Donnerstag, 14. April 2022

Unsere Aufgabe von Gott: Freundlichkeit oder Urteil?

Möchte deine Tochter mit ihrem Freund schlafen? Sie ist jetzt 23 Jahre alt und will ihren eigenen Weg gehen, aber du wurdest streng christlich erzogen und du hast deine Tochter auch christlich erzogen.

Wie reagierst du? Wie empfindet deine Tochter dich? Fühlt sie in erster Linie dein Urteil oder deine Liebe und Freundlichkeit?

Dein Sohn ist vielleicht nicht schwul, aber er hat einen schwulen Freund. Kann dein Sohn seinen schwulen Freund in dein Haus einladen?

Was ist deine erste Priorität, ein ideologischer Kampf gegen einer nachchristlichen Weltlichkeit, oder freundliche Liebe für Sünder?

Wenn diese Frage für dich nicht wichtig ist, dann hast du nicht angefangen, deine Mission in dieser schwierigen Zeit zu verstehen.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.

Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten.
Johannes 3,16–17 NLB


Gott ist der Richter, nicht ich und nicht du. Wessen Aufgabe ist es, Menschen von ihrer Sünder zu überführen?

Ich sage euch aber die Wahrheit: Es ist das Beste für euch, dass ich fortgehe, denn wenn ich nicht gehe, wird der Ratgeber nicht kommen. Wenn ich jedoch fortgehe, wird er kommen, denn ich werde ihn zu euch senden.

Und wenn er kommt, wird er die Welt von ihrer Sünde und von Gottes Gerechtigkeit und vom Gericht überzeugen.
Johannes 16,7–8 NLB


Wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, werden die Menschen um uns herum den Einfluss Gottes spüren. Sie werden unsere Liebe spüren, denn Gott ist Liebe. Sie werden auch nach und nach die Heiligkeit Gottes wahrnehmen, aber das ist Gottes Aufgabe.  

Jesus war als Freund der Sünder bekannt. Und wir?

Freitag, 8. April 2022

Ist dein Leben unappetitlich? Jesus liebt dich trotz allem.

 Vor 54 Jahren war ich ein Student. Als 19-jähriger arbeitete ich während der Sommerferien 4 Wochen lang in einem altmodischen psychiatrischen Krankenhaus. Ich werde den Gestank nie vergessen.

Heute Morgen las ich Johannes Kapitel 5.

In Jerusalem gibt es beim Schaftor einen Teich, zu dem fünf Säulenhallen gehören; dieser Teich heißt auf Hebräisch Betesda.

In diesen Hallen lagen viele Kranke, darunter Blinde, Lahme und Verkrüppelte.
Johannes 5,2–3 EÜ


Viele verkrüppelte lagen täglich da, ohne moderne Toiletten. Stell dir vor, du würdest diesen Ort besuchen!

Vor einigen Jahren war ich in Deutschland auf einer Reise. 

Ich ging zum Supermarkt und kaufte Käse, aber ich machte einen Fehler. Ich hatte nie von Stinkekäse gehört, aber als ich das Paket bei meinem Gastgeber öffnete, lernte ich, was Stinkekäse ist.

Jesus wurde in einem Stall unter Tieren geboren. Aber der Mist von Tieren stinkt nicht wie Fäkalien und Kotze von kranken Menschen.

Jesus bezeichnete sich als Arzt. Er kam, um uns von seelischen Krankheiten und auch körperlichen Krankheiten zu heilen. Gute Ärzte und Krankenpfleger lernen, wie Mütter von Babys, dreckige menschliche Exkremente zu ertragen.

Jesus trat vorsichtig zwischen die unappetitlich stinkenden Menschen und ging auf einen elenden, verkrüppelten Mann zu.

Dort lag auch ein Mann, der schon achtunddreißig Jahre krank war.

Als Jesus ihn dort liegen sah und erkannte, dass er schon lange krank war, fragte er ihn: Willst du gesund werden?
Johannes 5,5–6 EÜ

Der Mann wartete auf einen Engel, er das heilende Wasser im Teich berühren würde, aber er wartete 38 Jahre vergebens, denn niemand kam, um ihn in das heilende Wasser zu tauchen.

Jesus sagte zu ihm: »Steh auf, nimm deine Matte und geh!«

Im selben Augenblick war der Mann geheilt! Er rollte die Matte zusammen und begann umherzugehen. …
Johannes 5,8–9 NLB


Vielleicht ist dein Leben unschön.

Jesus kam, um Sünder zu retten. Er starb splitternackt am Kreuz, in Scham gehüllt, um deine Scham zu entfernen. Er war freundlich mit korrupten Beamten, Prostituierten und dämonisierten Verrückten.

Ich besuchte eine gute Bibelkonferenz. Der sehr gute Gastprediger war vor seiner Bekehrung ein Zuhälter.

Ich war einmal ein Hausgast in Deutschland. Meine Gastgeberin besuchte regelmäßig mit anderen christlichen Frauen Bordelle. 

Meine Frau und ich lernten dort eine nette junge Frau kennen. Sie hatte ein sehr schwieriges Leben hinter sich. Sie war zu dieser Zeit Prostituierte.

