Donnerstag, 16. September 2021

Wunder in meinem Leben

Ich bin 72 Jahre alt und ich bin seit 47 Jahren Christ.

Ich war oft mit christlichen Gemeinden sehr enttäuscht. Trotzdem ist die Gemeinde Gottes Idee. Wir brauchen Gemeinden, genau wie wir Familien brauchen.

Seit 14 Jahren bin ich in zwei sehr guten Gemeinden involviert. Zwischen 2007 und 2017 war ich in einer außergewöhnlichen Gemeinde.

Da sah ich den Heiligen Geist stark am Werk.

Der Pastor war schon seit vielen Jahren im Dienst. Im Jahr 2000 (oder 2001?) war er beinahe an Krebs gestorben. Sie bereiteten bereits seine Beerdigung vor, aber Gott heilte ihn. 

Er war schon etwa 60 Jahre alt und nach seinem Trauma sehr schwach, aber er war fest entschlossen, Gott weiter zu dienen.

Ich werde nie vergessen, wie er im Gottesdienst sprach.

„Wir müssen uns von dem Heiligen Geist leiten lassen. Wir wissen nicht, wie der Heilige Geist uns jetzt im Gottesdienst leiten will. Wir müssen die Leiterschaft des Gottesdienstes Ihm übergeben.“
Wir haben wunderbare Heilungen gesehen.

Eines Abends sagte der Pastor nach der Predigt: „Wer Heilung braucht, geh links nach vorne. Das Heilungsteam wird da für dich beten. Wer eine ermutigende Weissagung von dem Heiligen Geist hören will, geh rechts nach vorne. Da bekommt man ein Wort vom Heiligen Geist.

Ich ging rechts nach vorne. Ein Mann erklärte mir die Vision, die er sah. Ich stand vor einem Hügel. Oben war ein Baum, ein Tannenbaum oder Kiefer. Hinter dem Hügel sah er den Sonnenaufgang.

Ein paar Monate später hatte ich unsere Flugtickets gekauft. Meine Frau und ich sollten um sechs Uhr morgens in Frankfurt ankommen. Ich sprach mit meiner Frau über unsere Pläne. Wir hatten keine Kontakte in Frankfurt. Was sollten wir in einer Großstadt am 25. Dezember tun? 

Mitten in unserem Gespräch klingelte mein Handy. Eine Frau in Deutschland, die ich nur als Facebook Freundin kannte, wollte wissen, wann wir ankommen würden. Ich erklärte ihr unser Problem. Sie sagte, ihre Schwiegereltern im Taunus Gebirge wohnten.

Etwa 8 Monate später war ich in Frankfurt am Flughafen. Zwanzig Stunden zuvor war ich in meiner Heimatstadt Perth in Australien. Drei Stunden später saßen wir im Flughafen. Eine Deutsche Frau kam auf uns zu, die Schwiegermutter der Facebook Freundin.

Als wir in dem Dorf im Taunus ankamen, war es noch nicht spät am Morgen. Die Sonne ging gerade hinter den Hügeln auf. Die Hügel waren mit Tannenbäumen bewachsen.

Viele Christen sind in religiösen Traditionen festgefahren. Wir befinden uns in einer turbulenten Zeit. Wir brauchen für die mächtigen Werke des Heiligen Geistes offen zu sein.

Denn die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes. Römer 8,14 EÜ 

In den letzten Tagen wird es geschehen, so spricht Gott: Ich werde von meinem Geist ausgießen über alles Fleisch.

Eure Söhne und eure Töchter werden prophetisch reden, eure jungen Männer werden Visionen haben und eure Alten werden Träume haben. Apg 2,17 EÜ

Dienstag, 14. September 2021

Gottes Gegenwart in deinem Alltag

Es gibt Christen, die an biblischen Wahrheiten festhalten, aber sie sind nicht begeistert von geistlichen Erfahrungen oder starken Emotionen.

Es stimmt, dass unsere Gefühle keine zuverlässige Grundlage für unseren Glauben sein können, aber Gott ist Liebe. Ohne starke Gefühle ist die Liebe nur eine abstrakte theologische Idee.

Die Grundlage unseres Glaubens ist die Bibel. Die Heilige Schrift ist von Gott selbst. Wir müssen die klaren theologischen Aussagen in der Bibel als maßgebend verstehen, aber es ist ein großer Fehler, nur auf theologische Aussagen zu fokussieren.

In der Bibel finden wir auch die Erlebnisse von treuen Juden und Christen, die Gott liebten. 

Wie ein Hirsch lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele, o Gott, nach dir! Psalm 42,2 SLT

Diese Erfahrungen sind ebenso wichtig wie theologische Aussagen. Sie gehören zusammen, wie Fleisch und Blut, wie Wahrheit und Liebe, wie Licht und Leben.

Wenn wir versuchen, Gefühle und Erfahrung von Wahrheit zu trennen, gehen wir total schief.

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Galater 5,22 SLT

Das ist eine theologische Aussage. Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung sind nicht Gefühle, sondern Tugenden.

Auch Liebe ist eine Tugend, aber nicht nur eine Tugend. Liebe ohne Gefühle ist nicht Liebe.
Friede ohne Gefühle ist nicht Friede. Freude ohne Gefühle ist nicht Freude.

In Psalm 42 spricht der Psalmist von seiner Sehnsucht für Gottes Gegenwart in den Gottesdiensten in der Stifthütte oder im Tempel. Wo Gott seine Heilige Gegenwart offenbart, erleben wir etwas.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen eine Landkarte und eine schöne fruchtbare Landschaft. Theologische Aussagen sind unsere unentbehrliche Landkarte, aber Gottes unmittelbare Gegenwart ist unser gelobtes Land.

Ich habe wunderbare Segnungen in Gottesdienste erlebt. Hoffentlich du auch, aber wir leben nicht mehr in dem Alten Bund. Im Alten Bund war Gottes spürbare Gegenwart meistens in dem Tempel zu finden, aber 50 Tage nach seinem Tod am Kreuz, hat Jesus uns seinen Heiligen Geist vom Himmel gesandt.

Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.
Johannes 7,38–39 SLT


Es ist wunderbar, wenn du in einem gesegneten Gottesdienst eine neue Erfrischung durch den Heiligen Geist erfährst, aber manchmal ist es noch besser, wenn du Gottes Herrlichkeit in deinem täglichen Leben zu Hause oder bei einem Spaziergang im Park spüren und genießen kannst.

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. Offenbarung 3,20 SLT

Das ist nicht nur eine Einladung für die noch nicht bekehrten, sondern eine Einladung für Christen, eine spürbare Gemeinschaft mit Gott zu genießen, und zwar in deinem alltäglichen Leben.

Montag, 13. September 2021

Brauchst du Weisheit?

 Was ist Blödsinn? Immer wieder dasselbe tun, und ein besseres Resultat zu erwarten.

Du begehst immer wieder dieselbe Sünde. Du liebst Jesus und du hasst diese Sünde, aber du kannst scheinbar dieser Versuchung nicht widerstehen.

Du lernst Bibelverse, du betest, vielleicht fastest du. Du bittest jedes Mal um Vergebung, aber du drehst dich nur im Kreis. Du liest gute christliche Bücher und holst dir weise Ratschläge. Du bleibst am Boden zerstört.

Du hegst Groll gegen jemanden.
Du denkst immer wieder an diese Person und wütende Gedanken überwältigen dich. Jedes mal fühlst du dich schuldig. Du weißt, du musst vergeben.

Du betest um Vergebung für deine Bitterkeit. Du sagst Gott, du willst der Person vergeben. Du betest, dass Gott deinen Widersacher segnen sollst, aber nächste Woche kommt deine Wut wieder hoch und du bittest zum x-ten Mal um Vergebung.

Einst war ich in dieser Klemme verstrickt. Ich war in einer Gemeinde, wo der Pastor sehr begabt war. Er hat vielen Drogensüchtigen geholfen, und er hat vielen verlorenen Menschen geholfen, das ewige Leben mit Jesus zu finden.

Dieser Mann hatte außergewöhnliche Talente und auch wunderbare geistige Gnadengaben, aber er hatte auch seine Schwächen, wie wir alle. Er strebte danach, mehr und mehr zu tun, bis er überfordert war.

Dann wurde er immer mehr zum Kontrollfreak. Er musste immer Recht haben. Er musste alle Entscheidungen selbst treffen. Er mischte sich mehr und mehr in die persönlichen Angelegenheiten der Mitglieder ein.

Am Anfang hat er meiner Familie geholfen, aber dann fing er an, Fehler zu machen und Schaden anzurichten.

Ich verließ die Gemeinde, aber ich blieb trotzdem verletzt. Ich wollte diesem Pastor vergeben, aber ich konnte meinen Groll nicht überwinden.

Immer wieder dachte ich an einer Situation, indem ich den Pastor stark konfrontierte. In meinem aufgeregten Tagestraum gab ich nicht nach. Ich hatte in Wirklichkeit meistens nachgegeben, und ich fühlte mich innerlich wütend, weil ich so schwach war.

Dieses Drama wiederholte sich immer wieder in meiner bildhaften Vorstellung. Jedes Mal fühlte ich mich schuldig und bat Gott um Vergebung. Aber das änderte nichts.

Eines Tages erkannte ich die Nutzlosigkeit dieser wiederholten Beichtgebete. Ich sagte Gott einfach:
„Lieber Gott. Du siehst meine Gedanken. Was denkst du?“

Sofort kam mir ein Gedanke von Gott in den Sinn.

„Du kannst Pastor X nicht vergeben, weil du dich selbst nicht vergeben hast. Du musst dich selbst für deine schwache Unterwerfung vergeben.“

Damit war das Problem gelöst, aber nicht ganz. Eine Zeitlang später kamen die wütenden Gedanken  wieder hoch.
Diesmal wusste ich, wie ich beten sollte.

„Lieber Gott. Du siehst meine Gedanken. Was denkst du?“

Sofort kam mir die Antwort von Gott in den Sinn, aber nicht dieselbe Antwort.

„Du konntest damals dich nicht durchsetzen, weil du schwach und abhängig warst, aber jetzt bist du anders. Du bist jetzt selbstbewusst und viel stärker.“

Bist du irgendwie in deiner Gedankenwelt festgefahren? Versuchst du, dich durch wiederholte Beichtgebete aus dieser Klemme zu befreien, aber vergeblich?

  • Vielleicht geht es um Konflikte in deiner Familie, in deinem Job oder in der Gemeinde.

  • Vielleicht wirst du von unangemessenen sexuellen Gedanken überwältigt.

  • Vielleicht hast du überwältigende finanzielle Probleme.

  • Hast du panische Angst vor er Pandemie oder vielleicht vor Impfstoff?


Egal wo dein Problem liegt, kannst du Gott einfach fragen.

