Donnerstag, 20. Oktober 2022

Liebe zwischen Menschen und Tieren

 Ich selbst werde euch trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet. In Jerusalem sollt ihr getröstet werden.« Jesaja 66,13 NLB

Kleinkinder haben Schwierigkeiten, zu sprechen und sich verständlich zu machen. Die meisten Menschen verstehen ihre unbeholfenen Äußerungen nicht, aber ihre Mütter sind anders. Mütter verstehen ihre Säuglinge.

Wir haben einen australischen Regenbogenlori. Der Regenbogenlori ist ein sehr bunt gefärbter mittelgroßer Papagei mit einer Länge von 25-30 cm. Sie haben eine Pinselzunge, mit der sie Nektar aus den Blüten lecken und saugen können.

Wegen ihrer haarigen Zungen sind sie nicht sprachbegabt, obwohl sie keineswegs unintelligent sind. Sie sind wie Säuglinge, die unbeholfen streben, menschliche Äußerungen zu kopieren.

Viele Menschen missverstehen Papageien. Sie denken, Papageien können unsere Äußerungen nur nachahmen. Sie denken, sie verstehen nichts von unserer Sprache, aber dem ist nicht so.

Wie eine Mutter mit einem Kleinkind versteht meine Frau die unbeholfenen Versuche unserer Lori, mit Worten zu kommunizieren. Sie versteht, wenn unser geliebtes Haustier nach Papa schreit oder um eine Blume bittet.

Unsere Lori liebt es, wenn meine Frau duscht. Meine Frau sagt, „Dusche“ und sie kommt aus ihrem Käfig und läuft erwartungsvoll zum Badezimmer. Nach dem Duschen trocknet sie sich mit einem kleinen Handtuch auf dem Boden.

Wenn du einen Lori hast, und deinen Lori liebevoll versorgst, wird dein Lori dich auch lieben.

Gott hat die Tiere nicht geschaffen, damit wir sie erbarmungslos ausbeuten. 

Gott hat die ganze Welt mit Liebe geschaffen, damit Liebe herrschen soll, nicht nur Liebe zwischen Menschen, sondern Liebe zwischen Menschen und Tieren.

Wir können immer noch Spuren davon sehen, und zwar nicht nur bei Haustieren wie Hunden und Papageien.

Ich hörte im Radio, wie ein Ehepaar in Australien wilde Regenbogenloris fütterte. Einer der Loris liebte den Mann und setzte sich immer wieder auf seine Schulter.

Als der Mann starb, konnten die Loris den Mann nicht mehr finden. Danach kamen sie nicht mehr.

In Gottes Augen sind wir Menschen wie verwilderte Tiere, die sich ängstlich oder aggressiv von unserem liebenden Vater fernhalten.

Warum sehen wir so viel Grausamkeit in der Tierwelt. Wir sehen furchtbare Kämpfe zwischen Tieren. Tier schlachtet Tier, und oft nicht nur um Fleisch zu fressen.

Nicht nur Menschen führen Kriege. Erdmännchen führen grausame Kämpfe, bei denen sehr viele sterben.

Gott will diesen tragischen Zustand in der Bibel erklären.

Gott wies die ersten Menschen an, über die Tiere zu herrschen und sie mit Liebe zu versorgen.

So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie.

Und Gott segnete sie und gab ihnen den Auftrag: »Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde und nehmt sie in Besitz. Herrscht über die Fische im Meer, die Vögel in der Luft und über alle Tiere auf der Erde.« 1 Mose 1,27–28 NLB

Als die ersten Menschen dann Gott misstrauten und ungehorsam wurden, ging alles schief.

In 1. Mose war von Hierarchie nicht die Rede. Mann und Frau sollten als Partner zusammen und mit Liebe über die Welt herrschen, in Partnerschaft miteinander und als Kinder und Mitarbeiter Gottes.

Als Folge der Sünder wurde die Männer Herrscher über die Frauen, und wir sehen immer noch, wie grausam das sein kann.

Die Menschen herrschten über die Tiere, und oft nicht mehr mit Liebe.

Die meisten Tiere hatten fortan Angst vor dem Menschen.

Aber im Testament sehen wir Gottes Plan, seine Schöpfung wieder herzustellen.

So wie der Tod durch einen Menschen – Adam – in die Welt kam, hat nun durch einen anderen Menschen – Christus – die Auferstehung von den Toten begonnen.

Die Menschen sterben, weil alle mit Adam verwandt sind. Ebenso werden durch Christus alle lebendig gemacht und neues Leben empfangen.
1. Korinther 15,21–22 NLB

Gott sandte seinen ewigen Sohn in die Welt, um die Folgen der Sünde rückgängig zu machen.

Schon in den Prophetien im Alten Testament sehen wir wunderbare Darstellungen der neuen Ordnung in dem künftigen Reich Gottes.

Dann werden der Wolf und das Lamm einträchtig zusammenleben; der Leopard und die Ziege werden beieinander lagern. Kalb, Löwe und Mastvieh werden Freunde und ein kleiner Junge wird sie hüten. Jesaja 11,6 NLB

Dienstag, 18. Oktober 2022

Strebsamkeit und Burnout

 Hast du mit Schweiß und Fleiß dein Leben für Pflicht, Familie oder Erfolg geopfert?

Oder hast du dich ohne Unterlass angestrengt, Gott zu dienen und ein tugendhafter Christ zu sein?

Bist du durch Strebsamkeit erschöpft?