Sie ist seit Jahren nicht mehr Prostituierte, sondern eine sehr gute christliche Frau.

Du bist vielleicht nicht im Gefängnis, du bist vielleicht nicht in einem Bordell, aber du bist heimlich pornosüchtig. Jesus liebt dich trotzdem. Er möchte deine Seele heilen und reinigen.

Jesus ruft alle zu sich. Egal ob dein äußerliches Leben unappetitlich oder blitzsauber ist, will Jesus dir ein neues Leben schenken.


Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.

Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben.
Matthäus 11,28–29 HfA


Montag, 4. April 2022

Wenn du nur wüsstest, was Jesus dir geben will ...

 Jesus verließ Judäa und kehrte nach Galiläa zurück. Es war ein langer Fußmarsch, und mittags machte er eine Ruhepause an einem Brunnen in Samarien.

Dort fand er eine Frau, die Wasser aus dem Brunnen holte.

Für Juden war es ein Tabu, mit Samaritern zu sprechen. Jesus war auch ein Bibellehrer, und kein Rabbiner durfte allein mit einer Frau sprechen.  

Da kam eine Samariterin aus der nahe gelegenen Stadt zum Brunnen, um Wasser zu holen. Jesus bat sie: »Gib mir etwas zu trinken!« Johannes 4,7 HfA

Jesus war mit dieser Frau allein, weil seine Jünger in der nahe gelegenen Stadt einkaufen waren. Die Frau war erstaunt, dass Jesus mit ihr sprach.

Überrascht fragte die Frau: „Wie kannst du mich um etwas zu trinken bitten? Du bist doch ein Jude und ich eine Samaritanerin.“ … Johannes 4,9 NeÜ

Jesus antwortete: „Wenn du wüsstest, welche Gabe Gott für dich bereithält und wer es ist, der zu dir sagt: ‚Gib mir zu trinken‘, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.“
Johannes 4,10 NeÜ

Bist du ein bisschen religiös, tugendhaft und idealistisch? Das ist ein guter Anfang, aber es gibt mehr. 

Viele Pfarrer predigen humanistische Philosophie, und ihrer Zuhörer haben nichts mehr als vage Ideen von Gott und ewige Realität.

Bist du Christ? Erwartest du eine ewige Zukunft im Himmel? Das ist gut. Aber wenn du wüsstest, was Jesus dir hier auf der Erde geben will, würdest du mit Freude beten, und Wunder erwarten.

Bist du in Drogensucht, Prostitution, Porno oder Esoterik verstrickt?

Die Frau in dieser Geschichte war in ihrer Nachbarschaft verachtet, aber sie war vielleicht nicht schuld daran.

„Ich habe keinen Mann“, entgegnete die Frau. „Das ist richtig“, erwiderte Jesus. „Du hast keinen Mann.

Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Da hast du etwas Wahres gesagt.“
Johannes 4,17–18 NeÜ


In dieser Gesellschaft hatte nur der Mann das Sagen. Fünf Ehemänner hatten sie abgelehnt? Warum?

Wie konnte sie dann als fünfmal geschiedene Frau überleben? Als Bettlerin? Als Prostituierte?

Jesus schaute nicht auf ihre Sünden, sondern auf ihre Not. Er liebte sie einfach.

Jesus ist für dich und für deine Sünden am Kreuz gestorben. Er liebt dich einfach.

Egal wo du bist, Jesus will dich segnen.

Wenn du Jesus dein Leben ganz anvertraust, kommt Gottes Geist und wohnt in deinem Geist.

Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt. Epheser 3,20 HfA

Warum erwarten wir so wenig von Gott? Was ist dein Problem?
Hast du versagt? Jesus kann dir Kraft und Weisheit geben, ein neues Leben zu führen.

Bist du in einer farblosen anständigen religiösen Routine verstrickt? Jesus hat die anständigen Juden seiner Zeit aus ihrer religiösen Tretmühle befreit. Jesus hat seinen Jüngern ein neues Leben mit Freude, Freiheit und Abenteuer gegeben.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. Johannes 10,10

Bist du Pornosüchtig? Du kannst mit Porno nie in Gottes Himmel kommen, aber Jesus kann dich befreien.

Jesus wurde am Kreuz gefoltert. Durch sein Leiden hat er die Strafe für alle deine Sünden auf sich genommen.

Wenn du nur wüsstest, wie Gott dir helfen kann und will, würdest du von Herzen um Gottes Hilfe bitten, und du würdest ein neues Leben haben.

 

Freitag, 1. April 2022

Dienst mit Demut und Glaube

Jesus diente wie ein König und regierte wie ein Diener. Er ist unser Vorbild.
Wer herrscht wie ein Promi, folgt Jesus nicht nach.


Da rief Jesus sie zusammen und sagte: »Ihr habt erfahren, dass in dieser Welt die Könige Tyrannen sind und die Herrschenden die Menschen oft ungerecht behandeln. 