„Lieber Gott. Du siehst meine Gedanken. Was denkst Du?“

Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemandem einen Vorwurf. Jakobus 1,5 EÜ

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.
Jesaja 9,5 SLT


Vor dem Kreuz hatte Jesus immer himmlische Weisheit in jeder Situation mitgeteilt. Er hat uns seinen Heiligen Geist gegeben. Wir können jetzt Gottes Gedanken empfangen.

Samstag, 11. September 2021

Wie kam dieser verzweifelte Versager zu Jesus?

Als ein anderer Kunde den Eingang des Ladens blockierte, schlug Kheylam mit den Fäusten zu. Sein Gegner fiel zurück, aber dann rastete er aus. Er griff Kheylam mit einer gebrochenen Flasche wild an.

Solche wilden Kämpfe waren für Kheylam normal, aber diesmal war das scheinbar das Ende der Fahnenstange. Sein wütender Feind zerriss die Schlagader in seinem Arm.

Als er in einem Rettungswagen unterwegs zur Klinik war, hörte er die Stimme eines Krankenpflegers.
„Kheylam. Du brauchst jetzt Jesus Christus.“
Aber Kheylam hatte keinen Bock auf Gott.

Kurz danach war er in einem entsetzlichen Ort. Als er nach unten schaute, sah er unzählige Menschen, die in den Flammen der Hölle gequält wurden.

Er erkannte manche verstorbenen Bekannten. Er wurde von Panik ergriffen. Hier war keine Hoffnung. Er erkannte, dass er ein sehr böser Mensch war. Er hatte dieses Schicksal verdient.

Er schrie verzweifelt um Hilfe.
Dann wachte er im Krankenhaus auf.

Er war 26 Minuten klinisch tot und wurde sechsmal mit dem Defibrillator geschockt.
Den Ärzten in der Klinik war es nach einem langen Kampf gelungen, ihn wiederzubeleben.

Dennoch konnte er keine Freude an seinem neuen Leben finden. Jede Minute war eine Qual. Er konnte an nichts anderes denken als an die Hölle. Er wusste, dass das sein Schicksal war. 

Anstatt seine Lebensweise zu ändern, versuchte er, sich mit Drogen und Alkohol zu betäuben, aber er konnte die Höllenqualen nicht aus seinen Gedanken loswerden.

Von klein auf wurde er von seinem alkoholischen Vater brutal drangsaliert. Er war nur mit Grausamkeit vertraut.

Als er in der Hölle war, blickte er auf sein erbärmliches Leben zurück und konnte weder Liebe noch Freude finden, nur Elend.

Aber er hatte vielleicht etwas vergessen. Vielleicht war es zu traumatisch, daran zu denken. 

Eine freundliche Nachbarin hatte ihm ein Babylamm geschenkt. Das Lamm war sein einziger Trost, sein einziger Freund. Das Lamm liebt ihn und er liebte sein Lamm.

Mit zehn Jahren kam er nach der Schule und suchte sein Lamm. Sein besoffener Vater hatte sein Lamm wütend geschlachtet.
Dann ging das Licht in Kheylams Leben aus.

Mit zwölf Jahren konnte er das Mobbing zu Hause nicht mehr ertragen. Er lief von zu Hause weg, aber sein Leben wurde nicht besser. Seine vielen Jahren im Internat und Gefängnis waren grausam und elend.

Er heiratete, aber als Ehemann und Vater wurde er wie sein eigener Vater.

Sein Leben konnte scheinbar nicht schlimmer werden, aber nach seiner kurzen Zeit in der Hölle war es doch viel schlimmer.

Als er drei Monate später nach Hause kam, erfuhr er etwas ganz neues. 

Seine Frau strahlte vor Freude und begrüßte ihn mit zärtlicher Liebe.
Sie erzählte, wie sie jetzt an Jesus glaubte. Sie war ganz anders.

Als seine Frau ihn bat, mit ihr zum Gottesdienst zu gehen, war er endlich bereit, obwohl er immer noch nicht glaubte.

Die Predigt war für Kheylam bedeutungslos, aber dann sagte der Prediger etwas, das sein Herz  erschütterte.

Am Tag darauf sah er Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!
Johannes 1,29 EÜ


In dem Augenblick, als der Pfarrer das Wort „Lamm” aussprach, war ich wie hypnotisiert. Nichts, was er bis zu diesem Moment gesagt hatte, war auch nur von geringster Bedeutung für mich, aber mit diesem Wort hatte er meine volle Aufmerksamkeit. Es erinnerte mich an meine Kindheit, als ich zehn Jahre alt war.

Toscani, Gabriel. Und dann war Licht: 35 Menschen, die alle klinisch tot waren, erzählen, was sie "auf der anderen Seite" gesehen und erlebt haben. Einige waren im Paradies, andere in der Hölle. (German Edition) . Kindle Edition.


Kheylam ging nach vorne und schüttete sein gebrochenes Herz im Gebet aus.

Der Geist Gottes griff tief in seiner Seele ein. Er wurde komplett verwandelt. Von jenem Tag war er ein ganz anderer Mensch, ohne Hass, ohne Bitterkeit, nicht mehr der grausame Ehemann und Vater.


Freitag, 10. September 2021

Jesus will dich von Sucht und Sünde retten

 Es gibt einen großen Unterschied zwischen einem Menschen, der mutwillig und gewissenlos böse Wege geht, und einem Menschen, der sich von der Sünde übereilt und überwältigt wird.

Brüder und Schwestern, wenn sich einer von euch zu einer Verfehlung hinreißen lässt, sollt ihr, die ihr von Gottes Geist geleitet werdet, ihn liebevoll wieder zurechtbringen. Seht aber zu, dass ihr dabei nicht selbst zu Fall kommt. Galater 6,1 HfA

Ein junger Mann hält sich für einen wiedergeborenen Christen. Er liest mit Vorliebe Bücher über den Glauben. Er spricht mit Begeisterung über Mission und wunderbare Zeugnisse. Er ist ein Jesus Fan

Zur gleichen Zeit hat er eine hübsche Freundin. Sie arbeitet in einem Bordell und will als Prostituierte weiter arbeiten. Sie hat keine Neigung, ein anderes Leben zu suchen.

Dieser junge religiöse Mann hat scheinbar keine Gewissensbisse. Er will sein sexuelles Abenteuer weiter genießen und zugleich ein Jesus Fan bleiben.

Ist dieser Mann auf dem Weg, der zu Gottes Himmel führt? Was sagt Jesus?

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Matthäus 7,21 SLT

Sollen wir diesem Mann mit sanftmütiger Seelsorge helfen? Vielleicht braucht er, Gottes Urteil zu fürchten.

Dann gibt es ganz andere Situationen, indem echte Jünger des Herrn von Versuchungen überwältigt werden.

Petrus sagte Jesus, er sei bereit, für seinen Herrn zu sterben.

Jesus sagte zu ihm: Amen, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Matthäus 26,34 EÜ

Jesus hat Petrus nicht geschimpft, sondern mit Liebe und Gnade barmherzig zurechtgewiesen.

Ich kenne einen Pastor, der von seinen Verantwortungen und finanziellen Problemen überwältigt wurde. Er liebte Jesus vom ganzen Herzen, aber er war so überfordert, dass sein Glaube nicht mehr ausreichte.

Er versuchte seine Schulden zu bezahlen, indem er mit Pokerautomaten riskant spielte. Er verlor nicht nur sein eigenes Geld, sondern Geld, das zu der Gemeinde gehörte. 

Als er seine Sünde offen bekannte, wurde er so tief gedemütigt, dass er von seinem Amt als Pastor zurücktreten musste.

Petrus war nicht verdammt, als er vor dem Kreuz versagte, und ich glaube auch nicht, dass dieser Pastor und seine Frau verdammt wurden. Sie kehrten um und sind bis heute treue Diener des Herrn.

Ich kenne auch Christen, die nach unerträglichem Missbrauch und Mobbing schiefgehen. Manche mit Glücksspielsucht, andere mit Porno oder sexuellen Ausschweifungen, andere mit Alkohol oder anderen Drogen.

Gott versteht dein Trauma. Du hasst deine Sünde und Jesus hasst diese Sünde auch. Er schaut nicht auf dich herab. Er will dein gebrochenes Herz heilen. Er will dich von deiner Sucht und Sünde befreien.


Er heilt die gebrochenen Herzen und verbindet ihre schmerzenden Wunden. EIN Psalm 147,3





Donnerstag, 9. September 2021

Sind alle Sünden gleich böse?

Eine katholische Freundin von mir erzählte mir einmal, dass ihr Mann eine Affäre mit einer anderen Frau hatte. Er ging jede Woche zur Beichte, beichtete seine Sünde, ging zur Kommunion und tat dann das Gleiche wieder. 

Nicht nur Katholiken verspotten Gottes Gnade auf diese Weise.

Errettung ohne Umkehr gibt es nicht, aber wird man nicht errettet, bis man ein völlig tugendhaftes Leben aufweisen kann?

Manche Christen behaupten, dass alle Sünden gleich böse sind. Wenn ein Mann das Bordell nicht mehr besucht, aber er raucht immer noch Zigaretten, dann kann er nicht als Christ anerkannt werden. Aber stimmt das?

Nur vollkommene Heiligkeit kann dem Gericht Gottes entgehen. Deshalb hat Vater Gott seinen Sohn am Kreuz geopfert, um unsere Strafe auf sich zu nehmen.

Aber wenn uns alle Sünden, ob groß oder klein, vergeben werden, müssen wir dann gleich alles aufgeben, was nicht heilig ist? Für manche Christen ist diese Idee selbstverständlich, aber wie urteilt Gott?

Sind in Gottes Augen alle Sünden gleich böse?

Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so soll er bitten, und Er wird ihm Leben geben, solchen, die nicht zum Tode sündigen. 

Es gibt Sünde zum Tode; dass man für eine solche bitten soll, sage ich nicht. 

Jede Ungerechtigkeit ist Sünde; aber es gibt Sünde nicht zum Tode. 1. Johannes 5,16–17 SLT

Welche Sünden sind so teuflisch, dass Fürbitte nutzlos ist?

Gott erklärt nicht alles in der Bibel. Deshalb brauchen wir eine gegenseitige Kommunikation mit dem Heiligen Geist durch Gebet. Wir brauchen ein hörendes Herz. Manche Christen behaupten, alle Probleme können nur mit biblischer Lehren aufgeklärt werden, aber dem ist nicht so.

Aber eins ist in diesem Bibeltext total klar. 

Manche Sünden sind in Gottes Augen viel schlimmer als andere. Schon im Alten Testament  musste man wegen mancher Sünden den Täter hinrichten, aber viele Sünden würde Gott ohne Strafe vergeben.