Ein japanischer Büroarbeiter war äußerst fleißig. Wenn er Aufgaben hatte, musste er sie alle vollbringen, koste es was es wolle.

Nachdem er über 24 Stunden ohne Pause hart gearbeitet hatte, fiel er tot.

Ein bewundernswerter umherziehender Prediger in Indien lebte mit unbegrenzter Hingabe. Er wollte genau wie Jesus leben, um jeden Preis. Er versuchte einmal 40 Tage zu fasten und kam fast ums Leben.

Wenn der Heilige Geist dich zum Fasten ruft, dann gibt er Gnade, aber wenn du wegen heiliger Strebsamkeit zu fasten versuchst, kann es großen Schaden anrichten.

Das kann zu Neurosen und Essstörungen führen.

Ein junger Amerikaner war ein sehr fleißiger Christ. Er war mindestens viermal pro Woche in der Gemeinde. Er diente als Leiter in der Jugendgruppe. Er las täglich einige Kapitel der Bibel und betete pflichtgemäß jeden Morgen und jeden Abend.

Sein ganzes Leben drehte um seine christliche Jüngerschaft, aber er fühlte sich trotzdem innerlich trocken und müde in seiner Seele.

Endlich konnte er diese religiöse Strebsamkeit nicht mehr ertragen. Er glaubte immer noch an Gott, aber er gab auf. Einige Tage lang betete er kaum. Er las seine Bibel nicht, nur die Zeitung.

Eines Morgens saß er beim Frühstück und las die Zeitung. Plötzlich fiel der Heilige Geist auf ihn. 

Mitten in seinen religiösen Aktivitäten hatte er das allerwichtigste vernachlässigt. Er hatte nie gelernt, die bedingungslose Liebe Gottes einfach zu empfangen und zu genießen.

Als Jesus ein Wanderprediger war, kamen alle Arten von Juden zu ihm. Es waren sündige abtrünnige Juden und auch sehr fleißige religiöse Juden. Beide waren gestresst und geistig müde.

Jesus erkannte ihren Stress und ihre innere Erschöpfung. Er sieht auch deinen Stress. Seine Worte zu den Juden sprechen immer noch zu uns heute.

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Matthäus 11,28 NLB

Montag, 17. Oktober 2022

Halte Fest an Gottes Frieden

Du glaubst fest, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Du hast oft wunderbare Erfahrungen mit Gott gehabt. Du hast Heilungen von Gott empfangen. Gott hat deine Gebete auf wunderschöne Art beantwortet. 

Trotzdem findest du es manchmal schwer, Gottes Nähe zu spüren.

Du willst dein Zeugnis abgeben, aber du hast einen Knoten im Bauch, als ob der liebevolle Heilige Geist nicht mehr da wäre.

Jesus hat Liebe, Freude und Frieden versprochen, oder? Sicher, aber soll das bedeuten, dass wir immer jede Minute nur herrliche Ruhe genießen werden?

Schau mal in die Bibel. Du wirst sehen, wie Johannes der Täufer, Jesus und dann Paulus unglaublich schwierige Probleme überwinden mussten.

Johannes der Täufer wurde
fast von Zweifeln überwunden. Paulus hat ganz offen mitgeteilt, wie er gegen seine eigenen Charakterfehler kämpfen musste.

Ich weiß: So wie ich von Natur aus bin, wohnt in mir nichts Gutes. Der Wille zum Guten ist bei mir zwar vorhanden, aber nicht die Fähigkeit, es zu tun. 

Ich tue nicht das, was ich eigentlich will – das Gute. Sondern ich tue das, was ich nicht will – das Böse. Römer 7,18–19 BB

Derselbe Paulus hat auch von dem Frieden mit Gott geschrieben.

Gerecht gemacht also aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Römer 5,1

Wir haben Zugang zu Gottes Frieden und Gnade, aber wir erleben diesen Segen nicht immer. Wir haben eine menschliche Natur und wir haben einen Feind im geistlichen Bereich.

Wir müssen uns nicht von unseren menschlichen Gefühlen hin und her treiben lassen.

Wenn unser Frieden im Geist von unserer eigenen Heiligkeit abhängig wäre, würden wir alle verloren gehen. Aber unser Frieden kommt von Jesus selbst, durch sein Opfer am Kreuz.

Gerecht gemacht also aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Römer 5,1 EÜ 

 Dieser Frieden kommt durch Jesus, auf Grundlage der Gnade Gottes. Nur durch diese Gnade können wir weiterhin in diesem Frieden leben. 

Durch seine unendliche Gnade vergibt Gott uns immer wieder und ermöglicht uns, trotz unserer Vergehen in Gottes Liebe weiterzugehen.

Durch ihn haben wir auch freien Zugang zu der Gnade bekommen, in der wir jetzt leben. Das geschah im Glauben. Und die Hoffnung, mit der wir nun der Herrlichkeit Gottes entgegengehen dürfen, erfüllt uns mit Freude und Stolz. Römer 5,2 NeÜ

Paulus hat oft von Gnade und Frieden geschrieben, aber auch von Kampf. Kampf und Frieden? Wie gehören Kampf und Frieden zusammen?

Kämpfe den guten Kampf, der zu einem Leben im Glauben gehört, und ergreife das ewige Leben, zu dem Gott dich berufen hat und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast.
1. Timotheus 6,12 NeÜ

Wir haben eine sterbliche menschliche Natur. Wir sind Müdigkeit, Stress, Trauma und Krankheiten ausgesetzt. Wir müssen immer wieder eine Entscheidung treffen, und an Gottes Gnade und Frieden festhalten.