Bei euch sollte es anders sein. Wer euch anführen will, der soll euch dienen… Markus 10,42–43 NLB

Wenn du deinen Dienst wie eine Berühmtheit darstellst und deine Anhänger wie ein diktatorischer Geschäftsführer regierst, folgst du nicht den Fußstapfen Jesu.

Die Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht neidisch oder überheblich, stolz
oder anstößig. Die Liebe ist nicht selbstsüchtig. Sie lässt sich nicht reizen, und wenn man ihr Böses tut, trägt sie es nicht nach. 1. Korinther 13,4–5 NLB


Jesus predigte zu großen Menschenmengen, aber er war auch offen für einzelne Frauen und Männer.
Sein Leben war total tugendhaft und komplett unbefleckt, aber wenn seine Jünger schiefgingen, war er liebevoll und geduldig.

Hier und da in dieser verdorbenen Welt sehen wir Spuren von dem Ebenbild Gottes.

Der Kaiser von Österreich war sehr alt. Sein Kammerdiener war noch älter. Für den Kaiser war sein Kammerdiener nicht nur für seinen effizienten Dienst wertvoll. Der Kaiser liebte seinen Diener und der Diener liebte den Kaiser.

Eines Tages sollte der Diener eine niedere Aufgabe verrichten, aber es war für seinen gebrechlichen Leib nicht mehr so einfach. Der Kaiser sah die Schwierigkeit und sagte:
„Lass mich das tun. Du bist älter als ich.“

Ich war zehn Jahre Lang in einer Gemeinde mit einem wunderbaren Hauptpastor. Er war extrem begabt. Ich fühlte, es war ein Privileg seine Predigten zuzuhören.

Er predigte über das Potenzial seiner Zuhörer. Ich wurde ermutigt, meine Gaben zu investieren, meine Berufung von Gott zu erkennen, mit Gottes Führung neue Wege im Leben zu finden.

Ich liebte klassische Musik von klein auf. Mein Vater war Australier, britischer Abstammung, aber ich hörte Mozart, Beethoven, Schubert und deutsche Volkslieder auf seinen Schallplatten.

Dann lernte ich Deutsch in der Schule und studierte Germanistik in der Uni. In Australien war das ein exzentrisches Hobby. Was sollte ich damit tun. Ich wurde Sprachlehrer. Vierzig Jahre lang war ich Englischlehrer für erwachsene Einwanderer und Flüchtlingen aus vielen Ländern.

Dann ermutigte mich dieser wunderbare Pastor, Gottes Weg für mein seltsames Leben zu finden. Gott hat mich dazu gebracht, meine Träume zu erfüllen. Ich hatte seit Jahren das Verlangen zu schreiben. Ich wollte Deutschland besuchen und in Deutschland missionarisch tätig sein.

Ich bin jetzt 73 und im Ruhestand. Ich war zwischen 2011 und 2016 fünfmal in Deutschland. Ich habe liebe Freunde in Deutschland und ich bin sehr dankbar für das Internet. Ich schreibe diesen Blog und ich weiß, dass viele Leser ermutigt werden. 

Gott hat dich nicht in diese Welt gebracht, um einen Promi-Prediger zu verherrlichen, sondern dein Potenzial zu erfüllen, indem du deine einmaligen Talente und Gaben für Jesus einsetzt.

Ein Herr gab seinen Dienern Talente zum Investieren. Nach einer langen Zeit kam er zurück und fragte die Diener, was sie mit ihren Talenten gemacht hätten.

Und es trat der hinzu, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte noch fünf weitere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen fünf weitere Talente gewonnen.

Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!
Matthäus 25,20–21 SLT


Der Diener, der zwei Talente investierte, gewann zwei mehr Talente, aber der Diener mit nur einem Talent hatte Angst, sein Talent zu investieren. Er wurde verdammt.

Glaube muss aktiv sein. Kann passiver Glaube retten?

Samstag, 26. März 2022

Wem kannst du helfen?

Eine ukrainische Frau flieht mit zwei Kindern, ihrem eigenen Kind und dem Kind ihrer Schwester. Ihre Schwester musste hinausgehen, um Wasser zu holen, aber sie kam nicht zurück.

Unterwegs zur ungarischen Grenze sah sie ein Waisenkind mit seinen toten Eltern am Straßenrand. Sie nahm auch dieses Kind mit. Dann sah sie noch ein verlorenes Kind und brachte endlich vier Kinder zu der ungarischen Grenze.

Diese Frau hatte nichts. Sie hatte alles verloren, aber sie hatte ein offenes Herz für verlorene Kinder.

Oskar Schindler war während des Zweiten Weltkriegs ein reicher Geschäftsmann. Trotz seiner Mitgliedschaft in der Nazipartei war er kein böser Mensch. Er nutzte seine Fabriken, um Juden zu beschäftigen, damit sie nicht in einem KZ sterben mussten.

Egal wer du bist, egal was du hast oder nicht hast, kannst du Mitmenschen helfen und Leben retten.

Jesus sagte:

Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!

Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.
Matthäus 25,34–35 LU


Wer Jesus liebt und den geringsten Mitmenschen in tiefer Not hilft, hilft Jesus selbst, den Jesus leidet mit den leidenden Menschen.