Ein Christ, der Prostituierte besucht, ist auf dem Weg in die Hölle, aber meiner Meinung nach wird Gott wird niemanden für das Rauchen von Zigaretten verurteilen.

Gott wird auch gravierende Sünden vergeben, wie bei David, aber nicht ohne Umkehr.

Eine junge Frau hatte christliche Eltern, aber sie hatte das christliche Leben nicht gewählt. Als Teenager war sie eine Party Girl. Als ihr Vater am Sterben war, besucht sie ihre Eltern, um Abschied zu nehmen.

Als er starb, wurde er plötzlich übernatürlich belebt. Er saß aufrecht und strahlte mit der Herrlichkeit Gottes. Seine Tochter bekehrte sich auf der Stelle. Von diesem Tag liebte sie Jesus vom ganzen Herzen.

Sie saß oft in dem Garten, rauchte eine Zigarette und führte liebevolle Gespräche mit Jesus. Sie hatte keine sichtbare Heimsuchung erlebt und sie vernahm keine hörbare Stimme, aber ihr Geist war hellwach, und sie vernahm Gottes liebevolle Gedanken von Jesus.

Eines Tages vernahm sie die Stimme von Jesus in ihrem Herzen: „Du brauchst diese Zigaretten nicht mehr.“ Mit Gottes Gnade hat sie ohne schmerzhafte Schwierigkeit die Zigaretten aufgegeben.

Jesus ist heilig aber auch sanftmütig und liebevoll.

Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. 

Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und »ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen«; Matthäus 11,28–29 ELB

Mittwoch, 8. September 2021

Gnade ohne Umkehr?

Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird! Hebräer 12,14 SLT

Wenn dieser Text keine Gottesfurcht in dir weckt, dann stimmt etwas nicht mit deinem Glauben.

Wenn du zum Beispiel in Pornosucht verstrickt bist, solltest du dann erwarten, dass du in den Himmel kommst?

Es ist gut, die Wahrheit Gottes zu verkünden, aber wenn du immer wieder Andersdenkenden aggressiv kleinkriegst, sehen die Außenseiter die Liebe Gottes in dir? Wird dein religiöser Stolz dir die Tür zum Himmel öffnen?

Wenn wir nur durch ein heiliges Leben gerettet werden, müssen wir gottgefällig leben. 

Was soll das bedeuten? Können wir das Ewige Leben verdienen?

Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft – Gott hat es geschenkt,
nicht aus Werken, damit keiner sich rühmen kann.
Epheser 2,8–9 EÜ


Wir sind aus Gottes Gnade von der Verdammnis gerettet, aber wir müssen nie vergessen, dass wir nicht nur von Gottes Strafe gerettet sind, sondern von der Sünde, von dem alten unheiligen Leben.

Was sollen wir nun sagen? Sollen wir an der Sünde festhalten, damit die Gnade umso mächtiger werde?
Keineswegs! Wie können wir, die wir für die Sünde tot sind, noch in ihr leben?
Römer 6,1–2 EÜ


Gott schenkt uns Gnade, als Jünger Jesus zu leben, nicht als Sünder, die Gottes Vergebung leichtfertig und bedingungslos erwarten.

Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger,
und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!
Johannes 8,31–32 SLT


Ich las eine Geschichte von einer Prostituierte, die einen Gottesdienst besuchte. Sie besuchte immer wieder den Gottesdienst, und sie kam zum Glauben. 

Ihr Denken und Charakter änderten sich Stück für Stück. Dann fing sie an den Zehnten zu geben. Eine Zeitlang danach, verließ sie ihre Arbeit im Bordell und fing an, ein ganz neues Leben zu führen.

Diese Bekehrung war ein Prozess. Wann wurde sie von Jesus als ein Kind Gottes angenommen? Das weiß nur Gott. Wir müssen kein vorschnelles Urteil fällen, aber eines wissen wir: Wäre sie im Bordell geblieben, wäre sie nie in den Himmel gekommen.

Es gibt aber viele Christen, die nie unanständige Sünder waren, wie diese Prostituierte, aber sie waren trotzdem ins Geheim Porno-süchtig, oder grausame Ehemänner, oder habgierige Geschäftsleute.

Wenn sie nicht umkehren, sollen sie Gottes Segen und Errettung erwarten?

Was sagte Jesus?

Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes
und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
Markus 1,14–15 EÜ

Dienstag, 7. September 2021

Wenn alles schiefgeht ...

 Du warst arbeitslos und du hast für Arbeit gebetet. Dann hast du einen Job bekommen.

Voller Hoffnung hast du fleißig gearbeitet, aber dann ist alles schiefgegangen. Du hast dein Bestes gegeben, aber du hast Fehler gemacht. Dein Chef hat dich missverstanden und drangsaliert.

Hat Gott dich im Stich gelassen?

Du hast einen guten christlichen Ehemann gefunden. Du warst als Ehefrau zufrieden, aber dein Mann hat dich betrogen.

Du bist am Boden zerstört. Du schreist: "Wo bist du, Gott?"

Daniel war ein sehr gebildeter und aufrechter Jugendlicher aus einer angesehenen jüdischen Familie. Er stammte aus dem Königshaus Davids. Er erwartete vielleicht eine glänzende Zukunft, aber Jerusalem wurde von Babylon erobert und er wurde verschleppt und versklavt.

Hatte Gott ihn im Stich gelassen? Er hatte einen langen und harten Weg vor sich, aber er blieb treu und Gott beförderte ihn. Er wurde der Kanzler des babylonischen Reiches.

Egal, wie tief du sinkst, Gott bleibt bei dir. Bitte gib niemals auf.

Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du ins Feuer gehst, wirst du nicht brennen, und die Flamme wird dich nicht versengen.
Jesaja 43,1–2 LU


Als ich mich zu Jesus bekehrte, war meine erste Kirche eine gefährliche Sekte, aber das wusste ich nicht. 

Ich wurde exkommuniziert und war dann ein ganzes Jahr lang in einer psychiatrischen Klinik.   Mein Leben lag in Trümmern. Das ist jetzt 46 Jahre her.

Aber Gott hatte gute Pläne für mein Leben, aber wie der junge Daniel hatte ich einen harten Weg vor mir. 

Ich bin jetzt 72 und habe viele harten Proben durchstehen müssen. Ich habe Wunderheilungen von Gott bekommen, von Depression und dann in späten Jahren von Krebs.

Ich arbeitete 40 Jahre lang als Sprachlehrer und jetzt bin ich mit einer wunderbaren christlichen Frau in Ruhestand. Gott ist treu.

Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. Jesaja 41,10 LU

Montag, 6. September 2021

Was ist dein Fundament?

Gott ist unser Schöpfer. Er hat einen Bauplan für dein Leben. Dein Leben ist Gottes Baustelle, aber du bist kein passives Instrument in Gottes Händen. Gott wird dein Leben nicht ohne deine aktive Beteiligung bauen.

Wir müssen unser Leben mit der Führung des Heiligen Geistes gestalten.

Denn die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes. Römer 8,14 EÜ

Die Führung durch den Heiligen Geist basiert immer auf Jesus und seinen Lehren.

Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Matthäus 7,24 EÜ

Jesus warnte uns auch vor turbulenten Zeiten und schweren Prüfungen, die unser Leben bedrohen würden, dass unser Leben wie ein Haus in einem schrecklichen Sturm erschüttert werden würde.

Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Matthäus 7,25 EÜ

Jesus lehrte, dass wir unseren Nächsten lieben müssen. 

Als Christen müssen wir alle Christen lieben, auch wenn sie ganz unterschiedliche politische oder theologische Überzeugungen haben, auch in Kriegszeiten, wo manche Christen Soldaten auf der anderen Seite sind.

In den letzten 120 Jahren hat der Teufel allerlei Konflikte entfacht, um Misstrauen und Hass zwischen Christen anzustiften.

Schon im Ersten Weltkrieg waren viele Christen auf beiden Seiten beteiligt. Die Hasspropaganda auf beiden Seiten war furchtbar teuflisch. Auch Christen wurden davon beeinflusst und seelisch vergiftet.

In Irland haben wir seit hundert Jahren schrecklichen Hass zwischen Katholiken und Protestanten gesehen. Nicht alle, die sich als Christen bezeichnen, gehören zu Jesus, aber selbst gottesfürchtige Christen werden oft in solchen Situationen hin- und hergerissen.

In Amerika wurde Martin Luther King von vielen Christen als Held des Glaubens bewundert, aber viele konservative weiße Christen haben ihn verworfen. Werden all diese weißen Rassisten in der Hölle landen? Das glaube ich nicht. Gottes Gnade ist unermesslich, aber dieser Konflikt hat schrecklichen Schaden angerichtet. 

In letzter Zeit haben wir in den USA einen erbitterten politischen Kampf zwischen Konservativen, die auf der Seite von Donald Trump stehen, und anderen Christen, die gegen Trump waren, erlebt. Viele aufrichtige Christen sind auf beiden Seiten. Christliche Bruderliebe ist oft schwer zu finden.

In Großbritannien tobt immer noch ein politischer Kampf wegen Brexit. Lebenslange Freundschaften sind wegen politischer Meinungsunterschiede zusammengebrochen. Es gibt viele Christen auf beiden Seiten.

Jetzt hört man mehrmals täglich von Coronavirus, Covid, Pandemie, Impfstoff, Lockdown und Quarantäne. Es gibt viele Christen, die Lockdowns und Impfung für vernünftig und notwendig halten. Es gibt andere Christen, die Lockdowns, Teste und Impfstoff für teuflisch halten.

Was ist dir wichtiger, deine politische Überzeugung oder deine Liebe und Respekt für alle Christen?

Wenn du mit einem Christen sprichst, dessen Überzeugungen ganz anders sind, siehst du deinen Gesprächspartner als Widersacher und Feind, oder als Bruder (bzw Schwester), der anders denkt?

Wenn du Nachrichten liest, und du denkst an Verschwörungen, die vom Antichrist kommen könnten, fokussierst du auf den Antichristen oder auf die Verheißung Gottes, dass Jesus zurückkommt?
 

Samstag, 4. September 2021

Niemand Liebt wie Jesus

In der Bibel sehen wir, wie einige sehr streng religiösen Juden darauf bedacht waren, alle Gebote Gottes zu befolgen.

Es ist merkwürdig, dass Jesus grausam verfolgt wurde und seine verbissensten Gegner streng religiöse Männer waren.

Jesus stimmte in gewisser Weise mit diesen religiösen Männern überein, dass wir alle Gottes Gebote befolgen müssen.

Aber Jesus hatte eine ganz andere Auffassung von Gottes Geboten. Für die streng religiösen Menschen konnte man die Sünde ganz vermeiden, wenn man immer eine Liste von Regeln befolgte.