Samstag, 1. Oktober 2022

Heilung von Schrecken und Trauma

Wir leben in schrecklichen Zeiten. Gott sei Dank bin ich in Australien und nicht in der Ukraine, aber wir haben eine Freundin, deren Eltern von der Ukraine waren. Seit Februar ist sie extrem gestresst.  

 Ihr werdet von Kriegen hören und davon, dass Kriege drohen. Lasst euch dadurch nicht erschrecken! Das muss geschehen, doch es bedeutet noch nicht das Ende. Matthäus 24,6 HfA


Ich kenne Australier, die Soldaten in dem Vietnamkrieg waren. 50 Jahre später sind sie immer noch gestresst und nehmen Antidepressiva.

Ich kenne Deutsche, deren Familienleben noch immer durch das Trauma der Hitlerzeit belastet ist.

Krieg ist undenkbar, aber das Undenkbare passiert trotzdem immer wieder.

Aber Jesus sagte, wir sollen uns nicht erschrecken lassen. Wie ist das möglich? Mit Gott ist nichts unmöglich. Jesus ist der himmlische Heiler, der beste Therapeut überhaupt.

Ich kenne Flüchtlinge von dem Nazischrecken, die Jahre nach dem Krieg Suizid begangen haben, aber andere, die gelernt haben, ein erfülltes Leben zu führen.

Gott kann unsere verletzten Herzen auch von Kriegstrauma heilen. Ich kenne treue Christen, die posttraumatische Belastungsstörung leiden.

Eine Frau kann nicht gut schlafen. Jahre nach ihrer Kriegserfahrung konnte sie Nachrichten von Kriegen nicht sehen, ohne Kopfschmerzen tagelang zu leiden.

Wenn du wegen Vergewaltigung, Entführung, Missbrauch, Mobbing, häuslicher Gewalt oder Krieg traumatisiert bist, ist es möglich, dass du eine Wunderheilung von Jesus bekommen kannst.

Aber wenn du immer noch Antidepressiva brauchst, um dein tägliches Leben zu verkraften und normal zu schlafen, dann sollst du nicht deswegen schämen.  

Jesus hat uns Anweisungen gegeben, die uns helfen können, in schrecklichen Zeiten klarzukommen.

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!

In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?

Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.
Johannes 14,1–3 LU


Jesus hat am Kreuz das allerschlimmste Trauma erlebt und überwunden. Er ist aufgestanden und dann kehrte Er zu Vater Gott zurück, um ein himmlisches Zuhause für alle zu bereiten, die an ihn glauben und Gott vom Herzen vertrauen.

Diese Hoffnung kann uns ermutigen, von dem Trauma in dieser Welt wegzuschauen.

Aber wir müssen auch täglich mit schrecklichen Bedrohungen, traumatischen Erinnerungen oder aktuelles Trauma umgehen. 

Deshalb sorgt euch nicht um morgen, denn jeder Tag bringt seine eigenen Belastungen. Die Sorgen von heute sind für heute genug. Matthäus 6,34 NLB

Es gibt Zeiten im Leben, in denen man nur einen Tag ertragen kann. Es ist möglich, dass im nächsten Monat oder im nächsten Jahr ein Krieg oder eine wirtschaftliche Katastrophe kommt, aber Gott will uns helfen, heute damit fertig zu werden. Wir müssen die Zukunft in Gottes Hände legen.

Dann hat Jesus noch eine notwendige Anweisung gegeben. 

In Kriegszeiten entsteht Wut und Hass. Nicht nur kannst du Opfer von Grausamkeit sein. Du kannst auch mit Hass reagieren. Der Hass in dir kann dich dein Leben lang vergiften.

Jesus lehrte uns, den Hass in uns durch seine Gnade zu überwinden. Hermann Zaiss war ein deutscher Evangelist am Kriegsende.

Ein junger Soldat in der britischen Besatzungsarmee hasste die Deutschen. Er war deutscher Jude und seine Familie wurde von den Nazis ermordet. Er hörte die Predigt des Evangelisten und der Heilige Geist berührte sein Herz.

In derselben Versammlung war ein verletzter SS-Offizier. Nach dem Krieg war sein Leben ruiniert. Er wurde auch von der guten Nachricht von Jesus transformiert.

Die beiden Männer bekehrten sich zu Jesus und legten ihr Zeugnis von der Kanzel ab. Dann geschah das allergrößte Wunder. Sie wurden enge Freunde.

Was sagte Jesus?

Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: ›Liebe deinen Nächsten‹ und hasse deinen Feind.
Ich aber sage: Liebt eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen!

So handelt ihr wie wahre Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten.
Matthäus 5,43–45 NLB

Mittwoch, 28. September 2022

Ist da doch jemand?

 Ist da doch jemand?

Der Dichter Friedrich Schiller hat diese Frage genau auf den Punkt gebracht.
Brüder überm Sternenzelt, muss ein lieber Vater wohnen.“

Für Jesus war das die schlichte Realität und seine Beziehung zum Vater war sein tägliches Erlebnis.
Aber für Schiller und die deutschen Romantiker war das nur eine brennende Sehnsucht.

Für die Moslems ist Gott Schöpfer, Gesetzgeber und Richter, aber kein liebevoller Vater.
Für die New Age Leute, sind wir alle Gott. Ich soll Gott sein und du auch.

Wenn wir bloße Menschen Gott sind, dann sind wir hoffnungslos und verloren in dieser tragischen Welt.