  • War die ukrainische Frau gläubig? Ich weiß nicht.

  • War Oskar Schindler Christ? Vielleicht nicht.

Aber sollen wir selbstgefällig religiös leben, weil wir aus Glaube errettet werden, und nicht durch gute Werke?

Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann ihn denn dieser Glaube retten?

Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt,

und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen?

So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot.
Jakobus 2,14–17 SLT

Mittwoch, 23. März 2022

Ohne Gottes Führung kommen wir nicht klar

 Viele gute Christen bemühen sich seit Jahren, ein gutes christliches Leben zu führen. Wir sind oft wie Züge oder Straßenbahnen, die auf festen Gleisen fahren. Wir sind wie Angestellte, die ihre Aufgaben nach Schema F verrichten.

  • Viele von uns sind unterwegs zu Gottes Himmel. Das ist gut.

  • Viele von uns sind gute Mütter oder Väter. Das ist auch gut.

Doch in jüngster Zeit gerät unsere bekannte Ordnung aus den Fugen. Junge Menschen gehen seit Jahrzehnten neue Wege im Leben.

Die meisten jungen Leute haben keinen Bock auf alten christlichen Traditionen. Sie wollen auf den festen Gleisen nicht mehr fahren. Wie können wir für Jesus gewinnen?

Nur Gott versteht die Gedanken der jungen Leute. Nur der Geist Gottes kann ihre Herzen bewegen.

Als Gottes Sohn missionierte, gab es viele abtrünnigen Juden. Die Rabbiner konnten sie nicht erreichen, aber Jesus hatte ein Herz für verlorene Menschen.

Jesus ist auferstanden und er hat seinen Heiligen Geist zu uns gesandt, um unsere Herzen zu forschen und die jungen Leute mit Gottes Liebe zu gewinnen.

Heute betete ich für die Opfer in der Ukraine und für Frauen und Kinder in strengen Kirchen, die missbraucht werden. Ich war tief erschüttert. Als ich weiter betete, kam mir ein altes Lied in den Sinn.

Doesn’t that Bible say, we shall overcome … by the blood of the lamb, by the power of the Lord, by the Spirit of God.”

"Die Bibel erklärt, dass wir überwinden werden, durch das Blut des Lammes, durch die Kraft des Herrn, durch den Geist Gottes!"

Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

Um wie viel mehr werden wir nun durch ihn gerettet werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind.
Römer 5,8–9 LU

Die Juden schlachteten Lämmer, als Opfer für ihre Sünden, aber Gott sandte seinen eigenen ewigen Sohn als Mensch, der sich als Opfer für unsere Sünden hinrichten ließ. 


Wir sind dazu gekommen, dass unser christlicher Verstand, unsere Bibelkenntnisse, unsere christliche Vorgehensweise nicht mehr funktionieren.

Wir müssen die Führung des Heiligen Geistes suchen, und uns konsequent auf Jesus und auf den Heiligen Geist verlassen. Nur Gott kann unsere Familien retten, unser Land transformieren.


und (wenn) dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen. 2. Chronik 7,14 LU 

Wenn wir an unserer wohlbekannten christlichen Vorgehensweise festhalten, anstatt Gottes Führung zu suchen, funktioniert das nicht. 

Millionen gehen verloren, weil wir uns einbilden, wir hätten recht und wüssten es besser.

Wir sind hilflos, unsere Mitmenschen zu retten. Nur Gott kann eingreifen, obwohl er Menschen gebraucht, aber wir müssen uns von dem Heiligen Geist ganz von neuem führen lassen.

Dienstag, 22. März 2022

Errettung im Krieg

 Ich dachte an die Krisen in der Welt. Ich bete seit langem für die leidenden Ukrainer. Ich bete manchmal intensiv und heftig. Ich freue mich, wenn ich Zeugnisse von Wundern höre, aber ich fühle mich manchmal trotzdem betrübt und entmutigt.

Aber wo ist meine Freude am Herrn? Bin ich als Christ ein Versager? Wo ist meine Anbetung? Ich liebe Gott, aber ….

Dann betete ich. Ich habe Gott mitgeteilt, wie traurig und entmutigt ich fühle. Die Finsternis in der Welt ist so entmutigend.

Dann bekam ich einen Eindruck vom Heiligen Geist.

Ich sah vor meinem inneren Auge sehr viele Menschen, die sterben, aber im Glauben sterben. Sie kommen an die Tore des Himmels und die Menschen und Engel im Himmel empfangen sie mit Jubel.


Ich dachte an die Worte von Jesus.

Genauso ist im Himmel die Freude über einen verlorenen Sünder, der zu Gott zurückkehrt, größer als über neunundneunzig andere, die gerecht sind und gar nicht erst vom Weg abirrten! Lukas 15,7 NLB

In schrecklichen Zeiten schreien viele verlorene Menschen zu Gott. Es ist besser als vergebener Sünder zu sterben, als ohne Glauben auf der Erde zu bleiben.

Und ich werde Wunder oben am Himmel tun und Zeichen unten auf der Erde – Blut und Feuer und Rauchwolken.