Jesus lehrte, dass man mit dieser Sichtweise keineswegs sündlos sein könnte.

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit!

Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde!
Matthäus 23,25–26 SLT


Jesus lehrte, die Wurzel der Sünde sei nicht in äußeren Handlungen, sondern in unserer Seele oder in unserem Herzen.

Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen.

Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen.

Das ist’s, was den Menschen verunreinigt! Aber mit ungewaschenen Händen essen, das verunreinigt den Menschen nicht.
Matthäus 15,18–20 SLT

Wenn du nicht nur immer nur die Wahrheit sprichst und nie lügst, wenn du immer Gottes Wahrheit verkündest, und immer nur mit Weisheit, Liebe und Mitgefühl, dann bist du gerecht.

Aber wer von seiner eigenen Tugend prahlt und andere Christen kritisch und ohne Mitgefühl kritisiert, dann entlarvt er sich als selbstgerechten Sünder.

Nur Jesus war ohne Sünde und sonst niemand. Er ist unser Vorbild.

Und als er hinausging, sah er eine große Volksmenge, und er wurde innerlich bewegt über sie und heilte ihre Schwachen.
Mt 14,14  ELB


Wie sollen wir das tiefe Mitgefühl von Jesus verstehen? Im griechischen Urtext ist das Wort ``splagchnisthḗsomai´´.

Was bedeutet das?

Das Leiden der Kranken erregte so ein Mitgefühl in Jesus, dass ihm der Magen umdrehte.

Wenn wir verstehen wollen, was Gottes Gerechtigkeit bedeutet, sollten wir erkennen, dass Gottes Liebe unseren Charakter bestimmen und prägen muss.

Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.
1. Johannes 4,8 LU

Wenn du denkst, du hast keine Sünde, musst du dich fragen, ob du wie Jesus liebst.


Und als er hinausging, sah er eine große Volksmenge, und er wurde innerlich bewegt über sie und heilte ihre Schwachen. Mt 14,14  ELB

Wie sollen wir das tiefe Mitgefühl von Jesus verstehen? Im griechischen Urtext ist das Wort ``splagchnisthḗsomai´´.

Was bedeutet das?

Das Leiden der Kranken erregte so ein Mitgefühl in Jesus, dass ihm der Magen umdrehte.

Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein,
und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« .

Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« . Es ist kein anderes Gebot größer als diese.
Markus 12,29–31 LU


Kein Mensch liebt wie Jesus. Deshalb brauchen wir alle täglich Gottes Gnade und Vergebung.

Freitag, 3. September 2021

Gottes Liebe Empfangen

Wem viel vergeben wird, wird viel lieben.

Jesus war zu Gast bei einem sehr religiösen Pharisäer. Eine berüchtigte sündhafte Frau kam uneingeladen herein und betete Jesus an.

… und sie trat hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen; und sie trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, küsste seine Füße und salbte sie mit der Salbe. Lukas 7,38 SLT

Der religiöse Gastgeber war entsetzt, dass Jesus einer solchen Frau zulassen würde, ihn zu berühren.

Aber Jesus erklärte, dass diese Frau ihn wirklich und zutiefst liebte und dass ihr deshalb ihre vielen Sünden vergeben wurden.

Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben worden, darum hat sie viel Liebe erwiesen; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Lukas 7,47 SLT

Vielleicht glaubst du irgendwie an Jesus, aber du spürst keine tiefe zärtliche Liebe für Gott und für deine Mitmenschen.

Wie kannst du dann Gott mit deinem ganzen Herzen lieben und andere lieben wie du dich selbst liebst?

  • Sollst du über deine Sünden und deine Unwürdigkeit nachsinnen, damit du verstehst, wie deine vielen Sünden von Jesus vergeben worden sind?

  • Sollst du täglich eine Liste deiner Sünden bekennen und jeden Tag Buße tun?

Das funktioniert keineswegs. Warum nicht? Weil du auf dich selbst fokussierst, anstatt auf die Liebe Gottes.

Die Frau in dieser Geschichte war ihrer Unwürdigkeit peinlich bewusst, aber sie dachte nicht an sich selbst, sondern an die Liebe und Gnade, die sie in Jesus erkannte.

Selbstablehnung, Selbstverurteilung und Selbsthass sind völlig nutzlos.

Was sagte Jesus?


Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!

Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
Mt 11,28–30 SLT

Donnerstag, 2. September 2021

Gottes Weisheit in der Krise Suchen

… und die Sterne des Himmels werden herabfallen und die Kräfte im Himmel erschüttert werden.
Und dann wird man den Sohn des Menschen in den Wolken kommen sehen mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Markus 13,25–26 SLT


Verstehst du diese Vorhersage von Jesus, dass die Sterne des Himmels herabfallen werden? Ich auch nicht, aber wenn wir nur an das glauben, was für uns verständlich ist, dann glauben wir nicht mehr an Gott, dessen Weisheit viel höher ist als unser begrenzter Verstand.

Jesus sagt, dass er leibhaftig und sichtbar vom Himmel zurückkehren wird. Wenn wir das nicht glauben wollen, weil es zu seltsam erscheint, beschränken wir uns auf unseren kleinen menschlichen Verstand.

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; 

sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Jesaja 55,8–9 SLT

In dieser Krisenzeit wollen viele Christen an wohlbekannten herkömmlichen Bibellehren festhalten. 

Wir müssen unseren biblischen Glauben keineswegs wegwerfen, aber wenn unsere herkömmliche Theologie die aktuellen Begebenheiten nur mangelhaft erklären, müssen wir von neuem Gottes Weisheit in der Bibel suchen.

Das wird nicht helfen, wenn wir in der Bibel nur Bestätigung für unsere bevorzugten Verschwörungstheorien suchen, oder wenn wir nur mit unserem menschlichen Verstand studieren. 

Nur der Heilige Geist kann in verwirrenden Zeiten der zuverlässige Wegweiser sein.

Wird Jesus wiederkommen? Er hat das mehrmals versprochen. Aber verstehst du wie, wo und wann er erscheinen wird?

Wir müssen Weisheit von Gott suchen und in unserer Unsicherheit Gott selbst vertrauen. 

Mittwoch, 1. September 2021

DIe Zukunft der Jüdischen Nation

Die Juden bleiben trotz allem, Gottes auserwähltes Volk.

Was soll das bedeuten, das Gott zwei Völker hat, die Juden und die Christen?
Was sagt Jesus?

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.
Johannes 3,16–18 SLT

Jesus starb am Kreuz, um allen Menschen zu vergeben und ihnen das ewige Leben zu schenken. Aber dieses Geschenk ist nicht bedingungslos. Jeder muss an Jesus glauben und bereit sein, sich auf ein neues Leben mit Gott einzulassen.

Es reicht nicht aus, die biblischen Lehren zu bejahen. Es reicht auch nicht aus, sich um ein tugendhaftes Leben zu bemühen.

Du und ich sind eingeladen, eine übernatürliche persönliche Beziehung mit dem ewigen Sohn Gottes zu erleben.

Wir sind eingeladen, durch seinen Heiligen Geist in der Gemeinschaft mit Gott selbst innerlich verwandelt zu werden.

Es macht keinen Unterschied, ob du jüdischer oder nicht jüdischer Herkunft bist. Es geht nur darum, Gott durch seinen Sohn zu vertrauen, der auch der verheißene Messias der Juden ist.

Manche fragen dann, ob die Juden als Volk immer noch eine Rolle in Gottes Plan haben. 

Die meisten Juden in Israel heute glauben nicht an Jesus als den Messias. Laut Jesus dürfen sie keine himmlische Heimat ohne Glauben an Gottes Sohn erwarten.

  • Sollen wir die moderne jüdische Nation als Gottes Werk und Gottes Nation immer noch erkennen?

  • Hat Gott selbst die jüdische Nation in Israel in unserer Zeit wiederhergestellt? Und warum?

  • Hat diese jüdische Nation eine Rolle in biblischer Prophetie?


In Offenbarung finden wir eine rätselhafte Prophetie, die noch nicht erfüllt worden ist.

Offenbarung 7,3–8 SLT
und er (ein mächtiger Engel) sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben!
Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: 144 000 Versiegelte, aus allen Stämmen der Kinder Israels.
Aus dem Stamm Juda 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Ruben 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Gad 12 000 Versiegelte;
aus dem Stamm Asser 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Naphtali 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Manasse 12 000 Versiegelte;
aus dem Stamm Simeon 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Levi 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Issaschar 12 000 Versiegelte;
aus dem Stamm Sebulon 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Joseph 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Benjamin 12 000 Versiegelte.

Was lernen wir von diesem Text bezüglich Gottes Plan für die Juden in der Zukunft? Das ist rätselhaft. 

Viele Bibellehrer erklären gerne ein einfaches theologisches System. Bibeltexte, die nicht in dieses System passen, werden ignoriert oder oberflächlich wegerklärt.

Wir werden viele prophetische Bibelstellen in diesem Leben nicht genau verstehen, bis sie sich erfüllen, aber wir dürfen sie deshalb nicht leichtfertig über Bord werfen.

Paulus lehrte, dass die Zeit kommen wird, indem eine ganze jüdische Nation Jesus von Jesus sichtbar heimgesucht wird und alle die Juden, die Jesus dann sehen, werden umkehren, glauben und erlöst werden.

und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden, Römer 11,26 SLT

Hier ist nicht nur von Israel die Rede, sondern von der Nachkommenschaft Jakobs, das heißt, die Juden. 

Spricht hier Paulus von allen den Juden, die in allen Generationen sich zu Jesus bekehrten? 

Nein.

Wer hat je so etwas gehört? Wer hat etwas derartiges gesehen? Wurde je ein Land an einem Tag zur Welt gebracht? Ist je ein Volk auf einmal geboren worden? Denn Zion hat Wehen bekommen und zugleich ihre Kinder geboren. Jesaja 66,8 SLT

In Jesaja und in anderen prophetischen Schriften im Alten Testament sehen wir viele Bibeltexte, die von einer künftigen jüdischen Nation in Israel erzählen, wo der Messias Israel und die ganze Welt regieren wird.

Es gibt Theologen, die diese Passagen als symbolisch verstehen, die lehren, Gott spricht von der Kirche. 

Ich sehe keinen Grund, diese Prophetien nicht buchstäblich zu verstehen. Das heißt, klare Prophetien von einer künftigen jüdischen Nation nach der Wiederkunft des Messias.

Diesbezüglich haben Luther und Calvin die christliche Welt fehlgeleitet.
 

Montag, 30. August 2021

Endzeit Mission

Vor etwa 30 Jahren marschierten die Amerikaner in den Irak ein. Der amerikanische Präsident sprach von einer neuen Weltordnung. 

Die Macht der Sowjetunion war keine Bedrohung mehr. Ein demokratisches Amerika könnte dann eine neue globale Zivilisation einleiten.