Es gibt unzählige Millionen Opfer von Hunger, Menschenhandel, Sklaverei, Folter und Krieg in dieser Welt. Wenn du und ich Gott sind, können wir dann aus eigener Kraft ewige Hoffnung bieten?
 
Wenn du und ich Gott sind, warum können wir das Leiden um uns herum nicht beseitigen?
Wenn du und ich Gott sind, warum gehen wir so oft schief?

Ich finde in der Bibel eine viel bessere Erklärung für unsere unmögliche Situation.

Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. 1 Mose 1,1 SLT

Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. 

Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde! 1 Mose 1,27–28 SLT

Die ersten Menschen waren nicht Gott, aber von Gott geschaffen. Sie waren gut und schuldlos. 

Gott beauftragte sie, als Agenten des Himmels, die Erde zu regieren, nicht aus eigener Kraft, aber in Partnerschaft mit Gott selbst.

Als die ersten Menschen dann Gottes liebevolle Anweisungen missachteten, wurde ihre himmlische Unschuld verdorben.

Wir sehen die Folgen bis heute. Wir sind alle mehr oder weniger verdorben. Überall sehen wir Mord, Gewalt und Grausamkeit. Wir alle müssen sterben. Wut, Angst und Verzweiflung machen sich überall breit.

Gott war gebrochenen Herzens. Er liebt uns einfach.

Aber Gott ist ewig und allwissend. Er sah das alles ganz vom Anfang. Er hat einen Plan, uns zu retten.


Gott ist gerecht. Unsere Bosheit kann nicht unbestraft sein. Gott hätte die ganze Menschheit ausrotten können, aber für sein liebevolles Herz war das unerträglich.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
 
Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten.
Johannes 3,16–17 NLB

Gott sandte seinen Sohn, den wir als Jesus kennen. Der lebte unter uns Menschen. Sein Charakter war unbefleckt und er blieb in einer bösen Welt schuldlos.

Jesus wurde wegen seines guten Charakters verfolgt und hingerichtet

Seine Verfolger wussten nicht, dass Jesus auf diese Weise die Strafe für uns alle auf sich selbst nahm, damit wir nicht verdammt werden sollten.

Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt. Wer aber nicht an ihn glaubt, ist schon verurteilt, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat. Johannes 3,18 NLB

Ist das für Dich problematisch? Vielleicht verstehst Du es nicht. Du kannst Gott bitten, Dir seine Weisheit deutlich zu machen.

Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. Jakobus 1,5 SLT

Rufe mich an, so will ich dir antworten und dir große und unbegreifliche Dinge verkünden, die du nicht weißt.
Jeremia 33,3 SLT

Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.
Jeremia 29,11 SLT

Dienstag, 27. September 2022

Nur Jesus ist fehlerlos

 In der Bibel sehe ich, dass auch große Männer Gottes nicht fehlerlos waren. 

Ich liebe Gottes Gesetz von ganzem Herzen.

Doch in mir wirkt ein anderes Gesetz, das gegen meine Vernunft kämpft. Dieses Gesetz gewinnt die Oberhand und macht mich zum Sklaven der Sünde, die immer noch in mir ist.

Was bin ich doch für ein elender Mensch! Wer wird mich von diesem Leben befreien, das von der Sünde beherrscht wird?

Gott sei Dank: Jesus Christus, unser Herr! Fest steht: Meiner Vernunft nach möchte ich dem Gesetz Gottes gehorchen, aber meiner menschlichen Natur nach bin ich ein Sklave der Sünde.
Römer 7,22–25 NLB


Andere wollen die Heilige Maria als die Königin im Himmel anbeten. Jesus liebte seine Mutter. Aber Jesus hatte eine andere Sichtweise.

Während Jesus noch zu den Leuten redete, kamen seine Mutter und seine Brüder zu ihm und wollten ihn sprechen.

Jemand sagte zu Jesus: »Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen, sie möchten dich sprechen.«

Jesus fragte: »Wer ist meine Mutter? Und wer sind meine Brüder?«

Und er zeigte auf seine Jünger und sagte: »Diese Leute sind meine Mutter und meine Brüder. 

Wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt, ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter!« Matthäus 12,46–50 NLB

Wenn ein Prediger behauptet, immer recht zu haben, sollst du ihm nicht vertrauen. Das ist stolz. 

Wenn du deinen Pastor oder einen prominenten Evangelisten immer als unfehlbar betrachtest, bist du auf dem Holzweg.

Die wahren Jünger des Herrn lernen, die Stimme Gottes selbst zu erkennen. Sie lernen, mit Weisheit für sich selbst zu denken.

Meine Schafe hören auf meine Stimme. Ich kenne sie, sie folgen mir,

und ich gebe ihnen das ewige Leben. Sie werden niemals verloren gehen. Niemand wird sie mir aus den Händen reißen.
Johannes 10,27–28 NeÜ


Samstag, 24. September 2022

Neues Leben von Gott

Wenn wir in großer Not sind, ist der Psalm des Hirten David oft ein großer Trost.

Er erquickt meine Seele; er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Psalm 23,3 SLT

Ich kenne eine Frau, die nach einer Operation ganz unerwartete und sehr alarmierende Komplikationen erlebte. Sie hatte ihre Sehkraft zum Teil verloren. 

Die Ärzte waren nicht einfühlsam und konnten nicht helfen. Sie hatte weder Familie noch Freunde in der Nähe, aber sie klammerte sich fest an die Liebe Gottes.