Die Sonne wird finster werden und der Mond blutrot, ehe der große und herrliche Tag des Herrn anbricht.

Und jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.‹
Apg 2,19–21 NLB


Millionen Christen in der ganzen Welt beten jetzt intensiv für die leidenden Menschen in der Ukraine. Ich habe Fotos gesehen, wo viele Ukrainer in Zufluchtsorten intensiv beten.

Gott erhört Gebet. Manchmal hören wir von Wundern, wo Ukrainer eine Rakete kommen sehen, aber dann verschwindet die Rakete, wie in einem Fantasyfilm. 

Gott schützt seine Kinder mit vielen unerklärlichen Wundern, aber nicht immer. Es ist auch ein Segen, im Glauben zu sterben.

Menschen, die dem Herrn die Treue halten, kommen um, aber niemanden kümmert das. Sie werden aus dem Leben gerissen, aber niemand begreift, dass Gott sie dadurch vor noch schlimmeren Zeiten bewahren will.

Sie haben ein aufrichtiges Leben geführt, nun ruhen sie in Frieden.
Jesaja 57,1–2 HfA


Darauf erwiderte ihr Jesus: »Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt.

Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?«
Johannes 11,25–26 HfA

Montag, 21. März 2022

Missbrauch, Trauma, Krieg. Wie Beten?

 Die Welt um mich finde ich so traurig und beängstigend. Zuerst kam Covid, dann Delta, dann Omikron. Dann kam dieser schreckliche Krieg in der Ukraine, bei dem Putin in die Fußstapfen Stalins trat.

Schon im zweiten Kapitel der Bibel lesen wir, wie alles tragisch schiefging.

Der erste Mann und die erste Frau haben sich entschieden, Gottes klare Anweisung abzulehnen, indem sie die verbotene Frucht aßen.

Seitdem erleben wir Menschen in jeder Generation Kummer und Leid, Krankheit und Tod, Streite und Kriege.

Was sagte Jesus dazu?

Die Königreiche dieser Welt werden ein Ende haben. Gott hat einen Plan, eine neue liebevolle Menschheit in einer guten Welt zu etablieren.

Jesus lehrt uns, für Gottes Plan zu beten. Trotz der Grausamkeit und Verwirrung um uns herum, gibt es einen guten Vatergott, der uns aus dem Mist herausholen kann und retten will.

Ihr sollt deshalb so beten: Unser Vater im Himmel! Dein heiliger Name soll geehrt werden. Matthäus 6,9 HfA

Wer ist der Vater im Himmel? Er ist der liebevolle Papa für alle, die Jesus als Gottes Sohn vertrauen. Er ist der Schöpfer, der auch dein Schöpfer ist, der dich geschaffen hat, der einen liebevollen Plan für dich hat.

Wie können wir unseren Papa verehren? Indem wir seinen Sohn verehren, indem wir uns Jesus als Vorbild für unser Leben vor Augen halten.

Jesus war immer von Mitgefühl bewegt. Er stand den Unterdrückten zur Seite. Er stand auf der Seite der verachteten Sünder gegen den selbstgerechten religiösen Menschen.

So oft sehen wir, wie eine christliche Frau ihren scheinbar christlichen Ehemann verlässt. Niemand fragt, ob der angesehene Ehemann vielleicht in Wirklichkeit ein sadistischer Heuchler ist. Niemand will wissen, ob sie vielleicht vor häuslicher Gewalt und Kindesmissbrauch geflüchtet ist.

So reagieren viele Christen wie die frommen Juden zur Zeit Jesu.

Aber Jesus schaute nicht auf die Äußerlichkeiten, sondern er hörte auf den Heiligen Geist, der alles, was hinter verschlossenen Türen geschieht, genau beobachtet und die verborgenen Gedanken der Menschen versteht.

In Johannes, Kapitel vier, begegnete Jesus einer verachteten Frau, die fünfmal verheiratet war. 

Jesus schaute hinter den Kulissen und er sah nicht eine böse Frau, sondern ein Opfer, der von fünf Ehemänner ausgestoßen wurde und jetzt in einer unehelichen Beziehung war, weil sie keine Alternative mehr hatte.

Wir sollen beten, dass Gottes Wille geschieht, auf der Erde wie im Himmel.

Gottes Himmel wird nicht von religiöser Gesetzlichkeit geprägt, sondern von Gottes wunderbarer Liebe.


Lass dein Reich kommen. Dein Wille geschehe hier auf der Erde, so wie er im Himmel geschieht. Matthäus 6,10 HfA

Wie können wir für die Ukraine beten? Wir sehen nur die schrecklichen Nachrichten in den Medien und ein paar Zeugnisse, aber Gott schaut tief in die Herzen der Russen und Ukrainer ein.

Dabei hilft uns der Geist Gottes in all unseren Schwächen und Nöten. Wissen wir doch nicht einmal, wie wir beten sollen, damit es Gott gefällt! Deshalb tritt Gottes Geist für uns ein, er bittet für uns mit einem Seufzen, wie es sich nicht in Worte fassen lässt.

