage aufgeben. 


Ein gutes Beispiel sind die Menschen, die kichern und umkippen wollen und Universalisten geworden sind. Sie sagen, Gott sei so süß und liebevoll, dass er unmöglich jemanden zu ewiger Strafe verdammen könne.

Aber Vorsicht. Es gibt auch Christen, die ohne Alkohol etwas wie himmlische Betrunkenheit erleben, die
aber fest zu biblischer Wahrheit stehen.

Es gibt andere, die entgegengesetzt reagieren. Wenn sie seltsames oder ungewohntes Verhalten oder Lehren sehen, nehmen sie sofort an, dass es dämonisch ist.

Leichtgläubiges Akzeptieren jeder dramatischen Erscheinung ist gefährlich. Es ist gefährlich, anzunehmen, dass jede dramatische Manifestation von Gott kommt. Es ist jedoch auch gefährlich, anzunehmen, sie käme vom Feind.

Ein Urteil, das auf Annahmen beruht, ist überhaupt keine echte Unterscheidung, selbst wenn man seine Annahmen mit Bibelzitaten untermauert.

Bedenken wir diese Bibelgeschichten.

Der Prophet Hosea sagte, Gott habe ihm gesagt, er solle eine Prostituierte heiraten.

Das war sicherlich ein Verstoß gegen biblische Prinzipien. Das Volk Gottes ist sowohl im Alten als auch im Neuen Testament aufgerufen, sich von der innigen Gemeinschaft mit Sündern zu trennen.

Wenn ein Prediger heute dies täte, würde er dann nicht von einem Chor eifriger Bibelgläubiger verdammt werden?

Dies ist ein extremes Beispiel, das zeigt, wie gefährlich es ist, auf der Grundlage vorgefasster Annahmen voreilige Urteile zu fällen, selbst wenn sie durch detaillierte Bibelkenntnisse gestützt werden.

Wenn eifrige theologische Polizisten heute das Leben König Salomos studierten, würden sie dann seine Schriften als göttlich inspiriert akzeptieren?

Ich bin ziemlich sicher, viele würden es nicht tun. Was ist mit dem sinnlichen Hohelied? Wurde es vom Heiligen Geist inspiriert oder von Salomons bekannter extremer Begierde nach Frauen?

Natürlich akzeptieren wir es als Schrift, weil es in der Bibel steht, aber wie viele von uns wären damit einverstanden gewesen, es in die Bibel aufzunehmen, wenn wir beurteilen wollten, welche Texte als Wort Gottes akzeptiert werden sollten?

Was ist mit Simson?

Sicherlich waren seine übernatürlichen Taten Manifestationen der Hexerei! Er war ein Mann von bösem Charakter, ein Mann, der sich aus freien Stücken mit Prostituierten vergnügte, die Götzen anbeteten.


Hat Jesus nicht gesagt: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen." Welche Früchte der Rechtschaffenheit können wir im Leben Simsons sehen?

Aber die Bibel sagt uns, dass seine übernatürliche Kraft von Gott kam und dass Simson sein ganzes Leben lang durch die Kraft Gottes übernatürliche Taten vollbrachte.

Wie passt das in die Denkweise einiger theologischer Polizisten?