Sie rezitierte den Psalm Davids immer wieder leise vor sich hin. Ihre Freunde in der Ferne beteten auch für sie. Nach und nach kam ihre Sehkraft zurück und sie erholte sich wunderbar.

Und wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschattens, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich. Psalm 23,4 SLT

Jesus ist mein Hirte. Er erquickt meine Seele.

Erquicken ist ein altes Wort, das wir nicht mehr im Alltag benutzen. Was bedeutet eigentlich „erquicken“?

neu beleben, stärken, erfrischen
"sich mit einem kühlen Getränk erquicken"  (Laut Duden und Google)


Neue moderne Bibelübersetzungen sprechen von neuer Kraft.

Er gibt mir neue Kraft. Er leitet mich auf sicheren Wegen und macht seinem Namen damit alle Ehre. Psalm 23,3 HfA

Für Gott ist alles in deinem Leben wichtig.

  • Wenn deine Gesundheit ruiniert ist, will er dich heilen.

  • Wenn deine Finanzen kaputt sind, will er dich versorgen.

  • Wenn du in Sünde verstrickt bist, will er dir vergeben und dir helfen, einen Ausweg zu finden.

  • Wenn du ausgelaugt bist, von Burnout überwältigt, will er dir Ruhe und Frieden geben.

  • Wenn deine Gedanken gestört und vernebelt sind, will er dir einen klaren Verstand geben.

  • Wenn du verzweifelt bist, will er dir neue Hoffnung geben.


Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Matthäus 11,28 NLB

Rufe mich an, so will ich dir antworten und dir große und unbegreifliche Dinge verkünden, die du nicht weißt.
Jeremia 33,3 SLT

Freitag, 16. September 2022

Die Augen deines Herzens

 In der Bibel ist das Herz nicht nur eine fleischliche Blutpumpe.

Das Herz wird in der Heiligen Schrift meistens im übertragenen Sinn als Sitz der Zuneigungen und des Verständnisses erwähnt, vor allem aber als Sitz des Willens und der Entscheidungen.
Arend Remmers, “Herz,” Lexikon Biblische Bilder Und Symbole (Hückeswagen: Christliche Schriftenverbreitung, 2014), 87.

Wir leben im Zeitalter der Wissenschaft. Lange Zeit dachte man, dass diese biblische Idee nur symbolisch sei, aber seit einigen Jahrzehnten haben Chirurgen durch Herztransplantationen viele Leben gerettet.

Erstaunlicherweise haben viele Patienten nicht nur neue Herzen bekommen. Manche Patienten wurden irgendwie anders.

Eine Frau fing an, ein Geschmack für Bier und Motorräder zu haben. Sie fing auch an, wie ein Mann zu laufen. Es stellte heraus, dass ihr neues Herz von einem Mann kam, der Bier und Motorräder liebte.

Jesus sprach von guten und schlechten Herzen, aber das war keine Rede von körperlicher Gesundheit oder Krankheit.

Glückselig sind die, die ein reines Herz haben. Denn sie werden Gott sehen. Matthäus 5,8 BB

Das Wort „sehen“ kann auch zwei Bedeutungen haben. Wer ein reines Herz hat, wird Gott mit dem inneren Auge des Glaubens sehen. Wer aber Gott durch den Glauben wahrnimmt, wird im nächsten Leben Gott wirklich im Himmel sehen.

Jesus spricht auch von schlechten Herzen.

Denn aus dem Herzen der Menschen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, verbotene sexuelle Beziehungen, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Verleumdungen. Matthäus 15,19 BB

Paulus schrieb von den Augen des Herzens.

Er (Gott) erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt. Epheser 1,18 EÜ

Jesus sprach nicht nur von guten und schlechten Herzen, sondern auch von guten und schlechten Augen.

Die Lampe des Leibes ist das Auge; wenn nun dein Auge klar ist, so wird dein ganzer Leib licht sein;

wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß die Finsternis!
Matthäus 6,22–23 ELB


In den letzten Monaten habe ich Probleme mit meinen Augen gehabt. Ich brauchte wegen Graustar Operationen in beiden Augen. Es lief mit dem linken Auge problemlos, aber nach der OP im rechten Auge hatte ich eine massive Entzündungsreaktion.

Seitdem brauche ich intensive Betreuung, aber Gott sei Dank wird das rechte Auge immer besser. Ich bin dankbar, dass es OK sein wird.

Meine Sehkraft mit meinem rechten Auge wird nach und nach besser. Gestern habe ich mein rechtes Auge getestet. Ich schließ mein linkes Auge und schaute ein Foto an. Es war meine geliebte Großmutter als schöne junge Frau.

Meine Sehkraft war nur ein bisschen verschwommen, aber ich sah hässliche dunkle Schatten unter ihren Augen. Sie sah nicht mehr schön aus.

Wie siehst du dich selbst? 

Es gibt so viele sehr schöne Frauen, die von anderen bewundert werden, aber sie haben mehrmals Schönheitsoperationen, weil sie mit sich selbst nie zufrieden sind.

Es gibt schöne junge Frauen, die davon überzeugt sind, dass sie fett und hässlich sind. Sie hungern absichtlich, bis sie sterben.

Was deine Augen sehen, wird in deinem Herz geprägt. Wenn du immer wieder Porno anschaust, wirst du Frauen nicht mehr respektieren.

Aber es geht nicht nur darum, was man sieht, sondern mit welcher Einstellung man etwas sieht. 