Und Gott, der unsere Herzen durch und durch kennt, weiß, was der Geist für uns betet. Denn im Gebet vertritt der Geist die Menschen, die zu Gott gehören, so wie Gott es möchte.
Römer 8,26–27 HfA


Wenn wir nur mit Nächstenliebe und tiefem Mitgefühl stöhnen können, versteht der Heilige Geist in dir, wie Gott antworten will.

Wenn du charismatisch bist und in einer Gebetssprache beten kannst, wird Gott auch alles verstehen, was der Heilige Geist durch dich betest.

Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16 HfA

Jesus ist für die Witwen und Waisenkinder in der Ukraine gestorben, aber auch für die russischen Soldaten.

Ich bete, dass gerade jetzt sehr viele Russen und Ukrainer tiefe Heimsuchungen und Begegnungen mit dem auferstandenen Sohn Gottes haben werden.

Freitag, 18. März 2022

Missbrauch Entlarven

 Wenn ich Missbrauch in christlichen Kirchen beobachte und darüber nachdenke, bin ich erschrocken und entrüstet.

Wie lange, lieber Gott, wirst du das ertragen? Wie lange werden hoch angesehene Bischöfe und auch angeblich bibeltreue Prediger das zulassen dürfen?

Dann lese ich meine Bibel und ich finde, dass Gott das alles versteht.

Ihr Herren, wie lange soll meine Ehre geschändet werden? Wie habt ihr das Nichtige so lieb und die Lüge so gern! Ps 4,3 NLB

Es gibt so viele Männer in den Kirchen, die Frauen und Kinder wie Raubtiere missbrauchen. Sie geben sich als gute Christen aus. 

Die Gemeindeleiter stehen zu den Missbrauchstätern und verurteilen und schikanieren die Opfer. Nicht selten sind Priester oder Pastoren selbst die Täter.

Ich danke Gott für aufrichtige christliche Ehemänner, Väter und Prediger. Es gibt auch so viele gute Christen.

Diese Skandale sind eine Schande für uns Christen, die Jesus nachfolgen wollen. Wir sollen den guten Namen der Kirchen nicht in den Dreck ziehen. 

Die antichristlichen Medien wollen den Missbrauch in den Kirchen hervorheben, weil sie die Christen im Allgemeinen verleumden wollen.

Wie sollen wir reagieren? Wenn wir mit den Opfern und den Journalisten protestieren, wird uns gesagt, wir verfolgen unsere Mitchristen. Aber wenn wir schweigen, verraten wir die Opfer, die Beistand von Christen dringend brauchen.

Dieser Missbrauch ist so weit verbreitet. So viele christliche Leiter verschleiern das Problem. 

Als aufrichtige Christen können wir nicht neutral bleiben. Entweder stellen wir uns auf die Seite der Opfer oder auf die der Leiter, und damit lassen wir die Opfer im Stich.

Man sagt uns, wir sollen hinwegschauen und nur das Evangelium verkünden.

Wenn ich "nur das Evangelium predige" und über häusliche Gewalt, Kindesmissbrauch und arrogante autoritäre Leiterschaft in den Kirchen schweige, werde ich von vielen ehrlichen Suchenden außerhalb der Kirche als Förderer einer grausamen und giftigen Religion angesehen.

Ein angesehener Bibellehrer in einer großen reformierten Kirche in den USA wurde vor Gericht des Kindesmissbrauchs für schuldig befunden und zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Der Täter hatte seine Schuld bekannt.

Dennoch wurde seine Frau von den Pastoren angewiesen, mit ihrem Mann zusammenzuleben und sich zu unterwerfen. Als sie sich weigerte, wurde sie exkommuniziert. Die Gemeindevorsteher standen weiterhin zu dem schuldigen Mann, der im Gefängnis saß.

Die dreckige Ungerechtigkeit ist schon seit langem entlarvt. Wir müssen transparent sein.

Wie hat Jesus auf solche Missstände reagiert?

Da brachten die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau zu ihm, die beim Ehebruch ergriffen worden war, stellten sie in die Mitte

und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist während der Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 

Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, dass solche gesteinigt werden sollen. Was sagst nun du? Johannes 8,3–5 SLT

Die jüdischen Bibelprofis interessierten sich nicht für Gottes Gerechtigkeit. Die Frau hat Ehebruch nicht mit sich selbst begangen. Wo war der Mann?

Was sagte Jesus dazu?

… Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie! Johannes 8,7 SLT

Die grausamen Bibelprofis machten sich davon und Jesus vergab der Frau.

Es ist merkwürdig, dass einige Kirchenväter diesen Abschnitt nicht in die Bibel aufnehmen wollten. Das gibt zu denken.

Wenn ein Bischof, Priester, Pastor, Pfarrer oder bekannter Prediger Mobbing zulässt, aber missbrauchten Frauen und Kindern nicht zur Seite steht, dann müssen wir diese Geistlichen entlarven, genau wie Jesus getan hat.

Jesus warnte, dass wir uns nicht von Pharisäern unterjochen lassen müssen. Es gibt auch viele christliche Pharisäer.