Haben wir die Erfüllung dieses Traums gesehen?

China tauchte als Wirtschaftsmacht auf. Das war angeblich kein Problem.

Aber Macht korrumpiert und absolute Macht korrumpiert absolut. 

Das Problem war nie nur Russland oder China. Das Problem war immer die Verdorbenheit der menschlichen Natur. Habgier, Machtgier, Stolz, Grausamkeit, Lug und Trug.

Wer kann die Welt retten?

  • Ein mächtiges Amerika? Wirklich?

  • Die Vereinten Nationen?

  • Die Menschheit ist so weit heruntergekommen. Wir sind beschmutzt. Können wir uns mit schmutzigem Wasser sauber waschen?


Man kann kein gutes Auto bauen, wenn man nur kaputte Teile hat.

Dann besuchst du vielleicht einen Gottesdienst. Du hörst eine fromme Zusicherung.
Trotz aller Katastrophen bleibt Gott immer noch in Kontrolle. Darum machen wir keine Sorgen.

Jesus kommt sicher bald zurück. Sonst ist alles kaputt und verloren.

Ich glaube das auch. Die Grünen warnen, dass unser Planet am Sterben ist. Vielleicht haben sie recht.
Zig Millionen Bienen sterben. Wenn die Bienen aussterben, werden wir hungern.

In der Bibel lesen wir von Schrecken in der Endzeit, von Naturkatastrophen, von Kriegen, die immer schlimmer werden, von zunehmendem Grausamkeit und unbeherrschter Gewalt.

Viele Bibeltreuen Christen erwarten nur Finsternis und Verfall, bis Jesus zurückkommt, aber ist das alles?

Im Gottesdienst hörst du dann vielleicht dann wieder: Gott ist in Kontrolle.

Aber haben wir dann keine Rolle zu spielen? Doch.

So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.
Matthäus 28,19–20 SLT


Die ersten Apostel gehorchten.

  • Jesus hatte ihnen befohlen, von Sünde und Unglauben umzukehren. Die Apostel gehorchten und lehrten die neu bekehrten Christen, heilig zu leben.

  • Jesus hatte ihnen befohlen, die Kranken zu heilen. Sie heilten die Kranken und die ersten Christen haben das Gleiche gemacht.

  • Paulus, der erst später zum Glauben kam, heilte die Kranken und erweckte die Toten.

  • Paulus lehrte auch die neuen Christen das Gleiche zu tun.

  • Paulus lehrte, dass übernatürliche Geistesgaben in dem christlichen Leben eine sehr wichtige Rolle spielen sollen.


Wieder anderen schenkt Gott durch seinen Geist unerschütterliche Glaubenskraft oder unterschiedliche Gaben, um Kranke zu heilen.

Manchen ist es gegeben, Wunder zu wirken. Einige sprechen in Gottes Auftrag prophetisch; andere sind fähig zu unterscheiden, was vom Geist Gottes kommt und was nicht. 

Einige reden in unbekannten Sprachen, und manche schließlich können das Gesagte für die Gemeinde übersetzen. 1. Korinther 12,9–10 HfA

Jesus hatte den Aposteln befohlen, mit Zeichen und Wundern und übernatürlicher Kraft zu missionieren, und das haben sie getan.

Aber wann war diese Aufgabe erledigt? Als die Apostel starben, oder als das Neue Testament fertiggestellt wurde? Manche lehren das.

So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.
Matthäus 28,19–20 SLT


Haben wir bis jetzt alle Völker zu Jüngern gemacht? Sicher noch nicht. Dann müssen die Befehle von Jesus immer noch unverändert gültig bleiben. 

Wir müssen alles umsetzen, was Jesus seinen ersten Aposteln befohlen hatte.

Geht aber hin, verkündigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! 

Heilt Kranke, reinigt Aussätzige, weckt Tote auf, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es! Matthäus 10,7–8 SLT

Samstag, 28. August 2021

Gott sucht Gemeinschaft mit Dir

 Als es am Abend kühl wurde, hörten sie Gott, den HERRN, im Garten umhergehen. Da versteckten sie sich zwischen den Bäumen. 1. Mose 3,8 NLB

Adam und Eva hatten den Lügen des Widersachers geglaubt und Gott verraten. Sie schämten sich und hatten Angst vor Gott, aber sie glaubten immer noch an Gott.

Wir sind alle in derselben Lage, egal ob wir an Gott glauben oder nicht. Wir verstecken uns und betrachten Gott wie von Ferne.

 Wir können uns von Gott so weit entfernen, dass wir Gott total leugnen. Wir können Atheisten, Hexen oder Nazis werden, aber so weit entfernt waren Adam und Eva nicht.

Eva aß die verbotene Frucht zuerst, aber Adam war nicht besser. Er war mit Eva eng zusammen und sagte nichts.

Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. 1 Mose 3,6 LU

Wenn dein Mann oder deine Frau eine schreckliche Entscheidung trifft, und du schweigend mitmachst, bist du gleich schuldig. Ein Ehemann soll seine Frau von Sünde zurückhalten und eine Frau soll ihren Mann von Sünde zurückhalten.

Adam und Eva erkannten sofort ihre Schuld und schämten sich.

Plötzlich gingen beiden die Augen auf, und ihnen wurde bewusst, dass sie nackt waren. Hastig flochten sie Feigenblätter zusammen und machten sich daraus einen Lendenschurz. 1 Mose 3,7 HfA

Eine unmittelbare Folge der Sünde und der sündhaften menschlichen Natur ist die Scham. Wir sehen unsere sexuelle Natur nicht mehr als unschuldig und schön.

Viele religiöse Menschen glauben, dass ein zölibatäres Leben besser und heiliger ist als eine christliche Ehe. 

Manche religiösen Kirchenväter haben die Idee erfunden, dass die sexuelle Fortpflanzung erst nach dem Sündenfall kam. Dass Sex irgendwie Gottes Plan B war und nur dazu gedacht war, Kinder zu zeugen.

Solche theologischen Vorstellungen sind nur Symptome der Schande, die durch den Sündenfall entstanden ist. Diese theologischen Traditionen sind nur Feigenblätter, die uns nicht helfen, die Versöhnung mit Gott zu finden.

Als Gott im Garten umherging, wusste Er natürlich, was Adam und Eva getan hatten. Trotzdem kam er, die gebrochene liebevolle Gemeinschaft mit dem ersten Ehepaar wiederherzustellen.

Egal wo du dich versteckst, liebt dich Gott immer noch.

  • Versteckst du dich in deinem Job, oder in deiner geschäftigen häuslichen Routine?

  • Versteckst du dich in Drogen oder Alkohol oder Esoterik?

  • Versteckst du dich vielleicht in religiösen Traditionen oder theologischen Studien?

Egal wo du eine Zuflucht ausgesucht hast, will Gott dich suchen. Er weiß schon, wo du bist und er sucht dich gerade wo du bist.

Er versteht dein Herz und deine Abwege, aber er will dich nicht züchtigen. Er sucht dein Vertrauen, damit du freundliche Gemeinschaft mit ihm haben kannst.

Gott weiß, dass wir von seiner Größe, seiner Heiligkeit und seiner Allmacht eingeschüchtert sind.
Er weiß, dass wir Angst vor seinem Urteil haben.

Deshalb hat er sich klein gemacht. Er hat seinen ewigen, allmächtigen Sohn als Mensch auf die Erde geschickt, um als Mensch zu leben und mit uns zu leiden.

Jesus starb am Kreuz, um die Strafe für unsere Untreue auf sich zu nehmen.

Am Kreuz sehen wir Gottes gebrochenes Herz, nicht nur, weil wir schiefgegangen sind, sondern weil er die liebevolle Gemeinschaft mit uns verloren hatte, und auch weil du und ich diese Gemeinschaft mit ihm verloren hatten.

Gott will diese zärtliche Freundschaft mit uns als seinen Kindern zurückhaben. Es ist die Sehnsucht seines Herzens, unsere Gemeinschaft wiederzuhaben, und uns den Segen seiner Freundschaft zu geben.

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16 LU

Freitag, 27. August 2021

Gespräche mit Gott

Seit Jahrhunderten dreht alles in den Kirchen um die Predigt von der Kanzel. Wo finden wir die Predigten im Neuen Testament? Jesus sprach manchmal in einer Synagoge aber oft nicht.
Die Bergpredigt war auf einem Berg oder Berghang.

In dem Johannesevangelium sehen wir wunderbare Lehren von Jesus, aber keine Predigt, wie in einer Kirche oder von einer Kanzel.

Wir sehen wie Jesus Gespräche führt und in diesen Gesprächen lesen wir erstaunliche Lehren.
Im Alten Testament sehen wir, wie Abraham und Mose Gespräche mit Gott selbst führte.

Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie jemand mit seinem Freunde redet. Dann kehrte er ins Lager zurück. Sein Diener aber, Josua, der Sohn Nuns, ein junger Mann, verließ das Innere des Zeltes nicht. 2. Mose 33,11 Bruns

Die Frage ist, ob Abraham und Mose von Gott auserwählt wurden, diese persönlichen Gespräche mit Gott zu führen, die für die meisten von uns nicht bestimmt sind.

Oder sollen wir diese persönlichen Gespräche als ein Vorbild sehen, sodass wir erwarten sollen, dieselbe intime Freundschaft mit Gott zu erleben?

Was sagte Jesus dazu?

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir… Johannes 10,27 Bruns

Jesus sagte nicht, meine Propheten hören meine Stimme.

  • Er sagte nicht, meine Apostel hören meine Stimme.

  • Er sagte nicht, meine ordinierte Pastoren hören meine Stimme.

  • Er sagte nicht, meine Nachfolger hören meine Stimme, solange ich leibhaftig mit ihnen sind.

  • Er sagte nicht, meine Stimme, bis sie das Neue Testament lesen können.

Wenn wir an Jesus glauben, wenn wir seine Jünger sind, sollen wir seine Stimme hören.

Christliche Jüngerschaft ist eine persönliche Beziehung mit Gott, sonst ist das christliche Leben bloß eine passive Religion.

Eine persönliche Beziehung ohne persönliche Gespräche ist undenkbar.


Ein christliches Leben, das auf formelhaften Predigten und passivem Gehorsam beruht, hat wenig mit der Bibel zu tun.

Aber wir haben vielleicht Angst, unsere Gedanken von Gottes Gedanken nicht unterscheiden zu können. Wenn wir versuchen, ein Gespräch mit Gott zu führen, könnten wir uns vorstellen, unsere eigenen Gedanken kämen von Gott. Es ist ein Lernprozess und Gott wird uns für unsere Fehler nicht verurteilen.