Ein pornosüchtiger Mann schaut sich ständig weibliche Körperteile an und sein Herz wird verunreinigt. Ein aufrichtiger Frauenarzt sieht sich auch viele weibliche Körperteile an, und er bleibt unverdorben.

Einen älteren Mann sollst du nicht grob behandeln, sondern ihm zureden wie einem Vater. Mit jüngeren Männern rede wie mit Brüdern,

mit älteren Frauen wie mit Müttern, mit jüngeren wie mit Schwestern, in aller Zurückhaltung!
1. Timotheus 5,1–2 EÜ

Wie gehst du mit anderen um? Es geht nicht nur darum, wie du dich benimmst, sondern wie du deine Mitmenschen in deinem Herz wahrnimmst.

Wer ein gutes Herz hat, kann alle Mitmenschen als Brüder oder Schwestern betrachten und entsprechend handeln.

Donnerstag, 15. September 2022

Bibelverse, die Mich Ansprechen Sammlung 1

 Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest. Lukas 6,31 NLB

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. 

Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen. 

Denn mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich euch auflege, ist leicht.« Matthäus 11,28–30 NLB

Er heilt die gebrochenen Herzen und verbindet ihre schmerzenden Wunden.
EIN Psalm 147,3

Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.
Jeremia 29,11 SLT

Durch Geduld wird ein Richter überredet, und eine sanfte Zunge zerbricht Knochen.
Sprichwörter 25,15 SLT

Geduld kann einen Fürsten überzeugen, und sanfte Worte können den heftigsten Widerstand brechen.
Sprichwörter 25,15 NLB

Rufe mich an, so will ich dir antworten und dir große und unbegreifliche Dinge verkünden, die du nicht weißt.
Jeremia 33,3 SLT

Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.
Jeremia 29,11 SLT

Dienstag, 13. September 2022

Hielung ist eine Gnadengabe Gottes

 Gott hat den Juden im Alten Testament Gesundheit und Heilung versprochen.

Und er (Mose) sprach: Wenn du auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hörst und tust, was in seinen Augen recht ist, wenn du auf seine Gebote hörst und alle seine Satzungen hältst, dann werde ich all die Krankheiten, die ich nach Ägypten gebracht habe, nicht über dich bringen. Ich, der HERR, bin dein Arzt. 2. Mose 15,26 ZB

Diese Verheißung war nicht bedingungslos. Die Juden mussten allen Gottes Geboten gehorchen.

Aber dann stoßen wir auf eine Ausnahme, Naaman.

Der Heerführer Naaman war hoch angesehen bei seinem Herrn, dem König von Aram, denn durch ihn hatte der HERR Aram Erfolg geschenkt. 

Doch Naaman war zwar ein großer Krieger, aber er litt an Aussatz. 2. Könige 5,1 NLB

Er hatte eine hebräische Sklavin. Sie war eine junge Frau mit einem guten Herz. Jesus hat später gelehrt, dass wir unsere Feinde lieben müssen, und sie kümmerte sich um ihren Herrn, der sie als Gefangene versklavt hatte.

Eines Tages äußerte das Mädchen seiner Herrin gegenüber: »Ich wünschte, mein Herr würde zu dem Propheten in Samaria gehen. Er könnte ihn von seinem Aussatz heilen.« 2. Könige 5,3 NLB

Der General zog nach Israel, um den Propheten Elisa zu suchen.

Elisa schickte seinen Diener mit Anweisungen zu Naaman. Der General sollte sich siebenmal im Fluss Jordan tauchen.

Das verletzte den Stolz des Generals.

Da ging Naaman ärgerlich fort. »Ich hatte angenommen, dass er persönlich zu mir kommt!«, sagte er. »Ich hatte erwartet, dass er die Hand über die aussätzige Haut ausstrecken, den Namen des HERRN, seines Gottes, anrufen und mich heilen würde!

Sind der Abana und der Parpar in Damaskus denn nicht besser als alle Flüsse Israels? Warum kann ich mich nicht in ihnen waschen und geheilt werden?« Und er drehte sich um und ging zornig fort.
2. Könige 5,11–12 NLB

Seine Begleiter aber redeten ihm gut zu. »Herr«, sprachen sie zu ihm, »wenn der Prophet etwas Großes von dir verlangt hätte, hättest du es dann nicht getan? Wie viel eher solltest du ihm gehorchen, wenn er dich nur auffordert: ›Bade dich, damit du wieder gesund wirst!‹«
2. Könige 5,13 NLB

Der General überlegte nochmals und ging zum Fluss Jordan. Als er zum siebten Mal aus dem Wasser auftauchte, war er völlig gesund.

Naaman war Heide und betete andere Götter an, aber Gott sprach durch den Propheten und er gehorchte.

Heute werden viele Muslime auf dieselbe Art und Weise übernatürlich geheilt. Viele bekehren sich erst nach ihrer Wunderheilung, und andere bekehren sich nie.

Es war im Neuen Testament auch ähnlich. Viele erhielten Wunderheilungen von Jesus und nicht alle kehrten von ihren Sünden um.

Jesus klagte über diese Tragödie. Er liebte seine Landsleute von ganzem Herzen. Sein Herz war gebrochen.

Und ihr Bewohner von Kapernaum, ob ihr wohl einst in den Himmel gehoben werdet? Ganz sicher nicht. Ihr werdet vielmehr hinunter ins Reich der Toten geworfen. 