Paulus warnte die Christen in Korinth davor, sich autoritären Predigern zu unterwerfen.

Ihr ertragt es, wenn euch jemand knechtet, wenn euch jemand ausnützt, wenn euch jemand gefangen nimmt, wenn sich jemand über euch erhebt, wenn euch jemand ins Angesicht schlägt.
2. Korinther 11,20 LU

Findet heraus, was dem Herrn Freude macht.
Beteiligt euch nicht an den nutzlosen Taten der Finsternis, sondern deckt sie vielmehr auf.
Epheser 5,10–11 NLB

Aber es gibt so viele aufrichtige Christen und so viele ehrliche Prediger. Wir müssen nicht alle Prediger verachten.

Prüft alles, das Gute behaltet!
1. Thessalonicher 5,21 SLT

Die Ältesten, die gut vorstehen, sollen doppelter Ehre wert geachtet werden, besonders die, welche im Wort und in der Lehre arbeiten.
1. Timotheus 5,17 SLT

Montag, 14. März 2022

Tugend ohne Liebe ist kalt und grausam

Gott hat so ein Herz für Dich.

Er hat dich geschaffen. Gott liebt Dich als Seinen Sohn oder Seine Tochter. 

Aber warum erleben wir seine väterliche Liebe oft nicht?

Vielleicht bist du ein Pflichtmensch, der immer das Richtige tun will.

Es gibt Menschen, die ohne Gott tugendhaft leben wollen. Die Tugend ist gut und alles, was gut ist, kommt von Gott.

Aber Gott ist Liebe.

Tugend ohne Gottes Liebe ist kalt. Ein Pflichtmensch ohne Gott ist wie ein tugendhaftes Waisenkind, so ein erbärmliches Wesen.

Auch Gott ist total tugendhaft, aber Gottes Tugend kommt von einem Herz, dass mit Liebe brennt.
Tugend ohne Liebe ist eine pervertierte Tugend. Lieblose Tugend kann auch sehr grausam sein.

Eine Frau verließ ihren Mann, weil er sie und die gemeinsamen Kinder immer wieder missbrauchte. Sie hat ihren Mann bei den Behörden wegen seiner Verbrechen angezeigt und suchte Hilfe bei ihrer Gemeinde.

Die Pastoren zitierten einige Bibelverse und wollten sie verpflichten, wieder mit ihrem Mann zusammenzuleben, sich seinen Misshandlungen zu unterwerfen und ihre Anzeige bei den weltlichen Behörden zurückzuziehen.

Sie lehnte diese religiösen Anweisungen ab. Der sadistische Ehemann landete im Knast, aber der Hauptpastor verurteilte die Frau von der Kanzel aus als rebellische Frau.


Tugend ohne Liebe kann auf diese Weise zu brutaler Gesetzlichkeit führen. Es gibt auch schreckliche Pharisäer, die Jesus predigen.

Der Apostel Paulus vor seiner Bekehrung zu Jesus war der Pflichtmensch schlechthin. Seine göttliche Hingabe war extrem. Er wollte dem Gott der Bibel in allem gehorchen, aber für ihn war Pflicht und Tugend wichtiger als Gottes Liebe.

Er war zwar mit Bibeltexten über Gottes Liebe und Barmherzigkeit vertraut, aber sein religiöser Eifer machte sein Herz kalt und stolz.

Viele Jahre nach seiner Bekehrung schrieb Paulus:

Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, von welchen ich der erste bin. 1. Tim 1,15 ELB

Denn ich bin der geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe.
1. Kor 15,9 EIN

Warum verfolgte er die Kirche? Weil seine eigene Tugend für ihn wie ein falscher Gott war.
Eine streng religiöse Mentalität kann uns für Gottes Wahrheit und Liebe blind machen.

Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen. Römer 10,3 ELB

Manche suchen sich zu beruhigen, indem sie denken, diese Warnung nur auf Juden, Moslems oder vielleicht Katholiken zutrifft.

Aber wir alle können auf einem Abweg sein, wenn Gottes Liebe und deine tägliche persönliche Beziehung zu Jesus nicht der Mittelpunkt deines Bewusstseins ist. Auch ganz normale Aspekten des christlichen Lebens können uns von der Liebe Gottes und der persönlichen Jüngerschaft ablenken, wenn wir an etwas zu fest klammern.

Die Lehraussagen deiner Gemeinde oder Konfession können ein Abgott werden, wenn dein Glaubenssystem dein Hauptinteresse wird. Diese Denkart führt oft zu Besserwisserei, Rechthaberei und Streitsucht, statt Demut, Liebe und praktischem Glauben.

Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, Spr 3,5 LUT

Unsere Berufung ist nicht alles zu wissen, nicht immer Recht zu haben und nicht durch tugendhafte Strebsamkeit gut zu sein.

Jesus sagte etwas ganz anderes.


Er sagte den religiösen Profis in Israel:

Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; gerade sie legen Zeugnis über mich ab. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu haben. Joh 5,39-40

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.
Mt 11,28-29


Diese Einladung ist auch für uns, für dich.