Wenn wir aber nur Predigten und Bibelkommentare als maßgebend akzeptieren, werden wir unweigerlich auch die Fehler der Prediger und Bibellehrer schlucken, und alle Prediger und Lehrer machen Fehler. Wir werden dann passive Christen bleiben.

Du wirst nicht erkennen können, was Gott dir persönlich mitteilen will. 

Was ist die Lösung? Wir müssen den Mut haben, Fehler zu machen. Wenn man nur biblische Lehren hat, wird man sowieso Fehler machen. Es ist gut, das zu erkennen. Es ist gut zu erkennen, dass man auch in einer übernatürlichen Beziehung zu Jesus und dem Heiligen Geist Fehler machen wird.

Manchmal spreche ich mit Gott, und ein Gedanke taucht in meinem Sinn auf, welcher so weise ist, dass ich einen Durchbruch erfahre und ich eine wunderbare Lösung für mein Problem habe. Ich weiß, das war Gottes Stimme.

Es gibt andere Zeiten, indem ich bete, und ein Gedanke in meinen Sinn kommt, und ich bin nicht sicher, ob es Gott sei oder nicht. Dann spreche ich mit Gott und manchmal auch mit einem weisen Christen darüber. Dann wird es manchmal klar.

Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.

Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin- und hergeworfen wird.
Jakobus 1,5–6 SLT

Wenn du in dieser Unsicherheit bleibst, gib bitte nicht auf. Suche Antworten in der Bibel. Denke tief und lang darüber. Bitte Gott um neue Einsicht.

Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!
Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.
Matthäus 7,7–8 SLT

Donnerstag, 26. August 2021

Gemeinschaft mit Gott Erleben

Es gibt eine geistliche Realität, die wir nicht verstehen können, bis wir diese Realität erleben, aber erst als wir Jesus im Himmel sehen, werden wir völlig verstehen, was hier auch für die heiligsten Christen nur stückweise offenbart ist.

Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin. 1. Korinther 13,12 ELB

Wir können jetzt durch Gottes Geist die Gegenwart Gottes spüren und erleben.

Schmeckt und seht, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn vertraut!  Ps 34,9

Es ist so wichtig, dass wir Gottes Liebe erleben, nicht nur als theologische Wahrheit erkennen.

Wenn du eine biblische Wahrheit nur als Lehrsatz lernst, und nie erlebst, was diese Lehre bedeutet, dann wirst du geistlich trocken und religiös.

Schmeckt und seht, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn vertraut!  Ps 34,9

Schon im Alten Testament haben manche Heiligen Gott mit Herz und Seele erlebt.

Gott, mein Gott bist du; nach dir suche ich. Es dürstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem dürren und erschöpften Land ohne Wasser. Psalm 63,2 ELB

Wenn Gottes Geist deinen Geist erweckt, werden auch dein Herz und deine Seele belebt sein. Sollen wir denn starke Emotionen empfinden? Der Prophet David ist unser Vorbild.

Es dürstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem dürren und erschöpften Land ohne Wasser. Psalm 63,2 ELB

Wenn wir starke Emotionen erleben, pocht unser Herz. Unser Fleisch reagiert auch.

Gott ruft dich jetzt, wenn du hören willst.

An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke!

Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.
Johannes 7,37–39 ELB

Wenn du von dem Heiligen Geist erfüllt bist, wirst du immer emotionell aufgeregt sein? Natürlich nicht. Das wäre nicht gesund.

Aber es gibt Christen, die alle dramatischen Erlebnisse und starke Gefühle immer infrage stellen. 

Diese Christen haben vielleicht die Grundlagen des Evangeliums gelernt, und erwarten eine bessere Zukunft im Himmel, aber sie sehen Gottes Wahrheit nur wie ein Schwarzweißfoto oder ein theologisches Lehrbuch. 

Aber so steht es geschrieben: Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was in keines Menschen Herz je gekommen ist, das hat Gott denen bereitet, die ihn liebhaben. 1. Korinther 2,9 Bruns

Mittwoch, 25. August 2021

Diamanten im Schlamm Finden

Der Keller meiner Mutter war überschwemmt. Viele ihrer persönlichen Gegenstände wurden ruiniert, darunter auch einige ihrer Schmuckstücke, weil das Silber korrodiert war. Meine Cousine und meine Mutter haben im Schlamm nach Diamanten gesucht.

In der Bibel ist das Silber manchmal ein Symbol für die menschliche Natur. Silber ist wertvoll, aber es kann auch korrumpiert werden. Nach dem Sündenfall sind wir alle korrumpiert, aber wir wurden ursprünglich in Gottes Ebenbild geschaffen.

Dieses Zitat aus dem Brief von Jakobus zeigt beide Aspekten unserer verfallenen menschlichen Natur.

Aber seine Zunge kann kein Mensch zähmen. Ungebändigt verbreitet sie ihr tödliches Gift.
Mit unserer Zunge loben wir Gott, unseren Herrn und Vater, und mit derselben Zunge verfluchen wir unsere Mitmenschen, die doch nach Gottes Ebenbild geschaffen sind.
Jakobus 3,8–9 HfA

Wir müssen nach den Diamanten in der verdorbenen Menschheit suchen, nach den Spuren des Ebenbildes Gottes.


John Dawson war ein Missionar in Los Angeles, der aus Neuseeland stammte. Er wollte den Manager eines Pornoladens für Jesus gewinnen. 

Er erklärte wie Jesus für unsere Sünden starb, und dass Jesus seine Sünden vergeben wollte. Der Mann stimmte zu, aber er wollte oder konnte Jesus selbst nicht entgegenkommen und persönlich empfangen.

Dann hat John Dawson eine neue Einsicht von dem Heiligen Geist mitbekommen.

Er erzählte dem Mann, dass er zwar äußerlich ein harter Kerl sei, aber im Inneren sei er insgeheim weich und sensibel. Gott habe in ihm Barmherzigkeit eingepflanzt. Als Pornohändler gab er Trost weiter, aber falschen Trost. Er habe das Potenzial, Menschen zu ermutigen und zu trösten.

Neue Hoffnung keimte in seinem Herzen auf, und er legte sein Leben in Gottes Hände.

Siehst du Chaos und Scham in deiner Lebensgeschichte?

Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten. Dies gilt für alle, die Gott nach seinem Plan und Willen zum neuen Leben erwählt hat. Römer 8,28 HfA

Joyce Meyer wurde von ihrem Vater jahrelang sexuell missbraucht. Ihr Leben geriet aus den Fugen. Ihre erste Ehe war eine Katastrophe. Aber sie glaube an Jesus und Gott hat ihr Leben wieder aufgebaut.

Seit Jahren hilft sie vielen seelisch verletzten Frauen. Durch ihre traumatischen Erfahrungen versteht sie den Weg zur Erholung für kaputte Frauen. Deshalb kann sie nun auch für ihr Trauma dankbar sein.

In dem chaotischen Schlamm ihrer Lebensgeschichte hat sie Diamanten gefunden. Diese Diamanten kann sie jetzt weitergeben, um anderen zu helfen.

Dienstag, 24. August 2021

Verachte Sünder Nie

Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt, und es führt ihn einer zur Umkehr, 

so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken. Jakobus 5,19–20 SLT

Jakobus spricht hier von einem Sünder, aber dieser Sünder ist „jemand unter euch“, das heißt, ein Christ, jemand, der an Jesus glaubt oder christlich erzogen wurde.

Ein Mädchen in einer christlichen Familie liebt Jesus und betetet jeden Tag mit einem unschuldigen Herz. 

Mit sechs oder sieben Jahren wird sie von einem angeblich christlichen Onkel sexuell verführt. Sie versteht nichts davon aber sie genießt die süße sexuelle Erfahrung. Sie versteht nichts von Sünde.

Nach einem Jahr wird der Onkel von Schuldgefühlen überwältigt und er missbraucht das Mädchen nicht mehr. Das Mädchen fühlt sich abgelehnt und verlassen. 

Dann lernt sie, dass diese Erfahrung verboten und sündhaft war und ihre Scham wird unerträglich.

Ihr unschuldiges Gottesvertrauen wird auch gestört und sie fühlt sich unwürdig und einsam. Als Teenager sucht sie Liebe und Anerkennung mit Jungen. Sie wird sexuell aktiv und drogensüchtig.

In der Bibel sehen wir, wie die Pharisäer solche Frauen mit Verachtung behandelten. Es gibt auch heute Christen, die nur die Sünde der Frauen sehen, und nicht ihre gebrochenen Herzen.

Wir müssen lernen, sündhafte Frauen und auch Männer mit der Liebe Gottes zu verstehen, damit wir  ihnen liebevoll helfen können.

Jesus hat harte Worte gegen selbstgerechte religiöse Menschen gesprochen, aber er war mit verachteten Sündern immer freundlich. 

Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt, und es führt ihn einer zur Umkehr, 

so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken. Jakobus 5,19–20 SLT

Montag, 23. August 2021

Gemeinschaft mit Gott Selbst

Wenn wir an Jesus glauben, sind wir errettet.

Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist;

und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das?
Johannes 11,25–26 ELB


Was ist dieser Glaube, wodurch wir errettet sind? Viele sind als Babys getauft, aber sie wissen nicht was geschehen ist.

Manche werden als Erwachsene getauft, aber man sieht danach in ihrem Leben keine Spur von Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Manche werden liebevolle Menschen, aber andere werden bloß religiös und selbstgerecht.

und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das? Johannes 11,26 ELB

„der da lebt und an mich glaubt.“ Jesus spricht von einem andauernden Leben, das vom Glauben bestimmt und geprägt ist.

Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger;
und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
Johannes 8,31–32 ELB


Was bedeutet, „in meinem Wort bleibt“?

  • Du sollst die Bibel jeden Tag lesen? Eine gute Idee, aber ist das, was Jesus meinte?
  • Gottes Gebote halten? Auch gut. Wir müssen Gottes Gebote nicht missachten.


Jesus lehrte die Bibel ganz anders als die frommen Juden seiner Zeit.

Jesus war hundert Prozent Bibelmensch, aber er sprach von etwas anders, von einer lebendigen Beziehung mit sich selbst.

Jesus rügte die frommen Bibelprofis, die ihn zuhörten.

Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;
und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.
Joh 5,39–40 ELB


Was meinte Jesus, als er die Juden ermahnten, sie sollten in seinem Wort bleiben?

Sie sollten so leben, wie Jesus selbst lehrte. Es reicht nicht, mit biblischer Wahrheit einverstanden zu sein. Wir müssen die Lehren von Jesus täglich umsetzen.

Aber wie kann man seine Feinde lieben? Nicht nur nett zu schwierigen Menschen sein, nicht nur für die Bekehrung von Sündern beten, sondern wirklich von der Liebe Gottes zu bösen Menschen berührt werden?