Denn wenn ich die Wunder, die ich bei euch getan habe, in Sodom getan hätte, würde die Stadt heute noch stehen.
Seid versichert: Sodom wird am Tag des Gerichts besser dastehen als ihr!«
Matthäus 11,23–24 NLB

Im Neuen Testament ist Heilung eine Auswirkung der Liebe Gottes, der alle liebt, und kein Lohn für Tugend. Ebenso bekommt man Errettung und ewiges Leben als freie Gabe Gottes.

Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; das unverdiente Geschenk Gottes dagegen ist das ewige Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.
Römer 6,23 NLB

Gott verspricht in Psalm 103, dass er alle deine Schuld vergibt. In demselben Vers in demselben Psalm verspricht er, alle deine Krankheiten zu heilen.

Er vergibt dir alle deine Sünden und heilt alle deine Krankheiten.
Psalm 103,3 NLB

Manche Christen meinen, Wunderheilung wäre nur ein Auftrag der ersten Apostel. Aber diese verfehlte Lehre wird im Neuen Testament klar widersprochen.

Ist einer von euch krank? Dann soll er die Ältesten der Gemeinde holen lassen, damit sie für ihn beten und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.

Ihr Gebet im Glauben an Gott wird den Kranken aus seiner Not herausholen, und der Herr wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden begangen hat, wird Gott ihm vergeben. Jakobus 5,14–15 NLB

Samstag, 27. August 2022

Wunder in meinem Leben

Manche charismatische Prediger betonen Wunder, die sofort und schlagartig erscheinen. Als Jesus vor dem Kreuz in Israel missionierte, heilte er Kranken, erweckte Toten, trieb Dämonen aus, ging auf Wasser und vermehrte Brot und Fische.

Die Apostel haben auch ähnliche Wunder in Jesus Namen durch Gottes Kraft zustande gebracht. 

In den Veranstaltungen von Smith Wigglesworth, Hermann Zaiss, Oral Roberts und Reinhard Bonnke hat man viele ähnlichen Wunder gesehen. Sehr viele sind dadurch zum Glauben gekommen.

Ich kann auch von Wundern Zeugnisse abgeben, wobei ich Monate oder Jahre warten musste, bis ich von Gottes Eingreifen überwältigt wurde.

Nach einer erschreckenden Krebsdiagnose in 2018, musste ich fast zwei Jahre warten, bis in einem MRT Scan kein Tumor erschien.

Als frisch bekehrter Christ ließ ich mich auf eine Kirche ein, deren Leiter fanatisch und sehr autoritär waren.

Ich konnte mit dem Stress nicht umgehen und rastete eines Tages bei einem Treffen mit zwei Pastoren aus. Ich wurde exkommuniziert und verfiel in Verzweiflung und Panik. 

Ich glaubte, ich sei auf dem Weg in die Hölle.

Ich hatte einen kompletten Nervenzusammenbruch und war ein ganzes Jahr lang in einer psychiatrischen Klinik.

Trotz sehr guter Betreuung und starker Medikamente hatte ich nicht selten fürchterliche Panikattacken.

Aber Gott hat mich nie im Stich gelassen. Nach und nach lernte ich, Gott zu vertrauen und mich an seine Gnade zu halten. Ein paar Jahre später hatte ich eine Stelle als Sprachlehrer. Ich unterrichtete Englisch für Flüchtlinge in Australien.

Alles verlief ohne Probleme, bis ich eines Tages mitten im Unterricht vor den Augen meiner Schüler eine unerwartete Panikattacke bekam. Mein Schrecken war auf meinem entstellten Gesicht zu sehen. Ich sah aus wie ein Wahnsinniger.

Die Studenten brachen in hemmungsloses Gelächter aus und begannen, den Klassenraum zu verlassen. 

Es war kein Nervenzusammenbruch, sondern eine Panikattacke, die sofort vorbei war, aber ich befand mich in einer katastrophalen Lage. 

Ich habe mich schnell wieder gefasst.

Ich sagte den Studenten, sie sollten eine kurze Pause machen, und ich ging in den Nebenraum. Ich betete eindringlich um Gottes Hilfe. Sofort kam mir eine gute Idee für die nächste Stunde.

Die Studenten kamen zurück, und alles lief glatt. Es war, als wäre nichts geschehen.

Die folgenden Wochen waren ein glänzender Erfolg. Ich hörte nach diesem peinlichen Drama kein Wort.

Was für ein Wunder!

›Ruf mich, dann will ich dir antworten und will dir gewaltige und unglaubliche Dinge zeigen, von denen du noch nie gehört hast.
Jeremia 33,3 NLB

Donnerstag, 25. August 2022

Meine Zeiten in Gottes Hand

Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Psalm 31,16 LU

Immer wieder lesen wir in der Bibel, dass Gott seine treuen Kinder von ihren Feinden rettet. Aber dann stoßen wir auf einen Widerspruch. 

Jesus wurde am Kreuz hingerichtet. Fast alle die ersten Apostel wurden als Märtyrer ermordet. Nur Johannes starb eines natürlichen Todes.

Paulus wurde in Rom hingerichtet. Daniel wurde vor den hungrigen Löwen in Babylon beschützt, aber viele Christen in Rom wurden von Löwen gefressen.

Paulus wurde schrecklich verfolgt.

Fünfmal habe ich von den Juden die neununddreißig Schläge erhalten

Dreimal wurde ich von den Römern mit Stöcken geschlagen, und einmal hat man mich gesteinigt. Dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einmal trieb ich sogar einen Tag und eine ganze Nacht hilflos auf dem Meer. 2. Korinther 11,24–25 HfA

Sollten wir daraus schließen, dass Paulus nicht von Gott geschützt, gerettet und geheilt wurde?
Im Gegenteil. Ohne Gottes Schutz, Rettung und Heilung hätte Paulus überhaupt nicht überlebt.