Freitag, 11. März 2022

Tod und Auferstehung. Gottes Auswege aus Sackgassen

 Judas war einer der 12 Apostel und er hatte Jesus verraten. Schlimmer kann es kaum sein. Die Jünger wurden von Panik erfasst.

Da ließen ihn alle seine Jünger im Stich und ergriffen die Flucht. Markus 14,50 HfA

Dann versuchte Petrus, Jesus beizustehen, aber als er bloßgestellt wurde, verleugnete er Jesus.

Aber es wurde noch schlimmer. Als Jesus am Kreuz hingerichtet wurde, blieb nur Johannes mit Maria und einigen treuen Frauen in der Nähe.

Vielleicht warst du im Leben unterwegs, aber dann ging alles schief.

Deine Ehe ging zugrunde, oder du wurdest gekündigt.

Du hattest Jesus als deinen Heiland gefunden, und du wurdest in einer scheinbar guten Gemeinde aktiv, aber dann entstanden Streite in der Gemeinde. 

Du hast Liebe und Zugehörigkeit gesucht, aber du hast dann Missverständnisse und Mobbing erlebt, gerade wie in der Welt oder vielleicht noch schlimmer.

Eine schöne Ehe, ein guter Job, eine liebevolle Gemeinde, alles schön, bis es nicht mehr da ist, bis man der kalten Einsamkeit ausgesetzt ist, bis man abgelehnt und festgefahren ist.

Vielleicht bist du im christlichen Leben ganz weit vorangekommen. Du hast einen guten Dienst als Pastor, Evangelist oder Missionar. Du wirst gut unterstützt, bis ein theologischer oder politischer Streit aufkommt, und du hast kein Geld mehr.

Als Jesus gekreuzigt wurde, haben seine Jünger alle Hoffnung verloren, aber für Jesus war der Tod nicht das Ende. Drei Tage nach seinem Tode ist Jesus lebendig und leibhaftig zurückgekommen.

Das Kreuz war das Allerschrecklichste, aber die letzte Katastrophe war in Wirklichkeit die Eingangstür zu einem ganz neuen Leben für die verzweifelten Jünger.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Johannes 3,16 NLB

Wie traumatisch deine Situation auch sein mag, Jesus hat einen Ausweg für dich.

Ich predige hier nicht nur theoretische Bibellehren. Ich habe alles selbst erlebt.

Gott hat mir immer einen neuen Anfang gegeben. Jesus wird dich nie im Stich lassen.

Donnerstag, 10. März 2022

Mitleid für die Ukraine. Wir leiden mit.

Die Grausamkeit gegen die Ukrainer ist scheußlich. Ich bete vom Herzen für die Ukrainer, aber ich vergesse nicht, dass ich auch für die Russen beten muss. Viele Russen stehen auch zu der Ukraine.

Im Zweiten Weltkrieg waren auch in Deutschland Helden zu finden. Wir werden Dietrich Bonhoeffer nie vergessen. Es gibt auch wunderbare Menschen in Russland.

Gott liebt die Russen nicht weniger als die Ukrainer. Jesus starb am Kreuz auch für Stalin und Putin, aber wir alle haben einen freien Willen. 

Jesus befahl uns, unsere Feinde zu lieben. Wenn wir vom Herzen beten, werden auch manche sehr böse Menschen umkehren und glauben.

Mein Herz ist so schwer. Wie kann ich Trost und Hoffnung finden?

Ich denke an Jesus, der die Leiden dieser Welt auf sich selbst am Kreuz nahm. Jesus ist auferstanden. Er lebt und er liebt immer noch wie immer. 

Jesus leidet mit den Ukrainern und mit den naiven jungen russischen Soldaten, die von Putin betrogen wurden und Blumen erwarteten.

Jetzt werden ukrainische Krankenhäuser absichtlich zertrümmert.

Stalin ließ 20 Millionen ukrainische Bauern verhungern. Die gleichen bösen Geister sind jetzt mit ähnlichen Absichten am Werk.

Bete ich für die Ukraine vergeblich?
Gott behüte!

Im Zweiten Weltkrieg haben viele Christen für die Juden gebetet. Trotzdem wurden 6 Millionen Juden ermordet. Waren diese Gebete vergeblich? Nein. 

Wir können viele Berichte finden, wie viele Juden gerettet wurden. Die heldenhafte Rettungsaktion von Oskar Schindler ist nur ein Beispiel.

Wenn wir beten, wenn wir Geld spenden, wenn wir Flüchtlingen helfen, lieben wir unsere leidenden Mitmenschen. Wir sind dann wie Gottes Hände auf der Erde.

Dann wird der König zu denen auf seiner rechten Seite sagen: ›Kommt, ihr seid von meinem Vater gesegnet, ihr sollt das Reich Gottes erben, das seit der Erschaffung der Welt auf euch wartet.

Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war durstig, und ihr gabt mir zu trinken. Ich war ein Fremder, und ihr habt mich in euer Haus eingeladen.
Matthäus 25,34–35 NLB


Wenn wir nicht an der Front kämpfen können, können wir beten. Wenn wir vom Herzen beten, wird Gott erhören und Opfer retten.