Wir müssen die Lehren von Jesus ernst nehmen, aber das reicht auch nicht.

Als Jesus vor dem Kreuz seine Jünger rief, ihm nachzufolgen, war das sowohl ein Gebot als auch eine Einladung, in persönlicher Gemeinschaft mit ihm zu leben. Petrus und Andreas mussten ihr Fischerboot hinter sich lassen. Matthäus musste sein Geschäft aufgeben.

Damals war Jesus ein umherziehender Prediger. Nachfolge bedeutete oft mit ihm umherzuziehen.

Es gibt auch heute neu bekehrte Christen, die ihren Job oder ihre Heimat verlassen müssen, aber viele sollen bleiben, wo sie sind.

Was bedeutet heute Nachfolge?

Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Römer 8,14 SLT

Wir haben heute keine sichtbare Gemeinschaft mit Jesus, aber wir haben Gottes Einladung, in Gemeinschaft mit seinem Geist zu erleben. 

Der Heilige Geist ist kein theologischer Begriff, sondern eine liebevolle Person, eine Person, die dich liebt, wie Jesus selbst.

Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! Amen. 2. Korinther 13,13 SLT

Wir können nur dann so leben, wie Jesus es will, wenn wir uns von der Liebe Gottes innerlich verändern lassen. Jesus hat seinen Heiligen Geist gesandt, um diese innere Heilung zu bewirken.

Donnerstag, 19. August 2021

Beten mit Kraft für Nichtchristen

Richard Wurmbrand war ein Prediger in Rumänien. Er wurde unter der Nazi Besatzung verfolgt, aber dann wurde es unter den Kommunisten noch schlimmer.

Als die russische Armee eintraf, war das eigentlich keine Befreiung für die Christen, aber Richard Wurmbrand missionierte furchtlos. Er versuchte selbst die russischen Offiziere für Jesus zu gewinnen.
 
Ein russischer Offizier leugnete, dass er an Gott glaubte, aber mit Gottes Weisheit konnte Richard Wurmbrand diesen Atheismus durchschauen.

„Aber im Notfall beten Sie trotzdem, oder?“
Der Kommunist war erwischt und verlegen.
„Als wir in Stalingrad belagert und umzingelt waren, haben wir alle gebetet.“

Als meine Mutter 70 Jahre alt und noch gesund war, wollte sie meine Gebete nicht ernst nehmen, aber mit 76 Jahren war sie dem Tod nahe. Dann war sie sehr dankbar für meine Gebete und sie starb in Frieden mit Gott.

Zwischen 1982 und 2000 hat Argentinien eine mächtige Erweckung erfahren. Einer der prominenten Prediger in dieser Erweckung war Ed Silvoso.

Ed Silvoso erklärte, dass viele Christen wollen für Ungläubigen beten, aber ohne mit den Ungläubigen offen zu sprechen. Sie haben Angst, dass Gott diese Gebete nicht erhören könnte und dann würde ihr Glaube als schwach und nutzlos erscheinen.

Ed Silvoso begann im Alter von 16 Jahren mit der Missionsarbeit. 

Nach vielen Jahren hat er gelernt, dass viele Nichtchristen unsere Hilfe durch Gebet zu schätzen wissen, auch wenn sie keine Ergebnisse erwarten und vielleicht nicht einmal eine klare Vorstellung von Gott selbst haben.

Wenn wir unsere Kollegen oder Nachbarn fragen, ob wir für sie beten sollen, sind sie oft dankbar für unsere Nächstenliebe. Wenn sie erfahren, dass Gott sie erhört, kann sein Eingreifen den Glauben erwecken.

Einst sprach ich mit einer Hexe. Ich versuchte sie für Jesus zu gewinnen, aber das Gespräch war sehr schwierig. Sie hatte eine listige Antwort für alles. 

Endlich war es mir klar, dass ich nicht weiter streben sollte. Ich bat Gott um Weisheit, wie ich das Gespräch beenden sollte, und Gott gab mir die richtigen Worte.

Ich sagte ihr, „Ich werde beten, dass Jesus Sie in einem Traum heimsucht.“ 

Ihre dämonische Kraft konnte diesen Angriff vom Heiligen Geist nicht widerstehen. Plötzlich sah ich Furcht und Unsicherheit in ihren Augen.

Deine Gebete haben eine Kraft, die selbst die Dämonen einschüchtert.

Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden!

Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden.
Matthäus 7,7–8 ELB

Mittwoch, 18. August 2021

Wie wir für andere beten können

Eine hochstehende Stadträtin in einer kanadischen Stadt war eine Frauenrechtsaktivistin. Sie befürwortete Abtreibung, und sie wollte auch Prostitution legalisieren. 

Pastoren in ihrer Stadt besuchte sie, um ihre christliche Sichtweise zu erklären, aber sie wollte nicht zuhören.

Als die Pastoren eintraten, sagte sie fast aggressiv, „Ich möchte, dass
Sie wissen, dass ich Feministin bin.“ Positiver Austausch war unmöglich.

Beim Abschied sagte der leitende Pastor: „Wir möchten gerne für Sie beten. Wie können wir beten?“

Die Atmosphäre änderte sich dramatisch und sofort. Die Stadträtin war wirklich berührt.

„Beten Sie, dass ich als Beamter gute Arbeit leiste.“

Die Pastoren beteten auf genau dieselbe Weise. Nach und nach änderte sich die Denkweise der Beamtin. Sie erkannte die negativen Folgen der legalisierten Prostitution, und auch ihre Haltung zur Abtreibung änderte sich etwas.

Hier sehen wir ein Prinzip, das in dem irdischen Dienst von Jesus zu sehen ist.

Zwei Blinden saßen am Straßenrand und flehten um Hilfe von Jesus. Wie hat Jesus reagiert. Er hat nicht Buße gepredigt. Er stellte eine Frage.


Und Jesus blieb stehen und rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll?

Sie sagen zu ihm: Herr, dass unsere Augen geöffnet werden.

Jesus aber, innerlich bewegt, rührte ihre Augen an; und sogleich wurden sie sehend, und sie folgten ihm nach.
Matthäus 20,32–34 ELB


Wenn wir die Sehnsüchte und Bedürfnisse unsere Mitmenschen ernst nehmen und für sie auf diese Weise beten, verstehen sie, dass wir sie respektieren und lieben, und oft fangen sie an, Gottes Realität und Liebe zu vernehmen.

Es gibt Menschen, die keine Predigt und kein Zeugnis hören wollen, aber sie haben Probleme in ihrer Arbeit oder in ihrer Familie. 

Vielleicht haben sie Kopfschmerzen. Wenn wir ihre Probleme ernst nehmen und für ihre Probleme beten, werden wir oft wunderbare Resultate sehen.

Dienstag, 17. August 2021

Richtet Nicht

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Mt 7,1

Was soll das bedeuten? Sollen wir denn alle Sünde schönreden? Sollen wir denken, Hitler oder Stalin nur geisteskrank wären?

Was will Gott sagen? Sollen wir zwischen Gut und Böse unterscheiden? Absolut.

Sollen wir Sünde konfrontieren und widerstehen? Natürlich.

Wenn du ein Gemeindeleiter oder Pastor bist, und jemand in der Gemeinde Unheil stiftet oder Kinder missbraucht, musst du das passiv zulassen? Gott behüte!

Andrerseits, wenn ein Pastor oder Priester überheblich und autoritär wird, und in deiner Familie Schaden anrichtet, darf man diesen Mann zurechtweisen, obwohl er der Leiter ist?

Was sagt Jesus?

»Sündigt aber dein Bruder gegen dich, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Mt 18,15 NLB

Ordnet euch einander unter; tut es aus Ehrfurcht vor Christus.
Epheser 5,21 HfA


Wir müssen manchmal andere Christen stark konfrontieren, manchmal.

Aber wir müssen nie vergessen, dass nur Gott auf dem himmlischen Richterstuhl sitzt, nicht wir.


Wenn du einen anderen Christen zurechtweist, musst du dich zuerst vor Gottes Richterstuhl beugen. Wir alle sind Fehlerhaft.

Warum siehst du jeden kleinen Splitter im Auge deines Mitmenschen, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?

Wie kannst du zu ihm sagen: ›Komm her! Ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen!‹, und dabei hast du selbst einen Balken im Auge!

Du Heuchler! Entferne zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du klar sehen, um auch den Splitter aus dem Auge deines Mitmenschen zu ziehen.
Matthäus 7,3–5 HfA


Wir müssen manchmal andere Christen konfrontieren, aber wenn du dich wie ein Polizist benimmst, der immer auf der Suche nach Sünden in der Gemeinde bist, dann bis du wirklich schiefgegangen.

Es ist nicht verboten, andere Christen zurechtzuweisen. Richtig.

Aber bin ich immer von Gott beauftragt, alle Fehler zu verbessern, die ich in anderen Christen sehe? Christen, die so denken, sind stolze Besserwisser, die den Balken von ihren Augen entfernen sollen.

Wie soll ich denn wissen, ob ich von Gott beauftragt bin in einem bestimmten Fall, irgendwie einzugreifen? Eine wichtige Frage.

Nur indem wir täglich mit Gottes Geist erfüllt werden, nur indem wir von Gottes Liebe bewegt sind, nur indem wir von Gottes Geist geführt sind. 

Nur indem wir jede Minute für die Führung und Weisheit des Heiligen Geistes offen sind.

Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Römer 8,14 SLT

Montag, 16. August 2021

Nur Gott Darf Urteilen

»Urteilt nicht über andere, damit Gott euch nicht verurteilt.
Denn so wie ihr jetzt andere richtet, werdet auch ihr gerichtet werden. Und mit dem Maßstab, den ihr an andere anlegt, werdet ihr selbst gemessen werden.
Matthäus 7,1–2 HfA

Was soll das bedeuten? Sollen wir denn alle Sünde schönreden? Sollen wir vermuten, ein sadistisches Monster sei geisteskrank, weil wir nicht glauben wollen, dass Menschen absichtlich böse sein würden?

Wenn ein Mann (oder eine Frau) Kinder missbraucht, sollen wir ihn völlig entschuldigen, weil er selbst als Kind missbraucht wurde?

Sind Menschen grundsätzlich gut oder böse?

Die Bibel lehrt, dass die ersten Menschen gut waren, aber einen falschen Weg nahmen. Seitdem ist unsere DNA verdorben worden. Wir alle haben eine Tendenz zum Bösen.

Aber das ist nur ein Aspekt der Realität. Die meisten Menschen haben auch eine Neigung zum Guten, wenn auch nicht makellos.

Die meisten Eltern lieben ihre Kinder. Die meisten Menschen bewundern Faulheit, Korruption, Diebstahl und Mord nicht.

Jesus lehrte, wir müssen zwischen Gut und Böse unterscheiden, aber wir müssen keinen Menschen verachten.

Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt, und sie sagen: Siehe, dieser Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder! Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden aus ihren Werken. Matthäus 11,19 LU

Wir müssen die Realität der Sünde klar erkennen. Ansonsten werden wir diese verdorbene und oft chaotische Welt keineswegs verstehen. 

Aber du musst auch verstehen, dass wir alle in Gottes Ebenbild geschaffen sind. Sonnst, wirst du andere Menschen oder vielleicht dich selbst verachten.

Es heißt bei euch: ›Liebe deinen Mitmenschen und hasse deinen Feind!‹
Doch ich sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen!
Matthäus 5,43–44 HfA

Wir müssen zwischen Gut und Böse unterscheiden, aber wir dürfen kein menschliches Wesen hassen oder verachten. Hass und Verachtung sind unvereinbar mit der Liebe zum Nächsten.

Die Menschen haben es gelernt, wilde Tiere, Vögel, Schlangen und Fische zu zähmen und unter ihre Gewalt zu bringen.

Aber seine Zunge kann kein Mensch zähmen. Ungebändigt verbreitet sie ihr tödliches Gift.
Mit unserer Zunge loben wir Gott, unseren Herrn und Vater, und mit derselben Zunge verfluchen wir unsere Mitmenschen, die doch nach Gottes Ebenbild geschaffen sind.
Jakobus 3,7–9 HfA


Hier sehen wir die zwei Aspekten der menschlichen Natur deutlich erklärt. Wie neigen zum Bösen, weil unsere Herzen verdorben sind, und aus unseren verdorbenen Herzen verfluchen wir unsere Mitmenschen.

Andrerseits sind diese Mitmenschen immer noch als Gottes Ebenbild geschaffen. Kein Mensch ist hundert Prozent Teufel. Selbst Adolf Hitler hat einige jüdischen Kameraden vom Ersten Weltkrieg geschont.

Nach dem Krieg haben einige sehr bösen Nazis Buße getan.

Wir müssen nicht voreilig urteilen.

Ein Manager, ein Lehrer oder ein Pastor kann sehr autoritär sein und herrscht vielleicht überheblich oder manchmal grausam. Aber vielleicht ist er grundsätzlich kein Heuchler oder Monster.
Vielleicht hat er ein Minderwertigkeitskomplex.

Das bedeutet nicht, dass wir grausame Leiterschaft akzeptieren sollen.
Das bedeutet nicht, dass wir keinen Selbstrespekt haben dürfen, oder dass wir uns nie wehren sollen.

Es gibt Menschen, die auf schreckliche Weise missbraucht wurden. Sie werden aggressiv, weil sie durch schmerzhafte Erfahrungen ein Weltbild gelernt haben, dass man entweder stark sein oder zum Opfer werden muss. Sie haben kein Konzept für sanften gegenseitigen Respekt. Das ist nicht Teil ihrer Lebenserfahrung.

Du siehst ein Mädchen in der Kirche, das unanständig gekleidet ist. Du denkst, sie will die sexuelle Aufmerksamkeit von Jungen auf sich ziehen, aber es kann sein, dass sie keine sexuelle Motivation hat. Sie fühlt sich unsicher und möchte nicht von anderen Mädchen abgewertet werden.

Du bist Seelsorger. Ein Mann hat ein unruhiges Gewissen. Er war auf Geschäftsreise und hat mit sexueller Versuchung gekämpft. Er erwachte nach einem sexuellen Traum und befriedigte sich selbst.

Manche Seelsorger würden verurteilen, aber der Geschäftsmann hatte vielleicht keine schlechte Motivation. 

Er wollte ein treuer Ehemann bleiben. Er wollte nicht in pornografischen Tagesträumen schwelgen. Selbstbefriedigung war für ihn vielleicht keine Sünde, sondern ein Sicherheitsventil.

…  ich (Gott) urteile nach anderen Maßstäben als die Menschen. Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz.« 1. Samuel 16,7 HfA

Wir müssen uns nicht anmaßen, auf Gottes Richterstuhl zu sitzen, denn nur Gott versteht die Motivation in dem Herz eines Menschen. 

Freitag, 13. August 2021

Worte töten oder erzeugen Leben

Wer ist ein Diener des Neuen Bundes? Nur ein Apostel? Nur ein Pastor? Nur ein Ältester?

Nur durch ihn können wir die rettende Botschaft verkünden, den neuen Bund, den Gott mit uns Menschen geschlossen hat.

Dieser Bund ist nicht mehr vom geschriebenen Gesetz bestimmt, sondern von Gottes Geist. Denn der Buchstabe des Gesetzes tötet, Gottes Geist aber schenkt Leben.
2. Korinther 3,6 HfA


Wir alle sind berufen und bestimmt, Jesus zu dienen. Ein Diener ist einer, der dient. Gott ist Liebe. Wer Gottes Liebe empfängt und mit praktischer Liebe weitergibt, ist ein Nachfolger Jesu und ein Diener Gottes.

Praktische Hilfe ohne Respekt und Mitgefühl ist keine Liebe. Es gibt ein giftiges Mitleid ohne Respekt und echte Liebe, indem man auf elende Menschen herabschaut. Jesus hat seine Mitmenschen nie so behandelt.

Kein Amt befähigt dich, Jesus und deinen Mitmenschen zu dienen. Nur die Liebe Gottes kann dich dazu befähigen, Menschen zu helfen und Gott zu gefallen.

Wer Jesus mit Liebe nachfolgt und Menschen helfen will, muss liebevolle Gedanken in seiner Seele pflegen und immer ermutigende Worte sprechen. Worte können töten oder Leben spenden.

Zwischen 1982 und 2000 gab es in Argentinien eine große Erweckung. Christen organisierten einen Jesus-Marsch in einer großen Stadt.

Auch homosexuelle Aktivisten kamen, um gegen die Christen zu protestieren.

Die Leiter der Jesus-Marsch beteten um Weisheit von Gott. Dann passierte etwas Erstaunliches. Die Christen gingen auf die Homosexuellen zu und bat um Vergebung für die grausame Behandlung der Homosexuellen von vielen Christen.

Die Homosexuellen spürten die echte Liebe Gottes und manche bekehrten sich zu Jesus.

Ich kenne christliche Frauen in Deutschland, die Bordellen besuchten, um Prostituierten zu helfen. Ihr Motivation war Mitgefühl und Freundlichkeit. Eine Prostituierte ging ins Kino mit einer der christlichen Frauen. Mitten in einem sehr weltlichen Film rief die Prostituierte laut.

„Jetzt glaube ich an Jesus.“

Sie hatte die freundlichen Worte der christlichen Frauen gehört, die vom Herzen kamen und sie spürte die Liebe Gottes.

Sollen wir also das Buch Gottes wegwerfen?

Wenn du die Bibel als ein strenges Gesetzbuch verstehst, musst du dem Heiligen Geist bitten, die Bibel mit neuen Augen zu lesen.

In der Bibel finden wir Wahrheit. Habgier, sexuelle Ausschweifungen, Lügen und Hass sind verboten, aber in der Bibel sehen wir, wie Jesus die Diebe und Prostituierten liebte und mit tiefem Mitgefühl helfen wollte.

Eine Frau ließ ihr Baby abtreiben. Dann erhielt sie einen Brief von einer religiösen christlichen Frau. Sie las, dass sie wegen des Mordes ihres Babys in der Hölle landen würde. 

Dieser Brief kam nicht aus dem Herzen Gottes. Die Hölle gibt es, aber wir müssen auf Gottes Liebe und Gnade hinweisen.

Ein Missionar, der mit Gottes Liebe predigte, und sagte der Frauen, dass sie ihre verstorbenen Babys in Gottes Himmel wieder sehen würden, wenn sie an Jesus glauben würden. 

Das war die Wahrheit, aber nicht die Wahrheit, die tötet, sondern die Wahrheit, die zum Leben führt.

Worte haben Macht: Sie können über Leben und Tod entscheiden. Wer sich gerne reden hört, muss mit den Folgen leben. Sprichwörter 18,21 HfA

Wenn ein guter Mensch spricht, zeigt sich, was er Gutes in seinem Herzen trägt. Doch ein Mensch mit einem bösen Herzen kann auch nur Böses von sich geben. Denn wovon das Herz erfüllt ist, das spricht der Mund aus!«
Lukas 6,45 HfA

Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle!

Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, und wenn ja: Hol mich zurück auf den Weg, den du uns für immer gewiesen hast!
Psalm 139,23–24 HfA

Donnerstag, 12. August 2021

Porno Star Errettet

Shelley Lubben liebte Jesus als kleines Mädchen. Sie wollte Predigerin werden. 

Mit neun Jahren wurde sie sexuell missbraucht. Sie wurde sexualisiert und als Teenager wurde sie sexuell aktiv. Mit 18 Jahren war ihre Leben außer Kontrolle und ihre Eltern lehnten sie ab.

Sie war arm und hatte Hunger. Dann hat ihr ein Mann Geld für Sex angeboten und sie wurde Prostituierte.

Was meint ihr: Wenn ein Mann hundert Schafe hat und sich eins davon verläuft, was wird er tun? Lässt er nicht die neunundneunzig auf ihrer Weide in den Bergen zurück, um das verirrte Schaf zu suchen?

Und ich versichere euch: Wenn er es dann findet, freut er sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verlaufen hatten.
Matthäus 18,12–13 HfA

Sie wurde schwanger und gebar ein Kind von einem Kunden. Sie behielt das Kind aber arbeitete weiter als Prostituierte.

Trotzdem wurde sie von Gott nicht verlassen. Sie glaubte immer noch an Gott, aber sie vertraute Jesus nicht, weil sie von ihren Eltern und allen anderen abgelehnt wurde. Sie fühlte auch, dass Gott sie im Stich gelassen hatte.

Dann hatte sie Angst vor Vergewaltigung, Mord und Gefängnis. Sie suchte einen Ausweg als Pornoschauspielerin, weil das scheinbar nicht so gefährlich war.

Dann spürte sie die teuflische Finsternis wie nie zuvor, viel schlimmer als in der Prostitution. 

Als Pornostar hatte sie einen glänzenden Erfolg, aber die unheimliche dämonische Präsenz war ihr scheußlich.

Dann kam Jesus selbst wieder und wieder zu ihr. Er flehte sie liebevoll an:
"Bitte, Shelley, tu es dieses Mal nicht wieder."

Endlich verließ sie die Pornoindustrie, aber sie war tief verletzt und verdorben.

Dann fand sie einen Freund, der sich ebenfalls von Jesus entfernt hatte. Er wurde ein brüderlicher Freund, aber dann kehrten sie gemeinsam zu Jesus zurück und sie heiratete ihn. 

Shelley Lubben Zeugnis auf Englisch