Aber Paulus wurde am Ende hingerichtet, oder?

Ich sage dir das, weil ich mit dem Todesurteil rechnen muss und mein Leben nun bald für Gott geopfert wird. 

Doch ich habe den guten Kampf des Glaubens gekämpft; jetzt ist das Ziel erreicht, und ich bin Gott treu geblieben.
Nun hält der Herr für mich auch den Siegespreis bereit: 

Er, der gerechte Richter, wird mir am Tag des Gerichts seine Anerkennung schenken; aber nicht allein mir, sondern allen, die wie ich voller Sehnsucht auf sein Kommen warten. 2. Timotheus 4,6–8 HfA

Manche verstehen, dass wir als Christen leiden müssen, aber sie missverstehen Jesus.

Sie wollen Krankheit als Gnadengabe Gottes geduldig ertragen, aber diese Lehre kommt nicht von Jesus. Niemand, der bei Jesus Heilung suchte, erhielt die Antwort, dass er geduldig leiden sollte. Jesus heilte immer.

Ich habe immer wieder Heilung von Gott erlebt. Ich bin mehrmals von Todesgefahr gerettet worden, aber wenn ich wegen meines Glaubens Ablehnung und Misshandlung leide, muss ich das akzeptieren.

Wenn Gott immer heilt, soll ich erwarten, unsterblich auf der Erde zu bleiben? Unsinn! 

Ich werde eines Tages sterben. Ich freue mich auf Gottes neue Welt im Himmel, aber bete, dass ich nicht vorzeitig sterben werde.

Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Psalm 31,16 LU

Hinter den Angriffen von Feinden und auch Krankheit und Verletzungen steckt Gottes Feind, der Teufel

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben. Johannes 10,10 SLT

Manche Prediger lehren, dass wir Gott für Krankheiten und Verletzungen danken sollen, aber Jesus sagte, wir haben einen Feind, der uns verletzen und zugrunde richten will.

Ich danke Gott nicht für Krebs oder Depression. Ich danke Gott für seine Heilung, und ich habe das erlebt.

Aber ich bete für meine Mitmenschen, die mich missachten, ablehnen oder drangsalieren.

 

Samstag, 2. Juli 2022

Was kann der Mensch ohne Gott leisten?

     „What the mind of man can conceive and believe, it can achieve.“ – Napoleon Hill
    Übersetzung: „Was der Verstand eines Menschen begreifen und glauben kann, kann er erreichen.“ – Napoleon Hill

Viele Menschen in der sogenannten Erfolgsszene richten heute ihr Leben nach diesem Prinzip aus.

Aber funktioniert dieses Prinzip auch in der Realität? 

Für viele stimmt es. Nicht wenige reiche Menschen predigen diesen Glauben, und ihre Erfolge sind unbestreitbar.

Das sehen wir auch in der Bibel.

In 1. Mose 11, haben Männer sich entschlossen, einen großen Turm zu bauen, um sich zu verherrlichen. Sie haben dann ihren Plan ausgeführt.

Und sie sprachen: Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden! 1 Mose 11,4 SLT

Sie hatten ein Ziel und einen Plan, und sie hatten Erfolg, aber sie haben einen großen Fehler gemacht. Wie viele Erfolgsmenschen in unserer Zeit wollten sie sich selbst verherrlichen. Sie wollten ihren Schöpfer nicht verehren, sondern so leben, als ob sie selbst die Schöpfer wären.

Gott hatte Adam und Eva befohlen, fruchtbar zu sein und ihre Nachkommenschaft die ganze Erde zu bewohnen.

Sie wollten den Turm bauen, „damit (sie) ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden!“ (SLT 2000)

Man kann ohne Gott große Leistungen vollbringen, aber diese Leistungen führen nicht zu dauerhafter Erfüllung. 

Warum wollten sie den Turm aufrichten? „Dass wir uns einen Namen machen.“

Wir alle wissen von Nebukadnezar, von Alexander dem Großen, von den römischen Kaisern, aber wer waren diese Leute? Ihr Name ist verschollen.

Jesus sagte seinen Jüngern, dass sie nichts ohne Ihn tun könnten.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Johannes 15,5 SLT

Ein Pastor in Amerika baute eine große Gemeinde auf. Sein Dienst galt als sehr erfolgreich. Dann besuchte er eine Gemeinde, wo der Heilige Geist mächtig am Werk war. Viele haben Buße getan. Viele bekehrten sich. Es gab viele Wunderheilungen.

Ein junges Mädchen in der Kirche ging auf den Pastor zu, legte ihm die Hand auf und betete: "Lieber Gott, nimm den Müll aus seinem Leben!"

Der Pastor erlebte eine starke Heimsuchung vom Heiligen Geist. Er kehrte zu seiner eigenen Gemeinde zurück, ein ganz anderer Mann.

Früher baute er seinen Dienst auf seine eigene starke Persönlichkeit und seine Führungsqualitäten auf. Doch nach seiner Wandlung diente er mit der Liebe und der starken Führung des Heiligen Geistes.

Viele Mitglieder waren unzufrieden und verließen die Gemeinde, aber viele wurden mächtig gesegnet. Die Gemeinde wurde anfangs kleiner, dann aber viel größer.